Bright Outlook (6)

Es wird Zeit für eine neue Episode unseres eigentlich gerade aktuellen Fortsetzungsromans, und auch wenn die Zeit ein bisschen knapp war, hoffe ich, dass ihr das nicht allzu deutlich merkt und präsentiere euch das nächste Kapitel von Bright Outlook. Mir persönlich gefällt es ja wahnsinnig gut, aber euch fallen vielleicht die handwerklichen Mängel eher auf. Die Alternative wäre gewesen, euch noch eine gute Woche warten zu lassen. Egal, es ist soweit:

Was bisher geschah

Im ersten Kapitel erwacht Claire und lernt die erste der anderen Versuchspersonen fürchten.
Im zweiten Kapitel  erwachen auch alle anderen. Die Tür zum zweiten Raum öffnet sich (wieder), und Claire beginnt eine Vorstellungsrunde.
Im dritten Kapitel setzen die Versuchsteilnehmer die Vorstellungsrunde fort öffnen die Tür zum dritten Raum, und Mark wird von einer Polizistin angehalten.
Im vierten Kapitel holt Mark einen Republikaner und seinen Callboy, Branco nimmt Lora den Revolver weg, und die Versuchsteilnehmer öffnen eine weitere Tür.
Im fünften Kapitel holt Mark einen Occupy-Aktivisten, und die Versuchsteilnehmer demontieren eine der Überwachungskameras.
Was heute geschieht

„… und ich sagte: ‚Of course! Don’t you know anything about science?’”

Erwartungsvoll blickte Mark über den Esstisch hinweg von seiner Frau zu Jacky. Er erntete nur verständnislose, peinlich berührte Blicke.

„Schatz, du musst aufhören, dir diese komischen Videos anzusehen“, sagte Regina. „Du interessierst dich doch eigentlich nicht mal für Comics!“

Er schüttelte den Kopf, während er hastig sein Stück Roulade zu Ende kaute und herunterschluckte. „Ihr wisst nicht, was euch entgeht. Naja, jedenfalls hat keiner was gemerkt, und ich hab ihn problemlos ins Auto bekommen und dann ins Labor gefahren. Hat Spaß gemacht, oder, Jacky?“

„Ja, Daddy, das war lustig!“

Regina schaute nachdenklich auf eine Gabel Möhren und Erbsen.

„Ich finde es nicht gut, wenn du sie zu solchen… Anlässen mitnimmst.“

„Ich passe auf sie auf, Regina. Du weißt, dass du dich auf mich verlassen kannst. Außerdem glaubst du doch genauso wenig wie ich daran, sie vor der Realität schützen zu wollen. Irgendwann muss sie lernen, wie es da draußen läuft.“

„Stimmt schon aber…“ Sie schob die Gabel in ihren Mund und nutzte die Pause, um zu überlegen, wie genau sie es formulieren wollte. „Ich finde eben, sie ist zu jung“, sagte sie schließlich. „Stell dir vor, sie nimmt den Kram ernst, den diese Leute ihr erzählen, und irgendwann landet sie dann selbst in so einem Zelt vor einem Hochhaus, bemalt Schilder und prügelt sich mit Polizisten. Willst du das?“

Er zuckte schmunzelnd die Schultern. „Kommt es darauf an? Ist nicht viel wichtiger, was sie will? Wie ist das, Jacky? Wills du dich mit Polizisten prügeln?“

Regina verdrehte die Augen.

Jacky dachte nach, während sie kaute. „Wenn sie so gemein sind, wie die Polizeilady, die du Mittwoch entführt hast, dann ja. Ich finde, die sollte jemand verprügeln.“

Er hob seine linke Hand und wies mit einem ‚Siehst du?‘-Blick in Richtung seiner Frau auf Jacky.

„Genau so ist es!“ sagte er.

Regina zeigte ihm einen Vogel. „Aber deine Rouladen sind gut.“

„Ich hab‘ das Rezept von meiner Mutter“, antwortete er.

„Trotzdem.“

Ein leises Tschirpen aus Marks Tasche kündete vom Eintreffen einer E-Mail. Er zog seinen Blackberry hervor und las, zuerst mit neutralem Gesichtsausdruck, dann mit immer enger zusammengezogenen Brauen, und immer faltigerer Stirn.

„Schlechte Nachrichten?“ fragte Regina.

„Sozusagen“, murmelte Mark.

„Du wirst ja richtig blass! So schlimm? Wieder so ein… Unfall im Labor?“

Er schüttelte den Kopf. „Nein, das… ist es nicht. Ich muss mal einen Moment weg. Esst ruhig weiter, ich will nur kurz… telefonieren.“

Er stand auf, und Regina bemerkte, dass seine Knie zitterten, während er in sein Büro ging. Er schloss die Tür hinter sich.

„Was ist mit Daddy los?“ fragte Jacky.

„Ich weiß nicht genau“, antwortete Regina. „Arbeit.“

Jacky nickte wissend, als ginge es ihr auch dauernd so.

„Warum magst du Daddys Mami nicht?“

„Weil sie eine scheußliche Gewitterhexe ist, Liebling.“

„Ach so.“

Jacky wandte sich wieder ihren Rouladen zu.

„Warum?“ hörte Regina Mark durch die Tür zu seinem Büro hinweg rufen. Es war eine schalldämmende Tür. Er musste ziemlich laut sein, wenn sie ihn trotzdem verstehen konnte. „Aber … Nein, wir …“

Der Rest des Gesprächs war wieder zu leise, als dass sie hätte mithören können.

Als Mark aus seinem Büro zurückkehrte, hingen seine Schultern und sein Kopf, und sein Mund stand halb offen. Er atmete schwer und ging auf sie zu, als hingen Bleigewichte an seinen Füßen.

„Mark?“ fragte Regina, „was ist los?“

„Jacky, geh bitte auf dein Zimmer“, sagte er. Mark konnte sich gut verstellen, aber Regina kannte ihn gut genug, um die unterdrückten Tränen in seiner Stimme zu hören. Was war geschehen? „Mami und Daddy müssen sich unterhalten.“

Und dann verstand sie plötzlich.

