Bright Outlook (23)

Jaa, dies ist offensichtlich auch noch nicht das Ende unseres fantastischen interaktiven Fortsetzungsromans. Noch lange nicht? Wer weiß. Eine oder zwei Episoden, sag ich mal. Ich weiß, ihr habt das schon öfter gehört. Aber diesmal ist es mir ehrlich ernst.

Viel Spaß!

Was bisher geschah
Im ersten Kapitel erwacht Claire und lernt die erste der anderen Versuchspersonen fürchten.
Im zweiten Kapitel erwachen auch alle anderen. Die Tür zum zweiten Raum öffnet sich (wieder), und Claire beginnt eine Vorstellungsrunde.
Im dritten Kapitel setzen die Versuchsteilnehmer die Vorstellungsrunde fort öffnen die Tür zum dritten Raum, und Mark wird von einer Polizistin angehalten.
Im vierten Kapitel holt Mark einen Republikaner und seinen Callboy, Branco nimmt Lora den Revolver weg, und die Versuchsteilnehmer öffnen eine weitere Tür.
Im fünften Kapitel holt Mark einen Occupy-Aktivisten, und die Versuchsteilnehmer demontieren eine der Überwachungskameras.
Im sechsten Kapitel holt Mark Regina, und die Versuchsteilnehmer tragen die Konsequenzen ihres Verstoßes gegen die Teilnahmebedingungen.
Im siebten Kapitel streiten Nick und Leanne miteinander, und Leanne unterläuft ein unangenehmes kleines Missgeschick. Jeffries öffnet die Tür zum nächsten Raum, und den Versuchsteilnehmern fällt nicht nur ein Kuchen in die Hände, sondern auch Leanne.
Im achten Kapitel bekommen Nick und Mark Besuch von einem Repräsentanten von Management, Leanne tritt Branco, und Jill wacht auf und lernt Regina kennen.
Im neunten Kapitel betreten wir mit Mark zusammen Cynthias Büro, und der Occupier wacht auf.
Im zehnten Kapitel stirbt Pascal, Hoai Nguyen erwacht und lernt die Stimme in seinem Kopf kennen, nebst den anderen Versuchsteilnehmern, und Nelson Jeffries misshandelt eine wehrlose Frau.
Im elften Kapitel lässt Mark seine Tochter bei Cynthia zurück, begegnet im Flur dem Repräsentanten und streitet mit Nick, wir beobachten drei Männer und eine Frau in einem Flugzeug, und Branco wacht wieder auf.
Im zwölften Kapitel überzeugt Miles seine Mitgefangenen, eine Vorstellungsrunde abzuhalten, Nick bittet um Entschuldigung, und Cynthia kommt ihn deshalb besuchen.
Im dreizehnten Kapitel kommt es zu einem Kampf zwischen Mark und Nick, den Cynthia unterbricht, um Nick entkommen zu lassen, und Miles sieht zu, wie Jill in den niedrigen Raum hinter der Tür kriecht.
Im vierzehnten Kapitel überredet Nick Cora, ihm eine Waffe zu geben, und Jill erlebt Unerfreuliches in dem niedrigen Raum.
Im fünfzehnten Kapitel kämpft Leanne noch einmal gegen Branco, Gouverneur Agneaux stirbt, und Senator Bell fühlt sich bedroht.
Im sechzehnten Kapitel überwältigt Nick Mark und erschießt den Repräsentanten, während Jill den Gouverneur in den niedrigen Raum lockt und knapp entkommt, während er von der Decke zerquetscht wird.
Im siebzehnten Kapitel wird Leanne bitter enttäuscht, Nick und Cora wollen sich vor William Blight verstecken, und Cynthia gestattet Mark, Regina zu befreien. Vorübergehend.
Im achtzehnten Kapitel lernen Mark und Regina einander in einer Rückblende kennen, Mark befördert Henk zum Versuchsleiter, und Senator Bell geht einem merkwürdigen Geräusch nach.
Im neunzehnten Kapitel führt Regina mit Mark ein problemorientiertes Gespräch, Hoai stößt zu der ersten Gruppe Versuchspersonen, und Claire beschließt, freiwillig in den niedrigen Raum zu kriechen und einen Ausgang zu suchen.
Im zwanzigsten Kapitel kriecht Claire in den niedrigen Raum, Henk erklärt ihr die Regeln für das nächste Spiel, Regina betäubt Nick und wird von William Blight erschossen.
Im einundzwanzigsten Kapitel öffnet Claire die nächste Tür, und wir erleben in einer Rückblende, wie Mark und Regina umeinander anhalten. Sagt man das so?
Im zweiundzwanzigsten Kapitel erreicht das Audit-Team die Versuchseinrichtung, und Henk bringt Jill dazu, noch einmal durch den niedrigen Raum zu kriechen, und zeigt ihr den Schlachtschussapparat.

