Menschenähnlich (10)

Ich schätze, Dienstag ist vorläufig der neue Sonntag, und deshalb gibt es heute ein neues Kapitel unseres Fortsetzungsromans „Menschenähnlich“ und die Autowaschanlagen sind alle geschlossen. Ich wünsche euch viel Vergnügen:

Was bisher geschah:
Im ersten Kapitel wohnen wir dem Aufbruch zweier Raumfahrer namens Jake und David bei, die eine kostbare Fracht aus 13 Androiden zu einem fremden Planeten transportieren sollen.
Bereits im zweiten Kapitel folgt der abschussbedingt gewaltsame Abbruch dieser Reise. Dafür lernen wir Kalon und An’Yik kennen, die sich als reisende Helden betätigen und dabei anscheinend auch manchmal vor ethisch nicht ganz einwandfreie Vorgehensweisen zurückschrecken. Sie sehen den Absturz des Raumschiffes und hoffen auf reiche Beute.
Im dritten Kapitel erwachen Jake und David in ihrem abgestürzten Raumschiff und retten sich, einen der Androiden und ein paar andere Kleinigkeiten in ein Rettungsboot, bevor das Schiff im Meer versinkt. Gleichzeitig lauert ein Schlichter gemeinsam mit ihrem verräterischen Gefährten Berren den beiden reisenden Helden auf, um sie einem unerfreulichen Schicksal zuzuführen.
Im vierten Kapitel packen David und Jake ihr neues Spielzeug aus, und Kalon erwacht aus der Betäubung, in die der Blasrohrpfeil des Schlichters in versetzt hat. Er stellt fast, dass seine Gefährtin An’Yik ihn zwar aus der unmittelbaren Gefahr retten konnte, nun aber ihre ganz eigenen Probleme mit dem Pfeilgift hat.
Im fünften Kapitel haben wir den Autokraten und seinen Ersten Sekretär Larn kennengelernt, die gemeinsam danach streben, die kostbare Ladung der Emerald-17 in die Hände zu bekommen. Währenddessen lernten David und Jake ein Stück dieser Ladung noch etwas näher kennen, und Kalon und An’Yik fanden ihre Spuren im Sand.
Auch im sechsten Kapitel kam noch mal jemand Neues dazu: Shianuk und ihr Onkel Noot haben einen unserer Androiden am Strand gefunden, werden aber leider unterbrochen, bevor sie ihn näher kennenlernen können. Währenddessen erklärt Jake David, was genau ihn an der Maschine so sehr stört, bis die mit Kalon und An’Yik ans Lagerfeuer zurückkehrt.
Im siebten Kapitel muss der Erste Sekretär unter äußerst widrigen Umständen eine Reise beginnen, Kalon bietet sich und An’Yik als Führer an, wird aber von der überraschenden Ankunft weiterer Besucher unterbrochen, und Shianuk lernt den Mann aus der Kiste kennen.
Jake findet im achten Kapitel seine Munition nicht, aber Kalon kann die Gruppe mit einem gewagten Bluff retten. Shianuk beantwortet die Fragen des Mannes aus der Kiste, so gut sie kann, und lässt sich überreden, sich mit ihm auf die Reise zum Autokraten zu machen.
Im neunten Kapitel lernt der Zweite Sekretär den Autokraten kennen, und der Erste Sekretär erfährt von der Begegnung der vier Soldaten mit den Weltraumfahrern. Seine Patrona macht einen Vorschlag.

