Exklusiv zum neuen Buch: Papst-Interview bei überschaubare Relevanz!

Warnung: Der folgende Post ist in seiner monotonen Albernheit für viele Leser nicht geeignet. Ich fand es aber andererseits auch zu schade, ihn einfach zu löschen. Wofür hat man schließlich ein Blog?

Kritik nehme ich trotzdem gerne an, aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

Und für all die treuen Leser, die ungeduldig auf eine Fortsetzung von „Gefallen“ warten: Ich verspreche nichts, aber ich hoffe, dass das nächste Kapitel morgen endlich fertig ist.

überschaubare Relevanz: Oh, hallo, da sind Sie ja schon. Habemus papam, hihi. Vorsicht mit dem Türrah- oh, jetzt ist es passiert. Warten Sie… Hier, Ihr Hut. Setzen Sie sich doch.
Papst: Sehr freundlich. [nimmt Platz]
üR: Zuerst einmal vielen Dank, dass Sie sich zu diesem erfundenen Interview bereit erklärt haben, Herr Ratzinger.
Papst: Nenn mich bitte nicht ‚Herr Ratzinger‘, Muriel.
üR: Wie denn dann? Und warum duzen Sie mich eigentlich?
Papst: Ich bin dein Heiliger Vater.
üR: Oh… Nein, Das ist nicht wahr. Das ist unmöglich.
Papst: Unmöglich? Hast du meinen Hut gesehen???
üR: Na gut, da ist auch wieder was dran. Sie werden es schon wissen, Sie sind ja immerhin unfehlbar.
Papst: Nein, nicht doch, wo denkst du hin? Also, nicht jetzt jedenfalls.
üR: Ach so, Sie sind gar nicht die ganze Zeit unfehlbar?
Papst: Natürlich nicht. Das wäre doch albern. Nur manchmal, unter ganz besonderen Umständen.
üR: Ach so, klar. Entschuldigung. Eigentlich wollten wir ja sowieso über etwas völlig anderes reden: Ihr neues Buch, in dem Sie als erster Papst persönlich das jüdische Volk von der Schuld am Tod Jesu Christi freisprechen.
Papst: Genau. Es gibt keine biblische Grundlage für die These, die Juden seien als Volk dafür verantwortlich, dass unser Heiland gekreuzigt wurde.
üR: Das ist natürlich eine enorme Erleichterung, das war schließlich ein abscheuliches… Moment. War die Kreuzigung Ihres Heilands nicht was Gutes? Erlösung, und so?
Papst: Naja… Schon, aber das zu verursachen, war natürlich trotzdem furchtbar.
üR: Warum noch mal?
Papst: Weil… Ich meine, überleg doch mal, das hat bestimmt total weh getan!
üR: Ja, aber ist es nicht sonst immer gut, wenn man Jahwes Willen ausführt? Die Kreuzigung war doch Jahwes Wille, oder nicht?
Papst: Ja, aber… Weißt du, am Ende ist ja alles Gottes Wille, aber trotzdem sind manche Sachen gut, und andere böse.
üR: Jahwe will also, dass böse Sachen passieren?
Papst [hastig]: Ist ja auch egal. Also, die Juden sind jedenfalls als Volk total in Ordnung, und sie sind auch nicht Schuld daran, dass Jesus gestorben ist.
üR: Sie glauben doch auch sowieso, dass er am Leben ist, weil er ja schließlich-
Papst [hastig und etwas zu laut]: Es gibt keine biblische Grundlage für Antisemitismus!
üR: Wie schön. Aber, sagen Sie mal, wenn in der Bibel jetzt doch stünde, dass die Juden damals alle zusammen Schuld an der Kreuzigung waren… Wären Sie dann für Antisemitismus?
Papst: Äh… Naja…
üR: Ansonsten wäre dieser Teil Ihres Buches doch völlig sinnlos, oder?
Papst [räuspert sich]: Dieser Vorwurf ist abstrus. Haben Sie sonst noch Fragen?
üR: Mich würde interessieren, wie Sie zur Schuld der Italiener stehen, die haben ihn ja schließlich sogar noch gepiekt, als er schon am Kreuz hing.
Papst: Die Italiener kommen alle in die Hölle.
üR: Sogar die Christen?
Papst: Alle. Und ich glaube, ich war auch unfehlbar, als ich das gerade gesagt habe.
üR: Großartig. Na gut, dann also vielen Dank für dieses gefälschte Interview. Es war mir ein Vergnügen, Herr… [zögert]
Papst: Sag ruhig Papa zu mir.
üR: Äh… Vielen Dank, Heiliger Vater.
Papst: Who’s your daddy?
üR: Ist auch mal wieder gut jetzt. Und passen Sie beim Gehen auf mit dem… Schon gut, zu spät. Hier, Ihr Hut.

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4 Responses to Exklusiv zum neuen Buch: Papst-Interview bei überschaubare Relevanz!

  1. madove sagt:

    Okay, das Niveau dieses Beitrags ist natürlich katastrophal.
    Aber schlimmer finden ich und mein Freund, daß ich ihm gerade zweimal Calamari ins Gesicht geprustet habe…
    Aber man soll ja auch nicht beim Essen im Internet rumlesen. Und als Italiener kann er sich so schonmal auf die Hölle vorbereiten.

  2. Dietmar sagt:

    Sehr lustig!

  3. Rudi sagt:

    ‚Mal so gesehen:
    Mir gefällt das Amt des Papstes besser, als jedes andere Manager-, oder Politikeramt.
    Schliesslich bekommt er für seinen Job KEIN Gehalt! DAFÜR darf er auch ‚mal fehlbar sein…;-)

  4. Dennis sagt:

    Naja, er bekommt alle Dinge die er zum Leben braucht. Und sagen wir mal so, er ist da nicht immer bescheiden – seine Küche ist bekanntermaßen von der Marke Gaggenau. Kannst Dich ja mal mit deren Preisen vertraut machen und dann kann man sich vorstellen, dass dies nicht der einzige Bereich der Lebensführung ist, in dem die Dinge, die man halt so braucht etwas teurer sind als normal.

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