Philoso4

Vielleicht erinnern sich einige von euch noch, dass ich etwas völlig Neues versprochen hatte, und wer überschaubare Relevanz kennt, der weiß, dass wir hier unsere Versprechen halten.

Ich präsentiere also voller Stolz die erste Ausgabe des überschaubare-Relevanz-Podcasts Philoso4, den ich heute gemeinsam mit meinem guten Freund und gelegentlichen Kommentator Elmo aufgenommen habe. Keoni war auch dabei, aber sie ist nicht so gesprächig.

Zum Download geht es hier entlang.

Wir sind im Großen und Ganzen der Meinung, dass das für’s erste Mal gar nicht so enorm peinlich geworden ist, und wenn wir beim nächsten Mal auch wirklich philoso4 sind statt nur philoso3, von denen sogar nur philoso2 reden, die sich außerdem noch permanent einig sind und sich nicht vernünftig vorbereitet haben, könnte das beim zweiten Mal sogar richtig unterhaltsam werden. Und wer jetzt noch im Ernst meint, dass wir öffentlich-rechtlichen Rundfunk brauchen, dem kann ich auch nicht helfen.

Und was meint ihr?

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17 Responses to Philoso4

  1. Dietmar sagt:

    Die USA sind ein Säkularstaat, der von Fundamental-Christen unterlaufen wird. Die Verfassung garantiert Religionsfreiheit eben weil der Staat religiös nicht gebunden sein will. Nur weil Elmo gerade sagte, die seien damals alles „gute Christen“ gewesen: Für die „Gründerväter“ gilt das nicht; sie waren eben das genau nicht. Palin und Co. wollen das aber so verstanden haben.

    (Es wird mir jetzt zu spät, aber den Rest höre ich mir auch noch an.)

  2. Muriel sagt:

    @Dietmar: Du hast einerseits Recht.
    Andererseits waren die Gründerväter meines Wissens schon zum Großteil Christen, auch wenn sie sich in Bezug auf den säkularen Staat wohl ziemlich einig waren.
    Auf jeden Fall freue ich mich, dass du zuhörst und bin gespannt, ob du auch ein bisschen Potential an der Idee erkennen kannst.

  3. Dietmar sagt:

    Die Idee finde ich klasse!

  4. Guinan sagt:

    Hab euch gerne zugehört, das habt ihr gut gemacht. Gerade das Unvorbereitete und leicht chaotische hat mir gefallen.

    Landesmedienanstalten: Haben u.a. die enorm wichtige Aufgabe, die gesendete Werbung zu kontrollieren, damit so ein privater Radiosender nicht etwa unerlaubterweise regional begrenzte Werbespots sendet. Oder vielleicht nicht jugendfreie, da passen die Sender aber schon selbst auf. Regionale Werbung würden die dagegen gern verkaufen. Soll zukünftig auch erlaubt werden.

  5. whynotveroni sagt:

    Man hoert den Elmo nicht so gut. Also besser als Keoni, aber nicht wirklich gut… 🙂

    Diskriminierung: Leute mit alberen Hueten werden auch diskriminiert. Oder wuerdest du jemanden einstellen, der ’nen komischen Hut traegt? Wobei. Vielleicht kann der das erklagen, dass du ihn einstellst. Du darfst ja auch Leute nicht wegen ihres Piercings nicht einstellen. (Glaube, das war so…)

    Der Vogel, den Muriel meinte, war der Stör! Ganz klar. Vorne „St“ und hinten „r“.

    Wegen des Bahnhofs: Bin nicht sicher, ob ich das richtig mitbekommen habe, aber ich glaube, das Problem ist nicht der neue Bahnhof, sondern dass der alte dafuer abgerissen wurde.

