Ich weiß auch noch nicht, worum es hier gleich gehen wird, aber wir merken das dann schon. Auf jeden Fall wird es ziemlich lang.

madove (Schon wieder. Das muss für Unbeteiligte so aussehen, als wäre ich total dicke mit ihr, dabei sind wir in Wahrheit als fast Libertärer und Quasi-Kommunistin natürliche Feinde, und ich zumindest warte nur auf eine Chance… Naja, egal, für einen Klammereinschub ist das hier jetzt auch wirklich schon lang genug, oder?) hat mich letztens auf die Idee gebracht, mir mal den Podcast „Heiter scheitern“ anzuhören, der mir schon länger irgendwie ein Begriff ist, mit dem ich mich aber noch nie näher befasst hatte. Nach eigener Auskunft handelt es sich dabei um ein queeres Stößchen aus den Zonen der Unbewohnbarkeit.

Naja. Der Begriff „Stößchen“ macht mich krank, das war also erst mal abschreckend. Ich meine das auch nicht nur so umgangssprachlich. Dieser Ausruf verursacht mir wirklich körperliches Unwohlsein. Trotzdem beschloss ich dann nach kurzem Stöbern durch das Angebot, mal in den Cast „homophob über die Blümchenwiese“ reinzuhören, und weil ich ein bisschen manisch veranlagt bin, habe ich wenig später den zweiten Teil ebenfalls noch angehört. Es geht dort so ungefähr um die Frage, welche Medien warum wie und unter welchen Umständen für Kinder geeignet sind, natürlich mit dem Schwerpunkt auf Genderfragen und, naja, Homophobie.

Wie soll ich sagen, es hat mir gefallen. Es geht nämlich um ein Thema, über das ich auch viel nachdenke.

Nein, nicht Genderei und Homophobie. Darüber denke ich eher seltener nach, und insbesondere die Feinheiten des Genderns sind mir so fremd, dass ich nur mit Mühe begreife, wie einem das so wichtig sein kann. Andererseits ginge es den drei CasterInnen (?) vielleicht ähnlich beim Thema Religion und Skeptizismus, das, vielleicht ist es dem einen oder anderen aufgefallen, mich hin und wieder mal umtreibt.

Obwohl mir das Ganze auch nicht völlig fernliegt. Insbesondere bin ich mir, wenn es darum geht, immer wieder schmerzlich bewusst, wie ich selbst in meinen Geschichten mit Geschlechterrollen und Klischees umgehe. Falls jemand Lust hat, das zu kommentieren, wüsste ich übrigens durchaus gerne, wie ihr das wahrnehmt, falls ihr meine Geschichten lest, aber eigentlich geht es hier um was anderes. Glaube ich .

Das Thema, das ich meine, sind eigentlich zwei Themen. Erstens der Umgang mit Kindern und ihrem Medienkonsum, zweitens der Umgang mit meiner eigenen Weltsicht und meinem eigenen Medienkonsum. Ich will diese beiden Themen deshalb hier kurz anreißen; die Verbindung zum Podcast dürfte dabei eher locker bleiben, aber ich versuche, hin und wieder noch mal darauf zurückzukommen.

Kinder und Medien

Das ist ein Thema, bei dem ich mich potentiell schon durch die bloße Tatsache lächerlich mache, dass ich es überhaupt aufgreife, denn ich habe mit Kindern ungefähr so viel Umgang wie mit tropischen Würgeschlangen, und ich habe auch ungefähr so viel Ahnung von ihnen, mit dem Unterschied, das ich mal eins war (also, ein Kind), aber erstens erinnere ich mich da nicht so gut dran, und zweitens war ich auch kein besonders typisches Kind, aber andererseits, wer war das schon? Trotzdem. Oder gerade deshalb.

Die drei CasterInnen (Vielleicht sollte ich sie lieber Joke, Marlen und Steff nennen…) scheinen da durchaus vorsichtig zu sein, was vielleicht verständlich ist, denn im Gegensatz zu mir sind sie wirklich für ein Kind verantwortlich. Sie sagen aber auch selbst, dass das im Cast wohl viel strenger rüberkommt, als sie in Wirklichkeit sind. Dennoch sehe ich das… Ihr werdet es euch denken können: Liberaler. Zum Beispiel verbieten sie dem Kind das Singen der Nationalhymne bei sich zu Hause (was aber andererseits, wie ich das verstehe, weniger dem Kindeswohl dient als dem Schutz der eigenen Nerven, was ich dann doch wieder verstehen kann) und halten sich durchaus gewissenhaft an die Vorgaben der FSK auf der Verpackung von Videospielen. Das Kind ist offenbar sieben, und im Podcast wird mehrfach deutlich, dass über Spiele mit einer Freigabe ab 12 gar nicht erst diskutiert wird.

Zwar sagen die drei (So komme ich natürlich auch irgendwie drumrum.), dass sie in dieser Hinsicht durchaus auch hinter den eigenen Ansprüchen zurückbleiben, aber dennoch, oder gerade deshalb: Das würde ich anders machen. Wenn ich ein Kind hätte, das nun mal ganz versessen darauf ist, ein bestimmtes Spiel zu spielen, dann würde ich die Erlaubnis dafür nicht von der Altersfreigabe abhängig machen. Das Kind merkt ja selbst, wenn das Spiel ihm nicht gefällt, und wenn doch, bin ich bisher nicht davon überzeugt, dass Computerspiele seiner Entwicklung irgendwie nachhaltig schaden könnten, solange insgesamt alles im Rahmen bleibt.

Übrigens: Ich kenne leider wenig wissenschaftlich fundierte Einzelheiten zu den Auswirkungen der Nutzung bestimmter Medien auf Kinder. Falls ihr da mehr wisst, helft mir bitte aus, ich lerne gern dazu.

Genauso würde ich das eigentlich auch mit so ziemlich allen anderen Medien handhaben, solange die Grenzen des Vernünftigen nicht überschritten werden. (Ich meine damit, dass ich für einen Zweijährigen keine PS3 anschaffen würde, und dass ich schon aus Gründen des Selbstschutzes etwas dagegen hätte, dass mein Sechsjähriger sich Paranormal Activity ansieht, weil ich nicht viermal jede Nacht aufstehen will, um ihm zu erklären, dass das nur ein Traum war, was er da gerade erlebt hat.)

