Demotivation

19. Mai 2010

Eigentlich gibt es ja wirklich schon genug Demotivationsposter im Web. Deswegen sehe ich auch nicht so richtig ein, warum ich noch mehr davon machen soll. Interessiert doch eh keinen. Und lustig sind die Dinger auch nicht. Sinnlos, langweilig, ausgelutscht. Und trotzdem. Bleibt wieder alles an mir hängen. Naja, wenigstens geht es schnell, wenn ich mir nicht so viel Mühe gebe.

Den Rest des Beitrags lesen »


Menschenähnlich (19)

18. Mai 2010

Vielleicht ist es die deinspirierende Kraft der überwältigenden Mittelmäßigkeit von Twilight – obwohl ich noch nicht weit gekommen bin und bisher sagen muss, dass es rein handwerklich ganz in Ordnung zu sein scheint, das hatte ich aber auch so erwartet -, vielleicht auch was ganz anderes, aber das heutige Kapitel unseres Fortsetzungsromans „Menschenähnlich“ ist ein bisschen kürzer geraten als sonst, und ich bin mir der Sache auch ansonsten nicht ganz sicher. Lasst mich bitte wissen, was ihr so davon haltet.

Viel Spaß!

Den Rest des Beitrags lesen »


Miriam Meckel nimmt faz.net nicht ernst.

16. Mai 2010

Anders kann ich mir jedenfalls nicht erklären, dass sie es nicht für nötig hält, mal ein bisschen nachzudenken, bevor sie da was reinschreibt.

Ihr neuester Artikel beginnt damit, dass sie bei Facebook eine Geburtstagstorte sieht, die sie mögen möchte. Sie klickt also auf „like“ und ist sofort hoch erfreut, einen angemessen dämlichen Einstieg in ihren nächsten faz.net-Artikel gefunden zu haben völlig verunsichert und entsetzt, als sie feststellt, dass diese Funktion auf die Torte nicht anwendbar ist.

Das Mögen ist ein Ausdruck menschlichen Ermessens, und ich muss solche Zuneigung zum Ausdruck bringen können, um sie zum Thema für eine sozial anschlussfähige Kommunikation zu machen. Wenn ich mir aber durch eine Maschine und ihren Algorithmus vorschreiben lassen muss, was ich mögen darf, ob und wie ich diese Neigung zum Ausdruck bringen darf, ist mein Ermessensspielraum beschränkt.

Im weiteren Verlauf ihres Artikels geht sie dazu über, allgemeiner darüber zu schreiben, wie wichtig Zufall und Unberechenbarkeit für die Weiterentwicklung einzelner Menschen und der ganzen Menschheit ist, und dass Computer nie zufällig und immer berechenbar sind. Und deswegen schädlich für unsere Entwicklung. Okay…

Ich könnte das für Satire halten, aber dafür habe ich schon zu viel von Frau Meckel gelesen. Direkt nach dem Lesen habe ich mich gefragt, ob es vielleicht der dümmste Anti-Internet-Beitrag aller Zeiten ist, aber ich fürchte, das Dummheitsfass der Fundamentalkritiker des Internets hat keinen Boden.

Nur für den Fall, dass jemand jetzt gerade von faz.net hier herüberkommt und noch ganz aufgebracht und in Angst um unsere Zukunft schon mit dem Gedanken spielt, seinen PC sofort aus dem Fenster zu werfen, möchte ich ganz kurz auf zwei Denkfehler eingehen, die so evident sind, dass ich mich eigentlich wundere, dass Frau Meckels Rechtschreibprüfung sie nicht automatisch darauf hingewiesen hat:

  1. Es ist nicht eine Maschine, die Ihnen vorschreibt, was Sie mögen dürfen. Es sind die Menschen, die Facebook programmieren. Ihre Idee, dass unsere Freiheit durch Computer eingeschränkt wird, ist manifest unfug, wenn man sich nur kurz mal bewusst macht, dass die Computer bis auf Weiteres noch von Menschen bedient werden.
  2. Computer funktionieren tatsächlich zwar tatsächlich deterministisch – aber wissen Sie was, Frau Meckel? Da sind sie kein bisschen anders als das menschliche Gehirn. Sogar Ihres. Auch wenn das schwer vorstellbar scheint.

