Aber das haben wir schon immer so gemacht!

27. Juni 2012

Gestern noch kannte ich ja nur die Stellungnahme des Zentralrats der Juden zum Beschneidungsurteil des LG Köln, und den Zentralrat der Muslime hätte ich sogar beinahe noch gelobt, weil er vor seiner Äußerung die Urteilsgründe lesen wollte. Ich habe mich des Lobs trotzdem enthalten, weil ich ahnte, was noch kommt, und das war natürlich auch nicht schwer zu ahnen:

Der Zentralrat der Muslime nannte die Entscheidung “einen eklatanten und unzulässigen Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht der Religionsgemeinschaften und in das Elternrecht”

Nein, lieber Zentralrat, eure Selbstbestimmung ist nur dann betroffen, wenn ihr euch selbst etwas abschneiden wollt. Worüber ihr euch beklagt, das ist ein Eingriff in euer Fremdbestimmungsrecht. Und Eltern haben Rechte, aber ihre Kinder ohne vernünftigen Grund zu verletzen, gehört glücklicherweise schon lange nicht mehr dazu.

Auch nicht schlecht diese Äußerung eines anderen muslimischen Verbandes:

“Das Urteil empfinde ich als integrationsfeindlich und diskriminierend für die Betroffenen”, sagte der Vorsitzende der Religionsgemeinschaft des Islam, Ali Demir

Genau. Und § 242 StGB ist integrationsfeindlich und diskriminierend für Leute, die anderen Leuten gerne was klauen. Aber wisst ihr was? Wir wollen Leute, die anderen gerne was klauen, nicht integrieren, und wir wollen sie gerne diskriminieren (im Sinne von: anders behandeln), weil wir uns nicht gerne beklauen lassen. Und genauso liegt der Fall auch hier: Wir wollen Leute, die anderen gerne ohne deren Zustimmung Körperteile abschneiden, diskriminieren. Und bevor das hier zu sehr in die PI-Ecke abdriftet: Ich habe nichts gegen Muslime. Die paar, die ich kenne, sind total nett. Meine Abneigung gegen Leute, die ihre Kinder verstümmeln, ist total unabhängig von deren Religionszugehörigkeit.

Überdies werde ein Verbot nichts bringen: “Dann werden wir Beschneidungstourismus in die europäischen Nachbarländer bekommen.”

Ich fürchte, da hat er Recht, aber dadurch wird das Verbot nicht falsch. Es gibt ja auch wenig Terrorcamps in Deutschland, dafür aber relativ viele in Pakistan. Hab ich gehört. Sollten wir die legalisieren, um Terrorcamptourismus zu vermeiden? Die Frage, ob etwas woanders auch verboten ist, beantwortet nicht direkt die Frage, ob wir es verbieten sollten. Im Übrigen kann eine Beschneidung auch dann in Deutschland bestraft werden, wenn sie im Ausland durchgeführt wurde. Just sayin. [Woran man erkennt, wie gefährlich es sein kann, etwas einfach mal sagen zu wollen. Das war Quatsch, und ich danke Alien für den Hinweis.]

Kritik kam auch von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Die Religionsfreiheit und das elterliche Erziehungsrecht seien unzureichend gegen das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit abgewogen worden”

Was meint ihr? Bin ich unfair, wenn mir dazu zuerst mal einfällt: Geht’s noch? Die EKD fordert eine Abwägung zwischen Erziehungsrecht und dem Recht eines Kindes auf körperliche Unversehrtheit? Wenn ich losgehe und jemanden zusammenschlage, weil mir die Farbe seines T-Shirts nicht gefällt, wägt das Gericht dann ab zwischen meiner allgemeinen Handlungsfreiheit und dem Recht dieser Person au körperliche Unversehrtheit? Nein. Weil mein Recht auf Handlungsfreiheit nicht das Recht umfasst, andere zusammenzuschlagen. Und genausowenig umfasst die Religionsfreiheit oder das Erziehungsrecht einen Anspruch darauf, Körperteile anderer Leute abschneiden zu dürfen. Ende der Abwägung.

Einerseits überraschen mich all diese Äußerungen natürlich nicht, die waren ja vorhersehbar, aber andererseits bin ich doch immer wieder sprachlos angesichts der schieren Bräsigkeit und Dummdreistigkeit, mit der Menschen ihre lieb gewonnene Gewohnheit verteidigen, andere Menschen misshandeln zu dürfen.

Der einzige Einwand, der mich wenigstens kurz zum Nachdenken brachte, stammt von Max Steinbeis. Ich will nicht ausführlich auf seine gesamte Stellungnahme eingehen. Ihr könnt euch sowieso denken, was ich davon halte, sobald ihr wisst, dass er es offenbar für angemessen hält, zu fragen, wozu das LG Köln es für wichtig hält, Eltern zu untersagen, ohne medizinische Indikation Stücke von ihren Kindern abschneiden zu lassen. Aber er sagt auch etwas Bedenkenswertes, nämlich:

 Wenn ich meiner kleinen Tochter die Ohrläppchen stechen lasse, schreit doch auch keiner nach dem Staatsanwalt.