Was heute geschieht

„Mason!“

Jacky wollte ihn immer noch gerne „Opa Mason“ nennen, oder auch einfach „Opa“, aber ihre Eltern mochten das nicht, und auch er selbst hatte ihr gesagt, dass sie einfach Mason zu ihm sagen sollte. Sie fand zwar, dass es sich irgendwie falsch anfühlte, einen Erwachsenen mit seinem Vornamen anzureden, insbesondere einen so alten Erwachsenen, aber sie war ja noch klein und konnte das nicht selbst beurteilen.

Er strahlte sie an und breitete seine Arme aus.

„Jacky!“ rief er.

Auf einen kurzen Blick von ihm hin ließ Cora sie los, und Jacky lief zu ihm und warf sich in seine Arme.

Er hob sie hoch und streichelte über ihren Kopf. Normalerweise mochte sie das beides nicht, aber bei ihm war es okay. Sie legte ihr Gesicht an seine Schulter und atmete tief ein. Sie mochte seinen Geruch. Er duftete ein bisschen nach Weihnachten, oder nach einer gemütlichen alten Bibliothek, ungefähr so, wie sie sich Albus Dumbledores Geruch vorstellte.

„Was macht das Mädchen hier?“ fragte eine unfreundliche Stimme.

Jacky hob ihren Kopf aus Masons Umarmung und sah in das teigige Gesicht eines anderen alten Mannes, der aber viel dicker und ungesünder aussah als Opa Mason. Schweißperlen standen auf seiner fahlen Stirn, er atmete schwer durch seinen weit offenen Mund, und sein Blick war glasig und unfokussiert.

„Ich bitte Sie!“ rief Cox. „Jacky ist eine unserer besten Mitarbeiterinnen. Stimmts, Jacky?“ Er schaukelte sie in seinen Armen ein bisschen von links nach rechts, und Jacky lachte. „Meistens hilft sie ihrem Vater bei der Erfüllung seiner Aufgaben, aber heute hat sie meiner Tochter bei der Leitung der Laboratorien assistiert.“ Er kitzelte sie, und Jacky quietschte. „Ein bisschen besser hättest du dabei aber schon aufpassen können“, sagte er in gespieltem Tadel. „Du hast hier einen ganz schönen Schlamassel angerichtet, weißt du das?“

„Tut mir leid“, sagte sie, so reumütig, wie sie konnte, und dann musste sie kichern.

„Du lernst ja noch“, sagte er, und setzt sie vorsichtig ab. „Beim nächsten Mal klappts schon viel besser, du wirst sehen.“

„Mr. Cox, das … Halten Sie das für angemessen? Ich … Ich … Ich erwarte, dass Sie mir das alles hier sofort erklären!“

„Sehr gerne doch. Miss Stegeland, würden Sie Jacky bitte kurz nach draußen geleiten? Was ich jetzt mit dem Senator zu besprechen habe, wäre wahrscheinlich nichts für die zarten Empfindlichkeiten eines fünfjährigen Mädchens.“

„Wie Sie wünschen, Mr. Cox, aber … Ich meine, da draußen … Ich meine… Vielleicht … Sollte sie das da draußen wirklich sehen, Mr. Cox?“

„Was ist da draußen?“ fragte Jacky, obwohl sie es nicht hören wollte, weil sie es eigentlich schon wusste.

Sie hatte ihren Vater schreien gehört.

„Wenn Sie so fragen: Nein, Miss Stegeland, lieber nicht. Ich würde Ihnen gerne noch mehr Fragen beantworten, auch wenn mir deren Sinn nicht unmittelbar einleuchtet, denn die Bright Outlook Laboratorien sind davon überzeugt, dass nur Mitarbeiter, die den Sinn ihrer Aufgaben umfassend verstehen, diese auch angemessen erfüllen können, aber ich fürchte, dass Mr. Bell hier nicht bereit ist, zu warten, bis ich Sie in diese eigentlich wünschenswerte Position versetzt habe, und muss Sie deshalb unglücklicherweise bitten, auch mit dem begrenzten Verständnis, das Ihnen aus Ihrer jetzigen Lage möglich ist, zu tun, was ich Ihnen gesagt habe. Könnten Sie mir diesen Wunsch erfüllen, Miss Stegeland?“

„Selbstverständlich, Mr. Cox. Sofort. Verzeihen Sie bitte, ich habe nicht gemeint … Ich meine, ich wollte nicht … Ich wollte nur …“

Er nickte ihr lächelnd zu.

„Ist schon in Ordnung, Miss Stegeland. Ich verstehe, was Sie meinten. Sie können sich an die Arbeit machen.“

„Warum bist du gemein zu Cora?“ fragte Jacky.

„Ich sublimiere damit meine Frustration und Verärgerung darüber, dass einige meiner Wünsche für den heutigen Tag nicht erfüllt wurden, und natürlich darüber, dass ihre Leistung nicht den Erwartungen entspricht, die ich in sie gesetzt habe. Das ist zwar irrational, weil sie nichts daran ändern kann, und weil ich sie dadurch wahrscheinlich nur noch mehr verunsichere und die Wahrscheinlichkeit erhöhe, dass sie noch weitere Fehler macht, aber Menschen tun leider manchmal Dinge, obwohl sie wissen, dass sie sich damit langfristig schaden, weil sie ihnen kurzfristig helfen, sich besser zu fühlen.“

Jacky wusste kurz nicht, was sie darauf erwidern sollte, weil sie Opa Mason nicht ganz verstanden hatte, aber dann fiel ihr etwas ein.