Restebloggen zum Wochenende (39)

15. Mai 2010
  1. Sind die Spammer in letzter Zeit aktiver geworden, oder lustiger, oder kommt mir beides nur so vor? Habe mich diese Woche wieder sehr amüsiert:“Thanks for the welcome ueberschaubarerelevanz.wordpress.com What’s up body! Yea yea, good stuff bro! ueberschaubarerelevanz.wordpress.com Chill! I have an information on the the is well! and viagra shop – qaju – 28317 viagra for woman information 5771 – tk viagra for woman information Bye
    Yo, boyakasha! Chill.

    Hi`s Dears! 🙂
    The best production in the world
    Buy Please!
    If you will not like our production, we will return you money in 20 multiple size.
    IN ADVANCE MANY THANKS! 🙂

    Wie muss ich mir das vorstellen? Ich bekomme mein Geld in 20 vielfachen Größen zurück? Also in ganz vielen verschiedenen Münzen und Scheinen? Oder was?

    Hi Everyone!
    Marck here…
    I was reading this board for about 2 months and i’ve,finally, decided to register because time is come to give something back to the board…
    Regard!!!

    Ich würde gerne mal jemanden kennenlernen, der diese Nachrichten schreibt. Einfach, um zu fragen, welches System dahinter steckt.

  2. Ich bin zurzeit ein bisschen unentschlossen, was ich als nächstes aus meinem Audible-Abo auswählen soll und hatte gerade den leicht masochistischen Gedanken, mal einen Twilight-Roman downzuloaden, um euch dann hier mit einer ausführlichen Kritik zu beglücken. Interesse, irgendjemand?
  3. Ein wunderlicher alter Mann hat in einem unbedeutenden Ort eine wirre Rede gehalten. Vielleicht könnte man das auch ganz ignorieren, aber eine Bemerkung kann ich doch nicht für mich behalten: Ja, Herr Ratzinger, Sie haben Recht: Es gibt Katholiken, die sich für ihren Glauben schämen, dass Homosexuelle keine Gleichberechtigung verdienen und Abtreibung Mord Sünde [Korrektur 15. Mai 19:22 auf Hinweis von Rayson. Danke!] ist. Aber viel zu wenige.
  4. Ist euch schon mal aufgefallen, dass die meisten Supermärkte total schwachsinnig aufgebaut sind? Es geht hinter dem Eingang los mit Obst und Gemüse, womit gewährleistet ist, dass die empfindlichen Tomaten, Mangos und Bananen den ganzen Einkauf über ganz unten im Korb liegen und von Apfelmusgläsern, Milchkartons und Waschmittelflaschen gequetscht werden. Irgendwo mittendrin sind die Tiefkühlsachen, damit die auch schön lange Zeit haben, aufzutauen, bis man es zur Kasse geschafft hat, und der Kram, bei dem Zeit und Quetschungen wirklich keine Rolle spielen, wie Zeitschriften, Socken oder Taschentücher, die sind kurz vor der Kasse. Hat da mal jemand drüber nachgedacht?
  5. Natürlich hat Rüttgers es verdient, abgewählt zu werden. Und ich verstehe auch die SPD-Leute, die sich über ihren, ähem, Sieg freuen (0,1 Prozentpunkte mehr sind immer noch mehr. Nah dran zählt nur bei Hufeisen und Granaten.) und sich ärgern, dass alles so kompliziert ist. Trotzdem ist es albern, jetzt von der FDP zu erwarten, dass sie aus lauter Verantwortungsbewusstsein um jeden Preis mit der SPD koaliert. Rayson von B.L.O.G. sagt:
    „Aber wo wir schon bei dieser seltsamen „Verantwortungs“-Logik sind: Seltsamerweise wird eine ähnliche Forderung an die „Grünen“ nicht herangetragen. Was im Grunde erstaunen muss, könnten sie mit einer Zustimmung zu einer „Jamaika-Koalition“ doch dafür sorgen, dass die Partei mit den meisten Wählerstimmen auch den Ministerpräsidenten stellt.“

Where is the power, and where is the point?

