Rund siebeneinhalb Zwölftel Stunden mit: Ico

31. Oktober 2011

Ja… Ich dachte, ich versuch’s noch mal, und wie so oft, wenn man das denkt, hab ich mich diesmal tatsächlich noch dämlicher angestellt als beim ersten Mal. Den ganz Harten unter euch wünsche ich trotzdem viel Vergnügen, den anderen empfehle ich diesmal dringend, einfach auf den nächsten Post zu warten und so zu tun, als hätte es niemals ein “Let’s Play” bei überschaubare Relevanz gegeben.


Gefallen (17) – Finis

30. Oktober 2011

Nachdem ja das letzte Kapitel eher so mittel bis mäßig war, darf ich mit ein bisschen Stolz sagen, dass zumindest nach meinem Geschmack das letzte Kapitel – also dieses jetzt, denn das letzte war zwar das letzte, weil es vor diesem kam, aber dieses jetzt ist das letzte, oder eigentlich auch nur fast, denn es kommt demnächst noch ein Post mit Bonus-Features zu Gefallen, aber die eigentliche Geschichte ist zu Ende, oder zumindest dieser Teil, denn wie ihr euch vielleicht erinnert, ist Gefallen eigentlich ein Mehrteiler, es gibt also mit voller Absicht kein richtiges Ende im herkömmlichen Sinne – diesmal einigermaßen gelungen ist. Ich hoffe, ihr seht das auch so.

Viel Spaß.

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Wer ist hier paranoid?

27. Oktober 2011

faz.net? Ich? Vier alle?

Vielleicht reagiere ich ja über, aber die Untertöne dieses faz.net-Artikels über die Kölner Zentralmoschee klingen bei mir doch reichlich widerwärtig an. Vorgeschichte: Die Türkisch-Islamische Union (Ditib) als Bauherrin besagter Moschee hat offenbar den Architekten aus dem Projekt geworfen. Und faz.net findet die Gründe dafür nicht überzeugend.

Baumängel und Nachforderungen sind bei Projekten dieser Größenordnung Tagesgeschäft, und es ist Aufgabe des Architekten, sie abzuarbeiten. Daraus eine außerordentliche Kündigung zu konstruieren, erscheint so unangemessen, wie deren Zeitpunkt irritieren muss.

So weit, so egal, und bis dahin habe ich noch kein großes Problem mit der Sache, abgesehen davon, dass ich nicht verstehe, warum eine überreagionale Zeitung darüber berichtet. Möglicherweise hatte faz.net selbst da auch keine gute Rechtfertigung und beschloss deshalb, noch ein größeres Fass aufzumachen:

So spricht vieles für die Vermutung, dass die Ditib den Architekten loswerden wollte, um freie Hand zu haben. Hat Böhm, den sie gleichsam als Bautrojaner einsetzen konnte, um als weltoffene, liberale Organisation zu erscheinen, seine Schuldigkeit getan?

Wir kennen diese Unterstellungstechnik mit dem Fragezeichen aus einer anderen großen deutschen Zeitung mit einem großen Buchstaben mehr als die FAZ, und wie das oft so ist, wird sie nicht weniger anrüchig, weil jemand anders sie einsetzt. Abgesehen davon, dass ich im Artikel keinerlei Belege für diese Annahme finde, wäre es doch auch eine merkwürdige Technik: Ich suche mir einen Architekten, der mich (Wodurch eigentlich?) weltoffen und liberal darstellen lässt, um dann kurz vor dem Ende meines Bauprojekts eine öffentliche Schlammschlacht mit ihm anzufangen, denn jeder weiß ja: Einen einmal erworbenen guten Ruf kann man durch Fehlverhalten niemals wieder ruinieren. Oder so.

Der Verfasser Andreas Rossmann geht aber noch weiter:

Schlechte Zahlungsmoral, Preisdrückerei, die Qualitätsdefizite zur Folge hat und in Mehrkosten umschlägt, Ignorieren von Absprachen und mangelnde Verbindlichkeit – entspricht das nicht den Klischees, denen “die Türken” sich ausgesetzt sehen?

The fuck, FAZ? Geht es noch ein bisschen schmieriger? Und wenn er erst einmal angefangen hat, bleibt er auch auf dieser Schiene:

Doch hat die Ditib mit der Kündigung des Architekten nicht nur Vorurteile bedient, sondern auch die Sympathie, die die Mehrheit der Kölner dem Projekt bislang entgegenbringt, leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

Ach, diese dummen, unzuverlässigen, kurzsichtigen, unehrlichen Türken. Da bedienen sie nicht nur Vorurteile, sondern setzen in ihrer Dummheit und Kurzsichtigkeit auch noch die Sympathie aufs Spiel, die die Kölner ihrem Bauprojekt bislang großzügigerweise entgegengebracht haben.