Insbesondere wäre es mir kein besonderes Anliegen, meinem Kind nur solche Medien zu zeigen, die meine eigene Weltsicht stützen (womit ich nicht sagen will, dass Joke, Marlen und Steff das so machen würden). Ich hätte bei gröberen Abweichungen sicher das Bedürfnis, mit dem Kind anschließend darüber zu reden, wie es das so sieht, aber mir ist natürlich klar, dass echte Eltern (und damit meine ich natürlich nicht nur die biologischen, sondern jeden, der halt irgendwie für ein Kind verantwortlich ist) in Wirklichkeit nicht immer die Möglichkeit haben, ihr Kind so intensiv und feinsinnig zu betreuen, wie man sich das als kinderloser Idealist so vorstellt.

Aber um es mal anhand von Beispielen deutlich zu machen: Wenn mein Kind in die Kirche gehen wollte, würde ich es nicht verbieten, und ich würde mitgehen, wenn ich könnte. Wenn mein Kind Revolverheld hören wollte, würde ich es Revolverheld hören lassen, obwohl ich mich fragen würde, ob es wirklich von mir ist vielleicht darauf bestehen würde, dass es die Songs raubkopiert von seinem eigenen Geld bezahlt. Und wenn mein Kind Pornos sehen wollte, würde mich das auch nicht begeistern, aber ich hielte ein Verbot nicht nur insgesamt für nicht sinnvoll, sondern auch für völlig zwecklos. (Ich kann die Erleichterung der Leser darüber spüren, dass ich kein Kind habe. Tröstet euch mit der Hoffnung, dass ich das vielleicht alles völlig anders sähe, wenn ich wirklich Vater wäre.) Das heißt nicht, dass ich das toll fände. Ich würde wahrscheinlich sogar eher darauf hinwirken, dass das Kind sowas unterlässt (außer bei der Sache mit der Kirche, denn das fände ich durchaus mal interessant, solange es keine Dauereinrichtung wird), aber ich sehe beim besten Willen nicht, wie ein Verbot da helfen soll.

Zum Abschluss dieses Kapitels bitte ich noch einmal alle Leser, die hier über Detailwissen verfügen, es mit mir zu teilen. Falls eine mögliche Schädigung von Kindern durch die Aktivitäten, die ich hier großmütig gestattet habe, belegt sein sollte, würde ich meine Meinung noch mal überdenken. Insbesondere bei Revolverheld bin ich sogar jetzt schon dabei. Das kann nicht gesund sein.

Mein eigener Medienkonsum

Hier kann ich euch gleich noch mal Anlass zur Erleichterung bieten: Das wird ein kurzes Kapitel. Hoffe ich.

Mein eigener Medienkonsum richtet sich vorrangig nach dem Unterhaltungswert, und wenn ein Medium mich außerdem noch informiert und klüger macht, ist das toll, aber nicht notwendig. Übereinstimmung mit meiner eigenen Weltsicht ist grundsätzlich genausowenig erforderlich, obwohl es schon irgendwo eine Grenze gibt.

Auch das will ich an Beispielen erklären:

Ich habe vor Kurzem den zweiten Nanny-McPhee-Film gesehen, und ich hatte großen Spaß dabei. Was das über meinen Filmgeschmack aussagt, wollen wir hier nicht diskutieren. Mir geht es darum, dass dieser Film auf sehr nachdrückliche Weise die Botschaft vermittelt, dass unbegründeter Glaube eine tolle Sache ist und dass man seinen Gefühlen mehr vertrauen soll als empirischen belegen. Das ist meiner Meinung nach eine fürchterliche und eine falsche Botschaft, und ich ärgere mich darüber, aber wenn der Film unterhaltsam genug ist, kann ich darüber hinweg sehen.

Ich habe (wie das eben so geht, weil „Something in the Water“ derzeit dauernd im Radio läuft) die Sängerin Brooke Fraser entdeckt, die offenbar sehr religiös ist und deren Lieder sich auch viel um den christlichen Glauben drehen. Das macht mir nichts aus, ich höre trotzdem gerne zu. Some of the songs that they sing have nice chords, but the lyrics are creepy.

Die Grenze ist natürlich dann erreicht, wenn die Botschaft so unerfreulich und aufdringlich wird, dass sie den Unterhaltungswert zerstört. Nach meiner Erfahrung passiert das aber ziemlich unabhängig davon, ob ich der Botschaft inhaltlich zustimme oder nicht. Terry Goodkind zum Beispiel haut einem in seinen Sword-of-Truth-Romanen seine liberale Gesinnung dermaßen tumb um die Ohren, dass sogar ich es irgendwann nicht mehr ertragen konnte. Dass er außerdem noch sowieso kein besonders guter Schriftsteller ist, hat die Entscheidung natürlich erleichtert.

Ja. Naja. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich weiß immer noch nicht ganz genau, worum es in diesem Post geht, aber ich hatte immerhin großen Spaß dabei, ihn zu schreiben. Falls eineR von euch sich bis hierhin gelesen hat: Was ist los mit dir? Vielen Dank, und hier ist deine Belohnung. Achte mal besonders auf den Drummer, der ist echt die Show.

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35 Responses to Ich weiß auch noch nicht, worum es hier gleich gehen wird, aber wir merken das dann schon. Auf jeden Fall wird es ziemlich lang.

  1. Rudi sagt:

    Also, (heutige) Kinder können so ziemlich alles. Das beinhaltet auch, dass sie realitätsnah sind. Und zwar in einem Maße, welches einen Erwachsenen erschrecken lassen würde, wenn er sich denn einmal NICHT um das vermeintliche Wohl seines Kindes bemüht. In den letzten, geschätzten zwanzig-dreissig Jahren hat sich da jedenfalls so einiges getan und das sollte man nicht unterschätzen.
    Allerdings hat sich da auch etwas bei den Erwachsenen getan, denn die ca. 50/60-Jährigen haben noch Anita und Heintje vergöttert, während ihren Kinder wiederum sämtliches Tun verboten war. Aber da haben sie sich natürlich getäuscht (mit dem, was die Kinder so alles machten, wenn sie nicht beaufsichtigt wurden).
    Das, was sich bei den Kindern getan hat, geht einher damit, dass die heutigen Erwachsenen entweder umsomehr auf Teeagerstars bei DSDS schimpfen, es aber als genauso ‚langweilig‘ empfinden, wenn dort, oder anderswo, ein Kind im Fernsehen zu sehen ist, oder dass die neue Flat für’s Handy ihres Sprosses als zu teuer erscheint.
    Also erster Tip, falls Du und Dein Freund Kinder haben möchtest:
    Verbiete ihnen nichts!
    ALLES, was Kindern von jeher verboten war, mussten sie mit schmerzlicher Erfahrung selber hinnehmen, ohne, dass die tröstende Hand ihrer Eltern zugegen war.
    Sei ein Freund, aber laß‘ NIEMALS zu, dass sie andere Leute nerven!
    Zwischen dem ’nicht verbieten‘ und dem ’nicht auf die Nerven gehen‘ liegt so ziemlich ALLES, was einem Menschenkind mit an die Hand gegeben werden sollte.
    Hört sich zunächst danach an, als dass dort auch alles Handeln liegen könnte, aber kurz darüber nachgedacht, eröffnet es einen Blick darauf, was DICH, oder andere Erwachsene so an ihrer Umwelt stört.
    In meiner Jugend wurde übrigens OHNE (!!!!!) viel Medien auch sehr viel über den Konsum der Kinder gesprochen. Ich möchte nun den Lacher auf meiner Seite haben, indem ich sage: NEIN, es war nicht der Stummfilm, der diskutiert wurde…..
    Es waren Schweinchen Dick und Konsorten. DIE waren für die Kinder meiner Lehrerin verboten!
    Und das zu einer Zeit, in der sich immer mehr Haushalte einen Farbfernseher leisten konnten!
    Zeichentrick ohne Farbe?
    Oder sogar gar kein Zeichentrick?

