Zusammenhanglos

Himmel, ich mag die Piraten doch gar nicht besonders. Warum fühle ich mich zurzeit trotzdem regelmäßig gezwungen, die in Schutz zu nehmen?

Ich hatte ja vor kurzem schon mal erwähnt, dass mir vieles ein bisschen übertrieben vorkommt, was da gerade zum Thema geschrieben wird. Oft stehen dann da Sätze wie

Schafft dieses “Partei” doch einfach wieder ab, dann ist ruhe!“ in einem Kommentar von Malte (nein, nicht von dem Malte), oder

die Partei hat sich als ernstzunehmender Diskussionspartner in der Zensursula-Debatte vorerst selbst disqualifiziert“ von Chris auf F!XMBR, oder natürlich

Das war es mit den Piraten“ wieder bei den Ruhrbaronen.

Ruhrbaron David Schraven hat in dem oben schon verlinkten Artikel doch tatsächlich den Satz untergebracht: „Ich hoffe nicht, dass die Piraten unter dem Deckmantel des Kampfes um die Meinungsfreiheit zum Sammelbecken der Kinderschänder in Deutschland werden.
Ich wäre versucht, jetzt zu schreiben, was ich alles nicht hoffe, aber das gehört hier nicht her.

Ich erinnere mich, früher, als meine Mutter mich zum ersten Mal auf den Fahrersitz ihres Autos ließ, um mir zu zeigen, wie das geht, da kam ich nicht auf Anhieb mit der Kupplung und dem Gas und den Gängen zurecht. Ich würgte den Motor bestimmt zehnmal ab, und ich war ziemlich frustriert und dachte sowas wie „Das wird doch nie was“, „Autofahren ist doof“, „Warum lass ich das nicht einfach ganz, verdammter Mist?“

Ich erinnere mich, als ich Einrad fahren lernte, kam ich mir auf dem Ding vor, als wäre ich auf mindestens zwölf Axen beweglich. Ich konnte mich sogar dann kaum darauf bewegen, wenn ich mich an etwas zum Festhalten hatte, und ich dachte: „Wie soll ich das jemals lernen?“, „Einradfahren ist doof“, oder „Ich bin einfach zu blöd dafür, ich glaub, ich gebe auf.“

Ich erinnere mich an den Tag vor der Abgabe meiner Diplomarbeit. Ich dachte Dinge wie zum Beispiel: „Ich will nicht mehr. Ich hab keine Lust mehr. Mir ist das hier zu blöd, das wird doch bis morgen nie was.“, „Diplomarbeiten sind doof“, oder „Wozu eigentlich ein Diplom, das ist doch die Mühe nicht wert, ich brauch das doch eh für nix!“

Ich wusste aber in jedem dieser Fälle, dass diese Gedanken Unsinn waren, und dass sie einem sehr infantilen Teil meines Verstandes entsprangen, der mich heute noch begleitet, und der immer furchtbar enttäuscht ist, wenn etwas nicht auf Anhieb so klappt, wie ich mir das vorstelle. Ich versuche, möglichst selten auf ihn zu hören.

Was das mit dem Thema dieses Artikels zu tun hat? Weiß ich auch nicht so genau. Man assoziiert manchmal die merkwürdigsten Sachen.

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