Eine Riesenmenge Geld (5)

Wie schon angekündigt, setzt die Gegenteilwoche heute aus. Das neue Kapitel unseres Fortsetzungsromans erscheint also in gewohnter Qualität und wird euch hoffentlich genauso gefallen wie meine sonstigen Werke. Falls nicht, behalte ich mir die Möglichkeit vor, doch noch alle Schuld auf Anti-Muriel zu schieben. Viel Spaß.

Was bisher geschah

Im ersten Kapitel haben wir Konrad kennengelernt, einen Hamburger Anwalt, der von seiner Frau betrogen wird, und Tanja, eine SEK-Beamte in Düsseldorf, die perfekt einen wütenden Dobermann nachahmen kann.
Im zweiten Kapitel lernen Konrad und Tanja einander kennen und verabreden sich zum Essen.
Im dritten Kapitel essen sie miteinander und fahren zu Tanja nach Hause.
Konrad betritt im vierten Kapitel Tanjas Wohnung, und die beiden beschließen, Freunde zu sein. Am nächsten Tag ruft sie ihn an und bittet ihn, sie noch einmal zu besuchen.

Was heute geschieht
Konrad

Um Viertel vor acht stieg ich aus dem Taxi, sah ihm nach, drehte mich zu dem Wohnhochhaus um in dem Tanja wohnte, stemmte meine Hände in meine Hüfte und seufzte. Ich freute mich nicht unbedingt darauf, ihr zu sagen, dass ich sie nicht wieder sehen wollte. Aber ich hielt es immer noch für notwenig. Ich mochte Tanja, aber das mit ihr fühlte sich einfach nicht richtig an. Nicht jetzt. Ich klingelte, wartete auf den Türsummer und zögerte im Fahrstuhl kurz, bevor ich mich für das fünfte Stockwerk entschied.
Tanja öffnete die Tür nach dem zweiten Klopfen. Sie hatte sich diesmal anscheinend weniger Mühe mit ihrer Kleidung gegeben, sie trug eine zerknitterte dunkelbeige Cargohose und ein enges dunkelblaues T-Shirt. Auf dem Shirt war stark vergrößert eine längliche Gewehrpatrone abgebildet, mit golden blitzender Hülse, über die einige strahlende Lichtreflexe liefen, und dem matt silbrigen Projektil an der Spitze. Außerdem waren da diese kleinen eingestanzten Schriftzeichen, die dem kundigen Auge alle möglichen Einzelheiten über das Ding verraten, aber fragen Sie mich nicht, ich habe verweigert. Unter der Patrone standen in einer kräftigen serifenlosen Type die Worte:

Into each life, a little rain must fall.