Regina sprang auf. Ihr Blick irrlichterte von Jacky zu Mark zur Tür zu Marks noch halb vollem Teller zurück zu Jacky, die fragend zu ihr aufsah.

„Ja, Schatz“, sagte sie so ruhig sie konnte. „Geh auf dein Zimmer.“

„Ich hab noch gar nicht aufgegessen.“

„Bitte, Schatz, geh. Du kannst nachher weiter essen. Wir haben dich lieb. Beide.“

„Ja“, stimmte Mark ihr zu. „Wir lieben dich sehr.“

Jacky sah ihre Eltern an, als hätten sie den Verstand verloren, und natürlich musste es aus ihrer Sicht auch genau so aussehen. Aber schließlich stand sie doch auf und zog ab. Sie war ein gutes Kind.

Jetzt musste Regina sich selbst zurückhalten, um nicht zu weinen.

„Mark“, sagte sie, nachdem sie die Tür zu Jackys Zimmer zufallen gehört hatte. „Muss das wirklich sein? Würdest du mir das wirklich antun? Würdest du ihr das antun?“

Er presste seine Lippen zusammen und rieb mit Daumen und Zeigefinger über seine Nase.

„Mach es bitte nicht schwerer, als nötig.“

„Mark, ich bin’s. Regina! Wir … Weißt du noch, wie wir zusammen in Bolivien waren? Auf diesem bescheuerten Berg, bloß weil wir unbedingt …“

Regina“, sagte er mit bebender Stimme. „Bitte.“ Er nahm einen tiefen, zerrissenen Atemzug. „Die Bright – Die Bright Outlook Laboratorien l-laden Sie ein,“ begann er stammelnd, „an einem Versuch teilzunehmen.“ Er wischte sich eine Träne aus dem Augenwinkel. „Sie werden dafür nicht nur angemessen vergütet werden, sondern haben außerdem noch das Privileg, zur Weiterentwicklung der menschlichen Erkenntnis beizutragen und unser Wissen über diese Welt zu revolutionieren.“ Er atmete noch einmal tief durch und schniefte. Es war beinahe ein Schluchzen. „Es … Es gibt auch glutenfreie Kekse“, fügte er hinzu.

Sie schüttelte ihren Kopf.

„Ich kann das nicht glauben, Mark. Wir sind eine Familie!“

„Ich bin eine Verpflichtung eingegangen“, sagte er.

„Ach ja?“ schrie sie. Sie hasste, wie weinerlich sie klang. Sie konnte es selbst auch nicht ausstehen, wenn ihre Opfer jammerten, aber das hier… das hier war doch wirklich… „Was bist du denn mit mir eingegangen, Mark, eine gottverdammte Fahrgemeinschaft?“

„Sie kann dich hören, wenn du so laut bist“, zischte er mit einem bedeutungsvollen Blick zur Treppe.

„Mark, ich glaub‘ das jetzt nicht. Das kann doch nicht dein Ernst sein!“

Er seufzte.

„Die Bright Outlook Laboratorien legen großen Wert darauf, nur Versuchspersonen aufzunehmen, die sich freiwillig und umfassend informiert zur …“

Regina warf ihre Teetasse nach ihm und wandte sich in derselben Bewegung um.  Sie rannte in den Flur und warf die Tür hinter sich zu. Natürlich steckte der Schlüssel nicht. Wo war der verdammte Schlüssel schon wieder? In der Silberschale auf dem Sideboard lagen die Schlüssel für Marks Cayenne und ihren Panamera, sonst nichts. Wahrscheinlich irgendwo in den Schubladen darunter.

Keine Zeit.

Sie öffnete den Schrank neben der Tür und tippte hastig die Kombination in die Schaltfläche hinter der Tür. Sie fluchte, als sie statt der 8 die 5 erwischte. Hinter ihr stieß Mark die Tür zum Flur auf, und sie wusste, dass sie in diesem Moment die einzige Chance verpasst hatte, an ihre USP SD heranzukommen. Ihr wurde klar, dass es sowieso eine völlig bescheuerte Idee gewesen war, Mark hier im Haus zu erschießen, während Jacky oben in ihrem Zimmer wartete. Was hatte sie sich nur gedacht?

Regina fiel auf ihre Knie und zog ihr Shanghai-Shank­-Messer aus dem Holster an ihrem Knöchel und Mark mit einem Stoß gegen seine Beine aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Er fiel, sie folgte seiner Bewegung und landete direkt auf ihm, ihr Messer an seinem  Hals.

Sie sah in seine Augen, und er erwiderte ihren Blick.

Etwas schnürte ihre Kehle zu. Sie konnte es nicht. Sie brachte es nicht über sich. Sie konnte jetzt nicht hier im Flur in ihrem eigenen Haus dem Mann die Kehle durchschneiden, den sie liebte.

Verdammt.

Aber vielleicht war ihm das nicht klar. Hoffnung stirbt zuletzt.

„Ich will das nicht“, stieß sie hervor, „Wir können darüber reden Mark. Lass uns … Nein!“ schrie sie, als das Gefühl aus ihren Fingern floss. „Nein, du verff… Veffff… Pffff….“

Sie konnte ihre Lippen und ihre Zunge nicht mehr spüren.

****************************

„Die Bright Outlook Laboratorien bitte um Ihr Verständnis dafür, dass zur Aufrechterhaltung der Motivation aller Versuchsteilnehmer und der Veranschaulichung der Teilnahmebedingungen eine Exekution erforderlich ist. Uns ist bewusst, dass dies für Sie zunächst unerfreulich wirken mag, versichern Ihnen aber, dass es langfristig zur Optimierung Ihres Versuchserlebnisses beitragen wird. Wir fordern die folgenden Versuchsteilnehmer auf, diesen Raum unverzüglich zu verlassen:

Claire Prescott

Branco Tarassow

Nelson Jeffries

Pascal Nemours.”

