Gefallen (3)

So, nachdem ich nun alle, die meine Ankündigung, ich würde in Zukunft weniger regelmäßig bloggen, nicht ganz ernst genommen haben, gelehrt habe, mir zuzuhören, auch wenn meine Worte nicht sofort konkrete Auswirkungen haben (und unter Umständen in unnötig komplizierter Syntax verschachtelt sind), kann es hier ja weitergehen, mit dem neuen Kapitel unseres Fortsetzungsromans „Gefallen“.

Viel Spaß!

Was bisher geschah
Im ersten Kapitel wurde Prinzipal Janan von einer Eisernen Jungfrau entführt und durch die Höhlen des Hüters in das Unheiligtum gebracht.
Im zweiten Kapitel kehrte er mit der Eisernen Jungfrau zurück und beriet sich mit seinen… Ja, mit seinen Beraten, wem sonst? über die Bedrohung durch den Hüter.

Was heute geschieht

Der Rückhandschlag traf ihr Gesicht mit solcher Wucht, dass er ihren Kopf nach hinten schleuderte und er hart auf die Lehne des Stuhls traf, an den sie gefesselt war. Für einige Augenblicke dachte Mischa, sie wäre bewusstlos, aber dann kehrte das Gefühl für ihren Körper allmählich zurück. Sie hatte ein Stück aus ihrer Zunge herausgebissen. Der metallische Geschmack von Blut füllte ihren Mund. Die Übelkeit, die die Gerüche des Verhörraums und der Anblick der Werkzeuge auf dem Tisch an der Wand in ihr ausgelöst hatten, wurde dadurch auf eine neue Ebene gehoben. Mischa war fest entschlossen, sich nicht zu übergeben, aber sie begann zu zweifeln, ob sie das bis zum Ende durchhalten konnte.

„Nenn mich noch einmal einen Kinderschänder“, fauchte der drahtige kleine Mann mit der schwarzen Kapuze, unter der sie nicht einmal seine Augen erkennen konnte. „Nenn mich noch einmal einen Kinderschänder, und ich reiß dir die Augen raus, du dumme kleine Drecksnutte.“

Sie spürte, wie Blut aus ihrem Mund ihr Kinn hinab lief. Mit einem breiten, selbstzufriedenen Grinsen ließ sie ihre blutige Zunge über ihre Lippen fahren und schluckte, so, dass auch er es sehen musste.

„Ich bin sicher, du kannst es jetzt schon kaum abwarten, was?“ nuschelte sie. Ihr Mund war schon wieder voller Blut, und ihre Zunge fühlte sich an, als wäre sie auf die dreifache Größe angeschwollen. „Bestimmt hast du schon einen Ständer, was? Und wenn du hier mit mir fertig bist, rennst du gleich zum Hafen und holst dir’n kleinen Jungen, der ihn für dich in den“

In einer sternförmigen Explosion des Schmerzes traf sie sein Fuß knapp unter der Brust. Sie prustete und krümmte sich reflexartig zusammen, wurde aber von den Lederriemen gehalten. Aus ihren Mund sprühte ein Schwall Blut, der auch die schwere lederne Schürze ihres Peinigers besudelte. Dafür trug er sie wohl, vermutete sie.

„Oder treibst du‘s lieber mit Tieren?“ keuchte sie.

„Verdammte…“ er wirbelte herum und griff sich eines der Werkzeuge von dem Tisch. Eine lange Klinge mit einem einfachen Holzgriff, die in einen langen Haken mit geringer Krümmung auslief. Darauf hatte Mischa gewartet. Sie hatte ihren linken Unterarm während des Fesselns so angewinkelt, dass die Lederschlinge dort ein wenig lockerer saß als die rechte. Seitdem hatte sie ununterbrochen daran gearbeitet, und nebenbei hatte sie ihn fortwährend gereizt, um ihn erstens von ihrem Befreiungsversuch abzulenken und zweitens dazu zu bringen, eine Klinge in ihre Reichweite zu halten.

Ihr linkes Handgelenk war fast komplett gehäutet und die Hand nahezu taub vor Schmerz. Jede einzelne Bewegung quälte sie, aber sie hoffte, dass irgendwo in ihr noch die Kraft für einen Fluchtversuch steckte. Vielleicht konnte sie ihm irgendwie das Werkzeug entreißen und dann damit die anderen Riemen zerschneiden.

Einige Sekunden stand der drahtige kleine Mann mit seinem Werkzeug vor ihr und sah sie an.

„Wenn du glaubst, dass wir von dir irgendwas anderes brauchen als deine Zunge, dann irrst du dich, du miese F…“

Den Rest verstand sie nicht, denn während er sprach, hatte er ausgeholt und mit einer gedankenschnellen Bewegung ihre linke Hand am Gelenk abgetrennt.