Weil sie keinen Pullover trug, konnte ich zum ersten Mal ihre bloßen Arme sehen. Gütiger Gott, diese Muskeln. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass eine Frau so muskulös sein konnte, ohne wie eine Karikatur auszusehen.
„Ich bin hier oben, Konrad“, sagte sie, und zeigte mit Zeige- und Mittelfinger ihrer rechten Hand auf ihre Augen.
Ich lächelte ein bisschen beschämt und schaute in ihr Gesicht auf. Bedruckte Shirts sind tückisch.
„Entschuldigung“, murmelte ich.
„Muss dir nicht leid tun“, antwortete sie, „Oder hat dir etwa nur das Shirt gefallen?“ Sie grinste und zwinkerte mir zu.
Ich fing mich rechtzeitig, um mitzuspielen: „Was für ein Shirt?“
Ich war ein bisschen stolz auf die Antwort, obwohl ich mich gleichzeitig fragte, ob ich gerade mit ihr flirtete und ob das jetzt das Richtige war. Mein Herz sank ein wenig in mir herab, während ich an den Grund dachte, aus dem ich hier war.
Sie versetzte mir einen gutmütig gemeinten Schlag gegen die linke Schulter, der dennoch überraschend schmerzhaft war. Ich versuchte mannhaft, mir nichts anmer-ken zu lassen, während ich ihr in die Wohnung folgte.
„Und Essen gibt es auch, wie versprochen“, sagte sie.
Ich schnupperte. Offenbar hatte sie wirklich gekocht. Es roch nach…
„Pizza?“
„Naja, was hast du erwartet?“
„Nein, Pizza ist gut. Ich hatte lange keine selbstgemachte mehr. Oder ist die tiefge-kühlt?“
Auf einer der Arbeitsflächen in ihrer Küche sah ich die Pralinenschachtel von gestern liegen, noch in der Folie. Vielleicht mochte sie keine Schokolade. Eine Gabe, um die sie manch andere Frau beneiden mochte; und so mancher Mann natürlich auch, mich selbst eingeschlossen.
„Nicht doch. Du wirst begeistert sein, wart ab. Aber es dauert noch ein bisschen, und so lange wirst du für dein Abendessen arbeiten müssen.“
Sie führte mich zu dem kleinen gläsernen Tisch und zeigte mit beiden Händen da-rauf, während so etwas wie Verzweiflung über ihr Gesicht huschte. Auf dem Tisch verstreut lagen ein paar verschiedene Stifte, einige weiße, teilweise beschriebene Papierblätter und vier Grußkarten, von denen nur eine mit der Vorderseite nach oben lag. Darauf war ein buntes lichtdurchströmtes Kirchenfenster zu sehen, darunter die Worte: Zu deiner Konfirmation
„Da, sieh dir das an!“ sagte sie, und ihre sonst immer so dunkle und ein bisschen heisere Stimme klang dabei viel höher als sonst.
„Äh, ja… was denn?“
Sie wedelte mit ihren Händen in Richtung Tisch und sah dabei ganz aufgebracht aus. Ich bemerkte, dass der Text auf den meisten der Papierblätter gestrichen war und dass auf dem Boden unter dem Tisch mehrere kleine Papierbälle lagen.
„Na das da! Mein Neffe wird am Wochenende konfirmiert, und ich hab keine Ah-nung, was man da schreibt. Und was schenke ich ihm denn? Schenke ich ihm überhaupt irgendwas? Geld, glaube ich, aber wie viel denn? Und was zur Hölle schreibe ich auf so eine blöde Konfirmationskarte?“
Ich schmunzelte. Und fühlte mich sehr geschmeichelt, dass sie mir zutraute, ihr all diese Fragen zu beantworten.
„Was bin ich froh, dass du keinen Computer hast“, sagte ich. „Wenn du wüsstest, wie man Google benutzt, wäre mir heute Abend sicher einiges entgangen.“
Sie schlug mich wieder. Genau auf dieselbe Stelle. Ich nahm mir vor, ihr bei Gele-genheit zu sagen, dass sie damit aufhören musste. Vielleicht nicht jetzt gleich, aber bevor sie bleibende Schäden anrichten konnte.
