Aktion und Reaktion

Die Kommentare in Blogs sind ja so eine Sache.

Als ich mit diesem Blog hier anfing, dachte ich ernsthaft darüber nach, die Kommentarfunktion komplett auszuschalten, weil ich bei Stefan Niggemeier gesehen hatte, wie anstrengend sowas sein kann. Andererseits fand ich dann aber wieder, dass ein Blog ohne Kommentare drunter ziemlich witzlos ist. Welchen Sinn ergibt es denn, meine Gedanken zu veröffentlichen, wenn es keine Möglichkeit gibt, dass ich eine Rückmeldung dazu erhalte? Dann kann ich auch gleich nur ein Tagebuch in Word schreiben. Außerdem war mir natürlich klar, dass es eine Weile dauern würde, bis ich ein ähnliches Kommentaraufkommen zu befürchten haben würde wie der von uns allen verehrte Medienblogger da oben.

Ich ließ die Kommentarfunktion also, wie sie war, nahm nach ein paar Wochen sogar die Moderationssperre raus, damit jeder Kommentar sofort angezeigt wurde, und ich habe es seitdem kein einziges Mal bereut. In diesem Zusammenhang bedanke ich mich auch noch mal bei allen Kommentatoren. Durch euch wird mein Hobby erst interessant.

Manche Kommentare ergänzen einen gelungenen Beitrag noch um eine wichtige Einzelheit.
Manche enthalten konstruktive und informative Kritik. Auch wenn sie manchmal wehtun, sind diese eigentlich am wichtigsten. Sie zeigen, wo man falsch gedacht oder unsauber formuliert hat, sie helfen einem vielleicht, Fragen zu beantworten, für die einem selbst keine Antwort eingefallen ist. Zumindest sind sie immer dafür gut, einen zum Nachdenken anzuregen, und mehr kann man sich doch schon fast gar nicht mehr wünschen.
Wieder andere tragen zwar inhaltlich nicht viel bei, sind aber lustig und gut für die Stimmung.
Solche Kommentare erinnern mich dann daran, dass die Interaktivität von Blogs eben doch eine ganz fantastische Sache ist, auch wenn manche Äußerungen unweigerlich aus totalem Unsinn oder dämlichen Gehässigkeiten bestehen. Und sogar die finde ich manchmal durchaus noch unterhaltsam.

Seit ich selbst ein Blog habe, kommentiere ich auch ziemlich regelmäßig selbst die Blogs, die ich gerne lese. Manchmal mache ich damit sehr angenehme Erfahrungen, manchmal aber auch eher unangenehme. In meinem eigenen Blog freue ich mich über so ziemlich jeden Kommentar, und sogar Spam hat manchmal einen gewissen Unterhaltungswert.  Dass Johnny vom Spreeblick oder eben Stefan Niggemeier sich nicht mehr so kindlich über jede Rückmeldung zu ihren Beiträgen freuen können wie ich, kann ich mir aber auch ganz gut vorstellen.

Ich selbst versuche deshalb, mich beim Kommentieren ein bisschen zurückzunehmen und kommentiere nur, wenn es mir wirklich so vorkommt, als hätte ich was zu sagen. Auch, wenn ich dann manchmal trotzdem noch feststelle, dass ich besser geschwiegen hätte.

Worauf ich mit all dem eigentlich hinauswill: Ich wüsste schrecklich gerne, was ihr zu dem Thema so denkt. Wo kommentiert ihr, wo nicht? Über welche Kommentare freut ihr euch in euren eigenen Blogs, und welche findet ihr doof? Und habt ihr in letzter Zeit vielleicht irgendwo einen Kommentar gesehen, der besonders eindrucksvoll beweist, dass es sich doch manchmal lohnt, das ganze Elend zu durchforsten, das unter vielen Blogbeiträgen vor sich hin gärt?

27 Responses to Aktion und Reaktion

  1. quadratmeter sagt:

    Mein Blog ist ja noch ganz frisch. Insofern kann ich mich noch sehr gut erinnern, wie aufregend es war, als die ersten Kommentare eintrudelten. Was hab‘ ich mich immer gefreut – und tue es noch. In meiner kleinen Welt gehe ich davon aus, dass zumindest ein gewisses Grundinteresse am jeweiligen Eintrag vorhanden sein muss, sonst käme ja kein Kommentar. Ich glaube auch, dass gerade zu Beginn aktives Kommentieren ganz wichtig ist, um erst mal in Bloggershausen eine Runde zu drehen und sich etwas kennenzulernen.

