Bright Outlook (19)

Um den Eintritt gleich drei neuer Kommentatoren gebührend zu feiern, habe ich mir mit dem heutigen Kapitel besondere Mühe gegeben und es nicht nur in der gewohnten Zeit, sondern auch in der gewohnten Länge fertiggestellt und präsentiere es euch nun in der … gewohnten Form.

Ja, gut, stimmt, eigentlich habe ich überhaupt nichts anders gemacht, aber ich freue mich trotzdem über die neuen Kommentatoren.

Boah, seid ihr pingelig.

Was bisher geschah
Im ersten Kapitel erwacht Claire und lernt die erste der anderen Versuchspersonen fürchten.
Im zweiten Kapitel erwachen auch alle anderen. Die Tür zum zweiten Raum öffnet sich (wieder), und Claire beginnt eine Vorstellungsrunde.
Im dritten Kapitel setzen die Versuchsteilnehmer die Vorstellungsrunde fort öffnen die Tür zum dritten Raum, und Mark wird von einer Polizistin angehalten.
Im vierten Kapitel holt Mark einen Republikaner und seinen Callboy, Branco nimmt Lora den Revolver weg, und die Versuchsteilnehmer öffnen eine weitere Tür.
Im fünften Kapitel holt Mark einen Occupy-Aktivisten, und die Versuchsteilnehmer demontieren eine der Überwachungskameras.
Im sechsten Kapitel holt Mark Regina, und die Versuchsteilnehmer tragen die Konsequenzen ihres Verstoßes gegen die Teilnahmebedingungen.
Im siebten Kapitel streiten Nick und Leanne miteinander, und Leanne unterläuft ein unangenehmes kleines Missgeschick. Jeffries öffnet die Tür zum nächsten Raum, und den Versuchsteilnehmern fällt nicht nur ein Kuchen in die Hände, sondern auch Leanne.
Im achten Kapitel bekommen Nick und Mark Besuch von einem Repräsentanten von Management, Leanne tritt Branco, und Jill wacht auf und lernt Regina kennen.
Im neunten Kapitel betreten wir mit Mark zusammen Cynthias Büro, und der Occupier wacht auf.
Im zehnten Kapitel stirbt Pascal, Hoai Nguyen erwacht und lernt die Stimme in seinem Kopf kennen, nebst den anderen Versuchsteilnehmern, und Nelson Jeffries misshandelt eine wehrlose Frau.
Im elften Kapitel lässt Mark seine Tochter bei Cynthia zurück, begegnet im Flur dem Repräsentanten und streitet mit Nick, wir beobachten drei Männer und eine Frau in einem Flugzeug, und Branco wacht wieder auf.
Im zwölften Kapitel überzeugt Miles seine Mitgefangenen, eine Vorstellungsrunde abzuhalten, Nick bittet um Entschuldigung, und Cynthia kommt ihn deshalb besuchen.
Im dreizehnten Kapitel kommt es zu einem Kampf zwischen Mark und Nick, den Cynthia unterbricht, um Nick entkommen zu lassen, und Miles sieht zu, wie Jill in den niedrigen Raum hinter der Tür kriecht.
Im vierzehnten Kapitel überredet Nick Cora, ihm eine Waffe zu geben, und Jill erlebt Unerfreuliches in dem niedrigen Raum.
Im fünfzehnten Kapitel kämpft Leanne noch einmal gegen Branco, Gouverneur Agneaux stirbt, und Senator Bell fühlt sich bedroht.
Im sechzehnten Kapitel überwältigt Nick Mark und erschießt den Repräsentanten, während Jill den Gouverneur in den niedrigen Raum lockt und knapp entkommt, während er von der Decke zerquetscht wird.
Im siebzehnten Kapitel wird Leanne bitter enttäuscht, Nick und Cora wollen sich vor William Blight verstecken, und Cynthia gestattet Mark, Regina zu befreien. Vorübergehend.
Im achtzehnten Kapitel lernen Mark und Regina einander in einer Rückblende kennen, Mark befördert Henk zum Versuchsleiter, und Senator Bell geht einem merkwürdigen Geräusch nach.

Was heute geschieht

Jill sah Leanne an wie etwas, das sie gerade aus einem verstopften Abfluss gezogen hatte. Jeffries Miene trug zu Claires Überraschung ein nicht ganz unfreundliches mitleidiges Lächeln.

Claire selbst hatte keine Ahnung, wie sie die junge Frau ansehen sollte, die Branco totgeschlagen hatte und die ihnen noch vor Kurzem via Lautsprecher fröhlich verkündet hatte, dass sie Gabrielle Womack nun exekutieren lassen würde, die genervt und ungeduldig von Nick gefordert hatte, dass er Claire gleich mit tötete, mit diesem scheußlichen Ding, diesem Bolzenschussgerät, und die nun zusammengekrümmt vor ihr auf dem Boden lag und haltlos schluchzte und hin und wieder so etwas wimmerte wie „…will nicht sterben“ oder „…warum?“ oder „darf er doch gar nicht!“

Claire wollte zu ihr gehen und einen Arm um sie legen und sie trösten. Sie war sich nur nicht sicher, ob sie ihr davor oder danach kräftig ins Gesicht treten sollte.

Eine sich überschlagende männliche Stimme hinter ihr, aus dem niedrigen Raum, lenkte ihre Aufmerksamkeit von der hilflosen Leanne ab. Sie konnte die Worte nicht verstehen, weil sie in einer asiatischen Sprache gesprochen wurden, aber der Tonfall ließ keinen Zweifel daran, dass der Sprecher tief verzweifelt und in heilloser Panik war.

