Bright Outlook (2)

So, ihr habt abgestimmt, ich habe geschrieben, und so geht die Geschichte nun weiter. Das Gute an dieser Interaktivitätssache ist natürlich, dass mir jetzt niemand mehr Vorwürfe machen kann, wenn ihm irgendwas nicht gefällt. Ihr seid ja jetzt an allem selbst Schuld. Dass mir also keiner wagt, einfach nicht mehr mitzulesen oder an irgendwas rumzumeckern.

Hach, das wird ein toller Fortsetzungsroman!

Los geht’s.

Jetzt war sie sich sicher. Naja, nicht ganz, aber ziemlich. Die junge Frau mit dem schwarzen Zopf und den Piercings war zusammengezuckt, als der alte Mann zu schreien anfing. Ganz sicher. Naja, ziemlich.

Leider hatte sie keine Zeit, sich näher mit ihr zu befassen.

Claire lief zu dem schreienden Mann, kniete sich neben ihn und – legte eine Hand auf seine Schulter. Sie kam sich dabei lächerlich nutzlos vor, aber immerhin tat sie irgendwas, richtig? Der riesige Typ saß einfach nur da und starrte den schreienden Schwarzen mit so einem Das-hat-mir-jetzt-noch-gefehlt-Blick an, und das Mädchen mit dem Zopf tat immer noch so, als wäre es noch bewusstlos.

Warum war Claire nicht auch auf die Idee gekommen, bevor es zu spät war?

„Was ist denn?“ fragte sie, als hätte sie noch nicht genug getan, um ihre Hilflosigkeit zu demonstrieren. „Geht es Ihnen gut? Brauchen Sie irgendwas?“

Der lange schrille Schrei des Mannes war zum Ende hin leiser geworden, und nun war nur noch ein leises Röcheln übrig. Er sah sich mit glasigen Augen um, schien aber noch nicht tatsächlich etwas wahrzunehmen.

„Können Sie mich hören?“ fragte Claire. „Geht es Ihnen gut?“

Er drehte seinen Kopf langsam zu ihr, sodass seine Augen nun zwar in ihre Richtung zeigten, aber er sah sie immer noch nicht richtig an.

„Hallo? Hören Sie mich?“ fragte sie.

Er öffnete seinen Mund, schloss ihn dann aber wieder, und nickte nur langsam.

Allmählich schien auch sein Blick zu fokussieren.

Claire hielt eine Hand vor sein Gesicht.

„Können Sie mir sagen, wie viele Finger sie sehen?“

Das fragten die Leute im Fernsehen immer. Sie hatte keine Ahnung, was genau sie mit der Antwort anfangen sollte, aber das Prinzip war ja eigentlich einfach: Wenn er eine falsche gab, deutete das auf irgendein Problem hin, und wenn nicht, dann war alles in Ordnung. Naja. Hoffentlich.

„Ich…“ murmelte er. „Nein, wo? Nein! Nein!“ Er klang schon wieder immer aufgeregter, und Claire sah einen neuen Schreikrampf kommen, deswegen griff sie seine Schulter etwas fester und schüttelte ihn sanft.

„Bitte beruhigen Sie sich“, sagte sie, und dachte, dass sie selbst weder ruhig noch beruhigend klang. Sie atmete tief durch und wiederholte: „Bitte beruhigen Sie sich. Sie sind nicht in Gefahr. Wir sind hier eingesperrt, aber bisher hat uns niemand bedroht, und… Was… ist… Oh…“

Prima. Er faltete seine Hände – nicht nur die Handflächen zusammen, sondern die Finger miteinander verschränkt, so dass seine Hände so etwas wie eine Faust bildeten, und begann, aufgeregt vor sich hin zu flüstern.

„…Himmel… Reich komme… Erden…“ verstand sie.

Wundervoll. Noch jemand, der ihr eine große Hilfe sein würde, bei was auch immer ihnen bevor stand.

Ihre Hoffnungen ruhten jetzt also auf einem sechsjährigen Jungen und einem punkigen Teenager. Oder nannte man solche Leute Goths? Emos? Claire hatte keine Ahnung, aber sie nahm sich vor, dem Mädchen möglichst offen und vorurteilsfrei gegenüberzutreten. Sie war womöglich die einzige hier, mit der man halbwegs vernünftig reden konnte.

Naja, vielleicht war es auch ein bisschen zu früh, den betenden Mann aufzugeben. Er hatte jeden Grund, ein bisschen neben sich zu stehen.

„Geht es Ihnen gut?“ fragte sie noch einmal. „Sind Sie… Ich meine… Alles in Ordnung?“

Erst dachte sie, er würde gar nicht reagieren und wollte sich gerade von ihm abwenden, da hob er langsam den Kopf und öffnete seine Augen.

„Ich habe Dinge gesehen“, sagte er. „Schreckliche Dinge…“

Claire öffnete ihren Mund, aber dann wurde ihr klar, dass sie noch gar nicht wusste, was sie sagen wollte.

„Ähh… Vielleicht hatten sie einen schlechten Traum?“ schlug sie schließlich vor. Bitte, mach, dass er nur schlecht geträumt hatte.

Er zog seine zitternden Mundwinkel zu einem furchtsamen Versuch eines Lächelns empor. „Hoffentlich. Wo… sind wir hier?“ fragte er, während er seinen Blick durch die Betonkammer schweifen ließ.

