My body, no choice

6. Dezember 2013

“My body, my choice” only makes sense when someone else’s life isn’t at stake.

Fun fact: If my younger sister was in a car accident and desperately needed a blood transfusion to live, and I was the only person on Earth who could donate blood to save her, and even though donating blood is a relatively easy, safe, and quick procedure no one can force me to give blood. Yes, even to save the life of a fully grown person, it would be ILLEGAL to FORCE me to donate blood if I didn’t want to.

See, we have this concept called “bodily autonomy.” It’s this….cultural notion that a person’s control over their own body is above all important and must not be infringed upon. 

[via zwischendenstuehlen]

Sooooo …

Ich bin mir nicht so ganz sicher, wie ich an diese Sache rangehe, ohne dass bei euch der Eindruck entsteht, dass ich in der etwas länglichen Pause hier angefangen habe, schlechte Drogen zu nehmen, oder einfach meine Blogzugangsdaten irgendwem anders gegeben habe, um zusätzliche Freizeit für eine neue, unterhaltsamere Passion zu gewinnen.

Egal. Ich glaube, wir kriegen das schon hin, zumal die Indizien für diese Position in meinem Blog schon seit langer Zeit zu finden sind, und ich hoffe, dass ich sie einigermaßen plausibel vertreten kann.

Ans Werk:

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Ich hatte ja keine Ahnung!

8. November 2013

Leute, wir müssen etwas tun. Wir müssen helfen. Schnell. Unbürokratisch. Jetzt sofort.

Nicht länger dürfen wir zögern, es ist die Zeit zu handeln. Die Zeit zu helfen.

Oder vielmehr: Der ZEIT zu helfen.

Oder vielmehr: Den ZEIT-Redakteuren. Denn die Arbeit für die ZEIT scheint das schlimmste Los diesseits der Minen von Mordor zu sein, das einen Menschen ereilen kann.

Die Arbeit in der ZEIT-Redaktion ist unmenschlich, entwürdigend, und verleugnet am Ende gar die Existenz derer, die sie erbringen.

Ich hätte das auch nicht gedacht, aber es muss so sein.

Wie sonst könnte man sich erklären, dass sogar für den stellvertretenden ZEIT-Chefredakteur Bernd Ulrich das Erbringen einer Leistung für einen anderen Menschen gegen Geld offenbar die größte Entfremdung ist, ein Akt, der einem, je länger man darüber nachdenkt, desto verzweifelter vorkommt?

Anderen Menschen Geld für eine Leistung zu bieten, macht diese in seinen Augen zum Objekt.  Wird vielleicht deshalb, wie man hört, die Bezahlung von Journalisten immer prekärer?

Irgendwie liegt es ja nahe. Herr Ulrich will halt sein Büro nicht zu einem Schauplatz der Dürftigkeit machen, indem er einen Journalisten dafür bezahlt, dass er verschwindet, während die ZEIT seine Texte veröffentlicht, um eine Sau rauszulassen, die wahrscheinlich schon lange nicht mehr in ihr

Moment mal, steht das da wirklich? Ähm … Ja. Hat Herr Ulrich so geschrieben.

Na gut. Verstehe ich nicht ganz, aber was soll man sagen?

Ich schätze, die ZEIT ist Herr Ulrichs Fluchtburg vor den freien Entscheidungen anderer Menschen mit von seinen abweichenden Bedürfnissen und Anforderungen.

Ich kann das verstehen.

Nur, ist es deswegen schon zwingend, dieses komplizierte, verlogene, nicht minder anstrengende Simulationsspiel in der Redaktion aufzuführen? Lohnt sich die Mühe der wirklichen Nähe nicht, ist das Verschiedenheitsspiel unter Gleichen nicht weit aufregender?

Und mindestens genauso wichtig: Was für ein Zeug ist es, das die da in Hamburg nehmen? Wie kommt man da dran, und ist es teuer?

Darüber wäre zu reden.


