Eine Riesenmenge Geld (6)

Da haben wir mit diesem Fortsetzungsroman gerade erst angefangen, und ich fange schon wieder an, mir Gedanken darüber zu machen, was ich als nächstes für euch schreiben könnte. So ein paar unfertige Fantasy-Entwürfe habe ich noch in der Schublade, und eigentlich sind die mir alle sehr sympathisch, obwohl sie sich doch ziemlich stark unterscheiden. Wahrscheinlich stimmen wir wieder ab… Aber lassen wir das, und kommen wir stattdessen zum nächsten Teil unseres aktuellen Fortsetzungsromans.

Viel Vergnügen

Was bisher geschah

Im ersten Kapitel haben wir Konrad kennengelernt, einen Hamburger Anwalt, der von seiner Frau betrogen wird, und Tanja, eine SEK-Beamte in Düsseldorf, die perfekt einen wütenden Dobermann nachahmen kann.
Im zweiten Kapitel lernen Konrad und Tanja einander kennen und verabreden sich zum Essen.
Im dritten Kapitel essen sie miteinander und fahren zu Tanja nach Hause.
Konrad betritt im vierten Kapitel Tanjas Wohnung, und die beiden beschließen, Freunde zu sein. Am nächsten Tag ruft sie ihn an und bittet ihn, sie noch einmal zu besuchen.
Im fünften Kapitel hilft Konrad Tanja bei einer Konfirmationskarte und bekommt ein Buch geschenkt. Danach fährt er nach Hause und kocht für seine Frau.

Was heute geschieht

Tanja

Was würde ich anziehen? Was würde ich anziehen? Was würde ich anziehen? Und ich hatte gedacht, es wäre unangenehm, am Tag vor der verdammten Konfirmation festzustellen, dass ich nicht wusste, was ich auf die verdammte Karte schreiben und was ich Hannes schenken sollte. Ha.

Das war gar nichts dagegen, knapp zwei Stunden vor der Konfirmation zu erkennen, dass ich zu so einer Gelegenheit vielleicht besser nicht in T-Shirt und Jeans gehen sollte. Verdammt, verdammt, verdammt. Ich lief in meiner mickrigen Wohnung auf und ab – für mich sind es nicht ganz drei Schritte von einer Wand zur anderen – und sah mich nach etwas um, das ich schlagen konnte, ohne es zu beschädigen. Natürlich das Sofa, aber das Sofa zu schlagen fand ich unbefriedigend. Die Wand hätte gut getan, aber ich traute dem Putz nicht. Um meine Finger machte ich mir keine großen Sorgen. Sogar wenn ich mich verletzt hätte, ich habe kein großes Problem mit Schmerzen.

Ich blieb stehen, blickte auf meine zu Fäusten geballten Hände hinab, atmete aus und zwang mich, sie sinken zu lassen. Dann entfaltete ich langsam einen Finger nach dem anderen, bis sie alle ganz friedlich locker herab hingen. Gut. Ich nahm einen Kaugummi aus der Packung, zögerte, nahm noch einen zweiten, wickelte sie aus der Folie und schob sie mir in den Mund. Hat was Entspannendes.

Ich schob die Tür des Kleiderschranks auf. Ich fühlte den billigen angeschraubten Plastikgriff zwischen meinen Fingern und spürte kurz die Versuchung, ihn abzureißen. Ich würde mich danach besser fühlen. Und dann konnte ich ihn einfach wieder anschrauben. Keine Zeit. Der Schrank. Ein paar T-Shirts, ein paar Jeans, zwei Uniformen, drei dienstlich gestellte Overalls. Drei verwaschene Hoodies, zwei verwaschenere dunkelblaue Sweatshirts. Natürlich kein einziges Kleid. Ich trage nie Kleider, weil ich in einem Kleid aussehe wie King Kong. Natürlich konnte ich einfach trotzdem T-Shirt und Jeans tragen. Und meine Mutter und ihre Schwestern würden mich wieder mit diesem Blick ansehen, als würden sie um mich trauern. Und eine nach der anderen würden sie mich dann bei Gelegenheit zur Seite nehmen und mich fragen, ob ich wirklich keine angemesseneren Kleider gehabt hätte.

„Ich bin so dämlich, ich bin so dämlich, ich bin so dämlich…“

Ich merkte, wie meine Hände sich wieder zu Fäusten ballten und zwang mich, sie zu entspannen. Geist über Körper. Einatmen. Ausatmen. Ruhig weiter kauen. Ich nahm eine der Uniformen an ihrem Bügel aus dem Schrank, sah sie mit zusammengekniffenen Augen an, schüttelte den Kopf und hängte sie zurück. Ging ganz sicher nicht. In amerikanischen Filmen trugen Polizisten manchmal ihre Uniformen zu offiziellen Anlässen, aber – naja, es ging einfach offensichtlich nicht. Verdammt, ich wusste nicht einmal, ob ich wirklich etwas Besonderes anziehen musste.

Über das Thema hatte ich mit Konrad nicht gesprochen. Ich dachte daran, ihn anzurufen. Nein. Ich hatte auch meinen Stolz. Beim Gedanken an Konrad fielen mir die neuen Sachen ein, die ich zu unserem – ich zögerte kurz, auf der Suche nach einem passenden Wort – zu unserem Essen getragen hatte. Schwarzer Pullover. Und Jeans natürlich. Immerhin kein T-Shirt, und der Pullover ging durchaus für gut durch, und die Jeans waren neu und noch richtig kräftig dunkelblau.