    Wer also heute darüber nachdenkt, was Kinder so alles sehen sollten, der muss nicht weit zurück schauen…

    Darüber hinaus bleibt mir nur zu sagen, dass sich (angebracht für DIESEN Blog) (Kinder-) Menschen ‚ihre‘ Religion natürlich selber aussuchen dürfen sollten, und dass Pornos so gar nicht gehen, da sie einen Einblick ‚gewähren‘, der jenseits jeder erlaubten Erotik aus Kindern ‚Jungerwachsene‘ machen (könnten) und da würde ich mir doch vorstellen dürfen, dass ein ‚häppchen weises‘ Heranführen ggfls. zielführender sein könnte.

    Sicher, in manch‘ anderen Ländern würde ich nun belächelt werden, aber solche Länder haben auch nicht unsere Infrastruktur zu ‚bedienen‘, jedenfalls liegt es ihnen wohl fern, ‚unsere‘ erreichen zu wollen.

    Zu Deinem Medienkonsum nehme ich mir nun aber etwas Zeit; habe ich doch nichtmal die Podcasts gesehen. War aber auch ein besonders langer Beitrag diesmal.

    Ach, ein noch:
    Warum störst Du Dich so an dem Wort ‚Stößchen‘?

    Wenn’s geht, bitte nicht nur auf meine letzte Frage antworten 😉

  2. madove sagt:

    Hm. Also während ich hier sitze und mich über diesen Eintrag freue, warte ich natürlich auch nur auf eine Gelegenheit… aber zur Sache:

    Genau.

    Ich verstehe das Bedürfnis von Eltern, ihre Kinder entweder zu schützen, oder inhaltlich nerwünschte Einflüsse von ihnen fernzuhalten, aber ich glaube, so klappt das nicht.
    Ich bin selber von ziemlich vielem ferngehalten worden (übrigens nicht mit „Gewalt“, sondern mit einem viel subtileren „Das finden wir aber gar nicht gut, Du doch bestimmt auch nicht“), und habe deswegen auf einigen, eher wenigen Gebieten einen großen Kompensationszwang entwickelt, der der Zielsetzung meiner Eltern komplett widerspricht, und auf vielen anderen Gebieten habe ich bis heute ein unreifes, unsicheres Verhältnis zu diesen Sachen, weil ich fuchtbar spät erst angefangen habe, mich damit auseinanderzusetzen. Das kann ja auch nicht der Sinn der Sache sein.

    Ich verstehe komplett, daß es einem falsch vorkommt, wenn ein Kind mit schrecklichen Dingen wie Gewaltspielen, der Nationalhymne, Hardcorepornos oder der Kirche konfrontiert wird, aber das ist halt Teil der Welt, in der es später mal leben soll, und dann muß man es dabei betreuen, nicht abschotten… Und wer sich das nicht zutraut, so wie ich, der kriege halt keine.

  3. Rudi sagt:

    @madove
    ich gebrauche gerade eine Krücke, aber dann darf ich glauben, dass Du Kinder hast, oder?
    Für mich eben nicht adhoc verständlich.
    Also, entweder Du bist so um die Fünfunddreissig, dann waren Deine Eltern Autodidakte, oder Deine Eltern ignorieren Dich und die Tatsache, dass es heute Flachbildschirme gibt. Dann aber bist Du erst etwa fünfundzwanzig und hast jede Last mit allen Deinen Kindern selber zu tragen…. 😉
    Jedenfalls kam da für Dich durch Deine Eltern nicht viel ‚rüber‘.
    Aber immerhin haben Deine Eltern vergessen, Dir zu erklären, dass es an einer Nationalhymne, Gewaltspielen, der Kirche und Pornos ÜBERHAUPT nichts Schlimmes zu entdecken gibt, ausser, man macht daraus selber etwas Schlimmes…….

  4. Ron sagt:

    Disclaimer: Der Autor dieser Zeilen hat Kinder.

    Ich bin durchaus der Meinung, dass man Kindern Verboten machen kann und sollte. Und ich finde, dass man Kinder vor manchen Auswüchsen der heutigen Medienlandschaft (vielleicht auch Gesellschaft …) schützen muss. Nun ist es natürlich jedem selbst überlassen, wo man diese Linie ziehen will. Unsere Große (5) kennt zum Beispiel noch kein Fernsehen, es wird nur DVD geschaut. Da hat sie nämlich akzeptiert, dass man das ausmachen kann und es keine Dauerberieselung gibt. Gleichzeitig versuchen wir aber, nach und nach eine gewissen Medienkompetenz (dazu gehört auch der Umgang mit Mac und Internet) zu vermitteln.

    Und dann ist da noch das Thema „Religion“ bzw. „Kirche“. Grundsätzlich finde ich auch, dass Kinder sich irgendwann selbst entscheiden sollen, wie sie mit diesem Thema umgehen. Jetzt stehe ich ja der Religion und ganz besonders deren organisierter Form auch kritisch gegenüber. Da nehme ich mir immerhin manchmal raus, bei entsprechenden Fragen (mein Favorit: „Ist Gott tot“) auch entsprechend zu antworten. Niemals aber werde ich in dieser Hinsicht etwas verbieten.

    Ansonsten kann ich dem letzten Absatz von Madove nur voll zustimmen.

  5. Lustig dass du einen meiner Lieblingspodcasts gehört hast. Auch wenn ich deine Abneigung gegen das „Stößchen“ nicht nachvollziehen kann, aber gut.