„Nein! Scheiße! Nein!“ kreischte Mischa. Sie schüttelte ihren Kopf in alle Richtungen wie ein wütender Stier, halb blind vor Schmerz ohne sich darum zu kümmern, dass sie dabei wieder gegen die Stuhllehne stieß. „Verdammte Scheiße, du blöder Hühnerficker, du bist doch nicht dicht, Mann das war meine beschissene Hand! Aaaaah!“

Damit hatte Mischa nicht gerechnet. Sie war darauf vorbereitet gewesen, dass er mit der Klinge zuerst ein bisschen spielen würde, um sie zu ängstigen, dass er sie schneiden würde, um ein bisschen Blut zu vergießen, dass er zunächst nur drohen oder sogar den Haken irgendwo in ihr Fleisch stoßen würde. Aber so etwas hatte sie einfach nicht erwartet. Sie verfluchte sich selbst dafür, dass sie ihre Hand nicht schnell genug zurückgezogen hatte. Wie oft hatte sie schon erfahren müssen, dass es keine Rolle spielte, was der Feind wahrscheinlich tun würde? Man musste mit allem rechnen, was er tun konnte.

Er stand noch stumm da, über sie gebeugt, zufrieden mit dem Exempel, das er statuiert hatte, als sie ihm den blutenden Armstumpf gegen die Nase rammte. Eine zweite Welle kaum erträglichen Schmerzes durchströmte sie, doch das befriedigende Gefühl, dass sie ihm die Nase gebrochen hatte, gab ihr die Kraft, den Arm um seinen Hals zu legen und ihn dicht an ihr Gesicht heranzuziehen. Er wehrt sich gar nicht, stellte sie überrascht fest, während sich ihre Kiefer schlossen und sie ihm

(Ja, na also!)

die Kehle herausriss, bevor er auch nur ganz begriffen hatte, was geschah.

Der Folterknecht zuckte noch ein letztes Mal und sank zusammen. Die Klinge lag nun auf ihrem Schoß, und sie musste sich nur noch eine Methode einfallen lassen, sie zu ergreifen und sich damit zu befreien. Sie hatte ja jetzt doch keine Hand dafür frei.

Mischa spuckte das Fleisch ihres Peinigers in einem weiten Bogen aus. Entgegen ihren Vorsätzen übergab sie sich danach.

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„Sie hat in der Vergangenheit viele Probleme für uns auf ausgesprochen kreative Art-“ Rowenias Erklärung wurde von lautem Geschrei aus dem ersten Stock des Palastes unterbrochen, auf das eilige Stiefelschritte, mehr Schreie und Waffengeklirr folgten.

Janan sprang auf und eilte in Richtung der Tür.

„Prinzipal!“ riefen Hoggden und Rowenia gleichzeitig, „Wartet! Es ist jetzt nicht sicher da draußen!“

„Wenn der Hüter mich tot wollte, hätte er es haben können“, antwortete Janan, ohne stehen zu bleiben, und lief in den Flur und die Treppe hinauf.

Als er oben ankam, war bereits alles vorbei.

Im Flur vor seinem Schlafgemach fand er drei tote Ritter seiner Leibwache vor, vier verletzte, und eine tote Eiserne Jungfrau. Drinnen erwarteten ihn zwei weitere tote Ritter, ein toter Dienstbote, und die Leiche Sekars. Der Hofmagier lag mit weit aufgerissenem Mund und blicklosen Augen auf dem Rücken, beide Hände über einer tiefen Wunde in seiner Brust geklammert.

„Ich… Ich verstehe nicht“, murmelte Janan. „Warum…“

Der Hüter hatte ihm gesagt, dass Magier ein Ärgernis für ihn waren. Aber warum hatte er nicht einfach ein zweites Portal in Sekars Schlafzimmer geöffnet und ihn sofort ermordet? Gab es vielleicht Grenzen seiner Macht? Wo lagen sie?

„Was ist hier geschehen?“ fragte er die verletzten Ritter.

Einer von ihnen nahm Haltung an und salutierte. „Prinzipal, die Gefangene ist plötzlich aufgesprungen, als der Hofmagier eintrat. Er war tot, bevor einer von uns etwas tun konnte. Sie war unglaublich schnell, Prinzipal, wir hätten es beinahe nicht geschafft, obwohl wir zu neunt waren.“

Janan schüttelte den Kopf und wandte sich von seinem Schlafzimmer ab.

„Prinzipal“, knurrte Feldmarschall Hoggden von der Treppe aus. „Ihr solltet in Zukunft nicht mehr alleine… Nein, Ihr solltet den Palast verlassen. Und Ihr solltet stets von mindestens fünf Rittern Eurer Leibwache begleitet werden.“

Janan hatte gar nicht gemerkt, dass ihm jemand gefolgt war.

„Er war unser bester Magier, oder?“ fragte Janan. „ Verdammt, wir… Wir brauchen jemanden, der etwas über diesen Hüter herausfinden kann! Wir müssen wissen, mit welcher Gefahr wir es zu tun haben! Gibt es noch jemanden, der uns in dieser Sache helfen kann?“

Hoggden trat von der letzten Stufe der Treppe in den Flur hinein und musterte mit sichtbarer Geringschätzung die vier verletzten Ritter, während er antwortete: „Wir haben noch zwei Magier eher mäßiger Begabung in den Hilfstruppen, und sicherlich würden wir in Callein den einen oder anderen selbst ernannten Zaubermeister finden, der uns für Gold Kartentricks zeigt, aber… Wir brauchen dringend schlagkräftige magische Unterstützung, Prinzipal. Ich empfehle, dass wir den Ersten Magier des Magistrats um seine Unterstützung bitten. Vielleicht kann er jemanden aus seinem Kader entbehren, oder uns sogar selbst gegen den Hüter zur Seite stehen.“