Ich hatte die Sachen schon vor ein paar Tagen in den Wäschekorb geworfen, weil ich sie ja sowieso nicht so bald wieder anziehen würde, aber sie waren eigentlich nur einmal getragen. Wenn sie nicht allzu sehr zerknittert waren, waren sie wahrscheinlich das Beste, was ich so kurzfristig noch organisieren konnte.

Wenn man meine Größe hat, ist es nicht besonders leicht, sich was von Freunden zu leihen, und auch in Läden habe ich so meine Schwierigkeiten. Ich riss den Deckel des Wäschekorbs auf, warf ihn zur Seite, wühlte nach dem Pullover und den Jeans, zerrte sie heraus und schüttelte sie aus. Ich hielt sie prüfend auf Armlänge vor mir. Natürlich nicht ganz knitterfrei, und meine Mutter und ihre Schwestern würden sicherlich jede einzelne Falte bemerken. Überhaupt nicht gut. Aber ich hatte nichts Besseres. Mein Telefon klingelte.

„Ja?“

„Hallo Schatz. Geht’s dir gut?“

Meine Mutter. Ein ganz schlechter Zeitpunkt mich anzurufen. Sie war gut darin, mich zu ganz schlechten Zeitpunkten anzurufen. Das haben Mütter wohl so an sich.

„Mir geht’s gut. Wir sehen uns ja leider gleich“, sagte ich ziemlich lahm.

„Hast du mal wieder von diesem reizenden jungen Mann gehört? Andreas?“

Ich war vor vier Jahren ungefähr ein halbes Jahr lang mit Andreas zusammen gewesen. Sie hatte ihn nie kennen gelernt. Andreas war reich. Zumindest für meine Verhältnisse, also, er fuhr einen Porsche und flog immer erster Klasse. Einmal hat er mich sogar auf so eine Insel in die Karibik mitgenommen, und ich habe auch noch irgendwo ein Halsband mit ein paar kleinen aber echten Diamanten, das er mir geschenkt hat.

Mir wurde es irgendwann zu dumm, dass er mich nicht wie eine Freundin behandelte, sondern mehr wie ein Haustier, so wie ein anderer gelangweilter reicher Depp sich Tiger hielt oder Rennpferde. Er konnte es immer gar nicht abwarten, seinen gelangweilten reichen Freunden seine Große Böse Freundin zu zeigen. Aber meine Mutter liebte ihn und würde ihn immer lieben, seit sie das Halsband gesehen hatte. Sie fragte dauernd nach ihm, als wären wir immer noch zusammen. Manchmal war es richtig unheimlich.

„Ich habe seit Jahren nichts von ihm gehört, und wenn Gott will, werde ich auch nie wieder von ihm hören. Warum rufst du an?“

„Ich wollte nur fragen, was du anziehst?“

Sie sagte das einfach so dahin, ganz selbstverständlich, als wäre gar nichts dabei. Ich war siebenundzwanzig Jahre alt, wohnte seit neun Jahren nicht mehr bei ihr und war Mitglied eines Spezialeinsatzkommandos, und trotzdem meinte sie, mir beim Anziehen helfen zu müssen. Noch so eine Sache, die Mütter an sich haben. Dass sie Recht hatte, machte die Sache nicht besser.

„Was ich…?“ erwiderte ich, vor allem, um Zeit zu gewinnen.

„Was du anziehst“, sagte sie in ihrem besten Du-weißt-genau-was-ich-meine-Tonfall. „Zu Geralds Hochzeit hattest du dieses merkwürdige…“

Sie zögerte, und ich nutzte die Gelegenheit, sie zu unterbrechen.

„Außer dir schien es niemanden zu stören! Mama, ich ziehe mich seit Jahrzehnten alleine an, ich werde es heute auch wieder schaffen.“

Ich konnte die Gewissheit in meine Stimme legen, aber ich fühlte sie nicht. Und das machte mich rasend. Ich betrachtete die weiß verputzte Wand und dachte darüber nach, ob ich mich ernsthaft verletzten würde, wenn ich mit ganzer Kraft dagegen schlug.

„Sag es mir doch einfach, Schatz, ich fühle mich dann viel besser. Hast du dir eigentlich dieses blaue Kleid gekauft, das wir uns vor Weihnachten mal angesehen haben? Weißt du noch?“

Ich seufzte.

„Ich weiß es noch, Mama. Ich sah darin aus wie der Wolf, der sich als die Großmutter verkleidet hat.“

Sie seufzte. Ein viel lauteres, längeres Seufzen.

„Was ziehst du denn heute an? Sag es mir doch einfach, dann fühle ich mich besser und du hast deine Ruhe.“

Ich biss so fest meine Zähne aufeinander, dass ich zweifelte, ob ich sie jemals wieder auseinander bekommen würde. Sie wusste ganz genau, dass ich nichts anzuziehen hatte. Ich würde mir einen Daumen abbeißen, bevor ich das zugeben würde. Wann war aus meiner liebenden Mutter, dieser lachenden, freundlichen Frau, die immer da war, wenn ich sie brauchte, diese freudlose pedantische rechthaberische hölzerne herrschsüchtige Besserwisserin geworden? Irgendwann nach dem Tod meines Vaters, dachte ich, aber ich verscheuchte den Gedanken schnell wieder. Ich wollte jetzt gerade kein Mitgefühl für sie. Ich wollte böse auf sie sein.