Nicht ohne Ironie

4. November 2013

Die Debatte über den NSA-Skandal und den Datenschutz ist kaputt. Darüber habe ich schon öfter geschrieben, aber das soll mich nicht davon abhalten, es noch mal zu tun, denn wenn die Panikmacher und Datenschützer immer wieder den gleichen Quatsch wiederholen können, dann können die das schon lange. Deswegen spreche ich heute noch mal die beiden meiner Meinung nach wichtigsten und unerfreulichsten Mängel in ihrer Argumentation an.

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Restebloggen (99)

2. November 2013
  1. Was hat sich wohl der Mensch gedacht, der mein Navigationsgerät programmiert hat?
    “Laatzen, Hildesheimer Straße 157.”
    “Meinte Sie Laatzen, Hildesheimer Straße (Gleidingen) 157?”
    “Ähhh… Pfff… Joa, dann wahrscheinlich schon.”
    “Die gesuchte Hausnummer wurde nicht gefunden.”
    “Hrmgrmbl. Laatzen, Hildesheimer Straße 157.”
    “Meinten Sie Laatzen, Hildesheimer Straße (Gleidingen) 157?”
    “Nein.”
    “Bitte wählen Sie einen Eintrag.”
    Und dann steht da zur Auswahl auf dem Display:
    1. Laatzen, Hildesheimer Str… 157
    2. Laatzen, Hildesheimer Str… 157
    3. Laatzen, Hildesheimer Str… 157
    4. Laatzen, Hildesheimer Str… 157
    Ja nee ist klar.
  2. Nicht unbedingt zum Brüllen komisch, aber ich finde die Darstellung des Interviewten toll.

  3. Ich bin eine Liberale, verachtet mich!
    Hauptsächlich natürlich, weil ich dafür eintrete, dass Leute von ihrer Arbeit nicht leben können, im Winter frieren und schlussendlich auf der Straße oder noch besser im Straßengraben verrecken. Hätten sie halt was Vernünftiges gelernt. 
  4. Auch eigentlich viel zu spät, aber so schön gesagt, dass ich es hier noch mal verlinken will:
    “Das Übermaß an Talkshows, Duellen, Reportagen, Dokumentationen und den ganzen schrecklich originellen Wahlsendungen, es wirkt, als wollte jemand kurz vor einem Date noch vier Jahre Fressen und Faulenzen ausgleichen, indem er zwei Tage fastend im Sportstudio verbringt. Vor allem aber vermittelt es mit der Fixierung auf das bloße Zurwahlgehen das Gefühl, dass das schon alles sei, was Demokratie ausmacht: Dass alle im Abstand von vier Jahren irgendwo ihr Kreuz hinmachen, selbst diejenigen, die – bis es ihnen ProSieben erklärte – den ‘Bundestag’ für einen Tag wie den Mittwoch oder den 1. Mai gehalten haben” 
  5. Verflixt noch mal, wie kam das eigentlich, dass die Hersteller von Headsets eines Tages beschlossen, dass es keinen Grund gibt, aus dem Mikrofone irgendwo im weiteren Umfeld des Mundes sein sollten, und dass sie stattdessen offensichtlich direkt ans Ohr gehören?
  6. Wenn Philosophen in Interviews öfter mal was über ihr eigentliches Fachgebiet sagen würden, statt zum Beispiel Blödsinn über Armut, Wirtschaft und Gier zu erzählen, dann wäre mein Respekt vor ihnen sicherlich wesentlich größer, denn ich muss ja zugeben, dass unsere Welt sehr darunter leidet, dass kaum jemand eine klare Vorstellung von Epistemologie hat, oder ein sauberes Konzept davon, wie wir über Dinge nachdenken sollten. Genau darum geht es in diesem – nach meiner bisherigen begrenzten Erfahrung – sehr guten und sehr sympathischen Philosophiekurs der University of Edinburgh, an dem jeder völlig kostenlos teilnehmen kann. Mir gefällt er. Und wenn ich das richtig verstehe, kann man irgendwie sogar so eine Art Schein dafür kriegen. Der kostet dann ein bisschen was, aber dafür hat man dann ja auch sein Jodeldiplom. Empfehlung.
  7. Nicht kostenlos, aber preiswert, und zum Unbedingtmalausprobieren, auch wenn ihr mit Videospielen eigentlich nichts am Hut habt: The Stanley Parable. Zu schön. Lohnt auf jeden Fall auch das Anlegen eines Steam-Accounts, wenn ihr bisher keinen habt. Und falls ihr partout nicht bereit seid, ein paar Euro auszugeben, um es selbst zu spielen, könnt ihr euch zumindest eines der Let’sPlays der RocketBeans ansehen, zum Beispiel dieses mit Trant.
    Ach so, Englischkenntnisse müssen aber sein.

