Nimmermehr (23)

31. Oktober 2009

Happy Halloween! Leider kann ich euch heute in Nimmermehr keine thematisch passenden Monster anbieten, bis auf Lenore, aber die ist ja immer dabei. Das Foto da oben ist also reiner Etikettenschwindel. Mit ein bisschen Gewalt kriegen wir aber trotzdem noch eine Überleitung zusammengeschraubt: Sonia bekommt nämlich heute von ihren Kidnappern Süßes serviert, bei Marten und Lenore hingegen gibt es leider nur Saures.

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Fauler Zauber

30. Oktober 2009

Hier sind meine nächsten zwei Beiträge zum Projekt 52, ich habe ja noch einiges aufzuholen. Weil sie aber eh gut zusammenpassen, gibt es heute Faulheit:

Faulheit

und Zauberei:

Zauberei

Beide Fotos aus dem fabelhaften Kölner Zoo.


Unverzichtbar

29. Oktober 2009

Nein, ich bin nicht aus Projekt 52 ausgestiegen, ich habe nur zeitweise ausgesetzt. Jetzt versuche ich, meinen Rückstand allmählich aufzuholen, und ich beginne mit dem 41. Wochenthema “Unverzichtbar”.

Unverzichtbar 1

Was an diesem Foto unverzichtbar sein soll, wollt ihr wissen? Ich habe auch keine Ahnung, da müsst ihr die hier fragen:

Unverzichtbar2


Frisch, fromm, fröhlich, Käßmann

28. Oktober 2009

Ich wollte ein bisschen nörgeln, aber ich war mir nicht sicher, wie und worüber.

Denn einerseits ist es natürlich gerechtfertigt, dass unsere Medien heute ausführlich darüber berichten, dass eine der zwei großen Kirchen Deutschlands eine neue Vorsitzende gewählt hat. Sicher ist das irgendwie eine Meldung, und sicher ist es durchaus nicht uninteressant, wem knapp 25 Millionen Deutsche ihr Seelenheil anvertrauen und wer diese 25 Millionen Deutschen zukünftig in Glaubensfragen repräsentieren darf.

Andererseits ärgere ich mich einfach immer wieder darüber, dass die Kirchen in Deutschland einfach kraft ihrer scheinbaren gesellschaftlichen Durchdringung in mehrerer Hinsicht über einen Einfluss verfügen, der ihnen meiner Meinung nach kein bisschen zusteht.

Die EKD ist ein Verein, dessen Mitglieder durch die abenteuerliche Annahme verbunden sind, dass die Welt von einem allmächtigen und allwissenden Wesen erschaffen wurde, das vor rund 2000 Jahren mit einer menschlichen Frau einen Sohn zeugte, um die Menschheit von ihren Sünden zu befreien, indem dieser von besagter Menschheit zuerst gefoltert und dann grausam getötet wurde, um ihnen dann hinterher vergeben zu können.

Trotzdem erhalten die Repräsentanten dieses Vereins in unschöner Regelmäßigkeit eine öffentliche Plattform, um ihre mal mehr, mal weniger abstrusen Ansichten zu diversen wichtigen Themen zu äußern, obwohl diese Ansichten sich in der Regel auf zwei Bücher gründen, die Jahrtausende alt, in sich widersprüchlich und nach allem menschlichen Ermessen von hochgradig Bekloppten geschrieben wurden. Ungeachtet dieser kleinen Indizien gegen ihre Relevanz werden die beiden Bücher von den Vereinsmitgliedern für die ewige und einzige Grundlage von Moral und Recht gehalten. Warum also dürfen die dabei sitzen, wenn sich andere Leute ernsthaft unterhalten wollen?

Sogar beim Rückhalt in der Gesellschaft kann man meiner Meinung nach durchaus an den Kirchen zweifeln. Nicht ganz die Hälfte der Deutschen glaubt überhaupt an Gott – obwohl zugegebermaßen auch nur ein Viertel sich dem Atheismus zuordnet -, und Gottesglaube ist ja nun noch lange nicht identisch mit Kirchentreue. Abgesehen davon, dass es auch noch andere Kirchen gibt als die christlichen, behaupte ich mal völlig furcht- und quellenlos, dass maximal ein Drittel der Kirchenmitglieder ihren Glauben wirklich ernst nimmt. Wir dürfen nicht vergessen, dass man dort einfach per Taufe Mitglied wird und dann austreten muss, was nach meiner Erfahrung viele nur deshalb nicht tun, weil sie keine Lust haben, sich dafür zu rechtfertigen, oder weil sie es so nett finden, sich einer Gemeinschaft zugehörig zu fühlen. Wirkliche Kenntnis und Überzeugung von der christlichen Glaubenslehre ist da zumindest unter meinen Bekannten sehr, sehr, sehr selten zu finden.

