Restebloggen zum Wochenende (59)

  1. Language Barrier
    see more Historic LOL
  2. Auf einfachen Wunsch eines vielfachen jungen Herrn hier die kurze sinngemäße und sehr, sehr, sehr stark verkürzte Wiedergabe des Monologs, der mich auf der letzten Zugfahrt abgelenkt hat:
    „… und dann hab ich den Bahnbeamten [sic] da am Gleis gefragt, wie ich denn jetzt noch nach Hause kommen soll, und dann hat er gesagt, das kann er mir gleich sagen, und ich hab ihm aber gesagt, dass ich ganz dringend nach Hamm muss, und wie ich denn da am schnellsten hinkomme, und er hat nur gesagt, er hätte jetzt was zu tun und würde mir dann gleich Bescheid sagen. Und dann geht doch der erst mal in aller Ruhe und pfeift diesen anderen Zug da weg. Ich also zu ihm und sag: Hören Sie mal, ich hab Ihnen doch gerade gesagt, dass ich so schnell wie möglich nach Hamm muss! Und er wieder: Ja, aber nun verbreiten Sie doch hier nicht solche Hektik, ich sag Ihnen doch gleich, wie Sie da hinkommen! Und dann sucht er das raus und ich sag noch: Ich brauch die schnellste Verbindung, ich muss nämlich ganz schnell nach Hamm, und er sagt: Immer mit der Ruhe, und ich dann: Nein, nicht mit der Ruhe! Und dann sagt er, hier die Regionalbahn können Sie nehmen. Sagt er so ganz seelenruhig! Regionalbahn! Weil das ja auch soo schnell geht, oder?“
    Die Gesprächspartnerin der Dame war ihrer entrüsteten Reaktion über die Dummdreistigkeit des Bahnbeamten nach entweder genauso beschränkt wie die Dame selbst, oder eine umwerfend gute Lügnerin.
  3. Der Herr Alipius dankt denen, die für die Minenarbeiter in Chile gebetet haben und empfliehlt eine Gebtswache für Ungarn. Passt gut, denn gerade hat Tracie Haaris was zu Gebeten geschrieben:
    I got into an exchange with someone who insisted that prayer offers people something „inside“–even if it’s not true that it actually changes anything in the real world. Ironically, I agree, which is why I think it’s horrible. Here’s an analogy inspired by the dialog
    Tracie hat natürlich Recht. Leute, wenn ihr helfen wollt, steht auf und tut was, statt euch ein gutes Gefühl einzureden, indem ihr Selbstgespräche führt!
  4. Falls ihr die Geschichte vom toten Esel noch nicht kennt, könnt ihr sie bei kraftwort nachlesen. Ich finde sie sehr lustig, obwohl ich zur Finanzkrise nun ganz ander stehe als der Blogpastor.
  5. Bei S. A. Mahr gibt es eine gar nicht lustige, aber trotzdem sehr gelungene Kurzgeschichte namens „Die Sklavin“. Viel zu kurz, aber das muss wohl so, wenn ich das richtig verstehe.
  6. Ich weiß nicht, wie ihr Symphony of Science findet. Vielleicht ist es ein bisschen schmalzig, ja, aber ich glaube, ich finde es vor allem wunderschön.
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18 Responses to Restebloggen zum Wochenende (59)

  1. Günther sagt:

    1. Anspruchsvoller Humor. Brauchte Wikipedia zum Verständnis… wieder was gelernt!

    6. Hm, sie mag ja vielleicht wahr sein. Aber schön finde ich sie jetzt nicht wirklich 😉 Also so rein als Musikstück.

  2. Muriel sagt:

    @Günther: Mein musikalischer Geschmack ist eben bei Weitem nicht so anspruchsvoll wie mein humoristischer.

  3. Günther sagt:

    Hehe… vielleicht hat es auch weniger mit Anspruch des Geschmacks zu tun als mit Geschmack an sich.

  4. Guinan sagt:

    4. Hätte da drüben nicht erwartet.
    5. Das Blog war überhaupt und ganz allgemein ein guter Tipp.
    6. Ich mag’s, aber das ist kein Maßstab. Was Musik anbelangt bin ich nicht gerade anspruchsvoll.

  5. Tim sagt:

    3. Ich war heute auf einer katholischen Taufe und mußte mir die Klage des Pfarrers anhören, daß heute alle das Gen und die „Heilige“ Evolution anbeten würden. Dann entsagten die Gläubigen öffentlich dem Teufel. Zwischendurch las der vierjährige Bruder des Täuflings in einem Bibel-Bilderbuch und guckte sich Zeichnungen von dem bekannten jüdischen Propheten an, wie er gerade auf die bekannte grausame Weise von den Römern zu Tode gefoltert wird. Ein christlicher Vormittag.

