Was Geburtstagspartys mit Shadow of the Colossus gemein haben

16. Oktober 2011

Ich erwähnte ja in meinem letzten Post dazu, dass der nette Mann von dem Verlag mir noch einen zweiten Versuch zugestanden hatte, ihn zu überzeugen. Ich machte mir dabei nicht viel Hoffnung, denn ich dachte, wenn seine Lektoren mich beim ersten Mal nicht lustig fanden, werden sie wohl kaum bei meinem zweiten Entwurf vor Lachen von ihren Bürostühlen fallen. Ich wollte aber andererseits eine solche Chance nicht einfach verstreichen lassen und nahm mir noch ein bisschen Zeit, um mir zu überlegen, was ich Lustiges schreiben könnte, das ein bisschen nerdiger und ein bisschen mehr nach Sheldon klingen würde als mein erster Versuch.

Im Ergebnis ist nicht viel dabei herausgekommen, und er hat verständlicherweise auch nicht mehr geantwortet [Nachtrag: Hat er inzwischen doch. Sehr nett sogar. Wird trotzdem nichts.], aber vielleicht interessiert es euch ja trotzdem:

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Ayn Rant kommt selten allein: 6%

13. Oktober 2011

Atlas Shrugged ist ein bisschen wie Twilight. Zum Beispiel, weil es nicht nur für meine Cred (Ich weiß, ich habe nicht genug davon, um den Ausdruck benutzen zu dürfen, aber.), sondern auch zur Verdeutlichung meiner wahren Position eigentlich opportun wäre, einen völligen Verriss davon zu schreiben – und wer weiß, vielleicht mache ich das am Ende ja auch, ich habe gerade erst 6% gelesen. Aber auch, weil ich es wirklich mit der festen Absicht angefangen habe, es richtig schlimm zu finden. Und weil es fanatische Fans hat, von denen ich insgeheim hoffe, dass ein paar auch hier auftauchen werden, um mit mir zu streiten. Bisher würde ich aber sagen, dass Atlas Shrugged genau wie Twilight nicht ganz so schlimm ist wie sein Ruf, was allerdings – genau wie bei Twilight – nicht viel heißt.

Dieser Absatz fasst vielleicht ganz gut meine bisherige Leseerfahrung zusammen:

The adversary she [sc. Dagny Taggart] found herself forced to fight was not worth matching or beating; it was not a superior ability which she would have found honor in challenging; it was ineptitude – a grey spread of cotton that seemed soft and shapeless, that could offer no resistance to anybody, yet managed to be a barrier in her way.

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Billigjobs

10. Oktober 2011

Wenn wirres.net es verlinkt, kann es nicht so schlecht sein, dachte ich, aber wieso sieht es dann so schlecht aus? Verwirrt klickte ich auf den Link und stellte fest, dass es sehr wohl kann. Naja. Nicht mal Herr Schwenzel ist unfehlbar, das sollte mich doch eigentlich eher ermutigen.

Kawasakiguy hat unter dem Titel „What I learned from Steve Jobs“ ein buntes Potpourri aus lahmen Ratschlägen zusammengestellt, und von grenzwertig nutzlosen bis hin zu nachgerade gefährlichen Zutaten alles reingeworfen, was ihm gerade an Gedankenresten auf die Tastatur krümelte. Beginnen wir mit ix‘ Lieblingsteil gleich am Anfang:

Experts are clueless.

Experts—journalists, analysts, consultants, bankers, and gurus can’t “do” so they “advise.”

Sensationell, oder? Wenn mir das doch nur früher schon jemand gesagt hätte, dann könnte ich wahrscheinlich genauso reich sein wie Steve Jobs, nur hoffentlich noch am Leben. Verdammt. Woran man erkennt, dass alle Experten keine Ahnung haben? Ganz einfach:

For example, the experts told us that the two biggest shortcomings of Macintosh in the mid 1980s was the lack of a daisy-wheel printer driver and Lotus 1-2-3; another advice gem from the experts was to buy Compaq

Donnerlittchen. Die Empfehlungen von Experten sind manchmal falsch? Warten Sie auf weitere brisante Entdeckungen wie „Fertiggerichte sind manchmal gar nicht lecker.“ oder „Bankberater sind manchmal gar nicht objektiv.“ Okay. Wir haben gelernt, dass Experten ahnungslos sind. Die Empfehlung ist offensichtlich:

Hear what experts say, but don’t always listen to them.