    Ich fand das Thema auch ganz interessant, ich selbst hab ja auch keine Kinder (darf ich sagen noch… also ich sag mal noch weil der Wunsch schon da ist) , hab aber recht viel mit Kindern in unterschiedlichen Altersklassen zu tun gehabt. Und so lang ist meine Kindheit auch nicht her.

    Ich finde es schwierig da immer so das richtige Mittelmaß zu finden. Generell finde ich Verbieten auch nicht so ganz richtig, aber alles erlauben ist auch doof. Ich glaube ja man muss vieles Begleiten – und als Kinderlose Person kann man das ja leicht sagen. Ich würde mein Kind z.B. schon Star Wars, Twilight, Harry Potter, Schnulzenfilm xy und Co. anschauen lassen, allerdings nicht ohne mich, das wäre die Bedingung. So erkenne ich ob das Kind das auch entsprechend verarbeiten kann, kann erklären und entsprechend unschöne Dinge auch mal kommentieren (nach dem Motto: „Du weißt aber schon dass du deine Mitschüler nicht hänseln sollst wie die da bei Harry Potter…“, „Mädchen können bestimmt auch dass und das ….“)… ich sehe gerade, das mit Twilight überlege ich mir nochmal, aber so generell glaube ich schon das Kinder aufnahmefähiger sind als man denkt. Ich glaub was man aber einschränken muss ist durchaus die Zeit, das Kind sollte nicht den ganzen Tag mit Gewaltfernsehn und Videospielen vor dem Fernsehen hängen. Oder normativen Mumpitz.

    Ich find den Ansatz dass das Kind das selbst kaufen muss (besonders wenns Sachen sind die ich nicht kaufen würde), bzw. dafür spart um auch den Wert von Kulturgut schätzen zu lernen. Ich musste meinen Gameboy auch selbst ersparen, meine Eltern fanden dass doof, aber wenn ichs mir selbst kaufen konnte, war es Ihnen auch recht.
    Ich finde auch trotz normativer Bücher wie die 5 Freunde, sehen von x Musikvideos mit halbnackten Tänzern auf Viva und dem Spiele von Street Fighter vor meinem 16 Lebensjahr bin ich halbwegs normal geworden.

    Ach ja, Kirche und P.ornos. Also nur weil ich religiös bin muss das Kind es nicht auch sein. Ich würde dem Kind aber gerne mein Verständnis von christlichem Glauben auf dem Weg geben und doch für etwas religiös angehauchtes Hintergrundwissen sorgen. Es schadet nichts wenn das Kind weiß wer Abraham war. Wenn es dann mit Gott halt nichts anfangen kann oder erzkatholisch werden will, bitte, ist okay.
    Und ich bin ja ein wenig naiv, aber ich bezweifele (oder hoffe ja) ja dass Kinder im Grundschulalter oder vor der Geschlechtsreife Interesse an Hard.corep.ornos haben und sie erst recht nicht als … schön oder sehenswert empfinden. Bis zu einem gewissen Alter würde ich es in der Tat unterbinden, genauso wie ich auch Horrofilme mit Metzelattacken unterbinden würde. Und ab einem gewissen Alter kann man eh nix mehr machen und hoffen dass die Gib Aids keine Chance Filmchen Wirkung gezeigt haben.

  6. Muriel sagt:

    @Rudi:

    Wenn’s geht, bitte nicht nur auf meine letzte Frage antworten

    Du hast zwar sonst keine gestellt, aber ich wüsste ohnehin ein paar Dinge in deinem Kommentar, auf die ich wohl etwas erwidern muss. Kurze Bemerkung vorab: Bitte fasse meinen knappen Tonfall nicht als Verärgerung auf. Vieles, was du hier schreibst, ist mir sehr sympathisch. Aber ich frage mich schon gerade mal wieder, wie ein Dialog zwischen uns möglich sein soll, wenn du (nicht nur) mir fortwährend Dinge unterstellst, die ich nicht nur nicht geschrieben habe, sondern die so ziemlich das Gegenteil meiner Aussage sind. Ich bin überzeugt, dass dahinter keine böse Absicht steckt, aber das macht es nicht weniger anstrengend.

    Also erster Tip, falls Du und Dein Freund Kinder haben möchtest:

    Das ist noch relativ harmlos, und ich trage wegen der Wahl meines Pseudonamy wohl Mitverantwortung für dieses Missverständnis. Der Vollständigkeit halber: Ich bin ein (heterosexueller) Mann, und wenn Keoni und ich eines Tages Kinder haben sollten, hätte ich sie dann also mit meiner Freundin.

    Darüber hinaus bleibt mir nur zu sagen, dass sich (angebracht für DIESEN Blog) (Kinder-) Menschen ‘ihre’ Religion natürlich selber aussuchen dürfen sollten,

    Würde ich dich nicht schon ein bisschen kennen, würde ich das als Unverschämtheit auffassen und auf einen weiteren Austausch mit dir verzichten. Aber wie ich schon sagte, schätze ich dich so ein, dass du mich mit dieser Bemerkung nicht angreifen wolltest, deswegen reagiere ich ein bisschen weniger heftig. Aber doch: Ich habe in diesem Blog bereits mehrfach geschrieben, dass ich individuelle Freiheit für eines unserer höchsten Güter halte und dass selbstverständlich jeder selbst entscheiden darf, was er glaubt. Ich habe nie auch nur angedeutet, dass ich jemandem seinen vorschreiben möchte. Ich wäre dir deshalb dankbar, wenn du aufhören könntest, mir zu unterstellen, ich wollte Religionen verbieten.
    Jeder darf glauben, dass der Mond aus Cheddar besteht oder dass das Universum von einem Zauberer erschaffen wurde, der uns vorschreibt, mit wem wir wie Sex haben dürfen.

    Ach so, und fast hätte ich’s vergessen:

    Warum störst Du Dich so an dem Wort ‘Stößchen’?

    Dafür gibt es keine rationale Begründung. Das ist eine rein emotionale ästhetische Geschichte, so wie ich auch nicht gerne Schweinskopfsülze esse oder Männer nicht sexuell attraktiv finde.

    @madove: Wenn der Klassenkampf erst mal richtig ausgebrochen ist, werden unsere Träume endlich wahr. Bis dahin danke ich für deinen Kommentar, und den Link. Diesen Song kannte ich noch nicht. Toll.

    @Ron: Ich habe vielleicht im Gegensatz zu den drei PodcasterInnen ein bisschen zu weit in die liberale Richtung argumentiert. Natürlich darf und muss man Kindern auch Dinge verbieten. Ein fünfjähriger kann nicht selbst entscheiden, ob er gerne Crack rauchen will.

