Nimmermehr (20)

Beim zwanzigsten Teil meines Fortsetzungsromans Nimmermehr wird es allmählich kompliziert für mich. Ihr bekommt davon zwar hoffentlich nichts mit, aber die kleinen Änderungen, die ich nach und nach einfügen musste, summieren sich und erfordern zum Ende hin immer größere Anpassungen. Noch habe ich aber das Gefühl, dass die Geschichte dadurch besser wird.

Kurz zusammengefasst haben wir im ersten Teil eine junge Dame kennen gelernt, die an einem norwegischen Fjord wohnt und offenkundig unter ernst zu nehmenden psychischen Beschwerden leidet. Diese junge Dame bekam in der ersten Szene einen Anruf von Clarence und musste sich auf den Weg machen, um etwas für ihn zu erledigen. Sie bekommt später auch einen Namen, aber noch kennen wir den nicht.
Der zweite Teil stellte uns Sonia vor, eine junge Journalistin, die zurzeit nicht ganz freiwillig ihren Bruder bei sich beherbergt und einen geheimnisvollen Anruf bekommen hat, in dem ihr eine große Verschwörungsgeschichte angekündigt wurde.
Im dritten Teil waren wir dabei, als eine junge Frau, die der Fjordbewohnerin des ersten Teils kein bisschen ähnelte, in Oslo ein Flugzeug nach Deutschland bestieg, auf dem Weg nach Hamburg. 
Im vierten Teil kam Sonia ihrer Verschwörung näher, und zum Schluss stellte sie fest, dass die geheimnisvolle Anruferin den Mord an einem ehemaligen Hamburger Bürgermeister und seiner Familie vorhergesagt hatte.
Im fünften Teil sahen wir einer kinderlieben jungen Frau in einem Hamburger Hotelzimmer dabei zu, wie sie erschöpft auf ihrem Bett lag und sich an ihr hartes Tagwerk erinnerte, das ziemlich direkt mit dem vorhin erwähnten Mord zusammenhängt.
Der sechste Teil führt uns nach Afrika, wo wir einen neuen Mitarbeiter des Unternehmens Discordia, Incorporated, beim Beginn seines ersten Arbeitstages begleiten.
Im siebten Teil fährt Sonia zur Arbeit, frohen Mutes und bereit, sich in die Recherche für die Story ihres Lebens zu stürzen.
Die junge Frau hat im achten Teil noch eine PSP zu retten, zwei Überraschungseier zu essen, einen kleinen Auftrag zu erledigen und einen Kater zu beerdigen, bevor sie sich schließlich auf den Weg zu Sonia macht.
Sonia und die junge Frau, die uns nun endlich verrät, dass wir sie Lenore nennen dürfen, treffen im neunten Teil aufeinander, doch als Lenore siche gerade ernsthaft an die Arbeit machen will, taucht ein unterwartetes – und ein wenig absurdes – Hindernis auf.
Im zehnten Teil gibt es ein leider sehr kurzes Wiedersehen mit Kristina und Lenore und Sonia werden aus ihrer prekären Lage befreit.
Sonia gelingt im elften Teil die Flucht – gewissermaßen -, und wir lernen Clarence endlich mal persönlich kennen.
Lenores Tag hat eine ungute Wendung genommen, aber im zwölften Teil sieht sie schon wieder ein bisschen Licht.
Im dreizehnten Teil lernen wir Sonias Chef ein bisschen besser kennen, und er wiederum hat das zweifelhafte Vergnügen, Lenores Bekanntschaft zu machen.
Im vierzehnten Teil nimmt besagte Bekanntschaft ihren Lauf und kein gutes Ende.
Der fünfzehnte Teil führt uns nach Afrika. Wir besuchen Philippe, Kira und Clarence, aber es gibt leider keinen Tee und keine Kekse. Außerdem begleiten wir Sonias Bruder Marten zu seinem Lieblingsdealer.
Im sechzehnten Teil tritt mit Jan Hauptmann ein neuer Mitspieler auf, von dem wir erstmal nicht viel mehr erfahren, als dass er zum Thema Sauberkeit und Ordnung geteilter Meinung ist. Lenore erwacht aus einem langen, tiefen Schlaf, ohne sich besonders erholt zu fühlen. Trotzdem weiß sie nun, was sie zu tun hat.
Im siebzehnten Teil erwacht Sonia aus tiefem Schlaf und beginnt, sich mit dem Raum vertraut zu machen, in dem sie gefangen ist.
Der achtzehnte Teil führt Lenore zunächst in die Wohnung des Müsli essenden Drogendealers Pedro und dann per Taxi zu dem Haus, in dem sie Sonias Bruder Marten vermutet.
Sonia lernt im neunzehnten Teil ihren Entführer kennen und erfährt mehr über die Hintergründe dessen, was ihr widerfahren ist, während Lenore bei der Suche nach Marten die Hölle auf Erden erlebt.

