Yours to keep – wie alles begann

Obwohl die Reaktion auf meine Frage, wer mehr über die Figuren aus meiner letzten Kurzgeschichte „Yours to keep“ wissen möchte, eher durchwachsen war, konnte ich doch nicht anders, als eine Vorgeschichte zu den Ereignisse zu verfassen. Ich hoffe, sie gefällt euch.

„Ähh, Bähh, Aaah!“
Daniels Stimme erreichte seine Ohren kaum noch erkennbar, verzerrt durch den Schnorchel, durch den er zeterte, und das Wasser um seine Ohren, während er völlig unkontrolliert zuckte, plantschte und um sich trat in einem verzweifelten Versuch, von der riesigen Qualle wegzukommen, die plötzlich neben ihm aufgetaucht war.
Er zappelte so heftig herum, dass er versehentlich seinen MP3-Player verstellte, dessen Ohrhörer er mit viel Mühe unter das Halteband seiner Schwimmbrille und das Band des Sonnenschutzhutes gefummelt hatte. Das war zwar eine ziemlich Katastrophe, weil er mit dem wasserdichten Player nicht innerhalb eines Tracks spulen konnte, und weil er Verbrechen und Strafe in halbstündige Tracks unterteilt hatte, aber zunächst war es ihm trotzdem nicht besonders wichtig.
Himmel, war die Qualle groß, und wo war die auf einmal hergekommen? Er hasste das Meer, und obwohl er gerade höchstens eine Viertelstunde drin war, tat es ihm schon Leid, dass er sich von seinen gestörten Eltern hatte überreden lassen, schnorcheln zu gehen.
Naja.
Es war besser, als in der prallen Sonne an diesem menschenverlassenen Strand zu sitzen und ihnen bei ihrem peinlichen Herumgeplantsche zuzusehen. Als wären sie verliebte Teenager. Eklig.
Seinen nächsten Urlaub würde er einfach alleine unternehmen. Er war seit drei Jahren erwachsen, warum eigentlich nicht?
Sicher, wenn er alleine irgendwohin wollte, würde er es vielleicht auch alleine bezahlen müssen, und dann würde er sich keine drei Wochen auf Rota leisten können, aber Hunsrück war doch auch nicht schlecht, oder? Er hatte sowieso nie richtig verstanden, wieso seine Eltern immer irgendwelche bekloppten Inseln besuchen mussten, von denen noch nie ein Mensch gehört hatte.
Er warf einen letzten Blick in Richtung der Qualle – die Entfernung schien ihm noch lange nicht sicher, aber immerhin bestand keine Gefahr mehr, dass er sie durch eine unbedachte Schwimmbewegung berührte, bevor er es wagte, den Kopf aus dem Wasser zu heben, um nachzusehen, in welche Richtung er zum Strand zurück schwimmen musste.
„Ach du…“
Er stieß ein wütendes Stöhnen aus und schlug auf die Wasseroberfläche ein.
Er musste in eine Strömung geraten sein und war viel weiter vom Strand entfernt, als er erwartet hatte. Er konnte seine Eltern nicht mehr sehen, aber er konnte sich ganz gut an der felsigen Landzunge orientieren, die hoch über dem Strand ins Meer hinausragte, und es schien, als müsste er sich auf eine lange und anstrengende Schwimmübung einstellen, um wieder an Land zu kommen. Er erschauderte bei dem Gedanken, was für ekliges Viehzeug ihm dabei noch begegnen würde.
Da er nun schon einmal hier draußen war, beschloss er, doch noch einen Blick nach unten zu werfen.
Warum war es eigentlich nicht viel tiefer, so weit draußen? Es schien ihm, als könnte der Meeresgrund nicht viel weiter als drei Meter unter ihm sein, und er konnte mühelos die Korallen, Muscheln und Fische erkennen, die unter ihm im Sonnenschein mit ihren bunten Farben prahlten. Es war ein toller Anblick, schon, aber… Er drehte mit zusammengebissenen Zähnen den Kopf nach links und rechts, entdeckte aber keine Qualle mehr. Einerseits beruhigend, andererseits… Wo war die hin, die er gerade vorhin noch gesehen hatte? Was, wenn…
Er hielt inne und blinzelte zwei Mal.
Er kniff die Augen noch einmal fest zusammen und schüttelte seinen Kopf, aber als er sie wieder öffnete, sah er immer noch das grelle Funkeln neben dem bläulichen Seestern mit den eklig spinnenhaft dünnen Armen.
Was war das? Eine Glasscherbe, ein Stück von einer Getränkedose, oder…
