Ayn Rand kommt selten allein: 32%

So, jetzt ist natürlich schon ein bisschen mehr passiert als beim letzten Mal. Und eigentlich doch nicht. (Ich spreche keine Spoilerwarnung aus, weil ich die grundsätzlich nicht mag und es in dem Buch auch wahrhaftig nichts zu spoilen gibt, aber falls ihr das anders seht, betrachtet euch bitte als gewarnt.)

Hank Rearden und Dagny Taggart haben ihre Eisenbahnstrecke aus Rearden Metal gebaut, und es war ein spektakulärer Erfolg. Sie haben einen unvollständigen Prototypen eines Motors gefunden, der eine billige und unbegrenzte Energiequelle verwendet und die Menschheit auf eine völlig neue Entwicklungsstufe heben könnte. Es sah so aus, als wäre die trostlose Welt Ayn Rands auf dem Weg in eine glänzende Zukunft. Sie hatten sogar Sex. (Nebenbei: Eine sonderbare Einstellung scheint die Autorin zu dem Thema zu haben.

Hank: „[…]You’re as vile an animal as I am. I should loathe my discovering it. I don’t. Yesterday, I would have killed anyone who’d tell me that you were capable of doing what I’ve had you do.[…]“

Dagny: „[…] I am an animal who wants nothing but the sensation of pleasure which you despise […] You’ll have me any time you wish, anywhere, on any terms.“

Sicher, man sollte im Allgemeinen nicht unbedingt von den Worten der Protagonisten auf die Meinung der Autorin schließen, aber erstens bentutzt Rand ihre Figuren dauernd als Sprachrohr, um uns Vorträge darüber zu halten, wie der Hase zu laufen hat, und zweitens ist es doch einfach merkwürdig, dass die beiden – dazu gleich noch mehr – offensichtlichen, unangefochtenen, makellosen und penetrant ungebrochenen Helden dieses Romans ganz selbstverständlich Geschlechtsverkehr als etwas Niedriges, Schmutziges, Unappetitliches ansehen beschreiben [korrigiert auf CKs völlig berechtigten Hinweis, dass Dagny Sex eigentlich gar nicht schmutzig findet], und die völlige Unterwerfung der Frau unter den Mann dabei nebenbei voraussetzen, ohne dass man es auch nur explizit thematisieren müsste. Ja. Na gut, ich weiß, in den Zitaten da klingt es schon ziemlich explizit, aber eben nicht thematisiert, wenn ihr wisst, was ich meine. Wisst ihr? Naja.)

Aber die Schurken waren natürlich auch nicht untätig: Die Equalization of Opportunity Bill hat es illegal gemacht, mehr als ein Geschäft zu betreiben, und das Fair Share Law zwingt Rearden, jedem einen gerechten Anteil an seinem neuen Metall zu liefern, und schränkt auch Dagnys Möglichkeiten ein, die neue Strecke aus Rearden Metal auszunutzen, denn natürlich darf jetzt auch keine Eisenbahngesellschaft auf einer Strecke mehr Züge einsetzen als andere Gesellschaften auf anderen Strecken.

Weil sie deshalb jetzt nicht mehr genug von Ellis Wyatts Öl transportieren kann (und der eh nicht mehr so viel produzieren darf, denn das wäre ja unfair gegenüber den anderen Ölproduzenten), hat Wyatt genug, zündet seine Felder an und verschwindet.

Und so weiter.

Es ist also eine ganze Menge los, und irgendwie ist mir manches auch immer noch sympathisch. Diese vielen Gleichheits- und Gerechtigkeits- und Fairnessgesetze erinnern in ihrer Dummheit und Widerwärtigkeit natürlich schon an gewisse Tendenzen der aktuellen politischen Debatte (*Räusper*Frauenquote*Hust*“) oder auch bereits bestehender Regelungen (AGG, irgendjemand?).

Trotzdem macht das Lesen keinen Spaß, und trotzdem ist und bleibt Atlas Shrugged ein furchtbar dämliches Buch, denn obwohl ganz viel passiert, gibt es eigentlich keine Handlung, denn es gibt keine Entwicklung. Nach wie vor glänzen die Helden und sind fehlerfrei, und nach wie vor sind die Schurken finstere, korrupte, erbärmliche, rückgratlose, lächerlich dumme Gestalten, die nicht mal einen Satz sprechen können, ohne den unsinnigen Prämissen ihrer eigenen Scheinmoral zu widersprechen. Und natürlich sieht man ihnen sofort am Gesicht an, wes Geistes Kind sie sind.