Es geht nicht “nur” um Architektur, sondern, wie der Umgang mit ihr offenbart, um eine Kulturfrage.

Okay. Und jetzt wüsste ich von euch gerne: Bin ich hypersensibel, wenn ich zu dem Schluss komme, dass der Autor hier nicht nur Vorurteile bedient, sondern auch die Sympathie, die die Mehrheit der Kölner dem Projekt bislang entgegenbringt, leichtfertig aufs Spiel setzt, indem er mehrfach sehr deutlich impliziert, es wäre erstens was Besonderes, dass Deutsche es sich gefallen lassen, dass Ausländer in ihren Städten Moscheen bauen, und zweitens wären “Schlechte Zahlungsmoral, Preisdrückerei, die Qualitätsdefizite zur Folge hat und in Mehrkosten umschlägt, Ignorieren von Absprachen und mangelnde Verbindlichkeit” typisch türkisch und “eine Kulturfrage”? Oder lest ihr das auch so?


Let’s Read: Philoso1: Rund siebeneinhalb Zwölftel Stunden mit: Jesus

26. Oktober 2011

Ich weiß nicht mehr genau, wie lange es her ist, dass Rayson mir dieses Buch empfahl und ich es bestellte. Ist ja aber auch egal. Jedenfalls fand ich die Idee sehr ansprechend, ein Hörbuch mit Anmerkungen zu machen, und obwohl ich – schon aus rechtlichen Gründen – ernsthaft bezweifle, dass ich Jesus mit euch komplett durcharbeiten werde, habe ich mich spontan entschieden, damit mal einen ersten Versuch zu unternehmen. Und wer es schade findet, dass ich mir als Hörbuch nun gerade so ein doofes ausgesucht habe, der kann sich vielleicht mit dem Gedanken trösten, dass es ja auch so eine Art Philoso1 ist. Vielleicht auch nicht.

Na dann mal los.

Hier direkt hören:

Oder hier herunterladen und immer dabeihaben.

Klaus Berger und sein Verlag folgen mir bitte hier entlang.

Und a propos lästiges Urheberrecht: Die Musik am Anfang ist übrigens “Plastic Jesus” von David Maloney, und die am Ende ist “Praise the Lord and Send Me the Money” von Hugh Moffatt, und die machen doch einen sehr netten Eindruck und haben bestimmt nichts dagegen, dass ich ihr Werk hier auszugsweise mal benutzt habe. Ähem.

Ich glaube, beim nächsten Mal lese ich wieder was Eigenes und singe selbst.


Restebloggen (76)

24. Oktober 2011
  1. Letzte Woche dreimal nacheinander mit drei verschiedenen Krankenkassen: Wir erhalten einen Brief von unserem Dachverband, in dem sie eine Vertragsabsicht/Ausschreibung ankündigen und uns bitten, uns zur Anforderung der Unterlagen an Mitarbeiterin@Krankenkasse.de zu wenden. Ich schreibe also die erbetene Mail und bekomme eine ziemlich barsche Antwort zurück, in der steht, dass ich mir die Unterlagen doch bitte unter http://www.sonstwas.com/Ausschreibungen runterladen und mich nur für dann noch offene Fragen an die Mitarbeiterin wenden soll. Ich habe das Gefühl, dass man diesen Prozess irgendwie effizienter gestalten könnte. Ich komme nur noch nicht drauf, wie…
  2. Wer nervlich nicht so belastbar ist, möchte sich “He Dies at the End” vielleicht lieber nicht ansehen. Ich persönlich fand den Kurzfilm sehr unterhaltsam und muss zumindest für mich selbst zugeben, dass er trotz der lächerlich einfachen Mittel erschreckend gut funktioniert hat. Mit Dank an Jeff Strand für den Tipp:
  3. Matt Dillahunty hat genau die richtigen Worte für den Papst gefunden. Es geht hier zwar konkret um den Kommentar des Papstes zu den Anschlägen vom 11. September 2001, passt aber zu jeder Gelegenheit.
  4. Für diejenigen unter euch, die sich schon immer gewünscht haben, dass jemand mal die Tafelanschriften in Pornos auf Richtigkeit und Informationswert prüft, gibt es Blackboards in Porn.
  5. Völlig unabhängig von ihrer politischen (und religiösen und religionspolitischen) Orientierung finde ich die polittische Geschäftsführerin der Piratenpartei Marina Weisband gerade ganz toll. Weil sie bedeutende Fragen stellt wie “Ab welchem prozentualen Verhältnis zwischen Medikamenten und Frühstück wird es eigentlich bedenklich?“, und weil wir von ihr lernen können, wie man aus einem Herrenhemd ein Abendkleid macht.
  6. Weil faz.net ein Qualitätsmedium ist, übernimmt man vermeldetete Forschungsergebnisse dort nicht einfach nur kritiklos, sondern recherchiert ganz skeptisch, ob hinter den vermeintlich wissenschaftlichen Studien auch wirklich eine solide Methodik steckt und wie die Ergebnisse zu interpretieren sind. Das macht man natürlich nur dann, wenn diese Ergebnisse einem nicht so gut in den Kram passen. Sonst muss das nicht sein. Aber immerhin.
  7. Liegt das eigentlich an mir, dass ich Helmut Schmidt inzwischen erheblich lustiger finde als Harald, letztem aber als Bundeskanzler und politischem Publizisten erheblich mehr zutrauen würde?

