Restebloggen etwas länger nach dem Wochenende (58)

  1. demotivational posters - SHE IS DOING HEROIN,
    see more Very Demotivational
  2. Huh, das Blog war, glaube ich, noch nie so anstrengend wie in den letzten Tagen. Anstrengend kann ja aber auch mal gut sein. Nicht nur, dass ich stolz darauf bin, jetzt sogar über mehrere Beiträge zu verfügen, die mehr als 100 Kommentare inspiriert haben (Mindestens die Hälfte ist sowieso von mir.), sondern ich würde auch behaupten, dass es sich gelohnt hat. Ich habe zwar nur eine richtig greifbare Sache gelernt, und manchmal habe ich mich schon auch gefragt, ob ich noch im richtigen Film sitze, aber es gab auch aufschlussreiche Dialoge und erfreuliche Momente, nicht nur in diesem Blog. Ich hoffe, es ging euch nicht allzusehr auf den Geist. Ich weiß manchmal einfach nicht, wann Schluss ist.
    Trotzdem glaube ich, dass ich von diesem Thema jetzt erst mal eine Weile genug hab. Eine Woche mindestens. Wahrscheinlich. Vielleicht. Mal sehen.
  3. Und hier wäre noch mal die andere Perspektive: Herr Alipius fragt sich was:
    Warum gibt es so viele Atheisten, die den Drang verspüren, sich in Kommentaren oder Emails direkt an mich zu wenden, um mir klar zu machen, daß Gott nicht existiert und im gleichen Atemzug schon fast hysterische Warntöne vor der Gefahr der Religion ausstoßen und versuchen, angst zu verbreiten?
    Besonders unterhaltsam sind die Antworten, die meisten übrigens putzigerweise von Gläubigen. Ich finde inzwischen sowieso die verzerrte Wahrnehmung der anderen Seite beinahe interessanter als die eigentliche Meinungsverschiedenheit über Gott.
  4. Jan vom Filterblog schreibt treffend über verordnete Gefühle:
    „Der Staat erweckt den Eindruck, er wolle seinen Bürger gewisse Werte anerziehen, weil er ihnen nicht mehr zutraut, dass sie Dinge wie Solidarität oder Rücksichtnahme freiwillig entwickeln können. Das sagt einiges über das Menschenbild vieler Herrschaften in unseren Parlamenten aus – dass es niemanden aufregt, sondern viele Leute sogar mehr oder weniger stillschweigend begrüßen, sagt dagegen allerdings auch Einiges über uns Bürger aus.“
  5. Sonnenfeind schreibt, was ich auch über Prostitution denke:
    Da es sich hierbei um ein Gewerbe handelt in dem sich Kriminelle scheinbar sehr wohl fühlen, halte ich ein Verbot, wie zum Beispiel in Schweden, für den falschen Weg. Meiner Meinung nach wird dieser Zweig damit nur noch tiefer in den Verbrechenssumpf gedrückt, als er es sowieso schon ist.
  6. Ich weiß nicht, was dieser Wahlwerbespot ist. Gruselig? Peinlich? Sonderbar? Irgendwas ist er jedenfalls, ganz sicher.
  7. Der Postillon berichtet vom schockierenden Auftritt eines Inhibitionisten im Nudistencamp:
    Wie erst heute bekannt wurde, kam es vergangene Woche während der letzten warmen Tage auf einem Nudistencamp in der Nähe von Bonn zu einem Eklat. Ein vermutlich alkoholisierter Mann mittleren Alters drang in das Areal ein und bekleidete sich vor den schockierten Gästen völlig.
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16 Responses to Restebloggen etwas länger nach dem Wochenende (58)

  1. Guinan sagt:

    2. Vorab erstmal Danke für diese Beiträge. Das waren wirklich faszinierende Diskussionen, und erstaunlicherweise auch noch fast durchgängig sachlich und entspannt. Na gut, gegen Ende wirktest du schon etwas angestrengt, aber weniger, als bei dieser Kommentarflut zu erwarten gewesen wäre. Meinetwegen gerne wieder, muss ja nicht so bald sein. Zunächst mal sollte ich jetzt wieder arbeiten und nur zwischendurch gelegentlich hier mitlesen, nicht umgekehrt.

  2. Günther sagt:

    2. Ich fand die Diskussion auch ziemlich interessant. Und enorm, was da innerhalb von ein paar Tagen an Massen von Text produziert worden sind… und daher hab ichs leider echt nicht geschafft, das alles zu lesen.

    6. Uiuiui. Der Spot wirkt wie seine eigene Karikatur. So lächerlich, da kann man schon fast keine Witze mehr drüber machen.