Ich glaube, er hat damit einen sehr validen Punkt angesprochen, wenn auch anders, als er denkt.

Ich schrieb schon mehrfach, dass Kinder für mich schwierig sind. In vieler Hinsicht, aber (und das ist hier nun einmal gerade das Thema) auch in rechtspolitischer. Kinder haben in meinen Augen im Prinzip die gleichen Rechte wie alle Menschen, aber andererseits müssen wir das realistisch gesehen dahingehend einschränken, dass sie (bis zu einem gewissen Alter) nicht vollständig dazu in der Lage sind, vernünftige Entscheidung für sich selbst zu treffen, weshalb wir ihren Eltern – sagen wir mal: nicht ganz abwegiger Weise – das Recht zugestehen, innerhalb gewisser Grenzen über sie zu bestimmen. Deswegen dürfen Eltern zum Beispiel ihre Kinder mit körperlicher Gewalt davon abhalten, über eine viel befahrene Straße zu rennen. Das Kind erkennt nicht die Gefahr, und die Eltern schützen es vor den Konsequenzen seiner eigenen Dummheit mangelnden Einsicht in das Funktionieren dieser Welt. Es ist in Grenzfällen oft schwer zu entscheiden, wie weit dieses Recht der Eltern reichen sollte, aber ich würde als grobe Faustregel sagen, dass Eltern nur dann das Recht haben sollten, über ihre Kinder gegen deren Willen zu verfügen, wenn es eindeutig zu ihrem Vorteil ist und sie nicht in der Lage sind, die Sache selbst zu beurteilen.

Wie ist das nun bei Ohrlöchern?

Fangen wir ganz einfach an: Wenn mir jemand gegen meinen Willen Löcher in die Ohren (oder einen anderen Körperteil) stäche, dann wäre das eine Straftat, und das ist wohl unstreitig auch richtig so. Es wäre unter Umständen keine besonders schwerwiegende Straftat, und die Strafe könnte dementsprechend milde ausfallen, aber ich denke, wir sind alle dagegen, dass Menschen andere Menschen ohne deren Zustimmung durchlöchern.

Was ändert sich nun, wenn die durchlöcherte Person ein Kind ist? Erst mal gar nichts, oder? Soweit ich das überblicken kann, ist es auch nicht üblich, dass Eltern ihre Kinder gegen deren Willen zum Ohrlochstechen zerren. Meistens ist das Kind einverstanden oder fordert die Prozedur sogar von sich aus. Wir können nun darüber streiten, ab wann der Wille des Kindes beachtlich ist und unter welchen Umständen Eltern diesen Wunsch verweigern sollten, weil das Kind noch nicht reif ist, diese Entscheidung zu treffen. Aber wenn das Kind nicht will, oder wenn es (wie bei der Beschneidung üblich) noch so jung ist, dass es überhaupt keine Entscheidung über die Sache treffen kann (obwohl ich vermute, dass auch das jüngste Kind schon einen gewissen Widerwillen dagegen empfinden und äußern würde, beschnitten zu werden, auch ohne ganz zu verstehen, was da passiert), dann habe ich durchaus ein Problem damit, wenn die Eltern einfach trotzdem entscheiden, dass das Kind nun für alle Zeiten mit durchlöcherten Ohren durchs Leben gehen muss. Ich fordere natürlich keine Haftstrafe dafür. Aber ich halte es schon für legitim, den Eltern diese Verfügung über den Körper ihres Kindes zu untersagen. Und das sehe ich nicht nur deshalb so, weil Keoni ihrer Mutter immer noch nicht verziehen hat.

Ich bin Max Steinbeis also dankbar, dass er mich auf eine weitere Tradition hingewiesen hat, von der wir uns befreien sollten. Ganz im Ernst. Wenn Eltern ihre Kinder ohne Not verletzen, dann ist das nicht in Ordnung. Egal, wie lange es schon üblich ist, und egal, wie schick sie es finden.

Ist es nicht sonderbar, dass man darüber diskutieren muss?


So ist’s Recht

26. Juni 2012

Zu den Eigenheiten religiöser Gemeinschaften, die mir am meisten zuwider sind, gehört die manchmal atemberaubende Dreistigkeit, mit der sie sich für Verstöße gegen das nicht nur verfassungsrechtlich, sondern auch ethisch ziemlich evidente Gleichbehandlungsgebot einsetzen und Sonderrechte für sich reklamieren. Mit welcher Selbstverständlichkeit die Vertreter vieler Religionen davon ausgehen, dass Religionsfreiheit nicht nur die unbehinderte Wahl der Religion einschließen muss, sondern auch die Berechtigung, aus religiösen Gründen Dinge zu tun, die anderen verboten sind, verblüfft mich jedes Mal auf’s Neue. Das können wir zum Beispiel jetzt gerade sehr anschaulich daran beobachten, wie der Zentralrat der Juden in Deutschland sich für das Recht einsetzt, Kinder zu verstümmeln.