Hm? Wie? Ich denke, die sind ahnungslos, warum soll ich ihnen denn zuhören? Wie? Ach so, weil sie gar nicht ahnungslos sind. Es geht nur darum, dass man nicht immer auf sie hören sollte. Verstehe. Wäre ich nie drauf gekommen. Warten Sie auf weitere bahnbrechende Empfehlungen wie „Nur bei Grün über die Straße“ oder „Billig kaufen, teuer verkaufen“.

Na gut. Das war jetzt einfach von vorne bis hinten Quatsch. An den zweiten Tipp dachte ich, als ich „nachgerade gefährlich“ schrieb:

Customers cannot tell you what they need.

“Apple market research” is an oxymoron. The Apple focus group was the right hemisphere of Steve’s brain talking to the left one. […] [Customers] can only describe their desires in terms of what they are already using.

Das mag wohl so sein, aber falls das ernsthaft eine Empfehlung für aufstrebende Unternehmensgründer sein soll, auf Marktforschung zu verzichten und stattdessen auf die Interaktion ihrer Arschbacken Gehirnhälften zu vertrauen, dann wird der harmlose Blödsinn spätestens hier potentiell ziemlich harmvoll (Klar ist das ein Wort. Muss doch. Ist doch logisch!). Wenn jemand ein Unternehmen gründet, geht er damit ein erhebliches Risiko ein und setzt nicht selten neben seiner eigenen auch die Existenz andere Menschen (Investoren, Bürgen, Angehörige, die ihre Immobilien als Sicherheit zur Verfügung stellen, Arbeitnehmer vielleicht auch noch) aufs Spiel. Wer dabei diesem Rat folgend einfach mal auf seinen Durst hört, statt möglichst unvoreingenommen und ergebnisoffen (Stichwort wissenschaftliche Methode) den Markt zu erforschen, den er zu erobern gedenkt, handelt verantwortungslos und hat dafür als Entschuldigung nicht viel mehr zu bieten als Denkfaulheit.

The richest vein for tech startups is creating the product that you want to use—that’s what Steve and Woz did.

Das stimmt nur dann, wenn ich zufällig genau das Produkt will, das die anderen Marktteilnehmer auch gerade wollen. Und dass das bei „Steve und Woz“ geklappt hat, ist kein Indiz dafür, wie gut meine eigenen Gehirnhälften darin sind, Kundenwünsche zu erspüren. Ich fühle mich gerade an so eine Anzeige erinnert, die öfter mal in der NJW erscheint: Gute Berater kosten ein Honorar. Schlechte ein Vermögen.

Und ich finde, die folgenden 11 (Es gibt noch einen nichtnummerierten) Ratschläge können wir uns jetzt schenken. Sie fallen alle in eine der beiden Kategorien. Entweder sind sie so trivial und überpauschalisiert, dass man gar nicht weiß, ob man noch drüber lachen darf („The biggest challenges beget best work.„), oder es sind albern überbewertete Einzelaspekte von Steve Jobs‘ Erfolgsgeschichte („You can’t go wrong with big graphics and big fonts.„), oder beides. Eigentlich alle beides.


Restebloggen zum Wochenende (75)