Er unterdrückte ein Lachen – das letzte Mal hatte er dabei Wasser in die Nase bekommen und wäre beinahe erstickt – und schüttelte wieder den Kopf.
Wahrscheinlich hatte er einen Piratenschatz entdeckt. Vor Jahrhunderten war hier eine spanische Galeere untergegangen, und was er da sah, war nur der erste Hinweis auf die unschätzbaren Reichtümer, die sie verstreut hatte.
Sicher.
Aber trotzdem. Er wusste natürlich, dass es kein Schatz war, nichts Wertvolles – lächerlich -, aber er wollte wissen, was es war. Warum auch nicht? Es sah wirklich nicht besonders tief aus. Er konnte drei Meter tief tauchen. Nicht, dass er es schon mal versucht hätte, aber drei Meter war nicht besonders tief, oder?
Daniel wusste, dass er keine Chance hatte, irgendwann mal ein Held oder ein Abenteurer zu werden, aber das hielt ihn nicht davon ab, gelegentlich davon zu träumen. Nicht, dass so ein mickriger kleiner Tauchgang ein besonders großer Schritt in diese Richtung gewesen wäre, aber sich nicht mal den zuzutrauen, war definitiv ein Schritt in die falsche Richtung.
Andererseits… Sein MP3-Player war nur bis drei Meter wasserdicht, und er hatte ihn gerade erst für diesen Urlaub gekauft. Das blöde Ding hatte fast 100 Euro gekostet. Konnten die feststellen, dass er zu tief getaucht war, oder konnte er behaupten, es wäre einfach so kaputt gegangen?
Er hörte die Stimme des Erzählers all die Dinge wiederholen, die er vorhin schon gehört hatte, dachte daran, wie schwachsinnig es war, einen MP3-Player zu bauen, mit dem man nicht mal vor- oder zurückspulen konnte, holte tief Luft und tauchte.
Es war dann doch tiefer, als er gedacht hatte. Oder vielleicht waren es genau drei Meter, und drei Meter waren wider Erwarten doch eine ganze Menge.
Er hatte noch nicht einmal die Hälfte geschafft, als seine Ohren schon anfingen, weh zu tun. Konnte er sich ernsthaft verletzen, wenn er zu tief tauchte?
Natürlich. Wenn der Druck zu stark wurde, konnte sein Trommelfell platzen.
Aber doch nicht bei drei Metern. Er schluckte und stieß sich mit seinen Füßen weiter nach unten.
Die Stimme des Erzählers sprach weiter, während er nach dem glänzenden Ding griff – ein gutes Zeichen – und stockte auch nicht, während er wieder nach oben stieg.
Das waren bestimmt nicht nur drei Meter. Eher fünf.
Daniel achtete darauf, nicht zu schnell aufzusteigen, aber trotzdem taten ihm seine Ohren weh, als sein Kopf die Wasseroberfläche durchbrach und er wieder atmen konnte.
Es fühlte sich immerhin nicht an, als wären seine Trommelfelle geplatzt, deswegen kümmerte er sich nicht weiter darum, zog die Schwimmbrille hoch auf seine Stirn und betrachtete den Gegenstand, den er aus der Tiefe mitgebracht hatte.
„Mein Schatzzzsss“, zischte er, und lachte. Hier oben konnte er ja gefahrlos.
Es war ein Ring, und obwohl er weit genug war, um Sauron zu passen – er sah aus, als wäre er sogar für Daniels Daumen zu groß – sah er kein bisschen so aus wie der Eine Ring.
Er schien wirklich aus Gold zu sein, aber es war nicht einfach nur ein goldener Reif, sondern ein klobiger Siegelring, mit einem Siegel vom Durchmesser eines Salzstreuers.
Daniel würde das Ding sicher nicht tragen wollen. Aber wenn er wirklich aus Gold war, war er vielleicht genug wert, um eine neue Grafikkarte zu kaufen. Und vielleicht auch noch eine Hauptspeichererweiterung, Daniel wusste nicht so genau, wie die Goldpreise gerade standen.
Er schob ihn probehalber einmal über seinen Daumen, und tatsächlich, er war sogar da noch zu weit. Viel zu weit. Um Himmels Willen, für wen war dieser Ring gemacht? Oder war das ein Armreif?
Daniel setzte die Schwimmbrille wieder auf und begann, sich auf den Weg zum Strand zu machen. Es war ihm selbst ein bisschen unangenehm, dass er bei jedem seiner schwuchteligen Schwimmzüge angespannt von links nach rechts nach vorne nach hinten spähte und peinlich darauf achtete, mit Armen und Beinen nicht zu weit auszuholen, um nicht aus Versehen irgendetwas Ekliges zu berühren.