Großartig, dachte Claire, ich hatte schon angefangen, mich zu langweilen.

Sie kniete vor der Tür zu dem Raum nieder und spähte hinein. Immerhin stand die Decke still und zeigte keinerlei Tendenzen, sich wieder auf den hilflosen Insassen herabzusenken.

Der hilflose Insasse war diesmal kein übergewichtiger Gouverneur, sondern ein schlanker kleiner Mann asiatischer Herkunft, der mit so hektischen und unkoordinierten Bewegungen auf sie zu krabbelte, dass sie erschrocken zurückzuckte, das Gleichgewicht verlor, auf dem Hintern landete und selbst recht unbeholfen Platz machen musste, damit er entkommen konnte.

Der ständige Schwall fremder Worte ebbte nicht ab, wurde aber immerhin etwas leiser, als er, erschöpft von seiner eigenen Panik, vor dem Ausgang aus dem fürchterlichen Raum liegen blieb.

Claire versuchte, die Flecken und Fetzen, Splitter und Klumpen auf seinem Overall und in seinen Haaren nicht zu genau anzusehen. Der widerwärtige Gestank war schon genug, damit ihr schlecht wurde.

Um Himmels Willen, dachte sie, riechen wir alle so, wenn wir sterben? Vielleicht nicht genauso, die meisten von uns werden ja nicht zerquetscht, aber früher oder später fängt es wohl unweigerlich bei jedem an. Ich hasse dieses Universum.

Der Asiate verstummte allmählich. Nur noch hin und wieder stieß er ein einzelnes unverständliches Wort aus.

„Sind Sie … in Ordnung? Verstehen Sie mich?“ fragte sie.

Er öffnete träge seine Augen und sah in ihre Richtung. Lange blickte er so an ihr vorbei oder durch sie hindurch, verständnislos blinzelnd. Er atmete unregelmäßig und stockend.

Hinter sich hörte Claire Schritte näherkommen, wahrscheinlich Nelson Jeffries.

„Was ist mit ihm?“ fragte Jill.

„Wer sind Sie?“ fragte der Asiate schließlich. „Wo kommen Sie her? Haben Sie das alles gemacht?

Claire musste lachen, obwohl ihr gar nicht danach zumute war.

„Nein“, sagte sie, „wir sind auch Gefangene hier. Ich bin Claire, das ist Nelson, das ist Leanne, und Jill kennen Sie ja wahrscheinlich schon.“

Sie suchte kurz nach Jills Blick, in der Erwartung, dass sie irgendetwas über Leanne sagen würde, aber die große blonde Frau schwieg und beschränkte sich darauf, Leanne einen verächtlichen Blick zuzuwerfen.

Leanne selbst hatte aufgehört zu schluchzen und betrachtete ihrerseits mit geröteten Augen den Neuankömmling.

„Wer ist der Tote? Was ist mit dem passiert?“

Tja… Das war jetzt natürlich gar nicht so einfach zu erklären. Oder eigentlich schon, aber die Erklärung würde das Gespräch in eine Richtung lenken, die Claire nicht wollte.

„Die Leute, die uns hier gefangen halten, haben ihn umgebracht“, antwortete sie, und verzog unwillkürlich ihr Gesicht dabei, als ihr klar wurde, wie dumm das war.

Natürlich, es stimmte streng genommen sogar irgendwie, aber wie lange würde es dauern, bis der Neue mitbekam, dass Leanne Branco getötet hatte, und wie vertrauenswürdig würde sie dann noch für ihn aussehen?

Jill stieß ein trockenes Lachen aus, schwieg aber weiter.

Warum hatte Claire nicht einfach gesagt, dass Branco Leanne angegriffen hatte? Das wäre sogar beinahe die ganze Wahrheit gewesen, und hätte viel besser geklungen.

Sie hörte aus dem Raum hinter dem niedrigen Raum leise eine Männerstimme, die aufgebracht irgendetwas sagte, dann eine Frauenstimme, die viel ruhiger und vernünftiger antwortete. Sie konnte sie nicht verstehen und versuchte, sich nicht ablenken zu lassen.

Sollte sie sich jetzt noch berichtigen?

Nein, das ging nicht. Wie würde das denn aussehen? Oh, nein, gerade fällt mir ein, ich hab das irgendwie verwechselt, tut mir leid. Klar.

Verdammt, Claire, warum kannst du nicht erst nachdenken und dann reden?

Der Asiate nickte müde.

„Ich will nach Hause“, sagte er.

„Willkommen im Club“, sagte Jill.

Ein Lautsprecher knackte, und eine völlig neue Stimme, die Claire noch nie gehört hatte, erklang daraus:

„Oh brother, I have love for my mother, for good times, for music and my mates. Yeah I laugh and I live and I have love to give but sometimes all you can do is hate. Oder was denkst du, Leanne?”

Die Stimme klang merkwürdig, als hätte jemand sie elektronisch verzerrt. Ein bisschen wie die des Mörders in Scream.

Leanne hob ihr trännennasses Gesicht zur Kamera, die Augen weit aufgerissen, ihr Mund halb offen.

„Henk?“ fragte sie. „Henk! Du musst mir helfen! Bitte Henk, kannst du mich hier raus holen? Ich will nicht sterben, Henk! Ich will nicht mit den anderen hier sterben, bitte hilf mir!“

Das Lachen aus dem Lautsprecher klang eigentlich sehr sanftmütig und freundlich, und gerade deshalb in diesem Moment unglaublich gemein.