„Es ist ein Desaster“, murmelte Janan. „Wir wissen… gar nichts, und der einzige, der wenigstens ein bisschen den Nebel hätte lichten können, liegt hier und verblutet, weil ich nicht nachgedacht habe…“ Er hob in einer frustrierten Geste eine Faust, als wollte er damit eines der Portraits seiner Vorfahren schlagen, die hier an der Wand hingen, aber er ließ sie stattdessen einfach langsam wieder sinken. „Wir sind blind“, murmelte er. Er setzte sich wieder in Bewegung, wieder die Treppe hinab. Janan wusste selbst nicht, wo er hin wollte. Einfach nur weg von diesem Anblick. „Schickt sofort nach den beiden Magiern aus den Hilfstruppen“, sagte er über seine Schulter zum Feldmarschall, der unschlüssig oben stehen geblieben war, „Und Ihr habt Recht, jemand muss nach Nomren und die Unterstützung des Kaders anfordern. Ich weiß auch schon, wen wir schicken sollten.“

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Weibel Lenionn keuchte, während er seinen Fuß in die Brust des letzten Orks stemmte, um sein Schwert wieder herauszuziehen. Die verdammten grünhäutigen Ungeheuer waren zäh. Nicht besonders geschickt, aber unglaublich zäh. Wenn sie den rechten Arm verloren, kämpften sie mit dem linken weiter, und wenn auch der fort war, schnappten sie mit ihren gelblichen Hauern nach einem, bis ihnen jemand den Kopf abschlug oder ihr Herz durchbohrte. Dann war endlich Ruhe.

Er nahm seinen Helm ab und strich sich durch die verklebten Haare. Es wurde wieder Zeit, sie zu schneiden.

Wie schnell das immer ging. Der Kampf hatte wahrscheinlich nicht einmal eine halbe Stunde gedauert, und doch war er nassgeschwitzt. Ein scheußliches Gefühl in dem wattierten Waffenrock, den er unter seinem Kettenhemd trug.

Lenionn war stolz auf seine Männer. Von den ehemals 80 Soldaten der Senatorengarde von Karmont stand noch etwa die Hälfte, und das war weitaus mehr, als er befürchtet hatte, bevor sie sich neu formiert hatten. Von den ungefähr 30 Orks, die kurz nach Sonnenaufgang wie aus dem Nichts erschienen waren und begonnen hatten, mordend und plündernd durch die Stadt auf das Senatsgebäude zuzustürmen, war keiner mehr übrig.

Wo waren die verdammten Biester so plötzlich hergekommen? Und gab es noch mehr davon?

„Korporal Lentz!“ rief er.

„Hier, Weibel.“

„Gehen Sie rein, und sehen Sie nach, ob die Senatoren entkommen sind. Schließen Sie das Tor zum Fluchttunnel, falls es noch offen steht.“

„Jawohl, Weibel.“

Der Korporal eilte die Treppen hinauf und hatte gerade die letzte Stufe erreicht, als die bronzenen Flügel des Tores zum Senatsgebäude von innen aufgestoßen wurden. Ein bärtiger Mann in blutroter Robe mit aufgestickten silbernen Symbolen trat hervor. In den dürren Fingern seiner linken Hand hielt er den Kopf des karmontischen Senatsvorsitzenden an dessen Haaren, in der rechten einen langen Zauberstab, dessen oberes Ende von einem geisterhaften roten Glühen umspielt wurde.

„Du kommst zu spät, Gardist“, kicherte der Zauberer. „Da drin ist niemand, den du noch beschützen könntest. Bleib bei deinen Freunden, die brauchen dich nötiger.“

„Alle Dämonen, was ist das denn?“ rief in diesem Moment eine junge Soldatin hinter Lennion.

Er folgte ihrem Blick und sah fünf beinahe doppelt mannshohe Kreaturen, deren Körper einem prall gefüllten Sack aus roter Haut glich, den sie mit ihren kräftigen überlangen Armen über die gepflasterte Straße schleiften. Auf ihren vergleichsweise kleinen Köpfen saßen lange gerade Hörner, und an jedem dieser Hörner hing ein schwerer stählerner Morgenstern an einer langen Kette.

„Das ist der Feind!“ rief der Weibel, „Und der Feind wird das Senatsgebäude nicht betreten!“

„Für Karmont! Für Mandurien“ riefen die Männer und Frauen der Senatorengarde.

„Für Karmont“, knurrte der Weibel, bevor die erste der Kreaturen in Reichweite gelangte. In ihre Reichweite natürlich, nicht in seine, denn die Arme der Ungetüme waren länger als zwei gewöhnliche Beine.

Lenionn konnte den zugreifenden Klauen ausweichen und holte gerade zu einem Gegenangriff aus, als ihn ein betäubender Schlag an der linken Schulter traf. Die Vibration durchlief seinen gesamten Körper, und für einen kurzen Moment wurde ihm schwarz vor Augen. Er konnte sich nicht erinnern, gefallen zu sein, aber er lag am Boden.