„Hallo, Daniel.“
Daniel öffnete seine Augen und richtete sich hastig in seinem Bett auf. Er tastete hektisch nach dem Schalter der Nachttischlampe und warf dabei die Dose seiner Beißschiene und die Muschel, die er am Strand eingesammelt hatte, auf den Boden.
Als er schließlich den Schalter gefunden hatte und es hell wurde, wusste er nicht, ob er jetzt richtig Angst bekommen oder sich wieder entspannen sollte. Es war niemand in seinem Hotelzimmer außer ihm selbst.
Nichts und niemand zu sehen außer dem kleinen Flachbildfernseher auf der Anrichte an der Wand gegenüber dem Bett, der Kleiderschrank mit den schwarzen Glastüren, und natürlich die Vorhänge vor den Fenstern.
Er hatte sicher nur geträumt.
Er widerstand der Versuchung, aufzustehen und unter seinem Bett nachzusehen. Oder im Kleiderschrank. Oder im Badezimmer. Hinter den Vorhängen… Er versuchte, nicht mehr über mögliche Verstecke nachzudenken.
Vielleicht hatte ja jemand durch die Tür seinen Namen gerufen! Vielleicht wollte seine Mutter noch irgendwas von ihm, obwohl die Stimme eigentlich nicht besonders nach ihr geklungen hatte.
„Ja?“ antwortete er zaghaft und lauschte.
Schweigen.
Er hatte geträumt. Und es war nicht mal unbedingt ein schlechter Traum gewesen, denn die Stimme hatte sehr nett geklungen.
Er schaltete das Licht wieder aus und kehrte auf sein etwas zu hohes und ein bisschen zu festes Kissen zurück, zog die Decke wieder hoch und schloss seine Augen.
Er ignorierte den Drang, seine Augen wieder zu öffnen, um noch einmal nachzusehen. Er wollte das Licht wieder einschalten, aber er war aus dem Alter raus, in dem er bei Licht schlafen musste. Er versuchte, sich nicht vorzustellen, dass jemand in seinem Zimmer stand und ihn beobachtete.
Er lag sehr lange so da und dachte an nichts anderes, bevor er schließlich wieder schläfrig wurde und spürte, wie er langsam…
„Hey.“
Seine Hände packten die Bettdecke, und er schlug die Augen auf.
Diesmal hatte er es wirklich gehört. Ganz sicher. Oder hatte er doch nur geträumt?
Natürlich hatte er geträumt. Er schloss seine Augen und versuchte, wieder einzuschlafen, aber wie immer, wenn er das versuchte, gelang es natürlich nicht. Es fühlte sich an, als ob er sich stundenlang in seinem Bett gewälzt hätte. Er verzichtete bewusst darauf, auf die Uhr zu sehen. Das würde es nur noch schwerer machen.
Woran lag es eigentlich, dass er nach dem Aufwachen immer am liebsten den ganzen Tag im Bett verbringen wollte, vor dem Einschlafen aber jede Position schon nach ein paar Minuten unbequem wurde?
Endlich war es doch soweit.
„Daniel.“
„Was?“
Die Stimme seufzte. Es war ein erleichtertes Seufzen, und gleichzeitig ein unverschämt Sinnliches. War das… diese Art Traum?
„Schön, du schläfst noch. Das ist gut. Du kannst mich nicht mehr hören, wenn du wach bist.“
Offenbar nicht. Was für eine Art Traum war das?
„Wer bist du?“
Ein Lachen. Ein kehliges, freundliches Lachen, das ihn verzweifelt wünschen ließ, er könnte sie sehen. Oder berühren…
„Ich bin ein Traum. Dein Traum, wenn du willst.“
War es vielleicht doch so ein Traum? Es fühlte sich so…
„Aber zuerst musst du mich befreien.“
„Was?“
„Ich kann nichts für dich tun, solange du mich nicht befreist. Naja, fast nichts. Ich kann mit dir reden, während du schläfst, aber…“ Ihre Stimme veränderte sich und wurde zu einem seidigen Versprechen. „Wenn du mich befreist, kann ich Dinge für dich tun, von denen du jetzt nicht mal träumst…“
Die Wirkung ihrer verführerisch gehauchten Worte litt ein bisschen unter einem mühsam verborgenen angespannten Unterton.
„Bist du in dem Ring?“
Sie lachte leise. „Nein, aber ich kann nur wegen des Rings mit dir reden. Nimm ihn bitte niemals ab, ja?“ Jetzt klang sie beinahe ängstlich, als fürchte sie sich vor dem Gedanken, ihn zu verlieren. Es war kein schlechtes Gefühl, eine Frau mit so einer Stimme in diesem Ton mit sich reden zu hören.
„Was muss ich tun, um dich zu befreien?“
Irgendwo weit hinten in seinem Verstand war eine leise Stimme, die ihn darauf hinweisen wollte, dass er bloß träumte, und noch ein bisschen weiter hinten war eine zweite, noch leisere, die sich wunderte, weil er sich noch nie während eines Traums bewusst gewesen war, dass er träumte.
„Das ist ein bisschen schwierig“, antwortete sie, „Aber wenn du mir genau zuhörst und morgen genau tust, was ich sage, dann schaffen wir’s.“
Wieder dieses kehlige, unglaublich sinnliche Lachen, voller Vorfreude und Übermut.
„Was heißt ‚ein bisschen schwierig‘“, fragte er, „Und was muss ich tun?“
„Naja…“ antwortete sie, „Also… Das wird jetzt erst mal merkwürdig klingen, aber du musst mir glauben, dass du es schaffen kannst, wenn du mir vertraust, in Ordnung?“
Wieder dieser ängstliche Unterton.
„Jetzt sag schon! Muss ich ein Huhn opfern und eine Kirche entweihen, oder was?“
„Schön wär’s“, antwortete sie.