Ich sagte Tanja an diesem Abend nicht, dass ich sie nicht wieder sehen wollte. Ich blieb sehr lange bei ihr, und wir hatten wieder viel Spaß. Gemeinsam fielen uns ein paar brauchbare fromme Sprüche für die Karte ein. Die waren ihr zwar ein bisschen peinlich, aber ich konnte sie schließlich überzeugen, dass das wegen des Anlasses so sein musste.
Die Pizza schmeckte großartig, obwohl der Belag zu einem großen Teil aus Dingen bestand, die ich nicht ausstehen konnte. Diese kleinen salzigen Fische zum Beispiel. Sardellen? Anchovis? Oder ist das das gleiche? Am Ende sagte ich ihr nur, dass ich morgen nach Hamburg zurück fahren würde und dass ich aber wahrscheinlich bald wieder in Düsseldorf sein konnte. Nachdem ich mein Taxi gerufen hatte, stand sie auf.
„Bevor du fährst, hab ich noch was für dich.“
Sie ging zu ihrem Bücherregal, ließ ihren Blick über die Fächer schweifen und bückte sich dann zu dem zweiten von unten.
Bei dieser Gelegenheit: Ich halte mich nicht für besonders altmodisch, und ich bin eigentlich auch nicht prüde. Aber ich sehne mich nach den Zeiten zurück, als Frau-enkleidung noch so geschnitten war, dass nicht jede Bewegung in irgendeiner Weise den Blick auf die Unterwäsche der Trägerin freigab. Aber damit stehe ich wohl alleine da.
Ich blickte also angestrengt auf die Grußkarte vor mir auf dem Tisch herab, während Tanja vorgebeugt vor ihrem Regal stand, bis sie schließlich eines der Bücher hervorzog. Sie richtete sich wieder auf und kehrte zur mir zurück.
„Das hier“, sagte sie, „Ist ein Juwel. Ich weiß, es sieht nicht so aus, aber es ist eins. Lies es, wenn du mal die Zeit findest. Es lohnt sich.“
Sie drückte mir ein leicht zerknittertes Taschenbuch in die Hand, auf dessen Um-schlag ein silberner Spiegel abgebildet war, in dem ich undeutlich einen menschli-chen Umriss erkennen konnte. „Camouflage“, stand darunter, und der Name des Autors, Benjen Carp.
Ich lächelte, obwohl ich mir nicht sicher war, ob ich besonders viel Freude daran haben würde. Ich bin kein großer Bücherfreund, und wenn ich mal eines lese, dann normalerweise keine Trivialliteratur.
„Danke“, sagte ich. „Du musst aber damit rechnen, dass ich es dir nicht so sehr bald wieder gebe.“
Sie nickte.
„Behalt es. Ist ein Geschenk.“
Sie sah mich dabei sehr nachdenklich an, fast ein bisschen traurig. Ich brauchte ein wenig, bis mir klar wurde, dass sie nicht sicher war, ob sie mich wieder sehen würde, und dass meine Bemerkung sie in ihrer Befürchtung bestärkt hatte.
Ich sah zu ihr hinauf in ihre großen dunkelblauen Augen, während sie vor mir stand mit ihren langen kräftigen Beinen und ihren breiten Schultern und ihren muskulösen Armen. Ich öffnete meinen Mund um ihr zu sagen, dass ich wiederkommen würde, aber ich sagte es nicht. Erstens glaubte ich sie gut genug zu kennen, um zu wissen, dass sie keinen Trost von mir wollte; und zweitens war ich mir nicht sicher, ob es die Wahrheit gewesen wäre.
Ich schloss meinen Mund also wieder, nickte, und sagte schließlich noch einmal: „Danke. Ich… gehe dann jetzt.“
In diesem Moment war eine merkwürdige Distanz zwischen uns. Zum ersten Mal seit wir uns kennen gelernt hatten, wirkte unsere Verständigung unecht und gekünstelt, als wären wir Fremde. Sie folgte mir bis zur Tür und machte noch irgendeinen Scherz, während sie sie für mich öffnete, aber ich musste mich zwingen, darüber zu lachen.
Ich fuhr hinunter ins Erdgeschoss, stieg in das Taxi zurück zum Hotel und fühlte mich wie der feige treulose Hund, der ich war. Das Leben wirft uns manchmal achtlos kostbare Dinge vor die Füße, als wäre es Abfall. Wir müssen dann nur noch entscheiden, ob wir zu stolz sind, uns zu bücken.

