Where there’s a rip, there is a way (1)

Ihr kennt ja unseren Deal in Bezug auf den Surfurlaub: Ich verschone euch mit Details vom Surfen und beschränke mich auf den Teil des Urlaubs, der sich einigermaßen gefällig erzählen lässt, und ihr… Naja, ihr lest halt mein Zeug, wie immer. Also los.

Wir kamen diesmal am Samstag Nachmittag an, deshalb blieb an unserem ersten Tag nicht viel zu tun als kurz schwimmen zu gehen und danach eines der fabelhaften Restaurants an der Leuchtturmpromenade für’s Abendessen auszuwählen.

Als Hotel hatten wir uns diesmal das Baobab ausgesucht. Bei unserem ersten Gran-Canaria-Urlaub war das noch nicht fertig, und wir staunten im Vorbeigehen regelmäßig über die merkwürdige Baustelle, aber wir finden jetzt, dass es wirklich ganz nett geworden ist.

Das ganze Ding hat ein afrikanisches Thema, und in der Lobby wird so ein Duft versprüht, der tatsächlich angenehm exotische Assoziationen aufruft, dessen Inhaltsstoffe aber leider geheim sind. Hat was Holziges. Egal. Insgesamt haben wir uns im Baobab echt wohl gefühlt. Die Zimmer (Wir haben doch tatsächlich vergessen, unseres zu fotografieren.) sind groß und schön, die Betten bequem und die verschiedenen Pools erfreulich weitläufig. Es gibt einen, der kurvig ringförmig um ein mit Sand ausgestreutes Strandareal verläuft, dessen vollständige Umrundung uns immerhin ungefähr eine Viertelstunde kostete, was allerdings auch maßgeblich an der Gegenstromanlage lag. Ohne die brauchten wir nur neun, aber immerhin. Ein bisschen merkwürdig war der Zimmerservice. Der junge Mann am Telefon sprach nur sehr, sehr schlechtes Englisch, weigerte sich aber trotz expliziter Aufforderung, es mal auf Spanisch zu versuchen, und er hatte keine Ahnung, was es zu essen gab und verschwand jedes Mal für eine runde Minute, wenn ich eine Frage hatte, um sich zu informieren. Nett waren sie aber immerhin alle.

Das Buffet-Restaurant im Haus haben wir nur zum Frühstück einmal besucht, das war sehr mäßig, aber es gibt noch ein á-la-carte-Restaurant mit pseudoafrikanischen Gerichten, das uns rundum zu begeistern wusste. Zwar fanden wir es ein bisschen albern, dass man um jeden Preis reservieren musste, nur um dann im Wesentlichen alleine da zu sitzen und der Kellnerin dabei zuzusehen, wie sie mit großem Bedauern einen Spontangast nach dem anderen abwies, der keine Reservierung hatte, aber die scharfe Bananen-Kokossuppe mit Avocadospieß, der Wolfsbarsch auf mariniertem Kürbis mit karamellisierten Datteln und das Filet vom Oryx mit Mandelspinat, Chili und Tomatenreis ließen uns diese organisatorischen Unzulänglichkeiten zügig vergessen. Außerdem hatten die da kleine Brötchen mit mutmaßlich selbst gemachter Tomaten- und Kräuterbutter, die so unerklärlich unanständig gut schmeckten, dass wir uns richtig zurückhalten mussten, um uns nicht schon daran satt zu essen.

Das Hotel war also schon mal okay.

Am Sonntag hatten wir einen Besuch im Botanischen Garten geplant, für den beim letzten Mal die Zeit nicht reichte. Auf die Gefahr hin, ein bisschen uncool und alte-Leute-haft zu wirken: Wir mögen Botanische Gärten sehr gerne, und dieser gefiel uns ganz besonders.

Außerdem sahen wir dort noch die seltenste Palmenart der Welt, von der nur ein einziges Exemplar in freier Wildbahn existiert, aber davon zeigen wir kein Foto, weil die total langweilig aussieht, wie jede andere Palme auch. Seht euch stattdessen lieber diesen niedlichen Wasserfall an:

Oder diesen bezaubernden Schmetterling:

Und Am Montag fuhren wir nach Puerto de las Nieves,

aber davon erzähle ich euch dann im zweiten Teils des Reiseberichts noch mehr. Außerdem erfahrt ihr dort mehr über unser Extreme-regionale-Spezialitäten-Probiering in TEEERRROOOOORRR!