Claire war erleichtert, dass er so allmählich die Welt um sich herum zur Kenntnis zu nehmen schien.

„Ich weiß nicht“, antwortete sie.

„Aber warum wir nicht raus können, das weiß sie“, knurrte der Riese mit der Kurzhaarfrisur. „Fragen Sie sie mal.“

Sie erwiderte den misstrauisch verwirrten Blick des Mannes mit einem müden Lächeln.

„Ich habe die Tür wieder geschlossen, weil mir jemand gedroht hat, uns sonst alle zu töten.“ Die Stimme aus dem Lautsprecher hatte nicht ausdrücklich ‚alle‘ gesagt. Aber sie hatte es bestimmt so gemeint, oder? „Außerdem ist hinter der Tür sowieso nur noch eine Tür. Wir wären trotzdem genauso eingesperrt, wie wir es jetzt sind.“

Der Riese schnaubte wütend, und der Schwarze schien immer noch verwirrt.

„Warum… War die Tür denn offen, und wer hat Ihnen gedroht? Was hat das alles hier zu bedeuten?“

Gut. So langsam schien er wirklich zu sich zu kommen.

„Es gibt hier anscheinend irgendwo einen Lautsprecher. Warten Sie einfach ab. Sie hat gesagt, wenn alle wach sind, erklärt sie es. Ich weiß auch nicht, wo wir sind. Ich weiß überhaupt nicht viel mehr als Sie.“

Das war natürlich nicht die ganze Wahrheit. Sie wusste, dass das hier anscheinend eine Art Versuchsanordnung war, und dass sie sich anscheinend in Räumen der Bright Outlook Laboratorien befanden, und noch ein paar andere Details. Aber erstens würden die niemandem helfen, zweitens würden es sowieso alle noch einmal hören, und drittens wusste sie noch nicht mal, ob es überhaupt wirklich stimmte.

„Wer… sind Sie?“ fragte er. „Wie sind Sie hierhergekommen?“

„Ich weiß nicht“, antwortete Claire. „Also, wie ich hierhergekommen bin. Ich bin Claire.“

Sie hielt ihm ihre Hand hin, und er schüttelte sie. Sein Griff war sehr schwach, seine Hand kalt und schweißnass.

„Nelson Jeffries“, sagte er.

„Claire Prescott.“ Irgendwie hatte er durch eine hochgezogene Augenbraue und die Betonung seines eigenen Nachnamens unmissverständlich ausgedrückt, dass er sie nicht Claire nennen würde.

Sie beschloss, das als Zeichen einer liebenswürdig altmodischen Haltung zu nehmen statt als kleinliches Herumreiten auf sinnlosen Formalitäten. Es waren nicht zu viele potentielle Freunde in diesem Raum mit ihr, und es schien ihr keine gute Idee, die Anzahl ohne zwingenden Grund weiter zu reduzieren.

„Hat die Person, mit der Sie Kontakt hatten, Ihnen einen Namen genannt, Miss Prescott?“

Du weißt, dass du alt wirst, wenn du anfängst, dich über Leute zu freuen, die dich ‚Miss‘ nennen, dachte Claire.

„Mrs.“ korrigierte sie trotzdem. Er hatte angefangen.

Er nickte, und stand auf, umständlich und unsicher. Er blickte in Richtung Decke, als würde er etwas suchen.

„Hören Sie mich?“ fragte er. „Warum halten Sie uns hier fest? Wer sind Sie? Lassen Sie uns umgehend frei!“

Claire wartete ein paar Sekunden. Vielleicht, weil sie es so taktvoller fand, vielleicht, weil sie insgeheim hoffte, dass jemand ihm antworten würde.

„Sie hat gesagt, dass sie uns nicht hören kann“, sagte sie schließlich.

„Und natürlich würden die uns hier niemals anlügen, was?“ sagte der riesige Kerl mit dem Bürstenschnitt. „Das wäre nicht fair.“

„Wie ist Ihr Name, bitte?“ fragte Nelson Jeffries ihn.

„Branco Tarassow“, antwortete der große Mann.

„Nelson Jeffries.“

„Ich hab’s beim ersten Mal gehört.“

Jeffries nickte und wandte sich wieder an die Leuchtstoffröhren: „Antworten Sie mir! Warum halten Sie uns hier gefangen? Wer sind Sie?“

„Ohh… ma tête… Maman? Maman, j’ai mal à la tête…“

Der Junge war aufgewacht. Claire drehte sich zu ihm um.

„Was hast du gesagt?“

Er unter den Strähnen seiner dunkelblonden Moppfrisur in das grelle Licht der Leuchtstoffröhren. Seine Augen waren kräftig blau. Claire mochte ihn auf den ersten Blick. Wieder das mit den dummen Vorurteilen.

„Ohhh maman, j’ai des maux de tête.“

„Ist das… Französisch?“

„Er hat gesagt, dass er Kopfschmerzen hat.“

Für einen Moment starrte Claire Branco an, vielleicht noch erstaunter davon, wie sehr sie sich von ihren Vorurteilen hatte gefangen nehmen lassen als davon, dass er Französisch konnte.