Am nächsten Morgen stand ich um halb sieben auf, obwohl ich erst um drei schlafen gegangen war, und nahm den nächsten Zug nach Hamburg. Um 12:02 würde ich am Hauptbahnhof ankommen. Ich verbrachte die Fahrt damit, der Landschaft dabei zuzusehen, wie sie am Fenster vorbeizog, und mich innerlich für das Gespräch mit Hanna zu festigen. Kennen Sie das, dass man manchmal stundenlang angestrengt über etwas nachdenkt, dann aber hinterher weder einer Lösung näher gekommen ist, noch auch nur sagen kann, was man eigentlich die ganze Zeit über eigentlich gedacht hat? So ging es mir, als ich aus dem ICE stieg und die Lautsprecheransage eine lange Liste von Verbindungen aufzählte, die ich von hier aus erreichen konnte. Ich dachte kurz darüber nach, in die Kanzlei zu fahren, aber dann beschloss ich, dass es wichtigere Dinge gab als Geld. Um mein Pflichtgefühl zu beruhigen, rief ich Frau Marx an und fragte, ob unaufschiebbare Arbeit anstand. Dann fuhr ich nach Hause. Ich würde ein Abendessen für Hanna und mich vorbereiten. Sicher nicht die originellste romantische Idee aller Zeiten, aber ich hielt es für einen soliden Ansatz, um mit ihr gemeinsam die Zukunft unserer Ehe zu erkunden. Außerdem habe ich ein Vermögen für die Einrichtung meiner Küche ausgegeben, und ich habe selten genug Gelegenheit, sie zu benutzen. Hanna kocht auch fast nie, nur damit Sie mich nicht für einen Chauvie halten.
Ich blätterte ein paar Kochbücher durch, verscheuchte dabei drei Mal die Katze aus der Küche und wählte eine etwas ungewöhnliche aber viel versprechende Speisenfolge aus einem spanischen Tapas-Teller, einem thailändischen Rindfleischsalat, Kefthethes und zum Dessert Mousse au Chocolat. Ich selbst halte nicht viel dem fettigen Schokoladenzeug, aber Hanna liebte es, und die Kefthethes mochte sie auch. Die ersten beiden Gerichte waren ein Glücksspiel. Ich ging einkaufen, und ich musste drei Supermärkte aufsuchen, bevor ich alle Zutaten zusammen hatte. Auf Verdacht kaufte ich auch Kerzen, aber zu Hause stellte ich dann fest, dass wir noch welche hatten. Ich breitete meine Zutaten auf der Arbeitsplatte aus, legte die Kochbücher auf den Küchentisch und begann. Wie immer ärgerte ich maßlos über unsere Kühlschranktür. Das dämliche Ding schließt nicht richtig, und ich muss es immer vier oder fünf Mal versuchen, bevor er richtig zu ist. Hanna hat irgend so einen Trick, bei ihr funktioniert es immer spätestens beim zweiten Mal, aber ich habe das noch nicht gelernt. Irgendwann würde ich wegen dieser Sache wirklich mal einen Handwerker rufen. Wen rief man eigentlich wegen einer kaputten Kühlschranktür? Trotz dieser Schwierigkeit und trotz der Tatsache, dass ich in den letzten Jahren kaum Übung gehabt hatte, gelang mir alles ziemlich gut. Trotzdem kam ich mit meinem Zeitplan nicht ganz aus. Hanna kam meistens gegen halb sieben nach Hause, und um sechs wurde mir klar, dass ich bis dahin auf keinen Fall mit allem fertig werden würde. Ich ärgerte mich ein wenig, aber ich nahm an, dass es nicht weiter schlimm sein würde. Würde sie eben kurz warten müssen. Vielleicht würde sie sich sowieso noch umziehen wollen, oder sie konnte mir ein bisschen helfen. Wir hatten früher sehr gerne gemeinsam gekocht, vielleicht würde es uns auch heute Spaß machen.
Es stellte sich heraus, dass die Zeit wirklich kein Problem war. Um halb acht war ich schließlich soweit, aber Hanna war nicht da. Ich hielt die Kefthethes bis acht warm, dann fasste ich mir ein Herz und rief Hanna auf ihrem Mobiltelefon an.
„Konrad? Bist du zu Hause?“
Sie klang nicht unbedingt, als würde ich sie bei irgendwas stören, aber ich hatte auch nicht den Eindruck, dass sie sich besonders freute. Ich will nicht wehleidig erscheinen, aber es war kein gutes Gefühl, darüber nachzudenken, wie oft sie schon in diesem Ton mit mir gesprochen haben mochte, ohne dass es mir aufgefallen war. Ich widerstand dem Drang aufzustehen und umherzulaufen. Ich tue das oft, wenn ich telefoniere, besonders, wenn es ein unangenehmes Gespräch ist.
„Ja, bin ich. Ich… wollte nur wissen, wann du wohl ungefähr hier bist?“
Sie seufzte.
„Naja… Ich dachte, du kommst morgen erst…“
War sie etwa… Ich schob den Gedanken zur Seite.
„War aber eigentlich so geplant. Ist ja nicht so wichtig.“ Ich machte eine kurze Pause, bevor ich fragte: „Dann wird es spät?“
Ich versuchte, nicht enttäuscht zu klingen.
„Ich… bin bei Janine zu Besuch. Ich komme erst morgen wieder.“
Ich hatte die Pause sehr deutlich gehört und versuchte, nicht weiter darüber nachzudenken, was sie wohl bedeutete.
„Ist gut. Dann also morgen. Ich freu mich auf dich.“
„Ja, ich mich auch“, sage sie schnell, und dann legte sie auf.
Es war natürlich nicht gut. Ich wollte, dass sie nach Hause kam. Ich wollte gerne mit ihr essen. Und mit ihr reden. Aber ich hatte es nicht gesagt. Warum auch, dachte ich, sie wusste es ja. Aber vielleicht ist das der größte Fehler, den wir machen, wenn wir mich anderen sprechen. Einfach anzunehmen, dass sie schon wissen, was wir meinen. Vielleicht sollten wir uns angewöhnen, es zu sagen.
Ich nahm den Teller mit den Tapas und setzte mich vor den Fernseher. Ich hob die Fernsehzeitung auf, dann überlegte ich es mir anders. Ich stellte den Teller zur Seite und stand auf, um Tanjas Buch aus meinem Koffer zu nehmen. Camouflage. Ich las sowieso viel zu wenig, und es sah nicht so aus, als hätte ich heute Abend etwas Besseres vor. Als ich zurückkam, lag Captain Morgan auf dem Sofa, deshalb setzte ich mich in den Ledersessel am Fenster.