The man who sat in front or Rearden’s desk had vague features and a manner devoid of all emphasis, so that one could form no specific image of his face nor detect the driving motive of his person.

Und dann sagen sie eben Sachen wie:

„At a time of desperate stell shortage, we cannot permit the expansion of a steel company which produces too much […] If Rearden Metal is not good, it’s a physical danger to the public. If it is good it’s a social danger.“

oder

„Motor? What motor, Miss Taggart? I had no time for details. My objective was social progress, universal prosperity, human brotherhood and love. Love, Miss Taggart. That is the key to everything.“

oder wie Reardens Mutter, als er sich weigert, seinem Bruder einen Job zu geben:

„You’re the most immoral man living – you think of nothing but justice!“

Hoho, wie entlarvend. Selbstentlarvend, sogar. Geht’s noch cleverer?

Und die Guten… Naja, ihr wisst schon:

He was an elderly man with a slow, firm manner and a look of bitterness acquired not in blind resentment, but in fidelity to clear-cut standards.

Und:

„No, Mr Rearden, it’s one or the other. The same kind of brain can’t do both. Either you’re good at running the mills or you’re good at running to Washington.“

Mit anderen Worten, und ich vermute, ich werde das noch oft sagen, und ziemlich bald werden mir die anderen Worte ausgehen: Ayn Rand macht genau die Fehler, die mir auch Terry Goodkind verleiden. Ihre Geschichte ist eine einzige Predigt, ihre Charaktere sind grobe Kartonschnitte, und jeder Satz in ihrem Text ist billigste, offensichtliche Exposition, die dem Leser erklärt, was gut ist, und was böse.

Wie wird das wohl alles enden?

Wer ist John Galt?

Und wer will das eigentlich noch wissen?

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22 Responses to Ayn Rand kommt selten allein: 32%

  1. malefue sagt:

    die muriel-serie „masochistisches lesen“ geht also weiter.

    ich lese gerade stanislaw lem, da muss ich mich nicht quälen und lerne trotzdem was… ; )

  2. Muriel sagt:

    Ohhh… Ich glaube, da bleibe ich doch lieber bei Atlas Shrugged. Das tut wenigstens nicht weh beim Lesen.

  3. malefue sagt:

    erkläre dich, häretiker!

  4. Muriel sagt:

    Sagen wir mal, ich erkenne an, dass er besser schreibt als Rand. Ich lese ihn nur wirklich nicht gerne. Er ist mir zu kryptisch und zu unfröhlich.

  5. malefue sagt:

    also das hab ich noch nie gehört, ich finde ihn sogar ziemlich spannend.
    aber eines stimmt: die osteuropäischen science fiction-autoren sind größere theoretiker und neigen dazu szenarien komplett auszubreiten und bis ins detail zu durchdenken, was nicht jedem gefällt. in „fiasko“, das ich gerade lese, muss man sich halt auch durch kapitelweise beschreibungen der interstellaren reise arbeiten. mir gefällt das zwar, aber ich weiß dass es vielen nicht so geht. ich hab kein problem mit unfröhlichkeit.
    vielleicht wären die strugatzkis was für dich, das sind manchmal echte gefühlsmenschen, „picknick am wegesrand“ ist vielleicht etwas offensichtlich als tipp, probier „eine bewohnte insel“.

  6. CK sagt:

    @Muriel: Hab mal die Tage drüber nachgedacht wieso wir den Roman so unterschiedlich bewerten. Du störst Dich massiv an der nicht realitätsgetreuen, eindimensionalen Darstellung der Figuren, hättest es lieber ambivalenter usw. Mich stört das hingegen nicht. Natürlich ist das nicht realitätsgetreu, jeder Mensch hat Stärken und Schwächen und handelt leider nicht immer gut und richtig. Aber es ist ja Kunst und die sollte laut Rand bewusst romantisch sein. Die Menschen werden also bewusst idealisiert dargestellt, also wie sie sein sollten, durchaus auch sein könnten, wie sie eben anstreben sollten zu sein. Nicht wie sie wirklich immer sind da draußen.

    Das stört mich daher genau so wenig wie das es mich in LOTR stört dass die Orks alle eindimensional böse sind und die Elben eindimensional gut (und das Aussehen dem Charakter angepasst ist, was natürlich erst recht Unsinn ist, wie man ja gerade an Ayn Rand selbst erkennen konnte, die rein optisch nun nicht gerade die Traumfrau war, aber intellektuell dafür umso interessanter für einen Logiker wie mich :D).