Falls ihr noch nicht davon gehört habt: Das Landgericht Köln hat kürzlich entschieden, dass die religiöse Beschneidung von Jungen als Körperverletzung strafbar ist, “da sie die körperliche Unversehrtheit und das Selbstbestimmungsrecht des Kindes verletzten. Etwas anderes sei es, wenn eine Beschneidung medizinisch geboten sei, etwa aufgrund einer Vorhautverengung.

[Wer's wissen will: Der Arzt wurde trotzdem freigesprochen, weil er nicht wissen konnte, dass er eine Straftat begeht. So absurd es klingen mag, aus meiner Sicht eine richtige Entscheidung.]

Man kann jetzt Misanthrop sein und sich darüber ärgern, dass wir tatsächlich erst im Jahre 2012 auf die Idee kommen, dass es nicht in Ordnung ist, Menschen ohne deren Zustimmung (Die Kinder sind in dem Alter, in dem die Beschneidung durchgeführt wird, noch nicht zustimmungsfähig.) Teile ihres Körpers abzuschneiden. Aber man kann sich auch freuen, dass wir hier einen weiteren Schritt in die richtige Richtung getan haben, die Vorzugsbehandlung religiöser Handlungen zurückzuführen und sie denselben Maßstäben zu unterwerfen, die auch sonst für alle Menschen gelten. Und natürlich hoffen, dass andere Gerichte, idealerweise nicht nur in Deutschland, sich dem LG Köln anschließen.

Und natürlich darf man dabei ein bisschen Verachtung übrig haben für den Präsidenten des Zentralrats Dieter Graumann, der dazu meinte:

Diese Rechtsprechung ist ein unerhörter und unsensibler Akt. Die Beschneidung von neugeborenen Jungen ist fester Bestandteil der jüdischen Religion und wird seit Jahrtausenden weltweit praktiziert.

und den Gesetzgeber aufforderte, “die Religionsfreiheit vor Angriffen zu schützen“.

Ich weiß, dass jeder denkende Leser es schon beim ersten Mal verstanden hat, aber ich halte es dennoch für lohnend, es noch einmal auszuschreiben:

In der Vorstellung von Herrn Graumann ist das Verbot der Verstümmelung von Kleinkindern ein unerhörter und unsensibler Angriff auf seine Religionsfreiheit.

Könnte man mal erwähnen, wenn das nächste Mal jemand fragt, woher der oft kritisierte atheistische Missionierungseifer kommt.


Disparate Beobachtungen der letzen Tage

26. Juni 2012

Warum liegt im Supermarkt eigentlich das Obst und Gemüse immer direkt hinter dem Eingang, sodass man im Einkaufswagen immer in der untersten Schicht Tomaten und Birnen und Avocados und Salatköpfe und Feigen und Kiwis hat, und darauf türmen sich dann die Gläser mit Apfelmus, Dosen mit Bohnen, Flaschen mit Ballantine’s, Tetrapacks mit Mich und Vorratspackungen mit Spülmittel und Torfsäcke? Das ist doch Mist.

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WTF Windows Suchfunktion?

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Was ich nie dachte, mal zu sagen: Jimmy Carter hat völlig Recht.

Despite an arbitrary rule that any man killed by drones is declared an enemy terrorist, the death of nearby innocent women and children is accepted as inevitable. [...] Meanwhile, the detention facility at Guantánamo Bay, Cuba, now houses 169 prisoners. About half have been cleared for release, yet have little prospect of ever obtaining their freedom. American authorities have revealed that, in order to obtain confessions, some of the few being tried (only in military courts) have been tortured by waterboarding more than 100 times or intimidated with semiautomatic weapons, power drills or threats to sexually assault their mothers. Astoundingly, these facts cannot be used as a defense by the accused, because the government claims they occurred under the cover of “national security.” Most of the other prisoners have no prospect of ever being charged or tried either.

Ich weiß gar nicht, was ich dazu schreiben könnte. Ich glaube, man muss dazu nichts weiter schreiben. Andererseits staune ich, dass nicht alle Zeitungen jeden Tag auf ihrer Titelseite darüber schreiben. Ich schätze, man gewöhnt sich schnell auch an die größte Ungeheuerlichkeit.

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Die Fußball-EM und alles, was in ihrem Namen geschieht, finde ich auch ausgesprochen abscheulich, was paradoxerweise dazu führt, dass ich bei jedem Spiel eine gewisse Vorliebe für einen deutschen Sieg empfinde, weil ich mich dann noch etwas länger des guten Gefühls erfreuen kann, nicht zur Masse zu gehören, sondern mitleidsvoll auf das fahnenschwenkende, drucklufttrötende, außenspiegelverkleidende Volk herablächeln zu können, das mich umgibt.

