balkanisierte Weimarer Kaninchenzüchter

4. März 2014

Es geht bergauf. Letztens musste ich noch Matthias Matussek in Schutz nehmen, heute ist es schon bloß noch das BVerfG. Wer weiß – vielleicht darf ich mich ja demnächst sogar mal wieder auf die Seite von jemandem schlagen, den ich tatsächlich respektiere, und mit dem ich einer Meinung bin, oder so. Das FAZ-Interview von Thomas Thiel mit dem Soziologen Ulrich Beck ist aber andererseits so schlimm blödsinnig, dass ich sogar Hitler dagegen zu verteidigen bereit wäre, wenn es sein müsste. Und der war Vegetarier. Ans Werk also. Worum gehts? Um die jüngste Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die die Drei-Prozent-Sperrklausel im Europawahlrecht für verfassungswidrig erklärte. Und was hält Ulrich Beck davon?

Ahja. Das war zu befürchten, oder? Experteninterviews sind so. Aber wir haben ja Humor, deswegen schauen wir uns das Elend mal im Detail an:

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Schon wieder ein Interview mit mir

27. Oktober 2013

aber im Gegensatz zum letzten Mal ist es diesmal kein bisschen anonym und mit richtigem Namen und allem. Ihr erfahrt also die intimsten Details über mich, und wer würde das nicht wollen?

Alles, was ihr dafür tun müsst, ist, kurz mal zu meiner offiziellen Autorenseite rüberzuklicken. Also bitte. Das wird jawohl noch drin sein, oder?

(Übrigens, wie seht ihr das? Soll ich in Zukunft hier auf jeden Beitrag auf fabianelfeld.com hinweisen, oder wollen wir uns darauf einigen, dass alle, die das interessiert, das Blog dort abonnieren, und ich euch hier damit verschone?)


Auf mehr oder weniger vielfachen Wunsch (2)

20. Mai 2013

So, nach langer Pause mein erster Blogeintrag, und dann noch so ein mittelmäßiger. Tut mir leid. Aber ihr kennt das, man hat angefangen, man will es zu Ende bringen, und auf einem toten Pferd sitzt es sich ja manchmal auch ganz erstaunlich bequem. Leidenschaftliche, durch nichts abzuschreckende Fans hören sich jetzt also den dritten und letzten Teil meiner Auseinandersetzung mit dem zumindest an Anfang und Ende sagenhaft dummen Interview des Zeit-Magazins mit dem Sexualtherapeuten Christoph Joseph Ahlers an, und die anderen warten auf den nächsten Beitrag, der womöglich dann nichts mehr mit Sex zu tun hat, dafür aber vielleicht ein bisschen weniger unbeholfen daher kommt.

Hoffen wir das Beste.


Download.

Ach so, für die, die aus mir unverständlichen Gründen keine Stammleser bei ars libertatis sind: Ich dachte zum Beispiel an diesen Beitrag von ihm, oder diesen.


Im Prinzip ja. (2)

22. Mai 2012

Heute geht es um den zweiten Teil der großen Spektrum-der-Wissenschaft-Enthüllungsstory “Sind Wissenschaft und Religion vereinbar?”, nämlich das Streitgespräch “Was können Wissenschaft und Religion voneinander lernen?” zwischen dem Soziobiologen Eckard Voland und dem Religionsphilosophen Winfried Löffler. Das Gespräch ist nicht frei erhältlich, und weil ich vom entgeltlichen Erwerb dringend abraten muss, gehe ich davon aus, dass sowieso keiner von euch Zugang zum Volltext hat und belasse es deshalb bei diesem einen Link.

Ich habe es auch noch nicht gelesen (Ja, ich weiß, dass ich in meinem ersten Post etwas anderes impliziert habe. Seht ihr nie Dr. House?) und bin deshalb genauso gespannt wie ihr auf das Lernpotential.

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Exklusiv zum neuen Buch: Papst-Interview bei überschaubare Relevanz!

5. März 2011

Warnung: Der folgende Post ist in seiner monotonen Albernheit für viele Leser nicht geeignet. Ich fand es aber andererseits auch zu schade, ihn einfach zu löschen. Wofür hat man schließlich ein Blog?

Kritik nehme ich trotzdem gerne an, aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Und für all die treuen Leser, die ungeduldig auf eine Fortsetzung von “Gefallen” warten: Ich verspreche nichts, aber ich hoffe, dass das nächste Kapitel morgen endlich fertig ist.

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Was macht eigentlich… Adolf Hitler?

20. April 2010

Da frei erfundene Interviews derzeit offenbar voll im Trend liegen, dachten wir von überschaubare Relevanz, dass wir auch mal wieder eins machen könnten. Zu diesem Zweck haben wir den ehemaligen deutschen GröFaZ Adolf Hitler auf einer tropischen Insel besucht, deren Namen und genaue Lage wir auf seine Bitte hin verschweigen.