Was war geschehen? Es musste einer der Morgensterne an den Hörnern gewesen sein, aber wie konnte das Ding damit zielen?

Um sich herum hörte er die Schreie seiner Kameraden und gelegentlich das tiefe Grunzen der Kreaturen. Mit Mühe stemmte er sich wieder auf die Beine und versuchte, sich zu orientieren. Eines der Ungeheuer lag reglos am Boden, umgeben von fast einem Dutzend toter Gardisten, die übrigen vier Kreaturen bluteten teils aus kleineren, teils aus tieferen Wunden. Eine hatte eins ihrer Hörner verloren.

Von den Kameraden des Weibels waren noch ungefähr zehn am Leben, soweit er sehen konnte. Einer von ihnen versuchte gerade verzweifelt, sich aus dem Griff eines der roten Monster zu befreien. Versonnen betrachtete es den brüllenden und fluchenden Soldaten aus seinen kleinen schwarzen Schweinsäuglein, während es ihn mit seinen langen knochigen roten Klauenfingern zerpflückte.

Mit einem Schrei sprang Weibel Lenionn auf die Kreatur zu und stieß sein Schwert in ihren Rücken, direkt unter dem Kopf, so fest er konnte. Die Klinge drang vielleicht zwei, vielleicht drei Handbreit ein, bevor sie auf einen harten Widerstand traf. Das Wesen grunzte auf, ließ den sterbenden Gardisten fallen und wälzte seinen sackartigen Körper zu Lenionn herum. Sein Schwert steckte fest, und mehr aus Gewohnheit denn mit Hoffnung zog er seinen Langdolch.

Der Zauberer mit dem Kopf in der Hand sah vom Tor des Senatsgebäudes aus zu, und er lächelte.

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„Hoffentlich sieht der Magistrat nicht die fadenscheinige Stelle da. Kind, du hast doch so viele schöne Kleider, musstest du wirklich ausgerechnet dieses anziehen?“

Jasmi seufzte.

„Ich war in Eile, Mutter, außerdem ist da nichts Fadenscheiniges, das ist nur ein bisschen speckig geworden vom…“

„Wenn du ein bisschen damenhafter sitzen würdest, wie ich es dir-“

Mutter“ fuhr Jasmi sie an, um mit gesenkter Stimme forzufahren: „Wir sind nicht auf dem Weg zu einem Ball! Janan hat uns geschickt, um die Hilfe des Magistrats zu erbitten und ihn vor dem Hüter zu warnen. Wenn dabei jemand über mein Kleid schmunzeln will, dann soll er das doch bitte tun!“

„Das hast du von deinem Vater, dass du immer gleich so grob wirst…“

„Immer gleich… Mutter, ich schwöre, wenn du so weitermachst, dann wird eine von uns den Palast des Magistrats nicht lebend-“ Jasmi unterbrach sich, bevor ihre Mutter es tun konnte. „Weißt du was? Ich werde uns beiden die Sache jetzt einmal maßlos erleichtern.“

Sie klopfte dreimal kräftig gegen die Wand zum Fahrer, wartete, bis der Wagen zum Stehen gekommen war, und kletterte aus der Kabine, nur alibihaft unterstützt von einem Dienstboten, der sie gut genug kannte, um zu wissen, dass sie es nicht schätzte, permanent hilfreich betatscht zu werden.

„Ich fahre“, rief sie dem Fahrer zu, während sie neben ihm auf den Bock hinaufkletterte.

Der bärtiger alte Mann mit dem Filzhut sah sie einige Momente lang nur stumm an, bevor er sich schließlich zu einer Antwort durchrang: „Meine Dame, ich… habe Anweisung des Prinzipals persönlich, Euch so schnell wie möglich nach Nomren zu fahren. Wenn er erfährt, dass ich Euch selbst habe fahren lassen…“

Sie schüttelte lächelnd ihren Kopf: „Ich weiß, Ihr meint es gut, aber spart Euren Atem. Ich habe ein Dutzend Ritter der Leibwache dabei, die ihr Leben auf mich geschworen haben. Glaubt Ihr im Ernst, es wäre Eure Entscheidung, wer diesen Wagen fährt?“

Der Kutscher neigte seinen Kopf, reichte ihr die Zügel des vierspännigen Wagens und gab seinen Platz frei.

„Danke sehr“, sagte sie. „Und macht Euch keine Sorgen, wir werden meinetwegen keine Zeit verlieren.“

Am Horizont waren bereits die Türme Nomrens zu sehen, und je näher sie der Capitale des Reiches kamen, desto deutlicher konnte Jasmi sehen, dass die Hauptstadt sich ihrer Bedeutung nicht nur bewusst war, sondern auch Wert darauf legte, sie jedem Besucher sofort offensichtlich zu machen.

Der weiß strahlende Palast des Prinzipals auf dem künstlich aufgeschütteten Hügel mit seinen himmelhohen Türmen, seinen goldglänzenden Dächern und seinen riesigen gläsernen Fenstern demonstrierte schon von weitem den Reichtum und die Macht es Reiches.