„Sag mal, hast du eins von diesen grässlichen Dingern im Mund?“

„Mutter; ich werde jetzt auflegen. Was ich trage, siehst du in der Kirche.“

„Im Hotel. Du weißt doch, dass wir uns zuerst im Hotel treffen.“

Verdammt. In welchem Hotel?

„Natürlich weiß ich das. Bis nachher, Mama.“

„Warte! Du musst- “

Ich legte auf. Im Hotel also. Das würde ich schon finden. Ich war schließlich Polizistin. Vielleicht würde ich einfach Hannes anrufen und ihn fragen. Er war der einzige Verwandte, der mir einfiel, der mir keine Vorwürfe machen würde, weil ich nicht wusste, wo ich hinfahren sollte.

Ich zog den schwarzen Pullover und die Jeans an und verbrachte dann noch ein paar Minuten mit dem völlig sinnlosen aber unvermeidlichen Versuch, irgendwie die Falten daraus herauszustreichen. Ich ließ mich auf das Sofa fallen. Die Federn knarrten.

Mein Blick wanderte kurz über die blanken Stellen, an denen das Polster abgescheuert war. Es wurde Zeit für ein neues. Wieder Geld ausgeben. Ich hätte gerne einmal ein vernünftiges Sofa gekauft, das dann auch ein paar Jahre halten würde, aber das war mir zu teuer. Wenn ich das blöde Halsband verkauft hätte, hätte das wahrscheinlich für zwei gereicht, aber das kam mir auch wieder irgendwie arm vor.

Ich seufzte und wandte mich den Geschenken für Hannes zu. Die Karte, die ich mit Konrad geschrieben hatte, der 20-Euro-Schein darin, und Cujo. Das Buch. Kein Bernhardiner.

20 Euro waren wahrscheinlich zu wenig, aber ich sah überhaupt nicht ein, warum ich meinem Neffe 50 Euro schenken sollte, und mehrere verschiedene Scheine fand ich auch nicht so schön. 50 Euro waren eine Menge Geld, fand ich. Ich hob das Buch auf und blätterte ein bisschen darin herum. Es war nicht neu, aber das würde ihm wahrscheinlich nicht auffallen. Dafür war es gebunden. 12 Euro in meiner Lieblingsbuchhandlung. Und es sah wirklich aus wie neu.

Ich legte das Buch wieder zurück neben die Karte, stützte mein Gesicht auf meine Hände und blickte auf den Tisch hinab. Es war alles ein bisschen schäbig. Die einfalls- und inhaltslose Karte, ein gebrauchtes Buch und das wahrscheinlich geringste Geldgeschenk, das Hannes heute bekommen würde. War ich zu knauserig? Ich mochte den Jungen eigentlich. Er fand mich cool. Er war manchmal ein bisschen dreist, aber er stellte mir gerne Fragen über das Kommando und hörte mir dann zu, als wäre ich Astronautin.

Seit ich Hannes mal vor seinem Vater in Schutz genommen hatte, hielt er mich für seine Freundin. Norbert – sein Vater – war ein Arsch kein besonders guter Vater, wenn Sie meine Meinung wissen wollen. Aus dem Jungen soll doch mal was werden, da muss er ja auch wissen, wie man sich benimmt, streng dich an, dann erreichst du auch was, die ganze Zeit so weiter. Meine Schwester ist eigentlich überhaupt nicht so, aber sie sagt nie was dazu, vielleicht weil sie sich einfach schon dran gewöhnt hat. Alles ein bisschen wie bei Große Erwartungen, nur halt mit vertauschten Rollen und ohne die Erwartungen.

Als ich bei den beiden zum Abendessen war, hat Hannes ein bisschen von seiner Freundin erzählt, ich hab mich ein bisschen über ihn lustig gemacht, er hat geantwortet, ich hab geantwortet, er hat mich gehässig gefragt, wann ich das letzte Mal ein Date hatte, ich hab meine Serviette nach ihm geworfen, er hat eine Karotte zurückgeworfen, alles harmlos und ganz witzig, und plötzlich schlug Norbert mit der flachen Hand auf den Tisch und rief:

„Benimm dich, Hannes, was glaubst du denn, wo wir hier sind?“

„Tut mir…“ fing Hannes an, aber ich unterbrach ihn.

„Hey, mal langsam, ich hab angefangen.“

„Das ist mir völlig egal“, sagte Norbert, „Der Junge hat sich bei Tisch zu benehmen.“

Der Junge. Allein dafür könnt ich ihn küssen, dass er das dauernd sagt. Ich legte mein Besteck hin.

„Es ist meine Schuld, Hannes kann nichts dafür.“

„Halt dich da raus, Tanja“, knurrte Norbert. „Los, Hannes, jetzt“

Ich unterbrach ihn: „Nein, mach ich nicht, ich halt mich da nicht raus.“ Meine Schwester warf mir einen bittenden Blick zu, aber ich ignorierte sie. „Ich habe mit dem Quatsch angefangen, und wenn du jemanden anschnauzen willst, dann halt dich an mich.“

Meine Schwester verdrehte ihre Augen. Norbert sah mich einen Moment an und zögerte. Ich konnte mir ein Grinsen nicht ganz verkneifen, weil ich sehen konnte, dass er Angst vor mir hatte. Er wollte mich anfahren und so was sagen wie dass ich in seinem Haus bin und dass ich mich aus der Erziehung seines Sohnes raushalten soll, aber er traute sich nicht so richtig.