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Um Himmels Willen. Sind unter euch auch solche wie ich, die Thunderf00t schon kannten, als er noch gut war, und lustige Videos über Kreationisten machte?

Falls nicht, kann wahrscheinlich niemand nachempfinden, wie traurig es mich macht, was aus ihm geworden ist. (Ja, es tut natürlich doppelt weh, weil ich PZ Myers nicht ausstehen kann.)


Schlechte Nachrichten

24. Juni 2012

Liebe Leser,

es liegt mir fern, euch verunsichern und eures Vertrauens in die Zukunft berauben zu wollen. Ich möchte keine Panik und keinen Alarmismus verbreiten. Aber ich habe gerade etwas erfahren, das ich euch nicht vorenthalten kann:

Unsere Demokratie ist bedroht; unsere freiheitliche Gesellschaft; und unser Rechtsstaat. Es steht zu befürchten, dass eine neue Ära in der politischen Konstitution der Bundesrepublik, um nicht zu sagen: aller technologisch fortgeschrittenen Staaten angebrochen ist. Die Zeiten, in denen Politiker sich ausschließlich an rationalen Argumenten orientierten, in denen Regierungen sich auf Sachfragen konzentrierten und ihre Entscheidungen auf wissenschaftliche Erkenntnisse und solide Planung stützten, in denen Parlamente die Demokratie als wichtigsten Wert hochhalten und sich nicht dem Druck von Gruppen beugten, die ihre Partikularinteressen besonders nachdrücklich vertreten, die Zeiten, in denen wir uns darauf verlassen konnten, dass unsere Vertreter wirklich uns dienen und niemals in Versuchung geraten, sich billigem Populismus oder unreflektierten Aktionismus hinzugeben, die Zeiten, in denen Angehörige der Legislative nur über Gesetzentwürfe abstimmten, nachdem sie sich profund und umfassend informiert und sich nicht nur von den Folgen und Gründen des Entwurfs, sondern auch von der Meinung der gesamten Bevölkerung dazu überzeugt und analysiert haben, wie die neue Vorschrift in unser bisheriges Normengefüge und insbesondere die verfassungsmäßige Ordnung passt, diese Zeiten sind vorbei.

Ich hoffe, dass ihr euch von dieser Erkenntnis nicht zu unüberlegten Handlungen verleiten lasst, aber ich muss euch einfach darauf hinweisen, dass die Gefahr besteht, dass Politiker sich in Zukunft von der Macht einflussreicher Minderheiten zu unüberlegten Entscheidungen verleiten lassen könnten, die sich nicht immer am Wohl der gesamten Gesellschaft orientieren, sondern vor allem an dem Wunsch, in der Öffentlichkeit gut dazustehen.

Sicher wollt ihr alle euch eine solche Welt so wenig wie ich auch nur vorstellen, aber ich fürchte, dass wir uns der Realität stellen müssen, dass es so weit kommen könnte.

Und wer ist Schuld daran?

Das Internet natürlich.


Bright Outlook (12)

20. Juni 2012

Ich weiß, ich bin gerade nicht so besonders gut.

Das liegt einerseits an einer gewissen Häufung dringender Aufgaben in meiner Arbeit, zum anderen an einer ungewöhnlichen Dichte von privaten Verpflichtungen an den Wochenenden.

Ich hoffe, kann aber nicht versprechen, dass es absehbar besser wird. Heute gibt es jedenfalls ein neues Kapitel von Bright Outlook. Und das ist doch auch schon was, oder?

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Objektifizierung

19. Juni 2012

Ich tue mich ja generell schwer, wenn jemand einfordert, als Mensch gesehen zu werden und nicht nur als Arbeitskraft/Werkzeug/Sexobjekt/Soldat/Bauschlosser/Entertainer/egalwas. Das hat den Grund, dass ich ein gefühlskalter ekliger Soziopath bin andere Leute oft einfach nur als Werkzeug sehe. Manchmal ist das auch gut so, denn wenn ich manche Menschen wirklich als eigenverantwortliche, mündige Individuen ganzheitlich betrachten würde, statt nur meinen maximalen Nutzen aus ihnen ziehen zu wollen, dann müsste ich viel öfter zu nackter Gewalt und wüsten Beschimpfungen greifen, als ich das jetzt tue. Oder so.

Im Ernst: Wenn ich einen Klempner bei mir zu Hause habe, dann beurteile ich ihn nicht danach, ob er lieb zu seiner Frau ist und regelmäßig an Amnesty International spendet, oder ob er Modern Talking hört und Moon für einen gelungen Film hält, sondern ausschließlich danach, wie gut er meine Abwasserprobleme im Griff hat. Wenn ich entscheide, wen ich für einen Job will, dann entscheide ich das nicht danach, ob ich ihn insgesamt für einen guten Menschen halte, sondern danach, wie ich seine Eignung für diesen Job einschätze. Wenn ich entscheide, ob ich einen Betrieb stilllege, dann spielt es für diese Entscheidung keine Rolle, ob ich die Menschen, die dort arbeiten, charakterlich hoch schätze oder zutiefst verachte, sondern dann geht es darum, ob ihre Arbeit mehr nützt als sie kostet.