„Willst du dich vielleicht bei ihr entschuldigen?“ schlug sie vor.

Er schüttelte lächelnd den Kopf. „Nein, Süße. Dafür bin ich noch nicht bereit, weil der Ärger über ihre Unfähigkeit noch zu frisch ist und ich nicht bereit bin, ihr gegenüber einen eigenen Fehler einzugestehen.“

„Ach so“, sagte Jacky.

************************************************

„Mr. Cox, Sie wissen, wie fern es mir liegt, Ihr Urteil in Frage zu stellen,“

„In der Tat.“

„aber ich sollte Sie wohl doch darauf hinweisen, dass das Medikament noch lange nicht über die Erprobungsphase hinaus ist, und dass Ihre Tochter möglicherweise nicht ausreichend stabilisiert -“

„Einzelheiten“, unterbrach der freundliche alte Mann ihn mit einer wedelnden Geste seiner rechten Hand. „Ich hatte immer Schwierigkeiten mit Details, Doktor, ich bin nicht stolz darauf, und meine Lehrer wie auch meine Eltern hatten sehr darunter zu leiden, aber so ist es. Deshalb bezahle ich Leute wie Sie und Mr. Blight hier.“

Der Mann mit der Sonnenbrille schloss den Mund und drehte den Kopf kurz zu William Blight, der wie eine finstere Ahnung hinter Cox aufragte. Das scharfe Klacken der Absätze seiner rahmengenähten dunkelbraunen Halbschuhe vermischte sich mit dem leisen Patschen der nackten Füße der beiden anderen, während sie den langen fensterlosen Korridor entlang schritten.

Er fragte sich für einen Moment, ob der Hinweis auf die eiserne Hand Blights hinter Cox‘ samtenen Handschuhen eine bewusste Drohung gewesen war, schloss es aber aus. Cox wusste, dass er keine Drohungen brauchte.

„Ich würde Ihnen dennoch empfehlen, Ihr Vorhaben noch zurückzustellen, zumindest bis die Ergebnisse unserer Versuche zumindest ein vorläufiges Urteil rechtfertigen.“

Die drei Männer blieben kurz vor einer Aufzugtür stehen, die sich umgehend öffnete, ohne dass jemand einen Rufknopf hätte betätigen müssen, und traten ein.

Der Mann hob seine Sonnenbrille kurz an, um den Sensor über dem Bedienfeld des Aufzugs seine Retina scannen zu lassen, und drückte dann die Taste für das Stockwerk, das sie erreichen wollten.

„Doktor“, sagte Cox mit einem nachsichtigen Lächeln, „jemand wie Sie tut sich wahrscheinlich schwer, das zu verstehen, oder vielleicht präziser: es wirklich zu akzeptieren, weil es nicht mit Ihrer persönlichen Erfahrung und Perspektive resoniert, aber lassen Sie mich Ihnen versichern: Man kann nicht immer warten, bis jedes Risiko ausgeschlossen ist. Es gibt eine Zeit zu warten und zu planen, und es gibt eine Zeit zu handeln, und in dieser letzteren Zeit kann zu viel Warten und Planen genauso riskant sein wie vorschnelles Handeln in der ersteren. Außerdem haben Sie mir doch selbst gesagt, die Ergebnisse Ihres Selbstversuchs seien vielversprechend. Wann war das, letzte Woche?“

„Es war am siebten Mai, Mr. Cox, aber ich habe Sie gleichzeitig darauf hingewiesen, dass noch eine lange Reihe weiterer Versuche und gründliche Analyse nötig ist, bevor wir die Droge an Ms. Cox zur Anwendung bringen können. Die Ausweitung unseres Versuchs, die Ihnen vor-“

„Natürlich haben Sie das. Dafür sind Leute wie Sie da. Sie kümmern sich um die Einzelheiten und erklären sie mir, und dann versuchen Sie, sich um jeden Preis aus jeder Form von Verantwortung herauszuwinden. Denn dafür sind Leute wie ich da, Doktor: um Verantwortung zu übernehmen.“

Mit einem dezenten „Ding“ öffneten sich die Türen des Fahrstuhls, und die drei Männer schritten einen weiteren fensterlosen Korridor entlang.

„Machen Sie sich keine Gedanken. Wir haben Ihre Einwände protokolliert, und niemand wird Ihnen einen Vorwurf machen, falls meine Tochter explodieren sollte, nachdem sie ihr Ihre Mischung injiziert haben. Im Gegenteil, ich könnte mir vorstellen, dass sich ein beträchtlicher Markt für eine solche Droge … Aber diese Brücke können wir überqueren, wenn wir sie erreicht haben. Schließen Sie bitte die Tür auf.“

Der Mann mit dem schwarzen Anzug betrachtete Cox für einige Sekunden durch die spiegelnden Gläser seiner Sonnenbrille, bevor er schließlich nickte.