„Leanne“, sagte die Stimme, „Ich würde dir nicht mal dann eine Hand reichen, wenn ich siebzehn davon hätte. Find dich damit ab: Du bist eine Versuchsperson. Es gibt nicht dich und die anderen. Es gibt uns, und euch, und du bist eine von den anderen. Ich würde auch lieber in einer Welt leben, in der alle Menschen Brüder sind, und Liebe und Wohlgefallen überall, aber wir leben nun mal in der Welt, in der alle Menschen Abschaum sind, und in der alles, was ich tun kann, ist, dich zu hassen.“

Sie starrte mit zusammengezogenen Brauen und noch immer halb offenem Mund in die Kamera.

„Warum?“ fragte sie sie schließlich.

Wieder das freundliche, geduldige Lachen.

„Henk, du kannst mich doch nicht einfach hier sterben lassen! Bitte, Henk! Hilf  mir!“

„I believe in karma, what you give is what you get returned.“

„Du machst doch genau das gleiche wie ich!“

„Ja. Aber ich komm gut damit klar. Wie ist es bei dir?“

Leanne starrte nach Luft schnappend die Kamera an und brachte kein Wort heraus.

„Was ist mit ihr?“ fragte der Asiate. „Warum weiß sie, wie dieser Kerl heißt, und warum redet sie so mit ihm?“

Er fummelte immer noch mit seinen Händen an seinem Overall und seinem Gesicht herum, sehr unentschlossen und fahrig, als könnte er sich nicht entscheiden, ob er lieber alles möglichst schnell abwischen wollte, oder ob er sich zu sehr davor fürchtete, herauszufinden, wieviel von was wo an ihm klebte.

„Möchtest du es ihm erklären?“ fragte Jill, und falls Claire noch Zweifel gehabt hatte, ob sie sie nicht leiden konnte, war das damit geklärt.

Claire stöhnte und verdrehte die Augen und gab die passendste ehrlichste Erklärung, die ihr gerade einfiel: „Sie hat hier mal gearbeitet, aber sie haben sie verstoßen, weil sie sich nicht an die Regeln gehalten hat.“

Ja, gut, das war vielleicht auch noch nicht ganz ehrlich, weil es Interpretationsspielraum ließ und Leanne damit potentiell viel besser dastand, als sie verdient hatte, aber wer war schon immer ganz ehrlich?

Claire ganz bestimmt nicht.

Jill lächelte säuerlich und schüttelte ihren Kopf. Nelson Jeffries blickte auf den Boden.

Die Männerstimme aus dem anderen Raum schrie nun schon richtig. Claire meinte, so etwas nie „Nein!“ und „… eure Regeln …“ zu verstehen.

Niemand sonst beachtete es, und auch Claire wusste, dass sie sowieso nichts daran ändern konnte, was dort geschah.

„Was, wenn das alles nur Show ist?“ fragte Jill. „Was, wenn sie immer noch für die arbeitet und nur versucht, unser Vertrauen zu gewinnen?“

„Dann hätte sie das aber echt ungeschickt angestellt, oder?“ fragte Claire zurück.

Jill schenkte ihr einen nachsichtigen Blick. „Vielleicht will sie, dass Sie genau das denken.“

Claire stöhnte.

„Vielleicht“, sagte Nelson Jeffries. „Und wir können Stunden damit zubringen, darüber nachzudenken, wer von uns vielleicht nicht ist, wer er vorgibt zu sein, und wer in Wahrheit für unsere Entführer arbeitet, oder wir können gemeinsam versuchen zu entkommen.“

„Es gibt kein Entkommen!“ rief Leanne, schrie sie beinahe. „Wollt ihr das nicht verstehen? Niemand entkommt! Glaubt ihr denn im Ernst, dass am Ende die letzte Tür einfach nach draußen führt, auf eine Wiese voller Butterblumen, und euch dann jemand die Hand schüttelt und euch ein Taxi ruft? Wie stellt ihr euch das denn vor, hä? Was glaubt ihr, was das hier ist?“

„Wir haben keine Ahnung“, antwortete Jill. „Was ist das hier?“

„Genau das, was sie sagen. Ein Labor. Eine Versuchseinrichtung. Was schätzt du, wie viele Rhesusaffen pro Jahr aus Tierversuchslaboren entkommen? Was würdest du sagen, wie viele Labyrinthe so konstruiert sind, dass die Ratten am Ende einen Ausgang ins Freie finden?“

„Aber was soll das hier?“ fragte Claire. „Warum macht ihr das?“

Leanne zuckte die Schultern. „Ich arbeite nur hier“, sagte sie.

„Es gibt also keinen Ausweg?“ fragte Nelson Jeffries.

Sie schüttelte den Kopf. „Aber immerhin gibt es Kuchen“, sagte sie.

„Wie konnten Sie damit leben?“ fragte er. „Wie konnten Sie das alles tun? Pascal war noch ein Kind!“

„Woher wissen wir, dass irgendetwas wahr ist, was sie erzählt?“

„Wir wissen gar nichts“, sagte der Asiate. „Deswegen müssen wir es weiter versuchen. Was können wir sonst tun?“

Leanne schnaubte und schüttelte den Kopf.