“Was… Was ist mit mir?”

Lora stand mit dem kantigen grauen Kasten des Kameragehäuses in den Händen da und blickte mit großen Augen so verängstigt und hilfesuchend um sich, dass Claire beinahe vergaß, wie eklig sie zu ihr gewesen war.

Beinahe.

Um es ganz zu vergessen, brauchte sie noch Brancos Antwort:

„Was glaubst du wohl? Was hast du denn gedacht, was passiert, wenn du die Leute hier anpisst? Hast du bisher den Eindruck gehabt, die ficken einfach nur ein bisschen rum?“

Lora starrte ihn an. Ihr Mund öffnete und schloss sich, aber es kamen keine Worte heraus.

Dafür hatte Claire welche für ihn.

„Sie sind ein Scheusal, wissen Sie das?“ Na gut, dachte sie. Das war jetzt gewiss nicht ganz die angemessene Reaktion darauf, dass er sich über die Angst eines Menschen lustig machte, der gerade von seiner Hinrichtung erfahren hatte, aber es war ein Anfang. „Sie sind so ein abscheulicher Mensch“, wiederholte sie, „Und ich wünschte…“ Sie zögerte. Ihr wurde klar, dass sie keine Ahnung hatte, wie der Satz weitergehen sollte. „Und ich… Ich hoffe, Sie werden exekutiert.“

Wow, Claire. Dem hast du’s aber gegeben.

Branco verschränkte die Arme vor sich und zuckte die Schultern.

„Jedenfalls noch nicht jetzt“, antwortete er, zwinkerte ihr zu, und drehte sich um. Er ging auf die offene Tür zu, durch die sie den Raum betreten hatten.

„Wichser!“ zischte Lora.

Nelson Jeffries und Pascal sahen stumm zu.

„Sie wollen doch wohl nicht im Ernst einfach gehen!“ rief Claire ihm nach.

„Doch“, antwortete Branco. „Genau das habe ich vor. Unverzüglich.“

„Du verdammter Riesenarsch!“ schrie Lora. „Du blöder Drecksack!“

„Bleiben Sie hier!“ rief Claire. „Bleiben Sie stehen! Wenn wir alle gemeinsam hier bleiben, können wir es bestimmt irgendwie verhindern. Wir können sie beschützen, wenn wir zusammenhalten!“

Branco blieb stehen, drehte sich aber nicht um.

„Klar“, antwortete er. „Ich kann mir auch überhaupt nicht vorstellen, wie eine kriminelle Organisation mit ein paar unbewaffneten Zivilisten fertig werden sollte, die sie in einem Betonbunker eingesperrt hält. Viens, nains. Magne-toi! Und du kommst auch mit, wenn du weißt, was gut für dich ist, Onkel Tom.“

„Die Bright Outlook Laboratorien weisen Sie darauf hin, dass wir keine Haftung übernehmen können für Verletzungen von Personen, die entgegen unserer Empfehlung im Raum verbleiben. Bitte beachten Sie, dass Ihr Verbleiben im Raum mit der exekutierten Person als Verstoß gegen die Teilnahmebedingungen gewertet wird, da die Gefahr besteht, dass durch den Anblick des gewaltsamen Todes einer anderen Person Ihre Testmotivation beeinträchtigt wird.“

„Ihr habt sie gehört.“

Branco ging weiter. Erst im Türrahmen blieb er stehen und wandte sich um.

„Kommt noch jemand mit, oder wollt ihr wirklich alle gemeinsam sterben? Nain!“

Pascal schaute verwirrt zu Claire hinüber. Lora warf in diesem Moment mit einem Schrei die Kamera auf den Boden und rannte auf die Tür zu. Sie lief ein bisschen ungleichmäßig, wegen ihrer letzten Auseinandersetzung mit Branco.

Er schüttelte den Kopf. „Nein, du nicht“, sagte er.

Als sie die Tür erreicht hatte, packte er sie, und stieß sie zurück in den Raum. Mit einem Schrei fiel sie zu Boden. Sofort sprang sie wieder auf und lief noch einmal auf die Tür zu. Sie hielt sich dabei die Rippen.

Branco hielt sie diesmal fest. Sie zappelte und trat nach ihm, aber sie hatte ihm nicht mehr Widerstand entgegenzusetzen als ein dreijähriges Kind.

„Muss ich dir noch mal Vernunft einprügeln?“ grollte er. „Hat es dir so gefallen beim letzten Mal?“

„Lassen Sie sie los!“ rief Claire, und lief nun auch zu ihm.

Nicht, dass sie gewusst hätte, was sie tun sollte, wenn sie ihn erreichte.

Aber er kam ihr ohnehin zuvor. Noch einmal warf er Lora zurück zu Boden, und noch einmal fiel sie, mit einem spitzen Schrei. Diesmal blieb sie liegen. Claire eilte zu ihr und kniete neben ihr nieder.

„Alles in Ordnung?“ fragte sie.

Lora blickte mit tränenschimmernden Augen, aber wütend-trotzig zusammengepressten Lippen zu ihr auf. Sie schüttelte einfach nur ihren Kopf anstelle einer Antwort.

„Die Bright Outlook Laboratorien erinnern Sie daran, dass Sie nur durch das Verlassen dieses Raumes Gefahr für Ihre Gesundheit und Ihr Leben vorerst ausschließen können. In zwölf Sekunden wird die Tür geschlossen. Ein Verlassen des Raumes ist danach nicht mehr möglich. Neun. Acht.“

Fassungslos sah Claire zu, wie Jeffries Pascal an die Hand nahm und ihn mit sich zog. Der Junge protestierte, aber nicht sehr nachdrücklich. Jeffries‘ Blick traf kurz Claires. Seine Lippen formten ein „Es tut mir Leid“, bevor er hinter Brancos breiter Form in dem anderen Raum verschwand.