„Es ist Ihre Entscheidung, Mr. Cox.“

Er wusste, dass er durch weitere Warnungen sein Projekt nicht retten, sondern lediglich seine eigene Rolle darin und damit sein Leben unnötig aufs Spiel setzen würde.

Cox hüstelte. „Ich dachte eigentlich, das hätte ich gerade schon gesagt.“

Der Mann in dem schwarzen Anzug drehte sich um und zog ein leise klimperndes Schlüsselbund hervor, mit dem er zunächst einen Riegel im oberen Teil der Tür öffnete, dann ein Schloss in der Mitte rechts, und dann noch eine Sicherung etwas weiter links unten löste. Die schwere Panzertür schwang langsam auf.

Der Raum dahinter bestand nur aus glatten Flächen, harten Kanten und rechten Winkeln.

Vor einem Spiegel aus so blank poliertem Metall, dass er kaum von einem gläsernen zu unterscheiden war stand eine junge Frau, nackt wie die Wahrheit, mit kahlgeschorenem Schädel, deren gesamter Körper über und über mit Schrift bedeckt war. Sie hielt einen Stift in der linken Hand und einen zweiten, kleinen Spiegel in der rechten.

„Cynthia“, sagte Cox.

Sie zuckte zusammen und drehte sich mit weit aufgerissenen Augen zu ihm um. Sie hob einen Finger der Hand, die den Stift hielt, vor ihre Lippen.

„Psschhh! Es passt alles zusammen, Papa“, sagte sie in einem Bühnenflüstern. „Es ergibt alles ein Bild. Es fließt ineinander. Es fügt sich zusammen. Ich kann es beinahe erkennen. Ich stehe kurz vor … der Lösung. Ich muss es nur kombinieren, nur koppeln, nur koordinieren, nur korrelieren und kondensieren, damit … damit … Es ist nicht weit, nicht mehr lange, bevor ich … bevor ich …“

Ihre Augen sahen viel zu groß aus, wie die einer Anime-Figur, als ihr Redefluss verstummte und sie die drei Männer in der Tür hilfesuchend anstarrte.

„Sagten Sie nicht, es gehe ihr besser?“ fragte Cox.

„Bevor ich…“

„Es geht ihr besser“, antwortete der Mann mit der Sonnenbrille.

„Hm“, machte Cox und zuckte die Schultern. „Mir kam sie bei meinem letzten Besuch klarer vor.“

„Es ist … als könnte ich es beinahe greifen, aber ich komme nicht ganz heran. Die Antwort … ist so nah.“

„Ihr letzter Besuch war vor zehn Monaten, zwei Wochen, drei Tagen und siebenundvierzig Minuten“, sagte der Mann mit einem kurzen Blick auf seine schlanke schwarze Armbanduhr. „Wenn Sie diesen Besuch als Bezugspunkt wählen, hat der Zustand Ihrer Tochter sind in der Tat dramatisch verschlechtert. Aber wenn Sie die jüngere Vergangenheit betrachten, werden Sie große Fortschritte erkennen. Wir müssen sie seit drei Wochen und vier Tagen nicht mehr fixieren.“

Cynthia starrte sie immer noch mit großen Augen an, hin und wieder verwirrt blinzelnd.

„Ich hätte gerne mehr Farben“, sagte sie. „Es wäre übersichtlicher, wenn ich die Stränge farblich markieren könnte.“

„Sind Sie sicher, dass Sie nicht vielleicht wieder damit anfangen sollten?“ fragte Cox. „Ist das ein Permanent-Marker?“

„Die Schrift ist leicht abwischbar und nicht gesundheitsschädlich. Der Stift ist ein CF-19881 und wird von einer Tochtergesellschaft der Bright Outlook Heavy Industries …“

Cox winkte ab.

„Geben Sie ihr das Medikament, und berichten Sie mir vom Erfolg. Wie lange wird es dauern?“

„Mr. Cox, ich kann Ihnen unmöglich eine genaue Frist nennen, in der die Medikation den Zustand Ihrer Tochter dahingehend verändert hat, dass sie gefahrlos aus dem geschützten Bereich entlassen werden kann.“

Cox lächelte geduldig und warf Blight einen konspirativen Seitenblick zu, auf den Blight mit keiner Regung reagierte. Cox wandte seine ganze Aufmerksamkeit wieder dem Mann mit der Sonnenbrille zu.

„Nennen Sie mir eine ungenaue“, sagte er.

„Einen blauen brauche ich unbedingt“, überlegte Cynthia. Sie blickte auf ihre Füße hinab, oder auf die Zahlen, die darauf geschrieben standen. „Ein grüner wäre auch sehr wichtig. Wenn ich außerdem noch einen roten, einen violetten und einen in gelb haben könnte, wäre ich bestimmt bald so weit. Ich bin sehr nah dran, Papa.“

„Es könnte zwei Wochen dauern, bis wir mit hinreichender Wahrscheinlichkeit bestimmen können, ob der Versuch zum Erfolg geführt hat.“

Cox schürzte nachdenklich seine Lippen.