Norbert warf Hannes noch einen kurzen wütenden Blick zu und aß weiter und starrte dabei auf seinen Teller als ginge es um sein Leben. Meine Schwester sah mich mit ihrem besten Das-hast-du-ja-toll-hinbekommen-Blick an, und Hannes guckte verlegen auf die Tischdecke.

„Mit mir machts nicht so viel Spaß wie mit einem Zwölfjährigen, was?“ fragte ich.

Vielleicht war das unreif unvernünftig unnötig, aber ich konnte nicht anders.

Nach dem Essen kam er dann in der Küche noch mal zu mir und sagte:

„Tanja, ich würde dich gerne mal sprechen. Unter vier Augen.“

„Oh ja, das passt“, sagte ich, „Das würd ich auch gerne.“

Meine Schwester warf mir einen Blick zu, und ich nickte, ohne zu wissen, was genau sie mir sagen wollte. Norbert und ich gingen in den Flur, er schloss die Tür und drehte sich zu mir um. Er sah mir direkt in die Augen.

„Tanja“, sagte er, „Du bist Irenes Schwester. Trotzdem kann ich nicht…“

Seine Stimme verschwand in einem verwirrten Nuscheln, als ich vorsichtig mit beiden Händen sein Jackett ergriff, ihn auf meine Augenhöhe hob und sanft seinen Rücken gegen die Wand drückte.

„Irene hat dich geheiratet“, sagte ich, „Und möglicherweise weiß sie irgendwas, was ich überhaupt nicht sehen kann, aber falls ich Recht habe und du genau der monumentale Riesenarsch bist, für den ich dich halte, sage ich dir jetzt was. Hör gut zu, weil ich es nur einmal sagen will. Norbert, du scheinst mir genau die Art von erbärmlichem Wichtigtuer zu sein, die irgendwann mal auf die Idee kommen könnte, dass es nicht mehr genug ist, nur auf den Tisch zu hauen.“

Seine Lippen bewegten sich immer noch, aber es kamen keine Worte mehr raus, während er mich mit glasigem Blick anstarrte. Er zappelte nicht mal, er hing einfach in seinem Jackett wie eine Puppe.

„Und für den Fall, dass ich dir nicht Unrecht tue: Wenn ich Hannes oder Irene irgendwann mal mit einem blauen Fleck sehe, oder mit einem blauen Auge, und ich sie frage, und sie mir nicht sofort eine echt glaubwürdige Erklärung bringen, dann komme ich zu dir, und dann werde ich dir die Hand abreißen, die du an deine Familie gelegt hast.“

Während ich sprach, zog ich ihn ein wenig von der Wand zurück, sodass er wieder frei hing, und drückte ihn dann wieder dagegen, ganz vorsichtig.

„Ist das klar, Norbert?“

Er starrte mich weiter einfach nur an. Ich holte ein bisschen aus und stieß ihn ein letztes Mal gegen die Wand, ein bisschen kräftiger diesmal, sodass sein Hinterkopf sanft an die Tapete schlug.

„Ist die Botschaft angekommen?“

Er senkte seinen Blick und nickte.

„Schön.“ Ich setzte ihn ab. „Wahrscheinlich wäre es das Beste für uns beide, wenn Irene von diesem Gespräch nichts erfahren würde. Das verstehst du sicher. Und jetzt bist du dran. Du wolltest mir doch gerade was sagen, bevor ich dich unterbrochen habe, oder?“

Seitdem werde ich meist nur noch eingeladen, wenn Norbert nicht da ist. Und er hat auffällig oft keine Zeit, wenn sich die ganze Familie trifft.

Ja, so war das also. Warum erzähle ich Ihnen das alles? Hannes mochte mich, darum ging es.

Natürlich war das auch wieder schäbig, aber es gefiel mir, dass mich wenigstens einer in meiner Familie für das bewunderte, was ich tat. Ich mochte den Gedanken überhaupt nicht, dass ich seinen Respekt verlieren würde, weil ich völlig underdressed bei seiner Konfirmation erschien, mit einer spießigen Karte und einem läppischen Zwanziger. Ich spielte kurz mit dem Gedanken, den Schein doch noch durch einen Fünfziger zu ersetzen, aber dann entschied ich, dass es wirklich arm war, so nach der Bewunderung eines Vierzehnjährigen zu geiern. Wenn ihm nicht passte, was er kriegte, musste er es ja nicht nehmen. Über das Buch würde sich auch jemand anders freuen. Konrad? Hm. Ich hatte nicht das Gefühl, dass Cujo das Richtige für ihn war. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass ich ein bisschen zu oft an ihn dachte.

Auf der Feier lief alles ungefähr so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Meine Schwester verriet mir, in welchem Hotel wir uns trafen. Sind Konfirmationen immer so große Veranstaltungen, für die man Hotelräume mietet, um mit Horden von Verwandten zu feiern, oder ist nur meine Familie irgendwie gestört? Ich selbst habe mich ja damals geweigert, weil mir der Unterricht zu anstrengend war und ich die anderen Konfirmanden nicht leiden konnte ich lieber cool als reich sein wollte. Sie sehen ja, was es mir gebracht hat. Meine Mutter sah mich an, offensichtlich bemüht, nicht ihre Nase zu rümpfen, warf ihren Schwestern bedeutungsvolle Blicke zu und schaffte es immerhin, nichts zu meiner Kleidung zu sagen.