15. Mai 2010

Ich habe noch nie das Vortragsprogramm zu einer Messe auch nur mal überflogen. Aber diesmal habe ich eine Einladung zu einer Veranstaltung bekommen, die so klang, als könnte sie einigermaßen interessant sein, und außerdem den besonderen Vorzug mitbrachte, dass sie insgesamt nur drei Stunden dauerte. Ich dachte also, das kann man ja mal versuchen, und schlug Keoni einen kleinen Ausflug vor.

Der erste Referent sollte von den Erfahrungen aus seiner Anfangszeit als Führungskraft berichten. Das hätte durchaus interessant sein können, wenn er nicht wirklich alles getan hätte, um jegliches schüchtern aufkeimende Interesse sofort zu ersticken.

Er fing zunächst äußerst langatmig an, von sich und dem fraglichen Unternehmen zu erzählen und zeigte von Anfang an eine konsequente Vorliebe für unbeholfene, völlig sinnentleerte substantivische Formulierungen auf dem Niveau von Kalendersinnsprüchen. („Die Wahrnehmung einer Herausforderung als Chance sollte für jeden Unternehmer ein Ziel bei der Ausführung seiner Tätigkeiten sein“ hat er nicht wörtlich gesagt, hätte aber von ihm sein können.) Auch seine fünf „Erfahrungen“ stellten sich zügig als abgenutzte Gemeinplätze heraus. „Die Erfahrungen des Vorgängers nutzen!“ war eine davon.

Der Mann hatte seinen gesamten Sermon vorab niedergeschrieben und las ihn nun vom Blatt vor. Das war nicht nur an seiner eher zufälligen Betonung einzelner Silben und dem permanent auf sein Pult gerichteten Blick zu erkennen, sondern auch an dem bis zur Unverständlichkeit verschachtelten Satzbau und zahlreichen Formulierungen, die in mündlicher Rede einfach nicht vorkommen. Oder zumindest nicht bei Leuten, denen man gerne zuhört. („Jedoch ist parallel hierzu immer auch zu beachten, dass sporadisch auftretende Komplikationen, die sich auch durch gründliche Vorbereitung nicht ganz eliminieren lassen, stets bei der Planung zu berücksichtigen sind“ ist wieder kein genaues Zitat, klingt aber ziemlich nach ihm.)

Als er gegen Ende anfing, davon zu erzählen, dass man als Führungskraft vor allem authentisch sein müsse, weil man sonst niemanden begeistern könne, musste Keoni mir mit ein paar kräftigen Ellenbogenstößen in die Rippen aushelfen, damit ich nicht laut zu lachen anfing.

Nach Ende dieser Dreiviertelstunde meines Lebens, die ich nie zurückbekommen werde, stand einer der Organisatoren der Veranstaltung auf, bedankte sich für den spannenden Vortrag (Ich verdrehte die Augen und dachte: Na gut, das muss er wohl sagen.), fragte bewundernd, ob der Redner „das alles aus eigener Kraft geschafft“ habe (Ich stöhnte leise.) und zeigte sich erfreut darüber, dass er sich selbst in den geschilderten Erfahrungen sehr gut wiedererkenne, obwohl er in einem ganz anderen Branchenzweig tätig sei (Ich knirschte mit den Zähnen, starrte angestrengt auf meinen Tisch, ballte die Fäuste und dachte: Du Hammel, zeig mir einen Menschen, der sich in diesem vagen Geschwafel nicht wiedererkennen würde! Mein Hamster würde sich darin wiedererkennen.).

