Geht sterben (3)

Wie sagte Herr Lindner doch kürzlich so schön?

Wir verhindern, dass aus verantwortungsbewussten Bürgern irgendwann Staatsinsassen gemacht werden.

Und wie sagte Herr Zastrow diese Woche der Rheinischen Post?

Wir sind die einzige Partei, die noch ohne Wenn und Aber die Werte der Marktwirtschaft hochhält.

Und wie sieht das in der Praxis so aus?

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will die Preispolitik der Mineralölkonzerne unter stärkere staatliche Kontrolle stellen. Tankstellen sollen einer neu zu schaffenden „Markttransparenzstelle“ künftig jede Änderung der Kraftstoffpreise differenziert nach Produkt, Zeitpunkt und Produktmengen übermitteln, heißt es einem Gesetzentwurf, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt [...] Außerdem müssten sie melden, welche Mengen an Treibstoffen sie wo und wie teuer eingekauft haben.

Den Mineralölkonzernen ist es [...] verboten, Kraftstoffe teurer an kleine und mittlere Konkurrenten, als an ihre eigenen Tankstellen zu verkaufen. Die starken Preisschwankungen von bis zu 15 Cent am Tag sollen dadurch zukünftig verhindert werden.

 Von dem staatlichen Eingriff verspricht sich Rösler mehr Wettbewerb.

Da fällt mir übrigens gerade wieder ein Spruch von Herrn Lindner ein:

Entscheidend ist die neue Glaubwürdigkeit der FDP

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13 Antworten zu Geht sterben (3)

  1. Tim sagt:

    Deine Hähme geht ein wenig an der entscheidenden Frage vorbei, welche lautet: Gehört die FDP in den Gelben Sack, oder ist sie Restmüll?

  2. Tim sagt:

    Argh, Häme!

  3. Tim sagt:

    Ich schähme mich so sehr …

  4. Muriel sagt:

    Und ich kann mich dibisch drühber freuen.
    (Zur Kernfrage: Ich würde ja behaupten, dass die Partei noch Wertstoffe enthält, aber ich bin auch ein bisschen naiv.)

  5. bravo56 sagt:

    Gelber Sack geht gar nicht. Die Partei ist vollständig von neoliberaler Ideologie kontaminiert. Für sowas muss ein Endlager gefunden werden.

  6. Muriel sagt:

    @bravo56: Naja. Wahrscheinlich willst du mich dann erst recht endlagern, wenn dir die FDP zu neoliberal ist.
    Aber das ist okay, wir mögen hier abweichende Meinungen. Willkommen bei überschaubare Relevanz.

  7. Tim sagt:

    @ bravo56

    Die Partei ist vollständig von neoliberaler Ideologie kontaminiert

    Schön wär’s. Ich kenne nur einen einzigen neoliberalen Politiker, der sich jemals im FDP-Umfeld getummelt hat, und der war nicht mal Parteimitglied.

    Tatsächlich steht die FDP für einen unbeugsamen Staatskorporatismus in eigener Sache, d.h. sie wird in den Branchen, in denen ihre Mitglieder tätig sind, niemals neoliberale Reformen anstoßen oder mittragen. Im Grunde interpretiert sie die typische sozialdemokratische Soße deutscher Parteien auf egoistische Weise, was sie besonders widerwärtig macht.

  8. MH sagt:

    Ach, vergesst doch die olle FDP. Die zucken zwar noch ein wenig, sind aber letztlich doch schon tot.

    Aber mit oder ohne FDP finde ich diese ganze Benzinpreis-Debatte interessant und gleichzeitig albern. Einerseits ist es vor allem der Staat (mithin wir!), der das Benzin durch Steuern teuer macht. Andererseits haben wir da einen schön transparenten Markt, in dem jeder schon im Vorbeifahren sehen kann, wie die Preise gerade aussehen. Und dann schilt man allen ernstes die Konzerne dafür, dass sie Geld verdienen wollen und der Konkurrenz höhere Preise abverlangen als sich selbst. Also entweder machen wir hier noch einen auf Kapitalismus und freie Marktwirtschaft oder wir lassen’s einfach bleiben.

  9. Muriel sagt:

    @MH: Ich fürchte ja, dass die FDP uns noch lange erhalten bleiben wird. Aber sonst hast du Recht.

  10. Dietmar sagt:

    Politische Diskussionen vermeide ich grundsätzlich. Ich habe immer das Gefühl, die Politik nicht gründlich genug zu verfolgen. Da höre ich dann lieber zu und denke mir meinen Teil.

    Aber der Rösler! Schade. Ich wollte ihn mögen, als ich ihn das erste Mal bewusst bemerkte.

  11. Muriel sagt:

    Ich will so viele Leute mögen.

  12. Dietmar sagt:

    Das Schlimme ist, dass ich dann so ärgerlich werde, dass mir dieser Mensch dann zu einem richtigen Unsympathen wird. Da kann er dann eigentlich nichts zu. Aber den Rösler mag ich deshalb nicht mehr sehen. Enttäuschte Liebe …

  13. [...] ich habe das hier schon dreimal gesagt, aber ich meinte das noch nie so von Herzen: Geh sterben. Ich verachte dich. Du widerst mich an. [...]

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