Der Gottesdienst war langweilig, aber glücklicherweise schnell vorbei. Hannes bekam von niemandem außer mir weniger als fünfzig Euro, es waren sogar ein paar Hunderter und zwei Zweihundert-Euro-Scheine dabei. Er versuchte ernsthaft, sich über mein Geschenk zu freuen, er ist ein netter Junge, aber es gelang ihm nicht recht. Ich hoffte, dass ihm das Buch später wenigstens gefallen würde.

Danach saß ich die meiste Zeit auf einer Treppe beim Ausgang und hoffte, dass mich niemand sah. Das funktionierte sogar ziemlich gut, obwohl ich keine besonders unauffällige Erscheinung bin. Vielleicht, weil sie mir ansehen konnten, dass ich schlecht gelaunt war. Ich trank ein bisschen zu viel und nahm mir vor, das im Auge zu behalten, damit es nicht zur Gewohnheit wurde. Ich weiß, dass ich aufhören muss, wenn alles, was meine Mutter sagt, mir irrsinnig komisch vorkommt. Das funktioniert natürlich nur, wenn sie dabei ist. Aber wenn sie nicht dabei ist, habe ich ja auch keinen Grund, zu viel zu trinken.

Irgendwann drehte ich mich um und fand Hannes neben mir auf der Treppe.

„Junge erschreck mich nicht“, sagte ich. „Wenn ich mich bedroht fühle, beiße ich manchmal.“

„Warum fühlst du dich denn bedroht?“

„Machst du Witze?“

Ich machte eine unbestimmte Geste in den Raum hinein, voller Familie.

„Ich weiß, was du meinst“, sagte er mit einem bedeutungsvollen Blick in Richtung seines Vaters. Dann grinste er schelmisch und fragte: „Und hast du inzwischen einen neuen Freund?“

Ich nickte, bevor ich überhaupt richtig nachgedacht hatte.

„Echt?“

Er schien mir ein bisschen zu überrascht. So hässlich bin ich auch wieder nicht. Nur anders, haha.

„Naja, ja, aber nicht so einen Freund. Glaube ich.“

„Was für einen denn?“

„Weißt du eine Bushaltestelle hier in der Nähe?“ fragte ich ihn, einfach um das Thema zu wechseln.

„Bist du nicht mit dem Auto da?“

Ich führte eine imaginäre Flasche an meinen Mund und schluckte. Hannes nickte, und dann saßen wir ein paar Sekunden stumm nebeneinander.

Nachdem er ein paar Mal Luft geholt und dann doch nichts gesagt hatte, schaffte Hannes es schließlich doch, zum Punkt zu kommen.

„Ich wollte… Ich muss… Ach Quatsch, ich meine… Danke für dein Geschenk.“

Ich lachte einmal kurz auf.

„Schon gut, ich weiß“, sagte ich. „War nichts.“

„Naja, das Buch ist bestimmt Klasse. Ich meine, Stephen King ist ja eigentlich ganz gut…“

Ich stöhnte, klopfte auf Hannes’ Schulter und stand auf. Er würde lernen müssen zu lügen, wenn aus ihm mal was werden sollte.

„Danke“, sagte ich. „Ich muss dann jetzt los. Grüß Mama von mir, ja?“

Dann drehte ich mich doch noch mal zu ihm um, griff in meine Hosentasche und gab ihm mein Leatherman-Multitool.

„Sei vorsichtig damit“, sagte ich, „Und lass es bloß deinen Vater nicht sehen.“

Er sah zu mir auf – er saß noch und musste den Kopf weiiit in den Nacken legen – und nahm das Leatherman wie eine heilige Reliquie in Empfang. Er strahlte.

„Danke schön“, sagte er verlegen.

„Schon gut.“

Eigentlich gehörte das Ding nicht mir, und eigentlich hatte ich mich gerade strafbar gemacht, aber die Beschaffungsstelle hatte vor ungefähr sieben Jahren beschlossen, dass pro SEK-Mitglied zwanzig Leatherman-Werkzeuge ein angemessener Vorrat sind. Sicher ist sicher. Bestimmt waren die mir schon böse, dass ich noch kein einziges verloren hatte.

Auf dem Weg die Treppe hinunter stolperte ich kurz und wäre beinahe gefallen, wenn ich nicht gerade rechtzeitig noch das Geländer erwischt hätte. Ich war gar nicht so betrunken, ich hab einfach nur nicht aufgepasst. Ist Ihnen sicher auch schon passiert. Ich war maßlos erleichtert, dass ich nicht wirklich gestürzt war und bemerkte noch einmal, wie wichtig es mir war, dass Hannes nicht schlecht von mir dachte. Und ich fragte mich, ob das wohl für oder gegen mich sprach.