Oder um es anders zu sagen: Die Leute von 7 Tage, 7 Köpfe (Gibt es das eigentlich noch?) verdienen in meinen Augen ähnlich viel Respekt und Raum für ihre Meinung zu Gentechnik, Abtreibung, Verhütung und Ethik wie die Repräsentanten dieser anderen Comedy-Truppe, die genausowenig lustig ist, und dafür noch anmaßend, selbstgerecht und bigott.


These Boots Are Made For Walking

27. Oktober 2009

Bestimmt dachtet ihr schon, ich hätte es vergessen, aber weit gefehlt, hier ist der zweite Reisebericht aus dem fernen China:

Voran!

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Ist es Wasser? Ist es eine Zuckerpille? Nein! Es ist Homöopathie!

26. Oktober 2009

Den folgenden Beitrag habe ich vom Blog der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung der Parawissenschaften e.V. übernommen. Da ich leichten Angstschweiß bekomme bei der Vorstellung, dass Leute gegen HIV/AIDS mit homöopathischen, äh, Präparaten behandelt werden statt mit echter Medizin, unterstütze ich das Anliegen der GWUP. (Gefunden habe ich das Ganze übrigens via 49suns. Danke, Julia!)

Eigentlich eine tolle Sache: 20 soziale Initiativen, Vereine und Projekte werben noch bis zum 15. November 2009 im die Gunst der Internet-Gemeinde beim Deutschen Engagementpreis der Kampagne “GebenGibt”. Per Maus-Klick entscheidet das Web-Volk, wer den Publikumspreis bekommt – immerhin 10.000 Euro. Echt eine tolle Sache. Doch es gibt einen Haken: Der Verein “Homöopathen ohne Grenzen” (HOG) steht im Ranking kurz vor dem Sieg – ein Verein, der in Entwicklungsländern ernsthaft Homöopathie statt Medizin als Alternative gegen HIV/AIDS empfiehlt. Zitat aus einem HOG-Projekt: “Die Homöopathie ist eine sinnvolle Alternative zu den massiven Medikationen der Schulmedizin. Die eigene Lebenskraft zu stärken nützt natürlich auch den Patienten, die unter einer HIV Infektion leiden.”

Das heißt: Handlungsbedarf! Gewinnen die Homöopathen, geraten 10.000 Euro in die falschen Hände. Dagegen protestieren bereits Skeptiker und Wissenschaftler aus aller Welt in der Blogosphäre (Links siehe unten). Einzige Chance: Stimmen sammeln für einen wirklich sozialen Verein, dessen gute Platzierung das jetzt noch verhindern kann: die SOZIALHELDEN. Wir sprachen mit Raul Krauthausen, dem Initiator des Projekts.

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Restebloggen zum Wochenende (13)

25. Oktober 2009
  1. Ausgewählte Google-Suchbegriffe für mein Blog in dieser Woche:
    Sachen, die ich gut finde - Dass man die finden will, kann ich verstehen, aber ob das auf diesem Wege was wird?
    Wie wird man nicht mehr schwul – Leute, das ist nicht euer Ernst, oder?
    eine Gottes anbetarin – Kuckst du hier. Ich empfehle aber auch dringend einen Blick hier rein.
    What the hell is wrong – So einiges. Glaubt mir. So einiges.
    kinderpornographie versehen – Ja, nee, ist klar.
    Was ich noch nie wissen wollte – würde ich eher nicht bei Google suchen.
    Winter – Wie kann es angehen, dass das seit einigen Tagen der Spitzenreiter meiner Suchbegriffe ist, bloß, weil ich mal kurz diese Enya-CD erwähnt habe?
  2. Der Fragmentjunkie findet, dass Quelle es nicht besser verdient hat.
  3. Ich weiß, wir können ihn alle nicht leiden, aber Sascha Lobos Standardabmahnartikel gefällt mir doch ganz gut.
  4. ix hat Recht. Das ist wirklich witzig: Die SPD war gegen die Einführung des Privatfernsehens, und Helmut Schmidt schätzte die Gefahren der Reizüberflutung höher ein als die der Kernenergie. [Und ix hat es bei stackenblochen gefunden.]
  5. Zimmer frei mit Martin Sonneborn war mein erstes Zimmer frei überhaupt. Mir wäre gar nicht aufgefallen, dass da was Außergewöhnliches passiert ist.
  6. Rewe Feine Welt Früchtewunder ist trotz der hübschen Aufmachung ein Müsli, von dem ich abraten muss. Der Name ist durchaus treffend, ich habe mich wirklich sehr über die Früchte gewundert: 48% Rosinen (gefühlte 72%) ist eindeutig zu viel des Guten.