„Wie lange könnte es dauern, bis sie aufhört, sich nackt vor einem Spiegel mit Formeln und Ziffernreihen vollzumalen?“

„Ich nehme an, dass die manischen Züge innerhalb von höchstens 48 Stunden die Grenze der Diagnostizierbarkeit unterschreiten werden.“

Cynthia warf den Stift ihrer Hand plötzlich in eine Ecke und stürmte auf die Tür zu.

„Es ist doch wohl nicht zu viel verlangt, dass ich ein paar bunte Stifte-“ kreischte sie, bevor der Mann mit der Sonnenbrille sich ihr in den Weg stellte, einen Arm um ihren Torso legte, um sie fest zu halten, und die freie Hand über ihren Mund, um sie zum Schweigen zu bringen.

Er sah, dass Blight es irgendwie geschafft hatte, sich in dem kurzen Moment, in dem er selbst abgelenkt gewesen war, vor Cox zu positionieren, und dass seine rechte Hand unter seine Weste geglitten war.

„Wunderbar!“ Cox klatschte selig lächelnd in die Hände. „Ich hole sie übermorgen um 05:30 Uhr ab, passt Ihnen das?“

„Ich rate Ihnen nachdrücklich an, Cynthia nicht so kurzfristig aus der professionellen Betreuung zu entlassen“, sagte der Mann in dem schwarzen Anzug über Cynthias unverständliches gedämpftes Gemurmel hinweg. Er wusste, noch während er sprach, dass es ein Fehler war, aber er hatte Glück.

Blight drehte sich zu Cox um, die Hand noch immer unter der Weste, aber der freundliche alte Mann schüttelte in einer kaum wahrnehmbaren Bewegung den Kopf. Blight ließ seine Hand sinken und trat zur Seite.

Cox antwortete: „Und wie immer nehme ich Ihren Rat gerne an. Ich hole Sie also beide übermorgen um 05:30 Uhr hier ab. Packen Sie nicht zu aufwändig. Sie kommen zwar voraussichlich nicht hierher zurück, aber wir können Ihnen alles, was Sie nicht sofort brauchen, nachschicken. Sicher haben Sie in der Zeit Wichtigeres zu tun, als Schränke und Schubladen auszuräumen.“

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I walk along in silence From the cradle to the grave, with a heightened sense of panic ‘cause the things I find I crave will distort the world around me, find a target I can’t save from my dark and twisted tendrils, tell me how I should behave. Hoai, wissen Sie noch, wie ich Ihnen vorhin gesagt habe, dass Sie hier der einzige sind, der es verdient hat, zu überleben? Ich glaube das immer noch, und wissen Sie, ich meine das natürlich nicht böse, aber so langsam wird es Zeit, dass Sie mein Vertrauen in Sie durch irgendwas rechtfertigen. Es wird Zeit, dass Sie was für mich tun, damit ich was für Sie tun kann. Wissen Sie noch? Händewaschen. Quid pro quo. Reziprozität. So läuft das hier. Sie können nicht einfach nur dabei stehen und tatenlos zuschauen, wie andere ihr Leben riskieren. Zeigen Sie mal ein bisschen Courage, Mann! Was sollen denn Ihre Ahnen von Ihnen denken?“

Die junge Frau in dem weißen Overall grinste Hoai an. Es war ein sehr zahniges Grinsen, nicht freundlich oder gut gelaunt, sondern lauernd und schadenfroh.

„Er spricht zu Ihnen, oder? Sie hören eine Stimme?“

Hoai hob seinen Blick zu ihr und sah sie an. Sie war hübsch, auf gewisse Weise, aber sie war wie geschaffen, um das alte Klischee zu illustrieren, dass wahre Schönheit von innen kommt, und in ihrem Inneren war offensichtlich keine Spur von Schönheit.

„Wollen Sie einen guten Rat von mir? Was immer die Stimme Ihnen sagt, tun Sie das Gegenteil. Wenn die Stimme Ihnen sagt, dass Sie der Gravitation unterliegen sollen, sehen Sie zu, dass Sie irgendwie einen Weg finden, zu schweben.“

„Was denken Sie, Hoai? Ist das jetzt schwer zu entscheiden, wem Sie vertrauen sollten? Sehen Sie sie sich an. Sehen Sie sie genau an, und dann versuchen Sie mal, auf einer Skala von 1 bis 10 ihre Vertrauenswürdigkeit abzuschätzen. Wenn irgendjemand in diesem Gebäude noch fertiger ist als Sie es sind, Hoai, dann ist es diese Frau. Ich meine, das ist Ihre Sache, entscheiden Sie selbst. Mir liegt nicht so viel dran, dass Sie hier lebend rauskommen. Wirklich nicht. Aber ich kann Ihnen trotzdem versprechen, dass ihr noch weniger dran liegt. Sie weiß, dass sie am Boden ist, und sie will Sie zu sich herab ziehen, Hoai. Entscheiden Sie selbst, ob Sie zu ihr runter wollen, oder zu mir rauf. Ihre Sache.“