    @Bioschokolade: Danke für den ausführlichen Kommentar! Wie ich Ron auch schon schrieb: Ich wollte keinesfalls sagen, dass man Kindern alles erlauben muss. So einfach ist es wirklich nicht, da hast du Recht.

    Und ich bin ja ein wenig naiv, aber ich bezweifele (oder hoffe ja) ja dass Kinder im Grundschulalter oder vor der Geschlechtsreife Interesse an Hard.corep.ornos haben

    Sehe ich auch so. Und falls ich das missverständlich formuliert haben sollte, würde ich gerne noch einmal klar stellen, dass ich nicht dafür bin, dass Kinder sich Pornos ansehen. Ich halte es nur vorläufig nicht unbedingt für besonders sinnvoll, es ihnen zu verbieten.

  7. Guinan sagt:

    So viel Text, so viele interessante Themen in einem Post, also mal von oben an, mal gucken, wie weit ich heute noch komme. Na denn: _Stößchen_ (und dann muss man sinnlos kichern, das gehört dazu)
    Gegenderte Texte sind mir ein Graus, manchmal geht es ja nicht anders, aber meist versuche ich, das einigermaßen elegant mit (m/w) zu umgehen. Insbesondere das …Innen wirkt auf mich total verbohrt.
    Den ersten Teil des Podcasts habe ich mir vorhin noch angehört, so richtig warm werde ich mir den Dreien nicht. Die Vorstellung, Musikrichtungen und erwähnten Bücher sind mir teilweise unendlich fremd. Vielleicht hätte ich mit etwas anderem dort anfangen sollen, so kam da für mich nichts rüber.
    Die Nationalhymne habe ich übrigens ganz brav mit meinen Jungs zuhause geübt, so lange, bis sie wirklich sicher saß. War Thema in der Schule, und pflichtbewusste Eltern können sich dem nicht entziehen.
    Dass du sonderlich in Geschlechterklischees gefangen bist, den Eindruck hatte ich bisher in deinen Geschichten nicht. Es kam mir so vor, als könntest du ganz gut damit spielen. Wenn etwas zu arg war, dann habe ich auch wohl meist gleich etwas dazu geschrieben.
    Kinder und Medien – Die FSK-Angaben kann man, getrost ignorieren. Da hilft nur sich vorher selbst eine Meinung zu bilden. Bei Filmen sehe ich mir wenigstens vorher den Trailer an, Spiele teste erst selbst. Aber 10-jährigen braucht man nicht mehr mit Sachen für FSK 6 zu kommen, die sind dann „Babykram“. Da hilft wirklich nur die Einzelfallentscheidung. Inzwischen sind die Jungs 12. Da überlegt man dann: Eragon z.B., die Bücher haben sie längst gelesen (absolute Fans), der Film war ab 12, sie durften aber schon viel eher gucken. Das Spiel ist nun leider erst ab 16, aber lange kann ich das nicht mehr zurückhalten.
    Fernsehen ist bei uns nicht so das Thema. Mich interessiert da wenig, daher ist die Kiste bei uns tagsüber fast immer aus. Vor der KiGa-Zeit war das komplett tabu, dann waren Sachen wie Sesamstraße, Maus und so erlaubt. Wichtig geworden ist das aber nicht, da hat meine Einstellung anscheinend abgefärbt.
    Pornos wollen Kinder eh nicht sehen, das Problem stellt sich nicht. In manchen Phasen ist ja schon Geknutsche „iieeh, eklig“ und Grund zum Abschalten. Warum sollte ich etwas durch Verbote erst interessant machen?
    Beim Musikgeschmack der Jungs konnte ich bisher Schlimmeres verhindern, da hat die Abgrenzung noch nicht eingesetzt. Wir nehmen sie inzwischen mit in Konzerte, und solche Erlebnisse prägen dann ja auch irgendwie. Was da bisher bei YT so herausgesucht wird, das gefällt mit überwiegend. Sowas wie Revolverheld war da auch noch nicht dabei.
    Fundiertes Wissen über den christlichen Glauben halte ich für wichtig, und das erwirbt man nun mal am Besten, wenn man aktiv dabei ist. Ich habe mir also die Tortur angetan, meine Kinder durch katholischen Kindergarten, Kindergottesdienste, Katechese zu begleiten. Die Erstkommunion habe ich ihnen freigestellt, sie haben sich aus ähnlich falschen Gründen wie ich damals dafür entschieden. Inzwischen sind sie damit durch (Mama, die erzählen da Quatsch. Das kann unmöglich wahr sein.) Die Firmung bleibt mir somit glücklich erspart. Wäre ansonsten aber auch nicht schlimm gewesen.
    So wurschtl ich mich also nach bestem Wissen und Gewissen durch. Wissenschaftlich fundiert ist bei mir erziehungsmäßig gar nichts. So wirklich richtig erzogen wurde ich auch nicht. Ich handle da rein nach Bauchgefühl und bemühe mich auch, gute Ratschläge höflich zu überhören.
    Und jetzt höre ich auch auf, so einen ellenlangen Kommentar habe ich wohl noch nie geschrieben. Demnächst versuche ich mich wieder zu mäßigen.

  8. madove sagt:

    @Rudi
    Nein, ich habe keine; das war mißverständlich ausgedrückt, und ja, ich bin so um die 35. Ansonsten faßt Du das, was ich halb ironisch schon sagen wollte und andererseits immer noch nicht ganz gelernt habe, eigentlich ganz gut zusammen…

    @Guinan
    Was du so schreibst, macht dann doch schon irgendwie Hoffnung…! 🙂

    @Muriel
    Zum Genderkram in Deinen Geschichten: Ich nehme für mich in Anspruch, da relativ sensibilisiert zu sein, auch wenn mir bei Heiter Scheitern auffällt, daß man das noch deutlich mehr sein kann (aber vielleicht nicht muß). Und mir kräuseln sich wirklich selten die Zehennägel, so gendermäßig ;-), bei dem was du schreibst. Deutlich seltener als bei fast allem anderen, was ich so zu lesen kriege.

  9. Rudi sagt:

    @Muriel
    ‚tschuldigung, aber schnell ‚mal gegooglet und das liest man dann:
    Allgemeines über Keoni:
    Keoni ist ein MAENNLICHER Vorname mit hawaiianischen Wurzeln.

    Nun noch Dein Pseudonym dazu und die ‚Verwirrung‘ ist (bei mir) perfekt.

    Und ausserdem scheine ich noch nicht richtig damit umgehen zu können, dass schwul sein heute nichts verwerfliches mehr ist, aber da habe ich mich wohl getäuscht…

    Tja, und dann noch das:

    Darum gehts.