Ich stapfte aus dem Hotel und machte mich auf die Suche nach einer Haltestelle, mit dem unbestimmten aber sehr schmerzhaften Gefühl, dass mein Leben nicht besonders gut lief. Ich wusste nicht, ob das daran lag, dass ich gerade Eigentum des Landes Nordrhein-Westfalen veruntreut hatte, um einen vierzehnjährigen Jungen zu beeindrucken, oder daran, dass ich einen interessanten Mann kennen gelernt hatte und ihn vielleicht nie wieder sehen würde, oder einfach daran, dass ich ein bisschen betrunken war.

Aber ich wusste, dass ich etwas dagegen tun musste. Und war gespannt, was das wohl sein würde.

Lesegruppenfragen:

  1. Mögt ihr Familienfeste?
  2. Was hättet ihr Hannes geschenkt?
  3. Da ist ja dieser laaange Exkurs über Hannes und seinen Vater mitten im Text. Hat der euch gestört? Hätte ich das anders machen sollen? Findet ihr ihn vielleicht sogar komplett überflüssig?
  4. Ach, was soll’s: Mögt ihr Fantasyromane?
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28 Responses to Eine Riesenmenge Geld (6)

  1. Guinan sagt:

    1. Nur die, die ich selbst organisieren kann.
    2. Irgendwas Selbstgemachtes, und natürlich auch Geld, ohne geht ja irgendwie nicht mehr.
    3. War die beste Szene bisher.
    4. Sehr.

  2. Muriel sagt:

    @Guinan: Wie in Gottes Namen hast du es geschafft, dass dieser Kommentar im Spamfilter hängengeblieben ist? Da ist kein einziger Link drin, und auch sonst nichts Verdächtiges…
    Vielen Dank für die Antworten, freut mich sehr. (Ich nehme 3. einfach mal als Lob, man gönnt sich ja sonst nichts.)
    2. Da unterscheiden wir uns.

  3. Ron sagt:

    Ich muss noch lesen, will aber schonmal auf 4. antworten:

    Jaaaaaa! Ich lese sehr viel und gerne Fantasy-Romane.

  4. Anna sagt:

    1. Ich hasse sie, kann Tanja sehr gut verstehen (auch was die Klamottenfrage betrifft).
    2. Karte muss wohl. Und ein Buch, von dem ich denke, dass es einem 14-jährigen halbwegs gefallen könnte (naja, am Ende wohl eins, das mir selbst gefallen würde – ich verschenke eh gerne Bücher, warum auch immer). Geld jedenfalls eher nicht.
    3. Ich fands gut und die Szene macht mir Tanja irgendwie sehr sympathisch.
    4. Ja, sehr. Ich hoffe doch, es gibt hier nochmal einen.

  5. Günther sagt:

    1. Unterschiedlich. Kann durchaus ganz angenehm und unterhaltsam sein.

    2. Gute Frage, die ich mir bis jetzt noch nicht so oft stellen musste. Aber die Kombination aus Buch und Geld finde ich eigentlich ganz gut.

    3. Da hab ich gemischte Gefühle. Gut finde ich den ersten Teil mit der Essensschlacht und Tanjas Reaktion auf den Vater. Die Begegnung in der Küche finde ich dann wenn ich ehrlich sein soll ganz schön daneben. Tanjas Bemühungen, Hannes vor seinem autoritären Vater in Schutz zu nehmen in allen Ehren. Aber einfach so einem – wenn auch unsympatischen – immerhin unbescholtenen Familienmitglied zu unterstellen, dass er seine Frau schlagen würde, finde ich mehr als dreist. Wenn da schonmal was in der Richtung vorgefallen wäre, würde ich das evtl. anders sehen, aber so kommt mir das zu sehr aus heiterem Himmel und daher völlig ungerecht vor. Nix für ungut, Herr Autor!

    4. Durchaus. Das Buch aus diesem Kapitel kenne ich aber nicht.

  6. Ron sagt:

    1. Da meine Familie eher klein ist, komme ich nur gaaaaanz selten in die Verlegenheit zu einem Familienfest eingeladen zu sein. Wenn, dann ist es aber eigentlich immer ganz gut.
    2. Ich würde etwas schenken, was zu einem bestehenden Hobby passt (Zubehör zum Sport oder Musikinstrument etc.). Ein Buch und Geld finde ich langweilig.
    3. Schwer zu sagen, da man ja noch nicht weiß ob das im Laufe der Geschichte nochmal wichtig wird (oder ob darauf Bezug genommen wird). Sollte es aber nur zur Verdeutlichung des Charakters von Tanja dienen, dann finde ich es überflüssig. Ich glaube, dass die Kleiderwahl bzw. das Telefonat mit der Mutter inkl. Gefühlswelt da schon deutlich genug sind. Und das Hannes sein Tante mag, muss nicht durch so etwas untermauert werden, das kann man in einer Familie auf als gegeben voraussetzen.

  7. Andi sagt:

    1. Kommt drauf an. Wenn nur meine Eltern und meine Schwester mit Mann und Kind da ist, isses immer sehr schön. Der Rest meiner Familie kann mir gerne gestohlen bleiben. Weihnachten war immer besonders schrecklich. Gut, dass das alles vorbei ist.

    2. Ja, Geld natürlich. Was anderes wollen pubertäre Konfirmanden doch eh nicht.
    Wobei: Buch geht irgendwie auch immer.

    3. Überhaupt gar nicht überflüssig, weil sie auch erklärt, wie Tanja so tickt. Außerdem wars unterhaltsam.

