Christian Montag hält es nicht aus.

13. Mai 2018

Spiegel Online deckt mal wieder schonungslos einen besorgniserregenden Trend auf:

in Großbritannien werden in Schulen immer mehr digitale Uhren angebracht, weil Schüler die analogen offenbar nicht mehr lesen können.

Stellt euch das nur mal vor!

(Mit dem sicherlich völlig irrelevanten Detail, dass im verlinkten Artikel steht:

Wie viele Schulen in Großbritannien damit begonnen haben, analoge Uhren durch digitale Uhren zu ersetzen, ist allerdings unklar. Statistiken gibt es nicht dazu.

wollen wir uns nicht weiter aufhalten. Dass Spiegel zu seinen Lesenden nicht aufrichtig ist, wissen wir ja eh alle.)

Spiegel Online hat deshalb den Psychologen Christien Montag gefragt, und ich will euch keine Angst machen, aber der Experte sagt dazu:

 Ich kann mir vorstellen, dass es in Deutschland ähnlich kommen wird.

ER KANN ES SICH VORSTELLEN!!!!

Habt ihr euch wieder beruhigt? Nein? Okay. Dann geb ich euch noch ein paar Minuten.

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Die Zeit ist zu dumm für Marx

6. Mai 2018

Zu den journalistischen Genres, die ich trotz natürlich bereits eingetretener Gewöhnung immer noch als ein bisschen empörend und beleidigend empfinde, gehört neben dem Non- und Konsensinterview auch der Besinnungsaufsatz aus der siebten Klasse im Entwurfsstadium. Einen solchen durfte Lisa Nienhaus gerade in der Zeit veröffentlichen, unter dem naheliegenden Titel

Marx war zu schlau fürs Grundeinkommen

In Marx‘ Büchern steht allerlei krudes Zeug. Dennoch kann man von ihm noch viel lernen – etwa über Zölle, die Donald Trump so mag, über Hartz IV oder die Ungleichheit.

verspricht der Teaser, und wenn ihr mich kennt, könnt ihr euch denken, dass mich das natürlich reizt, weil ich immer noch vergeblich Beispiele für Dinge suche, die man von Leuten wie Karl Marx lernen kann. Nach wie vor bin ich sicher, dass es irgendwo welche zu finden gibt, aber ich spoilere sicher nicht ernsthaft, wenn ich verrate, dass Lisa Nienhaus‘ Beitrag dabei leider keine Hilfe ist.

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Sloterdijk verwildert, die NZZ ist obdachlos

14. April 2018

Anlässlich eines recht unerfreulichen Austausches auf Twitter habe ich heute das Interview

von nzz.ch gelesen und möchte euch nun erzählen, wie ich es fand, obwohl es natürlich eigentlich nicht besonders interessant ist, aber ich bin es leid, dass dieser Fischer-Aprilscherz mein Blog so dominiert.
Seid ihr dabei? Na los. Ihr wisst, dass ihr nichts Besseres zu tun habt.
(Vorsicht! Lang.)

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Fischer im potent

1. April 2018

Tähä. Da hat die Frau Burmester es dem Herrn Fischer ja mal so richtig gegeben. Mit dem Gag, mein ich. Weil es ja schließlich das ist, worüber wir aufgeklärten Menschen uns bei Männern lustig machen, wie uns nicht feministisch genug sind: dass ihre Penisse nicht funktionieren.

 Es fällt ja auf, dass es vor allem alternde Herren sind, die im Journalismus auf einmal ausschlagen. Die ihre liberale oder linke Haltung aufgeben, die die weibliche Emanzipationsbewegung nicht länger aushalten, schräges Zeug schreiben und destruktiv werden. Vielleicht steht dies in Relation zu abnehmender Potenz, das weiß ich nicht. 