Genau nachlesen könnt ihr das alles auf der Geschichten-Seite.

Marten war keiner von diesen Losern, die sich einfach die maximale Dosis reinschoben, die sie noch ertragen konnten und dann einen halben Tag bewusstlos herumlagen. Er war zwar ein Junkie, aber ein Genießer. Nicht, dass er darauf besonders stolz war. Er wusste schon, dass er ein Problem hatte. Aber er hatte es jedenfalls besser im Griff als Kalle.
Sie lag neben ihm auf dem Bett und murmelte irgendwas von Quallen. Sie hatte doppelt so viel genommen wie er. Obwohl er eigentlich sogar besser damit zurecht kam als sie. Er hatte noch nie so einen Angstflash gehabt wie sie beim letzten Mal, und das mit den Quallen klang auch schon wieder nicht besonders fröhlich.
Er selbst lag einfach nur da, sah an die Decke und genoss die sonderbaren Wendungen seiner Gedanken und die Bilder, die davon hervorgerufen wurden. Es war so entspannend und friedlich. Als wäre der ganze Ärger und der ganze Stress der Realität für eine Weile komplett abgeschaltet worden. Ein unbezahlbares Gefühl.
Als er hörte, wie jemand die Tür aufschloss und öffnete, war er sich nicht sicher, ob das Geräusch nur eingebildet war. Niemand außer ihm und Kalle hatte einen Schlüssel, und er hörte manchmal Geräusche, wenn er Acid genommen hatte. Dann hörte er Schritte, die näher kamen. Es hätte immer noch ein Traum sein können, aber er drehte sich zu Kalle um.
„Hast du das auch gehört?“
Ihre Augen waren geschlossen, und Speichel lief ihr in einem breiten Rinnsal aus dem rechten Mundwinkel ins rechte Ohr. Die Schritte kamen immer noch näher, bis sie schließlich vor der Schlafzimmertür anhielten.
„Kalle?“
Er berührte ihre Schulter und schüttelte sie vorsichtig. Kalle schrie schrill auf, sprang aus dem Bett und auf einen Stuhl am Fenster.
„Hey, hey, cool down!“
Er setzte sich im Bett auf und versuchte, aufzustehen, aber ihm war schwindelig. Sie kauerte sich wimmernd auf dem Stuhl zusammen. Und dann stieß jemand die Tür auf. Er sah hin, und seinen Blick so schnell zu schwenken, verstärkte sein Schwindelgefühl.
„Woau…“
In der offenen Tür stand eine junge blonde Frau mit zu Spikes geformten Haaren. Sie war reingekommen wie ein Polizist bei einer Durchsuchung, mit der Pistole in beiden Händen und schnell durch den Raum schweifendem Blick. Sie sah irgendwie nicht gut aus, als wäre sie krank und hätte Schmerzen. Blass war sie.
Als sie sich sicher war, dass außer ihm und Kalle niemand im Raum war, wandte sie sich ihnen voll zu und hielt die Waffe irgendwo zwischen sie gerichtet. Sie ließ ihren Blick kurz schweifen und zog ihre Nase kraus.
Kalle schien überhaupt nichts mitzukriegen. Sie hockte zusammengekrümmt auf ihrem Stuhl und zitterte.
„LSD?“ fragte die Blondine.
Er schüttelte langsam den Kopf. Er nahm an, dass sie Polizistin war. Er war sich zwar sicher, dass Leugnen sinnlos war, aber er musste den Ärger ja nicht herausfordern.
„Wir… haben… bloß…“ begann er.
Sie winkte ab, steckte ihre Waffe wieder unter ihre Jacke und unterbrach ihn.
„Klar.“
Sie atmete tief durch, packte seinen Oberarm und zog ihn auf die Beine. Sie war kräftiger als sie aussah.
„Ich habe keine Lust mehr“, sagte sie langsam und nachdenklich, als spräche sie mehr mit sich selbst als mit ihm.
Jetzt erkannte er sie. Seine Erinnerungen waren ein bisschen verschwommen, aber ihre grasgrünen Augen kannte er. Und die Frisur. Die dunklen Turnschuhe.
„Sie sind… Eva, oder? Sind Sie nicht die vom Bahnhof?“
Er war noch nicht klar genug, um die Konsequenzen zu erkennen. Zunächst wusste er nur, dass er diese Frau am Hauptbahnhof getroffen hatte.
„Wissen Sie, wie groß die Versuchung ist, diese Waffe abzuwischen, sie Ihnen in die Hand zu drücken und einfach von hier zu verschwinden?“ Sie seufzte, und ihr Körper spannte sich spürbar wieder an, als die Träumerei von ihr wich. „Kommen Sie mit“, sagte sie.
„Aber…“
Sie zerrte ihn ohne ein weiteres Wort einfach hinter sich her aus der Wohnung, auf den Flur, ins Treppenhaus, auf die Straße.