„Was glauben Sie, wie er zu Ihnen spricht? Die haben ihn in Ihren Kopf implantiert. Und was glauben Sie, warum die das gemacht haben? Raten Sie einfach mal ganz wild. Glauben Sie eher, dass es war, um Ihr Leben zu retten, oder glauben Sie eher, dass die das aus dem gleichen Grund gemacht haben, aus dem die Decke in dem Raum da drüben beweglich ist? Glauben Sie, es ist ein magischer Ausgang, nur für Sie, oder glauben Sie, es ist einfach nur ein weiterer Teil des Experiments?“

„Wissen Sie, was das beste ist?“ fragte die Stimme. „Das beste ist, dass ich mir nicht mal Mühe geben muss. Ich muss Ihnen nichts erzählen, um Sie zu überzeugen, so wie ich einem halb verhungerten Esel keine langen Vorträge halten muss. Ich muss ihm nur eine Karotte vor die Nase hängen. Die Karotte habe ich Ihnen gezeigt, Hoai. Jetzt holen Sie sie sich. Erinnern Sie sich noch, was ich über die Polizistin gesagt habe? Was für eine Art Mensch sie ist? Bestimmt erinnern Sie sich noch. Und jetzt fragen Sie sich, ob Sie wollen, dass die lebend hier rauskommt, oder lieber Sie selbst. Ist keine so schwierige Entscheidung, oder? Aber wenn Sie Zeit brauchen, nehmen Sie sich ruhig noch ein paar Minuten, um drüber nachzudenken. Klar, die Polizistin ist jetzt schon drüben und könnte diese Zeit nutzen, um die nächste Tür zu öffnen, aber vielleicht ist Ihnen das ja nicht so wichtig. Ihre Sache.“

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„So langsam wird es Zeit Abdiel. Ich meine, ich weiß natürlich, dass Sie nicht so ein Mensch sind, der sich selbst auf Kosten anderer einen Vorteil verschafft. Wirklich, ich versteh das, und ich respektiere Sie dafür. Sehr sogar. Deswegen sind Sie ja mein Lieblingsversuchsteilnehmer. Deswegen habe ich Sie ja ausgesucht. Deswegen tue ich mein Möglichstes, um Ihnen zu helfen. Weil ich weiß, dass Sie für eine große Sache kämpfen; für eine bessere Welt; für eine gerechtere Welt. Sie sind nicht wie die anderen hier, die nur an ihren eigenen Vorteil denken, Abdiel.

Sie sind nicht wie die Polizistin, die Leute wie Sie verprügeln und mit CS-Gas besprühen; Leute, die sich gegen die Herrschenden auflehnen und für den kleinen Mann kämpfen, und für die Entwicklungsländer, die wir ausbeuten, und deren Bewohner hungern und leiden, damit wir Lacoste-Shirts tragen können, und Nike-Sneakers.

Sie sind nicht wie dieser High-Class-Callboy, der für tausendzweihundert Dollar die Nacht seine Herkunft verrät, seine Familie beschämt, und den Reichen und Mächtigen hilft, den Mythos christlicher Familienwerte zu perpetuieren, während sie insgeheim genau das tun, was sie öffentlich geißeln und verurteilen.

Sie sind nicht wie diese rothaarige Hausfrau, die ihr ganzes Leben nichts getan hat, als sich von ihrem reichen Arzt-Ehemann aushalten zu lassen, sich um seine Kinder zu kümmern und die illegalen Einwanderer herumzukommandieren, die auf ihrem 10.000m²-Grundstück den Rasen mähen und die Hecken schneiden, ohne je die Genderklischees zu hinterfragen, die sie lebt, und ohne je einen Gedanken daran zu verschwenden, dass ihr Reichtum auf dem Rücken dieser unterprivilegierten Latinos erworben wurde.

Und Sie sind ganz bestimmt nicht wie dieser afroamerikanische Professor, der jeden Monat das Gehalt von 20 dieser Latinos nach Hause bringt, dafür, dass er Legionen von Studenten lehrt, das System zu unterstützen, dem System zu gehorchen, das System zu verteidigen, und der sich einen Dreck darum schert, dass dasselbe Scheißsystem seine afroamerikanischen Brüder unterdrückt und benachteiligt und einsperrt und wie Dreck behandelt.

Nein, Abdiel, Sie müssen es nicht sagen. Ich weiß, dass Sie die trotzdem nicht hassen für das, was Sie sind. Ich weiß, dass Sie verstehen dass die auch nur Opfer des Systems sind, und dass sie es nicht besser wissen. Sie würden auch ihnen gerne helfen, das weiß ich, weil Sie wirklich – als einziger hier – weil Sie wirklich nach einer besseren Welt streben.

Und wissen Sie was? Ich glaube, dass Sie dafür geschaffen sind. Ich glaube, dass Sie wirklich zu einer besseren Welt beitragen können. Als einziger hier. Keiner von den anderen könnte das. Jeder von denen wird Zeit seines Lebens das System verteidigen. Weil sie es nicht besser wissen, klar. Weil sie auch nur Opfer sind. Aber trotzdem.