Lesegruppenfragen:

  1. Wie steht ihr zu bedruckten T-Shirts?
  2. Was zur Hölle würdet ihr auf eine Glückwunschkarte zur Konfirmation schreiben?
  3. Kocht ihr gerne? Und falls ja, was?
  4. Klingt Konrads Menü attraktiv für euch?
  5. Schlussbemerkung, falls ihr euch Sorgen macht, dass ich sie vergessen habe: Das nächste Kapitel ist wieder aus Tanjas Perspektive.
Advertisements

14 Responses to Eine Riesenmenge Geld (5)

  1. Andi sagt:

    1. Ich würde unterscheiden zwischen Motiven und irgendwelchen lustigen Sprüchen. Lustige Sprüche gehen nämlich in der Regel gar nicht. Ich kenne auch keine lustigen T-Shirt-Sprüche. Motive kann es schöne geben. Zum Beispiel Ninja Turtles. *hust*

    2. Schwierig, ja. Wahrscheinlich nur „Alles Liebe zur Konfirmation! Andi – Ort, Datum“
    Ich würde auf gar keinen Fall irgendeinen Religions-Quatsch da hinschreiben, weil Konfirmanden in aller Regel dafür keinen Sinn haben. Die wollen nur Geld.

    3. Nein. Aber ich kann wahnsinnig gut essen.

    4. Ich weiß nicht, was Kefthete sind. Aber ich würds essen, glaub ich. Und Tapas gehen natürlich immer.

    5. Jippieh!

    6. „Um Viertel vor acht stieg ich aus dem Taxi, sah ihm nach, drehte mich zu dem Wohnhochhaus um in dem Tanja wohnte, stemmte meine Hände in meine Hüfte und seufzte.“ – Ich finde diese Geste ja schon etwas bemüht… wahrscheinlich auch etwas unpassend. Reicht es nicht, wenn er einfach nur so hochguckt?

  2. Ron sagt:

    1. Ich trage fast ausschließlich bedruckte T-Shirts (schon alleine die ganzen Bandshirts …)

    2. Ich glaube etwas in der Art „Erkenne dich selbst.“

    3. Ich koche liebend gerne (und glaube ich auch ganz passabel). Allerdings ist das in den letzten Jahren (seitdem der Nachwuchs da ist) etwas zu kurz gekommen. Meine selbstgemachte Currysauce muss ich fast zu jedem Fest mitbringen.

    4. Für meinen Geschmack liegen die Gänge etwas zu weit auseinander

    5. Ich bin da völlig ohne Sorge …

  3. Muriel sagt:

    @Andi: 1. Och… Ein paar gute kenne ich schon. Und meine Idee hier mag ich eigentlich sogar sehr. Fällt aber wahrscheinlich auch eher nicht in die Kategorie lustige Sprüche…
    2. Finde ich eigentlich auch. Wer wirklich ein Ehrgefühl im Leib hat, lässt sich nicht konfirmieren.
    3. Ach hör doch auf. Ich war am Wochenende schon ein bisschen enttäuscht, dass nach den Bagels niemand mehr was von diesem Stand mitgebracht haben wollte.
    4. Das sind so griechische Hackfleischbällchen, die sind toll.
    6. Ich mag die eigentlich. Aber ich denke drüber nach.
    @Ron: 1. Mit Bands habe ich’s nicht so, aber an und für sich versuche ich es auch so oft wie möglich.
    2. Sehr salomonisch.
    3. Ich muss dich dann demnächst auch mal zu irgendwas einladen.
    4. Ja, habe ich auch gedacht.

