Philoso1

Oh weh, was habe ich getan? Eigentlich wollten Elmo und ich an diesem Wochenende die nächste Folge unseres PodCasts aufnehmen. Aber dann hat er mich schmählich im Stich gelassen, ein Wort führte zum anderen, und jetzt… gibt es Philoso1. Die Themen sind meiner Meinung nach eigentlich gut gewählt und geben viel Stoff für Kontroverse, aber natürlich fehlt der Sache doch ein bisschen Würze, wenn außer mir selbst keiner mitdiskutiert. Vielleicht können wir das ja in den Kommentaren nachholen.

Ich kann das guten Gewissens nur Leuten empfehlen, die mich wirklich sehr, sehr gerne mögen. Und vielleicht noch Leuten, die mich wirklich überhaupt gar nicht mögen und ein bisschen schadenfroh sind.

Welcher der beiden Gruppen auch immer ihr euch zugehörig fühlt, ich wünsche viel Vergnügen.

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22 Responses to Philoso1

  1. Guinan sagt:

    Ein Mann – ein Wort. Respekt, dass du das durchgezogen hast. Und so ein Desaster war es doch nun gar nicht. Sogar die Musik war erträglich.
    Ein Bild der Hüte würde ich allmählich wirklich gern mal sehen.
    Die Skeptikerdarstellung in Filmen/Büchern hat ich mich auch schon gelegentlich geärgert. Ganz besonders nervig finde ich, wenn derjenige zum Ende hin dann auch noch bekehrt wird.
    Über die Begründung von Nichtglauben könntest du noch mal etwas schreiben, da konnte ich dir nicht so recht folgen.
    Ansonsten – es war angenehm dir zuzuhören, und die Alternative hier bei uns wäre das Dschungelcamp gewesen, da fiel mir die Entscheidung nicht schwer.

  2. OneBBO sagt:

    Wer sich auskennt, singt (phonetisch geschrieben) „truhzerz“ statt trousers 😉

    Und ja, es gibt Messer mit Rundung vorne. Die nennen sich „Omas Brotmesser“ oder so ähnlich.

  3. Muriel sagt:

    @Guinan: Vielen Dank!
    Bei den Skeptikern habe ich in der Tat die Bekehrung vergessen, verdammte Axt. Am besten immer noch in der Form:
    „Hattest du eigentlich als Kind mal ein schlimmes Erlebnis mit Geistern?“
    „Ohja, jetzt wo du fragst, in der Tat, wie kommst du drauf?“
    „Naja, ich hatte nur gedacht, bestimmt verdrängst du das und willst deshalb jetzt nicht mehr wahrhaben, dass es Dinge außerhalb unseres Verständnisses geben könnte.“
    „Beim Teutates, du hast Recht! Vielen Dank, dass du mich aus meiner engen, muffigen Skeptikerwelt befreit und mir die Wahrheit gezeigt hast. Ich werde nun beschwingt dieses Einhorn besteigen und laut jodelnd davonsprengen, um die nächstbeste Prinzessin zu befreien!“
    Ach…
    Was die Begründung von Nichtglauben angeht: Was fehlt dir denn da genau?
    @OneBBO: Ja, du hast Recht, so würde ein Schotte das singen. Mein Vorbild ist aber kein Schotte, sondern John Henry und Savannah Weaver.
    Konntest du natürlich nicht wissen.
    Wegen der Messer vielen Dank, aber gibt es die dann auch nur als Brotmesser, oder auch in anderen Varianten?

  4. Guinan sagt:

    @Muriel: Stimmt, das ist die Art, über die ich mich besonders aufregen kann.
    Zur Nichtglaubensbegründung: Ich verstehe einfach nicht, wie du das meinst. Deine genaue Wortwahl habe ich jetzt nicht mehr im Kopf, in Erinnerung habe ich, wenn man keine guten Gründe für’s Nichtglauben anführen könnte, dann wäre das unbegründet. Oder so ähnlich. Einen Grund wie „weil ich das nicht glauben kann“ lässt du da vermutlich nicht gelten. Du hast das wahrscheinlich schon mal irgendwo geschrieben, ist mir aber zuviel Material zum Durchsuchen.