Denken Sie mal drüber nach, wie viele unschuldige Leben jemand wie Sie retten kann, indem er öffentlich aufzeigt, was bei uns falsch läuft. Indem er über die Kinder spricht, die in Bangladesh die Nike-Sneaker zusammenkleben, ohne Atemschutz, mit bloßen Händen, ohne Pause, ohne Ferien, ohne Krankenversicherung, ohne Rechte.

Was glauben Sie, was Sie erreichen können? Ich weiß es, Abdiel. Sie können ein zweiter Ghandi werden. Sie können ein zweiter Malcolm X sein. Sie können die Stimme einer Generation werden, Abdiel.

Natürlich müssten Sie dafür irgendwie hier rauskommen…“

Lesegruppenfragen

  1. Ihr kennt das. Kinder sind schwierig. Seid ihr zufrieden mit der Szene aus Jackys Perspektive?
  2. Wie fandet ihr den Dumbledore-Vergleich?
  3. Den meisten von euch war es ja egal, aber hattet ihr nun das Gefühl, dass die Rückblende irgendwie dem Plot hilft?
  4. Ich persönlich mag die beiden Henk-Szenen zum Schluss ja sehr gerne, aber vielleicht stört die eine oder den anderen von euch, dass sie beinahe ausschließlich aus Dialog bestehen. Oder?

Interaktivitätsfragen

A. Wie soll Jacky reagieren, wenn sie den Flur betritt? Ja, ich weiß, dass das eine blöde Frage ist, aber so nah am Ende tue ich mich echt schwer. Und sooo blöd ist sie ja auch wieder nicht. Es gibt ja schon ein paar verschiedene plausible Möglichkeiten, oder?

B. Welche der Versuchspersonen soll als nächste sterben? Ja, ich bin mir des Risikos bewusst, das ich mit dieser Frage eingehe. Aber erstens will ich Frag A irgendwie kompensieren, und zweitens vertraue ich euch. Ich habe das Gefühl, dass wir nach der langen gemeinsamen Arbeit an diesem wundervollen kleinen Roman durch die durchgestandenen Abenteuer sowas wie echte Freunde geworden sind. Ich weiß, dass ich mich auf euch verlassen kann, so wie ihr auf mich. Wir sind so. Doppel-clippo. Ihr würdet mir niemals etwas Gemeines antun, nur weil ihr könnt.

C. Wollt ihr dabei sein, wenn Senator Bell stirbt?

D. Ich überlege gerade, ob die Geschichte mit den Ereignissen endet, die sich just vor unseren Augen abspielen, oder ob wir zum Schluss noch einen Blick in die Zukunft werfen wollen. Was meint ihr?

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9 Responses to Bright Outlook (23)

  1. Guinan sagt:

    1. War ok. Jacky ist jung genug, um die Realität auszublenden, und sie ist in einigermaßer vertrauter Umgebung, also passt das schon. Nur

    aber sie war ja noch klein und konnte das nicht selbst beurteilen

    fand ich etwas seltsam.
    Cox‘ Erklärungen sind dafür umso besser.
    2. Sehr anschaulich. Potter ist zwar nicht unbedingt altersgemäß, aber ich bezweifle, das in der Familie viel Wert auf FSK-Einschränkungen gelegt wird.
    3. Plot ist Nebensache, die Figuren sind wichtig. Die Rückblende hat bewirkt, dass ich Cynthia jetzt viel lieber mag.
    Aber den Übergang dazu habe ich nicht richtig wahrgenommen, da ging ein Gespräch mit Cox in ein anderes über. Klar, da ist die Trennlinie, gestutzt habe ich trotzdem.
    4. Ich mag die Szene auch – und Henk, der echt ein Gewinn ist – und Dialoge sowieso.
    5. Lieblingsabsatz:

    Dafür sind Leute wie Sie da. Sie kümmern sich um die Einzelheiten und erklären sie mir, und dann versuchen Sie, sich um jeden Preis aus jeder Form von Verantwortung herauszuwinden. Denn dafür sind Leute wie ich da, Doktor: um Verantwortung zu übernehmen

    A Durchdrehen.
    B Abdiel. Er ist nach der Bearbeitung durch Henk so übermotiviert, dass er irgendwelchen heldenhaften Blödsinn verzapft.
    (Wenn ich auch nur halbwegs eine Ahnung hätte, ich glaube, ich könnte nicht widerstehen.)
    C Muss nicht, indirekt würde mir reichen. Aber wissen, ob oder ob nicht möchte ich schon.
    D Zukunft, unbedingt. Und vielleicht auch noch eine Vorgeschichte. Und dann vielleicht die noch fernere Zukunft…

  2. Muriel sagt:

    @Guinan: Danke für den ausführlichen Kommentar. Habe mich sehr gefreut.
    1. Ja, der Satz war bei mir auch bis zum Schluss noch mit einem Fragezeichen markiert, aber dann habe ich entschieden, dass ich ihn lustig finde und er drin bleibt. Auf Sicherheit spielen kann ich immer noch, wenn ich für den Markt schreibe. Was hoffentlich ganz bald losgeht. Ähem.
    3. Gleich nach der Veröffentlichung habe ich mich auch geärgert, dass ich die erste Henk-Szene nicht dazwischen gesteckt habe. Und ein Datum hätte ich auch drüber schreiben können. Nächstes Mal.
    C. Keine Sorge. Erfahren werdet ihr es natürlich auf jeden Fall.

