Über die Diversität auf Raumstationen im 22. Jahrhundert

3. Oktober 2019

Nachdem ich beim letzten Mal ein echt schlimmes Beispiel dafür besprochen habe, wie schlimm es um Diversität in der Literatur steht, habe ich heute ein etwas weniger schlimmes aufgesammelt. Vielfalt, ihr wisst ja. Ja, ist schon etwas älter, aber ich habs halt jetzt erst gesehen.

Offenlegung vorab: Ich habe mit der Autorin schon einmal gestritten, bin also nicht unvoreingenommen. Aber das bin ich andererseits ja nie.

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Tausend Leben sind auch nur ein Besserwisser

24. September 2019

Merket auf, denn hier ist Weisheit! Krautreporter hat den Strategen Zat Rana den fünfmillionenneunhundertvierten Artikel darüber schreiben lassen (Naja, oder übersetzen, Original war auf Englisch in Medium.), warum Bücher so unfassbar geil sind:

Lesen ist Telepathie, und das Buch ist die mächtigste jemals erfundene Technologie.

aber mit einem Twist, den ihr nie erraten werdet: Zat bringt uns lesen bei, denn er weiß:

Es gibt drei Arten zu lesen – nur eine davon ist wirklich wertvoll

Aber erst mal Bücher geil finden, das muss schon sein, und wer hat bitte geilere Bücher geschrieben als

Homer, Shakespeare, Voltaire, Flaubert, Tolstoi, Woolf, Hemingway […] Aristoteles‘ Logik, Keplers Astronomie, Newtons Physik, Darwins Biologie, Wittgensteins Philosophie

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Thank you for travelling!

22. September 2019

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#bloggenwieDunjaHayali

12. September 2019

Und wie bitte kommen Sie jetzt darauf, dass Herr Meuthen ein Nazi sei? Ich hab immerhin vor Kurzem erst mit ihm gesprochen, und … Ja gut, er sagt das auch. Aber das ist ja kein Beweis. Ich bin schließlich Journalistin, und das heißt erstens, dass ich verpflichtet bin, jeden Tag mindestens ein Dutzend Na- ich mein, besorgte Bürger*innen zu interviewen, ich hab da gar keine Wahl, und zweitens brauche ich Belege, sonst glaub ich Ihnen gar nichts, das wär ja noch schöner!

Sie glauben doch auch nicht jedem, der Ihnen schreibt, er wäre ein Prinz aus Nigeria, oder? Sehnse! Aber bei Nazis soll das anders sein? Weil Sie Nazis mehr trauen als Nigerianern? Tja, denken Sie da mal drüber nach, wer hier jetzt der Rassist ist.

Ich meine, wie viele Autobahnen hat der Meuthen noch mal gebaut? Ganz genau? Wie bitte, ich kann Sie nicht hören! Wie viele Autobahnen? Aha. Soso. Und Weltkriege? Wie viele Weltkriege hat Herr Meuthen schon verloren? Ja, dachte ich mir.

Zack, Ruhe.


Uprooted

5. September 2019

„No, I didn’t! U did!“

Sorry. I had to do that.

Why, you ask? Well, because I just finished

and I also thought it might be nice to have a short blogpost for a change. So here is it:

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Ich konnte gar nicht so viel kotzen, wie ich lesen musste.

14. August 2019

Tom Liehr ist ein deutscher Weißer Mann. Er arbeitete als [Präzisierung auf Hinweis von Dirk in den Kommentaren: freier] Redakteur für P.M., das ist sozusagen Bild der Wissenschaft für alle, denen Bild der Wissenschaft noch nicht populistisch genug ist, schreibt außerdem aber auch offiziell als solche deklarierte Fiktion und ist offenbar Inhaber eines Softwareentwicklungsunternehmens.

Wer wäre besser geeignet als Experte zum Thema Diskriminierung in der Literatur? Eben. Deshalb hat er im Literaturcafé einen Text veröffentlichen dürfen über „Diversität, politische Korrektheit, Empfindlichkeitslesen und die Literatur„. Einen langen Text. Einen sehr langen Text. Einen sehr sehr langen, sehr sehr schlimmen Text. Einen Text, der so exemplarisch steht für die Fassungslosigkeit Alter Weißer Männer ob des Verdachts, jemand könnte unsere dummdreiste Privilegiertheit antasten wollen, dass er vielleicht eines Tages Eingang finden wird in ein sehr sehr langes, sehr sehr schlimmes Lehrbuch zu dem Thema. Vielleicht ja sogar mit meinen Kommentaren, denn wessen Meinung dazu sollte noch relevanter sein als die eines anderen Weißen Mannes?

Unter dem Titel „Schreiben mit Kondom“, und das muss man erst mal bringen, ein Kondom als Metapher für etwas, das man für überflüssige Mode und Zeichen unverhältnismäßiger Sensibilität hält.

Das Thema wird im Teaser so zusammengefasst, dass „Künstler und Autoren“ – klar, hier regiert das angeblich generische Maskulinum noch unangefochten – immer häufiger „mit der Anforderung konfrontiert werden“, sich Diskriminierung, Rassismus, Sexismus und all die anderen Probleme unserer Gesellschaft bewusst zu machen und zu vermeiden (Er formuliert das natürlich polemisch anders.), oder das manchmal sogar „freiwillig versuchen, weil sie glauben, das zu müssen“. Naja. Freiwilligkeit ist ja traditionell ein dorniges Konzept. Halten wir uns mit diesem scheinbaren Widerspruch nicht auf, nehmen wir als das, was er ist: ein bezeichnendes Indiz für die Haltung des Autors, und stürzen wir uns voller Vorekels in Liehrs Text, denn wir wissen: Vorekel ist der schönste Ekel.

Das wird nicht schön. Ich habs trotzdem gelesen. Damit ihr es nicht müsst.

Ihr kennt das.

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Selbstgerechtigkeit, dein Name ist Journalismus

3. August 2019

Ich hab gerade gedacht, vielleicht guck ich doch noch mal in diesen ehemals bezahlbeschrankten Beitrag von Christian Deker und Carolin Fromm bei übermedien über Schularbeit zweier Journalist*innen rein, weil ich gerade Lust hatte, mich zu ärgern, und boy howdy, hat das gut geklappt. Die übermedientypisch nicht gegenderte Überschrift lautet:

Klassenarbeit: Was zwei Journalisten im Dialog mit Schülern erleben

Ist das eigentlich sehr cringy, wenn ich boy howdy sage? Ja, ne? Hmpf. Schade. Ich sag das so gern. Aber schon gut, ihr habt recht, ich hör auf.

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