    Solange der Plot interessant ist und das finde ich eben im Gegensatz zu Dir und man die Helden bewundern kann, mag ich solche Geschichten einfach grundsätzlich, genauso wie ich als Kind Filme wie Ivanhoe oder Drei Musketiere toll fand. Oder Victor Hugo, den Rand übrigens auch sehr mochte.

    Und dass es ihr darum geht die philosophischen Ideen darzustellen und weiterzugeben, eh klar. Das ist in der Literatur ja nun wirklich nichts Aussergewöhnliches.

    zweitens ist es doch einfach merkwürdig, dass die beiden (…) Helden dieses Romans ganz selbstverständlich Geschlechtsverkehr als etwas Niedriges, Schmutziges, Unappetitliches ansehen

    -> Das hast Du missverstanden. Bei Hank ist das so, bei Dagny aber nicht. Hanks Problem ist die „Mind-Body-Dichotomy“, daher hat er Schuldgefühle wegen seiner sexuellen Lust.

    Er lernt dann mit der Zeit wie falsch er dbzgl. liegt und übernimmt später Dagnys Position (die klarer wird als sie die Liaison im Fernsehen verteidigt und Lilian zuvorkommt). Dagny sieht Sex nicht als etwas Schmutziges, sondern- falls romantische Gefühle im Spiel sind- als etwas Ehrbares und sie lebt ihre Lust offen und selbstbestimmt aus. In dem Zitat von Dir amüsiert sie sich köstlich über Hanks komplett verquerte Sichtweise, meiner Erinnerung nach lacht sie ja auch über seine Sätze und spielt dann halt eben damit.

    “und die völlige Unterwerfung der Frau unter den Mann dabei nebenbei voraussetzen“

    -> Hier fließen wohl Rands eigene Phantasien mit rein. Sie mag es eben wenn der Mann dominant ist. Das mögen bekanntlich auch viele Frauen. Und viele Männer mögen solche Frauen.

    Es gibt auch übrigens Randfans, die sich gleichzeitig als BDSMler sehen. Diese haben absolut meine Sympathie, Vielleicht sollte ich mich da sogar dazu zählen 😉

    „Diese vielen Gleichheits- und Gerechtigkeits- und Fairnessgesetze erinnern in ihrer Dummheit und Widerwärtigkeit natürlich schon an gewisse Tendenzen der aktuellen politischen Debatte“

    Eben. Das hat bei mir wohl damals auch einen Nerv getroffen. Endlich ein Buch, was Unternehmer und Profitstreben auch mal nicht als Böse darstellt (quasi als Gegengewicht zu quasi jedem Sonntagstatort auf ARD :D) und Politiker dafür kritisiert, dass sie ihnen andauernd reinreden wollen.

    „denn es gibt keine Entwicklung.“

    -> Das stimmt nicht. Die Entwicklung ist sogar ganz massiv bei Hank und Dagny, das wird aber wohl erst später klar. Bei Dagny vor allem als sie im Tal landet. Ohne zuviel verraten: es geht um die Erkenntnis, die Francisco so verändert hat. Und die Entwicklung der Wet Nurse ist interessant.

    Manches ist sicher übertrieben und überspitzt, aber vieles durchaus erschreckend akkurat wie das hier:

    “At a time of desperate stell shortage, we cannot permit the expansion of a steel company which produces too much […] If Rearden Metal is not good, it’s a physical danger to the public. If it is good it’s a social danger.“

    -> Passt doch hervorragend. Entweder ne Technologie ist gefährlich für Mensch und Umwelt und muss daher verboten/abgeschafft werden oder sie macht die Reichen reicher und die Armen ärmer und ist deshalb abzulehnen. So argumentieren bspw. die Atomgegner.

    Siehe dieses Video von den OWS-Protesten, wo Objektivisten mit solchen Grünen debattieren:

    Zugegebenermassen in der realen Welt sind solche Typen nicht bei einem State Science Institute beschäftigt. Gottseidank!