Jill spuckte sie an und sagte: „Er hat Recht. Wir müssen es versuchen. Und du gehst jetzt da rein und suchst die nächste Tür.“

„Ich geh da nicht rein“, sagte Leanne mit mit ungewohnt schwacher Stimme. „Ich kann nicht.“

Ein dumpfer Schlag erklang aus dem Raum nebenan, und ein Schmerzensschrei.

„Was geschieht da?“ fragte Jeffries.

„Ahhh!“ schrie jemand, und nun, da alle lauschten, konnte sie ihn auch besser verstehen. Vielleicht war er jetzt auch näher an der Türöffnung. „Schon gut! Schon gut! Ich gehe!“ rief er.

Der Lautsprecher knackte, und die verzerrte Stimme lachte.

„This ain’t no place for no hero“, sang die Stimme, „This ain’t no place for no better man.”

„Vielleicht kann er die Tür suchen“, sagte Leanne, während aus dem niedrigen Raum immer lauteres Ächzen und Stöhnen und Gejammer zu ihnen drang. „Er ist doch jetzt sowieso schon drin.“

„Ohmeingottohmeingottohmeingott!“ stieß der Mann hervor, „Bahh! Ohmeingott!“

Hätte sie nicht sehen können, dass die Decke sich nicht bewegte, hätte sie befürchten müssen, dass er auch gerade zerquetscht wurde.

Claire betrachtete die Öffnung zwischen Decke und Boden. Sie sah jetzt etwas höher aus als vorhin. Es sollte für sie kein Problem sein, sich hindurchzuzwängen.

Sie dachte an Paul und Laura, ihre Kinder, die sie nie wieder sehen würde, und die nie erfahren würden, was aus ihrer Mutter geworden war, wenn Leanne Recht hatte. Das tat doppelt weh, weil Claire sich vorstellen konnte, was sie vermuten würden, und ihr Vater, und all die anderen Menschen, die sie schon so oft enttäuscht hatte.

Claire seufzte.

„Ist gut“, sagte sie. „Ich gehe. Also, sobald er raus ist.“

****************************************************

Marks Kieferknochen traten sichtbar hervor, als er seine Zähne zusammenbiss und sich zusammenriss, so gut er konnte. Seine Augen schwammen, und er musste sich konzentrieren, um regelmäßig zu atmen. Seine Lippen bebten, aber er hoffte, dass man es nicht sah.

Er hörte ihre Schritte auf der Leiter. Er sah, wie sich die Leiter bewegte. Und dann sah er eine Hand, dann eine zweite, und dann Reginas Kopf.

Er wollte zu ihr laufen, er wollte sie in seine Arme schließen und nie mehr loslassen, er wollte in Tränen ausbrechen, und in diesem Moment war er sich nicht sicher, ob er eine Wahl hatte, aber er zwang sich, stehen zu bleiben.

Sie stieg in den Schleusenraum, zog die Leiter hinter sich hinauf, schob die Betonplatte wieder auf die Öffnung, richtete sich auf, und sah in Marks Augen.

Ihr Gesicht trug keinen erkennbaren Ausdruck.

„Hallo“, sagte er.

Sie kam auf ihn zu, ohne ein Wort zu sagen, ohne eine Emotion zu zeigen. Sie blieb vor ihm stehen und sah ihn an. Er erwiderte ihren Blick, sein Atem stockte, und er musste seinen Mund ein Stück öffnen, weil eine Nase blockiert war. Er wagte nicht zu blinzeln, weil er Angst hatte, dass die Tränen dann aus seinen Augen laufen würden. Oder würde es helfen, zu blinzeln? Sollte er etwas sagen? Aber was? Er konnte-

Sie holte weit aus und versetzte ihm einen Faustschlag ins Gesicht. Mark dachte nicht einmal darüber nach, sich zu verteidigen, obwohl er den Schlag lange vorher kommen sah.

Regina verzog ihr Gesicht und schüttelte ihre schmerzende Hand, und dann stieß sie die Handfläche in sein Gesicht.

Mark stöhnte und taumelte zurück.

Sie trat in seine Seite. Er fiel zu Boden. Sie trat in seinen Bauch. Er stöhnte und krümmte sich zusammen. Sie trat in sein Gesicht. Für einen Moment wurde es schwarz um ihn. Er wusste nicht genau, ob er ganz bewusstlos gewesen war oder nicht, aber als er wieder etwas wahrnahm, stand sie keuchend über ihm und blickte noch immer ausdruckslos auf ihn herab.

„Kann ich…“ Er unterbrach sich, spuckte aus und wischte etwas Blut aus seinem Gesicht. Einer seiner Zähne fühlte sich locker an. „Kann ich… Es tut mir leid, Regina. Es tut mir leid. Kann ich irgendetwas tun, damit du mir vergibst? Irgendetwas?“

Sie schüttelte langsam den Kopf, und es tat weh. Es war keine Antwort auf seine Frage.

„Wofür habt ihr mich zurückgeholt?“ fragte sie.

„Wir brauchen deine Hilfe“, antwortete Mark. „Nick…“ Er zögerte. Es war merkwürdig, dass er noch fürchtete, es ihr zu sagen. Dass er glaubte, noch etwas von ihrer Achtung zu verlieren zu haben. „Nick hat Jacky, und er hat sich in Cynthias Büro eingeschlossen.“

Der fassungslose, verwirrte Ausdruck in ihrem Gesicht fühlte sich auf perverse Weise gut an. Genau so hätte sie ihn auf diese Worte hin auch angesehen, wenn alles zwischen ihnen in Ordnung gewesen wäre. Es war nicht viel, aber es war offenbar alles, was er bekommen würde.

