Restebloggen zum Wochenende (70)

  1. Ihr glaubt ja gar nicht, wie ich mich gefreut habe, als ich erfuhr, dass es noch jemanden gibt, der in seinem Blog eine Art Fortsetzungsroman veröffentlicht. Und noch mehr habe ich mich gefreut, als ich feststellte, dass Ron sogar richtig schreiben kann. Ich empfehle deshalb dringend den sofortigen Besuch bei ihm und die umgehende Lektüre der bisher erschienenen Teile seiner Geschichte „Die Schattenkrieger„. Aber dass ihr mir nachher wieder zurückkommt, um die nächsten sieben Punkte noch zu lesen!
  2. Der Nebel (nach einer Geschichte von Stephen King) ist kein überwältigend guter Film. Aber das Ende ist das Größte und Mutigste (und ich benutze diesen Begriff nur sehr ungerne und zögerlich), das ich seit Langem gesehen habe. Wenn nicht sogar überhaupt. Falls das für euch ein Argument ist, betrachtet dies hier also ruhig als eine sehr, sehr verhaltene Empfehlung.
  3. Wer sich noch gute Plätze für die morgige Nuklearexplosion in Berlin sichern will, kommt gewiss zu spät, kann sich aber immerhin noch bei Astrodicticum Simplex vorab informieren, was er verpassen wird.
    Am 26. Juni 1974 wurde erstmal ein Strichcode im Supermarkt eingesetzt – und jeder weiß ja, dass in diesen Strichcodes jede Menge geheime Botschaften der Weltverschwörung zu finden sind. Am 26. Juni 1472 wird in Bayern die Uni Ingolstadt eröffnet. Und wer wurde in dieser Stadt geboren und hat an dieser Uni studiert? Richtig, Adam Weißhaupt, Gründer des Geheimbundes der Illuminaten! Er starb übrigens am 18. November 1830. Könnt ihr es nicht sehen? 18. November. Der 18.11. 1+8=9. 9.11!!!!
  4. David von Mentalschnupfen hat ein erfundenes Interview mit Frau Koch-Mehrin geführt. Warum ist mir das nicht eingefallen?`
    Mentalschnupfen: Frau Koch-Mehrin, am 15. Juni …

    Silvana Koch-Mehrin: Das war ja klar, daß sie darauf gleich zu sprechen kommen würden, ohne auch nur ein Wort über meine neue Frisur zu verlieren.

    MS: Die ist nett, aber wir haben sowas schon gesehen.

    SKM: Das ist dann die Schuld des Friseurs.

  5. Für die Person, die mir die nette Anfrage über die Suchbegriffe geschickt hat: Ja, ich lese die, und ich freue mich immer, wenn jemand so eine lustige Idee hat, aber ich habe keine so richtig sinnvolle Möglichkeit, auf derartige Zurufe zu antworten. Seid also bitte nicht traurig, wenn keine Reaktion erfolgt.
  6. Ich persönlich war mir ja in der Schule schon sicher: Immanuel Kant war entweder ein Troll, oder sehr, sehr dumm. Wer trotzdem gerne ein bisschen was über die schräge Philosophie des Herrn lesen will, der kann das sehr schön bei Fingerkuppenweitspucken, wo eine dreiteilige Tour de Force durch die Kritik der praktischen Vernunft veröffentlicht ist:
    Freiheit und praktisches Gesetz, so Kant, verweisen wechselseitig aufeinander, und aus einem von beiden kommt unsere Erkenntnis des Unbedingt-Praktischen (des was? Egal). Freiheit ist allerdings ein negativer Begriff, und aus Erfahrung sei auch nicht darauf zu schließen, denn erfahren werden kann nur das Gesetz der Natur, also gerade Nicht-Freiheit. Also kommt auf einmal das moralische Gesetz daher, das weder durch irgendeine sinnliche Bedingung zu überwiegen sei, noch davon überhaupt abhängt, und das ist auf einmal VOR allen anderen Bestimmungsgründen liegt, wenn wir erstmal die pathologisch anklebenden Willensbelästigungen losgeworden sind.
  7. Ich bin noch nicht sicher, ob ich ihm völlig zustimme, aber das Video fand ich jedenfalls echt gut:

    (Ihr habt nicht gedacht, dass es ein Restebloggen ohne antireligiösen Inhalt gibt, oder?)
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14 Responses to Restebloggen zum Wochenende (70)

  1. whynotveroni sagt:

    1. Ich freue mich immer ueber Lese-Tipps, und schaue da gleich mal vorbei. (Ich bemuehe mich, depth-first-Suchen zu vermeiden, insbesondere, wenn die items auf der obersten Ebene ueberschaubar (haha 🙂 ) sind.)

    2. Hm, den Film habe ich gesehen, und erinnere mich gut an den Supermarkt, aber nicht ans Ende. Kann so bemerkenswert nicht gewesen sein. Oder? (Kannst du mir das Ende in kurzen Worten noch mal mailen, um hier nicht zu spoilern?)

