Heute sind wir mal ein Gadget-Blog

Ich habe zwei ziemlich gegenläufige Leidenschaften: Ich schwimme gerne und verbringe überhaupt mit Freude möglichst viel Zeit im Wasser. Außerdem höre ich gerne Hörbücher, Musik und neuerdings alte Folgen aus dem Archiv von The Atheist Experience. Bisher war es mir nicht möglich, das miteinander zu verbinden, doch letzten Freitag beschloss ich, diesem Elend ein Ende zu setzen und mir einen wasserdichten MP3-Player zu bestellen.

Und weil es ja sein kann, dass ihr vor einem ähnlichen Problem steht, dachte ich, ich berichte jetzt mal von meinen Erfahrungen mit dem Speedo Aquabeat.

Wie ihr hier auf dem Foto erkennen könnt, kommt das Gerät mit einem Paar sehr kurz gekabelter Ohrhörer, die sich optional verlängern lassen (in der Plastiktüte) sowie einem USB-Kabel für die PC-Verbindung, das ebenfalls in den Klinkenanschluss des Players passt. Interessante Idee, finde ich. Das Setup geht wie bei wohl jedem MP3-Player außer denen von Apple ganz von selbst: Anschließen, Dateien draufziehen, und los geht’s. Geladen wird natürlich auch über den USB-Klinken-Anschluss.

Vorgestern ging es auf ins nächstgelegene Schwimmbad zum ersten Versuch. Ich persönlich habe eine Armtasche für den Player gekauft, man kann ihn aber auch an der Schwimmbrille festschnallen, wenn man eine trägt. Gürtel ginge wahrscheinlich auch, würde aber albern aussehen. Verliert man den Aquabeat, geht er natürlich nicht unter, sondern schwimmt friedlich vor sich hin, bis man ihn wieder eingesammelt hat.

Die Bedienung ist mutmaßlich aus Wasserdichtigkeitsgründen denkbar einfach gehalten: Es gibt einen Wippschalter zum Vor- und Zurückspulen, der bei längerem Druck gleichzeitig zum Starten (Vor) und Stoppen (Zurück) dient, und noch einen zweiten Wippschalter für laut und leise. Vom Player aus kann man also weder zufällige Wiedergabe einstellen, noch Playlists einrichten (Das geht aber vom PC aus über die mitgelieferte Software.), noch sonst irgendwas, und ein Display gibt es auch nicht. Immerhin merkt sich das Gerät, wo es war, wenn man es ausschaltet, was für mich als Hörbuchfanatiker eine unverzichtbare Funktion ist. Der Aquabeat akzeptiert die Formate WMA und MP3 und fasst je nach Version 1 oder 2 GB an Daten.

Bei den wasserdichten Ohrhörern fällt zunächst mal auf, dass sie ziemlich tief und fest im Ohr sitzen, aber das muss natürlich so sein, damit kein Wasser reinkommt. Wenn ihr da empfindlich seid, ist der Aquabeat möglicherweise nichts für euch. Ich habe ihn rund 2 Stunden am Stück benutzt und kann sagen, dass es nicht direkt weh tat, aber es ist ein ungewohntes Gefühl, das auch nach dem Rausnehmen noch eine gute halbe Stunde braucht, bis es ganz verschwunden ist. Gebraucht man die Armhalterung, ziehen die Ohrhörer ein bisschen, wenn man den Kopf in die andere Richtung dreht, aber das merkt man kaum. An der Schwimmbrille dürfte man dieses Problem überhaupt nicht haben. [Nachtrag, vergessen: Es sind übrigens drei Paar verschiedene Aufsätze für die Ohrhörer in der Packung, darunter auch ein pilzförmiges, das möglicherweise für empfindliche Ohren besser geeignet wäre. Habe ich aber nicht ausprobiert.]

Und das war’s eigentlich schon. Zuerst kann man es nicht so richtig glauben, aber es funktioniert alles genau so, wie es soll. Auch beim Tauchen hört man noch alles klar und deutlich, obwohl der Klang sich unter Wasser natürlich verändert, und zu tief runter gehen sollte man auch nicht,  nicht nur weil der Player nur bis 3m dicht hält, sondern auch wegen der Pfropfen in den Ohren.

