Sicher ist sicher

21. Februar 2010

Ich hatte eigentlich gehofft, dass ich heute den nächsten Teil von “Menschenähnlich” fertig bekomme, aber das schaffe ich wohl heute doch nicht mehr, weil [Hier bitte selbstständig enorm überzeugende Rechtfertigung einfügen]. Dafür habe ich hier für euch einen kleinen Gruß aus meiner Nachbarschaft. Ich hoffe, ihr könnt es lesen. Leider hatte ich mal wieder die vernünftige Kamera nicht dabei.

(Klicken zum Vergrößern)

Vielleicht sollte ich diesem Modemuffel mal die aktuelle Grippy einwerfen. Der weiß sicher gar nicht, was ihm entgeht.


Restebloggen zum Wochenende (28)

20. Februar 2010
  1. Die meisten von euch werden schon mal von der “Tea Party”-Bewegung in den USA gehört haben. Einen faszinierenden Einblick in die sonderbare Parallelwelt, in der diese Menschen leben, gewährte uns diese Woche die New York Times:
    “He discovered Glenn Beck, and began to think of Washington as a conspiracy to fleece the little guy. “I had no clue that my country was being taken from me,” Mr. Stevens explained. He could not understand why his progressive friends did not see what he saw.”
  2. Wer von euch die fantastische und außergewöhnlich kluge Fernsehserie “The West Wing” über das Leben und Arbeiten im Weißen Haus noch nicht kennt, sollte am besten gleich alle Staffeln zusammen bestellen. Hier ein kleiner Ausschnitt zum Angewöhnen:
  3. Der Spiegelfechter ist für mich immer so eine Sache. Aber wo er Recht hat, hat er Recht: Diese Fotos von Dirk Niebel sind ein Desaster. Was war da denn los?
  4. Der letzte Newsticker des Postillons war mal wieder ein Meisterwerk des absurden Humors. Aber die Idee mit dem neuen 139-Zeichen-Kurznachrichtendienst hatte ich auch schon, so.
  5. Dialog beim Tierarzt:
    Arzt: “Das Mittel hat auch keinerlei Nebenwirkungen, das ist ja rein pflanzlich.”
    [Ein bisschen weiteres Gerede, bevor ich entscheide, meine Frage zu stellen]
    Ich: “Kann man das so sagen, dass es keine Nebenwirkungen hat, einfach weil es pflanzlich ist? Digitalis ist doch auch ein Pflanzenextrakt?”
    Arzt: “Ja, na gut… Digitalis ist ja auch ein Medikament.”
    Ich: “Ach so.”
    Arzt: “Ja, das hier… Also, das hat ja keine… Wirkung in dem Sinne.”
    Ja gut. Dann ist’s klar.
  6. Die neuen Suchbegriffe sind da, und ich könnte heulen. Ich weiß noch, dass ich Anfang der Woche eines der wahnsinnigsten Beispiele überhaupt gefunden habe, aber ich finde es nicht wieder. Die übrigen sind aber auch ganz gut. Mit diesen Begriffen sind in den letzten Tagen Besucher von Google zu meinem Blog gelangt:
    “die auszubildende fisten geschichten” – Ich schwöre, ich habe das nicht kommen sehen, als ich die Rubrik geschaffen habe.
    “android rock hoch pusten” – Was zum Geier hat der denn gesucht? Ist das auch was Sexuelles, oder liegt das nur an meiner kranken Fantasie?
    “пират” – Sollte einer von euch zufällig wissen, was das heißt, wäre ich für eine Erläuterung sehr dankbar. Ich fürchte jedenfalls, dass dieser Suchende hier nicht fündig wurde. Naja. Die anderen ja wohl auch nicht.
    “wie heisst na dieses dings?” – Das frage ich mich auch manchmal, aber ich habe es noch nie bei Google eingegeben.
    schön und trozdem schwul” – Aus der Rubrik “unschuldige Konjunktionen schamlos missbraucht”.

Was hast du dir da nur gedacht, Jan-Josef?