„Was? Nick hat… Was?“

Mark richtete sich mühsam in eine halbwegs sitzende Haltung auf und schob sich mit den Füßen zur Wand, um sich anlehnen zu können.

Er betastete vorsichtig die schmerzenden Stellen an seinem Körper. Immerhin schien kein bleibender Schaden entstanden zu sein.

„Ich verstehe es auch nicht. Niemand … versteht es so richtig, ich glaube, Nick eingeschlossen. Er hat entschieden, dass er rebellieren möchte. Er will ein Held sein, deswegen hat er Cynthia angegriffen, dann ist er geflohen und hat … Cora als Geisel genommen und eine Waffe aus ihrem Fundus gestohlen, und jetzt hat er sich in Cynthias Büro eingeschlossen“

„Mit Jacky“, sagte Regina.

Mark nickte.

„Was hat Jacky in Cynthias Büro zu suchen?“

Die Frage war nicht ganz ein Schrei.

„Ich fürchte, hff ahh!“ Er hatte sein linkes Auge berührt, und es fühlte sich an, als würde es womöglich ganz oder zumindest teilweise zuschwellen. Das war ungünstig. „Ich fürchte, wir haben keine Zeit, das alles zu diskutieren.“

„Keine Zeit?“ Die Frage war nun so gut wie ein Schrei. „Wieso haben wir keine Zeit? Meinst du, sie ist bei Nick schlechter aufgehoben als bei dir? Ja, sicher, er ist auch ein wahnsinniger Geiselnehmer, aber im Unterschied zu dir hat er vielleicht noch ein kleines Bisschen Anstand irgendwo.“

Mark seufzte und zwang sich, den Schmerz zu ignorieren.

„Das Audit ist heute Nachmittag geplant, und Cox kann jede Minute hier ankommen. Willst du warten, bis Blight Nicks kleine Rebellion beendet?“

Er hielt es für opportun, zu verschweigen, dass er selbst genau das vor Kurzem noch vorgeschlagen hatte. Er hatte nicht nachgedacht. Die Situation hatte ihn überfordert. Er hatte das offensichtliche Problem in diesem Plan nicht erkannt.

Blight würde Nick ausschalten, und er würde Cora befreien, falls er nicht entschied, sie als Kollaborateurin zu betrachten. Jacky würde ihm nichts bedeuten. Er würde sie als ein Druckmittel gegenüber Mark und Cynthia sehen, und damit als Problem, das ihn in der Ausführung seiner von Cox erteilten Aufgabe behinderte. Womöglich würde Cox ihn sogar anweisen, sie zu töten, weil er in Cynthias Zuneigung zu ihr ein Problem sah, oder weil er annahm, dass sie Marks Loyalität gegenüber den Laboratorien beeinträchtigen würde, solange sie noch am Leben war.

Mark wollte sich gerne einreden, dass Cox damit Recht hätte.

Regina verstand das Problem sofort.

„Wie kommen wir an ihn ran?“ fragte sie.

Mark versucht, sich langsam an der Wand hinaufzuschieben.

„Ich hab mir was überlegt“, sagte er, „aber erst mal muss ich wieder ein bisschen zu Atem kommen.“

„Mach das“, sagte sie. Sie trat wieder in seinen Bauch, und er fiel wieder zu Boden. „Und erklär mir vielleicht solange, was Jacky in Cynthias Büro zu suchen hatte.“

 

Lesegruppenfragen

  1. Wie mögt ihr das am liebsten formatiert, wenn Charaktere direkt was denken? Mit ‚Gedanke‘ oder sogar „Gedanke“, oder so wie ich es gemacht habe, oder am liebsten gar nicht?
  2. Denkt ihr auch, dass man manchmal nur hassen kann?
  3. Wie hättet ihr an Claires Stelle Leanne vorgestellt?
  4. Glaubt ihr, dass Jacky Marks Loyalität beeinträchtigt?

Interaktivitätsfragen

A. Soll Marks Plan aufgehen?

B. Soll die Decke sich senken, während Claire in dem niedrigen Raum ist?

C. Wie soll Abdiel sich zu Leanne stellen?

D. Wollt ihr Cynthia in der nächsten Episode sehen? Was? Ja, ich weiß, dass ist eine tumbe Alibifrage, weil mir keine bessere einfällt, und die dritte ist auch schon ein bisschen komisch. Mann Mann Mann. Ihr seid ein anstrengendes Publikum heute.

25 Responses to Bright Outlook (19)

  1. Guinan sagt:

    Heute mal ausnahmsweise pünktlich:
    1. Ist ok so. „“ würde ich als ausgesprochen deuten und `´finde ich irritierend.
    2. Ich weiß nicht. Mag sein, aber ich traue mir unverfälschten Hass nicht zu. Meine Gefühle sind meist ein ziemliches Durcheinander bunt gemischter Emotionen.
    3. Wahrscheinlich hätte ich direkt gesagt, dass Leanne jemand von Bright Outlock ist. Ich sehe keinen Grund, sie zu schützen und die Situation zu beschönigen.
    4.Ja. Meine Loyalität wäre jedenfalls beeinträchtigt.
    5. Zu viel Ekelpotential für mich in der ersten Szene.
    6. Reginas Reaktion mag ich sehr.
    7. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dir für die Erweiterung meines musikalischen Horizonts dankbar sein sollte.
    A Wäre ja nett zu wissen, wie der Plan aussieht. Ich sag mal auf Verdacht ja.
    B Nein, da ist schon genug Sauerei.
    C. Misstrauisch, ablehnend.
    D. Ja.