Fazit: Der Aquabeat ist im Vergleich zu normalen MP3-Playern natürlich enorm simpel und von der Funktionalität her geradezu vorsintflutlich. Wenn man aber wie ich auch im Wasser nicht auf die liebgewonnene Beschallung verzichten mag, muss man diese Einschränkung in Kauf nehmen und bekommt für sein Geld genau das, was man will, wenn auch in ziemlich spartanischer Ausstattung.

About these ads

9 Antworten zu Heute sind wir mal ein Gadget-Blog

  1. [...] This post was mentioned on Twitter by mikeswelt, gadgetjungle. gadgetjungle said: Heute sind wir mal ein Gadget-Blog « überschaubare Relevanz: Wie ihr hier auf dem Foto erkennen könnt, kommt das G… http://bit.ly/d2vEtj [...]

  2. Andi sagt:

    Was es nicht alles gibt…
    Hättest du den nicht eigentlich schon vorm Gran Canaria-Urlaub brauchen können? Oder bist du da erst auf den Gedanken gekommen, dir so ein Teil zuzulegen?

  3. Muriel sagt:

    @Andi: Naja… Deine Idee ist gut, aber erstens habe ich mich da im Meer nicht gelangweilt, und zweitens wollte ich ja auch hören, was Lehrer und andere Kursteilnehmer mir zu sagen hatten.
    Auf den Gedanken für den Player bin ich erst wieder hier im Hallenbad gekommen, nicht zuletzt auch weil die Musik aus dem benachbarten Wassergymnastikbecken sich hart an der Grenze des Erträglichen bewegte.

  4. madove sagt:

    Interessant…
    Ich teile die beiden Vorlieben (Wasser & Hörbücher). aber ich kann diese reinsteck-kopfhörer nicht ab, deshalb steht für mich die Lösung noch aus. Trotzdem gut zu wissen, daß es sowas gibt.

    Oh, und danke für den Tipp, daß es The Atheist Experience auch als Audiofeed gibt *freu* *allesrunterlad*

  5. Muriel sagt:

    @madove: Wow. Du glaubst gar nicht, wie ich mich jetzt gerade freue. Nicht, weil du die Kopfhörer ablehnst, sondern weil ich bisher dachte, ich wäre der Einzige, der abartig genug ist, sich gerne deren altes Zeug anzuhören. Schön, einen Gleichgesinnten gefunden zu haben. Kennst du auch noch Keryn und Ashley?

  6. madove sagt:

    Ich muß gestehen, ich kenne The Atheist Experience erst durch Dich, und deshalb auch bisher nur kleinstückchenweise. Aber das kann ich jetzt eben ändern *freu* (wenigstens ein bißchen, weil es sie wohl erst ab Mitte ’09 in mp3 gibt).
    Die Zeiten in meinem Tagesablauf, die für im-Internet-rumlesen und youtube-Videos-gucken geeignet sind, sind sehr überschaubar, wohingegen ich an einem normalen Arbeitstag theoretisch 8 Stunden tolle Texte hören kann; daher die Begeisterung für das Audioformat.

  7. Muriel sagt:

    @madove: Das ist ja noch besser, wenn ich dir einen guten Tipp geben konnte. Viel Spaß weiterhin, und auch wenn es ein bisschen aufwendiger ist, die mitzunehmen (Man kann bei den älteren die Videos downloaden und ggf. in Ton umwandeln.), lohnt es sich durchaus, etwas tiefer ins Archiv vorzudringen. Keryn ist zum Beispiel ein fantastischer Co-Host, und die Sendungen, in denen sie zusammen mit Russell moderiert, haben diesen ganz besonderen Bruder-Schwester-Charme.
    Naja, egal, ich höre dann jetzt mal auf, bevor jemand mich verdächtigt, Provision von der ACA zu beziehen.

  8. [...] Wer hier schon länger mitliest, erinnert sich vielleicht noch an den Speedo AquaBeat, meinen Unterwasser-MP3-Player. [...]

  9. [...] wenn man nach der Resonanz auf meinen letzten Versuch in dieser Richtung, meiner Sachkunde und den gängigen Ratschlägen zum Marketing von Blogs geht, [...]

Gib's mir!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 518 Followern an

%d Bloggern gefällt das: