We hold these truths to be self-evident

31. Mai 2012

Einerseits verstehe ich gut, woher dieser Drang kommt, Rechte objektiv begründen zu wollen. Wenn etwas objektiv wahr ist, spare ich mir (im Idealfall) eine Menge Diskussion, denn jeder, der es anders sieht, hat eben Unrecht, und das kann ich demonstrieren, und fertig. Evolution ist eine Tatsache, und wer das bestreitet, irrt sich und kann das ganz leicht für sich selbst feststellen. Wäre doch toll, wenn man genauso sagen könnte: Ich habe ein Recht auf Leben und du darfst mich nicht versklaven und unterdrücken, schau her, ich zeig dir warum.

Andererseits verstehe ich nicht, warum es nicht für jeden offensichtlich ist, dass Rechte sich nicht (in diesem Sinne) objektiv begründen lassen. Rechte sind nicht irgendwo objektiv überprüfbar vorhanden. Sie sind Konventionen, auf die wir uns einigen, oder nicht, und wenn wir uns nicht einigen, dann gibt es sie nicht. Mein Recht auf Leben (oder irgendwas anderes, es spielt keine Rolle) hängt ausschließlich davon ab, ob andere Menschen bereit sind, es zu respektieren. Deswegen störe ich mich traditionell auch ein bisschen an diesem berühmte Ausdruck “unalienable rights” in der Unabhängigkeitserklärung der USA. Es gibt keine unalienable rights.

Aber ich schweife ab.

Eigentlich geht es darum, dass mir CK von lforliberty gerade erklären wollte, warum Objektivismus (Die Älteren werden sich erinnern, dass ich Ayn Rands Meisterwerk Atlas Shrugged nicht besonders wohlwollend besprochen habe.) gar nicht so dämlich ist, wie ich dachte. Wir haben uns dafür das Beispiel der Rechte ausgesucht. CK schrab:

Das Recht auf Leben ist das Ur-Grundrecht, alle anderen Grundrechte sind eigentlich nur Derivate dieses Rechtes.

Ich hielt das zunächst für eine gar nicht so bedeutende Meinungsverschiedenheit, weil ich nicht sofort auf Ayn Rand kam (Ich verdränge ihren Stuss mit wechselndem Erfolg.) und wies darauf hin, dass ich das nicht gan so sehe. Vor allem erkenne ich nicht, wie sich weitere Rechte aus dem Ur-Grundrecht auf Leben ableiten lassen sollten. CK wollte darüber nicht ausführlich diskutieren (was sein gutes, naja, Recht ist), wies mich aber doch auf Folgendes hin:

Der Mensch muss um leben und überleben zu können, seinen Verstand benutzen. Zwang und Gewalt behindern den Verstand. Nur wer frei von der Willkür seiner Mitmenschen ist, wer also frei denken und entsprechend den dabei erlangten Erkenntnissen handeln darf, kann würdevoll als Mensch leben. Freiheit ist geradezu überlebensnotwendig und das ist eine objektive Tatsache.

 [...]

 Nun kannst Du fragen ob das Recht auf Leben nicht auch willkürlich gesetzt ist. Nein, leben zu wollen (und somit ein solches Recht für den Menschen zu postulieren) ist das natürliche Wesen des Lebens.

[...]

 Jeder Versuch das Recht des Einzelnen auf Freiheit ethisch zu begründen führt unweigerlich zum Recht auf Leben zurück.

und ergänzte zum Abschluss noch aus dem Ayn-Rand-Lexikon die Quelle dieses Gedankens:

There is only one fundamental right (all the others are its consequences or corollaries): a man’s right to his own life. Life is a process of self-sustaining and self-generated action; the right to life means the right to engage in self-sustaining and self-generated action—which means: the freedom to take all the actions required by the nature of a rational being for the support, the furtherance, the fulfillment and the enjoyment of his own life.

Und ich begreife es einfach nicht. Ich meine, ich sehe, warum dieser Gedankengang auf den ersten Blick oberflächlich schlüssig aussieht. Aber ich sehe nicht, wie man darüber etwas länger nachdenken und die gähnenden Löcher übersehen kann. Andererseits übersehe ich wahrscheinlich selbst genug gähnende Löcher, um darüber nicht staunen zu sollen. Menschen machen sowas. Und deshalb will ich erklären, was mich stört, in der Hoffnung, dass ihr mir im Gegenzug erklärt, wenn ich mich irre. (Auf das Grundproblem, dass es sinnlos ist, Rechte oder Ethik objektiv herleiten zu wollen, gehe ich dabei nicht vertieft ein. Das habe ich hier schon mal besprochen.)

Ich sehe hier in der Argumentation (um es kurz zu fassen) zwei Probleme, die das ganze völlig ad absurdum führen.

Das erste ist der Versuch, aus dem, was “natürlich” ist, abzuleiten, was richtig ist:

leben zu wollen (und somit ein solches Recht für den Menschen zu postulieren) ist das natürliche Wesen des Lebens

Das ist der gleiche Gedanke, der hinter der Idee steht, es wäre falsch, schwul zu sein, womit ich CK nicht vorwerfe, er wäre homophob, sondern nur das Problem veranschauliche. Alles, was passiert, ist natürlich, denn wir leben in der natürlichen Welt. Mord ist natürlich. Und sogar wenn wir “natürlich” etwas enger definieren in der Richtung von “üblich” oder “die Regel”, führt von dort immer noch kein rationaler Schluss zu “… also ist es auch richtig so”.

Das zweite Problem ist die versteckte Zusatzannahme. Im Rand-Lexikon wir die Taschenspielerei besonders dreist durchgeführt, deswegen zitiere ich das noch einmal:

Life is a process of self-sustaining and self-generated action; the right to life means the right to engage in self-sustaining and self-generated action

Hier passiert es jetzt gleich, genau hier, passt auf: Equivocation fallacy würde man wohl auf Englisch sagen, und auf Deutsch kenne ich den Begriff nicht. Es stimmt, man könnte Leben als selbsterhaltend und selbstgenerierend bezeichnen, wenn man es wollte, obwohl “action” für meinen Geschmack viel zu sehr eine Intention unterstellt. Bakterien und Pilze und Pflanzen sind auch am Leben, aber sie führen keine “Actions” aus, oder? Aber das ist noch nicht alles:

which means: the freedom to take all the actions required by the nature of a rational being for the support, the furtherance, the fulfillment and the enjoyment of his own life.

Habt ihr’s gemerkt? Ich mache es noch mal in Zeitlupe:

Zunächst mal gibt es das Recht auf Leben, weil [Hust, Räusper, Murmel], und Leben schließt Freiheit mit ein, weil … Leben Freiheit mit einschließt. Und weil daraus folgt, dass Leben Freiheit mit einschließt, lässt sich aus dem Recht auf Leben das Recht auf Freiheit ableiten! Ta-daaa!

Das Recht auf Leben wird also zunächst einmal mittels naturalistischen Trugschlusses aus dem Hut gezogen, um anschließend per petitio principii “Leben” zu definieren als “selbstbestimmtes, freies [...] Leben”, und schon können wir stolz präsentieren, dass wir aus unserer vorweggenommenen Schlussfolgerung unser Schlussfolgerung schlussgefolgert haben. Und die Equivocation fallacy verwischt das Ganze noch ein bisschen, indem sie den Eindruck erweckt, Leben als chemische Reaktion (self-sustaining und so weiter) sei identisch mit dem, was Mensch tun, um sich selbst am Leben zu erhalten (also arbeiten, Brot backen und so).

Wie gesagt: Ich freue mich, wenn ihr mir erklären könnt, wo ich mich irre. Ich fände es toll, wenn sich herausstellen sollte, dass wir alle ein objektiv unbestreitbares Recht auf Leben und Freiheit und Gummibärchen haben (Ich finde, ein Leben ohne Gummibärchen ist keins.). Aber bis dahin fürchte ich, dass wir den harten Weg gehen müssen: Wenn wir andere davon überzeugen können, dass es ganz subjektiv in ihrem Interesse ist, wenn Menschen einander bestimmte Rechte zugestehen, dann können wir auf diese Weise unser Forderungen rechtfertigen. Und wenn die anderen andere Interessen haben, oder das zumindest glauben, dann haben wir mit Zitronen gehandelt und hätten vielleicht immer noch gerne unsere Rechte, aber wir haben sie nicht. Jedenfalls nicht objektiv.

Oder?


Militärbischof Overbeck hat Recht

30. Mai 2012

und das kommt so selten vor, dass ich diesem besonderen Ereignis einen eigenen zelebrato… zelebrie… zelebere… feierlichen Beitrag widmen will, und weil ich sowieso gerade dabei bin, nehmen wir doch diesen hier.

Overbeck hat offenbar unter anderem gesagt

„Ohne Religion und ohne religiöse Praxis gibt es kein Menschsein.“

und das ist natürlich für jede halbwegs sinnvolle Definition von “Menschsein” einfach schauderhafter Unfug. Recht hat Overbeck mit einer völlig anderen Sache, nämlich damit, dass er dies sagen darf und dürfen soll.