  2. Muriel sagt:

    @Guinan: Danke!
    2. Ja klar, meistens. Aber was ist zum Beispiel, wenn du an Michael Bay denkst, oder an Revolverheld?
    7. Ich bitte dich. Savage Garden kanntest du garantiert vorher schon, und die anderen beiden kann doch nun wirklich niemand schlecht finden, der noch bei klarem Verstand ist.
    A. Du solltest dich schämen! Wie kannst du ihm bei so einem Vorhaben noch Erfolg wünschen? Ich meine, die Welpen können doch wirklich nichts dafür!

  3. Guinan sagt:

    @Muriel: 2. Das dabei vorherrschende Gefühl ist Langeweile.
    7. Nein. Ich hab mir jetzt ein paar Titel angehört stelle fest, dass ich nichts verpasst habe. Und zu meinem unklaren Verstand muss ich wohl stehen.
    A. Och, wenn es nur um Welpen geht, dann ist ja alles in Ordnung. Kein großer Verlust.

  4. Muriel sagt:

    @Guinan: 2. Ja, genau. Ist das nicht das gleiche?
    7. und A. Na, das hätte ich mir denken können. Wer Passenger nicht mag, der quält halt auch Welpen.

  5. Guinan sagt:

    Gar nicht wahr. Ich schlachte die vor der Zubereitung schnell und möglichst schmerzfrei.

  6. Muriel sagt:

    Da entgeht dir aber was. So geschmacklich.

  7. Guinan sagt:

    Zu viel Adrenalin im Fleisch beeinträchtigt den Geschmack.

  8. Muriel sagt:

    Ach. Von Hundezubereitung hast du also auch keine Ahnung.

  9. Guinan sagt:

    Dann hab ich wohl zu oft an kleinen Kindern geübt.

  10. Muriel sagt:

    I’d give you a taste, but your tongue’s in the stew…

  11. Henk sagt:

    So. Gezz hab ich Bright Outlook durch. Absolut spannend, klasse geschrieben, gute Charakterzeichnung, kurz und gut: Ich bin begeistert. Wenn ich gezwungen wäre, irgend etwas Negatives zu finden, würde ich mich auf die Formatierung beschränken können. Hut ab!

    Zu deinen Fragen:
    1) Die Formatierung ist gut so. Mir ist – wenn ich das restrospektiv und völlig abseits deiner Frage kurz bemerken darf – die kursive Formatierung des Rückblick auf Mark und Reginas Kennenlernen negativ aufgefallen. Es gab vorher doch schon Rückblenden und chronologische Sprünge, so dass eine besondere Hervorhebung aus meiner Sicht nicht nötig gewesen wäre.
    2) Ja.
    3) Ich hätte Leanne sicherlich weniger zurückhaltend vorgestellt. Claire ist zwar eine der Identifikationsfiguren, aber dfas bedeutet ja nicht, dass sie so sein muss wie der Leser.
    4) Nicht in stärkerem Maße als Regina.

    A. Bitteschön ja! Mindestens so halbwegs.
    B. Da Henk der Versuchsleiter ist, bin ich etwas befangen. So wie ich ihn mir vorstelle, spielt er vielleicht etwas mit der Decke herum. Eine zermatschte Claire wäre für den weiteren Handlungsverlauf natürlich schade.
    C. Abdiel und Leanne sind – im Gegensatz zu vielen anderen toll gezeichneten Charakteren – aus meiner Sicht etwas blass und einseitig. Vielleicht können sie ja bei ihrem Aufeinandertreffen ein paar neue Charakterzüge zeigen. Dabei dürfte Leanne als Vertreterin des Systems aber nicht gerade die beste freundin von Abdiel werden.
    D. ja, und zwar nackt. 😉 Nein, im Ernst: Egal.

  12. Muriel sagt:

    @Henk: Vielen Dank für dein Lob. Sowas liest man als Autor natürlich unwahrscheinlich gerne. Trotzdem darfst du natürlich jederzeit auch mehr als die Formatierung kritisieren. Das macht zwar nicht unmittelbar so viel Freude, ist dafür aber langfristig nützlicher.

    1. Ich arbeite zu viel mit kursivem Text. Findet meine Lektorin auch. Vielleicht sollte ich einfach ganz drauf verzichten. Braucht man eigentlich nie wirklich.
    4. Nur zum Verständnis: Du meinst damit, dass er seine Tochter genauso ausgeliefert hätte, richtig?
    B. Ich will das Ergebnis nicht vorwegnehmen, aber zumindest klarstellen, dass ich die Formulierung der Frage bewusst gewählt habe.
    C. Bei Abdiel gebe ich dir völlig Recht. Leanne finde ich persönlich toll, aber dass sie einseitig ist, stimmt natürlich trotzdem. Ich mag das manchmal. Bin selbst ja auch ein eher schlichtes Gemüt.
    D. Ähm. War nicht Bestandteil der Frage. Auch mit Mehrheit habt ihr da keinerlei Autorität. Just sayin.