    „Motor? What motor, Miss Taggart? I had no time for details. My objective was social progress, universal prosperity, human brotherhood and love. Love, Miss Taggart. That is the key to everything.“

    ->Die Marke Mensch, die für das Grosse Ganze zuständig ist und sich wenig um das „bürgerliche Spießerleben“ schert. Gibt es durchaus, meistens sind das recht linke Studenten oder Journalisten, Jan Fleischhauer in „Unter Linken“ und Michael Miersch im Text „Bin ich denn rechts?“ beschreiben diese Typus Mensch ja auch sehr gut. Diese hohle Phrasendrescherei gerade der 68er- sieh Dir bspw. mal alte Videos mit Dutschke oder Cohn-Bendit an!- ist keine Karikatur, sonden leider echt.

    Es gibt eben leider viele Menschen, die ähnlich dümmlich argumentieren wie manche Figuren in AS. Man mag, nein will sogar gar nicht glauben, dass Menschen so unfähig und dumm sein können wie die „Bösen“ in AS, aber es passiert doch immer wieder. Auch viele Bürokraten im Roman bzw. deren Handlungen kamen mir leider nur zu gut bekannt vor.

    Zudem bin ich eben mit den groben Leitlinien des Objektivismus einverstanden und bin daher grundsätzlich dem Werk positiver gegenüber eingestellt. Und ich sehe mich dennoch selbstverständlich als echten Liberalen.

    Ach ja, Terry Goodkind bezeichnet sich selbst als Objektivist.
    Insofern ist sein Stil wohl sehr randähnlich. Und er mag BDSM. Jedenfalls wenn ich mir „Legend of the Seeker“ so ansehe, steht er voll auf Frauen in Lack und Leder 😉

  7. Muriel sagt:

    Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Ich missgönne niemandem die Freude an Atlas Shrugged, obwohl ich der Meinung bin, dass der Roman nach so ziemlich jedem denkbaren Kriterium missglückt ist.
    Es stört mich auch weder der Mangel an Realismus, sondern vielmehr das, was mich auch am Herrn der Ringe stört, und im Grunde vielleicht das Einzige, was mich überhaupt an Kunst stören kann: Atlas Shrugged ist langweilig. Das mag sich noch ändern, und es würde mich freuen, aber ich habe jetzt fast ein Drittel hinter mir, und noch ist nichts Interessantes passiert.
    Ich will dir allerdings zugestehen, dass Atlash Shrugged noch unterhaltsamer ist als Herr der Ringe. Immerhin.

    Das hast Du missverstanden. Bei Hank ist das so, bei Dagny aber nicht. Hanks Problem ist die „Mind-Body-Dichotomy“, daher hat er Schuldgefühle wegen seiner sexuellen Lust.

    Du hast Recht. Also, nicht mit dem erstn Satz, aber mit dem zweiten und dritten. Ich habe das nicht mal missverstanden, sondern einfach nur saudumm dargestellt. Dagnys Einstellung steht ja explizit schon bei, weiß nicht mehr genau, 10% oder so, im Buch. Sie widerspricht Hank an dieser Stelle aber nicht und passt sich sogar an seine Wortwahl an, indem sie sich selbst als „Tier“ bezeichnet, und im Kontext der Weltsicht des Romans kann sie das m.E. nicht neutral meinen, sondern nur abfällig. Ich korrigiere das aber oben im Text.

    Ach ja, Terry Goodkind bezeichnet sich selbst als Objektivist.

    Habe mir nie die Mühe gemacht, nachzuschlagen, dachte mir das aber schon.

    Insofern ist sein Stil wohl sehr randähnlich.

    Ist er. Aber er ist der besser Autor und hat sogar ein paar ganz brauchbare Charaktere geschaffen. Trotzdem konnte ich ihn irgendwann nicht mehr ertragen, und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass das nicht nur an meiner nachlassenden Toleranz lag, sondern auch daran, dass Richards Predigten mit der Zeit kontinuierlich aufdringlicher, länger und dümmer wurden.

    Und er mag BDSM. Jedenfalls wenn ich mir „Legend of the Seeker“ so ansehe, steht er voll auf Frauen in Lack und Leder

    Ja, das ist auch so eine Sache… Andererseits entscheidet Richard sich ja dann bedauerlicherweise doch immer für Kalam, die zumindest an der Stelle, an der ich aufhörte, immer noch ziemlich weite Gewänder trug.
    Ich kann Kalam nicht ausstehen.

