Restebloggen zum Wochenende (50)

  1. Vorgestern waren Keoni und ich im Kino, um Inception zu sehen. War ganz in Ordnung. Erinnert nicht nur thematisch ein bisschen an Matrix, sondern auch in der Art, wie jetzt viele Leute rumlaufen und ihn als episches Meisterwerk anpreisen und eine Tiefe und Komplexität hineinprojizieren, die zumindest meiner Meinung nach einfach nicht vorhanden ist. Wer diese Art Film mag, sollte ihn sich unbedingt ansehen, mir hat er auch gefallen, aber besonders in Erinnerung behalten muss man ihn nicht.
  2. Und gestern waren wir zum ersten Mal in einer Kletter- und Boulderhalle. Eine Freundin hat uns sehr nett und kundig eingewiesen, wir hatten großen Spaß und wollen es bald wieder machen, aber ich bleibe dabei, dass mir Meer lieber ist als Berge.
  3. Im Kino ist mir auch dieses Plakat hier aufgefallen:

  4. Leider ist die Kamera an meinem Telefon nicht so doll, deswegen hier noch mal das entscheidende Detail:

    Ich verstehe nicht, wie das aufgeht. Ich unterstütze die Delfine also mit 4,80 € und bekomme gratis ein Delfinbild. Das kostet mich aber 4,99 € zuzüglich des SMS-Versands. Was passiert mit den übrigen 19 Cent? Wo gehen die hin? Wofür bezahle ich die? Wen unterstütze ich damit? Oder ist das eine dumme Frage, und das ist einfach nur die Gebühr des Zahlungsdienstes?

  5. Sapere Aude zeigt uns, wie die wissenschaftliche Methode funktioniert. Das ist nicht nur nett illustriert, sondern gehört meiner Meinung nach in jede Schule, und am besten auch in jedes Kinderzimmer. Obwohl es so einfach ist, staunt man immer wieder, wie viele Leute es nicht verstehen:
  6. Matt Dillahunty – ich weiß, ich bin ein hysterischer Fanboy, ich nerve, und ich könnte auch mal wieder von was anderem erzählen, aber ich kann eben nicht anders – schreibt kurz und treffend was über den moralischen Kompass und die These eines Katholiken, Masturbation sei schlimmer als Vergewaltigung:
    The rest of us are trying to put the pieces of the puzzle together and we don’t need you spilling your coffee all over the table while you try to force pieces together – especially as you seem to have brought pieces from some other puzzle.
  7. Florian Freistetter berichtet bei Astrodicticum Simplex von seinen Erfahrungen mit dem möglicherweise dümmsten Spamversuch, von dem ich bisher gehört habe: Ein angeblicher Mitarbeiter des CERN hat ihm geschrieben, dass die Experimente dort ein Schwarzes Loch verursachen werden. Bitte brecht jetzt nicht in Panik aus, denn es ist alles halb so schlimm: Für nur 2.500$ pro Person können wir Flugtickets auf eine Südseeinsel kaufen, auf der uns nichts passieren kann. Und in Anbetracht der Bedrohung ist das doch wirklich ein Schnäppchen, oder?

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7 Responses to Restebloggen zum Wochenende (50)

  1. Cassandra sagt:

    @ Inception ist das neue Matrix

    oh, je. Sowas ähnliches hatte ich befürchtet. Nachdem mir der Schwall Pseudophilosophie zu Matrix schon so auf den Keks ging, werde ich mich dann wohl beeilen müssen und Inception unvoreingenommen im Kino sehen bevor die ersten „Das ist alles so tiefsinnig!eins!!elf“-Propheten bei mir auf den Plan treten.

    @ mein Baby kann Wissenschaft

    Danke für den Link. Da hab‘ ich wieder was, das ich an meine Bürotür hängen kann! 🙂

  2. ruediger sagt:

    3. Fühlt sich komisch an, schon immer wenn es so Aktionen hat. Betrüger sind überall.

  3. Muriel sagt:

    @Cassandra: Willkommen bei überschaubare Relevanz und viel Spaß bei Inception!
    Zu dem Babybild: Florian hat einen Shop verlinkt, bei dem man dieses und andere Motive als Poster kaufen kann. Vielleicht ist da ja noch mehr für dich dabei.
    @ruediger: Ja, aber Betrug hätte ich dahinter jetzt eigentlich nicht direkt vermutet. Zumindest nicht mehr als bei gemmeinnützigen Organisationen üblich. Bestimmt sind die 19 Cent einfach nur für den, der die Zahlung über SMS abwickelt…

  4. ruediger sagt:

    Ok, Betrug ist ein zu starkes Wort und hier eine haltlose Mutmaßung zugleich. Seriöse Spendensammler sollten schreiben wie das Geld sich aufteilt. Und selbst wenn, wie stellt man als Spender sicher, dass sie sich dran halten? Solche Spendenaufrufe sind allenfalls fragwürdig und wenig vertrauenserweckend, ergo „Finger weg“.

  5. Wiebke sagt:

    2. Jo, hat mir auch Spass gemacht! Wenn ihr noch ’n paar mal uebt, koennt ihr ordentlich sichern und wir koennen in an die grosse Wand. 🙂

  6. Muriel sagt:

    @Wiebke: Yay, die große Wand!
    Hm.
    Äh.
    Die war schon ganz schön hoch… Naja.
    Yay, die große Wand!

  7. […] hatte euch vor ein paar Wochen einen xkcd-Comic gezeigt: Anatol Stefanowitsch vom Sprachblog hat sich dazu Gedanken gemacht und das Konzept meiner […]

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