  4. Andi sagt:

    @Muriel:
    1. Das stimmt wohl. Dein Spruch hier ist wirklich gut. Aber deswegen muss man ihn ja nicht auf einem T-Shirt spazierentragen.

    3. Ich hätte im Normalfall schon gewollt, aber die anderen haben mich ganz fies überstimmt und mir Prügel angedroht, wenn ich noch mehr gegessen hätte. Ja, genau so war´s.

    4. Ach ja, jetzt, wo du´s sagst. Toll, jetzt hab ich Hunger.

    6. Ich find die Geste ja auch okay, aber sie kommt mir mehr so slapstickartig daher, so grundsätzlich. Und deswegen find ich sie jetzt zu Konrad wenig passend, weil Konrad zu ernst für so eine Geste ist. Aber das liegt natürlich im Auge des Betrachters, wie er generell so eine Geste empfindet.

  5. Wiebke sagt:

    1. Motive sind klasse. Sprueche _koennen_ ok sein, aber ich finde, man muss vorsichtig damit sein. Hat halt nicht jeder den gleichen Humor. Kommt halt auf das Umfeld an, in dem man sich bewegt.

    2. Pffff… keine Ahnung. Auf jeden Fall „Herzlichen Glueckwunsch“, aber sonst…?

    3. Jupp, und ich koche oefters mal zusammen mit Marcus, der kocht naemlich auch gerne. Eins meiner Lieblingsrezepte sind (ist?) Spaghetti Carbonara (nicht mit Sahnesauce, sondern so mit Ei/Kaese-Mischung, die direkt an den Nudeln stockt, und mit knusprig mit Knoblauch angebratenem lufttrockenen Schinken). Kokos-Curry-Geschnetzeltes und diverse „Minutensteak mit „-Gerichte gehoeren auch zu unserem Repertoire… Meistens schnippel ich und Marcus kocht dann. 🙂

    4. Ich finde auch, dass die Dinge nicht zusammen passen, aber jedes einzeln klingt schon lecker.

    5. Wieder? Ich glaub ich muss mal das erste Kapitel lesen…

  6. Muriel sagt:

    @Andi: 1. Nur so um Missverständnissen vorzubeugen, der Spruch ist natürlich nicht meiner. Das ist so eine Redewendung, die ich in einem Dean-Koontz-Roman aufgeschnappt habe und deren eigentlichen Urheber ich nicht kenne.
    3. Ja nee. Ist klar.
    4. Sind eigetnlich ganz einfach zu machen.
    6. Vielleicht hast du Recht.
    @Wiebke: 2. Und das mit den Geschenken ist auch so ein Problem. Bei meinem Neffen konnte ich das damals glücklicherweise fast komplett umgehen, weil er gleichzeitig Geburtstag hatte.
    3. Klingt gut. Vor allem Spaghetti Carbonara esse ich viel zu selten, und außerhalb ist das auch ein ziemliches Glücksspiel.
    5. Erwarte da von mir keinen Widerspruch.

  7. Ron sagt:

    Und dann wollte ich noch meine Lieblingspassage zitieren:

    „Aber vielleicht ist das der größte Fehler, den wir machen, wenn wir mich anderen sprechen. Einfach anzunehmen, dass sie schon wissen, was wir meinen. Vielleicht sollten wir uns angewöhnen, es zu sagen.“

    Da ist wirklich was dran.

  8. Andi sagt:

    @Ron:
    Da hast du recht. Die Stelle ist wirklich gut.