Das muss noch sein, wird Frau Burmester sich gedacht haben, denn eine Abwanderung nach rechts ist das eine, das kann man verzeihen, das diskreditiert einen Mann wie Thomas Fischer nicht ausreichend, aber wenn man noch die Vermutung andeutet, dass er keinen mehr hoch kriegt, dann sieht die Sache doch gleich

Nee, ihr habt Recht, ich hör schon auf, ich fand nur wirklich ein bisschen komisch. Was wollte ich eigentlich sagen?

Ach ja.

Über verschlungene Pfade habe ich von dem aktuellen Streit um Thomas Fischer erfahren, und seine Trennung von der Zeit, nachdem ich nun eine ganze Weile nichts mehr von ihm gehört hatte, und ich denke mir, da gerade langes Wochenende ist und ich lange nichts mehr geschrieben habe, schauen wir uns doch mal an, was da los war.

Kommt jemand mit?

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Gezähmte Phantasie wird zu Propaganda

17. März 2018

Joa, wird mal wieder Zeit, mir einzureden, dass dieses Blog noch nicht tot ist, oder? Und welche bessere Motivation für einen Post kann man finden als diese Autorenvita?

Kissler

und diesen Teaser?

Das politisierte Kinderzimmer

Mit Kinder- und Jugendbüchern soll politisches Bewusstsein geweckt werden. Die Empfehlungsliste der Buchmesse liest sich jedoch wie eine Wahlaufforderung für die Grünen. Und sollten die Kleinsten nicht generell von Politik verschont bleiben?

Da dachte ich, das nehm ich, und les mir das mal durch.

Seid ihr dabei?

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Die schönste Form von Heimatliebe

25. Februar 2018

 

Heiko Maas plädiert in einem Gastbeitrag im Spiegel für einen modernen Verf

Entschuldigung.

Was ich sagen wollte: Heiko Maas hat ein Plädoyer verfasst für einen modernen Verfassungspat

Pardon. Nicht so einfach heute. Noch mal: Heiko Maas plädiert für einen wie er es nennt modernen Verfassungsp

Na gut, vielleicht lest ihr einfach selbst nach, wie er es nennen will. Es geht jedenfalls darum:

Heimat ist dort, wo das Recht die Freiheit sichert

Also darum, den Begriff der Heimat von den bösen Rechten zu reclaimen, denn

Heimat ist auf jeden Fall ein wichtiges Stück zum Glück. Deshalb ist sie zu wertvoll, um sie Konservativen und Rechtspopulisten zu überlassen.

Ja heil! (Übrigens auch zu wertvoll, um den Rechtspopulisten überlassen zu bleiben.)

Dann schauen wir uns doch mal an, was für Herrn Maas daraus folgt.

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Dialog mit Jens Spahn

14. Februar 2018

Onkel Maike

(Quelle: FAZ, indirekte Rede teilweise als direkte Rede wiedergegeben.)

Jens Spahn: „Schon der Westfalle, der ins Rheinland kommt, weiß ja, dass Vielfalt bereichern kann. Es ist aber nicht alles bereichernd, Zwangsheirat und Ehrenmord sind es nicht.“

Irgendeine nicht rechtspopulistische Person (I): „Und niemand, aber auch niemand, außer denjenigen, die Zwangsheirat und Ehrenmord aktiv betreiben, behauptet das.“

Jens Spahn: „Da kann man doch nicht immer sagen, das ist eine andere Kultur, dafür müssen wir Verständnis haben. Das müssen wir nicht.“

I: „Und deswegen hat das ja auch noch nie jemand gesagt.“

Jens Spahn:  „Das ist der Unterschied zwischen Leitkultur und Multikultur.“

I: „Nein.“

Jens Spahn: „Das Denken der Achtundsechziger und Multikulti sind durch, das wollen die Menschen nicht mehr haben.“

I: „Was meinst Du denn mit Denken der Achtundsechziger, Jens Spahn? Sowas wie die Forderung nach Gleichberechtigung der Frauen oder von homosexuellen Menschen? Die…

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