19. Februar 2010

Die Finanztransaktionssteuer mag eine gute Sache sein, auch wenn ich das nach bisherigem Kenntnisstand bezweifle. Ich weiß nicht viel darüber. Aber dieser Spot hier, der ist ekelhaft:


[via Dondahlmann]

Weil er nämlich die Intelligenz seiner Zuschauer beleidigt. Weil er so tut, als wäre eine Steuer schon gerechtfertigt, wenn man sie bloß in niedrigen Prozentzahlen ausdrücken kann und sie scheinbar hohe Erträge bringt. Weil er mit der Illusion spielt, etwas könnte gleichzeitig viel Geld einbringen und trotzdem niemanden was kosten. Weil er den Eindruck erweckt, als wäre die Bekämpfung von Armut bisher nur daran gescheitert, dass man genau diese Steuer nicht erhoben hat. Weil er ein prinzipiell ehrenwertes Anliegen missbraucht, um seine armselige kleine Lügenbotschaft voller Neid und Missgunst zu verbreiten.

Pfui, Schämt euch!

[Nachtrag, auch aus aktuellem Anlass: Ich bin mir inzwischen ziemlich sicher, dass die Finanztransaktionssteuer eine ausgesprochen dumme Idee ist. Und mit dem “ehrenwerten Anliegen” meinte ich natürlich die Vermeidung von Armut, nicht die willkürliche Besteuerung von Vorgängen, die einem irgendwie Angst machen, weil man sie nicht versteht.]


Gib ihm Tiernamen, Heiner

18. Februar 2010

Ich habe eine Weile überlegt, ob ich mich an der Diskussion um Guido Westerwelles Äußerungen und das ALGII beteiligen möchte. Dann fiel mir auf, dass ich das sowieso schon getan habe. Da mir die Hysterie, mit der diese Diskussion teilweise geführt wird, doch sehr kontraproduktiv vorkommt, versuche ich mich mal an einem etwas gelasseneren, sachlichen Beitrag.

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Keiner macht mich mehr an

16. Februar 2010

Nennt mich einen Kindskopf, aber der Besuch eines Supermarktes ist für mich immer wieder ein fantastisches Abenteuer voller Überraschungen. Da findet man zum Beispiel solche Sachen:

Wenn ihr genau hinschaut, könnt ihr erkennen, dass in dem Maisjoghurt tatsächlich ein paar ganze Maiskörner treiben, während der Popcornjoghurt nur so kleine Trümmer beinhaltet.

Das Ganze schmeckt nicht so eklig, wie man es sich vielleicht vorstellt, aber so richtig gelungen finde ich das Konzept doch nicht. Der Maisjoghurt riecht und schmeckt immerhin nach Mais. Wer sich so was also schon immer gewünscht hat, sollte mal einen Versuch wagen. Das Popcornzeug schmeckt für mich nur nach Nussjoghurt, den man zu lange stehen lassen hat. Beides ist natürlich ziemlich süß.

Ich bin Muriel Silberstreif, und ich probiere solche Sachen – damit ihr es nicht müsst.


Menschenähnlich (8)

16. Februar 2010

So, diesmal musstet ihr ziemlich lange warten. Die Geschichte wollte nicht ganz so wie ich, und die Zeit war auch ein bisschen knapp. Trotzdem ist hier jetzt der achte Teil unseres Fortsetzungsromans “Menschenähnlich”. Ich hoffe, dass er euch gefällt.

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Kernaufgaben

14. Februar 2010

Ich weiß, ich habe gesagt, es wäre erstmal Schluss… Aber eine Weile habe ich ja auch durchgehalten. Bis ich dann hier gelesen habe, dass die Kirchen wegen der geplanten Steuerreform Einnahmeverluste befürchten und deshalb protestieren wollen. Zum Schluss steht da:

“Sollte [die Steuerreform] aber verwirklicht werden, werde man als erstes bei den Beratungsleistungen und den Kindertagesstätten sparen müssen, um den Kernaufgaben der Kirche weiter nachkommen zu können.”

Den Kernaufgaben, soso. Man muss also bei der Betreuung von Kindern sparen, damit Bischöfe auch weiterhin ein sechsstelliges Jahresgehalt beziehen können? Damit der Papst weiterhin in seiner eigenen Stadt voller zusammengeraubten und ergaunerten Reichtums leben kann? Man könnte wirklich nicht auch noch irgendwoanders sparen, um die Kernaufgaben – mutmaßlich ist hier das Verbreiten von Lügen und schwachsinnigen Beschimpfungen Homosexueller gemeint – weiter erfüllen zu können? Sonst ist nirgendwo mehr ein bisschen Luft? Nirgends?

Hätte ich nicht gedacht.


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