Restebloggen am Wochenende (78)

  1. Doofe Pralinen sind in meherer Hinsicht eigentlich eine tolle Sache. Man spart Geld, weil sie billig sind, und man spart Kalorien, weil man immer nur eine davon isst und dann erst mal für den Tag wieder genug von Schokolade hat.
  2. Das Verfassungsblog berichtet über unser BVerfG, das keinerlei Rechtsstaatsprobleme darin erkennt, dass von einem Unternehmen erwartet wird, bei seiner Vertragsgestaltung vorauszusehen, dass Gerichte geltendes Recht entgegengesetzt zu seinem klaren Wortlaut auslegen. Ich bin eigentlich ein großer Freund der EU und alles, aber so langsam wird es wirklich schwer, das aufrecht zu erhalten.
  3. Die Frau des Schlachters Heinz Gosen,
    Ihr Mann macht echt gutes Steak;
    Im Supermarkt bei den Dosen
    stand sie mir direkt im Weg.

    Sie hatte Masse, gar keine Frage,
    Konnt‘ ihre Zehen nicht seh’n.
    Ich war buchstäblich nicht in der Lage,
    ihr aus dem Wege zu geh’n.

    Bitte fragt nicht. Weiß auch nicht, wo das herkam.

  4. William Lane Craig hat herausgefunden, dass Tiere zwar Schmerz empfinden, dass man sicher aber trotzdem keine Sorgen drum machen muss, denn sie merken das gar nicht.
    God in His mercy has apparently spared animals the awareness of pain. This is a tremendous comfort to us pet owners. For even though your dog or cat may be in pain, it really isn’t aware of it and so doesn’t suffer as you would if you were in pain.
    Da sag noch mal einer, Religion und Wissenschaft passten nicht zusammen.
  5. Ich kannte Kickstarter bisher gar nicht, aber dann veröffentliche mein Idol Jeff Dee auf seinem Blog ein Projekt, und ich sah es mir an.
    Er will eine Bilderserie neu zeichnen, die sein Verlag weggeworfen hat, und wir können entscheiden, welche Summe wir ihm dafür anbieten, und wenn genug zusammen kommt, dann macht er’s, und je nachdem, wie viel man geboten hat, bekommt man noch eine kleine Belohnung, wie zum Beispiel signierte Kopien der seiner Zeichnungen.
    Fand ich toll. Die Bilder an sich interessieren mich nicht besonders, aber erstens war es mir durchaus 20$ wert, ein von ihm signiertes Werk bei mir zu Hause aufhängen zu dürfen, und zweitens finde ich das Konzept „Kickstarter“ selbst sehr spannend. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich vielleicht auch den neuen Fortsetzungsroman von ausreichender Finanzierung abhängig gemacht.
    Obwohl. Eigentlich ginge das immer noch…
  6. Bei arslibertatis findet ihr ungefähr den Artikel zur jüngsten Stellungnahme unseres Ethikrates, den ich auch fast geschrieben hätte:
    Muss sich der Ethikrat wirklich einer Sprache bedienen, die impliziert, dass es einen qualitativen Unterschied zwischen Mensch und Tier gibt? […] Wieso legt der Ethikrat überhaupt so viel Wert auf diese Zuordnung? Schliesslich ist es offensichtlich, dass diese kategorische Differenzierung in Teilbereichen nicht haltbar ist. So sind manche Tiere3 intelligenter und haben ausgeprägtere Emotionen als manche Menschen.4
  7. QualiaSoup mal wieder. Immer gut:
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9 Responses to Restebloggen am Wochenende (78)

  1. juliaL49 sagt:

    Das Prinzip Kickstarter gibt es schon länger im Bereich Musik – nennt sich PledgeMusic und ich habe schon zwei Alben mitfinanziert 🙂

    Das DIng hier habe ich durch Neil Gaiman kennengelernt, aber bisher geht es eher in die Avantgarde-Ecke (wie deine Comics hier) und deswegen habe ich noch nicht mitgemacht.

  2. Guinan sagt:

    1. Pralinen sind bäh, auch die Teuren.
    3. Ich hätte ja nicht gefragt, wenn du es nicht so ausdrücklich ansprechen würdest. Mein erster Eindurck war: Muriel hört seltsame Musik. Aber nun: Wo kommt das her?
    5. Angebote hattest du ja schon.
    6. Wenn du gelegentlich mal den Link reparieren könntest…

  3. Muriel sagt:

    @JuliaL49: Danke. Schau ich mir mal an.
    @Guinan: 1. Och… Nein.
    3. Dem Eindruck muss ich natürlich vehement widersprechen. Ich höre nicht freiwillig Westernhagen. Aber man kommt ja leider manchmal nicht drum herum, und irgendwie sprang mir das dann mal in den Kopf. Glücklicherweise ist es jetzt raus.
    5. Ich wollte auch niemandem Vorwürfe machen.
    6. Ist erledigt, danke für den Hinweis!

  4. Henk sagt:

    @ JuliaL49: Das deutsch-niederländische Original heißt übrigens „Sellaband“, PledgeMusic ist die Kopie (ich weise ganz uneigennützig und rein informationshalber darauf hin; das hat natürlich überhaupt nichts damit zu tun, dass ich in Kürze ein neues Musikprojekt über Sellaband finanzieren möchte. Dum-di-dum-di-dum… Entschuldige bitte die kaum geschlichen daherkommende Schleichwerbung, Muriel!)

  5. Muriel sagt:

    @Henk: Wer auf meinem Blog schleichwirbt, der muss es wirklich nötig haben.
    Du hast den Link vergessen.

  6. Henk sagt:

    @ Muriel: Ja. Und ja.

    Durchschaut verbleibt
    Henk

  7. Andi sagt:

    Also, ich kann sagen… so seltsame Musik hörst du gar nicht. 🙂

  8. Muriel sagt:

    Bitte geh weg! Ich will nicht, dass du mich so siehst.

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