Was heute geschieht:
Es war furchtbar albern. Eigentlich.
Shianuk vermutete, dass es für einen unbeteiligten Beobachter ein durchaus drolliger Anblick gewesen wäre, wie der Mann aus der Kiste sie vor sich auf den Armen trug und mit der Geschwindigkeit eines galoppierenden Pferdes die Straße entlang raste, während sie sich wie ein Kleinkind an ihn klammerte. Aber ihr war kein bisschen zum Lachen zu Mute. Für Shianuk war all dies wie ein Albtraum, nur dass sie nicht mehr auf der Flucht war, sondern das Monster sie bereits gefangen hatte.
Sie fragte sich, wie es Noot ging. Shianuk hatte große Angst, dass er ernsthaft verletzt war und ihre Hilfe brauchte, aber sie war sich sicher, dass der Mann aus der Kiste ihn getötet hätte, wenn sie nicht mit ihm gekommen wäre.
Bisher hatte sich auch keine Gelegenheit ergeben, zu entkommen und zu Noot zurückzukehren. Sie konnte sich aber auch ohnehin nicht vorstellen, dass es ihr gelungen wäre, vor dem furchtbaren Fremden zu fliehen.
Er hatte ein paar alte Kleider ihres Onkels angelegt, aber sie konnte auch durch das Hemd spüren, dass sein Körper nicht warm war wie der eines Menschen oder eines jeden anderen Lebewesens, sondern kühl und auf sonderbare Weise gleichzeitig zu elastisch und zu hart. Seine Haut und seine Muskeln fühlten sich einerseits weicher und dehnbarer an, als sie es bei Menschen waren. Andererseits fühlte sein Bauch sich so an, als bestünde er nur aus einer dünnen Schicht Haut über einer Metallplatte.
Shianuk bemerkte, dass sie hungrig war. Das war kein ungewohntes Gefühl für sie, aber sie hatte den ganzen Tag über nichts gegessen, und jetzt, da es ihr bewusst geworden war, ließ das Loch in ihrem Bauch sich nicht mehr ignorieren. Vielleicht sollte sie ihren Entführer um etwas zu essen bitten. Sie hatte den Verdacht, dass der Mann aus der Kiste von sich aus keine Pause einlegen würde. Andererseits wollte sie ihn nicht verärgern und war nicht sicher, ob sie es wagen würde, ihn zu fragen.
Obwohl er seit langer Zeit mit atemberaubender Geschwindigkeit rannte, schien er nicht nur niemals zu ermüden, sie konnte nicht einmal spüren, dass er überhaupt atmete. Shianuk wusste nicht, was genau er war, aber dass er eine Art Monster sein musste, war offensichtlich, obwohl er bisher eigentlich nichts wirklich Böses getan hatte, im Gegenteil, er hatte Noot und sie vor den Eintreibern gerettet.
Fünf bewaffnete Soldaten
Tötete er mit bloßer Hand.
Die Eintreiber des Autokraten,
ihr Blut…
Tränkte den Sand? Nein, das war blöd und passte nicht ins Versmaß. Was reimte sich noch auf Hand?
Er blieb stehen und setzte sie ab, so schnell und unvermittelt, dass sie beinahe gefallen wäre. Sie streckte ihren verkrampften Körper und sah sich um.
Die Sonne war schon hinter dem Horizont im Osten verschwunden, aber das orange Glühen des Himmels zwang sie, ihre Augen zusammenzukneifen. Die Straße endete in den Ruinen eines steinernen Bauwerks kurz vor dem Ufer des Xichanebi.