    …Ich sehe mich als einen skeptischen, nonkonformistischen, antitheistischen und antireligiösen, liberalen…

    Da muss ich wohl WIEDER etwas falsch verstanden haben und das macht es für mich nicht einfacher, hier Beiträge zu hinterlassen.

    Insgesamt bin ich also sehr überrascht über Deine Angepisstheit.
    Vielleicht solltest Du Dir also auch ‚mal die Mühe machen, in meinen Texten nicht ständig etwas herein zu deuteln, das da gar nicht steht. Verdammte Naht!!!!

  10. Rudi sagt:

    PS.:
    …Wenn’s geht, bitte nicht nur auf meine letzte Frage antworten…

    Heisst dieser Satz für Dich, dass vorher (nur/auch) Fragen gestellt wurden?

  11. Guinan sagt:

    @madove: Wenn’s dich dann irgendwann mal überkommt, dann machst du das schon richtig, da bin ich ganz sicher.

  12. Muriel sagt:

    @Guinan: Vielen Dank, und ich freue mich über deinen langen Kommentar. Das muss so.
    @madove: Auch dir noch vielen Dank.
    @Rudi: Wie gesagt, ich bin nicht direkt ärgerlich, es ist einfach nur sehr anstrengend, dass wir fortwährend aneinander vorbei reden. Du hast natürlich Recht mit deinem Hinweis, dass ich an der Geschlechtsverwirrung mitschuldig bin. Hatte ich ja auch bereits eingestanden.
    Aber wo du nun die Idee hernimmst, ich wollte Leuten vorschreiben, was sie denken und glauben, würde mich interessieren. Aus dem „antireligiös“? Man kann doch gegen etwas sein, ohne es verbieten zu wollen.

  13. Rudi sagt:

    @Alle
    Hiiiiiiiiiiiilfe!
    Kann mir hier ‚mal jemand zur Seite stehen und Muriel sagen, dass ich NICHT über Verbote geschrieben habe???
    @Muriel
    Also, offensichtlich spreche ich eine andere Sprache, oder Du möchtest mich ärgern… 😦

  14. Muriel sagt:

    @Rudi: Dann ist ja gut.

  15. Rudi sagt:

    @Muriel
    Nein, ich weiss, wie ich es erkläre.
    z.B. schreibe ich:
    Da geht jemand bei rot über die Strasse.
    DEINE Antwort wäre:
    Wie kannst Du nur schreiben, dass er sterben möchte….

    ALSO Muriel, was aus der Rotsünde resultiert, ist eins; was ich geschrieben hätte, bliebe das gleiche, nämlich:
    da geht jemand bei rot über die Strasse…!!!
    Kapiert 🙂

  16. Muriel sagt:

    @Rudi: Tut mir Leid, ich habe keine Ahnung, wovon du redest. Aber daran werden wir uns gewöhnen müssen.

  17. madove sagt:

    @Rudi
    Hm. Ich würde wirklich gerne helfen, aber jetzt mal im Ernst: Einen Teil Eurer Mißverständnisse kann man als Mitlesendes vielleicht nachvollziehen und aufklären, aber… irgendwas an Deinem Stil ist extrem verwirrend und führt dazu, daß ich oft überhaupt nicht verstehe, worauf Du raus willst, was Du jetzt lobst und was kritisierst, und ob irgendwas Ironie ist oder nicht. Was besonders schade ist, weil ich den Eindruck habe, Du hast viele interessante Sachen zu sagen, aber ich verstehe sie oft wirklich nicht…

  18. Guinan sagt:

    @Rudi: Ich würde dir ja wirklich gern zur Seite stehen, muss aber madove mal wieder – wie meistens – zustimmen. Ich kann deinen Gedankengängen leider nicht folgen.

  19. Rudi sagt:

    …noch zwei Leute, deren Sprache ich nicht mächtig
    bin 😦
    Das grenzt an babylonischer Sprachenverwirrung.
    Trotzdem vielen Dank.

  20. Rudi sagt:

    PS.:
    habt ihr das jetzt verstanden?
    Wenn ihr euch zum Geburtstag etwas wünschen wollt, wie wäre es mit einem Babblefish…? 😉

  21. Guinan sagt:

    @Rudi: Was soll denn das nun schon wieder heißen?

  22. Rudi sagt:

    @Guinan
    widdu mich jedds haun?

  23. madove sagt:

    @Rudi
    Du könntest den Babelfisch ja emulieren. Wir üben an einem einfachen Beispiel, das erste, das mir gerade ein- und auffällt:
    Und ausserdem scheine ich noch nicht richtig damit umgehen zu können, dass schwul sein heute nichts verwerfliches mehr ist, aber da habe ich mich wohl getäuscht…
    Ich will darüber gar nicht inhaltlich sprechen, ich wähle diesen Satz, weil er so offtopic ist, und um klarzumachen, in welcher Weise ich Dich nicht verstehe:

    1) Wo kommt denn an diesem Punkt das Thema Schwulsein her? Wer hat das aufgebracht? Wer ist hier grade schwul? Der Podcast? Oder Muriel? Oder Keoni? Oder Du? Oder eben grade nicht?
    2) Findest Du es verwerflich oder nicht? Oder nicht mehr? Oder es ist allgemein nicht mehr verwerflich, aber Du findest das immer noch?
    3) Und dann wird es auch noch relativiert, mit „vielleicht getäuscht“, also wenn für Punkt 2 eine (frei geratene) These entwickle, was wohl Deine Meinung zum Schwulsein ist, dann wird sie jetzt nochmal umgedreht, mit dem Ergebnis, daß ich einfach nicht weiß, welche Meinung Du damit überhaupt ausdrücken willst.

    Und das ist nur ein Beispiel, das geht mir mit jganz vielen Deiner Sätze so. Also ein Babelfisch der Rudi-Deutsch/Deutsch-Rudi kann, wäre echt cool.

  24. Guinan sagt:

    @Rudi: madove ist sehr nett und sehr geduldig. Ich weniger, aber ich bemühe mich.
    Kritik soll man ja möglichst in der Ich-Form anbringen, daher versuche ich das mal: Ich empfinde deinen Kommunikationsstil als verletzend.