„Er war’s nicht.“
„Aber wer dann?“
Kira zuckte ihre Schultern und schob ihre Unterlippe vor.
„Ich weiß es nicht, aber es gibt mindestens noch eine Person, die wusste, wo Lenore zu finden sein würde.“
Clarence machte eine Na-los-Geste mit beiden Händen. „Sag‘ einfach, was du denkst, Miss Marple.“
„Der Auftraggeber“, sagte Kira mit einem breiten Lächeln.
Es war so naheliegend, und doch waren sie zuerst nicht drauf gekommen.
„Natürlich!“ rief Clarence. Er sprang auf. Dann stockte er und strich mit einer Hand über sein Kinn. „Glaubst du… Mkoba wusste das?“
Kira zuckte noch mal ihre Schultern.
„Sie hat die Sache vermittelt. Wir sehen einfach mal nach, ob er mehr bezahlt hat als üblich. Wenn du willst, dass ich rate, halte ich sie für schuldig. Ich konnte sie noch nie leiden. Aber sie ist nicht unser dringendstes Problem im Moment. Die Sache ist ein Desaster, und das liegt nicht nur daran, dass wir gelinkt wurden. Um Mkoba können wir uns später kümmern, aber zuerst müssen wir unseren eigenen Laden in Ordnung bringen.“
„Fängst du wieder damit an.“
„Lenore“, sagte sie. „Und Philippe auch.“
„Philippe? Wieso denn Philippe?“
Clarence schüttelte heftig den Kopf, während er in seinem Wohnbüro auf und ab lief, das trotz seiner geräumigen Gestaltung viel zu klein für den riesigen Mann schien. Er sprach nicht besonders laut, aber Kira konnte trotzdem unschwer erkennen, dass sie ihre nächsten Worte mit ein bisschen Vorsicht wählen sollte.
„Mir gefällt das auch nicht, Clarence, aber es muss sein. Wir haben uns nie davor gedrückt, das Notwendige zu tun, auch wenn es uns nicht gefiel, und wir dürfen jetzt nicht damit anfangen.“
Er schüttelte wieder den Kopf, blieb stehen, fuhr sich mit einer Hand durch sein Gesicht, schüttelte noch einmal den Kopf.
„Nein, Kira. Philippe ist unschuldig, er hat nichts getan, du hast gerade selbst gesagt, dass du dir sicher bist.“
Sie nickte. „Ich habe keinen Zweifel.“
„Und Lenore… hat dieses Unternehmen mit uns aufgebaut. Sie hat Dinge getan, die niemand für möglich gehalten hätte, und sie hat die Reputation einer Todesgöttin. Kira, Lenore war eine Zeitlang für dieses Unternehmen wichtiger als wir beide!“
Sie nickte. „Stimmt. War sie.“
Er stöhnte und ließ sich in den Sitzsack hinter sich fallen. Wer Clarence sah, erwartete intuitiv immer, dass die Erde unter den Schritten dieses Riesen erzittern musste, und wenn er so beiläufig eine Bewegung vollführte, bei der eigentlich der Fußboden unter ihm hätte einbrechen müssen, fühlte sogar Kira immer noch eine gewisse Erleichterung, wenn nichts kaputtging.