  5. Muriel sagt:

    @Guinan: Ach so, jetzt weiß ich, was du meinst. Ja, das war unsauber von mir. So geht das, wenn man gleichzeitig zu denken und zu sprechen versucht.
    Ich meinte das so, dass Nichtglauben für mich erstens sowieso die Ausgangsposition ist zweitens auch aus vielerlei Gründen die richtige Reaktion auf alle Gottesideen, die ich bisher kenne.
    Trotzdem gibt es aber eine Menge Leute, die keine vernünftige Begründung dafür haben, nicht an Gott zu glauben. Sie haben vielleicht einfach nicht drüber nachgedacht, oder sie haben eine emotionale Abneigung gegen das Konzept, oder sie haben es unreflektiert von ihren Eltern übernommen. Diese Leute sind aus meiner Sicht zwar zum richtigen Ergebnis gekommen, aber nicht auf rationalem Weg.
    Deswegen bin ich kurz ins Stocken gekommen, als ich sagen wollte, dass jeder Atheist zumindest davon überzeugt sein sollte, dass es keine guten Gründe gibt, die Existenz von Göttern zu akzeptieren, denn wenn er das nicht denken würde, müsste er konsequenterweise an welche glauben. Ich wollte damit darauf hinaus, dass auch Leute, die sich Agnostiker nennen, eigentlich der Meinung sein müssen, dass Theisten in Bezug auf ihre Götter Unrecht haben, und bloß zu feige sind, ihnen das zu sagen.
    Das wollte ich damit einschränken, dass es Atheisten gibt, die einfach nicht drüber nachgedacht haben. Das widerlegt nicht direkt meine Behauptung, aber es schien mir in dem Moment erwähnenswert.
    Ähm. Hat das irgendwie geholfen?

  6. Muriel sagt:

    Ergänzung: Es gibt natürlich auch noch die von mir auch kurz erwähnte Position „Meine Wahrheit – deine Wahrheit“, die meint, für Theisten könnte ihr Glaube wahr sein, und für Atheisten eben ihrer.
    Wer im Ernst der Meinung ist, dass jeder von uns seine eigene Realität bewohnt, zu der andere keinen Zugang haben, der kann das so sehen.
    Ich stelle mir das aber sehr unpraktisch vor, mit dieser Annahme zu leben.
    Ich kenne auch niemanden, der damit konsequent genug ist, zum Beispiel die sofortige Freilassung aller Insassen geschlossener Anstalten zu fordern…

  7. Muriel sagt:

    2. Nachtrag: Obwohl das vielleicht doch irgendwie konsequent ist, denn was hat die Freilassung dieser Leute in meiner Realität mit ihnen zu tun?
    Ich höre jetzt auf, über diesen „Meine Wahrheit – deine Wahrheit“-Kram nachzudenken, weil er einfach evident Blödsinn ist.

  8. OneBBO sagt:

    @Muriel: Ich bin keine Messerspezialistin und muss daher auf die Frage nach anderen Varianten passen 🙂

  9. Guinan sagt:

    Ok, die Sache mit den unterschiedlichen Wahrheiten lassen wir mal, das ist ein Konzept, mit dem ich mich absolut nicht anfreunden kann.
    Ansonsten verstehe ich was du meinst, auch wenn ich das anders sehe. Mir reicht es aus, einfach nicht zu glauben, was man mir über Götter und andere Übersinnlichkeiten erzählen will. Da ist keine weitere Begründung erforderlich. D

  10. Guinan sagt:

    Upps. Mitten drin abgeschickt.
    Der Satz sollte weitergehen:
    Die fordere ich nur andersherum ein, als Grund, warum ich etwas glauben soll.

  11. Muriel sagt:

    @OneBBO: Ich werde mich gelegentlich selbst mal auf die Suche machen. Vielen Dank für den Hinweis!
    @Guinan: Ja, du hast einerseits Recht, aber andererseits ist das ja immerhin schon eine Begründung, und du bist ja auch (wenn ich dich richtig verstehe) bewusst davon überzeugt, dass Theisten Unrecht haben und weißt vielleicht bei denen, die du kennst, auch, wo der Fehler liegt.
    Es gibt aber Atheisten, die nicht einmal diesen Schritt gemacht haben, zum Beispiel, weil das Thema sie überhaupt nicht interessiert.

  12. Guinan sagt:

    Bei den Leuten in meiner Umgebung ist es eher so, dass die Atheisten wesentlich mehr über religiöse Dinge nachgedacht haben als die Theisten. Letztere plappern oft nur nach oder bringen irgendwelche schwammigen Emotionen als Grund an.

  13. Muriel sagt:

    @Guinan: Die haben natürlich auch den bedauerlichen Nachteil, dass es keine rationale Rechtfertigung für ihre Position gibt, egal, wie lange sie drüber nachdenken.

  14. Guinan sagt:

    Ich kenne da bedauerlicherweise Menschen, die den Nachteil haben, dass sie gar nicht nachdenken. Aber das ist eine andere Baustelle. Mit solchen komme ich ganz gut klar, ohne mich besonders darüber aufzuregen.
    Viel unangenehmer finde ich die höchst philosophisch Geschulten (na gut, ich kenne nicht gerade viele in der Art, die in einer Diskussion mühelos und wortreich zwischen Kant, Aquin und Aristoteles hin- und herwechseln und bei mir damit doch nur absolutes Unverständnis auslösen.