9. Oktober 2011
  1. Ich bin ja immer ganz hin und her gerissen, wenn ich lese, dass jemand in seinem Blog Kommentare einer bestimmten Art und Richtung generell nicht mehr akzeptiert. Ich kann das einerseits durchaus verstehen, aber… Ja, was aber eigentlich? Wer ein Blog schreibt, um Spaß dran zu haben, der hat keinerlei Verpflichtung, das auf eine bestimmte Art zu tun, schon gar nicht mir gegenüber. Aber ich finde es andererseits… merkwürdig, wenn jemand einfach eine bestimmte Meinung aussperrt. Klar, Beleidigungen und völligen Unfug, der die Diskussion nur stört, muss man nicht stehen lassen. Aber sachlichen Widerspruch blocken? Ich kann nicht anders, als vor so jemandem ein bisschen Respekt zu verlieren.
  2. Daniel Drungels schreibt kurz aber eindrucksvoll seine eigene Aufforderung an die FDP, endlich einzugehen: „Wie es auch kommen mag. Die FDP wäre in beiden Fällen erledigt, wenn Brüderles Aussage zutrifft. Endlich.
  3. Alle, die sich dafür interessieren, kennen es schon, aber das hat mich ja noch nie aufgehalten:
  4. Jan Filter zur dänischen Steuer auf gesättigte Fettsäuren: „Auch in Deutschland kennen wir bereits jede Menge anderer Steuern, deren Sinn schlicht und ergreifend die Erziehung (und damit einhergehend zwangsläufig die Entmündigung) der Bürger ist: Steuern gibts nämlich auf alles böse, also auf Zigaretten, Alkohol, Glücksspiel, Autos+Benzin+KFZ-Versicherungen usw.usf. Alles kein Zufall, sondern das Ergebnis der Bereitschaft weiter Teile der Bevölkerung, eigenständiges Denken in Raten immer weiter zu verstaatlichen.
  5. Ich weiß, es spricht nicht unbedingt für mich, dass mein Anspruch an Humor schon gedeckt ist, wenn man Leuten große Glubschaugen ins Gesicht photoshoppt, aber ich kann doch auch nichts dafür, ich falle jedes Mal fast vom Stuhl, wenn ich mir Ainulindale21s Videos ansehe:
  6. faz.net ist auch wirklich nichts zu doof, um den Kindle zu dissen: „Möglicherweise hat die hohe Verkaufsrate aber auch etwas mit der Anfälligkeit des Geräts zu tun. Einmal vom Nachttisch gefallen: Bildschirm hinüber. Einmal in der Handtasche eingeklemmt: nichts geht mehr. Es in fünf Monaten auf drei Kindles zu bringen, ist nicht schwer. An diesem ärgerlichen Umstand ändert auch der exzellente Kundenservice nichts, der umgehend kostenlosen Ersatz schickt.
    Also zunächst mal: Ich habe einen Kindle, ich gehe wirklich nicht besonders vorsichtig damit um, er hat mich auch schon mehrfach in den Urlaub und an Strände begleitet, und es war nie irgendwas damit. Und zweitens: Wenn ich ein technisches Gerät innerhalb eines halben Jahres zweimal durch eigene Dummheit zerstört hätte, und es zweimal kostenlos ersetzt bekommen hätte, hätte ich ganz bestimmt nicht die Frechheit, dem Hersteller daraus einen Vorwurf machen zu wollen.
  7. So. Das war’s. Es reicht. Ich hab die Nase voll. Jetzt habe ich einmal zu oft einen Rückgriff auf Ayn Rands Quatschphilosophie im Zusammenhang mit ernsthaften liberalen Inhalten gelesen. Jetzt habe ich genug davon, immer nur sagen zu können, dass ich ihren Bockmist zwar nicht gelesen habe, aber trotzdem beurteilen kann, dass ihr Objektivismus Unfug ist. Jetzt lese ich Atlas Shrugged von Ayn Rand. Und Fuck Me, ist das Ding lang. Boah. Das wird mir noch so Leid tun. Und je nachdem, wie es läuft, werde ich euch über meinen Fortschritt auf dem Laufenden halten. Möglicherweise unter einem Titel wie diesen: „Ayn-Rand-Wochen bei überschaubare Relevanz“; „Am Rand des Wahnsinns“; „Ayn bisschen dumm“; „Rand-Rant“; „Halt den Rand“; „Atlas Sucked“. Mal sehen. Für weitere Vorschläge in den Kommentaren bin ich jedenfalls außerordentlich dankbar.

