The office

20. November 2011

Da sieht man mal wieder, wie das ist, wenn die unsichtbare Hand des Marktes nicht lenkend eingreifen und die Dinge richten kann, die im Argen liegen.

Meine lyrischen Beiträge hier sind bisher immer auf ein sehr verhaltenes Echo gestoßen, um nicht zu sagen, keiner wollte sowas. Aber weil mir das herzlich egal sein kann, gibt es heute wieder einen, und er ist sogar noch viel länger als alles, was hier jemals von der überwältigenden Mehrzahl der Leser verschmäht wurde, und zu allem Übel gibt es das Ganze auf Wunsch auch von mir gelesen. Freut euch auf

The office

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Gefallen: Bonus-Material

4. November 2011

Ich hatte es ja (noch unter dem GDS-unfreundlichen Begriff “Bonus-Features”) angekündigt, und hier ist nun das Bonus-Material zu unserem letzten Fortsetzungsroman “Gefallen”. Sicher, auf einer Bluray wäre man enttäuscht, aber eine Bluray muss man ja auch für viel Geld kaufen. Meine Geschichten gibt es umsonst. Einschließlich Bonus-Material.

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Flirting with Darkness

24. Juli 2011

Kennt ihr das auch, dass ihr eine grundsätzlich gute Idee habt, sie aber nicht umsetzen könnt? So ungefähr ging es mir auf dem Flug nach Singapur. Ich hatte da eine Idee für ein Gedicht, und holte meinen Laptop raus und tippte auch ein paar Strophen, aber irgendwie wurde aus den Teilen kein Ganzes, und irgendwann hatte ich genug von der Sache und packte den Laptop wieder ein. Seitdem habe ich immer mal wieder versucht, was draus zu machen, gab aber immer zügig wieder auf, weil der entscheidende Einfall noch fehlte. Gestern fand er mich nun endlich, und ich habe “Flirting with Darkness” zu Ende geschrieben.

Ich hoffe, mein kleines Gedicht gefällt euch so gut wie mir, aber falls nicht, lasst mich ruhig wissen, was euch stört, oder schlagt Verbesserungen vor. Ich freue mich wie immer über fast jeden Kommentar. Zum Beispiel bin ich von dem Titel noch nicht so ganz überzeugt. Was meint ihr?

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What A Friend We Have In Jesus

27. Dezember 2010

8 Jan 2000:  Statue of Christ the Redeemer during the FIFA Club World Championship in Rio de Janeiro, Brazil. \ Mandatory Credit: Tom Shaw /Allsport

What a friend we have in Jesus, all our sins and grief to bear!
What a friend we have in Jesus, our hurt and pain to share.

Jesus gives us all his blessing, brings joy and pleasure everywhere,
And whatever doubts we’re having, we take them to him in prayer.

For good fortune we give thanks to him upon his heav’nly throne,
Even if, to be quite honest, we had to make it on our own.

Although Jesus never answers, we know that he is always there.
And we know he loves us deeply, though he never answers prayer.

Jesus never gives us counsel, nor does he protect or heal,
he won’t even talk to us or pat our shoulders while we kneel.

Jesus is all-powerful, but still he does not lift a hand,
to save a child or feed the hungry, or help bring peace to any land.

We talk to him, he does not listen, we pray, he does not do a thing.
He does not even have the grace to thank us for the hymns we sing.

Jesus won’t lend us a hand, even if we cry and bawl;
What a friend we have in Jesus – almost like no friend at all.


Charakterlich ungeeignet

1. Juni 2010

So, heute ist der dritte Tag, an dem ich was mache, was ich hier noch nie gemacht habe. Ich habe meinen heutigen Beitrag nämlich mal mit der Hand geschrieben. Ich hoffe inständig und aufrichtig, dass mir das für jeden lesbar gelungen ist, aber falls es zum Äußersten kommt, könnt ihr das Ganze hier noch einmal als pdf herunterladen und in Arial lesen.

(Wenn ihr draufklickt, seht ihr’s größer. Ich weiß, die Qualität ist nicht ideal. Ich hoffe, dass ich das morgen noch besser hinbekomme.)


Thank you for the music!

17. März 2010

Ich weiß gar nicht so richtig, was ich sagen soll. Ich kann es gar nicht richtig fassen. Dabei hatte ich jetzt schon über drei Tage, um die Sache zu verarbeiten.

axeage hat tatsächlich einen Song aus meinem Gedicht “Soldiers live” gemacht. Wow. Ich bin sprachlos. Vielleicht ist das auch ganz gut so. Was soll ich dazu schon noch groß sagen, außer:
Vielen Dank, axeage!
[Wer gut aufgepasst hat, wird mich vielleicht darauf hinweisen wollen, dass da jetzt noch ein Fragezeichen fehlt. Aber das würde da wirklich nicht hinpassen, oder?]

Downloadlink

(Und das Podcast-Upgrade habe ich dann jetzt bei der Gelegenheit auch gekauft.)


Soldiers live

11. März 2010

An der umwerfenden Serie “The Black Company” von Glen Cook gibt es viel Denkwürdiges, aber ein Zitat geht mir nicht mehr aus dem Kopf, seit ich sie gelesen habe: “Soldiers live. And wonder why.” Seit langer Zeit wusste ich schon, dass ich irgendwann mal ein Gedicht daraus machen würde, und jetzt habe ich es endlich geschafft. Ich hoffe, dass es euch auch ein bisschen gefällt.

Can you imagine what it’s like
to fight and be fought in a war?
To see the flash of missiles strike,
to hit whom you were aiming for.

Soldiers kill and soldiers die.
Soldiers live. And wonder why.

I’ve seen my en’my burned and flayed
And I’ve heard their sobs and screams.
The pain and terror they displayed,
I still see it in my dreams.