Direkt daneben stand ein weiteres eigenartiges Bauwerk, weniger prunkvoll, aber auf seine eigene Art beinaher noch faszinierender. Es bestand aus Stahl und Glas und wirkte doch wie ein Zeltbau, mit sanft fließenden Formen und wellenförmigen Verzierungen, als würden große Tuchbahnen vom Wind bewegt.

Doch all diese Schönheit und Eleganz war es nicht, die Jasmis Blick fing und fesselte. Wie jeder, der zum ersten Mal die Stadt Nomren sah, starrte sie fassungslos auf das Monument von Yon-Gequl. Das Auge wollte es zunächst nicht als etwas Menschengeschaffenes wahrnehmen.

Oder war es der Verstand, der verzweifelt versuchte, es als eine Gewitterwolke oder einen riesigen Felsen zu deuten, als einen Schatten, den nichts warf.

Am Ende waren die Bemühungen vergeblich. Das quaderförmige Monument war zu ebenmäßig, zu symmetrisch, zu… hässlich, um auf natürliche Weise entstanden zu sein. Wie ein echter Turm über einer Spielzeugstadt ragte der gigantische mattschwarze Monolith über Nomren auf, und es schien, als könne er die gesamte Hauptstadt unter sich begraben, sollte er eines Tags fallen.

Die Größe des Monuments war unmöglich zu schätzen, denn nichts in seiner Umgebung ließ sich auch nur annähernd als Vergleich heranziehen. Es war gewiss viele hundert Meter hoch.

Ein sonderbares Gefühl ergriff Besitz von Jasmi, als sie es sah. Es war nicht direkt ein Schauer, der über ihren Rücken lief, es war mehr so… als zöge sich ihr ganzer Körper ein wenig zusammen angesichts des riesigen Steinquaders. Als würde durch den bloßen Anblick ein kleiner Teil des Gewichts des Monuments nun auf ihr lasten.

Die Witwe. Doppelgänger. Der Gekreuzigte. Der Tote Mann. Schattentänzer. Sturm. Der Fremde.

Jeder kannte die Namen der Sieben Gefallenen, die der Messias in dem Monument von Yon-Gequl eingesperrt hatte. Aber fast niemand wusste mehr über sie.

Zu lange war es her, dass die sieben Magier über das Land geherrscht hatten. Jasmis Vater hatte von 500 Jahren gesprochen, aber auch das war nur eine Vermutung.

Es gab natürlich Gerüchte und Legenden.

Kinder spielten auch heute noch „Der Gekreuzigte“, ein Spiel, in dem ein Spieler mit verbundenen Augen die anderen jagen musste. Meistens durfte er mit Tannenzapfen werfen, oder im Winter mit Schneebällen.

Ihre Mutter hatte ihr aus einem Buch vorgelesen, das angeblich Weissagungen der Witwe enthielt, aber jeder wusste, dass es einfach nur menschengemachte Gedichte waren.

Irgendwo in den Bergen hinter Karmont sollte eine Ruine stehen, die „Sturms Feste“ genannt wurde. Natürlich wusste niemand, ob das wirklich etwas mit dem Gefallenen Sturm zu tun hatte, oder ob der Name der Festung nur auf die dort vorherrschende Wetterlage anspielte.

Und Janan hatte sie früher oft damit gehänselt, dass Schattentänzer sie holen würde, wenn sie nachts durch den dunklen Palast schlich, um einen Löffel Honig aus der Küche zu stibitzen, oder ein Stück Kuchen.

Sie riss ihren Blick von dem riesigen Monolithen los und heftete ihn auf die Straße vor sich, so gut sie konnte.

Ihr fiel auf, dass sie nie darüber nachgedacht hatte, warum dem Gekreuzigten in dem Spiel die Augen verbunden wurden. War der Gekreuzigte blind gewesen?

Sie schüttelte lächelnd ihren Kopf.

Warum dachte sie über Kinderspiele und alte Schauergeschichten nach, während sie doch eigentlich nur an die Zukunft ihrer Provinz denken sollte? Und welchen Sinn hatte es, sich über die Sieben den Kopf zu zerbrechen?

Niemand wusste etwas über sie. Alles, was sie gehört hatte, war erfunden oder so oft weitererzählt worden, dass es genauso gut hätte erfunden sein können. Nichts war von ihnen geblieben außer ihren Namen und… diesem abscheulichen steinernen Quader, der sich über der Hauptsadt des Reiches erhob wie eine riesige Flutwelle, die jeden Moment brechen konnte.

Es war schwer, dieses finstere Versprechen alter Zeiten zu sehen, und nicht über diese Zeiten nachzusinnen.

Wahrscheinlich hätte das Spiel genausogut Doppelgänger heißen können, Sturm, oder auch der Messias.

Nicht der Tote Mann oder der Fremde. Über die beiden machte sich niemand lustig.

Die Wachleute an den Stadttoren Nomrens gaben sofort den Weg frei, als sie die Rüstungen der Ritter der Leibwache erkannten.

Erst vor den Toren des Palastes selbst wurde sie angehalten und nach ihrem Begehr gefragt.