„Über diesen Fluss führte eine Brücke“, sagte der Mann in seiner merkwürdigen Stimme, „Aber sie ist zusammengebrochen.“
Sie schüttelte ihren Kopf, ungläubig, dass ein so triviales Hindernis das Monster aufhalten konnte. „Und? Du kannst doch bestimmt schwimmen?“
„Nein“, antwortete er. „Ich gehe unter. Natürlich könnte ich den Fluss auf dem Grund queren, aber du würdest dabei wahrscheinlich ertrinken. Ich werde deshalb ein Floß bauen.“
„Ich kann schwimmen“, sagte sie, nicht ohne ein bisschen Stolz. Sie hatte es zwar seit langer Zeit nicht mehr versucht, aber sie erinnerte sich noch, dass sie früher ab und zu mal im Meer gebadet hatten, als ihre Tante noch lebte.
„Die Strömung ist zu stark und turbulent“, erklärte er, während er sich abwandte und in seiner eckigen, unwirklich schnellen Bewegung zu einem Jharuto am Wegesrand lief. Der Baum durchmaß mindestens vier Spannen und war gewiss fünf Räder hoch.
„Wie willst du denn…“
Shianuk verstummte, als der Mann aus der Kiste begann, mit seinen bloßen Händen auf den Baumstamm einzuschlagen.
Mit einem lauten Krachen hieb er seine linke Handkante tief in den Stamm hinein. Splitter und Holzspäne stieben davon. Nach wenigen Schlägen stürzte der Baum zu Boden. Die Haut an der Hand des Mannes hing in wenigen losen Fetzen am Gelenk herab. Was darunter zum Vorschein kamen, war weiß, so ähnlich wie normale Knochen, aber sie glänzten im Sonnenlicht wie poliert und zeigten keine Spur von Blut.
„Was… Was bist du?“ stammelte Shianuk.
Sie fürchtete sich davor, den Palast des Autokraten zu erreichen. Der Autokrat war für alle Bürger des Reiches eine unberührbare Sagenfigur, ähnlich einem Gott, und dieser Fremde hier wollte diesen Gott zwingen, ihm zu helfen. Gleichzeitig schien es ihr unvorstellbar, dass irgendein Mensch sich diesem Ungeheuer entgegenstellen konnte, dass weder Schmerz noch Erschöpfung spürte und in wenigen Herzschlägen mit bloßen Händen einen Baum fällen konnte.
„Ich bin ein J2 AI120 der ersten Generation“, antwortete er, während er mit schwungvollen Stößen seiner ausgestreckten weißen Klaue begann, den Baumstamm weiter zu zerteilen und von Ästen zu befreien.
Brauchte er nicht auch Seile, um die Baumstämme zusammenzubinden? Der Gedanke erschien genauso plötzlich, wie er wieder verschwand, als Shianuk ihm fassungslos zusah.
Es kam ihr seltsam unwirklich vor, dass jemand gleichzeitig so teilnahmslos und dennoch so laut sprechen konnte, dass er mühelos das laute Krachen des brechenden Holzes übertönte. „Weitere Varianten und Produktaktualisierungen werden in Kürze zur Verfügung stehen. Sollten Sie Fragen haben oder ein individuelles Angebot wünschen, wenden Sie sich bitte an info@j2.te.com. Mir ist bewusst, dass diese Information für Sie nutzlos ist, da Sie offensichtlich keinen Zugang zu elektronischer Kommunikation haben. Ich bitte um Ihr Verständnis, dass Joint Japanese mir in dieser Beziehung keinen Entscheidungsspielraum gelassen hat.“