Wie schnell sowas doch geht, dachte sie. Woher weiß ich, dass nicht Branco ein Philosophieprofessor ist, und Nelson Jeffries Taxifahrer? Und wie komme ich eigentlich auf die Idee, dass ein Taxifahrer nicht auch Französisch sprechen könnte? Traurig war das.

„Danke“, antwortete sie. „Können Sie ihn fragen, ob es schlimm ist, und ob ihm sonst noch was weht tut? Ich nehme an, dass es bei ihm auch nur die Drogen sind, aber wir sollten vielleicht sicher gehen.“

Was, wenn er Diabetiker war und Medikamente brauchte? Oder einer der anderen? Würde jemand ihnen die Medikamente bringen, die sie brauchten? Claire hatte so einen Verdacht, dass die junge Frau mit der freundlichen Mädchenstimme einfach zusehen und fröhlich weiterplappern würde, während sie langsam und qualvoll starben.

Branco stand auf und gab dabei ein Stöhnen von sich, bei dem Claire sich nicht sicher war, ob es Genervtheit ausdrücken sollte, oder ob es einfach nur ein Großer-Schwerer-Mann-steht-auf-Stöhnen war.

Er stellte sich mit in die Hüften gestemmten Fäusten vor dem Jungen auf.

„Eh!“ bellte er, und Claire bereute schon, ihn gefragt zu habe. „Tout va bien?“

Der Junge sah mit einem furchtsamen, Mitleid heischenden Blick zu ihm auf und antwortete etwas, aber Claire verstand kein Wort.

Nicht nur, weil sie kein Französisch sprach, sondern auch, weil der Lautsprecher sich wieder mit einem deutlichen Knacken einschaltete und die jugendliche Stimme des Mädchens von vorhin wieder erklang:

„So, endlich. Jetzt aber: Die Bright Outlook Laboratorien heißen Sie in dieser Versuchsanordnung willkommen und bedanken sich bei Ihnen für Ihre Bereitschaft, sich uns freiwillig als Versuchspersonen zur Verfügung zu stellen.“ Sie las sehr schnell und noch deutlich monotoner als vorhin. „Die Bright Outlook Laboratorien weisen Sie darauf hin, dass es keinen Grund zur Besorgnis darstellt, wenn Sie sich nicht erinnern können, das Teilnahmeformular unterzeichnet zu haben. Es handelt sich dabei um eine regelmäßig auftretende Nebenwirkung der Psychopharmaka, die wir Ihnen verabreicht haben, damit Sie das Teilnahmeformular unterzeichnen. Die unterzeichneten Teilnahmeformulare liegen mir vor und können von Ihnen nach Abschluss der Tests eingesehen werden.“

Branco, Jeffries, der Junge und sogar die schwarzhaarige junge Frau starrten fassungslos in Richtung der Kamera. Die junge Frau hatte sich auf ihren Ellenbogen halb aufgerichtet. Claire hatte den Vortrag ja schon gehört, deswegen betrachtete sie lieber ihre Mitgefangenen. Es gab ja ohnehin sonst nichts zu sehen.

„Die Bright Outlook Laboratorien weisen Sie darauf hin, dass als weitere regelmäßig auftretende Nebenwirkungen Gleichgewichtsstörungen, Verdauungsbeschwerden, Clusterkopfschmerz, Taubheit in oberen und unteren Extremitäten sowie Halluzinationen… auftreten können. Das ist aber blöd formuliert. Hm. In seltenen Fällen kann es auch zu Nierenversagen, Herzrasen oder irreversiblem Hirnschaden kommen. Sollten Sie Symptome der bezeichneten Nebenwirkungen bei sich feststellen, versuchen Sie bitte nicht, die Versuchsleitung darauf hinzuweisen, da die Versuchsparameter eine Kommunikation von Ihnen zur Versuchsleitung ausschließen. Sollten Sie bei sich Symptome anderer, noch nicht bekannter Nebenwirkungen bei sich feststellen, führen Sie diese bitte unbedingt nach Versuchsende in Ihrem Evaluationsbogen auf, da diese Information uns helfen kann, die Versuchserfahrung für zukünftige Teilnehmer zu optimieren. Sollten Sie an anderen Teilnehmern Symptome bisher noch nicht bekannter Nebenwirkungen beobachten, führen Sie diese bitte unbedingt nach Versuchsende in Ihrem Evaluationsbogen auf, falls diese Teilnehmer nach Versuchsende nicht mehr in der Lage sein sollten, den Evaluationsbogen auszufüllen.

Die Bright Outlook Laboratorien weisen Sie darauf hin, dass es zu den üblichen Testprotokollen der Bright Outlook Laboratorien gehört, verdeckte eigene Mitarbeiter als Versuchspersonen auszugeben. Während die Bright Outlook Laboratorien nicht in jedem Fall solche verdeckten Mitarbeiter einsetzen, können wir Ihnen garantieren, dass an jedem Experiment mindestens eine echte Versuchsperson teilnimmt.“

Einige Sekunden herrschte Schweigen.

„So. Das war eigentlich alles“, sagte die Stimme aus dem Lautsprecher.

Claire fuhr sich mit einer Hand durch ihr Haar und zeigte auf die noch verschlossene Tür.

„Oh, tut mir Leid, vergessen.“

Mit einem leisen Klick öffnete sich das Schloss, und die Metalltür in den nächsten Raum schwang langsam auf.

