Restebloggen kurz nach dem Wochenende (49)

  1. Ich weiß nicht, ob ihr es mitbekommen habt, aber kürzlich hat ein israelisches Gericht einen Araber wegen Vergewaltigung verurteilt, weil er einer Jüdin vor dem (einvernehmlichen) Sex vorgespiegelt hatte, ebenfalls Jude zu sein. Das hat natürlich viel Unverständnis ausgelöst, aber auch diesen wie immer gut durchdachten Beitrag von einem meiner Lieblings-YouTuber ProfMTH:

    Ich finde zumindest, dass er es sehr schön erklärt hat. Meinem Rechtsgefühl nach gehört zu Vergewaltigung immer noch eine Art von Zwang, aber solange man den Unterschied im Strafmaß berücksichtigt, können wir uns einigen.
  2. Stefan Niggemeier schreibt sehr aufschlussreich über die immer wieder durch alle Medien kursierenden Meldungen zum schwankenden Krankenstand in Deutschland:
    Seit über einem Jahrzehnt schreibt der Journalist Christoph B. Schiltz für die „Welt” auf der Grundlage einer Statistik des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) immer wieder über den jeweiligen Krankenstand in Deutschland. Seit über einem Jahrzehnt missversteht er, was diese Statistik misst, und interpretiert die Zahlen falsch. Und seit über einem Jahrzehnt übernehmen Nachrichtenagenturen und vermeintliche Qualitätsmedien seine falschen Interpretationen.
    So einfach geht Journalismus.
  3. Dachtet ihr bisher auch immer, Jockeys wären sehr klein? Mögt ihr Joscha Sauers Nichtlustig-Cartoons oder kennt sie am Ende noch nicht einmal? Dann habt ihr gute Gründe, euch das mal genauer anzusehen.
  4. BodenseePeter weist uns auf das schlechteste Logo der Welt hin. Es gehört der erzbischöflichen Jugendkommission und ist irgendwie… doppeltdeutig geraten. [via wirres.net]
  5. Warum ist es eigentlich so schwer, ein gutes Portemonnaie zu kaufen? Die Dinger sind entweder zu klein, um z.B. einen Personalausweis drin unterzubringen, oder sie sind so groß, dass man eine eigene Aktentasche dafür braucht. Manche, die auf den ersten Blick einen guten Eindruck machen, haben dann ulkige kleine Macken wie ein fehlendes Münzfach, oder lustige Lederriemen, die total überflüssig sind, aber das Ganze unnötig verdicken. Ich fürchte aber, dass ich mich trotzdem bald entscheiden muss, denn meines fällt demnächst wohl auseinander.
  6. Diese Spedition hat auch eine interessante Vorstellung von Marketing:

    Ich versichere, dass ich ausschließlich den Namen und die Adresse des Unternehmens geschwärzt habe und dass ich euch auch ansonsten keine Information vorenthalte, die helfen könnte, diese Werbebotschaft zu verstehen.
  7. Das Beste habe ich mir für den Schluss aufgehoben:

    Sehr herzlicher Dank für den Hinweis auf diesen Spot geht an eine Freundin, deren Namen ich hier nicht nenne, die aber weiß, wen ich meine, falls sie das hier liest.
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10 Responses to Restebloggen kurz nach dem Wochenende (49)

  1. Zaphod sagt:

    Wenn ich erst Chefin bin, dann.. hört sich irgendwie bedrohlich an. Ich hoffe das Bild auf dem LKW ist noch nicht so alt, dann könnte man noch positiv erzieherisch tätig werden. Vielleicht steht dann ja hinter den Punkten mal ein …werden sofort die Löhne erhöht.

  2. Andi sagt:

    Die Nichtlustig-Cartoons sind super. Danke für den Tipp!
    Und die Kleene auf dem LKW ist vielleicht die Tochter von der Chefin – aber das macht die Werbebotschaft leider nicht klarer. Am End´ gibt´s keine Botschaft, sondern man setzte einfach auf den Niedlichkeits-Faktor. Aber auch das geht in dem Fall daneben, sorry.

  3. Arctica sagt:

    Ich würde die Spedition auf jeden Fall nicht benutzen 😀
    Das Logo und der Werbespot sind mal richtig daneben, sehr unterhaltsam. Und wem nicht lustig gefällt, der sollte sich vielleicht auch einmal die Comics von Ruthe anschauen, zum Beispiel hier: http://ruthe.de/cartoons/strip_1030.jpg

  4. Mathies sagt:

    Das Portemonnaie-Problem hat mir auch schon Kopfzerbrechen bereitet, bin aber mittlerweile überzeugter Eastpak-Nutzer (ja, die machen nicht nur Taschen ;), weil Perso, Karten, Scheine und Kleingeld reinpassen, ohne dass die Geldbörse nach zwei Wochen auseinanderfällt.

  5. Muriel sagt:

    @Zaphod: Stimmt, den bedrohlichen Unterton erkenne ich auch. Und als der erzliberale Rechthaber, der ich bin, muss ich natürlich darauf hinweisen, dass Lohnerhöhungen nicht unbedingt was rundum Positives sein müssen.
    @Andi: Sie erinnert mich ein bisschen an Savannah Weaver, was für sich genommen irgendwie cool wäre, aber dieses Werbemotiv könnte nicht mal Catherine noch retten…
    @Arctica: Heißen Dank, Ruthe kannte ich noch nicht!
    @Mathie: Ja, Eastpak ist cool. Ich habe noch so eins rumliegen. Habe das ausgemustert, weil ich dachte, dass es nicht zum Anzug passt, aber ich glaube, das ist mir inzwischen vielleicht egal.

  6. Andi sagt:

    Muriel:
    Ja, an Savannah und Catherine hab ich natürlich auch sooooofort gedacht. 🙂

  7. Nardon sagt:

    Wollte etwas zu deinem Portemonnaie-Problem schreiben allerdings hat Mathies schon geantwortet 🙂
    Hab meins jetzt seit 2 Jahren und will kein anderes mehr.

  8. Tim sagt:

    @ Muriel:
    Viel schlimmer finde ich ja, daß man Portemonnaie heute auch „Portmonee“ schreiben darf. Ja, ich finde Sprachnörgelei normalerweise auch doof und kleinkariert. Nein, die Schreibung „Portmonee“ mag ich trotzdem nicht. Sic transit gloria mundi und so …

  9. Muriel sagt:

    @Nardon: Ich suche meins demnächst auch mal raus. Ihr habt ja Recht.
    @Tim: Nein, ich sehe das wie du. Portmonee ist das Letzte.

  10. Andi sagt:

    Muriel & Tim:
    Schreibt doch Geldbörse. 🙂

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