Restebloggen zum Wochenende (12)

  1. Ute hat ein schönes Beispiel für Zivilisation und den Umgang miteinander auf dem Spielplatz entdeckt.
  2. Ich verstehe ja, dass die Angehörigen der Opfer des Amoklaufs von Winnenden aufgebracht sind, und deshalb wäre es auch nicht anständig, allzu polemisch zu werden, aber wie doof ist denn bitte schön diese Aktion und dieser Shop?
  3. Diese Woche sind drei neue Magazine für Männer an den Start gegangen, eins davon die „Gala Men“, über die Thomas Knüwer eine ziemlich verheerende Rezension verfasst hat. Das Brad-Pitt-Portrait lobt er allerdings. Stefan Niggemeier hatte einen anderen Eindruck. Ob man nun Knüwers schlechtem Urteil über Business Punk und dem guten über Beef auch nicht trauen darf, müsst ihr selbst entscheiden.
  4. Die Existenz der Kirchen wird auch gerne mal mit ihrem sozialen Engagement gerechtfertigt. Sapere aude hat sich mal mit der Frage auseinandergesetzt, wie es damit eigentlich wirklich aussieht und stellt fest: „Der Anteil von Kirchengeldern in der Finanzierung aller Tätigkeiten von Caritas und Diakonie beträgt insgesamt etwa 2 Prozent.“ [via 49 suns]
  5. Sind Anime-Freunde unter uns? Die kennen die fantastische Serie Hellsing [sic] dann sicherlich schon. Aber die, die es werden wollen, sollten sie unbedingt mal kennenlernen. Ich empfehle den sofortigen Kauf der gesamten Serie, aber wer mir da in Anbetracht meines evident zweifelhaften Geschmacks nicht trauen mag, kann zum Beispiel bei Youtube mal gratis einen Blick riskieren. Von dem etwas pornohaften Einstieg solltet ihr euch nicht verschrecken lassen. Das hört nach gut zwei Minuten auf, und für Anime-Verhältnisse ist Hellsing gottlob ausgesprochen anständig.

    (Die anderen Teile gibt’s dort auch noch.)
  6. Dank Not quite like Beethoven habe ich ein cleveres kleines Gedicht von Philip Larkin entdeckt:

This be the verse

They fuck you up, your mom and dad
They may not mean to, but they do.
They fill you with the faults they had
And add some extra, just for you.

But they were fucked up in their turn
By fools in old-stylen hats and coats,
Who half the time were soppy-stern
And half at one another’s throats.

Man hands on misery to man
It deepens like a coastal shelf.
Get out as early as you can
And don’t have any kids yourself.

5 Responses to Restebloggen zum Wochenende (12)

  1. juliaL49 sagt:

    „It deepens like a coastal shelf.“ – alleine dafür ist das Gedicht super 🙂

  2. ruediger sagt:

    Diese Aktion in Stuttgart finde ich für mich schon etwas verstörend. Ohne Zweifel, sein Kind aufgrund eines Amoklaufes zu verlieren ist eine traumatische Erfahrung, die man selbst im Ansatz nicht einschätzen kann. Computerspiele bringen keine Menschen um, Waffen können dies.

    Vermutlich kann man einen Verlust so nicht dauerhaft aufarbeiten, sondern schlittert vermutlich noch tiefer.

    Ohne den Menschen zu nahe treten zu wollen, drückt die ganze Aktion einen gewissen Aktionismus aus. Die Menschen hinter der Aktion reiben sich auf. Aber was will man sonst tun, wenn man anderen Eltern sein eigenes Schicksal ersparen möchte?

  3. Andi sagt:

    Hmm… ob es den Winnenden-Eltern darum geht, anderen Eltern das eigene Schicksal zu ersparen?
    Natürlich ist es Aktionismus – und ich denke, wir sind uns hier auch einig, dass keine „Killerspiele“ allein daran schuld sind, dass dieser unfassbare Amoklauf passiert ist.
    Aber da handeln eben auch Menschen, die in tiefer Trauer sind. Und da tut man schonmal Dinge, die rational nicht erklärbar und vielleicht sogar dumm sind. Und vielleicht ist es auch eine Art Hilferuf? „Wir leben noch und trauern um unsere Kinder und Enkelkinder. Aber ihr habt uns vergessen.“ So ungefähr?
    Ich war – Gott sei Dank – noch nie Betroffener eines Amoklaufs. Aber da ich auch schon um geliebte Menschen getrauert habe, kann ich den Schmerz dieser Eltern gut nachfühlen und bringe Verständnis für diese Aktionen auf.
    Das bedeutet aber nicht, dass ich in dem Shop was kaufen würde oder dass ich „Killerspiele“ nur doof finde.

  4. Markus sagt:

    DWDL kam bei der Lektüre der neuen Männer-Titel zu ganz anderen Ergebnissen. Hier gewinnt der Business Punk als Krone der Neu-Schöpfung

    http://www.dwdl.de/story/23042/wie_gut_sind_beef_gala_men_und_business_punk/page_0.html

    Fazit der ganzen Tests: Man muss wohl selbst lesen, welches Magazin einem taugt.

  5. Muriel sagt:

    @Markus: Geschmäcker sind eben verschieden, man sieht’s immer wieder.

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