Kopierschutz

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Warum zur Hölle tut Windows sich eigentlich so schwer damit, Dateien zu kopieren? Gibt es das Problem bei Apple auch? Und was denken die sich eigentlich dabei?

Immer, wenn man mal größere Datenmengen zu sichern hat, passiert es unweigerlich früher oder später: Windows gibt so eine Meldung aus wie „Die Datei Festgemauert_in_der_Erden_steht_die_Form_aus_Lehm_gebrannt_Heute_muss_die_Glocke_werden… kann nicht kopiert werden, weil der Dateiname zu lang ist“, oder sowas Ähnliches. Meistens passiert es später, ungefähr fünf Minuten, nachdem man weggegangen ist, nämlich, sodass man es erst nach ein paar Stunden merkt, wenn man zurückkehrt, und der Kopiervorgang schon lange fertig sein sollte. In Ordnung, könnte man denken, kein Akt, dann kürzt man den eben, oder lässt die Datei aus, die braucht ja eh kein Mensch, was war das überhaupt noch mal für ein Quatsch? 

Falsch gedacht!

Die einzige Möglichkeit, die man hat, ist der Klick auf „OK“, und der führt dazu, dass der gesamte Kopiervorgang abgebrochen wird. Nun hat man noch die Wahl, ob man gerne manuell nachsehen will, welche Dateien schon übertragen wurde, um dann nur noch die fehlenden neu zu kopieren – tunlichst unter Auslassung der zu langen -, oder ob man den Vorgang einfach komplett neu startet, wobei man trotzdem natürlich die Störer aussortieren muss.

Das führt nicht nur dazu, dass so ein Kopiertvorgang mindestens doppelt so lange dauert, wie er eigentlich sollte, sondern garantiert außerdem, dass einem irgendwelche Daten doch durch die Lappen gehen, und dann ist das Geschrei nachher wieder groß.

Ich habe mir vom Computerfachmann meiner Wahl sagen lassen, dass es da eine kostenpflichtige Software gebe, die dieses Problem beheben soll, indem sie einem beim Kopieren die Möglichkeit biete, einzelne Dateien zu überspringen. Ich weiß auch, dass es Backup-Softwar wie Acronis True Image gibt, aber manchmal will man eben nicht erst was Neues installieren, und wie schwer kann das eigentlich sein, so eine Funktion in ein Betriebssystem einzubauen? Oder sogar eine, die solche Probleme automatisch behebt? Soll die blöde Datei doch in Festgemauert~.doc umbenannt werden, solange sie hinterher noch da ist. Ich denke, das unbegrenzte fehlerfreie Kopieren sei die große Errungenschaft des Computerzeitalters! Was ist denn nun damit?

Boah. Alles muss man selbst machen.

9 Responses to Kopierschutz

  1. Peter sagt:

    Das liegt daran, dass es der Dateiname sich zusammensetzt aus dem Dateinamen der Datei und den einzelnen Pfadnahmen. Das Problem tritt tendentiell immer dann auf, wenn man Dateien noch tiefer ins Dateisystem hinein kopiert als vorher.

    Das Fortsetzungsproblem (als Teilproblem deines Problems) kann man immerhin lösen, indem man auf die Kommandozeile zurückgreift. Ein beherztes
    xcopy „C:\Programme\Wichtige Daten“ „D:\Was ich immer schonmal aufräumen wollte“ /K /R /E /I /S /C /H
    sollte den gewünschten Effekt haben. Es kostet nichts und als deutscher Muttersprachler kann man sich die lange Liste der Parameter auch intuitiv merken. 😉
    Ein Blick in die Hilfe von XCOPY, zu erreichen mit
    xcopy /?
    liefert vielleicht auch gleich noch die Option zum Kürzen, aber das ist reine Spekulation.

  2. ruediger sagt:

    *öhm* Mehr aus Neugier habe ich ein 4GB *.dmg mit einem Dateinamen von etwas mehr als hundert Zeichen auf meinem Mac lustig in unterschiedliche Verzeichnisse hin und her kopieren können, es gab kein Gemaule. Aber ob das als Beweis reicht?

  3. Muriel sagt:

    @Peter: So ein Informatiker unter den Lesern ist doch unbezahlbar. Ich teste das gleich mal. Wobei ich eigentlich nichts tiefer ins Dateisystem kopiere, sondern auf eine externe Festplatte. Edit, wenige Minuten später: So, getestet. „Unzulässige Anzahl Parameter“
    @ruediger: Ich glaube zwar grundsätzlich gern, dass Apple das besser hinbekommt, aber innerhalb meiner einen Festplatte kann ich auch ziemlich beliebig rumkopieren. Schwierig wurde es bisher immer erst, wenns nach draußen ging und ein paar Tausend Dateien waren.

  4. ruediger sagt:

    @muriel
    Es interessiert mich dann jetzt aber doch.

    Szenario: 1.500 Dateien (<6MB), mit vereinzelten Dateinamen von ca.100 Zeichen von lokal auf eine externe via USB angebundene Platte ziehen. Ist das Szenario so korrekt?

  5. juliaL49 sagt:

    Die Lösung für das Problem mit dem Überspringen einer/aller Dateien oder Umbenennen einer/aller Dateien liefert TeraCopy kostenlos. Unschätzbar! (vor allem da mit grafischer Benutzeroberfläche und somit (hoffentlich) ohne fehlende Parameter)
    Wenn es evlt. mal nicht klappen sollte, dann beanspurcht vielleicht ein Programm noch Herrschaft über die Datei. Hier kann der Unlocker Abhilfe schaffen.
    Beide Tipps von Caschy (stadt-bremerhaven.de)

  6. Muriel sagt:

    @ruediger: Ich fürchte, dieses Problem simulieren zu wollen, ist nicht besonders erfogversprechend. Im konkreten Fall geht es gerade um sieben oder acht Word-Dateien von 17.000 insgesamt mit ca. 35GB. Ich könnte dir diese fraglichen Dateien mailen, damit du es dann mit denen versuchen kannst, aber das hängt bei mir dann auch z.B. wieder von der Formatierung der beteiligten Datenträger ab.
    Wenn du wirklich testen willst, denke ich, solltest du den gesamten Inhalt deiner Festplatte auf eine externe zu kopieren versuchen, ohne irgendwelche Tricks, einfach kopieren und einfügen. Wenn das problemlos klappt, hast du entweder großes Glück gehabt, oder Apple ist in dieser Beziehung praktischer als Windows.

  7. Muriel sagt:

    @JuliaL49: Das klingt gut. Dankeschön! Wird auch ausprobiert.

  8. Mirage sagt:

    TeraCopy löst dieses unglaublich lästige Problem ziemlich gut.
    Allerdings war mein Eindruck, dass das Programm die Kopiergeschwindigkeit deutlich herabsetzt. Besonders wenn man viel zu sichern hat, wartet man deutlich länger.

  9. dot tilde dot sagt:

    ich würde vielleicht unison versuchen. es gibt aber bestimmt auch andere programme, die zwei verzeichnisse synchronisieren – sogar für wintendo.

    .~.

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