„Vier. Drei.“

„Branco!“ reif Claire, „das können Sie nicht! Nicht einmal Sie können uns einfach alleine hier …

Mit einem durchdringenden Knall schlug die Tür zu, so laut und überraschend, dass Claire nicht nur zusammenzuckte, sondern ihr Gleichgewicht verlor und auf ihren Hintern fiel.

„Branco!“ schrie sie, „Sie gottverdammter egoistischer Hurensohn!“

Lora schniefte.

„Ich will nicht sterben“, sagte sie.

„Nicht aufgeben“, sagte Claire, „wir haben noch nicht verloren“, obwohl sie schon in diesem Moment genau wusste, dass sie natürlich nichts tun konnte.

Außer natürlich, mit ihr zu sterben.

Claire sah sich in dem Raum um, als wüsste sie nicht, dass er völlig leer war; als hoffte sie, doch noch irgendwo eine Pumpgun oder einen Flammenwerfer übersehen zu haben. Aber natürlich war der Raum völlig leer. Jeffries hatte die einzige Waffe bei sich, und die war nicht einmal geladen.

„Lora, vorhin, als Sie die Waffe aufhoben, da sah es aus, als würden Sie sich damit auskennen, und die Stimme hat Sie bei einem anderen Namen genannt. Was haben Sie wirklich beruflich gemacht?“

„Hab ich doch gesagt“, presste Lora hervor. „Stadtverwaltung Phoenix.“

War ihre Verletzung doch ernster als Claire gedacht hatte? Und warum log sie sogar jetzt noch? Oder log sie gar nicht? Claire seufzte. Das war nicht die Zeit, Streit anzufangen.

„Waren Sie vielleicht mal bei der Armee, oder haben Sie sonst eine Ausbildung, die uns helfen …“

Ein scheppernder Laut von oben zog ihre Aufmerksamkeit zur Decke. Ein Stück Beton von vielleicht 60 mal 60 cm wurde angehoben, und jemand ließ eine Leiter durch die entstandene Öffnung herunter.

Lora rappelte sich auf und zog sich zurück, bis sie mit dem Rücken gegen eine Wand stieß, ihr Blick starr auf die Leiter gerichtet.

„Shit“, zischte sie. „Shitshitshitshit!“

Ein Stiefel trat auf die oberste Sprosse der Leiter. Ein schwarzer Lederstiefel mit einem grauen Streifen zwischen Sohle und Schaft, und einem gelben Schnürband.

Der zweite Stiefel senkte sich auf eine niedrigere Sprosse. Er sah aus wie der erste, hatte aber ein rotes Band. Das Bein darüber steckte in einer weiten weißen Hose aus Kunstfaser.

Als der Besitzer der Stiefel weiter die Leiter herab kletterte, sah Claire, dass es keine Hose war, sondern ein weißer Overall, wie ihn die Leute von der Spurensicherung im Fernsehen immer trugen. Sein Kopf war unter einer Kapuze und einer Schutzmaske mit getönter Sichtscheibe versteckt, und über seiner Schulter hing eine kleine Tasche aus schwarzem Kunstgewebe.

In einer Hand hielt er einen etwa unterarmlangen metallisch glänzenden Zylinder mit teilweise angerauter Oberfläche. Ist das eine Waffe? dachte Claire. Es hätte eher wie Fernrohr ausgesehen, wäre da nicht der kleine Hebel an einem Ende gewesen.

Der Mann in dem weißen Overall stieg auf den Betonfußboden und wandte sich Clair und Lora zu.

Seine Hände steckten in schwarzen Gummihandschuhen.

Er hielt in der Bewegung inne und blieb reglos stehen. Vielleicht war er überrascht.

„Oh“, sagte er. „Verzeihung. Ich… habe nur mit einer Person gerechnet.“

Er hob das zylindrische Metallding und senkte kurz seinen Kopf, als würde er darauf hinabblicken.

„Sind Sie… eine Verwandte?“

„Nein“, antwortete Claire.

Lora versuchte, aufzustehen. Beim zweiten Versuch gelang es ihr, sich langsam mit dem Rücken an der Wand emporzuschieben.

„Das ist… ungewöhnlich. Sind Sie beide ein Paar oder sowas?“

Claire schüttelte den Kopf.

„Was wollen Sie?“ fragt Lora. „Wer sind Sie? Warum sind wir hier? Was sollen wir… Kann ich irgendwas tun, damit Sie mich am Leben lassen?“

„Hm. Das ist sehr ungewöhnlich. Ich weiß gar nicht mehr, wann… Wissen Sie, ich glaube, es ist fast drei Monate her, dass das letzte Mal jemand freiwillig im Raum geblieben ist. Sie können stolz auf sich sein. Schätze ich.“

„Hey, Arschloch! Ich rede mit dir!“

Er drehte seinen Kopf ein kleines Stück.

„Ich bitte um Ihr Verständnis, das ich Ihnen nicht antworten werde. Es ist emotional weniger belastend für mich, wenn ich möglichst wenig auf einer menschlichen Ebene mit Ihnen interagiere.“

Loras Augen weiteten sich, und sie starrte ihn mit offenem Mund an.

Der Lautsprecher knackte.

„Bitten töten Sie beide Versuchsteilnehmerinnen.“

„Was?“ Claire spürte, wie ihr Herz stehen blieb. Sie taumelte einen Schritt zurück und stieß nun auch gegen die Wand.

Natürlich hatte die junge Frau schon so etwas angedeutet, aber Claire hatte noch keine Gelegenheit gehabt, darüber nachzudenken.

Der Mann in dem weißen Overall zog seine Umhängetasche nach vorne, öffnete sie mit dem ratschenden Laut eines Klettverschlusses und zog eine Klarsichthülle heraus. Er hielt sie kurz vor die Sichtscheibe seiner Maske, bevor er die Schultern zuckte und in Richtung der Decke sagte:

„Ich habe nur einen Auftrag für eine Person. Gabrielle Womack. Das sind doch Sie, oder?“

Er zeigte auf Lora.