Die beiden Wachleute schauten zunächst nur verdattert, als sie Jasmi auf dem Kutschbock sahen und sie ihnen mitteilte, dass sie die Schwester des Mandurischen Prinzipals war und den Magistrat wegen eines dringenden Notfalls sofort sprechen musste, doch nach wenigen Augenblicken fingen sie sich, salutierten, und öffneten das Tor.

Aus der Nähe und von innen strahlte der Palast des Magistrats ebenso viel Prunk und Wohlstand aus wie aus der Ferne, doch waren es nun eher die Einzelheiten, die Jasmi beeindruckten.

Blau leuchtende Lampen, die offensichtlich magisch betrieben wurden. Ebenfalls magische Türen, die sich berührungslos vor ihr auftaten. Glasmalereien an den Fenstern, die es an Kunstfertigkeit mit jedem Ölgemälde aufnehmen konnten, das Jasmi gesehen hatte. Statuen, die wirkten, als würden sie gleich von ihren Sockeln steigen und ein Gespräch mit ihr beginnen.

Sie nahm sich vor, Janan ein Gespräch über die Höhe des Tributs vorzuschlagen, den Mandurien an das Reich leistete. Vorzugsweise nachdem der Hüter endgültig besiegt war.

Als sie den Thronsaal des Magistrats betrat, konnte sie zunächst doch nicht anders, als permanent an ihrem Kleid herumzuzupfen und nach Flecken und unansehnlichen Stellen zu suchen.

Danke, Mutter.

Sie hatte den Herrscher des ganzen Reiches noch nie persönlich gesehen und wusste nicht, worauf sie sich einstellen musste.

Aber sie erkannte schnell, dass sie sich um ihr Äußeres keine Gedanken zu machen brauchte.

Der Thronsaal war ein in mehrere Schiffe mit hochstrebenden Gewölbedecken unterteilter Raum – eigentlich mehr eine Halle –, in der der halbe Palast ihres Bruders Platz gefunden hätte. Er war fast völlig leer, abgesehen von den Leibwachen des Magistrats und einem rechteckigen Tisch in der Mitte, um den zwei Männer herumstanden, die sich auch auf den Ruf des Herolds nicht zu ihr umdrehten.

„Die Dame Jasmi von Mandurien, Schwester Prinzipal Janans und Mutter des Thronfolgers Pier von Mandurien.“

Es war ungewöhnlich, dass der Thronfolger nicht der Sohn des Prinzipals selbst war, aber nicht vollkommen unüblich. Janan hatte eben noch keine eigenen Kinder.

„Geht einfach zu ihm“, sagte der alte Herold leise, als er bemerkte, dass sie ratlos im Tor stehenblieb. „Der Magistrat legt nicht viel Wert auf Förmlichkeiten“, Ein unterdrücktes Seufzen begleitete diese Worte, „Aber Ihr werdet sehen, dass er im Umgang sehr angenehm ist. Seid Ihr zum Ersten Mal hier?“

Sie nickte. „Ja. Zum ersten Mal überhaupt in Nomren.“

„Der Magistrat trägt die dunkelblaue Robe. Der Mann im braunen Anzug ist der Erste Magier Skreineech. Protokollarisch steht Ihr über ihm, aber Ihr solltet ihn mit Respekt behandeln, denn er hat das Ohr des Magistrats.“

„Jenuch, nun schick sie endlich her“, rief eine ungeduldige Männerstimme von dem Tisch, „Sie findet schon selbst raus, wie sie mit uns reden muss!“

Jasmi spürte, wie sie errötete. Wundervoll. Sie hasste das, aber sie wusste genau, dass es auf dem Weg durch den Thronsaal nicht aufhören würde, weil sie die ganze Zeit an nichts anderes denken würde als an die Hoffnung, dass die Rötung vielleicht wieder verblasste, bevor der Magistrat sie sehen konnte.

Aber sie hatte jetzt wichtigere Sorgen und durchmaß, so würdevoll sie konnte, die Distanz zu den beiden Männern am Tisch, auf dem sie beim Näherkommen einen sehr detailreichen dreidimensionalen Plan des Reiches erkannte, mit allen zwölf Provinzen. Das Meer darum war am Rand zu erkennen, mit den nähergelegenen Inseln Nistrej, Derun und Delan, aber Harss und Juis waren nicht mehr darauf, genauso wenig wie die übrigen Kontinente.

Und je näher sie kam, desto mehr staunte sie. Es war eigentlich mehr als ein Plan, es war ein Kunstwerk.

Der Tisch maß mindestens fünf mal sieben Meter, und darauf war alles zu erkennen, von den Bergen im Osten Manduriens, über die Flüsse und Seen Olderans, die Felder und Wiesen Hessias, bis hin zu den Gletschern Talocks. Mit einer Erleichterung, die sie selbst überraschte, sah sie, dass der Maßstab nicht groß genug war, dass auch der verstörende Monolith des Monuments von Yon-Gequl über Nomren eine Repräsentation auf dem Tisch fand.

Jasmi verneigte sich tief, als der Magistrat sich zu ihr umdrehte und ihr mit einem kleinen Lächeln zunickte.

Er war jünger, als sie ihn sich vorgestellt hatte; keinesfalls älter als sechzig und mit noch vollem schulterlangem Haar, auch wenn es größtenteils ergraut war und nur noch von einigen hellbraunen Strähnen durchzogen.

