Biss an die Grenze des Erträglichen

20. November 2009

Der Wortvogel hat einen Verriss von „Twilight“ geschrieben, in der Hoffnung, damit Traffic zu generieren und sich den Zorn der jugendlichen Fans der Reihe zuzuziehen. Guter Plan. Ich will nicht voreilig sein, aber zumindest mit letzterem Anliegen scheint er überraschend gescheitert zu sein. Der einzige halbwegs kontroverse Kommentar bisher kommt aus der „Klar ist das unfassbarer Kitsch, aber das darf doch auch mal sein“-Ecke, und das spricht zwar für Wortvogels Leser, kann als Ergebnis aber trotzdem nicht recht befriedigen. Ich habe genauso wenig wie Torsten Dewi jemals was von Twilight gesehen oder gelesen, aber ich habe mich mal von seinem sehr gelungenen Rant inspirieren lassen, im Interesse der angestrebten Kontroverse aber versucht, die Sache leicht anders anzugehen. Ich hoffe, er nimmt mir den Ideenklau nicht übel.

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Was sagt ihr dazu? Wow, oder? Ich meine, das Bild, und… Wow, oder? Und ich finde eigentlich alles andere an Twiligt auch genauso… Wow!  Allein schon der deutsche Titel! Deutsche Titel sind normalerweise einfallslos, billig und peinlich, sie setzen auf Wortspiele, die sogar einem Dreijährigen zu blöd wären und außerdem noch keinen Sinn ergeben, außerdem sind sie alle gleich. Aber bei Twilight hat sich ausnahmsweise mal jemand richtig Gedanken gemacht. Weil, ich meine, so: Bis(s) zum Morgengrauen – ist das nicht genial? Kurz, einprägsam, und witzig. Versteht ihr, weil Bis zum Morgengrauen ja heißen würde, bis dahin, also zeitlich, und mit dem S in der Klammer zusammen würde es aber Biss heißen, wie von Beißen, und das passt ja auch, weil Edward ja ein Vampir ist! Clever, ne? Außerdem heißen ja auch alle vier Bücher und die Filme auch so ähnlich, und das wird dadurch aber überhaupt gar nicht langweilig, sondern ist voll das coole Geheimsprachen-Erkennungszeichen, das nur die Insider verstehen! Wenn schon der Titel ein so cremiges Grinsen in mein Gesicht zaubert, wie phantastisch muss dann erst der Rest der Story sein?

Ich sag’s euch: Ganz phantastisch!!!!! Ich meine, das ist, so, stellt euch das mal vor: Da ist dieser Vampir, und der ist total cool und geheimnisvoll und sexy und echt stark, ist ja klar, weil er ein Vampir ist, und der ist aber völlig harmlos, also gar nicht gefährlich, der tut niemandem weh, der beißt nur Tiere. Und man muss sich auch tagsüber keine Sorgen um ihn machen, denn – jetzt kommt überhaupt das Beste, finde ich – die Sonne ist überhaupt nicht gefährlich für ihn, sie macht bloß, dass er glitzert!!! Ist das nicht wundervoll? Das heißt, dass Bella ganz toll mit ihm gehen kann, ohne dass es irgendwelche Probleme gibt, und sie ist dabei trotzdem total eigensinnig und anders und eine Außenseiterin und so, und er auch, und total geheimnisvoll und soooo cool!!

Besonders fabelhaft finde ich, dass die beiden so irre romantisch miteinander umgehen. Da wird nicht eklig rumgemacht, und es gibt keinen Sex – Die sind schließlich nicht verheiratet! – und stattdessen gibt es aber richtig liebevolle Blicke, die ganze Zeit, und man sieht Bella richtig an, wie sie Edward liebt, und wie sie um Atem ringt und völlig überwältigt ist, wenn die beiden sich wieder anschauen. Da muss ich immer ganz laut seufzen! Ungefähr so: Haaach!!!

Aber es ist jetzt nicht nur so’n Zeugs, es gibt auch was Spannendes. Edwards Vampirfamilie, das sind ja die guten Vampire, aber es sind nicht die einzigen. Es gibt auch die bösen Vampire, und die sind total – ähm – böse. Das erkennt man auch ganz leicht, weil die unter ihren offenen Jacken immer so Ketten mit großen Anhängern dran tragen, und weil sie immer so von Nebel umwabert werden, und das ist total unheimlich, aber auch irgendwie spannend und cool. Man weiß ja, es wird alles gut, weil Edward beschützt einen ja. Haaach…

Ich fühle mich schon ganz wohlig und wattig eingepackt, wenn ich nur an Bella und Edward und alle ihre Freunde denke, und ich kann es kaum erwarten, bis ich endlich meinen Lobotomie-Termin kriege, damit ich endlich auch alle Bücher von Stephenie Meyer lesen und alle Twilight-Filme sehen kann! Das wird bestimmt total schööööön!!!!!!


Mein Vater

19. November 2009

Warnhinweis: Die folgende Geschichte ist etwas speziell und ziemlich persönlich. Trotzdem ist es mir ein inneres Anliegen, sie zu erzählen. Ich bitte um Verständnis.

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Nimmermehr (27)

18. November 2009

Ich verkünde große Freude, Lenore ist wieder da!

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Why Do All Good Things

17. November 2009

Gewiss erinnern sich schon nur noch die Älteren unter euch, dass ich überhaupt mal im Urlaub war, aber ich schulde euch trotzdem noch einen letzten Reisebericht aus der einzigartigen, majestätischen Kapitale des Reiches der Mitte, Beijing.

Symbolträchtig oder was

Und hier isser:

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Aktion und Reaktion

15. November 2009

Die Kommentare in Blogs sind ja so eine Sache.

Als ich mit diesem Blog hier anfing, dachte ich ernsthaft darüber nach, die Kommentarfunktion komplett auszuschalten, weil ich bei Stefan Niggemeier gesehen hatte, wie anstrengend sowas sein kann. Andererseits fand ich dann aber wieder, dass ein Blog ohne Kommentare drunter ziemlich witzlos ist. Welchen Sinn ergibt es denn, meine Gedanken zu veröffentlichen, wenn es keine Möglichkeit gibt, dass ich eine Rückmeldung dazu erhalte? Dann kann ich auch gleich nur ein Tagebuch in Word schreiben. Außerdem war mir natürlich klar, dass es eine Weile dauern würde, bis ich ein ähnliches Kommentaraufkommen zu befürchten haben würde wie der von uns allen verehrte Medienblogger da oben.

Ich ließ die Kommentarfunktion also, wie sie war, nahm nach ein paar Wochen sogar die Moderationssperre raus, damit jeder Kommentar sofort angezeigt wurde, und ich habe es seitdem kein einziges Mal bereut. In diesem Zusammenhang bedanke ich mich auch noch mal bei allen Kommentatoren. Durch euch wird mein Hobby erst interessant.

Manche Kommentare ergänzen einen gelungenen Beitrag noch um eine wichtige Einzelheit.
Manche enthalten konstruktive und informative Kritik. Auch wenn sie manchmal wehtun, sind diese eigentlich am wichtigsten. Sie zeigen, wo man falsch gedacht oder unsauber formuliert hat, sie helfen einem vielleicht, Fragen zu beantworten, für die einem selbst keine Antwort eingefallen ist. Zumindest sind sie immer dafür gut, einen zum Nachdenken anzuregen, und mehr kann man sich doch schon fast gar nicht mehr wünschen.
Wieder andere tragen zwar inhaltlich nicht viel bei, sind aber lustig und gut für die Stimmung.
Solche Kommentare erinnern mich dann daran, dass die Interaktivität von Blogs eben doch eine ganz fantastische Sache ist, auch wenn manche Äußerungen unweigerlich aus totalem Unsinn oder dämlichen Gehässigkeiten bestehen. Und sogar die finde ich manchmal durchaus noch unterhaltsam.

Seit ich selbst ein Blog habe, kommentiere ich auch ziemlich regelmäßig selbst die Blogs, die ich gerne lese. Manchmal mache ich damit sehr angenehme Erfahrungen, manchmal aber auch eher unangenehme. In meinem eigenen Blog freue ich mich über so ziemlich jeden Kommentar, und sogar Spam hat manchmal einen gewissen Unterhaltungswert.  Dass Johnny vom Spreeblick oder eben Stefan Niggemeier sich nicht mehr so kindlich über jede Rückmeldung zu ihren Beiträgen freuen können wie ich, kann ich mir aber auch ganz gut vorstellen.

Ich selbst versuche deshalb, mich beim Kommentieren ein bisschen zurückzunehmen und kommentiere nur, wenn es mir wirklich so vorkommt, als hätte ich was zu sagen. Auch, wenn ich dann manchmal trotzdem noch feststelle, dass ich besser geschwiegen hätte.

Worauf ich mit all dem eigentlich hinauswill: Ich wüsste schrecklich gerne, was ihr zu dem Thema so denkt. Wo kommentiert ihr, wo nicht? Über welche Kommentare freut ihr euch in euren eigenen Blogs, und welche findet ihr doof? Und habt ihr in letzter Zeit vielleicht irgendwo einen Kommentar gesehen, der besonders eindrucksvoll beweist, dass es sich doch manchmal lohnt, das ganze Elend zu durchforsten, das unter vielen Blogbeiträgen vor sich hin gärt?


Restebloggen zum Wochenende (16)

14. November 2009
  1. Vielleicht kennt es außer mir schon jeder, aber bei „print würgt“ gibt es nicht nur interessante Artikel zum Thema Medien, sondern auch die beste Kommentarformularbeschriftung, die ich seit Langem gelesen habe.
  2. Kennt ihr mymuesli? Die machen leckeres Müsli, das man sich selbst aus 80 verschiedenen Zutaten zusammenstellen kann, und seit Kurzem gibt es dort Bananenscheiben. Klar, kenn ich, denkt ihr jetzt, ihgitt! Stimmt aber nicht, denn die Bananenscheiben bei mymuesli sind nicht frittiert! Das heißt, sie schmecken nicht so doof knusprig-zuckerig, sondern wirklich nach Banane, nur ein bisschen intensiver, wie getrocknetes Obst eben sein soll. Juhu!
  3. Der Postillon hat exklusiv die Ergebnisse aktueller Ausgrabungen, die belegen, dass die alten Römer sagenhaft reich waren, aber offenbar zwei linke Hände hatten.
  4. Ein fremder Dienstleister hat beim Kunden ein Gerät repariert, das uns gehört, ohne uns vorher zu kontaktieren. Jetzt will der dafür 120 Euro von uns. Ich habe ihm die Hälfte angeboten, um des lieben Friedens willen, aber er mag nicht. Er schickt jetzt angeblich jemanden los, um „die Reparatur rückgängig zu machen“. Egal, was als nächstes passiert, das kann doch eigentlich nur lustig werden. (Keine Sorge, wir stellen sicher, dass unser Kunde nicht darunter leidet.)
  5. Bei GWUP habe ich einen Gastbeitrag von Dr. Kathrin Goldammer gefunden, die sich gegen die lachhaften Vorwürfe zu wehren versucht, die eine dubiose Bürgerinitiative gegen das Deutsche Elektronen-Synchrotron (DESY) erhebt. Okay, das klingt jetzt völlig uninteressant, ich versuche es noch mal: Wenn ihr auf den Link klickt, erfahrt ihr die Wahrheit über ein gefährliches Atomforschungszentrum direkt im Herzen von Hamburg, das durch tödliche Strahlung auf Kosten der Gesundheit der Bürger Gewinne macht, während iranische oder als Südkoreaner getarnte nordkoreanische Atomwissenschaftler ein und aus gehen. So, jetzt aber schnell.
  6. Insbesondere, wenn man sich durch größere Menschenmengen bewegt, begegnen einem dabei des Öfteren Leute, die schon auf den ersten Blick so unsympathisch aussehen, dass man sie spontan nicht leiden kann. Ich stelle mir immer vor, dass ein paar davon bestimmt echt nette Menschen sind, die aber ein wahnsinnig schweres Leben haben müssen.
  7. Bei xkcd könnte ich eigentlich jeden einzelnen Comic verlinken. Stattdessen gibt es nur hin und wieder mal einen, und heute diesen hier: iPhone vs. Droid.

Nimmermehr (26)

13. November 2009

Rechtzeitig zum Wochenende habe ich ein neues Nimmermehr-Kapitel für euch geschrieben. Ich wünsche euch schöne freie Tage, falls ihr welche habt, und viel Spaß beim Lesen, falls ihr das wollt.

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Graf Zahl

12. November 2009

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(2 Tage zu spät, ist mir klar.)

Ich weiß nicht, ob man das beim Lesen dieses Blogs merkt, aber ich bin manchmal ein bisschen merkwürdig. Ich hatte daher vor einigen Jahren die Idee, jeden Tag etwas zu zählen und das Ergebnis für mich zu notieren. Die Sache ist nach einer Woche wieder eingeschlafen, so merkwürdig bin ich dann offenbar auch wieder nicht, aber ein paar Tage lang habe ich es durchgehalten. Weil ich die Ergebnisse teilweise ganz aufschlussreich finde, will ich sie euch nicht vorenthalten. Vielleicht inspiriert euch dieser Eintrag ja sogar, selbst mal ein paar Dinge genau zu zählen, die ihr bisher immer nur grob geschätzt habt. Hier ist also das vollständige und (fast) unveränderte Protokoll meines Selbstversuchs:

12. Mrz. 2006
Heute bin ich 108 Mal durch eine Tür gegangen. Natürlich nicht immer dieselbe.

13. Mrz. 2006
Heute bin ich 54 Mal aufgestanden. (Aus sitzender Position zählt auch.)

14. Mrz. 2006
Heute war ich 5 Mal unehrlich, und das auch nur bei einer sehr weiten Auslegung des Begriffes. Ich glaube, das ist ein ganz gutes Ergebnis.

15. Mrz. 2006
Heute habe ich 14 Mal gegen Gesetze verstoßen. Aber vielleicht habe ich ein paar Verstöße nicht bemerkt.

16. Mrz. 2006
Heute habe ich einmal mit G und E rollengespielt, und das wird ja wohl reichen.

17. Mrz. 2006
Heute habe ich elf Mal gegähnt. Ich hätte mehr geschätzt.

18. Mrz. 2006
Heute habe ich mein Experiment unglücklicherweise gegen 1900 abgebrochen, nachdem ich 113 Mal auf eine Uhr gesehen hatte. Danach habe ich vergessen, weiterzuzählen. Asche auf mein Haupt.

19. Mrz. 2006
Heute habe ich sechs Mal gelacht. Das ist bemerkenswert, weil ich mich bisher für einen ziemlich lustigen Typen gehalten habe. Vielleicht muss ich mein Selbstbild überdenken.

Und wie sieht es bei euch aus? Seid nicht schüchtern. Zahlen bitte!


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11. November 2009

Heute gibt es mal Werbung bei überschaubare Relevanz, obwohl mir niemand was dafür zahlt. In den letzten zwei Wochen hatten nämlich erst Amazon und dann DHL jeweils eine Idee, auf die ich schon ziemlich lange warte, und ich möchte das gerne honorieren. Also los:

Amazon hat die Initiative „Frustfreie Verpackung“ ins Leben gerufen und ist damit endlich meinem schon etwas älteren Aufruf gefolgt, doch etwas gegen diese lästigen Panzerkunststofftresore zu unternehmen, in denen manche Hersteller ihre Produkte verkaufen. Die Verpackungen, die von Amazon eine Frustfrei-Siegel bekommen, sollen nicht nur angenehm zu öffnen sein, sondern auch noch umweltfreundlich. Na endlich.

Und DHL hat Borderlinx. Bei Borderlinx bekommt man eine Versandadresse in den USA, zu der man Pakete bei Online- (oder sonstigen) Läden bestellen kann. Man kann sie dort solange lagern lassen, bis man genug zusammenhat, dass es sich lohnt, und dann wird alles zusammen nach Deutschland geschickt. Da viele US-Shops gar nicht ins Ausland versenden oder dafür unverschämte Versandkosten verlangen (Ich erinnere mich an $90 bei Hammacher-Schlemmer, und wie ich gerade sehe, kann das dort je nach Bestellwert sogar noch viel mehr werden.), halte ich das für eine fabelhafte Idee. Amazon.com meckert zwar bei der Adresse, nimmt sie dann aber doch, wenn man sie ein zweites Mal bestätigt, und außerdem verspricht DHL, dass das schon gut gehen wird.

So, Werbung zu Ende, danke für eure Aufmerksamkeit, zurück ins laufende Programm.