    4. Du kennst meine Antwort, hm? 🙂
    Das, was du schreibst bzw. mir empfohlen hast, gefällt mir gut. Aber ich hab auch nix gegen schöne Geschichten aus dem normalen Leben. 🙂

  8. Muriel sagt:

    @Ron: Fantasy: Danke, gut zu wissen. Da musst du dich aber noch ein bisschen gedulden. Vielleicht kann dir ja Herr Mahr beim Überbrücken helfen.
    @Anna: 1. Schön, dass da bei jemandem etwas resoniert.
    3. Auch schön. Allerdings verstehe ich auch Günther. Wenn wir mal ehrlich sind, übertreibt sie schon ein bisschen, oder?
    @Günther: 3. Keine Entschuldigung erforderlich, siehe oben. Ich finde ihr Verhalten durchaus auch eher sozial unangepasst. Vielleicht bringe ich in einer späteren Bearbeitung noch Hinweise auf früheres Verhalten des Vaters unter. Vielleicht aber auch nicht. Mal sehen. Danke jedenfalls!
    4. Cujo ist auch nur im Allerweitesten Sinne Fantasy. Ist von Stephen King, eines seiner früheren Werke.
    @Ron: 2. Kommt auf das Buch an, oder?
    3. Ich bin noch nicht ganz sicher, inwieweit das noch eine Rolle spielt. Lassen wir es auf uns zukommen.
    @Andi: 1. Weihnachten war bei uns immer eine Sache zu dritt. Nur die Eltern und ich. Später dann zu zweit. Dann auch einigermaßen schrecklich.
    2. Bei mir wären daher die Prinzipien vor. Ich wäre nicht bereit, so etwas zu honorieren.
    4. So was richtig Fantasymäßiges hast du aber von mir noch nicht gelesen, oder? So klassisch, mit Zauberei und Orks. Na gut, mit Orks hab ich auch noch nie was geschrieben, aber du weißt schon.

  9. whynotveroni sagt:

    1. Irgendwie sind die meist stressig… Aber irgendwie dann auch immer mal wieder ganz nett, zu sehen, was alle so machen. Trotzdem stressig und oft etwas langweilig. Ich besuche meine Familienmitglieder lieber einfach so.

    2. Irgendein cooles Gadget.

    3. Passte eigentlich gut rein, obwohl Tanjas Verhalten etwas ueberzogen ist, aber so ist sie dann nun mal.

    4. Auja, Fantasy!!!

  10. Muriel sagt:

    @whynotveroni: 2. Vielleicht den Cross-USB-Stick, because Jesus saves. Damit könnte sogar ich mich anfreunden.
    4. Einen der infrage kommenden Entwürfe kennst du ja sogar schon. Aber keine Sorge, ich würde ihn gründlich überarbeiten.

  11. whynotveroni sagt:

    2. Oder LED-Eiswuerfel…

    4. Oooooh! Da bin ich jetzt aber gespannt. Ich erinnere mich an die Story. Wobei das ja schon etwas spoilert. 🙂

  12. Muriel sagt:

    @whynotveroni: 2. Einen wasserdichten MP3-Player, falls der Glaube einen doch mal verlässt.
    demotivational posters - HATERS
    see more Very Demotivational
    (Bin ja mal neugierig, ob das mit dem Bild klappt.)
    4. Wie gesagt, da wird sich in der Handlung einiges tun. Und das Ende hat mir sogar damals schon nicht gefallen. Außerdem wird ja sogar noch abgestimmt, welche Geschichte dran kommt, und lange hin ist es außerdem noch.

  13. Muriel sagt:

    @whynotveroni: Ey. Komm. Jetzt aber. Habe ich extra für dich sogar noch ein hübsches Bild hier rausgesucht, oder was?
    Wenn ihr mehr von mir lesen wollt, kauft meine Bücher. Ist doch gar nicht so schwer. Gut, ihr müsstet euch erst mal drum kümmern, dass sie jemand veröffentlicht, aber einer von euch wird ja wohl jemanden kennen, der in einem Verlag arbeitet? Ist das zuviel verlangt, oder wie?
    Echt jetzt. Pah.
    Ich will mich aber nicht beruhigen!

  14. Guinan sagt:

    Selbst ist der Mann. Sooo teuer ist Selbstverlag ja nun auch nicht. Ok, unser Laden hier ist teuer, das Endergebnis dann entsprechend auch. Xlibri, Buchwert und wie sie alle heißen reichen aber aus, um zumindest ein paar Bücher an Freunde und Fans abzusetzen und die komplette Verwandschaft mit Weihnachtsgeschenken zu versorgen.

  15. Guinan sagt:

    Upps, ich reiche ein t nach.

  16. whynotveroni sagt:

    @Muriel: Nene, der Adler ist toll. .o0(„Die ist nicht echt, die ist vom Truthahn.“)

    Aber ich versteh dein Problem nicht. Du veroeffentlichst deine Buecher doch.

    Ok, um daraus Gewinn zu schlagen muesstest du entweder das Lesen deines Blogs kostenpflichtig machen, oder aber nur fuer die Buecher-Posts eine Umleitung ueber Paypal schalten… oder sowas in der Art. Oder du schaltest Werbung, dann bist du voll konform mit dem Web 2.0. 😉

    Oder wie waer’s mit einem „Please donate for a poor author with a hungry family“-Knopf?