    Ich kann mir aber gut vorstellen, dass ein „seriöser Berufe-Blog“ mit vielen Kommentaren in Stress ausarten kann.

    Ich lese eigentlich generell zu interessanten Beiträgen auch immer die Kommentare, weil da manchmal Zusatzinformationen oder Diskussionen zu finden sind, die sich sehr lohnen. Ganz davon abgesehen, dass ein sich interessant lesender Kommentator von mir gerne angeklickt wird, um ihn zu besuchen.

    Mein Kommentarverhalten lässt sich nicht so ganz nachvollziehbar verstehen. Es gibt mehrere Optionen, die ggf. auch gemeinsam auftreten können:

    a) Das ist interessant, dazu habe ich was zu sagen.
    b) Den/die mag ich und will ein Lebenszeichen im Blog hinterlassen.
    c) Ich bin so todmüde, dass es nur noch zum Lesen reicht.
    d) Ich finde den Beitrag total bescheuert und flüchte schon nach dem Anlesen.
    e) Ich ärgere mich über den Beitrag. Dann kommt es auf die Tagesform an.
    f) Im Beitrag steht totaler Humbug. Wenn ich das zu wissen glaube, sage ich das auch.
    g) Ich mißbrauche die Kommentarfunktion als Chat. Dabei habe ich viel Spaß, versuche aber, mich irgendwann zu beherrschen, um Dritte nicht allzu sehr zu nerven (virtuelles gemeinsames Fernsehen ausgenommen!)
    i) Der Beitrag ist so persönlich/schwierig, dass ich lieber erst mal nichts schreibe. Entweder komme ich später noch mal wieder oder aber ich maile lieber (was ich in Einzelfällen ohnehin bevorzuge).

    Wenn mein Kommentar jetzt länger geworden ist als der Beitrag an sich, bitte nicht hauen! 🙂

  2. johnrest sagt:

    Die Größe der Freude an Kommentaren sinkt proportional mit der Erkennbarkeit des Blogbetreibers. Will sagen: Wer sich wie ich mehr oder minder anonym hinter dem PC verschanzt, kann Kommentaren gelassen entgegen sehen. Wer sich mit Namen zur öffentlichen Schau stellt, übernimmt natürlich noch mal eine ganz andere Verantwortung dessen, was Fremde schreiben.

    Aber Herr Niggemeier ist hier ein denkbar schlechtes Beispiel. Dieser neigt mitunter dazu, sehr kritisches, sehr offenes, sehr direktes zu löschen – nimmt sich aber die Freiheit selbst so zu handeln um seinem Blog Präsenz zu geben. Mehr und mehr habe ich bei Herrn Niggemeier den Eindruck als ginge es ihm weniger um die Sache sondern mehr um sich und seine Darstellung.

    Erfolgt versaut manchmal den Ursprung des Erfolgs…

  3. rundumkiel sagt:

    Ich bin ja noch neu in der Blogger-Szene, sozusagen ein Anfänger, aber ich habe mir vorgenommen, nur dann Kommentare zu schreiben, wenn mir wirklich etwas zu dem Beitrag eingefallen ist. So wie jetzt. Er muss mich halt irgendwie angesprochen haben und mich motivieren, mich entweder inhaltlich oder humorvoll damit auseinanderzusetzen. Über Kommentare auf meinem eigenen Blogg freue ich mich in jedem Fall… Wer kommentiert, hat im Normalfall ja gelesen, was ich geschrieben habe. Allein das finde ich schon klasse…

  4. […] Muriel macht sich Gedanken und fragt: ….. Wo kommentiert ihr, wo nicht? Über welche Kommentare freut ihr euch in euren eigenen Blogs, und welche findet ihr doof? Und habt ihr in letzter Zeit vielleicht irgendwo einen Kommentar gesehen, der besonders eindrucksvoll beweist, dass es sich doch manchmal lohnt, das ganze Elend zu durchforsten, das unter vielen Blogbeiträgen vor sich hin gärt? (ganzen Beitrag bei Muriel lesen) […]

  5. Sebastian sagt:

    Vor einigen Monaten schien mir dein Kommentaraufkommen jedenfalls so massiv überhand zu nehmen, dass ich mich gefragt habe, ob da eine größere lancierte Aktion dahinter stand. Davor hatte ich noch nie etwas von Dir gelesen und auf einmal war in so ziemlich jedem Blog, dass ich verfolge, der erste Kommentar von Dir (das sagt aber halt eher etwas darüber aus, wie groß die Überschneidung unserer Leseinteressen ist). Ich hatte sogar irgendwas getwittert, das zum Inhalt hatte: „Die Blogosphäre fragt sich: Wer ist Muriel?“ oder so. Das mal als reine Beobachtung 🙂

