Schach Matt, Internetsperrengegner!

EU-Kommissarin Cecilia Malmström plant einige Maßnahmen gegen die Verbreitung von Kinderpornographie, darunter auch Zugangssperren zu Internetseiten, auf denen Kinderpornographie zu sehen ist.

Und natürlich geht sofort das große Gezeter dagegen los. Aber ihr Internetsperrengegner solltet lieber erst mal richtig zuhören, statt immer nur dieselben dummen alten Phrasen nachzuplappern! Denkt mal für euch selbst, statt windmühlenartig Argumente zu wiederholen, die schon längst widerlegt sind.

Ich wette nämlich zum Beispiel, dass ihr keine Ahnung hattet, dass

  1. das Leben unschuldiger Kinder auf dem Spiel steht und sich hinter den Bildern im Internet die Schicksale missbrauchter Kinder verbergen!
  2. es traurige Realität ist, dass heute eine Vielzahl von Bildern im Umlauf ist, die Kindesmissbrauch zeigen!
  3. wir auf europäischer Ebene handeln müssen, weil sonst nämlich Schlupflöcher entstehen, wenn einzelne Staaten unkoordiniert einzelne Seiten sperren.

Jaha! Dazu fällt euch nichts mehr ein, was? Da seht ihr mal!

Und noch was: Ihr meint ja alle, dass Bilder von Kindesmissbrauch nicht gesperrt werden dürfen, weil das die Meinungsfreiheit einschränkt. Und dazu will ich euch auch noch mal was sagen, was ihr bestimmt nicht wusstet: Kinderpornographie kann unter keinen Umständen als legitime Meinungsäußerung gelten! Wenn Kinder erniedrigt werden, ist das nämlich eine Verletzung ihrer Grundrechte. Und ihr wollt, dass sich das jeder ansehen muss? Mann, seid ihr eklig!

10 Responses to Schach Matt, Internetsperrengegner!

  1. Cortex sagt:

    Mist, jetzt fühl ich mich schlecht. Da hast Du mir schonungslos die Schwächen meiner Argumentation vorgeführt. Danke, dass Du so tolle Überzeugungsarbeit leistest und Deine Leser nicht verloren gibst.

  2. Wie lange es wohl dauert bis hier einer aufschlägt, der die Ironie als Zynismus enttarnt und Dir vorwirft, dass Du keine Ahnung hast und dass

    1. das Leben unschuldiger Kinder auf dem Spiel steht und sich hinter den Bildern im Internet die Schicksale missbrauchter Kinder verbergen!

    2. es traurige Realität ist, dass heute eine Vielzahl von Bildern im Umlauf ist, die Kindesmissbrauch zeigen!

    3. wir auf europäischer Ebene handeln müssen, weil sonst nämlich Schlupflöcher entstehen, wenn einzelne Staaten unkoordiniert einzelne Seiten sperren.

  3. Schonzeit sagt:

    diese Argumente kannte ich noch nicht, bin aber auch gegen die Internetsperren, wie sie angedacht sind.

    Sie sind ganz schlicht und einfach der falsche Weg. Internetsperren für Kinderpornographie ist wie Unkraut vernichten zu wollen durch stutzen der Spitzen. Oder als wenn man Hakenkreuze und sonstige Rechtsradikale zersetzende Gedankengüter dadurch versucht aus dem Alltag zu verbannen, indem man es unter Strafe stellt die Dinger zu sehen, aber die Besitzer solcher Dinge außer acht ließe.

    Das ist in meinen Augen ein Argument, dass du weder angedacht, noch widerlegt hast.

    Den normalen Internetnutzer unter Generalverdacht zu stellen und Seiten zu zensieren ist kein Eingriff in die Meinungsfreiheit, sondern vielmehr ein Angriff auf die Grundrechte des einzelnen Nutzers.

    Stattdessen sollte man stärker als bisher mit Providern zusammenarbeiten und die Seiten löschen und vor allem dafür sorgen, dass die Leute, die solche Inhalte ins Netz stellen stärker verfolgt werden. Sicherlich gibt es da heute schon Zusammenarbeit, aber offenbar ist man gegen die Flut solcher Seiten machtlos und versucht mit Augenwischerei den Leuten Sicherheit vorzugaukeln.

    Generell stört mich, dass jeder Gegner dieser Internetsperren ebenso pauschal als potentieller Kinderschänder oder Befürworter solcher Praktiken da steht.

    Ebenso, wie Europa vorhat einfach mal jeden, der Zugang zum Internet hat potentiell unter Verdacht zu stellen.

    Ich gebe zu, dass das eine sehr polarisierende Sicht ist. Dennoch ist diese Maßnahme in keinster Weise geeignet für eine sinnvolle Bekämpfung des Problems.

    Auch wenn Scheuklappen den Blick auf Probleme verwehren, sind sie immer noch da.

    Eine Handlung auf europäischer Ebene, wenn nicht sogar weltweit ist unbedingt notwendig. Solche Leute dürfen keine Schlupflöcher haben. Da sind wir uns einig.

  4. Westrup sagt:

    Ich hab mal eine ganz blöde Frage, die aber ehrlich und durchaus nicht ironisch gemeint ist (schwebt mir schon länger im Kopf herum, aber ich frage einfach mal hier): Wenn man so eine Seite findet und sperren kann, warum kann man sie nicht einfach löschen? Und gleichzeitig den oder die Täter strafrechtlich verfolgen? Vielen Dank für ernst gemeinte Antworten.

  5. Manuel sagt:

    Welcher Tag ist heute noch mal?

  6. pyrrhussieg sagt:

    Kann denn nicht ein einziges Mal jemand an die Kinder denken?!

  7. Westrup sagt:

    @ pyhrrhussieg

    Wie der Mixa, meinst Du?

  8. Von wegen Schach Matt! Ich kann noch mit dem Turm vor… Oh. Ja. Schach Matt.

  9. pyrrhussieg sagt:

    @ Westrup: Wie Helen Lovejoy.

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