    Zugfahrten: Also ich habe das von dir beschriebene Phaenomen (Verspaetungszeiten springen ploetzlich) nur sehr selten beobachtet. Meist steht die Verspaetung schon da, wenn ich an den Bahnhof komme. „Erhoehte Schienenauslastung“ koennte durch Gueterzuege entstehen, waer so mein Erklaerungsversuch. Vielleicht will ’ne Firma ihre Autos irgendwohin schicken, und wenn das ploetzlich mehrere auf einmal wollen, gibt es halt erhoehte Schienenauslastung.

    Schuld des Opfers: Ich hab in Boston mal meinen Rucksack in einem Bus beim Aussteigen liegengelassen, und das kurz danach bemerkt. Der ist nie wieder aufgetaucht. Irgendwer hat den einfach mitgenommen, statt den beim Fahrer abzugeben. Bei meinen zahllosen Versuchen, etwas ueber den Verbleib herauszufinden bekam ich mehr und mehr den Eindruck, dass die vorherrschende Meinung war, dass es ganz normal ist, dass jemand etwas einsteckt, was ihm nicht gehoert, wenn man nicht genug darauf aufpasst. Selbst der Typ im Harvard International Office, der mir das neue DS1920-Formular ausgestellt hat, sagte mir ganz offen, den Rucksack haette er vermutlich auch mitgenommen.
    Meine damalige Mitbewohnerin hat mal ’nen Portemonaie in der Bahn gefunden. Die Umstehenden/sitzenden sagten dann so Sachen wie „Hey, you are lucky“. Die Leute finden gewoehnlich nichts dabei, das Geld dann einzustecken und das Portemonaie dann (wegen der Papiere) abzugeben. Das wird nichtmal als irgendwie unehrlich empfunden. Man ist ja selbst Schuld, wenn man seine Sachen liegenlaesst…
    Ich finde das ’ne sehr merkwuerdige Moralvorstellung… Wenn ich mir Geld oder Dinge aneigne, die sich in einem Portemonaie oder Rucksack befinden, der nachweislich nicht mir gehoert, dann ist in meiner Moralvorstellung immer noch nicht weniger Diebstahl, bloss weil der andere ja selbst Schuld ist.

    So, dann lausche ich mal dem Rest…

  6. whynotveroni sagt:

    Achja… ich hoere gerade das Ende: Die Musik am Anfang und Ende muss echt nicht sein. Wir sind doch nicht in einem Disney-Film hier, oder?

  7. whynotveroni sagt:

    Fast vergessen… Manöverkritik: Also ich fand’s nett, könnt ihr gern wieder machen. Bitte wieder mit Keksen, aber nächstes Mal ohne Walnüsse.

  8. juliaL49 sagt:

    Boah, eine Stunde! Ihr seid wahnsinnig!

    Ich habe nur kurz reingehört und wollte deswegen noch auf den ersten Kommentar antworten: die USA wurden gegründet von religiös Verfolgten und da sind die etwas sensibel bei dem Thema und vorbelastet.

  9. madove sagt:

    Jaaaaa…. das ist wirklich die beste Idee, die Du Dir ausdenken konntest!
    Ich habs noch nicht gehört, ich spreche nur übers Format. Für meine momentane beruflich-logististische Situation ist Hören einfach das so viel praktischere Format als Lesen-am Bildschirm (peinliches Geständnis: Als ich beschlossen hatte, „Eine Riesenmenge Geld“ zu lesen, habe ich wirklich versucht, spasseshalber irgendein text-to-speech soweit zum Laufen zu bringen, damit ich es mir zur Arbeit mitnehmen kann. Aber das geht alles noch GAR nicht in Unterhaltungsqualität. Und ein schreckliches Sakrileg für eine Leseratte wie mich.)