„Ich bitte um Ihr Verständnis, dass Joint Japanese mir in dieser Beziehung keinen Entscheidungsspielraum gelassen hat.“
„Keinen Entscheidungsspielraum?“ Jake gestikulierte einige Sekunden hilf- und sprachlos vor der Maschine herum, bevor er die richtigen Worte fand. „Die vier Bekloppten hätten uns umbringen können! Es ist noch keine zwei Stunden her, dass du uns irgendwas von ‚Abwägen zwischen Menschenleben’ erzählt hast, und wenn vier Soldaten mit Armbrüsten vor uns stehen, dann verrätst du uns, dass du keine Gewalt anwenden kannst. Nie? David, können wir sie bitte wieder in die Kiste packen und ins Schiff zurückbringen?“
Die Androidin drehte ihren Kopf zu David, wahrscheinlich unsicher, ob sie antworten sollte, oder er.
„Jake, ich packe dich gleich in die Kiste, wenn du nicht endlich mit dieser sinnlosen Lamentiererei aufhörst! Sie gehört nun mal zu unserer Gruppe, und wir schicken sie nicht zurück zum Schiff, und sie kann genauso wenig gegen ihre Programmierung handeln, wie du mit den Armen schlagen und fliegen kannst; find dich damit ab!“
Jake begann, David ernsthaft auf die Nerven zu gehen. Naja, ‚begann’ war vielleicht nicht das richtige Wort, aber jedenfalls waren seine permanenten Angriffe auf die Androidin wirklich zu viel. Immerhin hatten die fünf Flüchtlinge nur dank ihrer Hilfe so schnell die verlassene Einsiedlerhütte gefunden, in der sie nun auf wackeligen Stühlen um einen alten Tisch herum saßen. Natürlich konnten sie hier nicht lange bleiben. Es schien David zwar unwahrscheinlich, dass die vier Soldaten ihren Vorgesetzten den Vorfall melden würden, aber es war nicht ausgeschlossen. Das Risiko, hier entdeckt zu werden, war zu hoch, um den Rest der Nacht in der Hütte zu verbringen. Um einen Plan zu schmieden, reichte es aber aus.
Es fehlten zwar ein paar Dachschindeln, und durch die Wände konnte man auch hier und da die Bäume draußen sehen, aber dafür hatten sie in der morschen Kommode noch Kleider gefunden, um sich etwas weniger auffällig anzuziehen. Gut, die rochen ein bisschen muffig und hatten Löcher, aber immerhin wiesen sie sie nicht sofort als Besucher von einem anderen Planeten aus.
„Was ist mit ihr los?“ fragte die grünhäutige Frau mit dem Schwanz niemand Bestimmten – David konnte sich ihren Namen nicht merken, hoffte aber, dass das in Anbetracht der Umstände verständlich war. Die Lider ihrer gelben Augen verengten sich zu schmalen senkrechten Schlitzen, während sie die Androidin nachdenklich musterte. „Sie ist ein Roboter, oder? Die Kehlar hatten auch welche, aber die waren aus Metall.“
„Das Ding hier ist auch aus Metall“, antwortete Jake lächelnd. „Sie haben bloß ein bisschen Silikon drüber gezogen, damit es nicht so auffällt.“
Sein Lächeln und seine Stimme waren ein bisschen freundlicher, als angemessen gewesen wäre. Flirtete er etwa mit dem Reptilienmädchen?
Jake hatte von den abgelegten Einsiedlerkleidern eine dunkelgrüne Hose abbekommen, deren Stoff ein bisschen an Cord erinnerte, darüber ein schmutzigbraunes Schnürhemd aus einem Material, aus dem man auf der Erde nicht einmal Kartoffelsäcke gefertigt hätte. Schuhe hatten sie nicht gefunden und sich deshalb darauf geeinigt, die alten mit Schlamm und Dreck einzuschmieren, bis ihre Herkunft nicht mehr erkennbar war.
„Tatsächlich bestehe ich zum überwiegenden Teil aus Keramik, und im technischen Sinne bin ich ein Androide, kein Roboter. Im Prinzip haben Sie aber Recht.“
„Keramik?“ fragte Jake. „Du bist aus Porzellan?“
„Mein Skelett besteht aus einer Verbundkeramik mit wesentlich komplexerer Struktur als auch hochwertiges Geschirr. Ich vermute aber, dass Ihnen bekannt ist, dass der Begriff ‚Porzellan’ nicht ganz zutrifft und Sie es lediglich amüsant finden, mich mit einer Teetasse zu vergleichen. Richtig?“