    Früher habe ich die Kommentare beim Niggemeier sehr gerne verfolgt, aber seit sich dort die zwei Seiten (witzigerweise gibt es dort immer nur zwei Seiten) gefestigt haben, ist es dort sehr rekursiv, so dass ich selbst dort kaum noch kommentiere. Ansonsten bin ich ein großer Fan des Kommentars und finde sie oft lohnenswerter als den eigentich Beitrag. Ich trage schon lange den Plan eines Commentwatchblogs mit mir rum, um Perlen an die Oberfläche zu hieven. Allzeitliebling: http://socialissuesandstuff.com/2009/07/02/in-dubio-pro-rofl/

  6. Muriel sagt:

    @quadratmeter: Hier wird niemand geschlagen, keine Sorge, und du hast es ja nicht mal verdient. Ich finde deinen Kommentar interessant, da darf er auch gerne mal länger sein.
    @johnrest: Ich weiß nicht. Meinst du wirklich, dass der Zusammenhang so einfach ist? Ich habe nicht den Eindruck, dass die anonymen Blogger prinzipiell anders mit Kommentaren umgingen als die anderen.
    @rundumkiel: Ja, so ähnlich sehe ich das auch.
    @Sebastian: Tja… Danke für deine Ehrlichkeit. Meine Eltern haben mir schon zu Kindergartenzeiten immer gesagt, dass ich zu viel rede. Außerdem übertreibe ich am Anfang immer ein bisschen, wenn ich ein neues Spielzeug habe. Ich denke, ich beruhige mich mit der Zeit auch wieder.
    Die Idee mit dem Commentwatchblog unterstütze ich. Aber findest du wirklich, dass es mal Zeiten gab, zu denen einen bei Niggemeier nicht der Menschheit ganzer Jammer anfasste, wenn man die Kommentare las? Hast du ein Beispiel?

  7. pampashase sagt:

    Für mich gehören Kommentare definitiv zum bloggen dazu. Ich lese bei einem interessanten Beitrag immer die Kommentare. Teilweise SIND die Kommentare das interessante an einem Beitrag.

    Wenn ich nicht kommentieren soll, möchte ich auch nicht den Beitrag lesen, ich habe sonst dass Gefühl mir würde jemand „den Mund verbieten“, wenn ich mich nach dem lesen nicht äußern darf / kann.

    Ich lese mich erstmal quer durchs blog bevor ich kommentiere. Es kam schon des öfteren vor, dass mich zwar ein Beitrag ansprach, aber ich dann nichts geschrieben habe, weil andere Beiträge der Person mir unsympathisch waren.

    Ich kommentiere eher, wenn es wenig Kommentare gibt. Oder wenn vom Schreiber Kommentare klar erwünscht sind. Stehen da schon viele Kommentare, schreibe ich nur noch, wenn ich eine andere Meinung habe oder es etwas ist, was noch keiner geschrieben hat.

    Ich freu mich über Kommentare. Ich finde es wichtig auf einen Kommentar zu reagieren. Nicht zu reagieren finde ich unhöflich, so als ob ich bei einem Gespräch nicht antworten würde.

    Negatives bzw kritisches gehört meiner Meinung nach nur in Kommentare, wenn man dort vorher schon „positiv“ kommentiert hat.

    Ich glaube damit könnte man ein Buch füllen…den Kommentar-Knigge! 🙂

  8. julial49 sagt:

    Kommentare sind für kleine Blogger das Lebensblut! Ohne macht es keinen Spaß, weil man schlecht einschätzen kann, wie und vor allem ob, das Geschriebene ankommt.

    Du hast von Anfang viel bei anderen kommentiert, was meiner Meinung nach die beste Methode ist, auf den eigenen Blog aufmerksam zu machen (so bin ich ja auch hergekommen 😉 ). Natürlich muss dann die Substanz stimmen, d.h. der angelockte Leser muss bleiben und selbst zum kommentieren verleitet werden.

