Gastbeitrag: Die Sache mit der Religion

18. August 2017

Hallo,

mein Name ist Frau Quadratmeter und ich darf mich hier in Ermangelung eines eigenen Blogs freundlicherweise ein wenig zu einem Thema auslassen, das in mir seit geraumer Zeit schwelt und zu dem ich meine Gedanken schon aus Selbstschutz einfach mal niederschreiben muss, damit ich nicht platze. Es geht um die Sache mit der Religion.

(Setzen Sie sich, vielleicht holen Sie sich vorher noch etwas zu trinken, das könnte hier eventuell etwas länger dauern.)

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gutefrage.net

11. August 2017

Frage von Hartmut Engler
vor vierundzwanzig Jahren
Wo sind eigentlich all die Indianer hin?

Antwort von ChaosZwerg188443
Ist das dieser eine tschechische Stamm? Ich glaub, die sind da immer noch.

Antwort von AplleFan14
Was willst du mit Indianern? Weißt du, wie schnell die sich Viren einfangen?? Kauf dirn Mac!!

Antwort von MamaLeoneErfurt
Wenn ich keine Indianer habe, nehm ich auch gerne Inka, oder Azteken! Die Haut Farbe und der Feder Schmuck sind ein bisschen anders, da muss man sich dran gewöhnen, aber die bauen tolle Piramyden, deshalb verzichten wir in meiner Familie eigentlich in zwischen komplett auf richtige Indianer’s.

Antwort von Elternzeit0517
Wenn meine Kinder und ich uns Indianer wünschen, verkleiden wir uns gerne einfach selbst. Mit ein bisschen rötlicher Schuhcreme, gesammelten Federn und ein paar Lederfransen aus dem Bastelunterricht geht das super! Mein ältester will dann immer Cowboy sein, aber ich mag keine Waffen im Haus, deshalb spielen wir dann gerne Fährtensuchen, oder wir sammeln Kräuter, das ist super, weil die Kleinen dabei auch gleich ganz viel über die Natur le…[Mehr lesen?]

Antwort von ITBeraterKöln3
Hast du schon mal versucht, neu zu starten? Welches Betriebssystem läuft denn genau bei dir? Bei mir hats geholfen, die Ventilator an der CPU abzubauen und stattdessen eine Wärmepumpe dran zu löten, gibts bei Conrad. Ich muss jetzt halt immer manuell die Prozessorkühlung über die Eingabeaufforderung aktivieren und deaktivieren, aber die gibts ne Umgehung, wenn du einfach Zeieln 227-480 in sysconfig neu… [Mehr lesen?]


Wir übernehmen jeden Fall

8. August 2017

„Guten Tag. Seid ihr die drei Detektive?“
„Ja. Sie wollen sicher unsere Karte.“
„Danke schön. Aha… Drei Ausrufezeichen? … Na, ihr scheint ja an euren eigenen Fähigkeiten keinerlei Zweifel zu haben, hm?“
„Absolut nicht. Wir haben gesunden Menschenverstand, reden Klartext und schauen nicht durch die rosarote Brille, auch wenns der Regierung und ihren Hofberichterstattern nicht gefällt!“
„Soso. Na, dann könnt ihr mir ja vielleicht helfen mit meinem kleinen Problem …“
„Schon gesehen. Ihr Auto ist geklaut worden.“
„Nein, ich bin mit dem Fahr-“
„Keine Sorge, das kommt öfter vor. Wir finden den Wagen schnell für Sie wieder. Stecken garantiert Ausländer dahinter, man kennt das.“
„Aber eigentlich wollte ich …“
„Welche Farbe hatte er denn? Übrigens, bisschen heuchlerisch, ne, dass Sie so’ne Radlerhose anhaben, aber dann doch Ihr Auto suchen. Virtue Signalling, much?“
„Aber ich bin doch mit dem-“
„Ist ja auch egal. Man traut sich ja auch kaum noch zuzugeben, dass man Auto fährt, was? Ist wohl nicht mehr Politisch Korrekt heutzutage, bei der Hetzkampagne und den Klimamärchen, die die uns die ganze Zeit einimpfen wollen. Und wenn man widerspricht, ist man gleich ein Nazi!“
„Eigentlich hatte ich gehofft, dass Sie …“
„DAS ist heutzutage ja eigentlich das Problem. Dass keiner sich mehr traut, die Wahrheit zu sagen, obwohls doch alle wissen! Das mit der Kriminalität zum Beispiel, diese angeblichen Einzelfälle. Wussten Sie, dass … Hallo? Wo wollen Sie denn hin? Lassen Sie mich doch wenigstens mal ausreden, bevor Sie … Pfff … Typisch Linksgrünes Pack. Immer mit dem moralischen Zeigefinger, aber sobald sie dann mal auf jemanden treffen, der Ahnung hat, gehen ihnen die Argumente aus, und dann ziehn sie sofort den Schwanz ein.“


Es wird Zeit, dass die Ethik die Klappe zu macht.