Sie trug eine speckige alte lederne Hose und eine Art Pullover, der aus Waschbärfellen zu bestehen schien, einfach weil es ihr egal war, was sie anhatte und David lieber nackt geblieben wäre, als sich in diese widerlichen Kadaver zu hüllen. Schuhe brauchte sie ja sowieso nicht.
Jake schnaubte und wandte sich kopfschüttelnd von der Androidin ab.
„Sie ist aus Porzellan“, sagte er in vertraulichem Ton zu dem Reptilienmädchen und zwinkerte ihr zu. „Kein Wunder, dass sie nicht kämpfen will.“
Er flirtete tatsächlich mit ihr. David war ein bisschen überrascht, dass ihn das überraschte. Eigentlich war nur überraschend, dass er noch nicht versucht hatte, bei der Androidin zu landen…
Für David war eine Wollhose übrig geblieben, die furchtbar kratzte, und dazu eine Tunika aus einem Filzstoff, der früher vielleicht mal hellbeige gewesen war. Es war grauenvoll, und er fragte sich ernsthaft, ob es nicht besser wäre, aufzufallen.
„Wir brauchen Proviant und mehr Ausrüstung“, sagte Kalon in einem tapferen Versuch, das Gespräch in konstruktivere Bahnen zu lenken. Oder vielleicht auch nur, um zu verhindern, dass seine Partnerin und Jake sich zu gut verstanden. David war sich nicht sicher, ob er sich das eingebildet hatte, aber es kam ihm so vor, als ob Kalon Jake gerade einen ziemlich ärgerlichen Blick zugeworfen hatte. „Da wir unser Gepäck zusammen mit unseren Karrs… verloren haben, sollten wir versuchen, in Leyathin den Markt zu besuchen und uns einzudecken.“
„Aber nicht zu fünft“, warf das Reptilienmädchen ein, „Dafür müssen wir uns aufteilen.“
„Ja. Und natürlich müssen wir auch die Bezahlung noch regeln…“
„Wieso?“ fragte David, „Das war doch geklärt. Wir nehmen euch mit, und dafür..:“
„Führen wir euch zur Kehlar-Station. Dass wir euch verpflegen, haben wir nie besprochen.“
David zuckte die Schultern. „Ich kann auch bezahlen, kein Problem. Wo ist denn hier die nächst VirCred-Akzeptanzstelle?“
Kalon lächelte. „Ich dachte mir schon, dass ihr keine passende Währung bei euch habt, aber ihr könntet uns ja die Auslagen erstatten, wenn…“
„Komm, vergiss es!“ unterbrach Jake ihn, „Du willst doch jetzt hier nicht anfangen, ein paar Laiber Brot und einen alten Käse dagegen aufzurechnen, dass wir euch ins Gelobte Land mitnehmen? Mach dich nicht lächerlich, Mann.“
Kalons Mine verfinsterte sich sichtlich. David war sich ziemlich sicher, dass es dabei nicht nur um Jakes Auftreten ihm gegenüber ging. Wunderbar. Es war ja auch alles noch nicht schwierig genug. Er seufzte und setzte an, die Wogen zu glätten:
„Ihr bezahlt wahrscheinlich mit Edelmetall, oder? Gold, Silber, Kupfer, was weiß ich?“
Kalon nickte.
„Kein Problem. Dann merkt euch eben, was ihr hier für uns auslegt, und sobald wir hier weg sind, rechnen wir das in NewYen um, und ich gebe es euch wieder. Ich ganz alleine, nicht dein Problem, Jake, okay?“
Jake zuckte die Schultern. „Wenn das deine Verhandlungstaktik ist, nur zu…“
„Und ich denke, wir teilen uns am besten so auf, dass…“ David zögerte kurz, während er zu Ende überlegte. Kalon und Jake sollten getrennt werden, das war klar, aber sollten Jake und Kalons Partnerin zusammen bleiben, oder eben gerade nicht? Besser nicht, dachte er. In dem Team mit der Androidin war Jake auch nicht gut aufgehoben, aber andererseits schien es keine gute Idee, die Androidin mit Kalon und der Reptilienfrau alleine zu lassen. Hm. Na gut. Alles auf einmal ging nicht. „Wir machen das so, dass Kalon und… du“, er zeigte auf die Androidin und beschloss, dass es Zeit wurde, ihr einen Namen zu geben, „und ich eine Gruppe bilden, und Jake und… du“, Verflixt! „Ihr seid die andere, in Ordnung?“
Jake grinste breit, Kalon nickte mit zusammengekniffenen Lippen. Seine Partnerin musterte Jake skeptisch, und die Androidin stand natürlich einfach nur da. Glänzend. David hatte es schon im Krieg gehasst, der Anführer zu sein.