„Wait? Wait?“ fragte der Taxifahrer mit einem breiten, freundlichen Lächeln. „Wait, give you tour of Rota? Only 25 Dollars!“
Daniel schüttelte den Kopf, so freundlich er konnte, bezahlte den Fahrer und stieg aus dem klimatisierten Fahrzeug in die tropische Hitze Rotas.
Daniel mochte es eigentlich warm, und die hohe Luftfeuchtigkeit störte ihn auch kaum, aber der Übergang war doch jedes Mal wieder wie ein Schlag in den Magen.
Die Räume von Deep Delight, Inc waren sicherlich wiederum klimatisiert, deswegen ließ er sich erst gar keine Zeit, um sich an die Hitze zu gewöhnen, sondern stieg die fünf Stufen empor und trat ein.
Ein alter Mann mit kantigem Kinn hängenden Backen musterte ihn missbilligend über den Empfangstresen hinweg.
„Morning“, brummte er, „Can I do for you?“
„Ich… hab einen Termin mit Mr. Eshwick“, antwortete Daniel in seinem besten Schulenglisch, von dem er wusste, dass es grauenhaft deutsch klang.
Der alte Mann grunzte ein missmutiges Lachen. „Du warst der, der’s nicht abwarten konnte, richtig? Na dann los.“
Er wies mit dem Kopf in Richtung einer Tür, die zur Hälfte aus einer milchigen Glasscheibe bestand, in die der Name „Ian Eshwick, Gen. Man.“ gesandstrahlt war.
Daniel klopfte an und trat ein.
„Hi. Daniel Rode?“ Er sprach es englisch aus, wie das Präteritum von ‚to ride‘. Daniel korrigierte ihn nicht.
„Ja, genau“, antwortete er, während er die Tür langsam hinter sich schloss.
„Dann mal los, Junge, warum musstest du mich unbedingt sehen?“
Daniel wäre in diesem Moment am liebsten wieder umgedreht und einfach aus Ian Eshwicks Büro gerannt, in ein Taxi gesprungen und in das Hotel zu seinen Eltern zurückgefahren. Ob es nun an der Stimme lag, oder daran, was sie ihm versprochen hatte, oder daran, dass sie ihm genau beschrieben hatte, wo er die Brieftasche finden konnte, die vor Jahren ein offenbar steinreicher Tourist in der Nähe des Hotels verloren hatte, er hatte bisher kaum darüber nachgedacht, wie unsinnig sein Vorhaben eigentlich war.
Aber jetzt war er hier. Zu spät, um zu kneifen.
Er schluckte, setzte seine selbstsicherste Miene auf und antwortete: „Ich brauche die Age of Aquarius.“
Eshwick lächelte. „Du weißt schon, dass das 150.000 Dollar pro Tag kostet, ja?“
Eshwick war ein großer breitschultriger Mann in einem blauen T-Shirt mit einer großen getönten Fliegerbrille, und Daniel musste sich eingestehen, dass er ihn ziemlich einschüchternd fand. Aber er war anscheinend der einzige Mann hier auf der Insel, der über die erforderliche Ausrüstung für eine Tiefseebergung verfügte. Oder zumindest der einzige, den die sonderbare Stimme aus seinem Traum kannte.
Daniel konzentrierte seine gesamte Willenskraft darauf, nicht noch einmal zu schlucken. Es war immerhin genau der Preis, den die Stimme in seinem Traum genannt hatte.
„Klar“, antwortete er, „Weiß ich. Aber ich dachte, wir können vielleicht eine andere Vereinbarung treffen, die für uns beide…“
Eshwick betrachtete ihn unverwandt, während er sprach, um ihn schließlich zu unterbrechen: „Die Hälfte im Voraus.“
Daniel seufzte. Auch das hatte sie ihm gesagt. Er schüttelte seinen Kopf.
„Ich habe einen besseren Vorschlag.“ Eshwick schnaubte belustigt und schüttelte den Kopf, „Sie wollen morgen aufbrechen und ein Stück von der Fiduz bergen, für diesen neuen IMAX-Film.“
„Woher weißt du das?“
„Ich weiß es eben“, antworte Daniel, „Es ist nicht gerade ein Geheimnis, oder? Ich schlage Ihnen was vor: Ich sage Ihnen, wo Sie ein anderes Wrack finden können, das viel interessanter ist, und Sie fahren dann stattdessen dahin.“
Eshwick schüttelte grinsend seinen Kopf. „Vergiss es“, sagte er, „Verarschen kann ich mich auch alleine.“
„Es sind nur ein paar Stunden Umweg!“ sagte Daniel, ein bisschen zu laut und zu schnell. Er atmete ein und versuchte, sich zu beherrschen. „Wenn Sie dort nichts finden, haben Sie nur ein paar Stunden verloren-„
„Von denen jede 6.000 Dollar kostet…“
„Aber wenn Sie was finden, haben Sie ein echtes nordkoreanisches U-Boot aus den fünfziger Jahren, hervorragend erhalten, teilweise sogar noch trocken. Das ist was ganz anderes als die Fiduz! Die IMAX-Leute werden begeistert sein, und ich zahle 100.000 extra.“
Eshwick prustete abfällig. „Hast du das Geld dabei?“
„Nein, ich zahle später, ich-“
„Scheiße, Junge, verschwinde. Woher willst du wissen, dass da draußen irgendwo ein U-Boot liegt, von dem sonst keiner weiß?“
„Als Sie sechs waren, hatten Sie einen Welpen, der hieß Heckler, und er ist überfahren worden, weil Sie vergessen hatten, die Gartenpforte wieder zuzumachen, und Sie haben danach allen gesagt, er wäre durch ein Loch im Zaun entwischt!“
Das Grinsen verschwand, und Eshwicks Augen weiteten sich für einen Moment, bevor er die Augen verdrehte und wieder seinen Kopf schüttelte.
„Wer hat dich geschickt, hm? Versucht Rosco wieder, mich zu verarschen, ja?“
Genau so hatte er sich das vorgestellt. Daniel seufzte noch einmal. Er nahm einen tiefen Atemzug und seinen ganzen Mut zusammen.
Die Stimme hatte ihm gesagt, dass Eshwick abergläubisch war, und dass Daniels Demonstration ihn überzeugen würde. Noch sah er aber nicht unbedingt so aus.
„Sie haben Rosco die Geschichte nie erzählt, wer auch immer das ist. Sie haben nie jemandem davon erzählt.“
Eshwicks Lippen wurden schmal, und er betrachtete Daniel einige Momente lang mit zusammengekniffenen Augen.
„Woher weißt du davon, du…“
Daniel zuckte die Schultern und versuchte, sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr er sich vor dem viel größeren und stärkeren Mann fürchtete. Er zitterte sogar ein bisschen, hoffte aber, dass man das nicht sehen konnte.
„Ich weiß es eben. Ich weiß Dinge. Ich kann nichts dafür, ich hab’s mir nicht ausgesucht, es ist eben so. Ich würd‘ mir trauen, an Ihrer Stelle“, fügte er mit einem bemühten Lächeln hinzu, und dann stieß er ein Lachen aus, dass sogar für ihn selbst so erbärmlich künstlich klang, dass er schon wieder am liebsten einfach weggelaufen wäre, zurück zu seinen Eltern ins Hotel.
Aber er tat es nicht.

„Mama, weißt du, du musst mich nicht zweimal am Tag anrufen. Hier sind ganz viele Erwachsene, die auf mich aufpassen.“
„Ach“, sagte seine Mutter, „Nun sei nicht so. Darf ich mir keine Sorgen machen, wenn mein Sohn seinen ersten Segeltörn unternimmt, ganz alleine?“
Daniel stöhnte und hoffte, dass niemand das Gespräch mithören konnte. „Ich bin nicht alleine“, antwortete er. „Hier sind ganz viele andere Leute, die mich alle auslachen, weil meine Mutter dauernd anruft und fragt, wie’s mir geht!“
Sie kicherte. „Schon gut, dann viel Spaß, und grüß alle!“
„Garantiert nicht.“
Das U-Boot-Wrack lag nicht besonders weit von der Insel entfernt. Das war insofern gut, als es Eshwick die Entscheidung leichter gemacht hatte, es zu suchen. Es war schlecht insofern, als er hier noch Mobilfunkempfang hatte.
Er war sich nicht sicher, ob das wirklich nur an der geringen Entfernung lag. Vielleicht verfügte die Age of Aquarius über einen Repeater. Die Forschungsyacht von Deep Delight schien jedenfalls ansonsten mit allen denkbaren Extras ausgestattet, von einem kleinen Pool mit Sauna auf dem obersten Deck bis hin zu Massagesitzen in der Lounge. Er hatte sich alles ein bisschen spartanischer vorgestellt, aber anscheinend lebte Deep Delight weniger von echten Forschungsprojekten als von der Neugier reicher Touristen, die immer schon mal die Tiefsee erkunden wollten.
Kopfschüttelnd kehrte er zurück in den engen, viel zu kalt klimatisierten dunklen Raum voller Monitore, blinkender Lichter und Schalter, von dem aus die Age of Aquarius den Kontakt zu dem kleinen Forschungs-U-Boot hielt, das sie vor einigen Stunden zu Wasser gelassen hatten. Daniel verstand nicht, warum dafür so viel Technik nötig war, denn das U-Boot war bemannt und hatte einen eigenen Piloten, aber der zuständige Techniker war trotzdem stets eifrig damit beschäftigt, Anzeigen zu kontrollieren und Schalter zu justieren. Was machte denn dann der Pilot noch?
Immerhin piepte nichts, anders als in allen U-Boot-Filmen, die Daniel je gesehen hatte.
„Wir haben was gefunden!“ rief der Techniker, ohne sich zu ihm umzudrehen.
Daniel hatte seinen Namen vergessen, aber er war ungefähr in seinem Alter und war im Gegensatz zu Eshwick von Anfang an sehr nett zu ihm gewesen. Er trug eine Jacke, und Daniel beneidete ihn darum.
„Was ist das?“ fragte er. Er kniff die Augen zusammen und beugte sich vor, während er angestrengt auf den Bildschirm starrte. Das Bild war sowieso schon körnig und unscharf, und es wurde nicht besser dadurch, dass der Scheinwerfer der Deep Game immer nur einen winzigen Bereich davon ausleuchtete. Es war dunkel in vier Kilometern Tiefe.
„Das Ding ist in zwei Teile gebrochen“, antwortete Eshwick. „Gut erhalten am Arsch, was?“
„Aber…“
Der Techniker vor dem Monitor lachte leise. „Mach dir keine Sorgen, er nimmt dich auf den Arm. Das Ding sieht gut aus. Natürlich ziemlich verrostet und mit ‘ner Menge Bewuchs, aber es liegt günstig. Das kriegen wir mit zwei BLBs problemlos rauf.“
„BLBs?“ fragte Daniel, während er die Arme um sich schlang und versuchte, nicht vor Kälte zu zittern.
„Buoancy Lift Bags“, antwortete der Techniker, „Das sind im Prinzip nur große Säcke mit Diesel drin, die wir am Wrack festmachen, um es dann nach oben zu ziehen. Diesel ist leichter als Wasser“, fügte er zum Schluss noch gedankenverloren hinzu.
„Sie müssen die nördlicher liegende Hälfte raufholen“, sagte Daniel.
„Ach“, sagte Eshwick. Er war ein bisschen freundlicher geworden, seit das Sonar tatsächlich das Wrack des koreanischen U-Boots angezeigt hatte, aber nicht viel. „Und warum?“
„Ist viel interessanter“, antwortete Daniel, und das war nicht mal gelogen.
Eshwick schnaubte und nahm das Mikrophon. „Schickt mal die Urchin los und seht euch das Wrack genauer an“, sagte er, und erklärte an Daniel gewandt: „Es dauert sowieso fast zwei Stunden, bis die BLBs unten sind.“
Daniel schauderte. Er fand den Gedanken an so tiefes Wasser endlos gruselig und er war froh, dass er nicht unten in dem winzigen Forschungs-U-Boot hockte. Das Ding war nicht mal drei Meter lang und keine zwei breit, und die Vorstellung, dass es zwei Stunden lang durch das schwarze Wasser sinken musste, bis es unten war… Hua.
„Fangt im südlichen Teil an“, sagte Eshwick in das Mikrofon.
Natürlich.
„Uäh, was- was ist das denn?“ Daniel trat unwillkürlich einen Schritt von dem Monitor zurück. „Shit, ist das eine Qualle? Die sieht ja gigantisch aus!“
Das Ding war geformt wie eine Qualle, aber schien, als wäre es größer als ein Mensch, und es war auch überhaupt nicht durchsichtig, wie Quallen sonst, sondern dunkelgrau, ein bisschen, wie schmutziges Silikon.
Der Techniker lachte wieder.
„Die ist auch ziemlich gigantisch, aber sei froh, dass wir noch keins von den richtig komischen Viechern gefunden haben, die da unten leben. Die gute Nachricht ist, dass die alle sterben, wenn sie zu weit raufkommen.“
Wenn du wüsstest, dachte Daniel.

Der Hangar der Age of Aquarius war überraschend groß. Das Forschungsschiff wirkte von außen so schlank und elegant, deswegen überraschte es Daniel, sich am Fuß der Treppe in einer riesigen Halle wiederzufinden, in der das halbe südkoreanische U-Boot beinahe wie ein Modell aussah. Vielleicht lag es auch daran, dass das U-Boot selbst viel kleiner war, als er es sich vorgestellt hatte. Er konnte so etwas nicht gut einschätzen, aber es schien ihm, als betrüge der Durchmesser nicht viel mehr als drei Meter.
Er sah sich kurz um – bisher hatte niemand bemerkt, dass er hier war, und er hätte sicher auch die Schritte auf der metallenen Treppe gehört, wenn jemand hinter ihm hinabgestiegen wäre, aber er konnte trotzdem nicht anders – und schlich vorsichtig auf die rostige Metallröhre zu.
„Hier“, hörte er ein leises Wispern, und schrak zusammen und wirbelte herum. Es war niemand hier außer ihm.
„Ich bin’s“, flüsterte sie. „Hier drin! Komm her und lass mich raus!“
Er ging schneller zu dem halben Wrack und stand kurz zweifelnd vor der Bruchkante. Zwischen der Wand des schmalen Ganges und der Außenhüllle des Bootes ragte ein Gewirr aus zerrissenen Rohren und Kabeln und Leitungen hervor, besetzt mit Rost und Muscheln und Seepocken, oder wie die Dinger hießen.
Das grelle Licht der Leuchtstoffröhren, die den Hangar der Age of Aquarius beleuchteten, fiel weit genug in den Gang hinein, dass Daniel bis zum Ende sehen konnte. Von hier draußen wirkte der Innenraum des U-Bootes unglaublich eng, und er fragte sich, wie Menschen es da drin aushielten, in dem Bewusstsein, von endlosen Tonnen schwarzen Wassers umgeben zu sein.
„Daniel!“
Er seufzte, als er sich schließlich ein Herz fasste und den Schritt hinauf in den Gang tat und sich zusammengekrümmt bis zu der kleinen Tür mit dem metallenen Rad daran an der rechten Seite des Ganges voran tastete.
Der Raum hinter dem dicken Glas des Bullauges in der Tür wirkte auf irritierende Weise surreal, wie ein Exponat in einem Museum. Nur die Wachsfiguren von unzufriedenen Seeleuten fehlten. Wieder staunte Daniel, wie wenig Raum die Besatzung hatte. Wie konnten Menschen auf diesen mickrigen Pritschen schlafen, die nicht einmal hoch genug waren, um sich darauf umzudrehen?
Und warum war das Rad zum Öffnen und Verschließen der Tür eigentlich außen?
Und dann schrie er und machte einen gewaltigen Satz rückwärts, als sie plötzlich mit einem harten Aufprall ihr Gesicht von innen gegen das Bullauge presste.
Sicher wurde sie auch ein wenig durch die Tatsache entstellt, dass ihre Nase und ihr Mund am schnell beschlagenden Glas plattgedrückt wurden, aber er war dennoch entsetzt. So hatte er sich die Frau mit der aufregenden Stimme aus seinem Traum nicht vorgestellt.
Sie war… entsetzlich alt. Ihre Haare waren kaum mehr als ein spinnwebhafter, ihren Kopf wirr umschwebender Kranz. Die zwei Zähne, die er sehen konnte, waren so dunkelgelb, dass sie beinahe schon braun waren, und ihre Haut war übersäht von Flecken und Warzen und feuchten, klebrig wirkenden wunden Stellen. Sie sah aus, als wäre sie schon lange tot.
„Lass mich raus!“ Er sah, wie sich ihre spröden wunden schmalen Lippen bewegten, aber die flüsternde Stimme erklang direkt in seinem Kopf, und er stöhnte und taumelte einen Schritt zurück ob des schieren Willens, der ihn gemeinsam mit ihren Worten traf. Es war nicht die freundliche sinnliche Stimme aus seinem Traum, es war das brüchige Wispern einer Greisin. „Lass mich raus, bitte! Schnell!“
Er stand noch immer einen Schritt von der Tür entfernt und konnte sich nicht dazu bringen, wieder näher heranzutreten.
„Warum hast du’s auf einmal so eilig? Nach fünfzig Jahren kommt es doch wohl-“
„Lass mich frei, bitte, bitte bitte Daniel lass mich frei bitte bitte bitte jetzt bitte schnell bitte bitte!“
Er hatte sich das alles ganz anders vorgestellt.
„Daniel! Bitte lass mich hier raus, bitte Daniel, ich werde alles tun, was du willst, alles! Daniel bitte!“