    Aber wie gesagt, sollte man zwischen kleinen, privaten Bloggern und den großen, provozierenden (provanten?) A-Bloggern unterscheiden, denn sowohl aktiv als auch passiv unterscheiden sich die Kommentare. (aktiv = wie der Beitrag geschrieben ist und welche Kommentare angelockt werden sollen, passiv = welche Kommentare tatsächlich angelockt werden)

  9. DeserTStorM sagt:

    Ich freue mich über Kommentare, denn ich möchte mit dem, was ich schreibe doch auch zum darüber sprechen anregen. Bei mir darf jeder frei kommentieren, nur der erste Kommentar muss von mir freigegeben werden.

    Ich selber kommentiere auch sehr viel, aber nur dort, wo ich etwas dazu sagen kann und will. Mal tiefsinnig, mal eine lustige Anmerkung, je nachdem was mir so gefällt 🙂

  10. Salomea sagt:

    Ich kommentiere eigentlich überall wo ich lese. Mal mehr, so wie hier, mal weniger. Manchmal wenn jemand etwas für mich so begriffen richtig gut oder einfacvh nur schön schreibt, sage ich in einem Kommentar auch nur danke. Und das meine ich dann auch so.

    Mit Kommentaren bei mir… hm, das ist schwierig. Ich freue mich über Kommentare – ganz klar – und in dem Blog einer Literatengruppe, die dazu noch nichts über ihre Werke sagt, ist es sicherlich auch nicht leicht zu kommentieren. Aber ich finde es sehr schön wenn es trotzdem einer tut.

    Besonders, weil Sprach Werk Hand eigentlich nicht als Blog gedacht war. Also wir haben uns nicht hingesetzt und haben gesagt „Wir machen jetzt ein Blog“, sondern es ist entstanden weil reale Personen zu uns gekommen sind und Fragen gestellt haben und ein Blog ein schnell zu bearbeitendes allen zugängliches Medium ist, das ideal ist um so was zu beantworten. Wir wollten damit auch die vielen Emails die wir mit Fragen bekommen reduzieren, in dem wir die Kommentare offen haben. Und da bin ich manchmal enttäuscht, dass diejenigen die dieses Online-Projekt von uns „wollten“, und ganz einfach die Kommentare nutzen könnten uns immer noch so viele Mails schreiben. Ich bekomme die alle von den anderen weitergeleitet und muss dann auswerten und das ist doppelte Arbeit (Ich, weil ich das Blog herausgebe). Aber es überwiegt eben das Positive: Es kommentieren Leute, die nicht nur mit Aufträgen an uns rantreten, Spielpläne, Vorlesungsflyer, Korrektur oder Beta-Texte einsenden oder was weiß ich von uns wollen. Das ist wirklich schön.

    Liebe Grüße

  11. Alberto Green sagt:

    @ Muriel und Sebastian: Beispiel bei Stefan sind die Grandprix-Artikel und einiges andere, was mit jetzt nicht einfällt. Ansonsten würde ich Sebastian in allem zustimmen, außer dass ich in letzter Zeit wieder mehr kommentiere und ihn bitten würde, auch wieder häufiger zu kommentieren. Wenn wir dann noch Ommelbommel reaktiviert kriegen, bleibt das zweiseitig, wird aber vielleicht wieder lustiger: Ommelbommel, wo bist du? Ach, ich kaufe schon Vokale.

  12. Sebastian sagt:

    Ja, wenn Kaminer nicht gerade irgendwo auftaucht, sind die Grand Prix-Einträge immer recht amüsant. Ansonsten meine ich, dass es ruhiger war, bevor es die ersten Einträge zu Broder oder PI gab.
    Anderer Aspekt: Oft kommentiere ich ja nur, weil ich die Diskussion per Mail verfolgen möchte. Machen bestimmt sehr viele.

  13. Muriel sagt:

    @pampashase: Ich fühle mich auch immer ein bisschen unwohl, wenn ich auf einen Kommentar nicht antworte. Andererseits kommt es mir auch manchmal ein bisschen albern vor, wirklich auf jeden einzelnen zu reagieren – wie hier jetzt gerade. Es gibt ja auch Kommentare die gar keine Antwort erfordern, obwohl hier jetzt kein gutes Beispiel dabei ist. Obwohl…
    DeserTSTorm und JuliaL49 habe ich eigentlich nichts hinzuzufügen.
    @Salomea: Das mit den Mails ist ja interessant. Bei mir ist das eher andersrum. Nicht, dass ich enttäuscht wäre, aber ich hätte gedacht, dass hin und wieder auch mal jemand mailen würde. Ist aber erst einmal passiert.
    @Alberto Green: Welch Glanz in meiner bescheidenen Hütte, willkommen bei überschaubare Relevanz. Aber halt dich bloß zurück, Vokale kann man auch hier nicht kaufen, die muss man ERDREHEN!!!einself!!! [Nachtrag, 17:13 Uhr, schnell, bevor es jemand anderes merkt:] Hoppla, verwechselt. Das waren die Konsonanten, die man erdrehen muss, oder? Ist auch lange her, dass ich das Glücksrad gesehen habe…
    @Sebastian: Die Grand Prix-Einträge habe ich meistens nur so kurz überflogen, da fehlt mir jeder Bezug zum Thema…
    Aber das mit den Mails stimmt. Kürzlich habe ich in irgendeinem Blog einen Schalter gesehen, um die Beiträge zu abonnieren, ohne selbst einen Kommentar zu senden. Ich war begeistert!