Ich denke manchmal, dass es ähnlich wie beim Führerschein eine Möglichkeit geben sollte, Menschen bei wiederholt erwiesener völliger Ungeeignetheit die Vortragserlaubnis zu entziehen.


Preisrätsel

13. Mai 2010

Bis Samstag ist nicht viel Zeit zum Bloggen. Und dann vielleicht auch noch nicht, mal sehen. Die Menschenähnlich-Fans müssen sich aus meiner Sicht keine Sorgen machen, da bin ich ganz guter Dinge…

Für heute gibt es aber nur was Kurzes, dafür mit Incentive. Wer errät, was man mit einem Rollstuhl machen muss, damit er so aussieht:

der (oder die natürlich) darf sich ein Thema für meinen nächsten Blogeintrag wünschen. Wer bloß einfach so mitraten will, darf das natürlich auch ohne Angst vor dem Preis. Wir zwingen hier niemanden zu seinem Glück. Oder zu ihrem. Ihr wisst schon.

Hinweise:

  1. Das Rohr im Vordergrund ist die Aufnahme für das Gegenstück zu der linken Fußstütze, die ihr im Hintergrund ein bisschen unscharf erkennen könnt. Es befindet sich also schräg rechts vorne vor dem Sitz, neben dem Knie des Fahrers.
  2. Der Rollstuhl war in keinen Unfall verwickelt, der Fahrer wurde nicht verletzt. Auch sonst geht es allen Beiteiligten blendend.
  3. Ihr dürft in den Kommentaren gerne auch mehr oder weniger zielführende Fragen stellen. Ich antworte, so bald ich kann.
    Ergänzungen vom 14. Mai:
  4. Der Schaden ist nachträglich entstanden, es handelt sich also nicht um einen Produktionsfehler.
  5. Die Handlung, die zu dem Schaden geführt hat, wurde vom Fahrer absichtlich vorgenommen. Allerdings wollte er den Rollstuhl damit nicht beschädigen. Er hatte ein anderes Ziel, das er auch erreicht hat. Mehrfach sogar.
  6. Es ist weniger so, dass ein Werkzeug am Rollstuhl benutzt wurde, sondern vielmehr so, dass der Rollstuhl als Werkzeug fungierte.
  7. Der schwarze Kunststoff, den man da noch sieht, spielt für die Lösung keine Rolle.
  8. Es gibt an demselben Rollstuhl noch andere Stellen mit verdächtig ähnlichen Schäden:

Ernst Pöppel ist ein ehrenwerter Mann

12. Mai 2010

Das sind sie alle, alle ehrenwert. All diese Putativ-Experten, die Journalisten gerne heranziehen, wenn sie eine These belegt haben wollen, die sie schon immer für richtig hielten.

Gut, ich kenne Facebook bisher nur als ein ganz nützliches Netzwerk, in das ich gelegentlich reinschaue, wenn ich wissen will, was meine Freunde so machen. Manchmal sehe ich dort interessante Fotos oder bekomme Musiktipps, von denen ich sonst nie erfahren hätte. Manchmal finde ich dort Leute wieder, die ich lange nicht mehr gesehen habe. Und manchmal bin ich sogar angenehm überrascht, wie gut wir uns noch verstehen. Ich könnte auch gut ohne leben, aber ich find’s schon schön, dass es das gibt.

Doch Ernst Pöppel sagt, Facebook sei „Selbstprostitution auf Basis von Informationsgier“ und eine extreme Form der Überforderung. Und Pöppel ist ein ehrenwerter Mann.

Ich erwarte eigentlich von Experten, dass sie Fragen differenziert beantworten und auch dann Probleme nicht übersimplifizieren, wenn Reporter sie dazu drängen. Ich erwarte eigentlich von Experten, dass sie ihre Thesen ein bisschen begründen und vielleicht sogar hin und wieder mal eine Studie zitieren, auf die sie sich beziehen.