  15. Muriel sagt:

    @Guinan: Das kommt dir nur so vor, weil du deinen engstirnigen Dogmatismus nicht ablegen kannst.

  16. Guinan sagt:

    Du hast recht. Das wirft mir meine liebe Tante, die studierte Philosophin, auch vor. In ähnlichen Worten. Es ist also alles nur meine Schuld, denn ich weigere mich zu verstehen. Dabei haben es doch schon vor Jahrhunderten so überaus weise Männer ausführlich erklärt. Ich müsste es einfach nur glauben. Ach.

  17. Muriel sagt:

    Wenn du nur nicht so dogmatisch wärst, dann könntest du auch einfach so Sachen ohne jeden Grund für absolute Wahrheiten halten, die nicht angezweifelt werden dürfen.
    Aber dafür bist du wohl einfach zu sehr in deinen Vorurteilen gefangen…

  18. whynotveroni sagt:

    ….uebrigens dachte ich immer, Kyocera wuerde nur Drucker herstellen… O.o

  19. Muriel sagt:

    @whynotveroni: Ja… Danke für den Link. Keramikmesser sind natürlich wieder was Spezielles. Da liegt es auch nahe, auf eine Spitze zu verzichten, damit sie nicht abbrechen kann. Ich hab übrigens eins von Kyocera und bin damit sehr glücklich, aber geht eben nicht für jeden Zweck.

  20. madove sagt:

    Ich höre Dir einfach sehr gerne zu, Du sprichst sehr angenehm und über interessante Sachen. Auch alleine. Die Idee, das Lied selber zu singen, fand ich sehr gelungen, sehr mutig und sehr …rührend… was jetzt nicht die Beleidigung sein soll, die es sein könnte.

    Mir ist eine Klammer offengeblieben beim Hören: Amoklauf / Namen nicht schreiben wegen Heldenbildung – und dann kommt der Werther-Effekt und Du kündigst an, Du erklärst gleich noch, was das mit dem Amoklauf zu tun hat. Dann kommt aber „nur“ Enke/Medien/Niggemeier und Freiheit zum Selbstmord.
    Das Ganze funktioniert auch problemlos als normale Assoziationskette mit Überleitungen, aber nach der expliziten Ankündigung fehlt mir eben noch der Rückgriff, wie du das jetzt für Amokläufer siehst; Freiheit zum Selbstmord ist ja nochmal was anderes… Oder hab ich nicht aufgepaßt? Oder war das nur rhetorisch und ich soll hier nicht drauf rumreiten? Oder will ich nur beweisen, daß ich mitdenke?

    Zu der Fernsehserie (klingt wirklich interessant) und der Aussage, daß alles so schwierig ist, wollte ich trotzdem noch angemerkt haben, daß ich zwar völlig zustimme und durch die große Komplexität solcher politischer Entscheidungen immer wieder aus meinen Blütenträumen gerissen werde, daß ich aber trotzdem denke, es ist zwar oft schwierig, genau zu sagen, welcher mit Vor- und Nachteilen behaftete Weg der beste (am wenigsten schlechte) ist, aber es gibt schon oft auch Entscheidungen, die sind imho ziemlich eindeutig NOCH schlechter, und wo die gewählt werden, darf man auch Stellung beziehen oder zumindest mißtrausich werden, finde ich. Immer offen für neue Informationen, versteht sich.

  21. Muriel sagt:

    @madove: Danke sehr, das hat mich natürlich sehr gefreut!
    Das mit der Klammer ist mir nachträglich auch aufgefallen. Ich hatte schon zu hoffen begonnen, dass es einfach keiner merkt.
    Der Zusammenhang sollte einfach der sein, dass man Journalisten meiner Meinung nach eine Verantwortung aufbürdet, die nicht zu ihnen gehört, wenn man von ihnen erwartet, dass sie mit ihrer Berichterstattung Amokläufe und Selbstmorde verhindert. Journalisten sollen möglichst wahrheitsgemäß berichten, was die Menschen gerne wissen wollen (natürlich in den Grenzen des geltenden Rechts) und sich nicht permanent Gedanken drüber machen, wen sie mit welchem Bericht eventuell zu welchen Taten inspirieren könnten. Das sollte die Klammer sein, aber ich habe hinterher vergessen, sie zuzumachen.
    Mit den Vor- und Nachteilen hast du natürlich Recht. Es gibt natürlich trotzdem am Ende (je nach gewünschtem Ergebnis) richtige und falsche Entscheidungen, kein Zweifel.

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