    @Muriel:
    1. Echt? Dean Koontz? Dem hätte ich sowas nun nicht zugetraut, glaub ich. Nicht mal von anderen geklaut.
    4. Dann darfst du gerne für mich welche machen. Bringste mir dann zusammen mit den Bagels vorbei. 🙂

  9. Muriel sagt:

    @Ron: Vielen Dank! Ja, die Stelle mag ich auch.
    @Andi: 1. Es gibt von ihm ein in vieler Hinsicht nicht besonders gelungenes Buch namens „Mr. Murder“, das aber immerhin erheblich zur Idee zu „Des Menschen bester Freund“ beigetragen hat und einen ganz fantastischen Charakter enthält. Sein Name fällt mir gerade nicht ein, aber er ist einer der beiden Männer, die den entkommenen Mörderklon für die mächtige Weltverschwörung wieder einfangen sollen, und an einer Stelle, als es gerade nicht besondes gut läuft, sagt er zu seinem Partner: „Into every crypto-fascist organisation, a little rain must fall.“
    4. Wir werden sehen.

  10. Wiebke sagt:

    5. Ja, hab‘ die ersten beiden Kapitel nachgeholt, und jetzt verstehe ich auch das mit Captain Morgan auf dem Sofa… Ich dachte erst, Hanno saeuft. 🙂

    Sehr cooler Name fuer eine Katze…

  11. Zaphod sagt:

    Ich hinke ganz furchtbar hinterher.

    1. Kommt auf Motiv oder Spruch drauf an, am besten eine gute eigene Idee.
    2. Wahrscheinlich nichts, ich würde eine vorgedruckte nehmen und unterschreiben. Ich war übrigens mit 15 komplett ohne Ehrgefühl, ich wollte unbedingt das Uher Tonband haben. In Stereo. Da war eine Konfirmation die einzige Möglichkeit. Mir war auch völlig egal was auf den Karten stand.
    3. Ja, möglichst exotisch und möglichst nahe am Original. Zuletzt Louisianazeugs, Crawfish Gumbo, Blackened Catfish etc.
    4. Alles was ich nicht kenne ist interessant und Tapas gehen immer.

    6. „Das Leben wirft uns manchmal achtlos kostbare Dinge vor die Füße, als wäre es Abfall. Wir müssen dann nur noch entscheiden, ob wir zu stolz sind, uns zu bücken.“
    Der Satz hat mich wirklich berührt. Ich kann überhaupt so einiges nachvollziehen. Entwickelt sich gerade sehr spannend, der Vorteil bei den späten Lesern ist ja, sie können gleich weiterlesen 🙂
    Ich bin dann mal bei ->6

  12. Muriel sagt:

    @Zaphod: 1. Zustimmung.
    2. Lustig, dass die Konfirmation offenbar den ehrlosen Zeitgenossen vorbehalten bleibt. War bei uns damals auch so. (Okay, für mich war die Entscheidung auch einfach, weil ich bestenfalls gar nichts geschenkt bekommen hätte, aber ich rede mir gerne ein, dass ich auch mit einer nicht offen religionsfeindlichen Familie standhaft geblieben wäre.)
    3. Sag Bescheid, wenn du das nächste Mal in Hannover bist.
    4. Sympathisch.
    6. Endlich sagt es mal jemand. Danke! (Ist mein Lieblingssatz in der Geschichte.)

  13. madove sagt:

    1. Nicht so mein Ding. Wenn die Band oder politische Botschaft oder der Spruch WIRKLICH gut ist, kann es Sympathiepunkte bringen. Meistens kostet es aber.

    2. Panik. Keine Ahnung. Ich würde es machen wie sie und irgendeine Zufallsbekanntschaft fragen. Aber nichts Religiöses schreiben, das käme mir (von mir) verlogen vor.

    3. Ich koch sehr gerne.
    Entweder italienisch (auch wenn das mein Freund dank Herkunft noch besser kann), oder, am allerliebsten: Improvisieren mit Resten o.ä. Wenn keine Reste da sind, kann man auch einfach das Halber-Preis-wg-MHD-Regal leerkaufen und ich darf dann irgendwas draus basteln. MIR schmeckt das dann auch immer…
    Mein Traum wär, wirklich gut indisch kochen zu können. Oft versucht, immer lecker, aber nie so umwerfend wie beim Inder.

    4. Ja, total.

  14. Muriel sagt:

    @madove: 2. Ich war glücklicherweise noch nicht in der Situation. Oder leider, je nachdem, was das Ziel wäre.
    3. Ja, Indisch find ich auch toll. Bei uns klappt es meistens auch ganz gut. Ich hab’s im indischen Restaurant schon schlechter gehabt, aber auch besser.

Gib's mir!

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: