Trüffel-Poesie

Christian Gottschalk hat drüben bei Firma Haldemann seine von Rewe inspirierte „Trüffel Poesie“ veröffentlicht und damit wiederum mich inspiriert. Während sein Poem wohl sozialkritisch zu lesen ist, handelt es sich bei meinem eher um eine Parabel darauf, wie die harte Realität manchmal auch die schönsten Träume zurecht stutzt. Lasst euch davon aber bitte nicht die Laune verderben. Wir sind ja schließlich keine Trüffel, nicht wahr?

Unter eines Waldes Kruste
Gärte ich im eig’nen Saft;
Lag dort nur herum und musste
Nie was tun aus eig’ner Kraft

Bis ein Trüffelschwein mich fand und fragte: Hast du den Müßiggang nicht satt?
Doch! rief ich – ich bin ein Trüffel, der noch große Pläne hat.

In der Feinen Welt von Rewe sollte sich mein Traum erfüllen,
Die elitäre Spitzenküche sollte meinen Hunger stillen.

Nun lieg‘ ich in Tomatensoßen
Und gär‘ in meinem eig’nen Saft,
Ich glaube, für die großen
Pläne fehlt mir irgendwie die Kraft.

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4 Responses to Trüffel-Poesie

  1. Tim sagt:

    Ergreifend!

  2. Salomea sagt:

    Bravo! 🙂

  3. axeage sagt:

    Wenn Schweinchen sich im Wald verirrt,
    denkt’s: es ist Wurst, was aus mir wird.

    Findet’s dann Trüffel in der Erden,
    könnt’s aber auch Pastete werden.

  4. Muriel sagt:

    Vielen Dank, und
    @axeage: Sehr schön!

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