  8. CK sagt:

    Ich mag auch LOTR sehr gerne, obwohl man ja egtl. weiß wie es ausgehen wird. Die Guten gewinnen 😉

    Wie gesagt, Dagny benutzt absichtlich Hanks Wörter um zu zeigen, dass die Vorwürfe sie gar nicht treffen. Ich kann zudem nicht für AR jetzt sprechen, aber ich finde persönlich, beim Sex muss es auch mal ordentlich animalisch zugehen. Nicht immer, aber manchmal. Wenn ich selber einen Roman schreiben würde, würde ich da meiner Phantasie auch vollen Lauf lassen 😉

    Die Ästhethik in Legend of the Seeker find ich grundsätzlich geil. Diese Mord Sith machen mich total an. Aber auch ne Mutter Konfessor hat etwas.

    Aber eigentlich soll es hier ja nicht um dunkle Erotik gehen, sondern um AS, also lassen wir das lieber mal 😉

  9. Muriel sagt:

    Die Mord Sith gingen noch, obwohl ich sie als Idee schon ein bisschen kindisch finde. Die Romanze zwischen Kalam und Richard bewegt sich für mich irgendwo auf dem Niveau von Edward und Bella.

    Ich schätze, wir werden damit leben müssen, dass wir einen unterschiedlichen Geschmack in Sachen Literatur und Erotik haben.
    Bei Literatur bedaure ich das ein bisschen mehr, denn meine Geschichten hätte ich dir gerne angeboten. In Sachen Sex hingegen wären wir sowieso getrennter Wege gegangen, dem kann ich also wirklich ganz gleichgültig gegenüberstehen…

  10. CK sagt:

    Edward und Bella sagen mir jetzt nix, sorry. Ich hab früher viel Stephen King auch gelesen, den findest Du auch sicher furchtbar, nehme ich an 😉

    Deine Literatur? Schreibst du etwa selber? Wer weiß, vielleicht finde ich es ja gut. Ich bin offen für vieles und nicht auf ein bestimmtes Genre oder einen bestimmten Stil festgenagelt. So mag ich ja auch Franz Kafka, den die meisten Objektivisten wohl grässlich fänden…

  11. Muriel sagt:

    Edward und Bella sagen mir jetzt nix, sorry.

    Das sind die Protagonisten aus Twilight.

    Ich hab früher viel Stephen King auch gelesen, den findest Du auch sicher furchtbar, nehme ich an

    Stephen King mag ich teilweise sehr gerne, aber er hat auch echten Schund geschrieben. Aktuell hat mich Full Dark, No Stars richtig begeistert. Er kanns jetzt besser als früher, finde ich.
    Liegt vielleicht an den Drogen.

    Deine Literatur? Schreibst du etwa selber?

    Manchmal.

  12. CK sagt:

    Twilight interessiert mich nicht, obwohl ich Vampire eigentlich schon ganz cool finde. Lieber trashiges Buffy- oder gleich Angelfeeling als so ein Kitsch 😀

    Ich kenne eigentlich nur alte Sachen von Stephen King, hab seit Jahren nichts mehr von ihm gelesen. Drogen nimmt er aber keine. Er ist doch streng konservativ.

    Maine ist übrigens DER Staat punkto Waffenbesitz (Zahl der privat registrierten Waffen) überhaupt in den USA. 🙂

    Die Geschichten lese ich ein andermal.

    Gute Nacht.

  13. Muriel sagt:

    Drogen nimmt er aber keine.

    Nicht mehr. Aber früher. Zumindest behauptet er das. Kann natürlich auch sein, dass das nur eine billige Ausrede für Tommyknockers ist.

  14. TakeFive sagt:

    @Muriel: Jetzt muss ich hier doch mal aus der Versenkung auftauchen: duhast es schonmal wo angedeutet, wenn nun CK fragt will ich nachhaken: wie gings dir den mit The Dark Tower? Ich liebte 1-3, war während 4 gespannt wie er aus seinen Storyverwurstelungen noch was machen wird. In 5 war ich froh dass ich keinen bequemen Ohrensessel am Kamin habe von dem aus ich den blöden Schinken bequem direkt ins Feuer pfeffern kann, und in 6 hat das Gefühl nur zeitweise nachgelassen. Das Ende für Roland hat das Ganze fast wieder gerettet aber dieses… RUMGEPIENZE um die eigene Person hat mir King wirklich nachhaltig unsympathisch gemacht. Geschweige denn das Ende für Susannah/Jake…Brr gute Nacht…