****************************************

„Où sommes-nous? Qu’est-ce que c’est? Où est maman?“

Hm. Ja. Fantastisch. Natürlich, lauft alle in den neuen Raum und lasst die Frau mit dem Kind zurück. Klar, sie spricht nicht seine Sprache, aber sie ist eine Frau, wer sonst könnte sich um das Kind kümmern?

Die Welt war so unfair.

„Où sommes-nous? Qui es-tu?“

Claire stand auf und streckte ihm ihre Hand entgegen.

„Komm mit. Wenn wir mit rübergehen, kriegen wir vielleicht den großen bösen Onkel dazu, dass er wieder für uns dolmetscht.“

Der Junge sah sie ein paar Sekunden lang skeptisch an, nahm aber schließlich ihre Hand und folgte ihr durch die offene Tür zu den anderen.

„Qu’est-ce qui se passe? Je ne comprends pas!”

“Ich auch nicht”, murmelte sie, “Wir alle nicht.“

Branco stand vor dem Eingabefeld neben der nächsten Tür und verdeckte es fast völlig. Die schwarzhaarige junge Frau neben ihm verbarg den Rest des Feldes vor Claires Blick.

Jeffries war in der Mitte des Raums stehen geblieben und starrte die Kamera an der Wand an, als würde er versuchen, die Entführer durch die schiere Gewalt seiner moralischen Entrüstung zur Kapitulation zu bewegen.

„Und jetzt?“ fragte die Schwarzhaarige. Auch ihre Stimme klang jugendlich, aber trotzdem ganz anders als die aus dem Lautsprecher. Weniger mädchenhaft, etwas dunkler, und ein bisschen mauliger. Ihre Nase war sehr schmal. Es sah aus, als könnte man damit Tomaten schneiden.

„Darf ich mal sehen?“ fragte Claire.

Branco drehte sich zu ihr um, verdrehte die Augen und trat zur Seite. Die junge Frau schien sie gar nicht zu beachten und sah weiter mit in die Hüften gestemmten Fäusten das Ziffernfeld an.

Claire hatte natürlich auch keine Ahnung, wie es weiter gehen sollte, sie war nur neugierig. Hatte die Stimme aus dem Lautsprecher nicht gesagt, dass sie ihnen einen Hinweis geben würde, wie es weiterging? Vielleicht hatte sie es wieder vergessen. Sie daran zu erinnern, hatte natürlich keinen Sinn, denn sie konnte sie ja nicht hören, oder tat zumindest aus irgendeinem sonderbaren Grund so.

Claire sah nichts weiter als ein Eingabefeld, wie bei einem Geldautomaten, mit zehn Ziffern und drei Tasten daneben, eine für Eingabe, eine für Korrektur und eine für Abbruch.

Außerdem…

„Was ist das?“

Über den Tasten befanden sich vier geometrische Symbole: eine kurze Linie, ein Dreieck, ein Pentagon und ein Heptagon.

„Irgendein Logo, oder?“ antwortete die Schwarzhaarige. Ihrem Tonfall nach war das ‚Oder‘ nicht als echte Frage gemeint, sondern eher eine Gewohnheit, über die sie nicht weiter nachdachte. Wahrschein endeten viele ihrer Sätze damit.

„Oder ein Hinweis“, murmelte Claire.

„Qu’est-ce que ce’est?“

„Ta gueule, nains. Essayerons penser ici.“

Claire verstand nicht, was der Riese geantwortet hatte, aber es klang sehr unfreundlich.

Sie wollte sich zu ihm umdrehen und ihn ermahnen.

Sie wollte wirklich für den Jungen Partei ergreifen.

Aber sie erinnerte sich wieder daran, dass sie hier drin allein waren, und dass niemand sie beschützen würde, wenn Branco beschloss, ihr ein bisschen Respekt einzuflößen.

Sie biss ihre Zähne zusammen und starrte weiter auf die geometrischen Figuren. Gehörte die Linie überhaupt dazu? Die passte nicht in die Reihe, richtig? War das ein Hinweis?

„Wer sind Sie?“ hörte sie Jeffries hinter sich rufen. „Warum halten Sie uns hier fest? Lassen Sie uns gehen!“

Branco stöhnte. „Und du halt auch die…“

Das Knacken des Lautsprechers unterbrach ihn.

„Die Bright Outlook Laboratorien machen Sie darauf aufmerksam, dass Ihr Entkommen aus dieser Testkonfiguration Bestandteil der Ver… Ver-suchs-pa-ra-me-ter -Verdammt!- ist. Um Ihre Testerfahrung zu optimieren, haben wir dennoch an verschiedenen Stellen gefährdende Elemente installiert, die unter Umständen dazu führen können, dass nicht alle Versuchsteilnehmer die in den Versuchsparametern vorgesehenen Voraussetzungen erfüllen können. Die gefährdenden Elemente werden in der Regel nicht ausgelöst, wenn Sie eine Aufgabe korrekt bewältigen. Viel Erfolg!“

„In der Regel“, knurrte Branco. „Was heißt das?“

Natürlich bekam er keine Antwort.