„Wir können sie nicht einfach liquidieren lassen, Kira. Nicht nur, weil ich es nicht will. Wie würde das denn für die anderen aussehen?“
„Entschlossen.“ Sie seufzte, um ihm zu zeigen, dass es ihr genauso schwerfiel wie ihm. „Ich mag Philippe auch. Und ich weiß, was wir Lenore zu verdanken haben. Ich weiß aber auch, dass wir Philippe zwei Tage lang eingesperrt und verhört haben, und dass wir ihm deshalb nicht mehr trauen können. Du weißt das genauso gut wie ich, Clarence: Jemand, den wir so behandelt haben, macht nicht einfach weiter mit seiner Arbeit. Und Lenore – Lenore ist einfach kaputt! Ich weiß, früher ist sie über’s Wasser gegangen, aber das war früher. Jetzt gehört sie in eine Zwangsjacke!“
„Du übertreibst.“ Sie konnte an seiner Stimme hören, dass er es besser wusste.
„Clarence, ich habe schon lange nicht mehr verstanden, wieso du einfach nicht sehen willst, was für eine Belastung sie ist. Mach doch bloß mal die Augen auf! Ein simpler Hit, ein völlig wehrloses Ziel, und sie lässt diese Sonia entwischen und richtet stattdessen ein Massaker unter völlig Unbeteiligten an! Sie bringt uns noch alle in den Bau, wenn das so weitergeht.“
„Vier Tote sind wohl kaum ein Massaker“, murrte Clarence, „Und wir wissen nicht, welche Gründe sie hatte…“
Jetzt hielt Kira es nicht mehr aus und sprang auf. „Sie braucht keine Gründe!“ rief sie. „Lenore hat die Kontrolle verloren, sie weiß nicht mehr, was sie tut, sie hat ein Riesenproblem, und ihr Problem ist unser Problem.“
„Wir wissen nicht, welche Gründe-“
Sie unterbrach ihn. „Wach auf, Clarence! Es ist nicht das erste Mal! Erinnerst du dich noch an diesen Job in Kambodscha? Jeder Anfänger mit einem Funken Verstand hätte Gift benutzt, oder ihn bei einer Rede erschossen, oder jedenfalls irgendwas, wobei man nicht einen ganzen Konvoi auslöschen muss! Oder der Bueler-Hit? Sie zieht Aufmerksamkeit auf uns, und das können wir gar nicht gebrauchen!“
Clarence hielt seine linke Hand vor seinen Mund, zur Faust geballt, und schüttelte den Kopf. Er ließ die Hand fallen und seufzte.
„Also gut, Kira. Über Lenore können wir reden, wenn wir genau wissen, was da eigentlich los ist. Natürlich müssen wir dann auch noch jemanden finden, der sich an sie rantraut. Aber nicht Philippe.“
„Er wird sowieso-“
„Nein, Kira. Du hast mich soweit, jetzt lass es gut sein. Philippe nicht.“
Sie verdrehte ihre Augen. Für jemanden in seiner Position konnte Clarence so furchtbar moralistisch sein.