  25. Rudi sagt:

    @madove
    Du hast wahrscheinlich nicht richtig gelesen. Daher benötigst Du keinen Übersetzerfisch.
    Aber hier, aus MEINEM Beitrag:
    …Also erster Tip, falls Du und Dein Freund Kinder haben möchtest….
    Und hier, aus Muriels Antwort:
    …Das ist noch relativ harmlos, und ich trage wegen der Wahl meines Pseudonamy wohl Mitverantwortung für dieses Missverständnis. Der Vollständigkeit halber: Ich bin ein (heterosexueller) Mann, und wenn Keoni und ich eines Tages Kinder haben sollten, hätte ich sie dann also mit meiner Freundin…

    Verstanden?
    OK, dann nochmal für Dich:
    Wenn ich ohne Bosheit unterstelle, dass Muriel schwul ist und dann eine entsprechende Antwort erhalte, gehe ich davon aus, dass das Thema Homosexualität wohl doch noch nicht so weit ist, dass es öffentlich und vor allem OHNE Hintergedanken diskutiert werden kann.
    Muriel hätte ja auch bloss schreiben können, dass er nicht schwul ist und ich da einem Irrtum aufgesessen bin, aber dadurch, dass er es als anstrengend empfindet, mit mir zu diskutieren und sich offensichtlich persönlich beleidigt fühlt, gehe ich weiterhin davon aus, dass ich einen ungewollten Fehler (Homo-Aussage) gemacht habe, von dessen offensichtlicher Fehlerhaftigkeit ich nichts wusste. Kann man aber auch alles ein wenig ironisch sehen, wenn man möchte 😉
    Und: nichts gegen Dich persönlich, aber hier werden sehr häufig Beiträge nicht richtig gelesen, einiges überlesen und vieles falsch verstanden. Ich gehe noch davon aus, dass das keine Boshaftigkeit ist.

  26. madove sagt:

    Also von meiner Seite ist es sicher keine Boshaftigkeit. Ich war nicht einmal sicher, ob Du Muriel vorher für schwul oder für eine heterosexuelle Frau gehalten hattest, zumindest das ist mir jetzt klarer. Wodurch seine Antwort Dir den Eindruck gibt, es gäbe einen irgendwie belasteten Umgang mit Homosexualität (ich habe eher den Eindruck, er dachte, Du hieltest ihn vielleicht für eine Frau), ist mir auch noch nicht klar, aber was mir gerade klar wird, ist die völlige Absurdität dieser Diskussion; ich war nur neugierig, ob es theoretisch möglich ist, daß wir uns verständigen.

    Ich halte es jetzt für theoretisch möglich, aber sehr, sehr mühsam. Und: Ja, ich glaube auch, daß das hier keinerlei Boshaftigkeit ist, aber es führt vielleicht auf allen Seiten (meiner nicht so sehr, ich pfusche ja nur von außen rein) zu einer gewissen Gereiztheit.
    Interessantes Phänomen, kenne ich so bisher nur aus schlechten Ehen.

  27. Rudi sagt:

    @madove
    Vielleicht würdest Du mich etwas besser verstehen, wenn man an ALLEN Deiner Beiträge hier herumkritteln würde…
    Klar, ich muss ja hier nicht schreiben, aber da gibt es noch so etwas wie Ehrgeiz.
    Ich habe da allerdings z. B. keinerlei Probleme, JEDEN Beitrag zu lesen, ihn für mich verständlich auf zu arbeiten und dann eine Antwort zu geben.
    Dass ich mich dann manchmal darin verliere, Antworten zu geben, auf die man keine Fragen mehr stellen kann, liegt daran, dass ich darunter ‚leide‘, vieles in einem Satz sagen zu wollen.
    Für mich schlüssig; andere haben da so manchmal Probleme damit.
    Mir wiederum ein Rätsel, wie dann von solchen Leuten so manche Pointe ‚entschlüsselt‘ werden kann, um lachen zu können. Aber das erkläre ich mir damit, dass es Leute gibt, die schon nach der zweiten Seite Raventest die Augen müde zu machen 😉
    Ups; schon wieder eine Beleidigung, oder 🙂

    Nein (und das gilt auch für Guinan), ich wurde hier auch schon aufs derbste angemacht. Von leidlicher Schwachsinnigkeit bis zum unterstellten Drogenkonsum habe ich eingesteckt.

    Was mich immer nur wieder wundert ist die Tatsache, dass ich offensichtlich nicht verstanden werden will.

    Lese Dir nach diesem Beitrag doch nochmal meinen Beitrag zum Thema durch.
    Und? Steht da immer noch etwas böses, oder unverständliches?
    Natürlich kann man über meine Meinung streiten, aber es sind doch deutsche Worte, leidlich in richtiger Reihenfolge und grammatisch/grammatikalisch richtig, oder?

    Also, dass ich immer noch Spass daran habe, hier zu Posten, ist damit erklärt, dass ich mir bewusst bin, mich in der Fankurve Muriels auf zu halten, obwohl ich andere ‚Farben‘ trage, aber DAS erst macht doch einen Blog im wahrsten Sinne des Wortes farbenfroh, oder?

    Ich meine, obwohl ich keine besonderen Fiesheiten in meinen Beiträgen sehen kann, macht es doch nun wirklich keinen Sinn, dass ein Blog den Eindruck eines Fanpostbriefkastens macht….

    Aber wenn es gewünscht ist, werde ich mich trollen.
    Ich habe nämlich noch niemals einen Fanbrief geschrieben 😉
    Und ich habe es nicht nötig, zu betteln.

    In diesem Sinne.
    Tapfer bleiben. Und ich glaub‘ ich mag Dich auch, schon wegen Deines letzten Satzes.

  28. Rudi sagt:

    @madove nochmal

    falls das wieder falsch verstanden wird:
    Ich suche keine Frau, ich bin nicht schwul, oder lesbisch, noch in Besitz sämtlicher Genitalien und auch sonst nicht irgendwie abnormal, oder missgebildet! Alles unverständliche an mir aber muss man bei anderen Menschen erfragen. DIE kennen mich besser 😉

  29. madove sagt:

    @Rudi

    Das ist wirklich, wirklich faszinierend. Gerade WEIL Du aus deutschen Wörten grammatikalisch leidlich korrekte Sätze bildest, bin ich ja so beeindruckt davon, daß ich ganz oft mit wirklich gutem Willen nicht weiß, was Du uns sagen willst. Ich stelle mir das auch für Dich sehr lästig vor, und weiß nicht wirklich Rat.
    Auch bei nochmaligem Lesen Deiner Beiträge bin ich bei etwa der Hälfte der Sätze unsicher, wie sie zu verstehen sind.
    Ich habe deshalb bisher selten direkt auf Dich eingehend kommentiert; Muriel als Hausherr „muß“ das ja eher, deshalb riskiert er auch mehr Mißverständnisse, denke ich.

    Meinetwegen brauchst Du Dich nicht trollen (ich hab ja hier auch nicht das Hausrecht), aber es scheint alles schwierig zu bleiben.