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13 Responses to Where there’s a rip, there is a way (1)

  1. Muriel sagt:

    Bonus-Interaktivitäts-content-pseudo-Gewinnspiel-Dings: Ich glaube ja, dass kein Mensch die Anspielung im Titel komplett verstehen kann, weil dafür Kenntnisse aus zwei Themenkreisen erforderlich sind, die in so wenigen Menschen eine Schnittmenge finden, dass ich für alle praktischen Zwecke ausschließen würde, dass eine solche Person hier mit liest.
    Falls ihr mich eines Besseren belehren könnt, winkt euch eine regionale Extreme-Spezialität aus TEEERRROOORRR!!!
    Sagt also nicht, ich hätte euch nicht gewarnt.

  2. Florian sagt:

    Faster, Pussycat! Kill! Kill!

  3. Muriel sagt:

    @Florian: Ich fürchte, da fehlt wir jetzt die Schnittmenge.

  4. Florian sagt:

    Hmmm, Bondage Sex und Rippchen… ich muss passen…

  5. Guinan sagt:

    Hast du etwa eine böse, böse Kopie vom Herrn der Ringe mitgebracht? Ah nee, kann ja gar nicht sein, DU doch nicht…

  6. Muriel sagt:

    @Guinan: Ich hätte fast noch dazu geschrieben, dass es nicht um Raubkopien geht.
    Aber sag mal, was meinst du denn mit „DU doch nicht“?
    Wieso denn gerade ich?

  7. Guinan sagt:

    Weil mir sowas schon mal passieren könnte. Dir eher nicht.

  8. Muriel sagt:

    Ja gut.
    Aber wieso denn mir nicht?

  9. Guinan sagt:

    Was ist das – Fishing for compliments?
    Hab ich eine zu hohe Meinung von dir? Ich vermute, dass du weder auf die Standverkäufer mit den „garantiert echten“ Angeboten hereinfällst noch bewusst illegalen Kram kaufst. Soweit ich mich erinnere, wolltest du vor Zeiten nicht mal ein Geschenk annehmen.
    Und nebenbei bemerkt, die Ringe magst du eh nicht.

  10. Muriel sagt:

    Was ist das – Fishing for compliments?

    Sogar wenn ich noch nicht verlernt hätte, von dir Komplimente zu erwarten, rechne ich in diesem Fall nun wirklich nicht damit.
    An die garantiert echten Angebote hatte ich auch gar nicht gedacht, ich bin einfach nur neugierig, wodurch ich hier den Eindruck erweckt habe, ich wäre so ein penibler Verfechter von Recht und Ordnung, dass ich jedes Angebot einer kopierten DVD oder CD entrüstet von mir weisen würde. Bei dem Geschenk weiß ich auch nicht genau, was du meinst.

    Und nebenbei bemerkt, die Ringe magst du eh nicht.

    Das ist in der Tat schon ein sehr überzeugendes Argument. Andererseits würde ich vielleicht gerade deshalb eine Raubkopie der Zeichentrickversion gar nicht so uninteressant finden, um kostenlos ermitteln zu können, ob die mir auch nicht gefällt. Die habe ich nämlich nur einmal gesehen, als ich ungefähr zwölf war, und ich habe auch nicht besonders gut aufgepasst.
    Außerdem freue ich mich vielleicht auch, wenn mir jemand sagt, ich hätte einen geilen Arsch.
    Ach verdammt, jetzt hab ich mich doch verraten…

  11. Guinan sagt:

    Wie, halte ich mich mit den Lobeshymnen zu sehr zurück? Ich bremse mich doch nur, um nicht den Anschein hirnloser Anhimmelei zu erwecken;)
    Es ging mal um ein ebook, das du aus diversen Gründen, u.a. ethischen, nicht wolltest. Ist schon ewig her.

  12. Muriel sagt:

    Wie, halte ich mich mit den Lobeshymnen zu sehr zurück?

    Keineswegs. Ich habe da nur eine Tatsache festgestellt, ohne Wertung.

    Es ging mal um ein ebook, das du aus diversen Gründen, u.a. ethischen, nicht wolltest. Ist schon ewig her.

    Hm. Die Gründe waren bestimmt gut. Anders kenne ich mich eigentlich nicht.

  13. […] weil man da nicht stehen kann, und (Achtung, das ist jetzt gewissermaßen die Auflösung meiner unbeantworteten Preisfrage zum ersten Artikel.) es hilft andererseits für die Nicht-mehr-ganz-Anfänger, wenn ein Rip in der […]

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