4. August 2017

[Ja, ich bin noch da. Ja, ich merke, dass hier sonst niemand mehr ist. Nein, ich akzeptiere nicht, dass Blogs tot sind. Laden auf 360Joule, weg vom Tisch!]

Alle sind sie ganz aufgeregt, diese komischen Meinungsjournalisten, die (teilweise oder ganz) davon leben, unfundiertes, aber möglichst schmissig formuliertes Geblubber in Print- und Onlinerepräsentationen von sich zu geben. Aufgeregt sind sie, weil amerikanische Forscher herausgefunden haben, dass es geschafft haben, in diversen Embryonen eine schädliche Mutation mittels CRISPR-Cas9 zu beseitigen, ohne dabei (soweit wir wissen) irgendwelchen Kollateralschaden zu verursachen. Oder anders: Sie konnten eine Erbkrankheit heilen, bzw. ihr Entstehen verhindern.

Das könnte man für einen Anlass zur Freude halten, aber dann kennte man die Neigungen dieser Art von Journalismus schlecht.

Damit wird es schwieriger werden, der generationsübergreifenden Veränderung des Erbguts auf Dauer eine Absage zu erteilen.

fällt zum Beispiel Hildegard Kaulen für faz.net erst mal ein. Dieses Problem ist mir übrigens auch schon aufgefallen. Eventuell kennt ihr es auch: Je besser etwas funktioniert, desto weniger Argumente hat man dagegen. Tückischer Effekt, das, und sehr ärgerlich. Wenn man gerne ohne guten Grund gegen Dinge sein will.

Ohne guten Grund? Ja. Oder findet ihr einen? Ich hab den Artikel drei mal gelesen und keinen Grund gefunden. Nicht mal einen schlechten. Nur die nackte Forderung:

Die sicherheitsrelevanten Vorbehalte sind nun geringer geworden. Es ist Zeit, dass sich die Ethik zu Wort meldet.

Und solche Kommentare finden sich gerade zuhauf.

Und ich verstehs nicht. Wenn Ethik für diese Leute das ist, was uns hilft, ein Verbot von Sachen zu rechtfertigen, wenn uns alle vernünftigen Argumente ausgegangen sind, dann meinen sie damit was ganz anderes als ich. Und dann soll das bitte die Klappe halten und andere Leute nicht von ihrer Arbeit abhalten.


Was Christian Stöcker mit Etatismus zu tun hat

29. Juli 2017

Das wird jetzt wieder so ein sachlich-entspannter Beitrag ohne Beschimpfungen, Facepalms und Versalien. Gut, oder?

Christian Stöcker hat für Spiegel Online eine Kolumne geschrieben. Schlimm genug, meint ihr jetzt, und mit Recht, aber es geht noch weiter. Er schildert darin

eine vielbeachtete Nachricht über Rasierklingen, und eine andere, die fast unbemerkt blieb

Die mit den Rasierklingen, falls ihr sie nicht so viel beachtet habt, geht so:

Wilkinson darf keine billigen Ersatzklingen für den bekannten „Mach3“-Rasierer des Konkurrenten Gillette verkaufen. Vorräte müssen übergeben werden.

Stöcker erklärt uns dann noch mal kurz, wie das Prinzip funktioniert, dass man Rasierapparate sehr billig verkauft, um dann an den Klingen dazu viel zu verdienen, und dass das zum Beispiel bei Druckern mit der Tinte bzw. Toner und bei Spielkonsolen mit den Spielen auch so läuft.

Wer über ein geschlossenes System und ausreichende Marktdurchdringung verfügt, der legt die Regeln fest, nach denen gespielt wird.

Von da aus zeichnet er dann die Risiken, die sich daraus ergeben, so wie Google zum Beispiel in China bis 2010 für „Platz des Himmlischen Friedens“ keine politisch relevanten Suchergebnisse lieferte.

Und damit wären wir bei der Mozilla Foundation, der Non-Profit-Organisation hinter dem Firefox-Browser. Die hat diese Woche ein Programm namens „Project Common Voice“ enthüllt.

Anders als Amazon, Google, Microsoft und Apple will Mozilla das Ganze Open Source machen, was Stöcker in der üblichen Weise ein bisschen dumm-verklärt schildert als

Die Basis also für einen verständigen digitalen Assistenten, der weder Google noch Apple noch Amazon gehört, sondern uns allen.

Jo. Und was soll daran jetzt auszusetzen sein?

Naja. Wenn man mal schaut, dann sind die Probleme, die Stöcker aufführt, fast ausschließlich (Eine Ausnahme macht zum Beispiel das Pornoverbot im App Store, das er auf Jobs‘ persönliche Ablehnung gegen Pornografie zurückführt.) Probleme missbrauchter staatlicher Autorität.