    Was kostet eigentlich eine Kindle-Veröffentlichung? Oder muss man dafür erst ein Buch veröffentlicht haben?

  17. Muriel sagt:

    @Guinan, whynotveroni: Nett gedacht, aber es geht mir weniger um den technischen Aspekt der Veröffentlichung, den würde ich schon hinbekommen. Nein, es muss schon ein richtiger Verlag sein, mit ein bisschen Marktmacht, damit auch wirklich jeder erfährt, was sie jetzt zu lesen haben.
    Aber im Ernst: Was die reine Genugtuung und die Freude am Gelesenwerden angeht, ist das mit dem Blog und euren Kommentaren schon eine sehr schöne Lösung. Nur ein bisschen mehr Wertschätzung würde ich schon manchmal wünschen.

  18. Guinan sagt:

    Unsere Wertschätzung hast du, aber Huldigungen bringen dich nicht weiter. Wenn ich unter jeden Artikel ‚grandios‘ oder ‚genial‘ schreibe, bist du auch nicht wirklich zufrieden.

  19. Muriel sagt:

    @Guinan: Doch. Obwohl eine kontinuierliche Verbesserung im Sinne stetig wortreicheren Lobes natürlich immer noch möglich und wünschenswert wäre.

  20. Guinan sagt:

    Ach, ich glaube, dann meckere ich doch lieber. Das macht dich zwar weniger glücklich, ist aber hilfreicher.

  21. Guinan sagt:

    Oh, wie süüüüß…
    Nicht weinen, bitte *Taschentuch rüberreich*

  22. Muriel sagt:

    @Guinan: Vielen Dank. Und keine Sorge, das ist jetzt nicht mein neuer Kommunikationsstil, dass ich in jedem Kommentar mindestens ein lustiges Tierbild unterbringe.

  23. Zaphod sagt:

    1. Nein. Grausam, ich hatte bis zu 10 mal im Jahr das zweifelhafte Vergnügen. Stress ohne Ende.

    2. Kommt drauf an wie eng das Verhältnis ist, denn dann wüsste ich was von eventuellen Hobbys. So oft scheinen die sich aber nicht zu sehen, dann wären 100 Euro schon drin. So wenig dürften SEK Beamte nicht verdienen, da gibts doch sicher etliche Zulagen. Überhaupt frage ich mich langsam, was die Frau mit dem Geld macht, Hobbys hat sie ja wohl keine, kein TV, kein Computer, Möbel auch nicht mehr so schick.
    Koks? Kommen daher ihre Aggressionsprobleme?

    3. Den laaangen Exkurs fand ich äußerst gelungen. In diesem Fall fand ich Tanja auch irgendwie cool, allerdings ist Norbert auch eine Flachpfeife, ich hätte sie gefragt was sie von einer Dienstaufsichtsbeschwerde und nem neuen Job hält und sie rausgeschmissen. Dann wäre sie erst einmal am Zug gewesen. Schachmatt. Egal wie sie sich entscheidet.

    4.Ja, Fantasy und SF gehen immer. Aber ich müsste hier ohnehin noch viel mehr nachlesen. Der Vorgänger von Eine Riesenmenge Geld klingt auch hochinteressant.

  24. Muriel sagt:

    @Zaphod: 1. Mein Mitgefühl.
    2. Das wird später auch noch mal eine Rolle spielen, aber zumidnest eins kann ich verraten: Wenn das Fernsehen mich nicht angelogen hat, bekommen die 200 Euro (brutto) Gefahrenzulage monatlich, das war’s.
    3. Flachpfeife stimmt. Aber ich glaube schon, dass du die Wirkung von Dienstaufsichtsbeschwerden dramatisch überschätzt, zumal sie nicht im Dienst war, ihm nichts getan hat und außer ihm selbst und ihr auch niemand dabei war.
    4. Es ist ein offenes Geheimnis, und vielleicht ist es dir auch egal, aber: Je mehr jemand meine Geschichten liest und kommentiert, desto sympathischer wird er mir.
    Ich kann dir also alle Geschichten hier wärmstens empfehlen, sogar Mein Sonderbarer Onkel Simon, obwohl die doch noch ziemlich unreif ist.

  25. madove sagt:

    1. Ich hasse sie. aber nur, weil ich mich in beiden Familien (väter-/mütterlicherseits) auf unterschiedliche Weise total fremd fühle. Wenn das Leute wären, die mag, oder wenn die paar Familienmitglieder, die ich mag, öfter kämen, wär es besser.
    2. Keine Ahnung…. argh… Ich fange an, tanja zu lieben, weil ich mich komplett mit ihr indentifizieren kann in diesem Kapitel.
    3. Der Exkurs an sich war cool. Ich kriege im Moment die zwei Tanjas noch nicht zusammen, die schüchterne verpeilte, und die autoritäre, das iritiert mich. und macht Spannung.
    4. Ja, ich lese mit großer Begeisterung Fantasy. und vergesse sie dann fast immer sofort wieder. Aber das macht nichts.

  26. Muriel sagt:

    @madove: 2. Ich finde es auch ziemlich schwer, sie nicht zu mögen. Auch wenn sie manchmal ein bisschen komisch ist.
    3. Ich hoffe, dass sie dir nachher nicht einfach nur noch unglaubwürdig vorkommt. Aber ich bin ganz zuversichtlich, dass der Trend sich nicht verstärkt.

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