Restebloggen zum Wochenende (11)

  1. Muss ich mir eigentlich von jemandem sagen lassen, ich müsste noch lernen, geschickt mit anderen Menschen umzugehen, der mich nach meinem Urlaub mit den Worten begrüßt: „Haben Sie zugelegt?“ (Für’s Protokoll: Ich habe während des Urlaubs sogar ein bisschen abgenommen.)
  2. Lukas stellt fest: Die Führerlose Zeit ist vorbei!
  3. Und dazu passend: Schon eine Weile her, aber Stefan Niggemeiers Ausführungen zu dem reflexhaften Haltet-den-Nazi-Geschrei bringen es immer noch am besten auf den Punkt.
  4. Seine aktuelle Medienkritik zum Fall Levi Johnston ist aber auch äußerst lesenswert. (Macht euch keine Sorgen, falls ihr nicht auf Anhieb wisst, wer Levi Johnston ist. Das ist ganz in Ordnung so.)
  5. Ein Gedicht gibt’s diese Woche auch wieder, diesmal „The Lay of Araman“ von Lynn Fleweling aus dem ansonsten nicht so erwähnenswerten Buch „Luck in the Shadows“. Ihr findet es hier in diesem Forum, sogar mit deutscher Übersetzung. Ich würde allerdings das Original wie immer bevorzugen. Über die vielen Tippfehler muss man einfach hinwegsehen.
  6. Alfred Nobel hat’s gewusst.
  7. Warum machen Schriftsteller so was? Der Erzschurke prahlt, er wäre schon geköpft, zerteilt, gekocht und gehäutet worden, und wenige Seiten später stellt sich heraus, dass das Geheimnis seiner Unsterblichkeit in zwei Schmuckstücken liegt, die in seiner Haut stecken. Hätte der Schriftsteller einfach auf diesen blöden Spruch vorher verzichtet, wäre aus „The Final Empire“ deshalb noch kein gutes Buch geworden, aber zumindest hätte man sich als Leser nicht noch einmal ganz zum Schluss an den Kopf fassen müssen. Ähnlicher Fehler auch in Dean Koontz‘ „Twilight Eyes“, das insgesamt noch viel schauderhafterer Mist ist als „The Final Empire“, aber darum geht es hier nicht. Die ganze Geschichte basiert darauf, dass der Held zwar die Goblins sehen kann, die am Untergang der Menschheit werkeln, aber keine Möglichkeit hat, ihre Existenz zu beweisen. In einer für die Handlung völlig überflüssigen Szene lässt der Autor ihn aber vier fiese kleine Goblinbabys entdecken, die permanent ihre Gestalt wandeln und damit ein echt überzeugender Beleg dafür wären, dass es die Monster wirklich gibt. Natürlich vernichten die Helden die kleinen Ungeheuer rückstandsfrei, um dann mit ihrem total komplizierten Plan zur heimlichen Vernichtung der Goblins fortzufahren, als hätten sie nicht gerade die einzige Chance weggeworfen, die Menschheit zu warnen.
    Ich kenne das Phänomen, das die Handlung manchmal nicht so ineinandergreift, wie man will. Ich weiß, dass man manchmal Lücken in der Logik übersieht. Aber ich begreife nicht, wieso jemand ohne Not etwas in sein Buch schreibt, das dem Leser ins Gesicht spuckt und ihm hämisch zuruft: „Ge-natzt, du Spast! Warum liest du auch solchen Mist?“
  8. Dieses Bild gefällt mir irgendwie, obwohl ich nicht sicher bin, ob ich es so ganz verstehe.
  9. Und zum Schluss noch was zum Gruseln.

7 Responses to Restebloggen zum Wochenende (11)

  1. Andi sagt:

    Dafür glaub ich, dass ich den Comic nicht verstehe – aber das kann an mir liegen… 🙂

    Zur 1: Nein, das musst du nicht. Wobei ich aber auch vermuten würde, dass du sehr „geschickt“ mit Menschen umgehen kannst. Und die Frage, ob man zugelegt hat, ist eine Unverschämtheit, jawollja, egal, ob man das Frauen oder Männer fragt. Da bin ich jetzt gerade mal erzkonservativ.

    Und zu Niggemeier: ich bin relativ froh, dass er aus dem Urlaub wieder da ist. 🙂

  2. Andi sagt:

    Nachtrag…
    Und ich bin froh, dass du keine Urlaubsvertretung hattest und dir die Mühe gemacht hast, hier ja fast im selben Rhythmus weiterzubloggen wie vor dem Urlaub. Danke dafür!

  3. Muriel sagt:

    @Andi: Da bist du in guter Gesellschaft, Keoni kann dem Comic auch nichts abgewinnen. Humor erläutern ist wie einen Frosch sezieren, habe ich mal gehört. Kann man machen, aber Frosch stirbt dabei für gewöhnlich.
    Es gibt so Leute, denen ich so eine Frage problemlos durchgehen lasse. Und dann gibt es (sicherlich nicht nur für mich) so Leute, die man einfach nicht leiden kann, ohne besonderen Grund.
    Zu Niggemeier: So schlecht fand ich die Urlaubsvertretung nicht, aber ich bin schon auch froh, dass er wieder da ist. Und du weißt ja nicht, wer mich hier vertreten hätte…

  4. Chlorine sagt:

    Das Bild zu verstehen, ist nicht schwieriger, als den Comicstrip komisch zu finden. 🙂
    Dein Kollege meinte sicher (nur missverständlicherweise in verkürzter Form), ob du an Attraktivität zugelegt hättest. Du hast ihn nur nicht ausreden lassen. 😉

  5. Andi sagt:

    Da bin ich ja beruhigt, dass zumindest Keoni den Comic auch nicht versteht… Macht sie auch sehr sympathisch. 🙂 Dennoch würd ich ihn gerne verstehen. Lass den Frosch ruhig sterben. 🙂

    Und jede Urlaubsvertretung hier wäre schlechter gewesen als du. 🙂

  6. Muriel sagt:

    @Andi: Ach Gott, du meinst es aber zurzeit auch gut mit mir…
    Dann sollst du auch deine Erklärung bekommen, obwohl ich ernsthaft fürchte, dass es dir eigentlich gar nicht am Verständnis fehlt, sondern du den Comic einfach nur nicht lustig findest.
    Gruselig ist, dass ein Kind, das (kurz) nach dem 11. September geboren wurde, heute schon acht Jahre alt ist. Für mich jedenfalls ist es schwer zu akzeptieren, dass dieser Tag schon so lange her ist. Ich habe zum Beispiel gar nicht das Gefühl, seitdem viel älter geworden zu sein.

  7. Andi sagt:

    Na, du bist ja auch gut. Muss man ja auch mal sagen dürfen. 🙂

    Danke für die Erklärung. Mir fehlte es nicht wirklich an Verständnis, ich hab nur nicht so weit gedacht… Und das find ich viel gruseliger, ehrlich gesagt…

    Aber immerhin weiß ich noch, was ich an dem Tag gemacht habe und wie ich davon erfahren habe… Und das find ich auch nicht gruselig.

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