Warum ich meine, das erwähnen zu müssen? Weil Strafanzeigen gegen Herrn Overbeck erstattet wurden, wegen Volksverhetzung, darunter eine vom atheistischen Blogger Skydaddy, und weil ich das für einen Fehler halte.

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Von Gauck und Geistern, Urteilen und Freundschaft, Grass und Israelkritik

29. Mai 2012

Ich verstehe vieles nicht am Amt des Bundespräsidenten: Seine Daseinsberechtigung so wenig wie die beklagenswerte Angepasstheit mit der die Menschen, die es bekleiden, sich weigern, die Privilegien ihrer Position wenigstens halbwegs sinnvoll zu nutzen, indem sie hin und wieder mal etwas sagen, also so richtig, mit Inhalt, irgendwas, was nicht sowieso jeder denkt. Der eine oder andere soll ja damit gerechnet haben, dass Gauck so etwas tun würde, und falls ich es noch nicht gesagt habe, hole ich das jetzt gerne nach: Ihr seid niedlich.

Herr Gauck hat jetzt mal wieder was gesagt, und natürlich verstehe ich es nicht so ganz.

„Ohne Umfragen überzubewerten: Als Freund Israels besorgen mich die Ergebnisse dennoch“, antwortete Gauck der Zeitung „Haaretz“ vom Dienstag auf eine Frage nach dem sinkenden Ansehen Israels in Deutschland.

[...]

Aus den Abgründen seiner Geschichte kommt Deutschland eine einzigartige Verantwortung gegenüber Israel zu

[...]

wir Deutsche sollten uns besonders kritisch fragen: In welchem Geist urteilen wir über israelische Politik? Doch bitte nur im Geist der Freundschaft. Da ist durchaus auch Platz für Kritik, nicht aber für Vorurteil“, sagte der Bundespräsident.

Er meint das sicher gut, aber… Wo gehört denn in diesem Gedanken die Freundschaft hin?

Ich würde zunächst mal sowieso bezweifeln, dass Freundschaft mit einem Staat, oder allgemeiner: mit einer abstrakten Institution, überhaupt möglich ist. Was ist denn Freundschaft? Eine Beziehung auf Basis gegenseitiger Zuneigung. Dass ein Staat keine Zuneigung zu irgendwem empfinden kann, ist wohl unumstritten, und Zuneigung gegenüber einer juristischen Person ist doch auch irgendwie komisch. Ich kann die Arbeit und die Ziele einer Institution unterstützen oder nicht, und ich kann Organisationen für nützlich halten oder für schädlich, aber ist Freundschaft hier der richtige Begriff? Hat die Deutsche Bank Freunde? Bin ich mit Amazon befreundet, oder mit Sennheiser?

Ja, ihr mögt das kleinlich finden, und sogar mit Recht, aber andererseits: Wir reden hier nicht über die Bemerkung eines Schülersprechers, dem überraschend jemand ein Mikrophon ins Gesicht gehalten hat. Wir reden über ein Amt, das unseren Staat jährlich einen Millionenbetrag kostet und dessen einziger wesentlicher Output in mehr oder weniger geschliffenen Reden besteht. Da finde ich solche Kritik nicht unangemessen.

Und sogar wenn wir über die merkwürdige Formulierung hinwegsehen und zu Herrn Gaucks Gunsten annehmen, dass er einfach nur Wohlwollen oder eine konstruktive Grundeinstellung meinte: Wozu? Und warum? Und warum wir Deutsche?

Können wir als Konsens voraussetzen, dass eigentlich nirgends Platz für Vorurteile (im engeren Sinne) ist, und dass Kritik im Idealfall immer konstruktiv sein sollte, nicht nur bei Freunden? Können wir uns vielleicht sogar darauf einigen, dass jedes Verhalten gegenüber Israel, das für deutsche Staatsbürger unangemessen ist, für Franzosen und Polen und Kanadier auch keine gute Idee sein dürfte?

Ich meine: Was soll das Rumgeeiere? Wenn Günter Grass (um jemanden als Beispiel zu wählen, bei dem ich mich nicht meinerseits dem Vorwurf der Voreingenommenheit aussetze) das Handeln des israelischen Staates als unangessen beurteilt, dann steht es ihm zu, das zu kritisieren. Und wenn er damit Unrecht hat, dann steht es anderen Leuten zu, ihm das zu sagen. Was hat das alles mit Freundschaft zu tun, oder damit, dass das Dritte Reich (oder vielleicht besser: sehr viele Bürger dieses Reiches) ein grauenvolles Verbrechen begangen hat.