Das ist keine Geringschätzung der betroffenen Personen, sondern einfach eine Beschränkung meiner Abwägung auf entscheidungsrelevante Kriterien. Ich erfülle für meine Freunde eine Funktion, für meinen Arbeitgeber eine andere, für meinen Arzt eine dritte und für meine Mutter wieder eine andere. Ich reagiere mit einer gewissen Irritation, wenn die jeweils anfangen, mich anhand von Dingen zu beurteilen, die mit der jeweiligen Funktion nichts zu tun haben. Wenn meine Freunde sich über meine mangelnde Leistungsfähigkeit in meinem Job beklagen, finde ich das genauso merkwürdig und unpassend, wie wenn mein Arbeitgeber sich beklagt, weil ich nicht für ihn da bin, wenn er Trost und Zuneigung braucht. Umgekehrt erwarte ich von meinen Freunden kein Lob, weil ich das letzte Projekt besonders schnell abgeschlossen habe, und von meinem Arbeitgeber keine Sonderbehandlung, weil gerade mein Hamster gestorben ist.

Nachdem ich nun wieder einmal gleich in der Einleitung so ziemlich jeden normal denkenden und fühlenden Leser gegen mich aufgebracht haben dürfte, komme ich zum eigentlichen Thema meines Beitrags:

Der von mir über alle Maßen geschätzte Sprachblogger Anatol Stefanowitsch schreibt über musikalische Männergefühle, oder präziser über eine Werbekampagne des Musikversands Thomann, die er als sexistisch empfindet. Das problematischste Motiv in der Reihe beschreibt er durchaus treffend so:

Das Motiv, das Stein des Anstoßes war, zeigt in der oberen Hälfte einen Pianisten, der auf einer Klaviertastatur spielt. Sein Körper wird auf der unteren Bildhälfte durch den eines Mannes mit heruntergezogenen Hosen fortgeführt, der in seinem Auto sitzt. Auf seinem Schoß sitzt eine weitgehend nackte Frau, von der man nur den Unterkörper sieht, der die Tastatur der oberen Bildhälfte fortführt.

Für die, die den Klick auf den Link oben scheuen und sich keine eigene Meinung bilden wollen: Das sieht genauso geschmacklos aus, wie es hier in der Beschreibung klingt, und fällt in meiner Wahrnehmung ganz merkwürdig aus der Reihe, weil ich die anderen Motive alle als ästhetisch sehr gelungen und stimmig empfinde. Über die Missglücktheit dieses Bildes müssen wir also nicht streiten, wohl aber über die konkreten Probleme damit. Anatol macht sich die Beurteilung des Bloggers Sofakissen zu eigen, der meint:

“Die Frau” auf dem Bild ist Schenkel. Sie ist eine Vagina. Sie ist kein Individuum. Kein Mensch. Nicht ebenbürtig, nicht einmal annähernd. Im Kontext des Slogans und des gezeigten wird die weibliche Darstellung zum Objekt. Sie ist ein Instrument, das er spielt, das er beherrscht wie sein Klavier. Sie ist ein Objekt in der Kontrolle des Musikers.

Nach der langen Vorrede wisst ihr ja schon, warum ich das grundsätzlich für nicht so problematisch halte wie viele andere Feministen, zu denen ich mich jetzt einfach mal vorläufig zähle. Wenn ein Mensch einen anderen Menschen nur für eine bestimmte Funktion nutzen will, dann ist das aus meiner Sicht nicht grundsätzlich ein Problem, solange er ehrlich damit ist. Trotzdem leuchtet mir natürlich ein, warum es nicht in Ordnung ist, Frauen so darzustellen, als wäre ihre einzige Aufgabe die Bedienung männlichen Geschlechtstriebs. Aber das sehe ich hier nicht. Mir kommt es weit hergeholt vor, aus der Bildgestaltung herzuleiten, dass die Frau nur als Gegenstand gezeigt werde, unterlegen und unter Kontrolle sei. Ich komme mir bei dem Hinweis ein bisschen albern vor, aber wenn wir schon kleinlich sind, will ich ihn nicht auslassen: Sie sitzt immerhin oben.

Damit will ich nicht sagen, dass ich gar keinen Sexismus sehe. Das Problem liegt in meinen Augen eher woanders:

Männliche Musiker mit männlichen Gefühlen bei männlichen Aktivitäten. Von den zwei weiblichen Musikerinnen wird die eine, eine Sängerin, untenrum zum Schmetterling — was kaum ihr eigenes Gefühl ausdrücken dürfte, sondern eher das eines männlichen Mannes für den Frauen zarte Schmetterlinge sind. Nur das sechste Motiv gesteht Frauen einen halbwegs respekteinflößenden Status beim Musikmachen zu — es zeigt eine Cellistin, deren untere Hälfte ein Ninja ist (dessen Schwert oben zum Bogen wird).