„Ich denke, wir sollten ihr Spiel nicht mitspielen“, sagte Nelson Jeffries. „Wir sind hier gegen unseren Willen. Wir sind entführt worden. Wir sollten nicht mit diesen Leuten kooperieren.“

Branco sah ihn an, als hätte er gerade vorgeschlagen, Topfschlagen zu spielen.

„Sondern?“ fragte er. „Willst dich einfach hier auf den Boden setzen und warten, bis es ihnen zu blöd wird, oder was?“

Das schwarzhaarige Mädchen schnaubte belustigt.

„Oder glaubst du, dass jeden Moment ein SWAT-Team die Tür aufsprengt und den ganzen Laden hier aushebt? Überraschung: Wir sind mehr in Kentucky, Onkel Tom!“

Jeffries‘ Mund klappte auf, und er trat zwei Schritte zurück, empört nach Luft schnappend.

„Qui êtes-vous?“

„Kann jemand das Kind abstellen? Sonst mache ich das nämlich.“

„Niemand spricht Französisch außer Ihnen. Und Sie würden nicht im Ernst einem verängstigten verwirrten Sechsjährigen weh tun, nur weil er fragt, wo er ist, oder?“ erwiderte Claire, obwohl sie sich nicht ganz sicher war, woher sie den Mut nahm.

„Er hat nicht gefragt, wo er ist. Er hat gefragt, wer wir sind. Und du würdest nicht im Ernst gegenüber einem verängstigten verwirrten Kerl wie mir noch mal eine dicke Lippe riskieren, oder?“

Claire schluckte. Sie weigerte sich, ihm die Genugtuung zu geben, jetzt einfach den Schwanz einzuziehen, aber sie wagte auch nicht, ihn noch weiter zu provozieren.

Ihr Blick flackerte kurz zu der schwarzhaarigen jungen Frau. Sie beobachtete Claire und Branco mit leicht zusammengekniffenen Augen. War sie noch unentschlossen, ob sie eingreifen sollte? Wartete sie nur, bis sie sicher sein konnte, sich auf die Seite des Gewinners zu schlagen? Konnte es irgendeinen Zweifel geben, welche Seite gewinnen würde?

„Das ist doch eigentlich eine gute Frage“, sagte Claire, so fröhlich und unbeschwert sie konnte. „Und wir können sie sogar beantworten. Im Ernst, wäre es nicht für uns alle gut, wenn wir wüssten, mit wem wir es zu tun haben?“

Branco wischte mit einer Hand durch sein Gesicht und betrachtete Claire nachdenklich über seine Finger hinweg, während er darüber nachdachte, ob er sie damit durchkommen lassen sollte, oder ob er lieber die Gelegenheit nutzten sollte, ihr Manieren beizubringen.

Der Junge starrte ihn mit großen Augen an. Obwohl er nichts verstand, war ihm offenbar klar geworden, dass hier gerade eine wichtige Entscheidung fiel, und dass es nicht der Zeitpunkt war, seine Frage noch einmal zu stellen.

Damit war er schon mal erheblich klüger als Claires Söhne zusammengenommen, Daumenlutscher oder nicht.

„Na gut“, sagte Branco schließlich. „Zufällig jemand hier, der elektronische Codeschlösser knacken kann?“

Keine Antwort.

Claire stellte sich vor den anderen auf und versuchte, ihre Blicke zu fangen. Jemand musste ja den Anfang machen.

„Ich bin Claire Prescott. Ich bin…“

Oh. Ja. Super, Claire. Ganz große Klasse. Das hast du mal wieder prima hinbekommen. Und jetzt?

Lesegruppenfragen

  1. Würdet ihr mitspielen? Warum oder warum nicht?
  2. Was glaubt ihr, wie viele echte Versuchsteilnehmer in der Gruppe sind?
  3. Wie kommt das Kind so bei euch an?
  4. Findet ihr, dass Claire zu vorlaut ist? Oder vielleicht zu feige?

Interaktivitätsfragen

A) Soll hinter der nächsten Tür wirklich eine Belohnung warten?
B) Wer soll das nächste Rätsel lösen?
C) Wollt ihr gerne, dass Lora eher mit Claire kooperiert, oder soll sie lieber distanziert bleiben?
D) Soll Claire die Wahrheit über ihren Beruf sagen?

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22 Responses to Bright Outlook (2)

  1. madove sagt:

    *freu*

    1) Wahrscheinlich schon. Im Moment haben wir ja nichts besseres zu tun, wollen die Verscuhsleiter nicht gegen uns aufbringen und mehr offene Türen ist immer gut.

    2) Das ist ein cooles Konzept des Erzählers/Versuchsleiters, sofort auf potenzielle Maulwürfe hinzuweisen; Mißtrauen säen und so. Ich glaube im Moment, bei keinem daran, würde also allen trauen, tippe aber statistisch auf einen.

    3) Naja, es nervt halt und braucht Versorgung. Kind eben. Aber immerhin ist es schlau genug im richtigen Moment die Klappe zu halten. Ich bin mal gespannt, wie es in der Geschichte funktioniert.
    Und es zeigt uns, daß Du Französisch (oder google Translator) kannst, sogar mit tollem Plural und so.

