Yay Obama!

You know, American people, I know I’m a bit late, but I just gotta say this:

I’m so glad you picked Obama, and not the other one.

He’s such a great guy. Obama, I mean. I mean, yeah, he should probably stop killing innocent people, but apart from that, great guy. He has that unbelievably cute smile, don’t you think? Just can’t stay mad at him. And besides, they’re usually foreigners, so, like, who cares, right?

I’m just so excited we get to keep him as president, because … well… Yes, I guess war is not such a great thing, he might want to avoid that, but …. hey, do you remember the fly? When he caught the fly in the air? That was so cool, wasn’t it? Great guy.

And he even realized that gay people should probably be treated almost exactly like other citizens, just before the election. Isn’t that great?

Yes, sure, there’s that thing about imprisoning people without due process, but at least he’s stopped torturing them. He says. Mostly. That’s got to count for something. The other one wanted to torture them, I think, so Obama is obviously the better choice. No denying that, right? Imprisoning people is still better than imprisoning people and torturing them, isn’t it? I mean, duh, right?

And yes, like the other one, he talks to an invisible friend who tells him what’s right and wrong, but at least he’s not wearing that stupid magic underwear stuff, so if anyone should have the power to destroy the world and to just imprison and kill anyone he wants to, it should really be him and have you seen that video of him singing „Call me maybe“? Such a great guy.

So, American people, Lady Gaga is so right, you can be very proud of yourselves. Congratulations. I can’t imagine anyone I’d rather have as leader of the free world. Except maybe someone who doesn’t kill innocent people, doesn’t think it’s right to imprison someone without due process, doesn’t believe batshit crazy stuff without good reasons and doesn’t need the pressure of an election to understand that gay people are people. I might just rather have someone like that. But I guess you have to be realistic about such things.

So yay Obama!

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22 Responses to Yay Obama!

  1. eumloquatur sagt:

    Sorry wegen offtopic,
    Muriel, hast Du zufällig Chestertons Orthodoxie im Regal? Wenn nicht, dann nicht kaufen! Du kriegst es zu Nikolaus.

  2. Muriel sagt:

    @eumloquatur: Nee, hab ich nicht. Freue mich drauf.

  3. Dietmar sagt:

    Ja, kann ich auch nicht verstehen, dass er seine Vorstellungen nicht so einfach durchsetzen kann. Der hat bestimmt absichtlich alle nur belogen …

  4. Muriel sagt:

    @Dietmar: Ich verstehe nicht ganz den Zusammenhang zwischen deinem Kommentar und meinem Beitrag.

  5. Guinan sagt:

    Manchmal freut man sich eben schon, wenn nur das kleinere von zwei Übeln eintritt.

  6. Muriel sagt:

    Sag ich doch.

  7. Guinan sagt:

    Ja. Deshalb wollte ich ja genießen, dass ich dir tatsächlich mal zustimmen kann.

  8. Muriel sagt:

    @Guinan: Tust du doch gar nicht so selten.
    Aber um das noch mal zu erweitern: Klar verstehe ich, wenn jemand erleichtert ist, nachdem sein Neurochirurg ihm gesagt hat, dass der Gehirntumor gutartig war.
    (Wie meinst du, was völlig anderes? Neinnein, hör mal zu, ich hab mir das gut überlegt.)
    Aber wenn er dann ein T-Shirt und kleine Fähnchen kauft mit Werbung für gutartige Gehirntumore,
    (Was? Nein, wart ab, das ist eine tolle Metapher!)
    und einen „Pro Gehirntumor!“-Aufkleber an seine Stoßstange pappt,
    (Nein, hör mir doch erst mal zu Ende zu!)
    und andere Leute auffordert, sich doch bitte bald für einen Gehirntumor zu entscheiden, ganz egal ob gut- oder bösartig,
    (Nein, lass mich ausreden, die Metapher ist großartig!)
    und dann voller Begeisterung in die Welt hinaustwittwert, wie stolz er auf seinen Tumor ist,
    (Nein, da hinkt nichts, das ist genau das gleiche)
    dann finde ich das schon ein bisschen merkwürdig.
    (Naja. Vielleicht hattest du Recht. Ein bisschen daneben ist die Metapher schon.)

  9. Guinan sagt:

    @Muriel: Mit den amerikanischen Gegebenheiten kenne ich mich nicht gerade gut aus, ich weiß nur, was man eben so durch die Medien mitkriegt. Wie ich das sehe, geht es da um die mächtigste Einzelperson der Welt, mit den weitreichendsten Entscheidungsbefugnissen und eher unwirksamen Kontrollgremien. Und was in den USA passiert, wirkt sich bei uns über kurz oder lang aus, zumindest stärker als irgendwas in Russland oder Australien. Wenn nun bei den stärker politisch Interessierten die Emotionen hochkochen, dann kann ich das schon nachvollziehen.

  10. Muriel sagt:

    @Guinan: Ich auch.

  11. Guinan sagt:

    @Muriel: Aber drüber lustig machen musste trotzdem sein?
    Ja, gut, kann ich auch nochvollziehen.