Doch Ernst Pöppel sagt ohne Einschränkungen, man müsse von Multitasking unbedingt Abstand nehmen, und er sagt ohne Erläuterung, Facebook tue in Wirklichkeit nur so, als wäre es Kommunikation. Man öffne sich nicht wirklich, man wolle sich nur zeigen, sagt er. Und Pöppel ist ein ehrenwerter Mann.

Ich hatte immer den Eindruck, dass Menschen sehr unterschiedlich sind und auf verschiedenste Arten ihr Leben bewältigen. Ich bin ziemlich sicher, dass die meisten von uns ziemlich gut selbst entscheiden können, wie sie mit moderner Kommunikationstechnologie umgehen wollen.

Doch Pöppel sagt, wir alle in Deutschland sollten jeden Tag eine Stunde lang nicht telefonieren und müssen lernen, E-Mails nicht sofort zu beantworten. Er sagt, wir müssen unsere Informationsgier einschränken und dürfen unser Leben nicht weiter in „diese simulierte Welt“ verlagern.

FAZ.net bietet uns übrigens keinerlei Hinweise darauf, was Herrn Pöppel eigentlich qualifiziert, sich so autoritär zu Facebook im Speziellen oder zu Telefon und Internet im Allgemeinen zu äußern. Er scheint zu dem Thema auch noch keine Forschungsergebnisse publiziert zu haben, soweit ich das erkennen kann. Ernst Pöppel hat auch selbst kein Facebook-Konto.

Und ist gewiss ein ehrenwerter Mann.


Alles klar, Herr Kommissar?

11. Mai 2010

Die Aggro-Wochen sind noch nicht zu Ende. Ich hätte hier gerne mal wieder was Unpolitisches geschrieben, oder einfach was Lustiges, aber was da gerade in Sachen EU läuft, mag ich dann doch nicht komplett ignorieren. Wenn ich ein bisschen melodramatisch sein wollte, würde ich sogar sagen, es macht mir Angst, aber vielleicht reicht es auch, wenn ich es bloß ziemlich ärgerlich finde.

Ich war schon nicht besonders glücklich mit der geplanten Unterstützung für Griechenland. Nicht, weil ich etwas gegen die Griechen hätte, sondern weil ich der Meinung bin, dass es lang- oder wahrscheinlich auch schon mittelfristig gesehen das falsche Signal ist, dass ein Staat, der sich quasi in die Zahlungsunfähigkeit manövriert (Und kommt mir bloß nicht mit „Die Spekulanten sind doch Schuld!“) und dabei noch so lange es eben ging seine wahre Situation verschleiert hat, die Konsequenzen dieser Fehler nicht tragen muss. Aber damit war zu rechnen. Insofern hat es nicht besonders weh getan.

Überhaupt nicht erwartet hatte ich aber, dass man bei der Gelegenheit dann auch gleich noch ein paar andere saudumme Fehler hinterher schiebt und sich dabei als tapferer Euroretter geriert. Herr Steltzner von faz.net hat treffende Worte gefunden:

„Die Europäische Union rüstet zum Kampf gegen den Markt.“

Und genauso klingt es auch, wenn ich von unserem Kommissionspräsidenten höre, er wolle „den Euro verteidigen, was immer es kosten mag“. Ähem, hallo, Herr Barroso? Was immer es kosten mag? Ich hab den Euro ja auch lieb, aber haben Sie das zu Ende gedacht? Und den nächsten kalten Schauer jagt mir dann gleich der französische Präsident über den Rücken. Herr Sarkozy ist ja immer mal für einen kalten Schauer gut, nicht wahr? Und nun will er also zur „Generalmobilmachung“ blasen, um „ohne Gnade gegen die Spekulation zu kämpfen“. Jawoll, denn wenn es dieses Drecksspekulantenpack nicht gäbe, könnte man als Staat endlich so hemmungslos misswirtschaften, wie man will, ohne dass man deshalb in Schwierigkeiten gerät. Geld kann man ja schließlich drucken. Hat doch früher auch immer funktioniert, oder? Oh, nee, doch nicht. Naja, egal. Diesmal wird’s klappen. Was kann denn schon schiefgehen?