Und hier sind die Lesegruppen-Fragen:

  1. Wisst ihr Genaueres über die Wirkung von LSD? Muss ja nicht aus eigener Erfahrung sein…
  2. Kommt ihr bei dem Gespräch zwischen Clarence und Kira gut mit, oder ist da zu viel auf einmal? Ich war mir beim Schreiben nicht sicher, aber mir kam es so vor, als wären weitere Erklärungen überflüssig.
  3. Hättet ihr an Clarences Stelle genauso entschieden? Warum oder warum nicht?
  4. Nicht nur für Andi: War das wieder spannend genug?

12 Responses to Nimmermehr (20)

  1. Andi sagt:

    Dann will ich mal beginnen…

    1. Ich hab tatsächlich keine eigenen Erfahrungen mit LSD. Ich schwöre. 🙂 Daher beschränkt sich mein Wissen über die Wirkung von LSD leider auch auf ein Normalmaß. Ich nehme an, du hast selber unter Wikipedia oder Google nachgeschaut, daher kann ich mir das sparen. Aber das, was ich über LSD bzw. die Wirkung weiß, haste meiner Meinung nach gut beschrieben und ich finde nicht, dass man da nochmal ansetzen muss.

    2. Schwer zu sagen, ob da noch was erklärt werden muss, weil ich nicht weiß, ob in späteren Kapiteln nochmal Erklärungen oder Erläuterungen kommen.
    Ich hab den Abschnitt zweimal gelesen – das liegt aber ausschließlich an mir. Das mach ich manchmal bei längeren Dialogen bspw. oder bei anderen Abschnitten, von denen ich schätze, dass sie wichtig sind. Ich bin aber auch schon beim ersten Mal ganz gut mitgekommen.
    Vielleicht ein kleiner Hinweis – ich bin mir grad nicht sicher, ob dieser Mkoba vorher schonmal Erwähnung fand. Ich finde diesen kleinen Abschnitt etwas verwirrend:

    „Natürlich!“ rief Clarence. Er sprang auf. Dann stockte er und strich mit einer Hand über sein Kinn. „Glaubst du… Mkoba wusste das?“
    Kira zuckte noch mal ihre Schultern.
    „Sie hat die Sache vermittelt. Wir sehen einfach mal nach, ob er mehr bezahlt hat als üblich. (…)“

    Statt „ob er mehr bezahlt hat…“ würd ich schreiben „ob Mkoba mehr bezahlt hat…“. Aber das ist nur mein persönliches Empfinden.

    3. Hmm… eine klare Entscheidung von Clarence kann ich noch nicht erkennen. Ist die Entscheidung jetzt, Lenore aus dem Weg zu räumen, ohne nach den von Clarence angesprochenen Gründen zu fragen oder mal hart und energisch nachzuforschen bei Lenore höchstselbst, warum sie solche Probleme hat. Denn Kiras Vermutungen diesbezüglich scheinen zwar einleuchtend, sind aber auch bloß erstmal Vermutungen, oder?
    Zumindest kann ich Clarences Haltung nachvollziehen.

    4. Gute Nachricht von Andi: die Spannung zieht wieder an. 🙂
    Um nochmal kurz was klarzustellen: ich hab auch die letzten Abschnitte gerne gelesen, weil die sehr kurzweilig waren. Aber mit diesen beiden Abschnitten wird deutlich, dass die Handlung jetzt auch wieder im Fluss ist und es wird mehr als angedeutet, dass da jetzt auf jeden Fall etwas passiert. Ja, doch, das find ich spannend – weil ich jetzt nämlich wissen will, wie´s weitergeht. 🙂

  2. fragmentjunkie sagt:

    1.Habe keine Infos darüber.
    2.Komme gut mit.
    3.Hmm, eher nicht. Denn Kiras Argumente sind schlüssig und Clarence scheint ein tougher Typ zu sein, also was sollte ihm an Philippe liegen?
    4.Doch, doch fand ich spannend!