„Madame Jasmi“, sagte er, „Ihr wolltet unbedingt in einer sehr dringenden Angelegenheit mit mir sprechen?“

„Ja, Magistrat, ich-“

„Ich nehme an“, unterbrach er sie, und sie meinte, so etwas wie Resignation in seinem Tonfall zu hören, „dass Mandurien nun auch von einem Hüter angegriffen wird?“

Lesegruppenfragen:

  1. Seid ihr enttäuscht von Mischa? Macht euch keine Sorgen wegen der Magie, da kommt schon noch genug. Wir müssen ja auch die Nichtfantasyfans da abholen, wo sie sind, nicht wahr. Also Andi.
  2. Ich weiß, das Monument von Yon-Gequl habe ich nicht so gut rübergebracht. Irgendwie fehlten mir da gerade die Worte. Habt ihr Ideen? Oder fandet ihr es vielleicht sogar annehmbar, wie’s ist?
  3. Wie wirkt denn ansonsten so die erste Einführung der Sieben Gefallenen auf euch? hat das geklappt?
  4. Wird es euch schon zu kompliziert mit den vielen Figuren? Ich fange an, mich zu fragen, ob das hier eine geeignete Geschichte für einen Fortsetzungsroman ist…
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10 Responses to Gefallen (3)

  1. Guinan sagt:

    1. Enttäuscht nicht gerade, aber mir war’s zu viel Gemetzel. Das war jetzt also speziell für Andi? Oha.
    2. Ich habe da jetzt ein riesiges, fensterloses Hochhaus vor Augen. Groß, schwarz, kantig, so ist das bei mir angekommen, aber nicht ‚unvorstellbar‘. Reicht dir das?
    3. Das war sehr knapp, aber als erste Einführung ok. Du hast ja noch Zeit für Einzelheiten.
    4. Bis jetzt kann ich noch folgen. Ehe du hier eine Fortsetzung planst – da steht erst noch eine für Menschenähnlich aus. Dort hattest du noch einige lose Enden hängen lassen.
    5. Ich mag Jasmi, sie hat hier einiges rausgerissen. Vor ihrem Kapitel wollte ich schon schreiben, dass hier für mich Schluss ist.

  2. Chlorine sagt:

    1. Das war schon recht viel Gore. Den Humor hast du in dieser Folge auch komplett eingetütet. Etwa, da das letzte Mal in diese Richtung nicht wenig Kritik zu lesen war? Ich bin dennoch gespannt, was sie ohne ihren Kiefer fähig ist zu tun.

    2. Ich nahm Pinsel und unbunte Farbe zur Hand kann es mir nun ganz gut vorstellen.

    3. Klar, meine Freunde und ich spielen mit Begeisterung „Der Gekreuzigte“ in der Mittagspause. 😉

    4. Beim Lesen von Teil 2 und 3 in einem Rutsch bekam ich arge Zweifel, mir die ganzen Namen und deren Zugehörigkeit merken zu können. Ein wenig nimmt mir das die Leichtigkeit und das Lesevergnügen. Ich hoffe aber nachwievor darauf, dass sich alles in meinem Kopf ordnen wird, wenn ich nur oft genug mit der pdf unterm Kopfkissen zu Bett gehe. 😉

  3. foster sagt:

    1. Ich fand es zu abgedreht, dass sie aus der Nummer noch aus Siegerin rauskommt (wenn auch verlustreich).
    2. Ich hatte instinktiv an einen Kuppelbau gedacht, klischeehaft über und über mit eingravierten Zauberformeln übersäht, als magisches Äquivalent von Gitter und Stacheldraht.
    3. Sehe ich wie Guinan.
    4. Vier Handlungsfäden in einem Kapitel ist schon heftig, aber noch nicht zu komplex. Deine Absatzgestaltung macht es allerdings schwerer. (Ohnehin sind sie mir viel zu kurz – oft nur ein Satz – und dadurch zu zahlreich, dass stört für mich sehr den Lesefluss.)
    Der Beginn einer anderen Handlung ist dadurch schwieriger auszumachen (auch wenn man eine Szene nochmal lesen will). Vielleicht Zwischenüberschriften, Sternchenzeilen o.ä. zur Trennung?

  4. madove sagt:

    1. Mischa find ich als Person immer noch sehr vielversprechend, für mich war es auch einen Ticken zu viel Splatter (ich werde immer noch das sehr detaillierte Vorstellung von einem Schlag mit einem Unterarmstumpf nicht los).

    2. Ich sehe etwas Riesiges, lichteinsaugend Dunkles, Quaderförmiges vor mir, habe nur Probleme mit der Grundfläche (es gerät mir immer würfelförmig, dann nimmt es aber auch zuviel Bodenfläche weg) und fand die Beschreibung in Ordnung.

    3. Die haben mir explizit gefallen, gerade durch die Traditionen (und die Tatsache, daß manche einen Artikel haben und andere nicht) wirken sie sehr wie „echte“, historisch gewachsene Legenden. Ich bin gespannt, mehr über sie zu erfahren.