  13. fichtenstein sagt:

    1. Ich schließe mich den anderen an, du schreibst das übersichtlich genug, dass man keinen Firlefanz braucht, der das Lesen am Computer noch schwieriger macht.
    2. Ich glaube, ich hab noch nie ausschließlich gehasst, das Potpourri passt also auch eher für mich als konzentrierte Gefühle.
    3. Ich schließe mich auch hier der Mehrheit an, Claire ist eindeutig zu nett, da kann ich mich gar nicht mit ihr identifizieren. Als nächstes fordert sie noch alle zum Gruppensingen auf.
    4. Bei Mark bin ich mir gar nicht so sicher, er hätte sie ja auch fast/quasi an Bright Outlook abgegeben. Es gäbe sicher einen Riss in seiner Loyalität, aber wie Mark schon selbst ahnt, wenn Jacky einmal tot wäre, stünde nichts mehr zwischen ihm und Bright Outlook, denn Regina hat er ja relativ fix ausgeliefert.
    5. Gore find ich gut, das hätte ich normalerweise nicht erwähnt, aber bevor wegen Guinan hier auf PG13 umgeschrieben wird, dachte ich, ich vertrete mal die matschige Guts’n Blood Seite.

    A. Also ich bin so auf Blights Reaktion/Fähigkeiten gespannt, dass ich möchte, dass der Plan im letzten Moment nicht aufgeht.
    B. Ich stimme Henk zu und eigentlich ist ja sein Wort in diesem Fall Gesetz oder? Also: Ein wenig teasen, ohne die Gedärme spritzen zu lassen.
    C. Ich bin da eher emotionslos, was die Beiden angeht, da sie zu den nervigsten Personen in der Geschichte gehören, wäre es fast witziger, wenn sie ein Team bilden. So wie Jar Jar Bings und die Ewoks!
    D. Ja!
    E. Hab ich eigentlich überlesen, dass Branco nun endgültig tot ist oder denken die anderen einfach immer noch, dass er hops gegangen ist, obwohl er noch bewusstlos ist?

  14. Henk sagt:

    @Muriel, zum Thema Lob und Tadel:
    Wenn du weniger erfreuliche, dafür aber härtere, dich voranbringende Kritik willst, dann schreib halt schlechter. Ich kann nur das schreiben, was ich meine und keine Rücksicht darauf nehmen, ob ich dir damit nützlich bin oder nicht. So.

    Zu 4.: Ja, fast. Ich meine, dass ich bei jemandem, der seine offenbar innig geliebte Frau zwar schweren Herzens, aber trotzdem ausliefert, keine Gründe sehe, warum er seine ebenfalls innig geliebte Tochter nicht auch ausliefern sollte. Entweder ist er so loyal seinem Arbeitgeber gegenüber, dass er das locker abspaltet ;-| oder die Firma hat irgendein Druckmittel gegen ihn in der Hand. Mehr Möglichkeiten fallen mir gerade nicht ein, und bei beiden sehe ich keinen grundlegenden Unterschied zwischen Tochter und Partnerin, der ein unterschiedliches Handeln nahelegt.

    Zu D.: Schon klar. Ich hatte vorher im anderen Thread AV’s Vorwurf des schlechten Witzes gelesen und wollte die in mich gesetzten Erwartungen erfüllen.

  15. Muriel sagt:

    @fichtenstein: 1. Ist das wirklich so, dass manche Leute kursiv nicht so gut lesen können? Ich kann mir das immer gar nicht vorstellen.
    Vielleicht würde es mehr Spaß machen, wenn ich in Comic Sans schreibe?
    3. Wir wollen aufsteh’n, aufeinander zugeh’n, voneinander lernen, miteinander umzugeh’n…
    5. Wird sich ohnehin nicht ganz vermeiden lassen. Aber schön zu wissen, dass sich jemand drüber freut.
    C. Das hat weh getan.
    E. Die Geschichte enthält bisher keine eindeutige Festlegung auf seinen Tod oder sein Überleben.

    @Henk: Ach Gott, ich lauf gleich rot an.
    4. In Film und Fernsehen und Literatur ist die Opferbereitschaft für die Kinder meistens größer als für den Partner. Ich weiß nicht, ob sich das auf die Realität übertragen lässt, aber zumindest wollen die, dass wir glauben, es gebe einen maßgeblichen Unterschied.
    D. Won’t somebody pleaeaeaease think of the children?

  16. fichtenstein sagt:

    1.) Comic Sans wäre ganz großes Kino, wobei Papyrus den Tiefen des Internets nach noch angenehmer zu lesen ist.

    C.) Allerdings finde ich es immer notwendig, dass es solche Charaktere gibt, gerade anstrengende Personen sorgen für Reibungen und sollten daher so lange wie möglich in der Geschichte bleiben…und wenn sie nun schwer verletzt in der Geschichte bleiben, wäre das auch nicht schlimm, hüstel.

  17. Henk sagt:

    @Muriel: Zum rot Anlaufen gibt es keinen Grund. Mir gefällt die Geschichte einfach gut, mehr nicht.

    Das stimmt, aber ich finde diese unterschiedliche Bewertung sinnlos, unfair, beschämend und würde – schon aus Protest – im Zweifel immer eher das Kind über die Klinge springen lassen.

    Womit dann auch D. beantwortet wäre. 😉

  18. Günther sagt:

    4. Ich denke schon.

    A. Ja.
    B. Langsam. Damit bloß keine Langeweile aufkommt.
    C. In seinen Augen müsste sie ja absoluter moralischer Abschaum sein.
    D. Da schließe ich mich Henk an.