  3. pampashase sagt:

    1. keine Erfahrungen mit LSD, aber dazu kommt mir in den Sinn…ein sehr „farbiger Trip“, auf LSD machen die Menschen seltsame Sachen, manche denken sie können fliegen, es kann noch lange Zeit später zu einem Back-Flash kommen

    2. ich finde das Gespräch sehr flüssig und verständlich, Mkoba sagt mir nichts…„Sie hat die Sache vermittelt. Wir sehen einfach mal nach, ob er mehr bezahlt hat als üblich. (…)“ ich denke aber, da kommen noch Erläuterungen, wer sie ist…bzw. wer dann „er“ ist

    3. Sollte Leonore keine sehr gute Erklärung für die schlechte Ausführung ihres „Auftrags“ haben, kann / muss man sie töten. Aus moralischer Sicht kann man sie töten, da sie selber mordet und man muss sie töten, da von ihr eine Gefahr ausgeht…Phillipe soll nicht getötet werden, denn er ist kein Mörder, er wird genug Angst um sich und seine Familie haben, dass vom ihm keine Gefahr ausgeht…so sehe ich die Beweggründe von Clarence. Für mich ist das nachvollziehbar

    4. …die Spannung steigt! 🙂

  4. Muriel sagt:

    @pampashase: Danke schön für die Rückmeldung. Zu 3.: Einerseits ist deine pragmatische Sichtweise zwar sehr sympathisch, andererseits aber auch ein bisschen besorgniserregend.

  5. pampashase sagt:

    ähmmm…das hatte ich beim Schreiben auch schon überlegt…ich schiebe es darauf, dass ich schon hunderte solcher Geschichten gelesen habe…und…es ist ja nur eine Geschichte.

    Ja, ich bin pragmatisch, realistisch und dazu noch empathisch…die Mischung macht´s…keine Sorge sonst geht´s mir gut :mrgreen:

  6. Muriel sagt:

    @pampashase: Das hast du schön gesagt. Immerhin warst du im Gegensatz zum Fragmentjunkie nicht dafür, einfach beide umzubringen.

  7. Andi sagt:

    Um mal meine kleine nichtsnutzige Meinung mitzuteilen:
    Lenore darf nicht sterben. Die reißt grad die Weltherrschaft an sich. Und außerdem fehlt dann eine Figur, bei der ich mitfiebern kann. Rettet Lenore! *demonstrier* *Plakate entroll*

  8. Muriel sagt:

    @Andi: Danke! Wenigstens einer.

  9. Andi sagt:

    Bitte gerne.
    Man muss ja die Hauptfigur eines Romans nicht mögen – man muss mit ihr mitfiebern können, sie muss facettenreich und interessant beschrieben sein. Insofern: ich würde Lenore nicht heiraten wollen, aber sie muss weiterleben. 🙂

  10. Muriel sagt:

    @Andi: Ob man Lenore nun mag oder nicht, ist sicher Geschmackssache. Ich mag sie zum Beispiel, aber manche Leute haben Vorurteile gegen mordende Geisteskranke.
    Vom Heiraten würde ich aber auf jeden Fall sehr nachdrücklich abraten.

  11. Andi sagt:

    Du musst sie auch mögen, du lebst ja praktisch mit ihr, du hast sie erfunden und sie ist deine Hauptfigur. 🙂
    Ich mag sie auch. Aber nicht, weil sie sympathisch ist, sondern weil sie eine interessante Figur ist. Ich kann aber auch Leute verstehen, die Vorurteile gegen mordende Geisteskranke haben. 🙂

  12. madove sagt:

    1. Nein leider auch nicht, also auch nicht mehr als Wikipedia und FilmFunkundFersehen.

    2. Ja. Ich finde es ein gutes Mittelmaß. Gerade noch verständlich, und ohne diesen albernen Effekt, daß man denkt, sie würden gar nicht wirklich miteinander reden, sondern mehr für uns.

    3. Ich wahrscheinlich nicht, oder wenn, dann nur, weil ich vor Kira kusche. Aber ICH würde auf dem Weg an die Spitze einer solchen Organisation vor sovielen Sachen kuschen und soviele empathische aber unpraktische Entscheidungen treffen, daß ich nie an Clarence’s Position angekommen wäre…, insofern stellt sich die Frage nicht. Sein Verhalten finde ich kohärent.

    4. Ja.
    Ich bin wirklich froh, das im Nachhinein zu lesen, sodaß ich an solchen Stellen nicht so lange warten muß.

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