Gillettes Geschäftsmodell wird gestützt durch den staatlichen Gewaltapparat, der es vor Konkurrenz schützt, mit meines Erachtens nicht tragfähiger Begründung. Googles Zensur wird verursacht durch den Zwang der chinesischen Regierung.

Die Orbáns, Erdogans und Putins dieser Welt beziehen ihre Macht nicht aus Marktdurchdringung und einem geschlossenen, erfolgreich vermarkteten System, sondern aus der Autorität des Staates, den sie beherrschen.

Man kann natürlich trotzdem der Meinung sein, dass es dann wünschenswert ist, wenn man es den Regierungen wenigstens schwer macht, ihre Regeln durchzusetzen, indem man alles möglichst dezentral organisiert. Ich bin nicht überzeugt, dass Mozilla mit seinem Sprachassistenten an einem besonders wichtigen Punkt ansetzt, oder dass dieser Ansatz ein extrem Erfolg versprechender gegen die Einflussnahme von Staaten ist, aber ich kenn mich damit auch nicht aus, mag also sein.

Aber wenn man schon darüber schreibt, wie es besser sein sollte, warum nimmt man denn dann die Probleme, die eigentlich an der Wurzel dessen liegen, worum man sich sorgt, einfach als gegeben hin? Warum erwähnt man dann nicht zum Beispiel kurz, dass die Zentralisierung von wirtschaftlicher Macht unter anderem ganz maßgeblich damit zu tun hat, dass sie von staatlicher Regulierung unterstützt und vor Wettbewerb verteidigt wird? Warum wünscht man sich emphatisch eine Dezentralisierung einer Technologie, die man heutzutage noch guten Gewissens als irrelevanten Spielkram bezeichnen darf, redet aber nicht mal davon, dass es doch schön wäre, auch an der Dezentralisierung wesentlich relevanterer und belastenderer Herrschaftsstrukturen zu arbeiten als der von Gillette über die rasierenden Massen?

Weil es doch im Endeffekt weder Gillette ist, noch Amazon, noch Apple, die die Regeln festlegen, nach denen gespielt wird, sondern eine Institution, von der Herr Stöcker wahrscheinlich auch in seiner eher optimistischen Einstellung sagen würde, dass sie „uns allen“ gehört, und die aber jedenfalls auch oft ganz anschaulich demonstriert, wie wenig das im Ernstfall manchmal besser macht.

Stiefel.jpg

 

Oder was meint ihr?


unter schwarzen Schwingen

21. Juli 2017

Und noch’n Gedicht.

Fabian Elfeld, Schriftsteller

War einst eine alte Frau,
vielleicht nicht weise, aber klug.
Ihr Haar nicht weiß, aber schon grau,
von den Jahren, die sie sie trug.

War ein kleines Haus im Wald,
das sie von eigner Hand errichtet.
Das Haus war warm, wenn’s draußen kalt,
und vor Regen abgedichtet.

War eine Rabenschar beim Haus,
Und jeden Morgen streute
sie Saat für die Raben aus,
was diese sehr erfreute.

An manchen Tagen brachte ihr
ein besonders großer Rabe
ein kleines, totes Nagetier.
als dankbare Gegengabe.

Über uns auf schwarzen Schwingen kreisen Raben, suchen Aas.
Wir freuen uns ihres Gefieders, hoffen für sie, sie finden was.
Sei es Maus oder auch Reh, großes oder kleines Tier,
wir gönnen ihnen gern ihr Mahl. Wir wünschen nur, es sind nicht wir.

War ein Dorf am Waldesrand,
Nicht sehr groß, aber apart.
Ein Vogt herrschte übers Land,
vielleicht nicht böse, aber hart.

Kam ins Dorf ein junger…

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Keine Bremsen!

19. Juli 2017

lautet die Überschrift, und, meine Güte, die Gags schreiben sich quasi von selbst, oder?

Ich habe deshalb exklusiv für euch die Top5 der dümmsten Witze dokumentiert, die mir zu dieser Schlagzeile eingefallen sind. Los gehts!

Nummer 5:
Wo gehen die Behörden denn überhaupt hin?

Nummer 4:
Indem er vorschreibt, dass alle nur noch durchs Fenster reinklettern dürfen?

Nummer 3:
Bei seinem Wahlkampf ist es ihm schon mal hervorragend gelungen!

Nummer 2:
„Hallo, Herr Schulz.“
„Ja, Hallo.“
„Sie schon wieder …“
„Ja, genau. Ich wollte … Ach, schade. Hab ich doch schon wieder meinen Ausweis vergessen. Naja. Komm ich halt nachher wieder.“
„Hören Sie mal, was soll denn der Quatsch?“
„Haben Sie nicht den Artikel auf tagesschau.de gelesen??“

Und die absolute Nummer 1 der dümmsten Witze, die mir zu der Überschrift „Schulz will Behördengänge weitgehend überflüssig machen“ eingefallen sind, ist natürlich:

SIND SIE DOCH SCHON LÄNGST!