Yanis (1)

1. August 2020

Weil ich es hier noch gar nicht erwähnt habe, mache ich es halt jetzt: Drüben in meinem Autorenblog läuft übrigens ein neuer Fortsetzungsroman. Er ist toll und ihr solltet den alle lesen.

Fabian Elfeld, Schriftsteller

Auf ein Neues! Tatsächlich ist diese Geschichte sogar so neu, dass sie noch keinen richtigen Namen hat, deshalb habe ich erst mal den Namen einer wichtigen Figur genommen. Mal gucken.

Und um es gleich noch mal schwerer zu machen: Ich finde, dieses Kapitel ist nicht so gut geworden. Das hat mehrere Gründe. Darüber reden wir in den Lesegruppenfragen.

Allen, die das nicht abschreckt, viel Spaß!

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It’s A Jungle Out There

12. Juli 2020

Ich hab gedacht, ich werfe das gute alte weiße Blog noch mal an, um über

Der böse alte weiße Mann

zu schreiben. Jakob Hayner wiederum hat sich gedacht, er müsste für die jungle.world mal wieder das Martensteinkostüm rausholen und so eine richtig schöne Rassismusapologetik schreiben. Der Teaser nimmt gleich vorweg, was uns erwartet:

Ein paar spöttische Bemerkungen sollen als Beleg dafür dienen, dass Karl Marx ein Rassist und Antisemit gewesen sei. Im Fall Immanuel Kants steht ein entsprechendes Urteil der Öffentlichkeit sogar schon fest. Eine Verteidigung zweier Aufklärer vor dem Furor der Ahnungslosen.

Jetzt lasst das einmal kurz sacken und dann beantwortet mir bitte aufrichtig, ob unter euch auch nur eine einzige Person sich zutrauen würde, diesen Stil in einer nach eigenem Verständnis linken Wochenzeitung von dem zu unterscheiden, den Die Achse des Guten oder Cicero in so einem Zusammenhang bemühen würden. Schon klar, dass es um eine Marxverteidigung geht, macht es ein bisschen leichter, aber so ganz grundsätzlich?

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Bembel Don’t Care

15. Mai 2020

Zuerst die Enttäuschung: Nein, hier gehts nicht um die Faschosprüche von Benedikt Kuhn, oder zumindest nur nebenbei. Hauptsächlich geht es hier um Journalismus, wie er ist, und warum ich das für ein Problem halte. Nein, mir ist schon klar, dass ich da keiner brandheißen Entdeckung auf der Spur bin, von der außer mir noch niemand was ahnt, aber andererseits habe ich das Gefühl, das ein weiteres gutes Beispiel nicht schaden kann, und das hier ist schon ein ziemlich beeindruckendes Beispiel. Find ich.

Die Hessenschau.de hat nämlich über die Konsequenzen aus Benedikt Kuhns Faschosprüchen geschrieben, und legt auch gleich zum Einstieg ganz ordentlich vor:

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You go high, we go low

21. April 2020

Der meistens sehr ausgezeichnete Vetaro hat mich vor Kurzem freundlicherweise auf die meistens sehr ausgezeichnete Videoserie „The Alt Right Playbook“ vom meistens sehr ausgezeichneten Account Innuendo Studios hingewiesen. Und ich kann die enthaltenen Videos nur allen sehr ans Herz legen, die öfter darüber nachdenken, warum sowas wie Trump und Peterson und PewdiePie und Shapiro funktioniert.

Aber ich wäre nicht ich, wenn ich nicht auch was zum Widersprechen hätte, aber weil der meistens sehr ausgezeichnete Vetaro mich da nicht SO ermutigt hat, fange ich mit was ganz Speziellem an, wovon ich nicht mal sicher bin, ob es ein Hot-Take-hafter Widerspruch zu Innuendo ist, oder einfach nur eine Selbstverständlichkeit, die ich so formuliert habe, dass sie ein bisschen anders klingt, als er es in dem Video sagt.