Menschenähnlich (18)

10. Mai 2010

Es ist Montag, und um euch – und mich selbst – darüber ein bisschen hinwegzutrösten, habe ich für euch nicht nur einen brückenfähigen Feiertag organisiert, der die Woche deutlich verkürzt, sondern außerdem noch ein neues Kapitel unseres Fortsetzungsromans Menschenähnlich geschrieben. Das ist leider ein bisschen düster geraten, aber die Aussicht auf Himmelfahrt lässt euch das sicher schnell wieder vergessen. Viel Spaß.

Den Rest des Beitrags lesen »


Restebloggen zum Wochenende (38)

9. Mai 2010
  1. Ist der Secret-Service-Codename für den US-Präsidenten wirklich immer „Eagle“, oder ist das nur in fiktiven Geschichten? Wofür bräuchte man denn einen Codenamen, wenn den sowieso jeder kennt?
  2. Ich finde den Wortvogel sehr sympathisch, und in vielem sind wir uns einig, aber dass er Mr. und Mrs. Smith mag, das gibt mir doch schwer zu denken. Ich wollte diesen Film mögen, trotz Angelina Jolie, weil ich ein Fan von Auftragsmördern bin, aber ich habe nach zehn Minuten aufgehört, richtig zuzusehen, und nach einer Dreiviertelstunde musste ich ihn ausschalten, weil ich sonst angefangen hätte, kantige Gegenstände nach meinem Fernseher zu werfen.
  3. Not quite like Beethoven hat drüben eine interessante Diskussion darüber angefangen, ob Kinder ein Recht auf ein Cochlea-Implantat haben, oder eher ein Recht darauf, keins zu bekommen. Mit ungefähr dem Thema hatte ich mich hier ja auch schon auseinandergesetzt, aber weil er selbst ja ausgiebig Erfahrung damit gemacht hat, ist sein Beitrag vielleicht noch ein bisschen gewichtiger.
  4. Daniel von Gehirnschluckauf setzt sich in den letzten Tagen immer wieder mit den Hilfen für Griechenland auseinander. Zu Recht und wohl durchdacht. Lesenswert.
    „Aber wo es kein Recht gibt, kann es auch keine Freiheit geben. Man muss es in aller Deutlichkeit sagen: Die “guten Europäer” kaufen den Tod auf Raten und sie bezahlen ihn mit der Freiheit der Bürger.“
  5. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich finde Demotivationsposter eigentlich überhaupt nicht demotivierend. Ich glaube sogar, dass ich demnächst selbst mal versuche, welche zu machen.
    demotivational posters
    see more

    demotivational posters
    see more
  6. Formspring.me war für mich immer nur diese Seite, wo (mutmaßlich) eine mir unbekannte hartnäckige Person mich mit merkwürdigen Fragen behelligt, die ich teils aus belustigtem Interesse, wie es weitergeht, und teils aus einem absurden Pflichtgefühl beantworte. Dass auch dieser harmlose Quatsch für manche schon wieder eine ernste Gefahr für unsere Kinder ist, hätte ich ahnen müssen, aber es hat mich dann doch überrascht, es in der NYT zu lesen:
    „“It’s just shocking that kids have access to all these things on the Internet and we don’t even know about it,” Mr. Stern said. “And it’s disturbing that what goes on there will influence how somebody behaves. How do you block it? How do you monitor it?”“
  7. ahoi polloi hat mal wieder ein Meisterwerk geschaffen.