Meinetwegen kann die Bundesrepublik haftbar sein für den Schaden, den ihre Rechtsvorgänger angerichtet haben. Die Übertragbarkeit einer moralischen Schuld, ob auf nachfolgende Staaten oder Generationen, halte ich schon für abwegig, aber zumindest für Grass können wir ja sogar eine gewisse moralische Schuld direkt zuordnen. Dennoch ändert das in meinen Augen nichts daran, wie und ob er Kritik vorbringen darf.

Wer Israel kritisiert, weil er Antisemit ist, ist ein Arschloch (oder verhält sich zumindest in diesem Moment wie eins), und wer Israel aus vernünftigen Gründen kritisiert, ist keins (oder zumindest nicht deshalb). Die Sache ist doch einfach und offensichtlich. Warum muss man die Wasser mit historischer Schuld, Freundschaft und ganz besonderer Verantwortung von Bürgern bestimmter Staaten trüben?

Oder was meint ihr?


Bright Outlook (11)

29. Mai 2012

Na gut, es hat jetzt doch wieder knapp länger als zwei Wochen gedauert, aber dafür gibt es im neuen Kapitel von Bright Outlook nicht nur drei Szenen, sondern außerdem noch drei ganz neue Protagonisten, und eine Nebendarstellerin, und das verdient doch auch irgendwie Lob und Anerkennung, oder?

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nackt an den Pranger gestellt

25. Mai 2012

Kann Herrn Grass mal jemand sagen, dass Fasching schon länger vorbei ist und die Pappnase deshalb ein bisschen unpassend wirkt?

Und falls das nicht hilft, kann ihn bitte jemand informieren, dass Länder nicht wegen Zahlungsschwierigkeiten thermonuklear eingeebnet werden und dass deshalb keine Gefahr eines Verlusts des Landes besteht, dessen Geist uns seiner mir nicht ganz verständlichen Auffassung nach erdacht zu haben scheint?

Und falls das auch keiner machen will, können die Zeitungen dann bitte wenigstens damit aufhören, jeden peinlichen Mist zu veröffentlichen, den Herr Grass so von sich gibt? Ich mag ihn ja auch nicht, aber jetzt fängt er doch langsam an, mir leid zu tun.


Im Prinzip ja. (2)

22. Mai 2012

Heute geht es um den zweiten Teil der großen Spektrum-der-Wissenschaft-Enthüllungsstory “Sind Wissenschaft und Religion vereinbar?”, nämlich das Streitgespräch “Was können Wissenschaft und Religion voneinander lernen?” zwischen dem Soziobiologen Eckard Voland und dem Religionsphilosophen Winfried Löffler. Das Gespräch ist nicht frei erhältlich, und weil ich vom entgeltlichen Erwerb dringend abraten muss, gehe ich davon aus, dass sowieso keiner von euch Zugang zum Volltext hat und belasse es deshalb bei diesem einen Link.

Ich habe es auch noch nicht gelesen (Ja, ich weiß, dass ich in meinem ersten Post etwas anderes impliziert habe. Seht ihr nie Dr. House?) und bin deshalb genauso gespannt wie ihr auf das Lernpotential.

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Tabulos: Muriel Silberstreifs Doppelleben. Lesen Sie seine bestürzende Beichte über eine heiße Affaire exklusiv bei überschaubare Relevanz!

21. Mai 2012

Liebe Leser, ich bin euch untreu. Vielleicht habt ihr es schon lange geahnt, aber ich habe noch andere Freizeitbeschäftigungen neben euch.

Eine davon ist seit einigen Tagen das Videospiel “Borderlands”, das nicht nur mit einem umwerfenden Soundtrack prahlen kann

,

sondern auch mit einer echt netten comichaften Cellshading-Grafik (Nennt man das noch so?) und vielen sympathisch verdrehten Charakteren. Sogar ein Zombie-Addon gibt es, das ja bekanntlich bei keinem Qualitätsmedium fehlen darf (Gibt es eine Zombie-FAZ? Keine weiteren Fragen.), und so kam es, das ich in den letzten ein bis zwei Wochen viel zu viel Zeit vor meiner PS3 verbracht und dabei viel Spaß gehabt habe.