Er konnte nicht. Hätte sie einfach nur gewartet und sich nicht gezeigt, hätte er die Tür geöffnet. Aber jetzt, nachdem er diesen Leichnam dort gesehen hatte, der sein verwesendes Gesicht mit gierig funkelnden Augen und weit offenem fauligem Mund gegen das Bullauge presste… konnte er nicht mehr.
Er tat noch einen Schritt zurück.
Und noch einen.
„Daniel!“ Er konnte die Angst in ihrer rissigen flüsterigen Stimme hören. „Daniel bitte! Lass mich nicht hier zurück! Daniel, ich sterbe hier drin!“
Sie klang, als würde sie gleich anfangen zu weinen.
Er drehte sich um und lief zum Ausgang des Hangars. Während ihre Stimme in seinem Kopf immer leiser wurde, stieg er die Treppe hinauf und eilte den Gang entlang, durch die Tür nach draußen auf das Vorderdeck.
Die frische Luft tat gut, auch wenn sie hier in den Tropen eigentlich nicht besonders frisch war.
„Daniel bitte…“ hörte er sie leise in seinem Verstand jammern.
Er stand über der Reling und blickte auf das Meer hinab. Warum konnte er sie jetzt überhaupt noch hören? Beim letzten Mal konnte sie nur mit ihm reden, während er schlief.
Wahrscheinlich lag es daran, dass er jetzt viel näher bei ihr war.
Hieß das, dass er sie nicht mehr hören würde, wenn er in Deutschland war? Oder nur noch in seinen Träumen?
Sicher würde sie auch ohne seine Hilfe nicht für immer in dem U-Boot bleiben. Natürlich nicht, irgendjemand würde früher oder später die Tür öffnen. Oder nicht? Was würde sie dann tun?
Sie würde sich gewiss daran erinnern, dass er ihr nicht geholfen hatte. Es sei denn, sie würde es nicht so lange überstehen. Sie schien es eilig zu haben.
Er sah noch immer dieses grauenvolle tote Gesicht vor sich.
Er hatte Angst vor ihr. Aber er hatte auch Mitleid. Er wollte ihr helfen. Wenn sie nur nicht so furchtbar… hungrig und tot aussehen würde. So monströs. Er hatte versprochen, ihr zu helfen.
„Daniel bitte, ich… Ich brauche dich, Daniel“, flüsterte sie, so leise, dass er sie kaum verstehen konnte. „Du musst mir helfen, bitte Daniel, du musst mich hier rauslassen.“
Er schüttelte seinen Kopf.
„Wer wird die 100.000 Dollar bezahlen, die du Mr. Eshwick schuldest?“ fragte sie. Ihre Stimme klang immer noch weinerlich und flehend, trotz des plötzlich völlig anderen Ansatzes.
Und aus irgendeinem Grund war genau diese kleine Frage das letzte Sandkorn, das die Waage der Entscheidung kippen ließ.
Er nahm einen tiefen Atemzug, drehte sich wieder um und folgte dem Gang zurück, die Treppe hinunter, bis in den Hangar.
Er hielt seinen Blick gesenkt, um das furchtbare Gesicht nicht wieder sehen zu müssen, aber als er vor der Tür mit dem Bullauge stand, war es nicht mehr da. Er seufzte erleichtert und legte eine Hand auf das Rad, mit dem er die Tür entriegeln konnte.
Er zögerte.
„Du…“ Er hatte in normaler Lautstärke zu sprechen begonnen, aber nun stockte er. Musste er überhaupt sprechen? Konnte sie seine Gedanken lesen? Er entschied sich für einen Kompromiss und flüsterte auch. „Du wirst mir nichts tun, wenn ich dich rauslasse, oder? Du… Was bist du?“
„Du musst keine Angst vor mir haben“, antwortete sie, aber er konnte in dem ungeduldigen Zittern ihrer Stimme hören, dass sie alles gesagt hätte, um ihn dazu zu bringen, die Tür zu öffnen. „Ich kann dir nichts tun, solange du den Ring trägst“, fügte sie hinzu.
Und wieder hatte sie die richtigen Worte gefunden. Er glaubte ihr. Das mit dem Ring klang… richtig.
Bevor er sich fragen konnte, ob das nur daran lag, dass sie wirklich seine Gedanken las, holte er noch einmal tief Luft und zwang sich, es endlich zu Ende zu bringen.
Das Rad ließ sich erstaunlich leicht drehen, nach all der langen Zeit, und als die Tür aufschwang, strömte ihm ein Schwall warmer, feuchter, abgestandener, ekelhaft erdrückend süßlich riechender Luft entgegen.
Die ausgemergelte, in verschlissene Lumpen gehüllte Gestalt, die auf allen Vieren an ihm vorbei die Treppe hinauf schoss, erinnerte mehr an einen missgebildeten räudigen Windhund als an ein menschliches Wesen. Ihre nackten Füße und Hände verursachten ein dumpfes, leises Gongen auf dem metallenen Untergrund.
Es dauerte nicht lange, bis die Schreie begannen.