    4) Zu vorlaut auf keinen Fall. Zu feige (für allgemeine Ansprüche) bestimmt, aber das erleichtert mir die Identifikation 😉

    a) Ja schon, sonst geht die Motivation ja völlig in den Keller und alle zerfleischen sich gegenseitig. Aber natürlich nur eine kleine, und bestimmt ein neues Problem.

    b) Lora (ist das Absicht, daß der Name nirgends im Text, wohl aber in den Fragen auftaucht?) vielleicht? Die hält sich bisher so im Hintergrund.

    c) Ich würd sie noch ein bißchen distanziert lassen, dann können sie sich, wenn irgendwann mal ein besonders schweres Rätsel oder eine existenziell bedrohliche Situation ist, umso wirkungsvoller verbrüdern…dings.

    d) Ja.

  2. Guinan sagt:

    1. Ja, um mehr herauszufinden. Erstmal ganz lieb und brav spielen, um die Versuchsleiter einzulullen.
    2. Momentan vermute ich, nur die Schwarzhaarige ist ein Maulwurf, weil nur sie überlegt genug handelte und sich schlafend stellte.
    3. Ich bin noch unentschlossen, ob ich ihn mag.
    4. In dieser Folge hat sie mich etwas genervt,ohne dass ich nun genau sagen könnte, woran das liegt.
    a) Ja. Weil ich neugierig bin, wie das Belohnungssystem aussieht,
    b) Der Junge, um ihn mehr ins Spiel zu bringen und ihn besser kennenzulernen.
    c) Distanziert, beobachtend. Sie sollte sich noch etwas mehr verdächtig machen.
    d) Ja. Ich vermute, ihr Beruf birgt Konfliktpotential?

  3. Günther sagt:

    1) Bevor ich anfange, mich in dem Hamsterrad abzustrampeln, in das ich gegen meinen Willen gesteckt wurde, würde ich lieber erstmal versuchen, ein paar Informationen zu sammeln. Also wie Claire es schon macht… wer jeder ist, wo er herkommt, mögliche Verbindungen zwischen den „Versuchsteilnehmern“.

    2) Besonders perfide wäre es ja, wenn niemand ein „Maulwurf“ ist.

    3) Interessant, dass es als einzige Person nicht englisch spricht. Und blöd für es, dass ausgerechnet der Russe es als einziges versteht.

    4) Tendenziell eher zu feige. Man kann doch nicht immer den Schwanz einziehen, nur weil der Typ ein Fleischberg ist.

    A) Ja, aber was sehr kleines. Oder wie madove schon schreibt etwas, was neuen Stress auslöst… z.B. nicht genug Belohnung für alle?

    B) Der Junge.

    C) Vorsichtig kooperierend.

    D) Wir kennen den Beruf noch nicht oder? Schwer zu sagen… im Zweifelsfall die Wahrheit, sie will ja auch von den anderen die Wahrheit wissen.

  4. Muriel sagt:

    @madove:

    Und es zeigt uns, daß Du Französisch (oder google Translator) kannst, sogar mit tollem Plural und so.

    Schön, dass es jemandem auffällt. Ist alles selbst übersetzt. Ob das zu besseren oder schlechteren Ergebnissen führt als der Translator, wird sich zeigen.

    Lora (ist das Absicht, daß der Name nirgends im Text, wohl aber in den Fragen auftaucht?) vielleicht?

    Nein, das ist ein Versehen. Ich schräb die Fragen, bevor ich mich endgültig entschieden hatte, wo der Schnitt hingehört, und habe dieses Detail dann übersehen.

    @Guinan:

    Momentan vermute ich, nur die Schwarzhaarige ist ein Maulwurf, weil nur sie überlegt genug handelte und sich schlafend stellte.

    Und das kommt dir nicht ein bisschen offensichtlich vor?

    b) Oha. Ich hoffe mal insgeheim, dass du dafür keine Mehrheit findest.

    d) Das kommt unter anderem auf das Ergebnis hier an. Wenn ihr entscheidet, dass sie die Wahrheit sagen soll, ist sie wahrscheinlich keine Auftragsmörderin, und wenn sie lügt, ist sie wohl eher keine Konditorin. Aber irgendwie interessant wird es sicherlich schon, sonst wäre die Frage ja witzlos.

    @Günther:

    Man kann doch nicht immer den Schwanz einziehen, nur weil der Typ ein Fleischberg ist.

    Hast du ’ne Ahnung!

    B) Macht keinen Quatsch, Leute.

  5. Guinan sagt:

    @Muriel: „Und das kommt dir nicht ein bisschen offensichtlich vor?“

    Ich stelle mir das so vor: Erst sind wir und die Versuchspersonen ganz sicher, dass sie die Eingeschleuste ist, dann überzeugst du alle, dass sie ein absolutes Engelchen ist, und zum Schluss bringt sie alle um oder so.

  6. Muriel sagt:

    Ich denke darüber nach.

  7. 1. Ja. Begründung siehe madove und Guinan. Die Frage wäre natürlich, was geschehen würde, wenn man sich weigert. Irgendwann wird Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme sicher auch ein Problem (natürlich abhängig von der Versuchsdauer), insofern erstmal mitspielen, bis sich vielleicht die Gelegenheit bietet, dem Versuchsprozedere zu entkommen.