  6. Muriel sagt:

    @Günther: Jetzt pass aber auf. Ich hab deine Mail-Adresse, vergiss das nicht.
    @Guinan: 6. Mehr Selbstbewusstsein! Kopf hoch! Wir Banausen müssen zusammenhalten.
    @Tim: Ich erinnere mich noch an den Religionsunterricht in der dritten Klasse. (Ich glaube, ich hätte streng genommen nicht teilnehmen müssen, aber da mir das niemand gesagt hat, kam ich natürlich nicht auf die Idee, mich zu beschweren.)
    Wir haben die Geschichte gehört, in der Abraham seinen Sohn opfern soll. Eine Beamte, die neunjährigen Kindern in ihrer Obhut erzählt, wie wundervoll es doch ist, wenn man den Stimmen in seinem Kopf so sehr vertraut, dass man sogar seinen eigenen Sohn aufschneidet, wenn sie es verlangen.
    Ich finde, wer das freiwillig macht, sollte nie wieder unterrichten dürfen, aber wahrscheinlich übersehe ich da wieder nur die quantitativen und qualitativen Vorzüge des Christentums.

  7. Tim sagt:

    @ Muriel

    Keine Sorge, die meisten Christen kennen die fiesen Stellen des Alten Testaments ja gar nicht. Es ist im Grunde so, als würde der Nationalsozialismus im öffentlichen Bewußtsein nur aus dem Autobahnbau bestehen.

  8. Günther sagt:

    @Muriel: Sorry, so war das nicht gemeint. Ich wollte sagen, dass es keine Frage des Anspruchs ist sondern einfach Geschmackssache. Und es würde mir bestimmt nicht einfallen, hier irgendjemand als Banausen zu bezeichnen 😉 Schon gar nicht, wenn derjenige im Besitz meiner Mailadresse ist (neeein!).

  9. Andi sagt:

    Erstmal hier zur Musik:
    hätte mir hier keiner gesagt, dass das Musik ist, hätte ich es als Musik wohl nicht erkannt. Es ist ja nett gedacht, glaub ich. Aber es passt irgendwie nicht.
    Und Guinan muss eigentlich Ahnung von Musik haben. Guinan hat mir Punkte beim Contest gegeben. 🙂

    Jetzt zu Punkt 2:
    „Vielfacher junger Herr“? Eins davon nimmst du bitte zurück. Ich bin doch nicht vielfach. Pfft. Ich hab auch deine Mail-Adresse!!

    Die Dame ist ja schon dadurch unsympathisch, dass sie nach Hamm will. Aber ich find es auch verantwortungslos und, ja, schändlich von der Bahn, die Dame in einen Regionalexpress zu warten. Man kann von Damen nicht erwarten, dass sie vor Antritt einer Reise kurz selbst nachschauen, wie man in westfälische Kleinstädte kommt.

  10. Muriel sagt:

    @Günther: Es sei dir verziehen.
    @Andi: Ich könnte jetzt noch was über deinen Musikgeschmack schreiben, aber ichh alte mich mal zurück. Pah. Ihr habt alle keine Ahnung.
    Dafür nehhme ich den vielfachen jungen Herrn auch snicht zurück. So. Das hast du jetzt davon. Einfach Symphony of Science nicht gutzufinden.

  11. Muriel sagt:

    @Tim: Da muss ich jetzt aber fairerweise erwähnen, dass im Gegensatz zum Nationalsozialismus das Christentum zumindest in letzter Zeit eher zurückhaltend waren mit der Umsetzung der schlimmsten Aspekte ihrer Heiligen Schrift.
    Auch ohne Steinigung und Kinderopfer ist der christliche Glaube ja verwerflich genug.

  12. Andi sagt:

    Muriel:
    Mein Musikgeschmack ist epic hot. You know??

  13. Muriel sagt:

    @Andi: Wenn du mir meine Symphony of Science nicht gönnst, dann gönne ich dir deine Lena auch nicht. Nett gedacht. Frag du mich noch mal, ob ich mit dir irgendwelche Song Contests sehen will…

  14. Andi sagt:

    Muriel:
    Ich hab doch gar nicht gesagt, dass ich dir deine Musik nicht gönne, du Doof. 🙂
    Magst du mit mir den ESC 2011 sehen? *liebguck*

  15. rebhuhn sagt:

    ich mag die symphony of science [auch] nicht. und da ist es nicht mal die [art der] musik, die ich meine, sondern dieses hochstilisieren, also daß wissenschaft das einzig wahre gut auf dieser welt sein soll. irgendwie kommt das bei mir so an, als ob jeder und alles, der bzw. das nicht zu logischen gedanken oder handlungen fähig ist oder auch einfach mal keinen bock drauf hat, unwürdig sei. und das würde ich so nicht unterschreiben ;)!

  16. Muriel sagt:

    @rebhuhn: Das finde ich ja spannend, dass das bei dir so ankommt. Wäre ich nie drauf gekommen.
    Kannst du das irgendwie am Text festmachen oder sonstwie näher erläutern?

  17. rebhuhn sagt:

    ich denke schon – werde ich morgen machen, muß jetzt weg ;). schönen abend noch!

  18. Muriel sagt:

    @Andi: Hoppla, Antwort vergessen.
    Klar, den sehen wir uns an.

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