  3. Cassandra sagt:

    Dann auch nochmal Gratulation von mir zu der ausführlichen Diskussion in den letzten Tagen. 🙂

    Vielleicht kann ich zur Entspannung etwas Kult-Sci-Fi anbieten?:


    Zu dem Wahlwerbespot: Meine Reaktion ist auch eher „o_O“, was mich aber nicht davon abhält zu fordern das jetzt alle Parteien gezwungen werde, Spots in dieser Art zu machen. Es ist auf jedenfall unterhaltsamer so …

  4. Muriel sagt:

    @Guinan: Ja, so ähnlich geht es mir auch immer.
    Was die Angestrengtheit angeht: Ich bin oft unsicher, ob jemand wirklich nur Blödsinn schreibt, oder ob das lediglich auf mich so wirkt, weil er mich kritisiert und rundum anderer Meinung ist. Im Großen und Ganzen habe ich das Gefühl, dass ich manchmal ein bisschen zu freundlich war, aber das ist mir andererseits lieber als in die andere Richtung zu übertreiben.
    @Günther: 2. Ich kann dir auch nicht guten Gewissens empfehlen, das nachzuholen, fürchte ich.
    @Cassandra: Danke für die Links. Dr. Who ist so eine Sache, von der ich schon viel Gutes gehört habe. Irgendwann muss ich das wirklich mal ausprobieren.

  5. Tim sagt:

    @ Muriel

    Deine Durchhaltekraft und (weitgehende) Contenance finde ich bemerkenswert, aber ehrlicherweise nicht unbedingt nachahmenswert. Sicher, die moderne Zivilisation wäre nicht dort, wo sie heute ist, wenn unsere Vorväter nicht jahrhundertelang harte Kämpfe gegen ideologischen Quatsch ausgefochten hätten. Und ich finde ja auch, daß man Religion, Astrologie, Hexenglaube usw. Einhalt gebieten sollte, auch wenn jeder einzelne natürlich das Recht auf eine unsinnige Weltanschauung hat.

    Doch welchen Sinn ergibt es, sich tagelang begriffliche Scharmützel mit Leuten zu liefern, die an Gespenster glauben? Am Ende läuft es doch immer wieder auf „Ich glaube, also glaube ich“ hinaus, d.h. Dawkins liegt mit seiner psychiatrischen Deutung der Religiosität wohl gar nicht so verkehrt.

    Am besten wäre vielleicht wirklich, wenn wir nun bald eine atheistische Kirche gründen und rasch als Körperschaft öffentlichen Rechts anerkannt werden, damit sich unser Treiben wenigstens finanziell lohnt.

  6. Muriel sagt:

    @Tim: Du hast ja so Recht. Du hast ja so Recht.
    Bekämen wir dann auch endlich eine verbindliche Moral? Bessere Dogmen? Und wäre es endlich vorbei mit diesen teuflischen Zirkelschlüssen?
    Was braucht man eigentlich für eine Kirchengründung?

  7. Tim sagt:

    @ Muriel

    Bitte definiere „verbindlich“, „vorbei“ und „man“, bevor wir weiterdiskutieren.

  8. Muriel sagt:

    @Tim: Definieren heißt „weg-grenzen“. Das ergibt keinen Sinn. Lern erst mal Latein, du Opfer.

  9. Tim sagt:

    Definierer sind Mörder!

  10. Muriel sagt:

    @Tim: Aber nur, wenn sie Muslime sind.

  11. Guinan sagt:

    Muriel, in einer Sache muss ich dir allerdings entschieden widersprechen:
    „trotzdem fühle ich mich dieser Behauptung sicher genug, um ohne Angst vor Überheblichkeit sagen zu können: Ich weiß, dass meine Socken nicht von Kobolden aus der Waschmaschine geklaut werden.“
    Wahrlich, ich sage dir: Du irrst.
    Selbstverständlich frisst der Waschmaschinenkobold die Socken, eindeutiges Indiz ist schließlich, dass immer nur einer pro Paar verschwindet.
    Ich stehe fest im Glauben an diese Tatsache.
    Der Sohn dieses Kobolds lebt übrigens hinter dem Computer und beweist seine Existenz durch das Verknoten der Kabel.

  12. Muriel sagt:

    @Guinan: Wenn du den qualitativen und quantitativen Unterschied zwischen deinem Glauben an Waschmaschinenkobolde und meinem Glauben an keine Waschmaschinenkobolde nicht wahrhaben willst, dann weiß ich auch nicht mehr.

  13. Guinan sagt:

    Dir fehlt eben der Sinn für das Übersinnliche. Dir ist nicht mehr zu helfen.

  14. Tim sagt:

    „Nonsense and Sensibility“, der große Religionsroman.

  15. DasSan sagt:

    @muriel
    Dr. Who ist wirklich eine sehr empfehlenswerte Serie und in Großbritannien schon seit Generationen Kult, wie mir eine Eingeborene erst letztens versicherte 😉

  16. juliaL49 sagt:

    Ja, wollte eigentlich nur wissen, was noch so ansteht, aber dann wurde ich abgelenkt: wer City of Death nicht mindestens auswendig mitsprechen kann, darf nicht in die atheistische Kirche eintreten. Punkt.

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