„Ficken Sie sich!“ rief sie.

„Sie sollten beide exekutieren“, sagte die Stimme. „Claire Prescott befindet sich entgegen meiner ausdrücklichen Anweisung noch im selben Raum wie Gabrielle Womack.“

Er zuckte die Schultern und wiederholte:

„Ich habe nur einen Auftrag.“

„Wir sollten nicht vor den Versuchsteilnehmern diskutieren. Bitte befolgen Sie meine Anweisung und exekutieren Sie beide. Claire Prescott hat sich einer Anweisung der Versuchsleitung widersetzt und damit gegen die Teilnahmebedingungen verstoßen.“

Er seufte. „Ich. Habe. Nur. Einen. Auftrag.“

Der Lautsprecher blieb stumm, und der Mann in dem weißen Overall nickte.

„Nur so aus Neugier“, begann er, wieder Claire zugewandt: „Hat sie irgendwas für Sie getan? Haben Sie sich hier drin angefreundet, oder was hat Sie dazu gebracht, bei ihr zu bleiben?“

„Ich… konnte sie einfach nicht alleine lassen“, antwortete Claire.

Er nickte wieder.

„Ich schätze, das kann ich verstehen.“

„Können Sie Lora nicht am Leben lassen? Sie müssen sie nicht töten, oder? Sie können doch genauso gut einfach wieder die Leiter hochklettern, oder?“

„Ja!“ stimmte Lora zu. „Geht das?“

„Sie wissen doch, wie das läuft“, sagte er. „Sie haben doch bestimmt auch einen Job, oder nicht?“

Er steckte die Klarsichthülle wieder ein und verschloss die Umhängetasche ein wenig umständlich mit seinen dicken Handschuhen.

„Wissen Sie überhaupt, wofür Sie mich umbringen sollen?“ fragte Lora.

„Was machen Sie beruflich?“ fragte er Claire, während er langsam auf Lora zu ging, den metallenen Zylinder ein wenig gehoben.

Lora floh in eine Ecke des Raumes, und dann in die nächste, als er seine Richtung korrigierte. Sie humpelte, wegen ihrer Verletzung, aber auch er ging nicht besonders schnell. Wie ein Mann auf dem Weg zum Kopierer, oder zur Kaffeemaschine.

„Helfen Sie mir doch!“ rief Lora.

„Was… Was soll ich denn tun?“ fragte Claire.

„Halten Sie ihn auf, Sie dumme Schlampe!“ kreischte Lora.

„Das sollten Sie nicht tun“, warf der Mann mit der Schutzmaske ein. „Wenn Sie versuchen, körperliche Gewalt gegen mich anzuwenden, bin ich zur Selbstverteidigung autorisiert, und dann bekommt Leanne doch noch ihren Wunsch. Das wollen Sie bestimmt nicht.“

„Leanne?“

„Ihre Versuchsleiterin.“

Claire machte ein paar unentschlossene Schritte auf ihn zu, während er immer noch auf seine gemächliche Art Lora folgte. Das Ganze hätte beinahe lustig sein können, wenn es nicht um ein Menschenleben gegangen wäre.

„Haben Sie sie vorhin Lora genannt?“ fragte er. „Hat Sie sich so vorgestellt?“

„Ja“, antwortete Claire.

Sie stand jetzt ziemlich direkt hinter ihm, wusste aber nicht, was sie tun sollte. Ihn packen und versuchen, ihn zu Boden zu ziehen? Versuchen, ihm den Metallzylinder wegzunehmen? Seine Handtasche klauen?

„Ist Gabrielle Womack ihr richtiger Name?“

Er nickte. „Also, nehme ich an. Es ist der, der auf meinem Auftrag steht.“

„Quatschen Sie nicht mit ihm!“ schrie Lora, „Helfen Sie mir!“

Das brach Claires Unentschlossenheit. Sie packte seine Kapuze und zog sie zurück. Er entwandt sich mit überraschender Beweglichkeit ihrem Griff, packte ihre Hand, verdrehte sie, und …

„Aaah!“ Claire fand sich mit Tränen in den Augen am Boden wieder, und ihr Handgelenk schmerzte, als wäre es gerade explodiert.

„Ich habe Sie gewarnt“, sagte er.

Der Lautsprecher knackte.

„Können Sie sich bitte ein bisschen beeilen? Der nächste Versuch beginnt um 1739, und dieser hier ist jetzt schon über Zeitsoll.“

Er seufzte. Und war plötzlich mit einem Sprung, den Claire auch einem weniger unpraktisch vermummten Mann nicht zugetraut hätte, direkt vor Lora.

„Nein!“ schrie sie verzweifelt, als er sie an ihrem Pferdeschwanz packte und ihren Kopf zu sich zerrte.

Eine ihrer wild um sie schlagenden Hände erwischte zufällig seine Maske und verschob sie. Er stöhnte und versuchte, sie mit der Hand wieder gerade zu rücken, in der er den Metallzylinder hielt, ohne die Kontrolle über Lora zu verlieren, und verschaffte Claire damit Zeit, wieder aufzustehen.

Sie vermutete, dass ihr Handgelenk gebrochen war, aber sie hatte immer noch eine gesunde Hand.

Sie griff nach dem zylinderförmigen Ding und versuchte, es aus seinem Griff …

Bevor sie ganz verstanden hatte, was geschah, lag sie wieder am Boden. Einer seiner Arbeitssicherheitsstiefel stand auf ihrer Brust. „Uvex“ sagte ein kleiner Schriftzug neben der Lasche. Er schien unglaublich schwer. Sie konnte kaum atmen.

„Sie werden keine weitere Warnung erhalten“, sagte er, während er Lora – Gabrielle – mit einem kräftigen Zug näher an sich heranzerrte.

„Nein!“ schrie sie mit sich überschlagender Stimme.