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Ain’t no time for no heroes

24. März 2020

Ich hab mich noch nicht so ganz entschieden. Und ich weiß auch, dass das schwierig ist, wenn ich das sage, weil ich zwar im allerweitesten Sinne auch im medizinischen Bereich arbeite, aber wirklich nur im allerallerweitesten, und deshalb vor allem Nutzer des Systems bin. Aber ich find trotzdem die Held*innenverehrung, die insbesondere Ärzt*innen und Pflegekräften derzeit entgegen schlägt, nicht gut.

Wirbleibenfüreuchda

Warum denn nicht? Die sind doch schließlich toll und machen nicht nur eine ganz wörtlich lebenswichtige Arbeit, sondern sie sind außerdem unterbezahlt, überfordert und unterversorgt und machen Überstunden und reißen sich für uns sämtliche Körperteile auf ihr kennt das. Was hab ich denn gegen die?

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Puns are the lowest form of humor

15. März 2020

Vielleicht erinnert ihr euch an meinen Kalauer-Beitrag von vor ewigen Zeiten. Wahrscheinlich nicht. Aber dies ist jedenfalls noch einer, aber einer mit nur einer Kalauer-Geschichte.

Sie geht so:

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Wie würde eigentlich ein anarchistischer „Leviathan“ heißen? „Katzenherde“?

26. Dezember 2019

Egal. Ich schreib eh keinen.Aber auf vielfachen Wunsch nicht nur einer einzelnen Leserin habe ich mich entschieden, endlich mal im Ernst genauer zu erklären, wie ich eigentlich auf die Idee komme, dass Demokratie schlecht ist und Anarchie toll.

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Lyrimo 30: Briefgeheimnis

30. November 2019

Sonderbarer Abschluss, denkt ihr vielleicht, aber naja, jeder Abschluss ist irgendwie sonderbar, egal also, ans Werk. Briefgeheimnis. Und weils die letzte Chance ist, bekommt ihr von mir heute mein erstes und womöglich auch einziges Gedicht, das sich nicht reimt.

Haiku zählen nicht, Fresse halten.

 

Wer schreibt eigentlich noch Briefe?

Es ist ein Geheimnis.

Wozu eigentlich noch Briefe?

Niemand weiß es.

Brauchen wir eigentlich noch Briefe?

Es ist ein Mysterium.

Warum bekommen wir eigentlich noch Briefe?

Ein Rätsel.

Werden es nicht sogar immer mehr Briefe?

Jemand sollte es herausfinden.

Wann habt ihr zuletzt in den Briefkasten geschaut?

Ich trau mich schon lange nicht mehr.

Da warten

Briefe

auf

mich

und

niemand

weiß

warum.


Lyrimo 29: Zielgerade / die überwiegende Schönheit aller Dinge / 30 Tage

29. November 2019

Der 29. Impuls besteht aus den beiden Impulsen.

„die überwiegende Schönheit aller Dinge…“
oder
„30 Tage“

30 Tage, bald vorbei

Morgen ist Schuss mit Dichterei.

So nett es ja manchmal auch war,

war’s doch Arbeit, völlig klar.

Drum find ich überwiegend schön,

wenn Dinge bald zu Ende gehn.

Morgen bin ich endlich frei!

Oh wie ich mich darauf freu.


Lyrimo 28, Hermann Hesse „Stufen“

28. November 2019

„…und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne „

Nehmt diesen Wortlaut aus Hermann Hesses Gedicht „Stufen“ als Impuls…

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

drum fang schon an, nu mach doch hinne,

Wie lang soll ich auf Zauber warten?

Leg’n Zahn zu, will ich dir raten.

Wenn jetzt nicht gleich mein Zauber kommt,

Wird dir die Fresse weggebombt,

Wo Bartel Most holt zeig ich dir,

kommt jetzt nicht gleich mein Zauber hier.

Wirds bald? Hör mal, glaub ich spinne!

Willst du, dass ich selbst beginne?

Wenn du nicht gleich den Zauber bringst,

Vermute ich, dass du mich linkst.

Ich lass mich hier doch nicht verarschen!

Mach schon, sonst werd ich mit barschen

Worten dir mal was erzählen,

wenn dir sonst die Zauber fehlen.

Ich hab den Zauber reserviert,

der in dem Anfang residiert.

Drum los jetzt, leg Zauber hin,

bevor ich richtig sauer bin.