Fünf Dinge, die ich gut finde an…. Ursula von der Leyen

Man kennt das. Man bildet sich eine Meinung über ein bestimmtes Thema, eine Sache, eine Person. Man gewinnt die Meinung lieb, man sammelt Argumente, die sie stützen. Argumente, die ihr entgegen stehen, mag man nicht so, man ärgert sich sogar ein bisschen über sie, und wenn es irgendwie geht, vermeidet man es, sie wahrzunehmen. Man bekräftigt immer wieder eloquent und voller Leidenschaft die eigene Wahrnehmung, und zack, plötzlich ist man Ursula von der Leyen blind für alles, was dem eigenen Weltbild nicht entspricht.

Damit uns das nicht passiert, möchte ich gleich noch eine neue Rubrik einführen, wenn auch eine unregelmäßige: Ich werde hier jetzt ab und zu völlig ironie- und so weit wie möglich humorfrei Argumente präsentieren, die für Dinge oder Personen sprechen, die ich überhaupt nicht leiden kann. Und ich fange gleich mit einer richtigen Herausforderung an. Heute habe ich Dinge gesucht, die mir an Ursula von der Leyen gefallen. Das war nicht leicht, und ich bitte deshalb um Nachsicht, falls einige der fünf Punkte ein bisschen, äh, bemüht wirken sollten. Die Quelle ist natürlich wie immer fast ausschließlich Wikipedia.

  1. Sie wurde in Brüssel geboren. Eine tolle Stadt, ein sympathisches kleines Land, und vielleicht haben wir hier ja auch gleich den Grund dafür, dass sie so vehement gegen Kindesmissbrauch kämpft.
  2. Sie ist Ärztin. Ich weiß natürlich, dass deren öffentliches Bild noch immer deutlich glorreicher ist als die Wirklichkeit, aber ich finde den Beruf trotzdem irgendwie sympathisch.
  3. Sie hat als niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit das Landesblindengeld abgeschafft, das allerdings inzwischen wieder eingeführt wurde. Vielleicht sollte ich hier ein bisschen ausführlicher erklären, warum ich das gut finde: Das Landesblindengeld wird und wurde bedarfsunabhängig an Blinde gezahlt, um die durch ihre Behinderung entstehenden Mehrkosten auszugleichen. Das ist für sich genommen sicher irgendwie fair, aber es gibt viele Behinderungen und Krankheiten, durch die Mehrkosten entstehen; dass gerade Blinde hier bevorzugt werden, und dann auch noch unabhängig davon, ob sie wirklich Geld brauchen oder nicht, leuchtet mir nicht ein.
  4. 2007 hatte sie aufgrund ihrer Ansichten zur Kinderbetreuung Streit mit Christa Müller (Lafontaines Ehefrau) und Bischof Walter Mixa. Wer die beiden gegen sich hat, kann nicht völlig falsch liegen.
  5. Immerhin jammert sie nicht, zumindest habe ich davon nichts mitbekommen. Ihren Spitznamen „Zensursula“ findet sie „patent“, ein schönes Wort, das viel zu selten benutzt wird, und auch sonst erträgt sie die harte, oft auch persönliche, Kritik an sich selbst und ihren Maßnahmen ziemlich anständig, soweit ich das erkennen kann.
    Dass ihre eigenen Gegenargumente in der Regel arg unsinnig und entweder von völliger Ahnungslosigkeit geprägt oder schlicht gelogen sind, steht auf einem anderen Blatt.

7 Responses to Fünf Dinge, die ich gut finde an…. Ursula von der Leyen

  1. Andi sagt:

    Ich war noch nie in Brüssel – aber ich hab mir mal sagen lassen, dass die Stadt unfassbar hässlich sein soll… Aber da könnte, wenn es so wäre, selbst die Uschi nix für.

    Punkt 4 leuchtet mir sehr ein. Der hätte auch schon fast genügt. Ein stärkeres Argument, die Uschi doch irgendwie zu mögen, gibt es gar nicht.

  2. Oliver sagt:

    @Andi: ich würde das ganze noch etwas weiter fassen und sagen, dass ganz Belgien unfassbar hässlich ist.
    Ich finde auch den Punkt vier gut!
    Ausserdem finde ich gut, dass sie eine nicht ganz so CDU-konforme Politik in Sachen Familie vertritt. Allerdings müsste da mehr kommen. Mehr Ganztagbetreuung.

  3. Chlorine sagt:

    Ich kann nur hoffen, dass nicht irgendwer auf die Idee kommt, die Rubrik als Stöckchenparadensonstwiedingen zu missbrauchen. Bleibt spannend, wen du als nächstes herauspickst. 🙂

  4. Elmi sagt:

    Ich mag die Ursula. Besonders als sie noch längere Haare hatte. Auf meiner persönlichen Favoritenliste attraktiver Frauen über fünfzig kommt sie, nach Michelle Pfeiffer, gleich auf Platz zwei. Sie darf halt nur nicht das Maul aufmachen.

  5. Muriel sagt:

    @Oliver, Andi: Darf ich mich mal auf’s Schärfste gegen diese Behauptungen verwehren, Belgien sei hässlich? Insbesondere Brüssel ist eine meiner europäischen Lieblingsstädte, da lasse ich nichts drauf kommen. Denkt doch alleine mal an die Schokolade!
    @Chlorine: Ich denke zurzeit über Wolfgang Schäuble nach, aber noch ist das Glücksrad nicht stehen geblieben.
    @Elmi: Chauvi!

  6. Andi sagt:

    Ich war ja mal in Belgien, allerdings nie in Brüssel. Daher muss ich mich da auf wohlmeinende Freunde verlassen, die behaupten, Brüssel sei hässlich. Im Bedarf könnte ich dir Adresse und Telefonnummer geben, dann kannste meine Freunde beschimpfen. 🙂
    Und Lebensmittel alleine machen eine Stadt noch nicht schön. Ich esse ja auch gerne Rostbratwürste, Nürnberg reizt mich trotzdem nicht.

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