Claire stieß mit dem Handballen ihrer gesunden Hand gegen sein Knie, so fest sie konnte, und sein Bein knickte ein. Lora befreite sich und griff nun selbst nach seiner Waffe, falls es überhaupt eine war. Gleichzeitig versuchte sie, ihn zwischen die Beine zu treten, aber er wich ihr mit geisterhafter Geschicklichkeit aus.

War der Kerl ein Shaolin-Mönch oder sowas?

Er packte Lora wieder, nahm sie in eine Art Schwitzkasten und drückte das eine Ende des Metallzylinders gegen ihre Schläfe.

„Nein! Claire! Claire, bitte, helfen Sie …“

Ein gedämpfter Knall beendete den Satz, und Claire sah zum ersten Mal in ihrem Leben, wie der Blick eines Menschen brach, als Gabrielle Womack vor ihren Augen starb.

In der Stille, die dem Sturm des Kampfes folgte, hörte sie das angestrengte Keuchen des Mannes hinter seiner Maske. Er ließ Gabrielles Körper achtlos zu Boden sinken und drehte sich zu Claire um. Sie sah nicht hin. Sie wollte nicht wissen, was das zylinderförmige Ding – Bolzenschussgerät, flüsterte eine Stimme in ihrem Kopf. Damit werden Schweine und Rinder geschlachtet – mit ihrem Kopf gemacht hatte.

„Ich meine es ernst“, raunte er. „Ich hab nichts gegen Sie. Ich respektiere, was Sie hier tun. Aber versuchen Sie das noch einmal, und ich mache mir wirklich die Mühe, eine zweite Patrone von oben zu holen.“

Er wandte sich von ihr ab und sagte viel lauter, in Richtung der Decke:

Deshalb ist es wichtig, dass ihr mir vorher sagt, wie viele Leute noch in dem Raum sind. Damit genau sowas nicht passiert. Wir hatten das so besprochen, Leanne. Ich kann dir das Protokoll noch mal mailen, wenn du willst.“

Der Lautsprecher schwieg.

Er seufzte und schüttelte seinen Kopf.

„Ich find sie eigentlich nicht schlecht“, murmelte er, „Ich mag sie sogar irgendwie, und jetzt nicht so, wie Sie bestimmt denken. Aber sie kann einfach nicht mit Kritik umgehen.“

****************************

„Daddy, wohin fahren wir?“

„In- in’s Labor, Liebling. Ich m-muss noch ein bisschen arbeiten.“

„Warum weinst du?“

„Weil ich sehr traurig bin.“

„Warum?“

„Weil ich… etwas t-tun musste, das ich nicht wollte. Das ist manchmal so, wenn man einen Job hat. Mach dir keine Sorgen, Liebling.“

„Ist gut.“ … „Daddy, wann kommt Mami zurück?“

„Ich weiß nicht, Liebling.“

„Oh. Sind wir bald da?“

Lesegruppenfragen:

  1. Hättet ihr gerne mehr von Marks und Reginas Haus gesehen? Ich wollte es eigentlich mehr beschreiben, aber es passte nirgends mehr was hin, fand ich.
  2. Kauft ihr mir ab, dass Branco sich einfach so beleidigen lässt und die Konsequenzen auf später verschiebt?
  3. War euch die Szene mit dem Mann im Overall zu slapstickhaft, oder ging das?
  4. Und der kleine Dialog zum Schluss: Unnütz, rührend, lustig, peinlich, dumm?

Interaktivitätsfragen:

A. Welcher Versuchsteilnehmer soll als nächstes sterben?

B. Von mir aus wäre das Marks vorerst letztes Opfer gewesen. Oder wollt ihr noch eins?

C. Ich überlege, ob wir im nächsten Kapitel vielleicht mal eine Szene im Kontrollraum einschieben. Wollt ihr das, oder wollen wir das Geheimnis lieber bewahren?

D. Dingdingdingdingding, Bonusinteraktivitätsfrage. Ihr dürft euch was wünschen, und wenn ihr dafür die Mehrheit aus mindestens drei abgegebenen Stimmen zusammen bekommt, passiert es. (Es müsste natürlich eine halbwegs übersichtliche Sache sein. Nicht sowas wie „Die Versuchspersonen verbünden sich, brechen die Luke in der Decke auf, überwältigen die Versuchsleitung, entkommen dem Labor, kapern ein Raumschiff und fliegen zum Aldebaran.“ Eher sowas wie „Claire tötet Branco“, oder „Die Versuchsteilnehmer erhalten im nächsten Raum eine signierte Erstausgabe von „2001“.
Das wird doch nie was. Aber ich wollte es zumindest mal angeboten haben.

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27 Responses to Bright Outlook (6)

  1. Joan sagt:

    1. Ja, den Gedanken hatte ich tatsächlich kurz beim Lesen.
    2. Klar. Ihm war in dem Moment bestimmt wichtiger, seine eigene Haut zu retten, anstatt Stress anzufangen. Zumal Claire ja gerade vielversprechend dabei war, sich selbst in die Art Schwierigkeit zu bringen, die ihm auch noch ein bisschen Genugtuung beschert hätte. Denke ich jedenfalls.
    3. Es war völlig absurd. Und dadurch umso unheimlicher. „Sie haben doch bestimmt auch einen Job“ *grusel*
    4. Süß. Außerdem musste da irgendein Ausklang hin, nach der Mordszene.

    A. Ich glaub, ich überleg mir das nochmal gründlich, bevor ich mich für den nächsten toten Teilnehmer ausspreche. Bolzenschussgeräte… *brrr*
    B. Naja, das Vorgehen ist hinreichend klar. Nicht dass es sich noch abnutzt.
    C. Wenn, dann eine, die nicht allzuviel verrät. Sofern das geht, ich weiß ja nicht, was da noch kommt.
    D. Ich wär ja auf die erwähnten glutenfreien Kekse gespannt… aber das ist natürlich pure Albernheit.

  2. madove sagt:

    Wow. Das ist in der Tat gelungen! Spannend!