    2. Ich gehe von mindestens einem „Schläfer“ aus. Immerhin bietet sich derjenige als „Endgegner“ an. Aber wahrscheinlich folge ich nur dem Hollywood 0-8-15-Prinzip und liege total daneben…

    3. Bis jetzt gut. Bietet, denke ich, gewisse emotionale, dramaturgische und moralische Möglichkeiten.

    4. Zu feige. Sie wirkt bis jetzt ziemlich tough. Und irgendjemand muss dem „Riesen“ Einhalt gebieten.

    A) Ein Kuchen!

    B) Der Junge. Nachdem der „Riese“ daran verzweifelt ist. Oder der Junge rettet dem Riesen das Leben, indem er irgendeinen Schalter betätigt, an den nur er mit seinen zierlichen Händen rankommt. Oh, da ist es wieder, das Hollywood 0-8-15-Prinzip…

    C) Ganz klar distanzierte Kooperation. Bisher weiß ja niemand, ob er dem anderen trauen kann.

    D) Nein. Die Wahrheit über ihren Beruf soll im Laufe der Geschichte ‚rauskommen. Außer sie ist der Maulwurf, dann sag es uns bitte gleich, Muriel…

  8. Ich schreib jetzt auch mal was dazu, nachdem das das der erste deiner Fortsetzungsromane ist, den ich aktiv mitverfolge 🙂

    1. Nachdem noch nicht klar ist, wie die Folgen sind, wenn man sich weigert mitzuspielen – ja. Man kann ja vielleicht ein bisschen die Grenzen austesten, um herauszufinden, wie weit die Versuchsleiter bei Ungehorsam gehen würden.

    2. Keine Ahnung, ich könnte mir auch vorstellen, dass das nur gesagt wurde, um Unfrieden in der Gruppe zu sähen.

    3. Weiß ich noch nicht. Ich bin eigentlich nicht der große Fan von Kindern in Geschichten, da die Hauptpersonen dann oft zu sehr in die Mutterrolle gedrängt wird. Aber mal abwarten, bisher scheint das Kind ganz in Ordnung zu sein.

    4. Weder noch. Da mir Lora bisher mehr wie die vorlaute Figur in der Geschichte scheint, ist es ganz angenehm, dass Claire einen Gegenpol dazu bildet.

    A) Ich fände es ganz nett, wenn es zwar eine Belohnung gäbe, aber nur für den, der das Rätsel löst. So entsteht eine Konkurrenzsituation innerhalb der Gruppe und es birgt gleichzeitig Konfliktpotential – was passiert z.B., wenn eine Person ihre Belohnung jemand anderem überlässt? Oder teilt? Was passiert, wenn die Belohnung für jemand anderem wichtiger wäre als für den Belohnten oder für beide sehr wichtig (z.B. Medikamente)?

    B) Bloß nicht der Junge. Ich bin für den Russen, so könnte er abseits des Bildes des tumben grobschlächtigen Russen eine neue Facette bekommen.

    C) Weder noch, eine Kooperation mit jeweils demjenigen, der ihre Interessen am besten vertritt, wäre am besten.

    D) Ja, aber nicht die volle Wahrheit. Einige, gerne auch entscheidende Details sollten erst später von den anderen aufgedeckt werden.

  9. Muriel sagt:

    @attentiveobserver: A) Feine Idee, aber irgendwer hatte die schon vor mir…
    B) Grr.
    D) Ist nicht dein Ernst, oder?
    @nothingelse89: Immer schön, mal wieder von dir zu hören. Auch für die anderen Romane ist es übrigens nicht zu spät. Just sayin.
    A) Ich habe da schon so eine Idee.
    B) Ist was dran. Aber die Mehrheit scheint gegen uns.

  10. @Muriel:
    A) Und genau deswegen rechnet niemand damit. Oder jeder. Außerdem kann man gute Ideen ruhig adaptieren. Mach aus dem Kuchen ’nen Keks. Oder ein Französischwörterbuch.
    B) Hrmpf.
    D) Natürlich nicht… 🙂

  11. Aber es ist so klischeehaft, wenn das Kind das erste oder das letzte entscheidende Rätsel löst und so alle rettet. Das passiert ungefähr in jedem Buch und in jedem Film, in dem Kinder mitspielen. Währenddessen hat der große böse Russe normalerweise immer das Haudrauf-Image, der versucht, alles mit Gewalt zu lösen. Es wäre schön, wenn er diesmal auch über Intelligenz verfügen würde. Deshalb solltest du dich über die Mehrheit hinwegsetzen 😉

  12. Muriel sagt:

    @nothingelse89: Deine Argumente haben was für sich, aber wenn ich erst einmal anfange, mich über demokratisch getroffene Entscheidungen hinwegzusetzen, wo soll das enden?
    Quis custodes custodiet?

  13. Ich hab die Interaktivitätsfragen eigentlich mehr als Inspiration für dich gesehen, als Kreativitätsanstoß. Wenn dir die Entscheidung der Leser gegen den Strich geht (ist bei der Rätselgeschichte anscheinend so), schadet das mMn der Geschichte.
    Und keine Sorge, ich überwache das schon 😉

  14. Muriel sagt:

    Ich hab die Interaktivitätsfragen eigentlich mehr als Inspiration für dich gesehen, als Kreativitätsanstoß.