Wie Franz-Josef Strauß immer gerne sagte:

18. Oktober 2013

Wenn jemand den Urheber kennt, bin ich für einen Hinweis dankbar. Ich habs von https://matthias-mader.de/diverses/gleichheit/ via http://guinanxyz.tumblr.com/post/64318925032/gleichheit-naechstens-mehr

Die Frage ist doch eigentlich schon völlig falsch.

Ich mag diese Wortspielereien nicht, und ob jemand mit “Gleichheit” nun das eine oder das andere meint, überlasse ich gerne dieser Person, solange wir beide wissen, wovon wir sprechen.

Viel ergiebiger für die Bestimmung unserer Vorstellungen vom Zusammenleben mit anderen Menschen wären doch Fragen wie

  • Wenn mehrere Leute gerne eine Kiste benutzen wollen, um über einen Zaun zu gucken, wie entscheiden wir dann, wer sie bekommt?
  • Wenn jemand eine Kiste gezimmert hat, auf die er steigen will, um die Äpfel in seinem Garten zu pflücken, darf ich ihm die wegnehmen, damit ich ein Fußballspiel anschauen kann, das jemand hinter einem Zaun abhält, weil er nicht will, dass ich zusehe?
  • Ändert es was, wenn er die Kiste nur gezimmert hat, um sie als Dekoration aufzustellen, einfach weil er sich lieber Kisten anguckt als Fußballspiele?
  • Darf ich jemanden bestrafen, weil er eine Kiste gezimmert hat, deren Kantenlänge nicht den von mir vorgegebenen Maßen entspricht?
  • Darf ich jemanden bestrafen, weil er etwas auf seine Kiste schreibt, das mir nicht gefällt?
  • Darf ich jemanden bestrafen, weil er in seiner Kiste Sitzmöbel aufstellt und Leuten gegen Geld was zu essen serviert, ohne ihnen zugleich eine Toilette anzubieten?
  • Was ist, wenn er eine bestimmte Versicherung für seine Kiste nicht abschließen will?

Und ja, ich weiß natürlich, dass das eine nicht so ganz seriöse Gesprächsführungstechnik von ihm war.  Aber mal ehrlich, die anderen Fragen sind doch wirklich viel interessanter.

Oder?


Ihr seid der schlechteste Pirat, von dem ich je gehört habe

18. August 2013

Bei unserer ersten Diskussion hier habe ich das mit dem bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) ja noch nicht so richtig verstanden. Das ist nicht überraschend, denn es war niemand dabei, der sich so richtig auskannte. Heute war aber nun die angekündigte Podiumsdiskussion, in der ich gemeinsam mit einem Vertreter der EKD (And isn’t it ironic?) vier professionellen Befürwortern des BGE gegenüber stand. Erwartungsgemäß wurden dabei alle Unklarheiten beseitigt, und ich habe nun umfassend begriffen, wie das läuft:

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“Bedingungslos”, schon Scheiße

6. August 2013

Ich werde voraussichtlich demnächst das nicht ganz unzweifelhafte Glück haben, an einer Podiumsdiskussion der Piratenpartei zum Bedingungslosen Grundeinkommen teilnehmen zu dürfen, konkret zu der Frage, ob “wir” dieses Grundeinkommen brauchen. Da ich davon einerseits bisher wenig Ahnung und folgerichtig auch wenig Meinung habe, würde ich mir beides gerne erarbeiten, idealerweise mit eurer Unterstützung.

Dieser Beitrag wird deshalb unter Umständen etwas weniger unterhaltsam als die letzten, dafür aber vielleicht auch etwas sachlicher. Damit eignet er sich vielleicht auch gleich als Gelegenheit für euch, mir sagen, welcher Stil euch besser gefällt, sogar wenn ihr euch zum eigentlichen Thema nicht äußern wollt.

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