Lesegruppenfragen:

  1. Ist die Art, wie der Android den Baumstamm bearbeitet, für euch verständlich und einleuchtend? Ich kann es mir einigermaßen vorstellen, bin aber nicht sicher, ob ich mit der Formulierung zufrieden bin.
  2. Wie würdet ihr euch wohl ihm gegenüber fühlen, wenn ihr Shianuk wärt?
  3. Wie hättet ihr die Gruppe an Davids Stelle aufgeteilt?
  4. Mal wieder gar keine Frage: Ich habe das mit dem Podcast nicht vergessen. Ich denke die ganze Zeit dran. Ich verspreche nichts, aber vielleicht klappt es nächste Woche.

8 Responses to Menschenähnlich (10)

  1. keoni sagt:

    Frage 2: Mir wäre schlecht, ich hätte Bauchweh und kalte, zittrige Hände. Und du?
    Frage 3: Jake soll mit der Androidin ein Team bilden, damit er sich allmählich an sie gewöhnt und Kalon nicht traurig und An’Yik nicht belästigt wird.

  2. Muriel sagt:

    @keoni: Vielen Dank für deinen Kommentar!
    2. Ich fände das Ganze sehr aufregend und interessant, glaube ich, und ich würde den Androiden fragen, ob er inzwischen audible-kompatibel ist.
    3. Na du bist ja mutig. Jake und die Androidin zusammen. Bis einer heult, was?

  3. Guinan sagt:

    1. Ein Handknochen sollte eigentlich zu abgerundet sein, als dass das so funktionieren könnte. Mit einer runden Metallstange kannst du ziemlich lange mit aller Kraft auf einen Baumstamm einschlagen, ehe du da irgendeine Wirkung erzielst. Lebendes Holz ist zu elastisch. Ich vermute, da ist irgendein Spezialwerkzeug unter dem Silikon versteckt, das Shianuk nur nicht gesehen hat.
    2. Ich wäre jedenfalls nicht fähig, über das richtige Versmaß nachzudenken.
    3. Keoni hat recht, Jake und die Androidin in einem Team, ohne David als Puffer, das klingt am Spannendsten…. und Jake darf meinetwegen auch gern mal heulen, das befreit und löst Verkrampfungen.
    Den Übergang zwischen den beiden Kapiteln finde ich diesmal übrigens besonders gelungen.

  4. Muriel sagt:

    @Guinan: 1. Wir wissen natürlich nicht, wie rund oder kantig die Handknochen des Androiden sind… Aber du hast Recht, in dieser Szene liest es sich so, als sähen sie eben aus wie normale Knochen.
    2. Naja. Schriftsteller sind so…
    3. Das Problem mit diesem Vorschlag, den ich dramaturgisch auch durchaus ansprechend finde, wäre natürlich, dass Jake und die Androidin dann keinen ortskundigen Eingeborenen in ihrer Gruppe hätten, der ihnen hilft, sich zurechtzufinden…
    Danke! Ich war auch ein bisschen stolz drauf.

  5. Chlorine sagt:

    1. Die Handknochen des Mannbots sind ganz klar diamantbeschichtet.
    2. Aus Shianuks Furcht erwächst sicher bald Zuneigung. Ein bisschen Hollywood steckt in jedem von uns. Wehr dich nicht dagegen! 😉
    3. Die Aufteilung ist meines Erachtens ideal. Schon die Andeutung der Verbindung Jake/An’Yik ist vielversprechend. Sie wird (so denke ich) einen Keil zwischen Kalon und das Reptilienmädchen treiben und die alte Loyalität wird Legende. Die Androidin wüsste ich gern in guten Händen, welche durch David gegeben sind.

  6. Andi sagt:

    1. Vorstellen kann ich mir das auch. Mir isses aber ehrlch gesagt auch egal, wie das beschrieben ist. Die Logik ist hier doch eh außer Kraft gesetzt. 🙂
    Ich hoffe nur, dass er nicht auch aus Porzellan ist wie die Androidin…

    2. Wahrscheinlich tierisch nervös. Speziell nach der Nummer mit dem Baum auch sehr beeindruckt, ängstlich beeindruckt. Dazu kommt ja noch,dass sie zum Autokraten muss, der ja nicht furchtbar vertrauenserweckend ist.

    3. Ich glaub, mir erschließt sich noch nicht, warum die Gruppe sich zwingend aufteilen muss. Aber ich nehme es so hin und beantworte die Frage daher wie folgt:
    Kalon, das kleine grüne Mädchen und Jake. Und David und die Androidin.
    Ja, so könnte es gehen. Natürlich brauchen dann aber David und die Androidin eine Wegbeschreibung. Vielleicht doch nicht sonderlich durchdacht das Ganze… 🙂
    Also passt auch deine bzw. Davids Gruppeneinteilung.

  7. Muriel sagt:

    @Andi: 1. Naja. Ich versuche schon, die Geschichte in sich einigermaßen konsistent zu halten.
    3. Gruppen bilden ist immer schwierig. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, weil ich dabei in der Regel übrig bleibe…

  8. Andi sagt:

    1. Das gelingt dir doch auch. Da kann so ein Baumstamm doch mal echt egal sein. 🙂

    3. Mein Beileid!

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