    Nein. Ich unterwerfe mich hier bedingungslos dem Diktat der Mehrheit, was inzident (s.o.) den Vorteil mit sich bringt, dass

    Wenn dir die Entscheidung der Leser gegen den Strich geht (ist bei der Rätselgeschichte anscheinend so), schadet das mMn der Geschichte.

    ich mich jeder Verantwortung für die Geschichte entledigen kann.

    Und keine Sorge, ich überwache das schon

    Du bist dann quasi mein BVerfG?
    Hm…

  15. Genau, ich sehe das als Übung 😉
    Naja, schade. Dann wird es wohl darauf hinauslaufen, dass die überlegene Weisheit des Kindes das Rätsel lösen wird. Später wird es wahrscheinlich das Leben des grobschlächtigen Russen retten wird, woraufhin dieser ein ganz neuer, zartfühlender Mensch wird und alle in Liebe und Harmonie leben. Oder so.
    Ich sehe schon, ich muss ganz dringend selbst mal wieder etwas schreiben. Meine Kreativität schlägt Blasen und ich habe lauter Ideen (natürlich nicht die eben genannten) für eine Geschichte, die nicht mal meine ist 😀

  16. Muriel sagt:

    Ich würde mitlesen.

  17. Guinan sagt:

    Ich auch. 🙂

  18. […] nicht, eure Stimmen zu Bright Outlook abzugeben. Vergesst nicht: Jede nicht abgegebene Stimme ist eine Stimme für den französischen Jungen. Die Zeit drängt. Bewerten: Teilen Sie dies mit:TwitterGefällt mir:LikeSei der Erste, dem dieser […]

  19. Joan sagt:

    1. Ein bisschen Grenzen austesten, dann bei der ersten Drohung vonseiten der Versuchsleitung kneifen und brav mitspielen.
    2. Ähnlich wie der attentive observer nehme ich mal an, dass es mindestens einen Maulwurf gibt, hielte aber auch zwei oder drei für möglich.
    3. Putzig.
    4. Da wir ja mitkriegen, wie sie jedesmal mit sich ringt, finde ich es bis jetzt okay. Noch vorlauter würde allerdings nicht mehr zu ihren inneren Kämpfen passen.

    A) Vielleicht irgendwas zweischneidiges. Etwas, das jemand oder mehrere brauchen, aber nicht reicht, was zu Verteilungskämpfen führt oder sonstwie die Gruppendynamik noch ein bisschen anheizt.
    B) Lora, die hat bis jetzt noch nicht viel gemacht.
    C) Dann könnte sie sich gleich auch kooperativ verhalten. Wer weiß, mit welchen Hinteregedanken…
    D) Nicht die ganze, damit ihr das später schön auf die Füße fallen kann.

  20. Muriel sagt:

    Ui, schön, doch noch ein Kommentar. Danke.
    Ich werte schon mal vorläufig aus. Falls jemand noch eine Stimme abgeben will, dürfte das aber bis morgen kein Problem sein. Heute schreib ich noch an Nimmermehr.
    A) 6 Ja, keine Gegenstimme..
    B) 2 Lora, 3 Junge, 1 Russe. Hinweis an die, die nicht wollen, dass es der Junge ist: Über dieses Ergebnis solltet ihr noch mal nachdenken.
    C) 2 distanziert, 2 kooperativ, 2 distanzierte Kooperation. Schönen Dank auch.
    D) 3 Ja, 1 Nein, 2 Nicht die ganze. Ich bin noch nicht sicher, was ich aus dem Ergebnis mache. Da ich eine Alternativfrage gestellt habe, neige ich dazu, „Nicht die ganze“ als „Nein“ zu zählen, denn „Nicht die ganze“ ist ja nun mal nicht die Wahrheit. Dann hätten wir aber immer noch ein Unentschieden.

    Ich bin für Anregungen wie immer nach allen Seiten offen.

  21. keoni sagt:

    Ich wurde nachdrücklich gebeten, hier als Tie Breaker aufzutreten. Also dann.
    A) Ich fände es interessanter, wenn hinter der nächsten Tür keine Belohnung oder jedenfalls keine wirklich erfreuliche, motivierende Überraschung versteckt wäre.
    B) Das Kind, weil ich schließlich Tie Breaker bin.
    C) Wenn Lora sich jetzt schon zu Beginn freundlich und hilfsbereit gegenüber Claire zeigen würde, entspräche das weder ihrer bisherigen Rolle besonders, noch würde es Claire gefallen, wenn sich dieses Klischee der zusammenhaltenden Frauen bestätigt finden würde. Sie soll also ruhig weiterhin nur abwarten und beobachten.
    D) Ich hätte gerne, dass sie flunkert.

  22. Muriel sagt:

    @keoni: Danke, das hast du gut gemacht. Das handhaben wir jetzt immer so. Neuer und voraussichtlich endgültiger Stand, weil irgendwann ja auch mal der nächste Teil erscheinen muss:
    A) 6 Ja, eine Gegenstimme.
    B) 2 Lora, 4 Junge… Äh… Moment. Keoni, das hast du dich nicht so gut gemacht. Manno. Und 1 Russe.
    C) 3 distanziert, 2 kooperativ, zwei distanzierte Kooperaton. Problem halbwegs gelöst.
    D) 3 Ja, 2 Nein, 2 Nicht die ganze. Immer noch nicht so ganz eindeutig, aber damit kann ich arbeiten.

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