Und da hat er zwar Recht, aber die Einschränkung bringt er am Ende selbst schon, ich sehe auch nicht, warum der Schmetterling nicht das Gefühl der Sängerin spiegeln soll. Sie fühlt sich leicht, sie fliegt, blahfasel, so hätte ich das verstanden. Sexistisch ist es natürlich trotzdem irgendwie, denn wir wissen alle, dass Männer niemals Schmetterlinge sind, und so, aber ich finde die Kampagne erheblich weniger problematisch als Sofakissen und Anatol. Auch und gerade das mit Sex im Auto.

Der Pianist fühlt sich, als hätte er Sex. Im Auto. Das ist natürlich arg platt und geschmacklos, aber ich finde es nicht entwürdigend für die Frau. Sie wird in dem Motiv für mich so wenig entmenschlicht und zum Instrument gemacht wie der Alligator oder der zweite Kickboxer. Genauso wie die beiden steht der Sex im Auto für ein abenteuerliches, aufregendes, außergewöhnliches Erlebnis. Die Idee, das als Analog zu dem Gefühl zu zeigen, das einen Musiker bei einem gelungenen Auftritt überkommt, finde ich keineswegs abwegig, auch wenn ich es als Werbeagentur deutlich subtiler in Szene gesetzt hätte … Wenn der Vergleich beleidigend und entwertend ist, dann eher gegenüber der Musik und dem Pianisten als gegenüber der Frau. Ich sehe die Entmenschlichung nicht, auch wenn ich verstehe, wo man sie sehen kann.

Ist klar geworden, warum ich das schreibe? Ich mache es vielleicht noch einmal explizit:

Erstens will ich sagen, dass ich zwar einen gewissen Sexismus in den Plakaten erkenne, aber eher darin, dass Jungs eben Jungsspielzeug kriegen, die eine Frau hingegen zum Schmetterling wird, dass ich das aber erstens durchaus gemischt sehe, denn immerhin darf auch eine der Frauen bewaffnet und gewalttätig sein, und dass ich zweitens darin deshalb zwar eine gelinde Perpetuierung gängiger Geschlechterklischees erkennen kann, aber keine Beleidigung oder Entwürdigung von Frauen.

Zweitens wünsche ich mir von euch eine Kalibrierung meines Problembewusstseins. Anatol schreibt:

Ich nehme nicht an, dass Thomann oder die verantwortliche Agentur hier bewusst sexistisch sein wollte. Die Grundidee der Kampagne ist gut, die Motive sind kreativ, sie sind (relativ) ästhetisch umgesetzt. Es ist schlicht niemandem aufgefallen, dass hier fast ausschließlich Männer angesprochen werden.

Und insbesondere dazu würde mich dann auch die Meinung der mitlesenden Frauen interessieren: Fühlt ihr euch angesprochen? Seht ihr die Sache mit dem Schmetterling als männliche Rezeption, oder könnt ihr euch auch mit der Vorstellung anfreunden, das könnte das “Feel it” der Sängerin sein? Ist die Frau im Auto nur ein Instrument unter der Kontrolle des Mannes, und wird sie dadurch entwürdigt?

Was denkt ihr von der Kampagne, und findet ihr meine Position verständlich, oder bin ich verblendet von der patriarchalen Gesellschaft, in der ich aufgewachsen bin? Seid ihr beleidigt, entsetzt ob des missglückten Plakats, oder versteht ihr einfach die ganze Aufregung nicht?


Säulen. Schon Scheiße.

16. Juni 2012

Ein Spruch, den mein Vater gerne und oft zitierte, wenn er bereits am Anfach einer Sache untrügliche Anzeichen sah, dass daraus nichts werden konnte. Niemand außer uns verstand diesen Spruch, und konnte auch niemand (Naja, die Grundaussage war natürlich klar.), weil er auf ein echtes Erlebnis zurückzufahren war. Er hatte in einem Theater irgendwas sehen wollen, ich weiß nicht mehr, welches Stück, und gerade als der Vorhang sich öffnete und für einen Moment Stille herrschte, kam verspätet noch ein älteres Ehepaar herein, dessen männlicher Bestandteil die Kulisse auf der Bühne mit eben diesen Worten recht laut und deutlich kommentierte. Die Schauspieler, die wenig später auftraten, hatten ihn nicht gehört und waren deshalb sehr verwirrt, von lautem Gelächter begrüßt zu werden.

Ich weiß nicht, ob das wirklich so passiert ist, aber der Spruch ist für mich jedenfalls eine stehende Redewendung, außerhalb meiner Familie aber meines Wissens völlig unbekannt. Falls ihr auch damit vertraut seid, wäre ich euch für einen Hinweis sehr dankbar. Ich lerne ja immer gern dazu.