  14. Einer der größten Vorteile des Webs 2.0 ist meiner Meinung nach die gemeinsame Diskussion. Vor allem Blogs bieten ideale Möglichkeiten zum Gedankenaustausch. In der Regel kann jeder Beitrag von Jedermann kommentiert werden. Man kann frei seine Meinung äußern und in Diskussion mit anderen Lesern oder dem Autor selbst treten. Besonders politische Blogs wären eigentlich prädestiniert, um zu regen Gesprächsrunden anzuregen – bieten sie doch die ideale Demokratie-Plattform für den Austausch zur aktuellen Weltpolitik. Allerdings wird diese Funktion im Verhältnis zu den Besucherzahlen in überraschend geringem Umfang wahrgenommen.

    Ein Blog ohne Kommentare ist für mich kein richtiger Blog, da doch gerade die Kommunikation zwischen Leser und Autor Blogs auszeichnet.

  15. Arctica sagt:

    Ich finde die Möglichkeit zu Kommentaren auch wichtig. Man will ja wissen, ob man überhaupt jemanden erreicht, sonst wie du schon gesagt hast kann man ja gleich geheim Tagebuch führen. Auf meinem Blog freue ich mich über jeden Kommentar, sie sind ja auch spärlich genug, dass man das noch tun kann. Da ich jetzt auch über Google zu finden bin fände ich es eigentlich schön, wenn mal irgendwer, der nach was gesucht hat seinen Senf dalässt, ob er fündig wurde oder gerne etwas wissen möchte, das ich vergessen habe… bisher aber noch nicht passiert.
    Ich kommentiere:
    1. Bei Bildern vom Projekt 52 die mir gefallen
    2. Hier, bei Beiträgen, die mich interessieren oder belustigen
    3. In den Privatblogs von Freunden
    Da ich ansonsten keine Blogs lese kann ich zu den überschwänglichen Diskussionen garnichts sagen. Ich glaube aber das wäre mir zu anstrengend, dafür gibt es ja dann noch Foren…

  16. Salomea sagt:

    Das mit den Mails liegt bei uns wohl daran, dass wir kein „Spaß-Projekt“ sind. Das meine ich jetzt nicht negativ, ich habe bloß gerade kein passendes Wort dafür. Was ich meine ist: Wir haben nicht beschlossen zu bloggen weil es für uns hobbymäßig wäre die Leute auf dem Laufenden zu halten, wer wie wann was erlebt oder so was. Wir haben gesagt wir machen es aus taktischen Gründen. Nun sind wir zwar nicht kommerziell und wir machen das meiste schon aus Spaß und kostenlos, aber es gibt das Blog nicht um seiner selbst willen. Kannst du mir folgen? Und die Leute nutzen diese Plattform eben nicht so wie das mal angedacht war. Beispiel „Laterne gehen“. Ich hatte explizit in dem Eintrag gesagt, wer was an Liedern oder so beitragen möchte soll bitte kommentieren. Das galt für alle. Dass ein Fremder das nicht tut, weil er vielleicht glaubt, dass ihn das nicht betrifft, weil es ja auch eine explizite Bekanntmachung eines offline stattfindenden Events war, ist nachvollziehbar. Aber die ganzen Leute die mitgegangen sind, zum Beispiel. Ich hatte den Eintrag morgens vor der Arbeit reingestellt, damit die bis abends Zeit haben. Kein einziger Kommentar, aber Mailbox voll. Das war nicht so wie wir uns das vorgestellt hatten. Verstehst du was ich meine, wenn ich sage, mich enttäuscht das mit den Mails?

    Liebe Grüße

  17. Curu sagt:

    Also ich kommentiere ja quasi nirgendwo.
    Ach Mist, schon passiert.