üR: Guten Tag, Herr Hitler. Vielen Dank noch einmal, dass Sie sich zu diesem frei erfundenen Interview bereit erklärt haben. So viel Großzügigkeit hätte man von Ihnen vielleicht gar nicht erwartet.
AH:
Ach ja, die meisten Menschen haben so ein negatives Bild von mir, seit dieser dummen Sache damals…
üR: Sie meinen den Holocaust? Oder den Zweiten Weltkrieg?
AH: Nein, Mambo No 5. Aber ich schätze, da spielt vieles zusammen, man kann das wohl nicht auf einzelne Faktoren reduzieren. Ich würde schon sagen, dass ich heute vieles anders machen würde. Das mit den Autobahnen zum Beispiel…
üR: Nanana, jetzt aber Vorsicht!
AH: Verzeihung.
üR: Sehr schöner Surfladen übrigens, den Sie hier haben.
AH: “Wollt ihr den totalen wipe out?” Der Slogan ist Goebbels eingefallen. Schade, dass er die Eröffnung nicht mehr erlebt hat.
üR: Trotzdem ist Ihr Konzept eingeschlagen wie eine V2. Touristen und Wellenreiter aus aller Welt reißen Ihnen Ihre Bretter geradezu aus den Händen. Unvergessen ist auch das legendäre “Größte Longboard Aller Zeiten”, das Sie persönlich designt haben. Was ist das Geheimnis Ihres Erfolgs?
AH: Meine Boards sind hart wie Kruppstahl, zäh wie Leder, und flink wie…
üR: [verlegenes Hüsteln] Ja, schon gut, das hätte ich mir wohl auch denken können.
AH: Außerdem wissen unsere Kunden zu schätzen, dass sie bei uns keine Massenware erhalten, sondern individuell gefertigte Spitzenqualität. Diese billige Serienproduktion sehe ich als eine völlige Entartung der Wellenreiterkultur. Ich habe schon immer gesagt: Jedem das Sei-
üR: [Ein bisschen zu laut] Schon klar, schon klar, aber-
AH: Wir exportieren auch immer mehr ins Ausland. Noch in diesem Jahr plane ich die Erschließung neuer Geschäftsräume im Osten. Außerdem experimentiere ich zurzeit mit Radiowerbung. Bis heute hört uns nur Deutschland, aber ab morgen…
üR: Herr Hitler, ich muss Sie leider bitten, diese dummdreisten Anspielungen zu unterlassen. Diese Art von Humor ist weit unter dem Niveau unserer Leser.
AH: Auch bei den Hygieneeinrichtungen am Strand haben wir Wert auf das Besondere gelegt. Unsere Duschen zum Beispiel-
üR: Herr Hitler, jetzt reicht es aber. Duschen geht gar nicht. Ich muss Sie leider bitten, zu gehen.
AH:
[räuspert sich unsicher] Ähm, dies ist mein Laden.
üR: Na gut. Dann gehe ich eben.
AH: Schon? Aber ich habe Ihnen doch noch gar nicht unser Einsteigerangebot mit kostenlosem Fitnesstraining vorgestellt. Ich nenne es “Kraft durch”… Ach. Weg ist er. Naja. Deutsche haben eben keinen Humor.


Ich kenne keine CSU-Witze. Live.

10. Januar 2010

Vor einer ganzen Weile schrieb ich mal, dass ich hoffte, nie ein Interview geben zu müssen. Das war natürlich gelogen.

Jedenfalls war ich ausgesprochen angenehm überrascht, als der Postillon mich letzten Freitag freundlicherweise wissen ließ, dass er mich für ein Interview in der Sendung Trackback beim Berliner Radiosender Fritz vorgeschlagen hatte. Hui, mein erstes Interview, dachte ich, mal sehen, ob die mich wirklich nehmen? Ich hörte mir das Interview mit dem Postillon mal an, fand das sehr nett und begann zu hoffen, dass es bei mir auch so gut laufen möge.

Am Mittwoch traf die Mail vom Moderator Marcus Richter bei mir ein, in der er mich in seine Sendung einlud. Dankbar nahm ich an und fragte in meiner Antwort noch, wie das denn wohl so laufen würde.

Es wurde Samstag, und ich rief Marcus Richter vorsichtshalber an, weil ich furchtbar nervös war und es einfach nicht mehr abwarten konnte ich immer noch keine Antwort von ihm bekommen hatte und ihm zumindest schon mal meine Nummer geben wollte. Er sagte, er würde wohl so gegen halb anrufen und ungefähr um 19:40 Uhr mit dem Interview anfangen.

Es wurde halb acht, es wurde fünf nach halb, es wurde 19:40 Uhr und ich saß vor meinem Telefon und schaute so alle fünf Sekunden auf die Uhr, dachte über meine Antworten nach und fragte mich, ob die denn nicht auch ein kleines bisschen Angst haben, irgendwann einfach mal ohne Interviewpartner dazustehen, wenn sie das alles so kurzfristig regeln.

