Restebloggen zum Wochenende (37)

  1. Diese Woche habe ich mal wieder einen ganz fantastischen Spamkommentar bekommen. Dieser hat mir so ausnehmend gut gefallen, dass ich ihn sogar freigegeben habe (abzüglich seines Werbelinks natürlich), aber um euch den Klick zu sparen, zitiere ich ihn hier auch noch mal:
    „Considerably, the article is really the greatest on this notable topic. I harmonise with your conclusions and will thirstily look forward to your future updates. Saying thanks will not just be adequate, for the wonderful clarity in your writing. I will immediately grab your rss feed to stay informed of any updates. Good beeting work and much success in your nice blogs!“
    Meine Herren, da hat aber jemandem meine Selbstbeschreibung gefallen. Obwohl er natürlich Recht hat. Ich habe auch noch keinen besseren Artikel darüber gelesen, worum es hier geht…
  2. xkcd hatten wir lange nicht mehr:

    Geht mir ganz genauso.
  3. Ich weiß, dass mich das zu einem ziemlichen Pedanten macht, aber ich kann nicht anders, als mich jedes Mal aufzuregen, wenn ich den Song „Hallelujah“ höre. „Your faith was strong but you needed proof“? Was soll denn das? So geht das nicht. „Aber“ ist nicht dafür gedacht, zwei völlig gegensätzliche Behauptungen zu verbinden. Entweder man hat einen starken Glauben, oder man braucht Beweise. Beides zusammen ergibt einfach überhaupt gar keinen Sinn. Boah. Mensch.
  4. Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich Felix‘ Begeisterung über diesen Werbespot teile, aber zumindest bin ich mir unsicher genug, um ihn euch auch mal zu zeigen:
  5. Der Postillon ist natürlich immer empfehlenswert, aber wer sich schon seit Jahren fragt, wann die Frankfurter Politik sich endlich mal auf eine Lösung für ihr Godzialla-Problem einigt, der findet in diesem Artikel… natürlich keine Antwort, aber immerhin einen aktuellen Lagebericht.
  6. Bei Gehirnschluckauf habe ich ein sehr bedenkenswertes Zitat des bewundernswerten Herrn Hayek gelesen, das ich hier für euch zum Schluss gerne wiederholen möchte:
    „Neither of these confusions of individual liberty with different concepts denoted by the same word is as dangerous as its confusion with a third use of the word to which we have already briefly referred: the use of „liberty“ to describe the physical „ability to do what I want“, the power to satisfy our wishes, or the extent of the choices of alternatives open to us. This kind of „freedom“ appears in the dreams of many people in the form of the illusion that they can fly, that they are released from gravity and can move „free like a bird“ to wherever they wish, or that they have the power to alter their environment to their liking.
    This metaphorical use of the word has long been common, but until comparatively recent times few people confused this “freedom from” obstacles, this freedom that means omnipotence, with the individual freedom that any kind of social order can secure. Only since this confusion was deliberately fostered as part of the socialist argument has it become dangerous. Once this identification of freedom with power is admitted, there is no limit to the sophisms by which the attractions of the word “liberty” can be used to support measures which destroy individual liberty, no end to the tricks by which people can be exhorted in the name of liberty to give up their liberty. It has been with the help of this equivocation that the notion of collective power over circumstances has been substituted for that of individual liberty and that in totalitarian states liberty has been suppressed in the name of liberty.“
    * Hayek, F.A.: The Constitution of Liberty. Routledge. 2006. S.15
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8 Antworten zu Restebloggen zum Wochenende (37)

  1. I will grab ur RSS-feed! Hehehehehe, herrlich. 🙂 Übrigens, kennst Du den hier? http://www.youtube.com/watch?v=58-9Ae9cvDI

  2. Andi sagt:

    Ich hab einen anderen Lieblingssatz gefunden:
    Saying thanks will not just be adequate!! Großartig.

    Ob bei dieser Cullman-Werbung das kleine Mädchen ganz am Ende auch praktisch mithilft?

    Und Hallelujah ist ein schönes Lied, ob das „but“ nun passt oder nicht. So! 🙂

    Und die Heineken-Werbung ist auch sehr schön.

  3. Muriel sagt:

    @not quite like beethoven: Nein, kannte ich nicht. Danke schön!
    @Andi: Ich finde sehr nett, dass es endlich mal jemand so deutlich sagt, was für eine Lichtgestalt ich eigentlich bin.

  4. Andi sagt:

    Geil, den kannte ich ja noch gar nicht. 🙂
    Ja, du bist halt der Kaiser, der Leitwolf des Bloggens. Was glaubst du, warum ich hier ständig lese?
    Jetzt kann ich dir´s ja sagen: der Spamkommentar kam eigentlich von mir.

  5. Muriel sagt:

    @Andi: Ja, auch meine älteren Artikel sind manchmal durchaus lesenswert. Eigentlich kann mir überhaupt jeder Leser nur Leid tun, der nicht zumindest auch mal in den Archiven gestöbert hat. Hier und da hätte man sogar noch die Chance, Erster! zu werden.

  6. Andi sagt:

    Du weißt ja, dass ich da einiges nachzuholen hätte… Aber wenn ich mal Zeit hab, mach ich das. 🙂

  7. FG sagt:

    Vielleicht liegt das mit dem Leonard einfach daran, dass “Your faith was strong but not strong enough so you needed proof” einfach nicht ins Versmaß passte?

  8. Muriel sagt:

    @FG: Ja, insofern bin ich Herrn Cohen dankbar, dass er bei der kürzeren Variante geblieben ist. Trotzdem verstehe ich nicht, inwiefern man überhaupt sagen kann, dass jemandes Glaube stark ist, wenn er Beweise braucht.
    Für mich ist das einfach ein bisschen wie „Ich mag Fischstäbchen total, aber ich esse sie nicht gerne.“

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