  3. Muriel sagt:

    Sooo, das Auszählen bleibt uns glücklicherweise erspart, denn dafür sind wir jetzt in der Feiertagszeit sowieso viel zu erschöpft, insofern bitte ich, das Ergebnis direkt aus Guinans Antwort abzulesen.
    @Guinan: Deine Antwort zu C deute ich als Enthaltung mit Obiter Dictum. Falls du gegen die Darstellung stimmen wolltest, lass mich das bitte möglichst bald wissen, dann halte ich mich natürlich dran.

  4. Guinan sagt:

    @Muriel: Ist ok, aber willst du nicht noch etwas warten? Wenn der Feiertagsstress jetzt langsam nachlässt kommen bestimmt noch ein paar Stimmen.

  5. Muriel sagt:

    @Guinan: Am Sonntag erscheint das letzte Kapitel, und irgendwann muss ich auch anfangen zu schreiben.
    Das Leben ist sogar auf überschaubare Relevanz nur partiell ein Ponyhof.

  6. madove sagt:

    Meine Güte, wo bleiben denn alle?
    Was ist denn das hier für ein Saftladen?!
    Ich find das ja auch wirklich respektlos gegenüber dem Autor, das Kapitel so völlig zu ignorieren, und dann zu warten, bis es zu spät ist und er/Guinan alles alleine entscheiden muß. Und DANN auch noch zu versuchen, sich mit blöden Komplimenten wieder einzuschleimen.
    …Aber ich machs trotzdem:

    0) WOW. Das war mein absolutes Lieblingskapitel bisher. Das liegt glaubich vor allem daran, daß sowohl Cox als auch Henk einfach phatastische Dialogbeiträge abliefern, die mir eine überraschend angenehme Mischung aus (unangenehmem) breitem Grinsen und (unangenehmer) Gänsehaut machen. Ich kann gar nicht so schnell die Farbe wechseln, wie ich wütend werde, lache, meinen eigenen Zynismus wiedererkenne, aber gleichzeitig meine eigene Verzweiflung gegenüber dem Zynismus anderer *schauder*. beurteilen“ passend – ich erinnere mich an ganz viele Situtationen als Kind, wo ich genau das gedacht habe.
    Und ja,Cox ist genial mit ihr.

    2) Ich hab ein bißchen die Stirn gerunzelt. Ich mochte ja die Bücher sogar ganz gerne, aber ich hab mich noch nicht dran gewöhnt, daß sie so ein Alltagsreferenzpunkt sind, daß sie in anderer Fiction vorkommen. Wobei ich nicht weiß, was mich daran stören sollte.

    3) Ich habe sehr lange gebraucht, um die Rückblende als solche zu erkennen (ich habe lange gedacht, wir wären 10 Monate in die Zukunft gekommen), aber ich habe beim Lesen generell nie Plan von Plot… als ich dann verstanden hab, daß das Rückblende ist: Perfekt. Vertieft das Verständnis für die Personen ungemein. Und gibt Cox eine weitere Gelegenheit to shine.

    4) Siehe 0. Für diese Art von Dia(Mono?)log lasse ich jede Handlung links liegen. <3.

    Was A-D angeht: Ich bin ja eh zu spät, aber glücklicherweise auch bei allen vieren wirklich Guinans Meinung. Präzisierend:

    B) Find ich auch.Ich weiß nicht, ob Abdiel blöd genug ist, sich von einer Organisation, die er zutreffend als Feind eingestuft hat, plötzlich sagen zu lassen, daß sie ihn als Messias für SEINE Ziele sieht – das setzt eine tumbe Autoritätshörigkeit voraus, die ich ihm nicht unterstelle, aber er ist ja auch ein bißchen fertig, vielleicht wird er von seinen Wunschträumen übermannt.

    D) siehe Guinan. Vor! Und mehr Rück! Und Vor! Und Mehr Rück! Und Mehr Vor! Blenden. Nicht aufhören!

  7. madove sagt:

    Hups, moment, da ist irgendwo was verlorengegangen:
    In 0, nach *schauder*, sollte es aufhören und dann:

    1) Okay. Überraschend okay. Und im Gegensatz zu guinan fand ich auch den Satz mit „zu klein -> beurteilen” passend – ich erinnere mich an ganz viele Situtationen als Kind, wo ich genau das gedacht habe.
    Und ja,Cox ist genial mit ihr.

    sorry.

  8. Muriel sagt:

    @madove: 0) Vielen Dank, finde ich toll.
    2) Ich fands ja auch komisch. Vielleicht überleg ich mir lieber eine andere Referenz.
    3) Ja, ich glaube, ich werde die Rückblende dann einfach in Zukunft explizit kennzeichnen.

  9. Muriel sagt:

    Die schlechte Nachricht ist: Das nächste Kapitel ist das letzte.
    Die gute Nachricht: Ich zumindest finde, dass es … völlig adäquat geworden ist.

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