Warum ich das schreibe: Ich bin gerade berufsbedingt in Augsburg, und in meinem Hotel lagen kostenlose Ausgaben der Augsburger Allgemeinen rum. Ich schlug eine auf, sah ein kurzes “Porträt”, verfasst von Birgit Holzer und überschrieben mit:

Die Provokateurin – Christine Lagarde, die Chefin des Währungsfonds, spricht gerne Klartext. Auch wenn es nicht jedem gefällt

Und ich dachte: Säulen. Schon Scheiße.

Ich weiß nicht viel über Frau Lagarde und ihren Währungsfond. Insbesondere weiß ich nicht, ob alles so schlimm ist, wie Michalis Pantelouris schreibt (“Man weiß, dass man Recht hat, wenn der IWF sauer ist.“). Aber wenn Medien im Zusammenhang mit einer Person des öffentlichen Interesses den Begriff “Klartext” verwenden, kann man erfahrungsgemäß hohe Wetten zu sehr ungünstigen Quoten abschließen, dass diese Person (mindestens) in ihrem öffentlichen Auftreten ein ausgesprochen scheußliches Verhalten an den Tag legt. So auch hier. Frau Lagarde habe nie das politische Phrasendreschen gelernt, verfüge aber über

ein souveränes Auftreten, Sachverstand und Verhandlungsgeschick. [...] Und sie sprcht Klartext. Mit einem charmanten Lächeln auf den Lippen, aber entschlossen.

Soso. Wie sieht das wohl aus, wenn Frau Lagarde charmant lächelnd im Klartext “den Griechen [...] die Leviten” liest (übrigens auch so eine Formulierung, die selten im Zusammenhang mit klugen Äußerungen verwendet wird)?

Mitgefühl habe sie für Dorfkinder in Niger, die zwei Stunden Unterricht pro Tag erhalten und sich zu dritt einen Stuhl teilen müssen [wtf? Verstehe ich das nur nicht, oder ist das vollkommen lächerlicher Blödsinn?]. Sie bräuchten mehr Hilfe als die Bevölkerung in Athen.

Wenn eine Journalistin so etwas für “Klartext” hält, hat sie ihren Beruf verfehlt Arbeit nicht besonders gut gemacht. Das ist Bullshit. Bei der Frage, wie wir mit der Krise in Griechenland umgehen, geht es nicht darum, mit wem Frau Lagarde am meisten Mitgefühl hat (Ich zum Beispiel habe Mitgefühl mit Leuten, die gerade von hungrigen Bären zerrissen werden. Die brauchen mehr Hilfe als Dorfkinder im Niger.), und es geht auch nicht um die Hilfsbedürftigkeit einzelner Griechen. Es geht um ein Problem, das aufgrund der Konstitution der EU leider uns alle betrifft, und für das wir eine Lösung suchen. Wenn Frau Lagarde meint, diesen Prozess durch blödsinnige Vergleiche und Provokation verkomplizieren zu müssen, dann soll sie das von mir aus tun, es geht ja auch sonst niemand vernünftig mit der Sache um, aber man muss das als Zeitung nicht noch lobend hervorheben, als hätte sie eine mutige Großtat vollbracht.

Noch ein Beispiel für den Klartext, den die Augsburger Allgemeine so bewundert? Bitte sehr:

Wäre die US-Bank “Lehman Borthers”, deren Pleite 2008 die Finanzwelt erschütterte, eine von Frauen geführte Bank “Lehman Sisters” gewesen, wäre es wohl nie so weit gekommen, meinte Madame Lagarde – männliche Maßlosigkeit trage mit Schuld an der Krise. [...] Der Mangel an politischer Korrektheit [Bingo!] mag mit Lagardes Weg in die Politik zu tun haben [...]

Das muss man doch wohl noch sagen dürfen.

1,70 € hätte diese Ausgabe der Augsburger Allgemeinen gekostet, wenn ich sie gekauft hätte. Für The Avengers haben wir (2D, mit Popcorn, Wasser und M&Ms) gestern Abend 38,50 bezahlt. Woran man erkennt: Hin und wieder gibt es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen höherem Preis und besserem Journalismus.


Avengers

15. Juni 2012

Wenn man wider besseres Wissen ein bisschen hofft, von einem Film angenehm überrascht zu werden, und das dann nicht passiert, ist man dann enttäuscht? Wahrscheinlich nicht.

Aber wenn man hofft, von einem Film auf anspruchslose, aber doch halbwegs angenehme Art unterhalten zu werden, und sich dann aber die ganze Zeit langweilt, dann kann man wohl enttäuscht sein. Und wenn man hofft, weil man es immer und immer und immer wieder gehört hat, dass ein Film seine ideenlosen stupiden ärgerlichen Vorgänger um Klassen übertrifft, und dann aber einfach nur den gleichen lahmen Brei vorfindet wie immer, wenn mal wieder eine Comicverfilmung ansteht, dann vielleicht auch.