    3. Diskordianischen Gruss, lieber Muriel. The law of five is always right!

    6. Bittewas? Gibt es zu dem Zitat ein Glossar?

  2. Muriel sagt:

    @whynotverony: 1. Viel Spaß, ich hoffe, es gefällt dir bei weitem nicht so gut wie meins.
    2. Schon passiert.
    3. Wir verstehen uns.
    6. Da musst du schon beim Weitspucker fragen. Ist ja sein Post. Aber von Kant war ja sogar Herr Kay überfordert. Da muss man sich also nicht schämen.

  3. Frau.Meer sagt:

    Nach langem mal wieder ein Hallo von mir. Zeit ist momentan ein kostbares Gut bei mir, daher komme ich kaum zum Lesen und noch viel weniger zum Kommentieren. Aber eins sprang mir jetzt ins Auge, deswegen nutze ich es mal: Das Ende von „Der Nebel“ ist in der Tat eines der mutigsten und konsequentesten, die ich in einem Film seit langem gesehen hatte – den Film fand ich eher mittelmäßig, aber das Ende ließ mich eine ganze Weile nicht los.

    Und das war’s auch schon – liebe Grüße von einer selten anwesenden aber dennoch treuen Stammleserin 🙂

  4. Muriel sagt:

    @Frau.Meer: Offen gestanden ist mir nicht klar, wie sie das durchbekommen haben. Der Großteil des Publikums fand das bestimmt furchtbar. Und es ist ja nicht mal das Ende der Originalgeschichte.
    Find’s aber toll, dass sie es gemacht haben.
    Und dass du keine Zeit hast, kann ich natürlich gut verstehen.
    Danke, dass du trotzdem noch an mich gedacht hast!

  5. malefue sagt:

    tatsächlich, the fog ist wirklich ziemlich gut. den hab ich mir damals ohne erwartungen angschaut, und war sogar von dem ganzen film relativ angetan, auch das ganze im supermarkt. war natürlich ein bisschen überklischeeisiert (ja, genau), aber die konzentration auf das zwischenmenschliche statt auf monster-action fand ich (damals zumindest) neu und frisch.
    zu 7: http://www.youtube.com/watch?v=fHRDfut2Vx0

  6. whynotveroni sagt:

    1. Naja, „Gefallen“ hab ich schon ’ne Weile nicht mehr gelesen, muss ich zu meiner Schande gestehen. Dafuer les ich gerade „A Dance of Cloaks“ von David Dalglish. Hat ganz nette Momente, bin aber nicht ueberwaeltigt.

    2. Danke.

    6. Naja, ich vermute, dass das in erster Linie ein Vokabel-Problem ist. …hoffe ich. Ob fuer mich oder den Schreibenden, bin ich nicht so sicher. 🙂

  7. Ron sagt:

    Oh! Wow! Was soll ich sagen? Danke!

  8. Joan sagt:

    Vielen Dank auch von mir! Hätte nicht gedacht, dass das Interesse an Aufklärung so groß ist… Was die Vokabeln betrifft: die sind original, klären sich aber nach und nach beim Lesen und der Rest ist nicht ganz so schlimm. Hoffe ich.

    zu 2.: Was, der Film hat ein Ende? Ich hab nach zwei Dritteln oder so ausgemacht… war wohl zu voreilig.

  9. Muriel sagt:

    @malefue: 2. Ich mochte ihn auch irgendwie. Ich habe in meinem Herzen einfach einen Platz für Stephen King, ich kann’s nicht ändern. Obwohl Love mich echt traumatisiert hat. Das nehme ich ihm übel.
    7. Sowieso.
    @whynotveroni: 1. Du bist ein Snob.
    @Ron: Verdient.
    @Joan: 2. Also, pfff… Ich weiß nicht. Du hast ihn ausgemacht? Was für Erwartungen hattest du denn bitte an so einen Film, die er dann nicht erfüllt hat?
    Naja, jeder Jeck ist anders.
    (Ich glaube, das liest sich jetzt erheblich feindseliger als ich es gemeint habe. Ich lasse es aber mal so stehen und hoffe, dass dieser Hinweis es ausreichend abmildern kann.)

  10. Joan sagt:

    @Muriel: Irgendwas ist mir dazwischen gekommen, was ich dann spannender fand. Ich bin kraft meiner Vorurteile davon ausgegangen, dass schon die Richtigen überleben werden und ich mir das Ende deswegen auch schenken kann. Aber noch kann ich deiner Empfehlung ja folgen.

  11. Andi sagt:

    Ich möchte kurz anmerken, dass das Ende vom King-Film wirklich sehr mutig war. Ich fand den Film ja eher quatschig. Aber das Ende hat mich doch nachhaltig… naja… begeistert wäre in dem Fall das falsche Wort. Egal.

  12. Muriel sagt:

    @Andi: Steh dazu! Begeisterung ist genau das richtige Wort.

  13. Andi sagt:

    Ich will ja nicht spoilern – aber vom Ende an sich kann man wohl kaum begeistert sein. So morbide bin ich noch nicht. 🙂
    Aber ich bin immerhin begeistert davon, dass es kein typisches Hollywood-Ende war.

  14. Muriel sagt:

    @Andi: Ich glaube, das war schon immer dein Problem, dass du nicht morbide genug bist.
    Ich freue mich aber trotzdem, mal wieder von dir zu hören.

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