Nimmermehr (22)

24. Oktober 2009

Jawohl, nachdem ihr das letzte Mal länger warten musstet, geht es diesmal ein bisschen schneller: Nimmermehr 22 ist da. Diesmal erfahrt ihr ein wirklich interessantes und echt wahres Trivia über Leichen, und Lenore kocht für Marten.

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Liebe Marketingstrategen

24. Oktober 2009

…von Amazon.de, Conrad, UCI Kinos und vielen anderen Unternehmen, wie mir was verkaufen wollen,

wahrscheinlich stellt ihr euch das ungefähr so vor:

“Wenn Muriel Silberstreif sieht, dass sein voller Name in der Betreffzeile einer E-Mail steht, dann kann er gar nicht anders, als das für eine total individuelle und persönliche Mail zu halten, die nur für ihn gedacht ist, und er kann sich im Grunde gar nicht gegen den Reflex wehren, das Ding zu öffnen, komplett durchzulesen und alles was darin steht, für die reine Wahrheit zu halten.”

Ich gehe davon aus, dass ihr SMS an eure Freunde ungefähr so schreibt:

“Hallo Karl-Heinz Unterberg, ich habe eine persönliche Nachricht für dich!!! Wollen wir uns Sonntag zum Brunch treffen?”

Und Beziehungsgespräche fangen bei euch wahrscheinlich mit den Worten an:

“Melanie Kruse, deine Meinung ist mir wichtig!!”

Tja, ich habe da eine schlechte Nachricht für euch: Kein Mensch redet einen anderen Menschen in einer im weitesten Sinne natürlichen Situation mit seinem vollen Namen an, und wirklich kein Mensch schreibt jemals den Namen seines Adressaten in die Betreffzeile! Deswegen kann es sich in solchen Fällen nur um dreiste, aufdringliche Werbemails handeln, deren Verfasser noch so unverschämt ist, mich mit einer völlig schwachsinnigen Aufmerksamkeitsfalle zu beleidigen. Ich habe nur deshalb noch keine feste Regel für Outlook eingerichtet, derartige Mails sofort zu löschen, weil ich manchmal das Gefühl der Überlegenheit genieße, wenn ich sie manuell in den Papierkorb schiebe.

Schreibt doch einfach stattdessen mal einen echten Betreff in das Betreff-Feld. Dann lese ich vielleicht auch hin und wieder, was ihr mir mitzuteilen habt.


Freude an den kleinen Dingen

23. Oktober 2009
  1. In der letzten Woche habe ich in dem kleinen Wertsachenschließfach meines Fitness-Studios das Pfand vergessen, immerhin 2 Euro. Auf dem Parkplatz fragte ich mich noch, ob ich zurückgehe, aber der Parkplatz war ziemlich weit weg, es war kalt, es war spät, ich wollte nach Hause, und ich dachte, wahrscheinlich ist das Geld eh schon weg.
    Gestern besuchte ich wieder das Studio, benutzte wieder dasselbe Fach, und siehe da, es lagen zwei Euro in der Pfandausgabe. Ich könnte hier jetzt was von Kharma und Gerechtigkeit salbadern, aber ich fürchte, ich bin einfach der Einzige dort, der nicht den Mumm hat, seine Wertsachen einfach mit dem anderen Kram im Spind einzuschließen.
  2. Heute habe ich mal unseren Qualitätsmanagement-Bericht-Entwurf für das bevorstehende Audit gelesen und laut gelacht, als ich dies hier las: “Unser Ziel für das nächste Jahr: O Fehler.”
    Zugegeben, man muss ein bisschen genauer hinsehen, aber dieses Zeichen da ist keine 0 (Null). Es ein großes O (Ohhhh). Hoffentlich ist das das einzige Ziel, das zu erreichen wir von Anfang an völlig chancenlos sind.

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