Ach geht mir doch alle weg. Warum gehe ich eigentlich noch ins Kino? Ich will eure Filme doch mögen. Echt. Könnt ihr mir nicht wenigstens hin und wieder mal ein kleines Stück entgegen kommen? Es kann doch wirklich nicht so schwer sein.

Pah.


Do I?

13. Juni 2012

You want a physicist to speak at your funeral. You want the physicist to talk to your grieving family about the conservation of energy, so they will understand that your energy has not died. You want the physicist to remind your sobbing mother about the first law of thermodynamics; that no energy gets created in the universe, and none is destroyed. You want your mother to know that all your energy, every vibration, every Btu of heat, every wave of every particle that was her beloved child remains with her in this world. You want the physicist to tell your weeping father that amid energies of the cosmos, you gave as good as you got.

And at one point you’d hope that the physicist would step down from the pulpit and walk to your brokenhearted spouse there in the pew and tell him that all the photons that ever bounced off your face, all the particles whose paths were interrupted by your smile, by the touch of your hair, hundreds of trillions of particles, have raced off like children, their ways forever changed by you. And as your widow rocks in the arms of a loving family, may the physicist let her know that all the photons that bounced from you were gathered in the particle detectors that are her eyes, that those photons created within her constellations of electromagnetically charged neurons whose energy will go on forever.

And the physicist will remind the congregation of how much of all our energy is given off as heat. There may be a few fanning themselves with their programs as he says it. And he will tell them that the warmth that flowed through you in life is still here, still part of all that we are, even as we who mourn continue the heat of our own lives.

And you’ll want the physicist to explain to those who loved you that they need not have faith; indeed, they should not have faith. Let them know that they can measure, that scientists have measured precisely the conservation of energy and found it accurate, verifiable and consistent across space and time. You can hope your family will examine the evidence and satisfy themselves that the science is sound and that they’ll be comforted to know your energy’s still around. According to the law of the conservation of energy, not a bit of you is gone; you’re just less orderly. Amen.

- Aaron Freeman [via I fucking love science]

Schön, oder?

Leider trotzdem Blödsinn. Ich will es kurz fassen, weil ich mir selbst ein bisschen albern vorkomme bei meiner Mäkelei, aber andererseits wäre es nicht fair, nur religiösen falschen Trost zu kritisieren. Was Aaron Freeman hier vorschlägt, ist nämlich auch falscher Trost. Was er sagt, klingt nett, und hat gegenüber religiöser Beschwichtigung den Vorzug, immerhin im technischen Sinne beinahe wahr zu sein, aber es ist trotzdem nicht gut. Ja, wenn ich tot bin, ist alle Energie noch da, und die Atome, aus denen ich bestand, auch größtenteils, zumindest noch sehr sehr lange, und ich bin nur ein bisschen weniger ordentlich – halt. An der Stelle stimmt es nicht. Da ist das das “Beinahe”. Da ist das Problem.

“Ich” bin nicht die Energie. “Ich” bin nicht die Teilchen, und “ich” bin nicht die Wellen. “Ich” war die Anordnung der einzelnen Elemente. Genau das, was jetzt fehlt, das war “ich”. Genau das, was jetzt weg ist. Das andere, was noch da ist, das sind Teilchen, von denen es Unzählige gibt, alle gleich, alle sinn- und leblos. Alles von mir, das zählte, ist weg. Alles, was mich von Guido Westerwelle oder einem Grottenolm oder einem Stein unterschied, ist weg.

Ich habe nichts dagegen, dass ein Physiker auf meiner Beerdigung spricht. Aber ich hoffe, wenn es einer tut, dass ihm was Besseres einfällt, um die verzweifelten Massen zu trösten, die sich ein Leben ohne mich nicht vorstellen können. Und ich hoffe, dass die Trauernden einen besseren Trost finden als wohlfeiles Gefasel darüber, dass ich den Pfad von ein paar Elementarteilchen beeinflusst habe.

Aber eigentlich kann es mir natürlich so oder so egal sein.

Ich bin dann ja nicht mehr da.


Another long and meandering post brought to you by „What’s the harm?“

12. Juni 2012

Ich habe vor langer Zeit angefangen, diesen Beitrag zu schreiben, und ihn dann verworfen, weil er mir zu konfus und – vor allem – zu missverständlich schien. Aber jetzt war hier so lange Pause, und ich habe so wenig Zeit, und an aktuellen Themen fehlt es auch gerade ein bisschen, da dachte ich, eigentlich könnte ich ihn ja doch veröffentlichen, und wer ihn missverstehen will, soll das eben tun, und wer sich an der Konfusion stört, der darf das auch gerne, und wer aber das Thema interessant findet und Ideen dazu beisteuern will, der kann mir helfen, ein bisschen weniger konfus zu werden. (Und das nächste Kapitel Bright Outlook kommt auch schon noch. Sobald ich wieder zum Schreiben komme.) Bitte schön:

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