Gefallen (16)

24. Oktober 2011

So. Ich hatte ja so halb versprochen, dieses Wochenende noch ein Kapitel zu veröffentlichen. Sowas überlege ich mir immer gut, denn solche Versprechen sind zweischneidige Schwerter. Einerseits zwingen sie mich dazu, in der angegebenen Zeit noch ein Kapitel zu veröffentlichen, weil ich einen irrational überhöhten Drang verspüre, zu meinem Wort zu stehen. Andererseits zwingen sie mich dazu, in der angegebenen… Moment. Mir wird gerade klar, dass solche Versprechen doch nur einschneidige Schwerter sind.

Jedenfalls schreibe ich das hier, noch bevor ich mit der Arbeit an dem neuen Kapitel begonnen habe, und es ist schon ziemlich spät. Ich bin also wahrscheinlich noch erheblich gespannter als ihr, ob das noch was wird. Vielleicht auch deshalb, weil ihr nur noch drei Sätze weiterlesen müsste, um es herauszufinden. Ich hingegen muss noch ein paar Stunden arbeiten.

Schaumermal (Ja, das zählt als ein Satz.).

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Muriel jumps the shark

22. Oktober 2011

Ja, liebe Leser, der Niedergang dieses Blogs (wie auch der ganzen Welt, wenn wir Ayn Rand glauben können, und nur ein weltfremder Naivling wird bezweifeln, dass es da einen Zusammenhang gibt) ist unübersehbar, und aus diesem Grund dachte ich mir, was soll’s?, ich mach es amtlich und veröffentliche ein “Let’s play”, das ich mit einer Kamera von meinem Fernseher abgefilmt habe.

(Kommentare von Leuten, die mir sagen, dass ich ja wohl der letzte N00b bin und dass das so jawohl mal überhaupt nicht geht, und dass ich Screenshots wahrscheinlich mit einer Polaroid mache, werden ignoriert, wenn sie nicht Hinweise dafür enthalten, wie ich ein besseres Resultat ohne zusätzliche Kosten und nennenswerten Aufwand hätte erreichen können. Ach so, und für die Puristen unter euch: Bei ziemlich genau 15 Minuten endet das Intro, und das eigentliche Spiel beginnt. Aber echt jetzt mal: Wer das Intro überspringt, weil es ihm zu langweilig ist, der sollte am besten gleich dieses ganze Video überspringen und auf bessere Zeiten warten.)

Ja. Und an der Stelle ging der Akku meiner Kamera in die Knie, und obwohl ich die ganze Zeit über dran gedacht habe, dass ich ein Auge auf die Kamera haben muss, damit ich merke, wenn der Akku in die Knie geht, hatte ich kein Auge auf die Kamera und habe deshalb nicht bemerkt, dass der Akku in die Knie gegangen war. Soweit zu den schlechten Nachrichten. Die gute Nachricht ist, dass ich nur ungefähr fünf Minuten lang weiter gespielt und wie ein Depp mit mir selbst geredet habe (was übrigens nicht daran lag, dass ich das mit dem Akku nicht gemerkt habe; das mache ich sowieso viel), und dass in der Zeit zwar ein bisschen was passiert ist, dass ich aber am Ende doch wieder… naja, am Ende war. Ihr habt also nichts verpasst, und es ginge das nächste Mal wieder von vorne los mit diesem Koloss.

Aber bevor ich euch mit weiteren 37 Minuten meines erbärmlichen (und bis dahin wahrscheinlich arg repetitiven) Rumgestümperes beglücke, wüsste ich zunächst mal gerne, ob ihr überhaupt noch ein solches Video sehen wollt, oder ob ich euch doch bitte in Zukunft mit solchem Kokolores verschonen soll.

Also, was meint ihr?


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