Was passiert, wenn in der Sahara der Kommunismus eingeführt wird?

Vergesst concealed carry, vergesst Gewaltverbrechen, vergesst Waffenrecht, ab heute geht es bei überschaubare Relevanz nur noch um die Pharmaindustrie.

Oder so.

Die NYT berichtet:

Medicines to treat attention deficit hyperactivity disorder are in such short supply that hundreds of patients complain daily to the Food and Drug Administration that they are unable to find a pharmacy with enough pills to fill their prescriptions.

[…] Shortages, particularly of cheaper generics, have become so endemic that some patients say they worry almost constantly about availability.

[Dumme Witze bitte selbst einfügen. Und falls jemand das wirklich tun will: Ich schließe nicht aus, dass ich unter Umständen einen Preis für den besten vergebe.]

Nanu, fragt man sich, wie ist das denn möglich? Mangel an Rohstoffen? Meteoriteneinschlag auf einer Medikamentenfabrik? Eine Verschwörung der Pharmaindustrie?

Keineswegs, und jeder gute Liberale wird es natürlich geahnt haben, denn für die schlechte Versorgung mit kritischen Produkten gibt es ja eigentlich sowieso immer nur eine Erklärung: Die Bemühungen der Regierung, eine gute Versorgung mit kritischen Produkten sicherzustellen.

While the Food and Drug Administration monitors the safety and supply of the drugs, which are sold both as generics and under brand names like Ritalin and Adderall, the Drug Enforcement Administration sets manufacturing quotas that are designed to control supplies and thwart abuse. Every year, the D.E.A. accepts applications from manufacturers to make the drugs, analyzes how much was sold the previous year and then allots portions of the expected demand to various companies.

Und jetzt mal ganz abgesehen davon, dass ich natürlich sowieso für eine Abschaffung der DEA bin: In welchem sonderbaren Paralleluniversum ist es denn eine angemessene Idee, festzuschreiben, welches Unternehmen wie viel von einem bestimmten Produkt herstellen darf, um den Missbrauch dieses Produktes zu minimieren?

Ich meine, klar irgendwie reduziert man wahrscheinlich auch den Missbrauch, wenn man sicherstellt, dass es einfach nicht mehr genug von einem Medikament gibt.

Aber wäre es da nicht eine viel bessere Idee, stattdessen vernünftige Regeln über den Zugang zu dem fraglichen Medikament zu entwickeln und diese dann auch durchzusetzen? Wäre das gegenüber Produktionsquoten nicht nur ein wesentlich milderer Eingriff in die Rechte der Arzneimittelhersteller, sondern hätte außerdem noch den Vorteil auch tatsächlich zielgerichtet das Problem zu lösen, um das es angeblich geht?

Oder stehe ich auf dem Schlauch, und einer von euch kann mir vielleicht erklären, was die DEA sich da gedacht hat?

(Und wären Prduktionsquoten für Schusswaffen vielleicht auch eine Lösung für das andere große Missbrauchsthema?)

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16 Responses to Was passiert, wenn in der Sahara der Kommunismus eingeführt wird?

  1. Muriel sagt:

    Und weil ich niemand anderem die Genugtuung gönne, mich darauf hinzuweisen: Ja, ich weiß natürlich, dass dieser alte Witz in der Überschrift verkennt, dass die Sahara zu 80% eine Stein- und Geröllwüste ist und nur zu einem knappen Fünftel aus Erg besteht.

  2. madove sagt:

    Hm.
    Daß es bescheuert ist, bescheuerte Regeln zu machen, und sinnvoller, sinnvollere Regeln zu machen, da kriegen wir doch einen wunderbar harmonischen Konsens hin.
    Worauf willst Du darüberhinaus noch raus? (<- freundlich-sachlich-neugierig-unsarkastischer Tonfall)

  3. Muriel sagt:

    Es ging mir diesmal wirklich vor Allem darum, darauf hinzuweisen, wie unbegreiflich dumm ich diese Regelung fand, wo doch jeder weiß, was solche Regelungen wie diese bewirken.
    Ohne sonstige Hintergedanken. (möglichst unschuldiges, weltoffenes, wertekanonhaltiges Lächeln)

  4. malefue sagt:

    was los, muriel? woche der „ja, eh…“-posts, oder was?

    >>wertekanonhaltiges Lächeln<<
    da bist du jetzt aber schon ein bissl militant in deinem sarkasmus.

  5. Muriel sagt:

    was los, muriel? woche der „ja, eh…“-posts, oder was?

    Als ob das nicht jede Woche hier wäre. Ich dachte, vielleicht dankt’s mir jemand, wenn ich mal das Thema wechsle, aber das hat wohl nicht so geklappt.
    Ihr werdet sehen, was ihr davon habt.

  6. Guinan sagt:

    Bitte halte dich nicht weiter mit irgendwelchen unsinnigen Zeitungsartikeln auf. Jetzt konzentrier dich mal für ’ne Weile auf die wirklich wichtigen Dinge des Lebens.
    Soll heißen: Los jetzt, weiterschreiben, du hast Verpflichtungen gegenüber deinen Lesern!

  7. Muriel sagt:

    Meine Leser haben es bisher nicht mal geschafft, ein klares Abstimmungsergebnis zu liefern.
    Sprecht ihr mal über Verpflichtungen!

  8. malefue sagt:

    du hast ein sehr libysches verhältnis zur demokratie, was?

  9. Muriel sagt:

    Passt bloß auf. Ich bin kurz davor, mir eine neue Leserschaft zu suchen.

  10. Guinan sagt:

    Du meinst: Neu = besser als wir?
    Keine Chance, das gibt der Markt nicht her.

  11. Muriel sagt:

    Ein weiser Mann halt mal gesagt: The grass is always greener on the other side.
    Schach Matt, Guinan!

  12. Guinan sagt:

    Puuuh. Ich HASSE es zu verlieren.

  13. thehax sagt:

    Vielleicht sind die Quoten ja völlig in Ordnung, nur der Missbrauch komplett aus dem Ruder? 😉

  14. Muriel sagt:

    @thehax: Vielleicht. Aber ich erkenne keinen Grund, das so zu sehen.

  15. thehax sagt:

    Hence the 😉

  16. Muriel sagt:

    Mit nuancierter Kommunikation komme ich nicht klar.

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