We made their wives and children cry.
Soldiers live, and wonder why.

When they sent us into the jungle,
they told us all to take good care,
for newbs like us were prone to bungle
up their operation there.

Do not fuck it up, said they,
I did, and lived, and wonder why.

The ones are blue, the others red
they are not different at all.
I have to shoot some in the head,
And catch some others, when they fall.

Although I didn’t even try,
I still live. And wonder why.

I get paid to kill their brothers,
They get paid for killing mine.
But in the end, the pain of others
and my own pain intertwine.

Others scream and fall but I
Always live and wonder why.


Pflichtgefühl

8. März 2010

Wer nur in seiner Freizeit bloggt,
und kein Geld damit verdient,
und während er auf dem Sofa hockt,
nicht auf viele Besucher sinnt,
der muss nicht jeden Tag was schreiben,
falls er mal keine Lust drauf hat,
der kann sich auch die Zeit vertreiben
mit Büchern, Filmen, oder Skat.

Wenn dieser Blogger aber nun
trotzdem auf die Statistik schielt,
und deshalb, statt sowas zu tun,
trotzdem mit dem Gedanken spielt,
sich irgendwas zu überlegen,
damit die Leser bei ihm bleiben,
um sich ihnen einzuprägen
und ihnen die Zeit zu vertreiben,

Dann ist das zwar schwer zu versteh’n,
denn er könnt’ ja auch mal passen,
doch für die Leser ist es schön,
wenn er beschließt, was zu verfassen,
was, in Reimform oder Prosa,
seine Besucher unterhält,
und nicht – wie damals der Spinosa -,
einfach aus den Socken fällt.

Die letzten beiden Zeilen, ach,
sind auch mir selber nicht ganz Recht,
doch hoffe ich, ihr seht’s mir nach,
denn auf “Prosa” reimt sich’s schlecht.


Fuck the poor

4. März 2010

Warnhinweis: Das folgende Gedicht kann Spuren von Satire enthalten. Bei entsprechender Unverträglichkeit bitte ich, von der Lektüre Abstand zu nehmen. Warnhinweis Ende

Irgendwo in Afrika liegt ein Kind im Dreck und weint,
Es ist hungrig, es ist krank, es ist traurig, und mir scheint,
Dass dieses Kind nicht mein Problem ist, es ist da draußen, ich hier drin,
Weil das Kind in Afrika ist und weil ich in Deutschland bin.

Hätt’ ich die XBox nicht gekauft, die vor meinem Fernseher steht,
Hätt’ von dem Geld ein Afrikaner vielleicht ein ganzes Jahr gelebt.
Das Geld für meinen neuen Laptop wäre wohl genug
Für zwei, drei Ochsen, einen Brunnen, oder einen neuen Pflug.

Und wenn ich ehrlich bin, die XBox – ich benutze sie fast nie,
Aber irgendwann demnächst kauf ich vielleicht Bad Company,
Obwohl ich weiß, dass von dem Geld… Sicher habt ihr’s schon kapiert.
Am Ende ist’s mir halt egal, ob das schwarze Kind krepiert.

Pfeif auf Haiti, pfeif auf Chile,
Pfeif auf die Armen Afrikas,
Und gegen meine Schuldgefühle
Spende ich vielleicht mal was.

Nicht zu viel, weil ich das meiste von meinem Geld doch selber brauche,
Wobei ‘brauchen’ nicht ganz stimmt, wenn ich’s am Ende nur verrauche,
Doch die Schachtel Zigaretten bedeutet mir nun mal sehr viel,
Sehr viel mehr, der Wahrheit halber, als das kranke Kind am Nil.

Und der Cocktail, den ich trinke, kostet mehr als Medizin
Für einen Monat für ein krankes kleines Kind in Äthiopien.
Doch ohne Cocktail wär mein Abend furchtbar einsam, es ist wahr,
Denn wenn ich keinen Cocktail trinke, wirft man mich bald aus der Bar.

Darum wein’ ich ganz erschüttert um das arme Kind im Dreck,
Doch erst später, denn zuerst mal muss hier dieser Cocktail weg.
Wenn du jetzt sagst, ich bin ein Scheusal, und dass du das ganz anders siehst,
Muss ich dich ganz ernsthaft fragen, wie du dieses Blog hier liest.

Pfeif auf Haiti, pfeif auf Chile,
Pfeif auf die Armen Afrikas
Und gegen meine Schuldgefühle
Spende ich vielleicht mal was.


Trüffel-Poesie

14. Januar 2010

Christian Gottschalk hat drüben bei Firma Haldemann seine von Rewe inspirierte “Trüffel Poesie” veröffentlicht und damit wiederum mich inspiriert. Während sein Poem wohl sozialkritisch zu lesen ist, handelt es sich bei meinem eher um eine Parabel darauf, wie die harte Realität manchmal auch die schönsten Träume zurecht stutzt. Lasst euch davon aber bitte nicht die Laune verderben. Wir sind ja schließlich keine Trüffel, nicht wahr?

Unter eines Waldes Kruste
Gärte ich im eig’nen Saft;
Lag dort nur herum und musste
Nie was tun aus eig’ner Kraft

Bis ein Trüffelschwein mich fand und fragte: Hast du den Müßiggang nicht satt?
Doch! rief ich – ich bin ein Trüffel, der noch große Pläne hat.

In der Feinen Welt von Rewe sollte sich mein Traum erfüllen,
Die elitäre Spitzenküche sollte meinen Hunger stillen.

Nun lieg’ ich in Tomatensoßen
Und gär’ in meinem eig’nen Saft,
Ich glaube, für die großen
Pläne fehlt mir irgendwie die Kraft.


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