    1) Also ich bin eine Freundin unbegrenzt ausführlicher Beschreibungen der Charaktereigenschaften der handelnden Personen, und ihre Häuser gehören im weitensten Sinne zu den Charatereigenschaften, also gerne mehr, wenn Du`s unterkriegst.

    2) Ja, er ist ja mit Sich-In-Sicherheit-Bringen beschäftigt und außerdem wahrscheinlich optimistisch, sich auch später ggf. Gehör verschaffen zu können.

    3) Wahrscheinlich an der Grenze, aber ich mag sowas ja explizit.

    4) Am ehesten rührend. Vielleicht auch unnütz, aber rührend darf auch mal, gerade nach dem Slapstick. Fand ich gut.

    B) Ich denk auch. Wie will man denn das noch steigern…?

    C) Auja! Darauf hoffe ich schon länger.

    P.S. Zwei etwas sinnentstellende Typos: Als Mark im Nebenraum telefoniert: „Er musste ziemlich lau sein“, und ein paar Zeilen später „sein Mund stand halt offen“

  3. Muriel sagt:

    @Joan: 3. Interessant, dass dir gerade der Satz im Gedächtnis geblieben ist. Den fand ich jetzt gar nicht so besonders, zumal das Konzept sich ja ein paarmal wiederholt.
    A. Und es ist immerhin ein völlig anderes Modell als das von Anton Chigurh. War übrigens ziemlich schwierig, rauszukriegen, wie groß so ein Ding (Technisch heißt es offenbar Schlachtschussapparat.) ist, denn Google bietet immer nur Fotos ohne irgendwelche Referenzmaße.
    C. Darauf würde ich natürlich zu achten versuchen, aber es besteht natürlich ein gewisses Risiko, dass wir unterschiedliche Vorstellungen haben, was zu viel ist.

    @madove: Danke für das Lob, und für die Tippfehler. Sind korrigiert.
    1. Ich werd’s mir für das nächste Mal merken.

  4. Guinan sagt:

    Die Folge ist super geworden, daher auch die verwirrenden Sternchen. Über die Antworten wollte ich gestern erst noch etwas länger nachdenken. Das hat jetzt nebenbei den Vorteil, dass ich viel weniger Arbeit damit habe.

    1. siehe Madove
    2. siehe Joan
    3. Ich hab’s ja nicht so mit Kampfszenen. Die Dialoge waren echt gut.
    4. Rührselig. Aber ok.
    x.Regine hat faszinierende Wertvorstellungen, das wird interessant, wenn sie auf den Politiker und den Aktivisten trifft.

    A. Vorerst bitte niemanden. Sonst gehen so schnell die Versuchspersonen aus.
    B. Reicht. Wäre ja auch logisch, wenn eine Gruppe immer aus fünf Personen besteht.
    C. Ja, ich möchte Leanne näher kennenlernen.
    D. Pure Albernheit hat was, also meinetwegen glutenfreie Kekse. Etwas Besseres ist mir auch nicht eingefallen.

  5. Muriel sagt:

    @Guinan: Ah. Dann danke für die Sterne.
    3. Ich hoffe, du erkennst an, dass ich die Kampfszenen auch sehr kurz gehalten habe.
    x. Findest du irgendetwas Ungewöhnliches an ihren Wertvorstellungen?
    D. Ich will mich nicht zu früh freuen, aber es scheint, als stünde mir hier ein völlig unerwartetes Happy End bevor.

  6. Günther sagt:

    1. Vielleicht ein wenig, so dass man einen kleinen Einblick in deren Lebenssituation / Charakter bekommt. Weil es aber keine Information ist, die direkt weiterhilft, wird (mir) das schnell zuviel.

    2. Hm, ist Branco denn so stumpf, dass er wie programmiert bei jeder kleinsten Beleidigung durchdreht? Ich denke / hoffe nicht, daher hab ich dir das durchaus geglaubt.

    3. Irgendwie finde ich das Exekutionsverfahren leicht merkwürdig. Wäre es nicht viel einfacher, zum Beispiel tödliches Gas in den Raum zu leiten? So besteht doch theoretisch immer die Möglichkeit, dass der zu Tötende einfach stärker ist als der Henker… auch wenn der natürlich recht „begabt“ scheint.

    4. Abgesehen von dem „Daddy“ gings 😉 (Warum eigentlich Mami und nicht Mom, Mommy oder so?)

    A: Du hast ja einen Durchsatz… Schwierige Frage. Jeffries oder der Junge. Im Zweifelsfall der Junge. Eilt aber nicht 😉

    B: Ich stimme zu. Aber er sollte schon irgendwann nochmal auftauchen… bisher wirkt der Teil mit ihm noch nicht abgeschlossen.

    C: Das könnte durchaus interessant sein. Und Joan hat auch Recht.

    D: Hmm… ich fänds ja gut, wenn die Versuchskaninchen den Testern mal irgendwie einen kleinen Erfolg abringen könnten oder eine kleine Niederlage zufügen. Was meint ihr? Hat jemand konkrete Ideen?

  7. Muriel sagt:

    @Günther: 3. Gas war auch meine erste Idee. Vielleicht baue ich sogar noch eine Erklärung ein, warum sie es nicht ins Finale geschafft hat.
    4. Naja, ich dachte, ich komm dir wenigstens ein Stück entgegen.
    A. Ich finde euren Mangel an Blutdurst beklagenswert.
    D: Wäre zu schön, wenn sich jetzt tatsächlich eine DIskussion entspönne.
    Auf eure Idee mit Regina könnt ihr ja schon mal sehr stolz sein, die hat die Geschichte echt bereichert. Wenn ihr jetzt hier auch noch was richtig Großes bringt, muss ich überlegen, ob ich es mir noch leisten kann, etwas nicht Interaktives zu schreiben.

  8. Guinan sagt:

    @Muriel:
    3.Positiv vermerkt, ja. Das hätte schlimmer kommen können.
    x. Zumindest geringfügig anders als meine.

    D. Ein frühes Ende, ob nun happy oder nicht, möchte ich auf jeden Fall vermeiden.
    Dummerweise mangelt es mir immer noch an Ideen.