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10 Responses to Yours to keep – wie alles begann

  1. whynotveroni sagt:

    Lustiger Vampir. Bitte bitte bitte bitte schnell jetzt bitte bitte… Herrlich. 🙂

  2. Guinan sagt:

    Das ist wirklich um Klassen besser als dieses Jenny-Dingsbums. Ich wäre auch noch für eine Mittel-Episode.

  3. Muriel sagt:

    @whynotveroni, Guinan: Vielen Dank für das Lob.
    Vielleicht kann ich dann in der Mittel-Episode auch unmissverständlich klarstellen, dass sie kein Vampir ist…

  4. maxi sagt:

    Wie geht es weiter?
    Bin jetzt irgendwie neugierig…

  5. Muriel sagt:

    @maxi: Biss zum bitteren Ende, oder wie?

  6. maxi sagt:

    Ach verstehe, der Bogen schließt sich (für mich). Hatte vor dieser Geschichte „Jenny“ gelesen und wohl etwas durcheinandergebracht. Sorry.
    Gibt es da noch einen Mittelteil? So wirklich passen die Teile nicht zusammen, abgesehen von den Namen. Finde ich zumindest. Oder ich habe zu viel kreuzundquer gelesen. Na gut der Ring wiederholt sich noch, aber ich denke, der ist viel zu groß für den Daumen, so dass er ihn schlecht schieben kann, oder? Hmm, bin verwirrt. Liegt aber wohl an mir.

  7. Günther sagt:

    Also jetzt ist meine Neugierde auch geweckt.
    Könntest du dich bei entsprechendem Zuspruch vielleicht nochmal überreden lassen, weiter zu schreiben? Neben dem Mittelteil würde mich auch die Vor-Vorgeschichte besonders interessieren.

  8. Muriel sagt:

    @maxi: Kann passieren. Der Ring jedenfalls ist in beiden Geschichten in der Tat so gedacht, dass er für den Daumen zu groß ist.
    Aber mach dir keine Sorgen, es ist natürlich auch nicht so einfach, wenn so viel Zeit dazwischen liegt.
    @Günther: Könnte ich. An die Vor-Vorgeschichte hatte ich bisher noch gar nicht ernsthaft gedacht, aber jetzt, da du es vorschlägst, scheint es mir plötzlich auch sehr reizvoll…

  9. […] ob ich es angekündigt habe, aber jedenfalls habe ich für euch jetzt noch eine Vorgeschichte zur Vorgeschichte der Kurzgeschichte „Yours to keep“ geschrieben, diesmal ohne Daniel, aber dafür mit […]

  10. […] Hier hilft es wirklich, wenn man zumindest den ersten Teil kennt. Natürlich darf man auch den zweiten und den dritten lesen, aber das ist […]

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