  12. Muriel sagt:

    @Guinan: 1. Ja.
    2. Dass ich das Hochkochen an sich verstehe, heißt ja nicht, dass ich die Ausprägung verstehe, und wenn ich sie verstehe, heißt das noch nicht, dass ich sie für richtig oder sinnvoll halte, und sogar wenn ich etwas für richtig und sinnvoll halte … S. 1.

  13. Guinan sagt:

    @Muriel: Ich freue mich über diese überschäumende Begeisterung (etwa so wie über Autokorsos zu irgendwelchne Meisterschaften, so eine Art fremdfreuen)- aber wahrscheinlich noch mehr mehr über deine Metapher vorhin. (Und bin fassungslos, wie du auf meine Mimik reagiert hast. Telepathie ist scheinbar doch möglich.)

  14. Muriel sagt:

    @Guinan: Dass jemand sich freut, wenn seine Mannschaft gewonnen hat, kann ich …
    Nee, kann ich eigentlich auch nicht. Aber der durchschnittliche Fußballspieler tötet immerhin nicht vorsätzlich kleine Kinder. Da ist Sympathie noch irgendwie akzeptabel, in meinen Augen. Andererseits macht Lenore sowas auch, und die mag ich total gerne, aber wieder andererseits hätte ich trotzdem ziemliche Angst, wenn sie zur US-Präsidentin gewählt würde, und ich könnte mich darüber wahrscheinlich nicht mal dann richtig freuen, wenn ihr Gegner Sigmar Gabriel gewesen wäre.

  15. Guinan sagt:

    @Muriel: Nicht mal, wenn nur die Wahl zwischen Lenore und Cynthia gewesen wäre?

  16. Muriel sagt:

    @Guinan: Ich glaube, Cynthia wäre in meinen Augen sogar die bessere Präsidentin (auch verglichen mit Obama), aber sowas ist natürlich schwer abzuschätzen.
    Im Kern geht es mir aber eben darum, dass für mich das Entsetzen über die beiden Alternativen nicht wieder aufgewogen werden könnte durch die Freude, dass die knapp weniger schlimme sich durchgesetzt hat.

  17. freiheitistunteilbar sagt:

    Manchmal freut man sich eben schon, wenn nur das kleinere von zwei Übeln eintritt.

    Was bei freiheitsliebenden Menschen eben nicht Obama ist, da kommt einem der trottelige Kriegstreiber George W. Busch überraschender Weise sympathischer vor. 😉

  18. fichtenstein sagt:

    @freiheitistunteilbar: stimmt, Mitt Romney, oder noch besser, George W. Bush hab ich auch noch nie im Kontext der Freiheitseinschränkung gesehen, gerade bei Bush lief ja alles gut und Mittens hätte auch erstmal dafür gesorgt, dass Guantanamo endlich abgeschafft wird. Rede ich hier eigentlich gerade mit einem Troll? Diese Zwinkersmileys sollten wirklich nur dann angewandt werden, wenn man trollt, bzw. ironisch wird, ansonsten haben die nix in einer Unterhaltung zu suchen.

  19. Muriel sagt:

    @fichtenstein:

    Rede ich hier eigentlich gerade mit einem Troll?

    Ja.

  20. ichbindaswortistich sagt:

    100% agreement.
    Besides, Obama is not, as some like to suggest, the lesser of two evils. Muriel is right to point out that both candidates are evils of the same quality, since both agree more with each other than they differ from one another. This does not only apply to foreign but also to home policies. Contrary his political enemies’ propaganda, Obama is not the President for the common people, let alone the poor. He is by far no socialist (which is considered an extreme insult in the United States of America).
    Yet even considering foreign policies exclusively, Obama is by no means the lesser of two evils. Let me give you just two examples in addition to the aspects Muriel has already pointed out.
    First, Obama and Romney agreed in a scaringly harmonious manner, that the USA must and will always side with Israel, regardless of circumstances. In other words, if Israel decides to ignore international laws and rights, so be it. If it decides to go to war with any of its neighbour countries, the USA will join it.
    Second, with Obama, words such as ‘peace’, ‘understanding’, and ‘freedom’ will, with respect to foreign policies, remain unheard of. The USA will continue its imperialistic course, despite those voices saying that the American empire already is upon its decline. Instead of peaceful negotiations, the USA will continue using military force so as to ensure their companies’ economic interests.
    Ironically, Germany will face a similar choice when it comes down to Merkel versus Steinbrück. None of them is the lesser evil. It is rather a case of ‘pick your poison’.

  21. Muriel sagt:

    @ichbindaswortistich: Let’s say, about 80%.
    I hate to stab you in the back after you supported my argument, but I have to say that, for me, Obama is definitely the lesser evil. There’s hardly anything he does that Romney wouldn’t have done worse, and there’s that whole area of human rights in procreation and equality that Romney would have handled so abysmally, I’m pretty sure Obama is the much better choice by quite a margin.
    And not being a socialist is a plus in my book. Obviously.

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