Trotzdem schreibe ich diesen Beitrag nicht vorrangig, um Borderlands zu bewerben. Dafür ist es erstens zu alt (Der zweite Teil erscheint schon im September.), und dafür bin ich mir auch nicht sicher genug, ob es wirklich in irgendeinem bedeutungsvollen Sinne ein gutes Spiel ist oder ob es nicht vielleicht doch nur mit seinen zahllosen Waffen und seinen leicht rollenspieligen Aspekten wie Stufenanstieg und Skillbaum meinen Sammeltrieb ausnutzt und ansonsten zufällig genau die richtigen Aspekte meiner Fantasie anspricht (Ruhe, Guinan!). Ich muss nämlich schon zugeben, dass die Missionen ein bisschen an Abwechslung zu wünschen übrig lassen (Hol das, erschieße den, sammle 50 davon, und die erste und dritte Variante sind ja auch fast dasselbe.), dass die immer wieder respawnenden Gegner mit der Zeit wirklich sehr hart nerven und auch der Plot sich nicht unbedingt zu großen Höhen aufschwingt (Insbesondere das Ende ist eher ein Wimmern als ein Knall.), und was dann noch bleibt, ist eigentlich nur ein eher konventioneller Egoshooter mit cooler Musik, schicker Grafik und eben verdrehten Charakteren. Mir reicht das, aber euch vielleicht nicht.

Nein, eigentlich schreibe ich diesen Beitrag, weil, wie gesagt, das Spiel genau die richtigen Aspekte meiner Fantasie ansprach, was in der Regel dazu führt, dass ich eine neue Geschichte anfange, aus der nicht unbedingt was wird, aber zumindest den Anfang wollte ich euch trotzdem nicht vorenthalten. Und um es euch noch ein bisschen leichter zu machen, habe ich sogar mal wieder ein PDF für euch gemacht.

Wenn ihr mögt, viel Spaß:

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Land of the free

20. Mai 2012

Normalerweise finde ich es ja einfallslos und armselig, einfach nur Dinge wiederzugeben, die ich woanders gelesen habe, aber manchmal geschehen Dinge, die ich so … bedenklich finde, dass ich sie hier festhalten will.

Letzten Mittwoch hat eine Bundesrichterin in den USA eine einstweilige Verfügung erlassen, nach der § 1021 des  von Präsident Obama unterzeichneten National Defense Authorization Act 2012 nicht angewendet werden darf, weil er das Recht auf Meinungsfreiheit und ein faires Verfahren verletzt. § 1021 lautet:

The President has the authority to detain persons that  the President determines planned, authorized, committed,  or aided the terrorist attacks that occurred on September 11, 2001, and persons who harbored those responsible for those attacks. The President also has the authority to detain persons who were part of or substantially supported, Taliban or al-Qaida forces or  associated forces that are engaged in hostilities against the United States or its coalition partners, including any person who has committed a belligerent act, or has directly supported hostilities, in the aid of such enemy forces.

Kurz auf Deutsch zusammengefasst: Der Präsident darf jede Person ohne Weiteres beliebig lange einsperren, solange er feststellt, dass diese Person terroristische Handlungen ausgeführt oder unterstützt hat. Ich weiß auch nicht, wie die Dame darauf kam, das könnte irgendwie bedenklich sein.

Zum Glück hat das Repräsentantenhaus sich von den kleinlichen Bedenken der Richterin nicht irritieren lassen, sich nicht von ihrer linksliberalen Agenda vereinnahmen lassen und die fragliche Vorschrift unbeirrt bestätigt. Der Republikaner Mac Thornberry brachte die Sache hervorragend auf den Punkt:

“I think the vast majority of people in this body and around the country do not think telling them they have the right to remain silent as the first thing they hear is a wise thing”

Man muss ja, insbesondere wenn man so ein Sonderling ist wie ich, sehr darauf achten, diesen Satz nicht überzustrapazieren, aber da ich ihn länger nicht mehr benutzt habe, gönne ich mir mal wieder was:

Ick kann jar nich soville fressen, wie ick kotzen möchte.


Im Prinzip ja. (1)

16. Mai 2012

Die Redaktion des Magazins “Spektrum der Wissenschaft” hat sich entschieden, im Januar 2012 mal ein ganz brandheißes Eisen anzufassen und eine Frage zu diskutieren, die sonst kaum jemand zu stellen traut und für die wir alle schon so lange atemlos auf eine Antwort warten:

Sind Wissenschaft und Religion vereinbar?

Und weil ich mir denke, dass es nach der langen Wartezeit auf ein paar Monate mehr nicht ankommt, habe ich entschieden, jetzt mal über diesen Versuch einer Antwort zu berichten. Wer das auch so sieht, findet meinen Bericht hinter dem Klick. (Spoiler: Es wird eher unterhaltsam als lehrreich.)

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Mit Dank an Tim für die freundliche Anregung

15. Mai 2012

Tja, FAZ halt.


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