Nichts ist so beängstigend wie eine geschlossene Tür

7. Oktober 2011

Ich hatte in der letzten Woche die Freude, gleich zwei gute Autoren zu entdecken, von denen ich zuvor noch nie gehört hatte. Der eine ist Daniel Abraham, hat „The Dragon’s Path“ geschrieben und tut hier nichts zur Sache. Der andere ist Matt Hults. Und bei der Lektüre seines Horrorromans „Husk“ ist mir klar geworden, dass ich nach meiner Erinnerung keinen einzigen Horrorroman gelesen habe, der nicht an diesem einen fundamentalen Problem leidet, das übrigens auch für Dean Koontz‘ bessere Werke bezeichnend ist. (Für seine schlechteren Werke ist das wesentlich übersichtlichere und dennoch (oder gerade deshalb (Was glaubt ihr, wie viele Klammerebenen man ineinanderschachteln kann, ohne dass der Leser (also ihr zum Beispiel (oder eher du, denn wahrscheinlich lest ihr (oder vielmehr „liest du“ (Ich erkläre gleich noch, warum.)) diesen Post ja nicht in Gesellschaft, sondern alleine (und außerdemsprach ich ja gerade von „der Leser“))) den Überblick verliert?)) erheblich ärgerlichere Problem bezeichnend, dass sie eben rundum schlecht sind.)

Das Problem besteht im folgenden, anscheinend ziemlich unabänderlichen, Grundgerüst eines jeden (guten (Keine Sorge, ich fange jetzt nicht wieder an, das ist wieder nur ein ganz normaler, harmloser Standardlammerzusatz. (Na gut. Zwei. (Drei. (Ich hör jetzt auf. Bestimmt nervt euch das schon. (Ich habe nie gelernt, dass, wann und warum Scherze sich abnutzen können und irgendwann aufhören, lustig zu sein, wenn man es übertreibt.))))) Horrorromans: Interessante Charaktere in komplexen Situationen mit echten Problemen werden eingefügt. Wir entwickeln Zuneigung zu und identifizieren uns mit ihnen. Ein geheimnisvolles Übel tritt in die Welt, eine rätselhafte, fremdartige Bedrohung. Wir sind neugierig darauf, welche Ziele es verfolgt, was es kann und was es ist. Die Charaktere und ihre Konflikte entwickeln sich, sie werden mit dem Übel konfrontiert und versuchen, mehr darüber zu erfahren und hinter das Geheimnis zu kommen.

Und an der Stelle geht normalerweise alles ganz schnell in die Grütze. Auch und gerade in eigentlich guten Horrorromanen geht es anscheinend nicht anders: Die Charaktere stoßen auf den designierten Expositionsprovider, der ihnen irgendeine blödsinnige Pseudoerklärung hinwirft (Am besten noch scheinwissenschaftlich, so à la „Es ist ein Wesen aus reiner Energie / Die Lebenskraft Verstorbener sammelt sich am Ort ihres Todes / Wenn eine Eidechse zusammen mit einem Löwen und einem Skorpion in einen verstrahlten Teich fällt.) und dann mit ihnen in die Schlacht zieht. Schneller, als wir uns fragen können: „Wo ist die tolle Geschichte geblieben?“ werden aus den sympathischen Charakteren billige Abziehbilder, die in Verfolgungsjagden, Schusswechsel und Schlägereien verwickelt werden und Sachen rufen wie „Wir müssen es aufhalten!“ oder „Es ist noch nicht zu spät!“, und die plötzlich jeden noch so abwegigen Blödsinn unkritisch akzeptieren, sobald der Expositionsprovider ihn mit der magischen Formel „Ja, aber gestern hättest du mutierte Zombiewerwolfkakerlakenvampire auch für abwegigen Blödsinn gehalten!“ rechtfertigt. Und aus der mysteriösen, fremdartigen Bedrohung wird der nächste generische Erzschurke, der bis Mitternacht den Hokey-Pokey tanzen muss, um die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Schade eigentlich. Ich weiß jetzt auf Anhieb auch nicht genau, wie man das Problem wirklich lösen könnte, und nicht nur die Symptome leicht variieren. Mir fällt auch kein echtes Gegenbeispiel ein. Immer wenn ich denke, ich hätte eins, wird mir klar, dass es nicht zählt. From a Buick 8 zum Beispiel. Vielleicht sind Horrorromane eben einfach zwangsläufig schlecht. Irgendeinen Grund muss es ja haben, dass ich so selten welche lese.

