Restebloggen zum Wochenende (40)

  1. Wenn Frauen in dieses Alter kommen, in dem sie, ohne sich total lächerlich zu machen, Ringe tragen können, die gefühlt ungefähr so groß sind wie ihre ganze Hand, müssten sie diese Ringe dann nicht trotzdem total blöd finden, weil die sie doch permanent daran erinnern, wie alt sie sind?
  2. Ich hatte immer Angst, dass ich Sabine Leutheusser-Schnarrenberger vielleicht nur aufgrund tumber Vorurteile nicht leiden kann. Ich habe mich oft gefragt, ob es vielleicht nur an ihrem albernen Nachnamen liegt, und daran, dass sie damals im Bundestag PR-wirksam geweint hat. Insofern empfand ich diesen Beitrag von ihr als sehr erfreulich, weil er mir gezeigt hat, dass die Frau wirklich weder meinen ethischen noch meinen fachlichen Anforderungen an eine Ministerin oder auch nur ein MdB genügt.
    „Wenn Investoren davon profitieren, dass sie Wetten auf das Risiko der Zahlungsunfähigkeit finanzschwacher Euro-Länder abschließen, wird das ethische Fundament der Sozialen Marktwirtschaft in Frage gestellt.“
    Nein, Frau Leutheusser-Schnarrenberger, für so dumm halte nicht einmal ich Sie. Zur Äußerung dieser These gehört auch noch die niederträchtige Absicht, aus der unterstellten Ahnungslosigkeit seiner Wähler politisches Kapital zu schlagen.
  3. Welchen Sinn hat Werbung auf Papierhandtüchern in den Waschräumen von Restaurants? Man zieht die Dinger mit nassen Fingern daraus, und erstens ist die Schrift deshalb auf Anhieb unleserlich, weil sie sich ihrem Zweck entsprechend sofort vollsaugen, und zweitens zerknüllt und zerfleddert man sie dann sofort, und spätestens dann ist jede Chance vorbei, noch etwas von der Botschaft wahrzunehmen. Sogar wenn mein Interesse soweit gereicht hätte, ein weiteres Tuch aus dem Spender zu ziehen, nachdem meine Hände trocken waren, hätte darauf wieder eine andere Werbung gestanden.
  4. Hat jemand vergessen, wer der Feind ist? Fox News ist der Feind.
  5. Herr Stefanowitsch vom Sprachlog mag das iPad auch nicht. Guter Mann!
    „Um das iPad sinnvoll einzusetzen, muss ich immer mein MacBook Pro dabeihaben. Damit das iPad dann aber im Prinzip nicht viel mehr als ein fünfhundert Euro teurer externer Monitor.“
  6. Gestern im Kino Prince of Persia gesehen. Liebe Kinder: Bitte, bitte, bitte nicht nachmachen!
  7. I’ve had it. Ich weiß nicht, warum dieses Demotivational sich nicht einbinden lässt, aber ich kann’s nicht ändern…
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15 Responses to Restebloggen zum Wochenende (40)

  1. Andi sagt:

    Die Frau mit dem lustigen Doppelnamen gehört ja der FDP, nicht wahr? Wundert es dich da tatsächlich noch, dass die versuchen, aus der Ahnungslosigkeit der Wähler Kapital zu schlagen? Also, mich wundert bei der FDP so langsam gar nix mehr.
    Naja, jetzt hab ich seit der Bundestagswahl endlich mal wieder diese Frau zur Kenntnis genommen. Oder trat die zwischendurch mal in Erscheinung und ich hab´s einfach nur verpasst?

  2. Muriel sagt:

    @Andi: Hast du denn den Eindruck, dass das bei den anderen Parteien anders ist? Man müsste eigentlich hysterisch lachen, wenn man hört, wie sie alle fordern, die Banken an den Kosten der Krise zu beteiligen, während sie gleichzeitig wieder und wieder die Banken genau davor schützen. Ich kann bloß nicht gleichzeitig laschen und mit den Zähnen knirschen.
    Hach. Naja, und dass ich nicht so richig überrascht bin, steht ja oben auch.

  3. Andi sagt:

    Ich hab zumindest den Eindruck, dass andere Parteien es momentan nicht so offen zeigen wie die FDP. Aber generell… nein. 🙂

  4. Daniel sagt:

    „Der Markt hat den Menschen zu dienen.“ Wie sieht das eigentlich ein FDP-Wähler?

  5. Muriel sagt:

    @Daniel: Keine Ahnung. Aber lass es mich bitte wissen, wenn du einen gefragt hast.
    @Andi: Wirklich? Die SPD hat dem Maßnahmenpaket der Bundesregierung nur deshalb nicht zugestimmt, weil sie auf einer Transaktionssteuer besteht, die CDU ist die Partei, die die FDP überhaupt dazu überredet hat, den ganzen Blödsinn mitzumachen, und zur CSU muss ich nichts sagen, oder?
    Bei den Grünen könnte man vielleicht zweifeln, aber vielleicht habe ich auch nur die Nachrichten nicht gründlich genug verfolgt, um deren Standpunkt zu der ganzen Sache zu kennen.

  6. Rayson sagt:

    „Der Markt hat den Menschen zu dienen.“ Wie sieht das eigentlich ein FDP-Wähler?

    Ich kann dir sagen, wie ein bestimmtes FDP-Mitglied, nämlich ich, diese Aussage betrachtet: Als komplett inhaltsleer. Ungefähr so wie „der Straßenverkehr hat den Menschen zu dienen“ oder „Musik hat den Menschen zu dienen“.

    Wem denn sonst? Den Tieren? Außerirdischen? Gott?

  7. Muriel sagt:

    @Rayson: Danke. Ich war gerade zu sehr in Feiertagsstimmung dafür.

  8. Andi sagt:

    Muriel:
    Da fragst du mich als Grün-Wähler auch zu viel. 🙂

  9. Muriel sagt:

    @Andi: Vielleicht ist ihnen die ganze Sache einfach zu blöd. Spräche für sie.

  10. Tim sagt:

    Komisch, ich hatte Leutheusser-Schnarrenberger immer als überzeugte Liberale verstanden und mich gewundert, wie sie es mit dieser Einstellung in einer Schönwetterpartei wie der FDP aushält. Daß sie unser heutiges System in einem Atemzug mit Sozialer Marktwirtschaft nennt, ist allerdings absurd.

  11. Muriel sagt:

    @Tim: Ist vielleicht nur so ein Vorurteil von mir, aber Leute, die in der Öffentlichkeit weinen, um andere zu überzeugen, kommt für mich nur ganz schlecht aus der Heuchler-Ecke raus.

  12. MCBuhl sagt:

    @Rayson: „Der Markt hat dem Menschen zu dienen.“ Und nicht andersrum. Jetzt verständlich?

  13. Muriel sagt:

    @MCBuhl: Wolle mer se reilasse?
    Rayson hat die Frage verstanden, er hält sie einfach nur für sinnlos und dumm, und er hat auch erklärt, wieso. Sie wird durch Wiederholung nicht besser, auch wenn man einzelne Buchstaben variiert.

  14. Rayson sagt:

    Naja, wahrscheinlich soll mich das „und nicht umgekehrt“ erleuchten. Aber das kann man auch auf die von mir genannten Sätze anwenden und wird dennoch nicht schlauer.

  15. Muriel sagt:

    @Rayson: So habe ich das auch verstanden. Und mir will einfach gerade kein einziger sinnloser Satz einfallen, der plötzlich vernünftig wird, wenn man „Und nicht umgekehrt.“ hinzufügt. Ich glaube fast, es gibt keinen.

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