  19. Aleks sagt:

    So, hatte viel um die Ohren, melde mich hiermit aber auch „zurück“

    1. So wie dus machst passt schon.
    2. Allerdings
    3. Vermutlich hätte ich den Satz mit mit „Diese Fotze …“ begonnen und ihr, solange sie abgelenkt ist nen tüchtigen Tritt vor den Schädel verpasst … naja, alles Spekulation, ich würde in der Situation von Claire eigentlich nur sehr ungern sein wollen und kann schwerlich sagen, wie ich in der Situation reagieren würde.
    4. Das hoffe ich doch schwer. Aber ich hoffe auch, dass schon Regina seine Loyalität beeinflusst und er sie vielleicht einmal verraten kann, aber nicht zweimal.

    A) Wär ich für. Viellleicht haarscharf, aber ja.

    B) Nein. Ich halte es aber eigentlich schon fpür nicht sehr realistisch, dass überhaupt noch jemand in diese Falle klettert, außer denen die aus dem Startraum rauswollen.

    C) Ich halte Abdiel für einen kompromisslosen Überlebenskünstler der in seinem Leben viel Scheiße durchgem,acht hat und sich immer sofort auf die Seite stellen wird, von der er sich den größten Vorteil erhofft. Von einer mit dem Labor vertrauten Killermaschine wie Leanne könnte er sich also einen Vorteil erhoffen und wird ihr jedenfalls nicht mit offneer Antipathie begegnen.

    D) Ja

    Zum Thema Schreib-Kritik, meine wärmste Empfehlung ist da dieses Forum:
    http://www.federfeuer-forum.de/forum/index.php

    Das beste Forum für Schreibkritik in den weiten des Internets, wie ich finde. Auch wenn du da selbst erstmal liefern musst. Nur soam Rande.

  20. madove sagt:

    Ich bin so verpeilt die Tage *facepalm*, das ist ja schon ein NEUES KAPITEL. Seit acht Tagen! Halleluja!

    1. Ist gut so. Alternativ würde ich auch ‚Gedanke‘ akzeptieren, aber ich glaube, so ist es besser.

    2. Damit kenn ich mich nicht so aus. Ich hab da eher ein Defizit.

    3. Wahrscheinlich genauso wie Claire. Und ich würde mir sogar einreden, daß mein konfliktvermeidendes Verhalten nicht nur feige sondern sogar sinnvoll ist.

    4. Minimal bis gar nicht. So fix wie er Regina ausgeliefert hat? Selbst wenn Jacky ihm dreimal so wichtig ist… vielleicht ist sein Selbstmitleid größer, wenns schiefgeht, aber davon hat sie auch nix.

    A-D Ich schaff es einfach nicht, irgendwas anderes zu wollen als daß alles gut geht. also Marks Plan ja, Quetschclaire nein.
    Hm, okay, Abdiel traue ich nur Genörgel zu, so wie er gezeichnet ist, und Cynthia, oh, ja, Cynthia seh ich gerne *schauder*

  21. Muriel sagt:

    @Günther: D. Kannst du vergessen. Cynthia behält ihren Anzug an.
    @Aleks: 4. Ich mag Leute, die an das Gute im Menschen glauben.
    C) Interessanter Ansatz. Ob er sie auch für so nützlich hält, wäre natürlich noch zu fragen.
    Für den Hinweis auf das Federfeuer vielen Dank! Ich werde das mal gründlich prüfen.
    @madove: Ich staune ja immer, wie du es dann noch merkst. Wenn ich einen Post beim ersten Mal übersehe, dann ist meine Chance eigentlich vertan, glaube ich.
    3. Na endlich jemand, der Claire versteht. Danke! In gewisser Weise ist es doch auch wirklich sinnvoll. Die Gruppe soll doch zusammenhalten. Und so.

    Cynthia, oh, ja, Cynthia seh ich gerne *schauder*

    So mag ich das.

  22. Muriel sagt:

    Na gut, dann wollen wir doch mal auszählen.
    A: 5 ja, 1 nein.
    B: 3 nein, 3 ja.
    C: Naturgemäß ein bisschen schwierig. Ich zähle so: 2 skeptisch, 2 Teambildung, 1 emphatische Ablehnung. Damit hat sich die Mehrheit dafür ausgesprochen, dass er ihr ablehnend gegenüber tritt.
    D: Einstimmig ja.

  23. Aleks sagt:

    @Muriel: Naja, was heißt „das Gute“. Man muss ja nicht direkt „gut“ sein um Liebe zu empfinden und alles zu tun, um diese Liebe zu verteidigen. Im Gegenteil denke ich, ein rücksichtsloser Egoist wie Mark, gewohnt zu bekommen, was er will und durchaus mit Familiensinn, wäre eher zum Verrat „qan der Sache“ bereit als jemand der an das Gute glaubt und deshalb seine Loyalität bereitwillig über alles stellt.

  24. Muriel sagt:

    @Aleks: Ich hatte das nur so leicht dahin gesagt. In gewisser Weise hast du natürlich Recht, obwohl es für die meisten Menschen wahrscheinlich schwer wäre, die Mitwirkung an den Experimenten von Bright Outlook als eine gute Sache zu verteidigen, insbesondere, wenn man dafür geliebte Menschen opfern soll.

  25. madove sagt:

    @Muriel Irgendwann kommt halt der Moment, wo ich denke, Hm…. gibt es vielleicht mal wieder ein Bright Outlook? und explizit danach schaue. Einen völlig übersehenen Einzelbeitrag würde ich wahrscheinlich nicht bemerken (wenn ich nicht über einen kommentar draufkomme).

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