Oder was meint ihr?


Mene, mene tekel

4. Oktober 2011

Vor ein paar Tagen mailte mich ein sehr netter Mann von einem (nach erster oberflächlicher Prüfung real existierenden, legitimen) Verlag an. Er schrieb, dass ihm mein Blog gefiel, und dass er sich freuen würde, wenn ich ihm mal eine Arbeitsprobe für ein Sachbuch schicken würde. Er schilderte mir grob, wie er sich das Buch vorstellte: Ein ganz genaues Konzept hatte er nicht, aber es sollte sich grob mit den Worten „Ein Nerd erklärt die Welt“ beschreiben lassen und irgendwie lustig sein.

Ich war zwar nicht sicher, ob ich dafür der Richtige wäre, aber dafür war ich mir umso sicherer, dass ich mir so eine Chance nicht entgehen lassen sollte, deshalb schrieb ich mit sehr freundlicher Unterstützung meiner Freundin keoni und meiner Lieblingskommunistin madove – vielen Dank noch mal! – ein erstes Kapitel über das Thema „Liebe“.

Ungefähr eine Woche später bekam ich die Antwortmail von dem netten Mann. Er hatte meine Arbeitsprobe an sein Lektorat weitergeleitet, und die dort ansässigen Experten haben den Beitrag, den ihr nun gleich lesen werdet, sozusagen offiziell für nicht lustig befunden. Wer also bisher noch Zweifel hatte, ob es an mir liegt, oder an axeage, der kann sich entspannt zurücklehnen, denn es ist jetzt amtlich. Aber weil – wie der nette Mann mir natürlich auch versicherte, ich will ihm hier keinen Vorwurf machen und auch nicht weinerlich klingen, zumal er mir einen zweiten Versuch gestattet hat, an dem ich gerade arbeite, weshalb es auch ganz und gar nicht opportun wäre, hier schlecht über ihn zu reden, was ich aber ohnehin nicht will, denn er war ja sehr nett zu mir – Humor ja auch Geschmackssache ist und sowieso immer schwierig, könnte es ja sein, dass dem einen oder anderen von euch dieser Beitrag trotzdem gefällt.

Außerdem will ich ihn auch nicht ganz umsonst geschrieben haben, das war nämlich Arbeit. Bitte schön:

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Weil wir was ganz Besonderes sind

1. Oktober 2011

Dumme Menschen sagen dummes Zeug, aber damit kluge Menschen dummes Zeug sagen, braucht man Religion.

schrab ich vor Kurzem hier, und erkannte sofort, dass dieser Spruch sehr bald zu mir zurückkehren würde, um mich in den Arsch zu beißen, wenn ich ihn nicht relativierte, und relativierte ihn flugs. Schon gestern war ich (natürlich nicht zum ersten Mal seitdem) froh drüber. Doppelt froh eigentlich, denn ich freue mich besonders über Gelegenheiten, andere Atheisten zu kritisieren, denn das… kommt mir irgendwie besonders ehrenwert vor, weil ich selbst einer bin.

Ich bin also stolz, euch heute ein fabelhaftes Beispiel dafür zu präsentieren, dass man auch ohne Religion reichlich dummes Zeug reden kann:

Ein falsches Wissenschaftsverständnis hat uns überzeugt, dass wir nicht mehr wären als unsere evolvierten Gehirne.

Jedoch, so argumentiert Neurowissenschaftler und Philosoph Raymond Tallis im folgenden Gastbeitrag für Aufklärung 2.0, bereitet eine umfassendere Philosophie über den Menschen den Gegenschlag vor.

Wer das liest und noch nicht ahnt, dass da nichts Gutes kommen kann, ist weniger vorurteilsbeladen als ich. Herzlichen Glückwunsch. Aber wer mir jetzt in die Schatten der Unargumentation von Herrn Tallis folgt und danach immer noch das Problem nicht erkennt, der ist… herzlich eingeladen, in den Kommentaren mit mir zu diskutieren. *Räusper, Hust*

Schaumamal:

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