  18. Muriel sagt:

    @Hofnarr Florian: Ja, ich wundere mich auch immer, dass ein so geringer Anteil der Leser kommentiert. Das hat aber vielleicht auch sein Gutes. Sogar ich mit meinen paar Besuchern wäre hoffnungslos überfordert, wenn jeder hier zu jedem Artikel seine Meinung hinterließe.
    @Arctica: Das habe ich auch schon öfter gedacht. Würde mich auch interessieren, was die mitunter doch merkwürdigen Suchenden hier so finden.
    @Salomea: Ja, der Unterschied leuchtet mir ein.
    @Curu: Der war gut.

  19. Ich halte Kommentare für völlig überbewertet und frage mich, warum sich ausgerechnet bei mir (z.B. Muriel) und bei „überschaubare Relevanz“ (z.B. Der Postillon) immer die größten Witzbolde rumtreiben. Komisch das.

  20. Muriel sagt:

    @Der Postillon: Ich fühle mich maßlos geschmeichelt, dass ich da neben meinem Idol als größter Witzbold stehe.
    Wenn da nur nicht der nagende Verdacht wäre, dass dieser Kommentar nicht ganz ernst gemeint ist…

  21. @Muriel:
    Ach was! Mich schmeichelt maßlos, dass Du bei all Deiner Kommentiererei immer noch Zeit findest, Deinen exquisiten Senf hin und wieder bei mir abzugeben.

  22. Citizen Kane sagt:

    Niggemeiers Web-Präsenz beherbergt zweifellos das am meisten überschätzte Blog im deutschsprachigen Raum. Etwa einer von 20 oder 30 Beiträgen ist interessant, der Rest langweilt maßlos. Natürlich darf Niggemeier in seinem Sandkasten zuschütten, was er will, doch finde ich seine Löschpraxis nicht ganz kohärent: Bisweilen lässt er Pöbelkommentare sozusagen als Beweis für seine Kritikfähigkeit und Toleranz stehen, während er dann wieder Diskussionen durch das Entfernen pointierter bis polemischer Anmerkungen in die erwünschte Richtung lenkt. Das alles hat dazu geführt, dass ich seine diversen Artikel nicht mehr lese.
    Warum ich kommentiere, weiß ich nicht. Ich tue es ohnehin nur, wenn ich ausreichend Zeit habe. Aber zweifellos spielt da ein gewisser psychisch-intellektueller Exhibitionismus (oder ganz banale Wichtigmacherei) eine nicht unerhebliche Rolle. Keine Ahnung, vielleicht lasse ich das mit dem Kommentieren ja irgendwann auch mal wieder.

  23. Tim sagt:

    Zumindest dieser Kommentar hier ist doch absolut sinnlos und überflüssig.

  24. Muriel sagt:

    @Der Postillon: Hach, du alter Charmeur…
    @Citizen Kane: Ich glaube, mir würde spontan ein Dutzend noch überschätzterer Blogs einfallen, aber ich verstehe, was du meinst.
    @Tim: Stimmt, und deshalb ist es auch völlig unnötig, ihn zu beantworten.

  25. theomix sagt:

    Danke für das freundliche Lob! Ich freue mich ja auch, wenn eine gute Kommunikation möglich ist.
    Wenn ich selbst kommentiere,
    – gebe ich entweder eine Rückmeldung
    – oder ich will ergänzen
    – oder mir fällt etwas Spaßiges ein, was ich dazusetze.

    Eine Kombination aller Punkte oder von zweien ist natürlich möglich.

  26. Ana sagt:

    Da ich keinen eigenen Blog – mehr – besitze, lese ich nur noch… und kommentiere so gut wie nie. Was zum einen an einer Mischung aus Faul- und Schüchternheit liegt… und zumn anderen meinem latent voyeuristischen Naturell entspricht 😉

    Im übrigen habe ich über den Wortvogel herghefunden, bei dem ich bisher meist schwieg…

  27. Muriel sagt:

    @theomix: Schön, dass du das so siehst. Ich hoffe, dass das auch weiterhin so gut läuft, ich entwerfe nämlich gerade einen Beitrag über die weihnachtsmannfreien Zonen.
    @Ana: Ich freue mich, dich hier als neue Leserin begrüßen zu dürfen und fühle mich geschmeichelt, dann auch gleich zwei deiner seltenen Kommentare zu erhalten. Willkommen bei überschaubare Relevanz!

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