  9. Muriel sagt:

    @Guinan: D. Sei unbesorgt. Auch wenn ich immer noch annehme, dass Bright Outlook der bisher kürzestes Fortsetzungsroman wird, bezog sich dieser Kommentar von mir ausschließlich darauf, dass ich 1. nicht erwartet hätte, zu dieser Frage überhaupt eine Antwort zu bekommen und
    2. wenn, dann eine ganz furchtbare, mit der ich gar nichts anzufangen weiß.
    Glutenfreie Kekse wären also eine sehr angenehme Überraschung, obwohl ich auf jeden Fall ganz nachdrücklich Günthers Aufruf unterstützen möchte.

  10. whynotveroni sagt:

    1. bis 4. Noe, alles top.

    C: Ja bitte. Es sollte aber nicht zu Comicartig/laecherlich werden.
    D: Hm, da koennt ich mir alles moegliche vorstellen. Hast du ueberhaupt eine Art Ziel bei dem Roman? ^.^
    * Wie waer’s mit einem Versuch, in dem ein oder mehrere Tiere beteiligt sind? Vielleicht hat Branco ja Angst vor Spinnen oder Maeusen oder wasweissich.
    * Der naechste Raum ist komplett dunkel (und die Tuer wird natuerlich geschlossen).
    * Ein Teil der Versuchs-Elektronik geht kaputt und Leanne ist ganz verzweifelt. 🙂
    * Die Teilnehmer finden Essen im naechsten Raum vor. (vergiftet/mit Psychopharmaka versetzt/verdorben/nichts von allem? ^.^)

    Joah… genug erst mal.

  11. Muriel sagt:

    @whynotveroni: C: Ich … ähm … Naja, schaumermal.
    D: Gute Ideen. Ich bin gespannt.

  12. Muriel sagt:

    Ich werde mal vorsichtshalber schon zusammenzählen und mich an die Arbeit machen. Ab Samstag hab ich Urlaub, und da dauert es dann doch meistens ein bisschen länger.
    A: 1 Pascal, Rest ungültig.
    B: Einstimmig dafür, dass er niemanden mehr einsammelt.
    C: Einstimmig ja.
    D: Erwartungsgemäß viele divergierende Ideen, aber eine Mehrheit (also zwei Stimmen) haben bisher nur die Kekse. Geht da noch was, oder halten wir das so fest?

  13. Günther sagt:

    A: Oh nein, hab ich ihn jetzt etwa ganz alleine auf dem Gewissen?

    D: Hab grad leider keine Idee für irgendwas Konkreteres…

  14. Muriel sagt:

    @Günther: A. Noch sieht es so aus.
    D. Vielleicht tröstet es dich, dass dein Wunsch wohl früher oder später in Erfüllung gehen wird.

  15. Guinan sagt:

    A. Was ist denn das für eine Demokratieverständnis? Wir hatten eine ganz klare Mehrheit für „Erstmal Niemanden“.
    D. Auch wenn ich mich schon für die Kekse ausgesprochen hatte – was schert mich mein Geschwätz von Gestern.
    Ich könnte mich Whynotveronis Idee anfreunden, dass da irgendwas kaputt geht. Wenn das dazu führt, dass die Versuchsteilnehmer einen kleinen Vorteil erringen, wäre das ein schöner Nebeneffekt. Die Kekse kann dann meinetwegen Leanne zum Trost ganz alleine essen.

  16. Muriel sagt:

    @Guinan: A. Was ist an meinem Demokratieverständnis ungewöhnlich? Ich stimme seit Jahren bei jeder Wahl für niemanden, und trotzdem landen immer irgendwelche Leute im Parlament.
    D. Du willst doch nur ausnutzen, dass du das Zünglein an der Waage spielen kannst.

  17. Guinan sagt:

    Das möchte ich eigentlich gar nicht ausnutzen, denn bei dem Gedanken fühle ich mich unwohl. Ich würde mich damit über mein eigenes Demokratieverständnis hinwegsetzen.
    Ich hoffe eher darauf, doch noch eine etwas höhere _Wahlbeteiligung_ herauszukitzeln.

    @Madove: Sag doch mal was zu D!

  18. Muriel sagt:

    @Guinan: Ich würde das Thema zu gerne ausführlicher diskutieren, aber ich habe Angst, dass dann Manuel wieder kommt und mich beschimpft.

  19. Guinan sagt:

    Als wenn dich das kümmern würde 😉

  20. Muriel sagt:

    Seit er meine geheime Kooperation mit Bose aufgedeckt hat, bin ich sehr vorsichtig geworden. Der Junge ist gefährlich…

  21. Günther sagt:

    @Guinan: Ja, an eine solche Kombination hatte ich auch schon gedacht… vielleicht geht im Raum etwas kaputt, und nur die Versuchsteilnehmer können in der Hektik an den richtigen Schalter/Draht herankommen um es zu reparieren… und handeln im Gegenzug einen Vorteil raus.

  22. Guinan sagt:

    @Günther: Wenn ich Whynotveronis Smiley jetzt einfach mal so werte, dass ihr dieser Vorschlag selbst auch besonders gefällt, dann wären wir also schon drei.

    Sonst noch wer? Oder ausdrücklicher Widerspruch?

  23. Muriel sagt:

    @Guinan: Inhaltlich ist das eure Sache, aber wir fangen jetzt nicht an, die Smileys anderer Kommentatoren auszulegen.
    Zwei Stimmen reichen auch, insofern besteht ja nicht mal Bedarf, den Sachverhalt zu quetschen.

  24. Guinan sagt:

    @Muriel: 😀

  25. Muriel sagt:

    Schön, dass du mir vorbehaltlos zustimmst.

  26. Guinan sagt:

    Tu ich das nicht immer? So ist das doch bei Groupies, oder?

  27. Muriel sagt:

    Ähm…. Naja… Du bist auf dem richtigen Weg. Ich unterstütze das.

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