Werte&Normen-Aufgabe

Hefte raus, wir schreiben einen unangekündigten Test. Ganz schnell, nur eine Aufgabe mit zwei Teilen:

a) Versetzen Sie sich in die folgende Situation: Sie sitzen einem mittelguten Bekannten (kein Freund, aber auch kein Fremder) gegenüber, und dann fängt er plötzlich an, Ihnen zu erzählen, dass Queensberry richtig gute Musik machen und dass Sie sich das auch unbedingt mal anhören sollten. Er versucht auch, Ihnen CDs von Queensberry aufzudrängen. Antworten Sie ihm so taktvoll wie möglich, ohne dabei Ihre wichtigsten Prinzipien und innersten Überzeugungen zu verraten.

b) Wie a), aber versuchen Sie es noch einmal ohne unflätige Beleidigungen. Ignorieren Sie dazu die Bedingung im letzten Halbsatz von Aufgabenteil a).

7 Responses to Werte&Normen-Aufgabe

  1. juliaL49 sagt:

    Ui, das fällt unter den Bereich „Unmöglichkeiten einer Testumgebung“.
    Ich hatte mal eine handfeste Diskussion in meinem Blog, als ich mich geweigert habe, Monrose anzuhören und es als Nicht-Musik bezeichnet habe. In einem Fanforum gab es einen Aufruf, mich doch davon zu überzeugen, dass die alle ganz toll singen können.

    Das wäre meine Antwort: Nicht-Musik
    Oder: Ich bin allergisch gegen Polystyrol.

  2. Oliver sagt:

    a) ähhh, ich habe die letzte Queensberry-CD noch nicht ganz verdaut. Bin noch nicht bereit für die neue.

    b)Sorry, ich bin mir sicher, dass das nicht mein Stil ist. Ich kann dir Tracy Chapman empfehlen. Dann weißt du auch, was große Klasse ist.

  3. a) „Du, ich habe leider in nächster Zeit überhaupt keine Kapazitäten frei, um CDs zu hören, aber ich komm drauf zurück, okay?“ ((Methode „Auf Zeit spielen“. Danach schnell den Wohnort wechseln.)

    b) „Die sind aber nicht so toll wie Lady Gaga, hör Dir doch erst mal die an.“ (Methode „Ablenkung vom Grusel durch Grauen“, vielleicht findet der Bekannte Lady Gaga so klasse, dass er seine Queensberry-CDs wegwirft. Ich meine, wer Queensberry mag, könnte evtl. auch Gefallen an Lady Gaga finden…*schauder*)

  4. Elmi sagt:

    Hui, langsam zahlt es sich aus Free-TV und Radio rigoros zu meiden. Auch wenn aus dem Kontext des Artikels hervorgeht, dass es sich bei Queensberry wohl um eine Band handelt, musste ich tatsächlich erstmal googlen, um zu erfahren wer die genau sind und womit die ihre CDs voll singen. Aber zur Aufgabe:

    zu a) „Aufs Maul? Queensberry. Pah, von Arsch! Pass ma auf du Pimmel, kein Schimmer was d‘ dir heut morgen für ’n üblen Schitt reingedrückt hast, aber wenn d‘ mir nicht sofort das Getöse aus ‚m Gehörgang nimmst, nimm ich dir deinen gleich mit diesem Tischbein hier raus. Geh Bäuchi waschen, Alder!“

    Je nach Situation und Etablissement würde ich daraufhin aufstehen und, um meine Abneigung unmissverständlich zu verdeutlichen, ein Bein vom Nachbartisch extrahieren und es dem Innenohr meines Gesprächspartners applizieren.

    zu b) „Queensberry? Ist das nicht das neue Album von Hayley Westenra? – Nicht? Ich hätte schwören können, dass sie unter diesem Titel eine Reihe neuseeländischer Volkslieder veröffentlicht hat. Du musst verzeihen, ich bin mehr der klassische Typ. Zur zeitgenössischen Verbrauchmusik habe ich bis heute keinen rechten Zugang finden können. Wie ich sehe fährst du den neuen A2. Wie ist der denn so im Verbrauch? ….“

  5. Muriel sagt:

    Oy, vielen Dank! Jede dieser Antworten ist auf ihre eigene Art ganz großartig.
    Man weiß, dass man fabelhafte Leser hat, wenn man auf so einen mickrigen Eintrag so viele hervorragende Kommentare bekommt.

  6. rauskucker sagt:

    Ehrliche Antwort:
    „Ich habe von einer Band dieses Namens noch nie gehört. Oder meinst du die Cranberries? Wenn du sie gut findest, spiel mir halt was vor, mal kucken wie es mir gefällt. Aber ich hör sonst eher so afrikanischen Jazz und sowas.“

  7. ruediger sagt:

    Wollen Sie wirklich, dass ich mir das antue? Ja. Dann bleiben Sie aber bitte mit sitzen, denn ich rechne mit unkontrollierten Zuckungen an denen will sie ebenso teilhaben lassen will, wie sie mir penetrant an diesem Zeug.

    oder

    Gehen sie weg, bevor sie lernen müssen mit einer CD in der Hülle im Mund zu sprechen. Danke für Ihr Verständnis.

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