Ich rief mich mal selbst an, um herauszufinden, ob etwas mit meinem Telefon nicht stimmte. Es war ein sehr angenehmes Gespräch, und es gelang mir, mich ein wenig zu beruhigen. Sofort nachdem ich aufgelegt hatte, klingelte es wieder, und diesmal war nicht bloß ich selber dran.

Marcus Richter sagte, in rund zwei Minuten sei der Song zu Ende, und dann wäre ich live im Radio. Prima. Ich hörte also diesen komischen Song aus dem Telefon, hatte einen Frosch im Hals, fragte mich, ob ich mich räuspern durfte oder ob man das hören konnte und schaute immer noch dauernd auf die Uhr, obwohl das jetzt wirklich keinen Sinn mehr ergab. Er sagte Hallo, und es ging los. Das Ergebnis gibt es hier als Podcast (ab 39:19).

Im Nachhinein fallen mir zu jeder einzelnen Frage dutzendweise die schlagfertigen Antworten ein, die ich eigentlich hätte geben müssen. Aber ich finde, für’s erste Mal kann ich mit dem Interview leben. Marcus war nachsichtig mit mir, und ich habe auch nicht irgendwo angefangen, wirres Zeug von Flughäfen und Hauptbahnhöfen oder von Autobahnen zu faseln. Was will man mehr?

Natürlich würde mich auch brennend interessieren, wie ihr das Ganze so findet.

Nun schulde ich Radio Fritz noch einen 30-Sekunden-Gag über die CSU. Bei Frau Quadratmeters Suche war da aus meiner Sicht noch nicht ganz das Richtige dabei, und mein Guttenberg-Interview dürfte ein bisschen zu lang sein. Vielleicht kennt ja einer von euch einen echt guten CSU-Witz? Es wäre mir eine große Hilfe.


Mann, ist der Diekmann

4. Dezember 2009

So, heute geht es mal nicht um die Schweiz, aber keine Sorge, dafür wahrscheinlich morgen wieder. Überschaubare Relevanz hat aus streng geheimer Quelle das nächste Interview der FAZ (Überschaubare Relevanz berichtete) mit Kai Diekmann vorab ergattert, und jetzt veröffentliche ich es schnell, bevor es jemand anders tut:

FAZ: Tag, Herr Diekmann, schön, dass Sie wieder hier sind.

Diekmann: Ja, ich freue mich auch.

FAZ: Neinnein, ich meine das nicht nur als Floskel. Ich empfinde es tatsächlich als eine ganz besondere Ehre, dass ein so vielbeschäftigter, erfolgreicher, überall beliebter und – wenn ich das sagen darf – unverschämt gutaussehender und charmanter Mann wie Sie sich bereit erklärt hat, unsere Fragen zu beantworten.

Diekmann: Gerne doch.

FAZ: Herr Diekmann, was ist das Geheimnis Ihre unfassbaren Erfolges? Ist es Ihre überragende Intelligenz, Ihr unschlagbares Führungstalent, Ihre immer wieder beeindruckende Eloquenz, oder vielleicht – wie manche Kritiker sagen – vor allem Ihr Wagemut und Ihre Bereitschaft, auch mal die Dinge zu sagen, die sich sonst keiner zu sagen traut?

Diekmann: Ich denke, es ist von allem ein bisschen. Und natürlich die Unfähigkeit der taz. Wenn die taz auch nur ein bisschen journalistisch arbeiten würde, dann hätten wir es sicher ein bisschen schwerer. Zum Glück sind die total unfähig, und Humor haben sie auch keinen. Voll blöd, die von der taz.

FAZ: Da haben Sie Recht. Gelegentlich wird Ihnen vorgeworfen, dass die von Ihnen geleitete BILD-Zeitung sich eher an die, sagen wir, einfacher gestrickten Mitbürger wendet, hin und wieder wird im Zusammenhang mit Ihrem unverzichtbaren publizistischen Organ sogar der Begriff des “Boulevardmediums” verwendet. Das ist natürlich Unsinn, aber vielleicht wollen Sie sich trotzdem dazu äußern?

Diekmann: Klar. Sehen Sie, Boulevard ist ja auch wichtig, die Leute wollen das ja. Aber es muss Niveau haben, so wie bei uns. Nicht so wie in diesem Schmuddelblatt, der taz. Das kann ja nichts werden.

FAZ: Stimmt. Haha, das haben Sie schön gesagt. Würde es Ihnen eigentlich etwas ausmachen, wenn ich Sie jetzt küsse?

Diekmann: Ih, sind Sie schwul oder was? So wie die von der taz? Ich glaube nämlich, die sind auch alle schwul da.

FAZ: Wenigstens die Füße vielleicht?

Diekmann: Na gut, das geht.


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