Restebloggen zum Wochenende (45)

  1. „France’s Dishonor is Complete in Loss to Host“ titelt die New York Times, und ich bin einen Moment lang verwirrt, bevor mir klar wird, worum es geht. [Die haben auf ihrer Homepage den Titel geändert. Ich weiß nicht, warum. Ich habe ihn jedenfalls wortgetreu von meinem Kindle abgeschrieben.]
  2. Teetotalism. Teetotaler. Auf Englisch mag ich den Ausdruck viel lieber. Klingt nicht so militant wie der deutsche Anti-Alkoholiker. Ich bin nicht gegen Alkohol, und ich habe auch nichts gegen Alkoholiker, obwohl ich ihnen natürlich von ganzem Herzen gute Besserung wünsche. Ich sehe mich deshalb lieber als Teetotaler. Wie immer weiß Wikipedia mehr, falls ihr euch jetzt fragt, wovon ich rede:
    Teetotalism (sometimes tee-totalism) refers to either the practice of or the promotion of complete abstinence from alcoholic beverages. […] When at drinking establishments, they either abstain from drinking or consume non-alcoholic beverages such as tea, coffee, water, juice, and soft drinks.
    Wer hätte das gedacht?
  3. Das sind mir immer die Richtigen: Leute, die Verkaufsschulungen und -beratung anbieten und denen dann unübersehbar die Gesichtszüge entgleisen, wenn man sagt, dass man nicht gleich unterschreiben, sondern lieber noch mal drüber nachdenken will. Those who can, do. Those who can’t, teach.
  4. Katja denkt darüber nach, wie das wohl für Autoren ist, wenn sie liebgewonnene Figuren in ihren Geschichten töten. Und ich denke mit. Ich habe darin schließlich Übung. Also im Töten, nicht im Denken. Ich meine… Ihr wisst schon.
  5. Meine Damen und Herren, es gibt eine neue Referenzklasse:
    demotivational posters - DEEP FRIED BUTTER
  6. Wann sparen sich Hotels endlich diesen Quatsch, dass jeden Tag jemand in unser Zimmer kommt und es aufräumt? Sogar in den billigsten Absteigen gehört das ganz selbstverständlich dazu. Das kostet die doch auch Zeit und Geld, und ich lege nicht nur keinen Wert darauf, dass jemand unsere Sachen durchwühlt und umsortiert, während wir nicht da sind, ich würde mich sogar ein bisschen wohler fühlen, wenn das unterbliebe.
  7. Ja, es ist das Wochenende über ein bisschen ruhig hier. Das liegt unter anderem daran, dass Keoni und ich bis morgen noch in Paris sind. Reisebericht folgt.
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8 Responses to Restebloggen zum Wochenende (45)

  1. Andi sagt:

    „Paris, einfach nur so zum Spaß…“ *träller* (Udo Jürgens, für die Anti-Schlager-Fraktion hier).

    Den Aufräum-Service in Hotels find ich auch sehr unangenehm. Aber manchmal gibt´s doch auch solche Schilder, die man die Tür hängen kann, dass man nicht möchte, dass aufgeräumt wird. Gibt´s die bei euch nicht? Ist Frankreich noch nicht so fortschrittlich? Ist Frankreich gar ein Entwicklungsland? 🙂

  2. WallaceRope sagt:

    Zu 6:

    Zu dieser Thematik – aber nicht nur deshalb, ganz grundsätzlich auch – empfehle ich „Schrecklich amüsant… aber in Zukunft ohne mich“ von David Foster Wallace.

    ———
    [These New Puritans – Hologram]

  3. Peter sagt:

    zu 6: Ich war neulich in einem kleinen Familienbetrieb in Hannover und man wies darauf hin, dass Sonntags leider kein Zimmerservice angeboten wird, man möge bei erwartetem Handtuchbedarf diesen bitte schon Sonnabends anmelden. Fand ich eigentlich gar nicht so schlecht.

  4. Wiebke sagt:

    zu 3. „Those who can, do. Those who can’t, teach.“ Ich finde den Schluss nicht zwingend. Man kann auch tun UND lehren.

    @Peter: Bei vielen Hotels werden Handtuecher und Bettwaesche nur noch auf Verlangen taeglich gewechselt. Aber die kommen trotzdem jeden Tag, machen das Bett, und machen ’ne Spitze in das Klorollenende (oder -anfang). Ich glaube, das ist es, was Muriel stoert…

    zu 4. Da gibt’s ’nen Film zu, den ich recht gelungen fand. Kennt ihr „Stranger Than Fiction“? http://www.imdb.com/title/tt0420223/

  5. Katja sagt:

    Dankesehr nochmal für’s Mitdenken, das sind für mich spannende Einblicke in dein Schreiben (und für’s Verlinken). 🙂

    Ach Paris. Hachz!

    @Wiebke: Dankeschön für den Tipp. Das liest sich spannend (und schräg). Den werde ich mir unbedingt mal anschauen. 🙂

  6. Nardon sagt:

    @Wiebke: Der Film ist wirklich genial, sollte man gesehen haben 🙂

  7. Muriel sagt:

    Andi: Ja, die Schilder kenne ich. In diesem Fall gab es gar keine, aber auch ansonsten ist das nach meiner Erfahrung Glückssache, ob die auch beachtet werden. Spricht vielleicht eher gegen die Hotels, die ich mir immer aussuche…
    WallaceRope: Danke für den Hinweis, dem gehe ich mal nach!
    Peter: Als ob irgendjemand wirklich unbedingt jeden Tag frische Handtücher bräuchte. Manche Dinge sind so offenkundig unsinnig, es merkt nur keiner, weil sie irgendwie schon immer so waren.
    Wiebke: 3. Um Gottes Willen, das ist kein Schluss und keine Regel, das ist einfach nur ein dummer alter Spruch, der manchmal zufällig passt. So wie „Lehrers Kind und Müllers Vieh“. Das soll ja angeblich auch nicht immer stimmen…
    Stranger than Fiction habe ich schon öfter gehört, kenne ich aber noch nicht. Werde ich demnächst mal ändern.
    Katja: Gern doch! Danke für’s Fragen.

  8. […] hab bei rüdiger und muriel (und anderen, aber das sprengt jetzt den Rahmen) schon öfters gesehen, dass sie kurze Gedanken […]

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