    4. Ich kann den Handlungsfäden noch ganz gut folgen, schließe mich aller voll und ganz @foster an, was die Absatzgestaltung betrifft, das iritiert mich auch.
    Ein negativer Effekt der vielen Personen ist, daß ich noch niemanden gefunden habe, mit dem ich mich so richtig identifizieren kann. Ich versuchs jetzt mal mit Jasmi, aber bisher schwebe ich noch so ein bißchen ungebunden und deshalb auch begreznt mitreißbar über dem Ganzen

    5. Ich fand die Szene toll, wo der alte Herold (ist „Jenuch“ sein Name, oder sagt der Magistrat „Genug“ in einem Dialekt?) Jasmi erklärt, was sie machen muß. Seit ich mal bei einer Preisverleihung den Hamburger OB ignoriert und irgendeinem Mann, der neben ihm auf der Bühne stand, die Schachtel mit den Preisen trug und mir deshalb wichtig vorkam, ausführlich gedankt habe, weiß ich, wie nützlich sowas ist.

  5. Muriel sagt:

    Einmal kurz zur Absatzgestaltung, bevor ich auf den Rest auch noch mal eingehe: Es kann doch wohl nicht wahr sein.
    Ich habe gestern Abend extra nachgesehen, vor und nach der Veröffentlichung, und da waren die Trennungen noch da.
    Jetzt sind sie weg.
    Ich mach das jetzt mal ganz deutlich.

  6. Muriel sagt:

    So, zweiter Kommentar. Ich glaube, ich sollte hier sinnvollerweise nicht nach einzelnen Personen, sondern nach Themen sortieren:
    A. Gore – hätte nicht gedacht, dass das so unangenehm auffällt, kann euch aber für die Zukunft ohnehin beruhigen. Es geht nicht so weiter.
    B. Absätze – was WordPress da gemacht hat, weiß ich nicht genau. Ich werde die großen Absätze in Zukunft unübersehbar markieren. Bei den kleinen bin ich nicht sicher, ob sich da mit vertretbarem Aufwand was machen lässt. Ich kopiere das von Word rein, und dann macht WP das so. Wenn ich das händisch korrigieren will, kostet mich das mindestens eine halbe Stunde, und ich glaube, das ist es nicht wert. Ich kann es auch unformatiert reinkopieren, dann sind da zwar keine unerwünschten Absätze mehr, es gehen aber (Oh Wunder) alle Formatierungen verloren. Für Vorschläge bin ich dankbar, wenn aber keine kommen, muss ich einfach hoffen, dass ihr mit dem übergroßen Zeilenabstand leben könnt. (Übrigens gibt es ja auch noch das PDF für die Puristen, da ist alles schön.)
    C. Würde sich jemand freuen, wenn ich mal ein dramatis personae erstelle, das ihr euch dann ausdrucken oder sonstwie beim Lesen stets verfügbar bereithalten könnt?
    Jetzt doch noch Einzelheiten:
    @Chlorine: 1. Ohne Kiefer? Kein Wunder, dass es dir zu blutig vorkam… Sie hat nur ihre Hand verloren, nicht den halben Kopf!
    3. That’s the spirit!
    @foster: 2. Kuppelbau mit Symbolen… Nicht schlecht.
    @madove: 4. Könnte schwierig werden. Das mit den vielen Figuren bleibt, und ich bezweifle, dass es eine Person geben wird, die so richtig nachhaltig durch die ganze Geschichte führt.
    5. Der Herold heißt so, obwohl mir deine Alternatividee beinahe noch besser gefällt…
    Den Hamburger OB kann man übrigens gar nicht genug ignorieren, wenn du mich fragst. Kudos!

  7. Chlorine sagt:

    @Muriel:
    Ha, ich meinte, was sie ohne den Einsatz ihres Kiefers fähig ist zu tun.
    zu C) dramatis personae…fühlt sich ein wenig an wie die Lektürestunden in der Schule, aber ja, doch, ich würde mich darüber freuen, wenn es dir nicht zu viele Umstände macht.

  8. DasSan sagt:

    Ich finde die Geschichte wirkt etwas zerfasert, wenn es keine richtige/n Hauptperson/en gibt, auf denen irgendwie der Schwerpunkt liegt und die damit den roten Faden tragen.
    So wie es bisher aussieht, muss ich gedanklich immer zwischen mehreren Erzählsträngen hin und her springen und habe dann etwas Mühe, mir alles zu merken und nichts durcheinander zu bringen.
    Die einzelnen Stücke an sich finde ich aber eigentlich ganz unterhaltsam…

  9. Muriel sagt:

    @Chlorine: Ach so…
    C. Ich schaue dann mal, dass ich da was auf die Beine stelle. Ich hoffe, es hilft dann ein bisschen.
    @DasSan: Vielen Dank, das freut mich. Was den Rest angeht, hoffe ich, dass ihr euch noch dran gewöhnt, denn das wird ungefähr so bleiben.
    Im Zweifel kann ich immer noch behaupten, ich wäre eben zu anspruchsvoll…

  10. […] sich mit seinen… Ja, mit seinen Beraten, wem sonst? über die Bedrohung durch den Hüter. Im dritten Kapitel lernen wir Mischa kennen, der Prinzipal entscheidet, dass er die Hilfe des Magistrats braucht, und […]

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