    Achja, und ich frage mich schon wieder, ob Du ausdrücken wolltest, daß Du doof findest, wenn andere Leute „Fanbriefe“ schreiben? Oder daß Du meinst, man muß das, um hier liebgehabt zu werden? Letzters glaube ich nämlich nicht, es liegt nur einfach manchmal ein bißchen in meiner Natur. 🙂

    Und zu dem Nachtrag:
    Äh, danke, gut zu wissen (!?). Hatte ich auch nicht bezweifelt, und würde mich andernfalls auch nicht stören…
    Kannst du uns denn Menschen empfehlen, die Dich besser kennen/verstehen? So als Dolmetscher oder so?

  30. Lullermann sagt:

    @madove
    OHNE Deinen Link vorher angeklickt zu haben sage ich Dir:
    Du musst wirklich herzensgut sein!
    Auch, wenn mir Dein lauter Sarkasmus nicht entgangen ist.
    (Schande: habe ich LAUTER geschrieben?, Es sollte natürlich LEISER Sarkasmus heissen)
    Einen Rudi-Versteher kann ich Dir aber nennen.
    Er heisst Fish; Babble Fish.
    Nicht zu verwechseln mit Bond; James Bond……..
    Ach, und lästig für mich ist eigentlich nur, dass ich rauche, kein türkisch kann, Steuererklärungen abgeben zu müssen, zu hohe Miete bei zu geringem Einkommen zahle, Sprit zu teuer ist, ich manchmal nicht verstanden werde, die Einschläge immer näher kommen, mir manchmal nicht einfällt, was ich kochen soll, rot rot ist, Fussballer überbezahlt sind, der Briefkasten leer ist (obwohl dann auch keine Rechnung darin liegt…), ich mich als Jüngster bei meinen Geschwistern stets behaupten muss, meine Frau manchmal entgegen meines gesetzten Zeitlimits zu früh nach Hause kommt……
    Aber genau deswegen muss ich nun auch enden.
    Wenn Du noch mehr darüber wissen möchtest, was lästig für mich ist…. 🙂
    (Meine Frau ist natürlich NICHT lästig!)

  31. madove sagt:

    waaaaaaaaaaaaaaah

  32. Rudi sagt:

    @madove
    ist waaaaaaaaaaah die Art bei Dir, sich über etwas zu freuen?
    Oder etwas entdeckt zu haben?

  33. Rudi sagt:

    ..

  34. puregold sagt:

    Ich schreibe mal wieder einen Kommentar ohne die anderen gelesen zu haben. Falls ich also was schreibe,w as vor mir schon jemand geschrieben hat, verzeiht mir bitte. Habe nur grade leider nicht so viel Zeit, denn neben mir sitzt ein 4,5jähriger, der ins Bett gebracht werden will. Und genau das wualifiziert mich hoffentlich dazu was über Medien und Kinder zu schreiben.
    Ja, das ist so ne Sache. Ideal und Realität können da ganz schön auseinander gehen. Ich bin z.B. der Meinung, dass Kinder möglichst wenig fernsehen sollten und man nicht jeden Sch… anguggen muss, den KiKa grade bringt. Aber es gibt so Tage, da hab ich Kopfschmerzen oder was auch immer… auf jeden Fall gehts mir mieß und ich brauch mal meine Ruhe. Also parke ich doch die Kinder vorm TV und lasse sie guggen, was KiKa eben so bringt. Aber meistens wirds mir dann doch irgendwann zu bunt und ich schalte ab. Man muss ja wirklich nicht jeden Sch… gesehen haben.
    Dann gibts da noch Computerspiele. Habe nen fast dreijährigen der schon sein Weihnachten Computerspielen als sein neues Hobby auserkoren hat. Im Moment hält er sich da an alles bunt blinkende. Noch sind die Shooter bei denen Blut spritzt nicht interessant, zum Glück… allerdings spielt der Papa die und es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sie es auch wollen. Und dabei gehts weniger ums gefallen, als darum, dass eben einfach alles, was der Papa so tut einfach cool und damit erstrebendwert ist. Irgendwann werden dann die Freunde die Rolle vom Papa einnehmen und wenn die dann Spiele spielen dürfen, die ab 12, ab 16 oder gar ab 18 sind, werden meine Söhne das auch wollen, egal ob es ihnen gefällt oder ob sie nachts Alpträume davon bekommen. Gruppenzwang nennt sich sowas. Wer da nicht mit macht und nicht mitreden kann muss sich schon ne gute Entschuldigung dafür einfallen lassen.
    Meine Jungs schauen auch gerne Filme. Kenne Eltern, die der meinugn sind, ein Kind brauche vorm Schuleintritt keinen angeschalteten Fernseher zu gesicht bekommen. Aber das sehen wir nicht so eng. Gibt nämlich wirklich gute Filme für Kinder, die wir gerne schauen. Toy Story 3 hat mich wirklich begeistert und von Shrek könnte ich stundenlang schwärmen. Und da es so gute Kinderfilme gibt sehe ich schon dreimal nicht ein, warum meine Kinder welche sehen sollten, die für ihr Alter noch nicht zugelassen sind. Allerdings kam der große neulich ausm KiGa heim und hat erzählt, dass einer seiner Freunde jetzt großer StarWars Fan ist und wollte den Film unbedingt sehen. Das haben wir dann doch verboten. Ist einfach noch nichts für Kinder.
    Und zuletzt noch eine Erfahrung aus meiner Zeit als Nachhilfelehrerin. Hatte eine Gruppe Fünftklässler, also zehnjährige, die mir begeistert erzählten, dass sie ‚Bones‘ schauen dürfen. Nicht nur, dass diese Serie damals nach 22 Uhr Abends im TV lief, wo meiner meinung nach Zehnjährige lämgst schlafen sollten. nein, sie haben mir die ganzen ekligen Details beschrieben, bei denen ich selber (ich mag die serie auch) lieber die Augen verschließe. Wurde alles als absolut cool dargestellt. Und ich war wohl sichtlich geschockt! Nach der Stunde kam ein Mädchen zu mir und sagte: Mir gefällt die Serie eigentlich gar nicht, aber ich muss es guggen, damit ich mit reden kann. Aber meistens kann ich danach nicht schlafen.
    Tja, es ist der Gruppenzwang. Wenn die einen dürfen wollen die anderen auch, oder müssen sogar um nicht völlig out zu sein. Und wenn die einen Eltern es zulassen sind sie anderen blöd und gemein, weil sies nicht erlauben. Würden sich alle daran halten hätten manche es leichter ihr Kind zu schützen.

    pure

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