  15. Muriel sagt:

    @TakeFive: Tja… Es ist eine Weile her, und meine Erinnerung mag mir Streiche spielen, aber ich glaube auch, dass die ersten drei die besten Teile waren. Das mit Blayne (War das 5? Dann wären wir uns einig.) fand ich ausgesprochen schmerzhaft, sodass mir danach ein bisschen der direkte Vergleich fehlte, aber gefühlt ging es bergauf.
    Das Ende fand ich nicht so doll, aber das zweite Ende danach (und die Einleitung dazu und schon die bloße Idee) fand ich wiederum ziemlich groß.
    Was die eigene Person angeht, meinst du wahrscheinlich den Teil in Maine. Tja… Wie soll ich sagen? Ich hatte große Angst, als sich das abzeichnete, und ich war fassungslos, als ich merkte, dass er’s wirklich tut, aber dann war ich doch angenehm überrascht, wie gut er’s hinbekommen hat. Also, ich hab mich damit durchaus wohlgefühlt.
    Man muss dazu aber wissen, dass ich King (oder richtiger vielleicht: Das Bild von ihm das seine Bücher vermitteln) wahnsinnig sympathisch finde, trotz allem. Es ist für ihn ziemlich schwer, in meinen Augen was falsch zu machen.
    Aber Blayne war echt daneben.

  16. TakeFive sagt:

    [SPOILER ALERT >> THE DARK TOWER]

    so jetzt können wir tacheles reden und werden nicht verklagt.

    @Muriel: ok er hats ganz gut hinbekommen in Maine, ja. Das passt eigentlich ganz gut zu meinem abschließenden Kommentar zu Buch 5-7: „Es hätte schlimmer kommen können.“
    Aber aber… gibt es denn etwas narzisstischeres als sich der Autor von seinen Figuren vor den Kräften des Bösen retten lassen muss? Klar,ist seine Entscheidung und lesen hätte ichs auch nicht müssen. [ach ja: Blaine war Ende Teil drei und irgendwann in Teil vier, dazwischen kommt die Megamonsterrückblende +LoveStory +WildWest]
    Aber wozu muss es ab Teil 5 Vampire geben die irgendwie die Welt vernichten wollen? Teil 1 und 2 waren mit dem black man und den Dimensionstoren so schön mystisch (Anm: nicht zu verwechseln mit „Mystik“ im Sinne Weiland Klaus Bergers).. wozu so ein „Ich-erklär-euch-jetzt-alles-wisst-ihr,-es-geht-um-die-Rettung-der-Welt“-Gematsche? Schreibt er bereits an den drei Prequels? Oder sind es vielleicht sieben?
    Zwischendurch dachte ich sogar er würde eine Verknüpfung zu „The Stand“ einbauen! *heul*

  17. Muriel sagt:

    Naja, verknüpft sind Kings Werke ja irgendwie alle, und du hast in den Grundzügen schon Recht mit deiner Kritik.
    Aber den Teil, in dem er selbst vorkam, finde ich nach wie vor cool. Mir hat das gefallen, auch wenn ich selbst mich an seiner Stelle nicht getraut hätte. (Und wäre es nicht noch narzisstischer gewesen, wenn er selbst seine Figuren gerettet hätte? Oder die Welt?)
    Hast du eigentlich Full Dark, No Stars gelesen? Das ist aktuell, wenn ich das richtig verstanden habe, und richtig gut. Die erste Geschichte nun gerade nicht sooo, aber die danach schon. Fand ich.

  18. TakeFive sagt:

    Hm ja du hast Recht, das wäre noch schlimmer. Bei Katastrophen oder Talkshows kann man so argumentieren, aber für eine Rezension ist es trotzdem das zweitschlechteste Urteil! Das schreibt der Lehrer unter den Aufsatz mit der Note 5+ wenn das typische „Beim nächsten Mal wird’s was!“ bereits im Laufe des Schuljahres falsifiziert worden ist..

    Nee hab ich nicht, aber vielen Dank für den Tip. Vielleicht rettet das ja Kings Ansehen bei mir..

  19. […] war, kann ich nicht beurteilen, aber ihr Hauptwerk “Atlas wirft die Welt ab” ist es anscheinend schon). Joans grundsätzliche Sicht der Dinge hat viele Ähnlichkeiten mit meiner – abgesehen […]

  20. […] erfahren hätte, und mich ärgert das ein bisschen, denn ich gönne es ihr nicht. Sogar in ihrer völlig albernen Karikaturwelt waren die Schmarotzer nicht dummdreister und widerlicher, und obwohl ich nur das eine Buch von ihr […]

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