    Ob ich dann auf ö-r verzichten kann, schreib ich Dir morgen, wenn ichs gehört hab :o)

  10. madove sagt:

    Irgendwann lern ich das mit dem smiley: (o:

  11. Muriel sagt:

    Euch allen vielen Dank für die Rückmeldung und das Lob. Ob ich auf die inhaltlichen Kommentare hier eingehe, oder ob ich das bis zur nächsten Episode aufschiebe, um das verbal zu machen, überlege ich mir noch.
    Auf jeden Fall freue ich mich sehr (und finde es ein bisschen unfassbar), dass sich das tatsächlich einige von euch bis zum Schluss angehört zu haben scheinen.
    Danke!

  12. Die_Gute_Helga sagt:

    Auf jeden Fall bitte noch einen Podcast machen! Und nicht vergessen vorher den hut als PDF zum Download bereitzustellen- man will ja gewappnet sein!

  13. madove sagt:

    Also: Mir hat das großen Spaß gemacht, auch wenn ich ein bißchen neidisch war, weil ich auch gerne eine Hut und Kekse gehabt hätte.
    In meiner Hörsituation kann ich gerne Leuten mit angenehmen Stimmen einfach beim Plaudern zuhören, und tu es auch gerne, aber es wär eigentlich NOCH cooler, wenns einen Hauch vorbereiteter oder fundierter wäre. Nur einen klitzekleinen Hauch. Immer, wenn Ihr ein paar Sätze über ein Thema geredet habt und ich dachte: Wie interessant, jetzt erfahr ich was Neues, dann wars schon wieder vorbei. Wenn es dadurch allerdings von Spaß zu „Arbeit“ wird, das die Hemmschwelle hochsetzt und Ihr es vielleicht seltener oder nicht mehr macht, dann soll es lieber so bleiben- hören werd ich es auf jeden Fall gerne!

    Achja, und natürlich müßte ich jetzt was über Bahnhöfe schreiben, aber ich bin gerade zu müde, um ins Messer zu laufen. Natürlich ist es nicht so einfach und albern, wie es bei Euch klingt. Aber über die unbeherrschbare Bahntechnologie mußte ich so lachen, daß ich Euch das jetzt mal so durchgehen lasse.

    Bin ich eigentlich die einzige, die alle entsprechenden Stellen zurückgespult (wie heißt das digital?) und ganz laut gehört hat, um herauszufinden, ob Keoni tatsächlich existiert? Erfolglos.

  14. Chlorine sagt:

    Da hierzu Kritik kam, möchte ich eine Lanze für den musikalischen Rahmen brechen. Bitte weitermachen!

  15. Muriel sagt:

    @Die_Gute_Helga: Ich werde mich bemühen. Vielen Dank für das Lob!
    @madove: Über Bahnhöfe können wir gerne jederzeit diskutieren, und ich glaube, das mit der Vorbereitung wird beim nächsten Mal auch besser klappen. Vielleicht.
    @Chlorine: Danke, sehe ich nämlich auch so.
    Andererseits bewege ich mich da rechtlich auf ziemlich dünnem Eis und bin mir deshalb auch noch nicht ganz sicher, ob ich das weiterhin so mache.

  16. Andi sagt:

    Ich hab jetzt knappe 20 Minuten gehört – den Rest muss ich aus Zeitgründen ein anderes Mal nachholen.

    Aber wie du ja weißt, lieber Muriel, find ich dieses Konzept sehr spaßig – und auch spannend. War eigentlich irgendeiner von euch vorbereitet oder hattet ihr nur grob auf dem Zettel stehen, über was ihr sprechen wollt?
    Dass ihr euch in vielen (oder allen?) Punkten einig seid, muss ja nix schlechtes sein.

    Übrigens klingst du ein wenig wie Christian Ulmen, fiel mir grad auf. Jawohl. Und ich mein das absolut positiv. Ich habs nur vorher nie so wahrgenommen. 🙂

  17. whynotveroni sagt:

    @Muriel: Ihr koenntet ja statt dessen selbst singen. Das ist dann rechtlich glaub ich nicht so’n Problem, weil man das Stueck dann eh nicht erkennt. ;P

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