Bella Block

10. November 2009

Letzten Freitag bekam meine Freundin einen Brief vom Fachbereich Recht und Ordnung der Landeshauptstadt Hannover. Sie wurde darin gebeten, doch einmal die Sachbearbeiterin Frau B anzurufen, weil sie im Zusammenhang mit einer Verkehrsordnungswidrigkeit als

() Halter/in
() Betroffene/r
(X) Zeugin

gehört werden sollte. (Kann mir jemand erklären, inwiefern dieses Ankreuzverfahren in solchen Behördenbriefen Sinn ergibt? Es wäre doch mindestens genauso einfach, jeweils eine Vorlage für jeden dieser Fälle anzulegen, oder? Und warum gibt es die Zeugin nur weiblich, die anderen aber in beiden Varianten?)

Wir wunderten uns über diesen Brief, weil Keoni sich nicht erinnern konnte, einer Verkehrsordnungswidrigkeit beigewohnt zu haben, und insbesondere hatte garantiert niemand ihren Namen und ihre Adresse notiert, um sie als Zeugin zu vernehmen. Dennoch rief sie im vollen Bewusstsein ihrer bürgerlichen Pflichten bei Frau B an und fragte, wie sie denn helfen könne. Was sie dort erfuhr, finde ich sehr befremdlich, aber vielleicht stelle ich mich ja auch bloß an…

Am 17. August war eine Geschwindigkeitsüberschreitung mit einem Fahrzeug des Unternehmens, bei dem ich arbeite, registriert worden. Der Fachbereich Recht und Ordnung hatte uns daraufhin Ende September angeschrieben, um zu erfragen, wer zur fraglichen Zeit den Wagen gefahren habe, hatte aber keine Antwort erhalten. Frau B sah daraufhin keine Alternative, als kurzerhand mal einen Blick in’s Telefonbuch zu werfen und uns anzurufen uns noch mal anzuschreiben und an ihre ursprüngliche Anfrage zu erinnern über unsere Firmenhomepage oder die Gelben Seiten schnell nachzusehen, ob sie die richtige Adresse hatte über das Melderegister meine Privatadresse herauszufinden, um dann einer anderen dort gemeldeten, mit mir weder verwandten noch verheirateten Person, die mit meinem Unternehmen nichts zu tun hat, einen Brief zu schreiben, um sich zu erkundigen, ob sie möglicherweise Näheres weiß, schließlich war auf dem Foto der Überwachungsanlage ja eine Frau zu erkennen.
Keoni wusste natürlich von gar nichts und verwies Frau B an mich. Die überwand sich daraufhin dann doch noch, mich anzurufen, woraufhin ich die Fahrerin des Wagens anrief und erfuhr, dass das Bußgeld vor zwei Wochen überwiesen worden war. Case closed.

Einen Penny für die Gedanken von Frau B.

[Update, 11. 11. um 12:19 Uhr] Ich habe offenbar gerade mit so jemandem wie einer Vorgesetzten von Frau B gesprochen. Die hat mir gesagt, dass Frau B keineswegs über das Melderegister auf meine Freundin gekommen ist. Vielmehr war sie persönlich bei mir zu Hause und hat dort den Namen auf dem Briefkasten gesehen.
Ein Versuch, die Sache vorher telefonisch zu klären, hätte natürlich einen völlig unverhältnismäßigen Aufwand bedeutet, da Frau B über keinen Internetzugang verfügt und außerdem eine Außendienstmitarbeiterin ist, deren Aufgabe nun einmal darin besteht, vor Ort zu ermitteln.
Dass sie trotzdem nicht versucht hat, einfach mal vor Ort bei dem Unternehmen vorbeizuschauen, dem das Fahrzeug gehört, liegt natürlich daran, dass es datenschutzrechtlich auch nicht ganz einfach ist, die Mitarbeiter dort zu befragen. Außerdem würden die ja vielleicht auch nicht die Wahrheit sagen, weil sie ihre Kollegen oder ihre Vorgesetzten nicht verraten wollen.
Meine Verbesserungsvorschläge für die Zukunft hat sie aber dankbar aufgenommen und wird sie auch an Frau B weitergeben.

Na, dann ist ja alles klar.